Zurück   Deutsches Architektur-Forum > Architektur, Städtebau und Bauwesen: Überregionale und internationale Themen > Deutschland, Österreich und Schweiz


Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 23.10.10, 20:30   #1
harher
Wichtiges Mitglied

 
Registriert seit: 15.11.2009
Ort: Nürnberg
Alter: 58
Beiträge: 641
harher könnte bald berühmt werden
Wärmedämmung contra bauzeitlicher Zustand

Die Pläne der Bunderregierung zielen ja langfristig auf generelle Wärmedämmung und recht ambitionierte Einsparziele. Diese Ziele sollen auch für ältere Häuser und denkmalgeschützte Objekte gelten.
Nun sind aber bei solchen Häusern entsprechende Dämm-Maßnahmen entweder technisch völlig weltfremd oder zumindest unverhältnismäßig teuer. Zudem gibt es ein ästhetisches Problem: Will man historische Fassaden mit Dämmung verunstalten?
Dazu gab es z.B. in Tübingen einen Disput: Der Architekt Hans Kollhoff sagte, man könne nicht ganz Tübingen einpacken. Tübingens OB Boris Palmer konterte: "Wollen Sie die ästhetischen Gegenwartsbedürfnisse über die Lebensbedürfnisse künftiger Generationen stellen?"
Meiner Meinung nach ist das eine äußerst dümmliche und beschränkte Betrachtungsweise dieses grünen Oberbürgermeisters.

Ein weiteres Problem entsteht zudem für Vermieter: Wohnungen in denkmalgeschützten Häusern werden zunehmend unattraktiv, da entweder die Nebenkosten oder die die auf die Miete umgelegten hohen Dämmkosten die Gesamtmiete in überdurchschnittlich in die Höhe treiben?
Auch diese wirtschaftliche Seite gefährdet die Erhaltung von historischen Bauten.

Wollen wir wirklich Kulturgut einer Öko-Manie opfern?
Sollte man nicht einfach akzeptieren, dass es eben auch Häuser gibt, die moderne Klima-Grenzwerte nicht bzw. nicht auf sinnvolle Weise einhalten können, die aber eben dafür andere Werte abdecken?


Interessant dazu: Interview der WiWo mit dem Geschäftsführer des BDA, Bernd Blaufelder (WiWo 43/2010, Seite 114ff).
http://www.wiwo.de/finanzen/fassade-ist-heimat-445181/

Geändert von harher (22.11.10 um 15:31 Uhr)
harher ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.10.10, 00:21   #2
RobertKWF
Wichtiges Mitglied

 
Benutzerbild von RobertKWF
 
Registriert seit: 07.07.2008
Ort: Frankfurt am Main
Beiträge: 514
RobertKWF sorgt für eine nette AtmosphäreRobertKWF sorgt für eine nette AtmosphäreRobertKWF sorgt für eine nette Atmosphäre
Wärmedämmung contra Denkmalschutz

Es gibt ein reichhaltiges Feld von Problempunkten zur Wärmedämmung am Bestand und auch bei Neubauten. Auf Grund eigener Erfahrung und aus Erfahrungsberichten heraus kann ich einiges dazu sagen.
Hier mal einen Bericht der faz vom 23. Oktober 2010, der z. B. ein Detail beim Wohnen in einem Passivhaus beleuchtet, was ich in etwa so bestätigen kann:
http://www.faz.net/s/RubFAE83B7DDEFD4F2882ED5B3C15AC43E2/Doc~E543F784A177B43A78A898870D702B8 56~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Eine Bewohnerin schildert die Probleme die sie beim zwangsweisen Umgang mit der Wohnung hat. Die Wohnung heizt sich z. B. im Sommer zu stark auf und Fenster darf sie nur öffnen wie es die Bedienungsanleitung gestattet. Die ganzen Restriktionen machen den Wohnkomfort kaputt. Deswegen sucht sie nun wieder eine andere Wohnung mit "klassischen" Bedingungen.

Zu welchen kuriosen Blüten solche Dogmen, abgesehen vom wirtschaftlichen Aspekt der Betriebskosten, dann führen können zeigt der Beschluss der Stadtverordneten von Frankfurt am Main, städtische Bauvorhaben in Passivhausbauweise auszuführen. Bei einer Integrierten Gesamtschule im Frankfurter Nordend z. B. wird eine unter dem Schulhof liegende Mensa, die fast keine Außenflächen hat, im Passivstandard gebaut. Dann gibt es Pläne, sogar ein Krematorium und eine Kirche danach auszuführen. Bei vielen Architekten führe das zu einem "Riesenkonflikt", laut Ferdinand Heide.
.
__________________
Text und Gestaltung: R.KWF

Geändert von RobertKWF (24.10.10 um 21:04 Uhr) Grund: w
RobertKWF ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.10.10, 09:39   #3
Le-Wel
[Mitglied]
 
Registriert seit: 01.04.2009
Ort: Duisburg
Alter: 48
Beiträge: 130
Le-Wel könnte bald berühmt werden
Zitat:
Zitat von harher Beitrag anzeigen
Tübingens OB Boris Palmer konterte: "Wollen Sie die ästhetischen Gegenwartsbedürfnisse über die Lebensbedürfnisse künftiger Generationen stellen?" Meiner Meinung nach ist das eine äußerst dümmliche und beschränkte Betrachtungsweise dieses grünen Oberbürgermeisters.
Woher will er wissen, dass zu den Lebensbedürfnissen künftiger Generationen keine schönen Altstädte mehr gehören sollten? Immerhin gehören die seit einigen Generationen dazu. Wäre ihm lieber, wenn man überall Fachwerk verdeckt, die Altstadt hässlich macht und derer Bewohner vermehrt nach individuellen frei stehenden Häusern am Stadtrand suchen, nach mehrspurigen Straßen dorthin rufend? Bisher zählt man Innenentwicklung, Kompaktheit und urbane Atmosphäre zu den Potentialen der Stadt - was auf der Seite 3 des Dokuments mit einem Bild der historischen Bauten der Altstadt veranschaulicht wird!

Ein schnell ergoogelter Artikel über die Wirtschaftlichkeit der Wärmedämmung - man sollte doch den Immobilienbesitzern ähnliche Berechnungen und Überlegungen überlassen statt mit der Keule des Gesetzeszwangs zu schwingen. In den Medien kreisen bereits Überlegungen (wie diese), wie stark die nachträgliche Wärmedämmung, auf Mieten umgelegte, diese in die Höhe treiben könnte. Der letzte Artikel erwähnt übrigens, dass die Bundesregierung die vorhandenen EU-Mittel zur Förderung solcher Massnahmen nicht anzapft - warum auch immer der größte EU-Nettozahler sich sein Geld nicht zurückholen sollte. Umso mehr verbietet es sich, die Kosten und andere - auch architektonisch-gestalterische - Nachteile der Bevölkerung aufzubürden.

Geändert von Le-Wel (24.10.10 um 09:57 Uhr) Grund: + 1 Link
Le-Wel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.10.10, 15:32   #4
k-roy
Senior-Mitglied

 
Registriert seit: 22.09.2009
Ort: Hamburg
Beiträge: 330
k-roy wird schon bald berühmt werdenk-roy wird schon bald berühmt werden
Zitat:
Zitat von RobertKWF Beitrag anzeigen
Zu welchen kuriosen Blüten solche Dogmen, abgesehen vom wirtschaftlichen Aspekt der Betriebskosten, dann führen können zeigt der Beschluss der Stadtverordneten von Frankfurt am Main, ...
Krematorium und Mensa sind klassische Beispiele für die relativ leichte Umsetzung des Passivhausstandards, da hier viel Abwärme entsteht, die man nutzen kann. Da braucht´s dann keine Fenster mehr.

Passivhausstandard bedeutet ausserdem nicht unbedingt, nachträglich zu dämmen, sondern auch vernünftig zu heizen: das ist natürlich auch im Altbau möglich! Mit intelligenten Konzepten muß man gleichzeitig die Fassaden erhalten und den (Primär-)energieverbrauch senken.
Und die Sondermüllfassaden in Form von WDVS mit fungiziden Anstrichen sind doch auch nur eine baukonstruktive Momentaufnahme.

Ich mag zudem mal über meinen Berufsstand behaupten, daß das bei Architekten oft zu einem "Riesenkonflikt" führt, weil sie immernoch planerisch oft im dunkeln tappen.

edit: der FAZ Artikel ist recht oberflächlich, und leider haben auch die schätzenswerten Schneider & Schumacher nicht wirklich begriffen, worum es geht. Folgerichtig wird intelligente Energieplanung auch von Fachplanern und nicht von Architekten erledigt.

Geändert von k-roy (25.10.10 um 08:06 Uhr)
k-roy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.10.10, 17:47   #5
kunnukun
Junior-Mitglied

 
Registriert seit: 09.10.2010
Ort: Celle
Beiträge: 65
kunnukun befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Meine Wohnung wird noch in erster Linie mit einem Heizungsrohr von 1931 versorgt, das von Block zu Block verläuft und Ausläufer in alle Wohnungen schickt. Ich weiß, dass das subjektiv und recht unqualifiziert ist - aber ich sage mal: Im letzten Winter, der bekanntlich ein recht harter Winter war, hat das fast immer ausgereicht (ein zweiter Heizkörper brauchte kaum in Anspruch genommen zu werden); dies, obwohl die Wände recht dünn sind (ein eher experimentelles Material u. a. mit Stroh) und keine neuere Dämmung aufweisen.
Dazu trägt sicher auch bei, dass die Decken recht niedrig sind und ein richtiger Flur ersetzt ist durch einen in jeder Wohnung zentralen Durchgangsraum (der außer der Küche, in der jenes Rohr eine 'Schleife' macht, als einziger beheizt ist).
Ich zweifle oft an dem Fortschritt des Erkenntnisstands in Sachen Energiesparen und frage mich, oft gewisse Ansprüche (z. B. freakige Berliner Höhe + dicker Flur + auch im Winter beheizter Wintergarten) nicht mal hinterfragt werden sollten, .... und bemitleide außerdem die Bewohner eines sanierten Teils meiner Siedlung (Haesler, Neues Bauen, Ende 20er), auf dessen neuer Styropor-und-Putz-Bedeckung sich etwas Schimmelähnliches abzuzeichnen beginnt.
kunnukun ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.11.10, 15:12   #6
Schmittchen
DAF-Team
 
Benutzerbild von Schmittchen
 
Registriert seit: 04.04.2003
Ort: Frankfurt am Main
Beiträge: 7.389
Schmittchen genießt höchstes AnsehenSchmittchen genießt höchstes AnsehenSchmittchen genießt höchstes AnsehenSchmittchen genießt höchstes AnsehenSchmittchen genießt höchstes AnsehenSchmittchen genießt höchstes AnsehenSchmittchen genießt höchstes AnsehenSchmittchen genießt höchstes AnsehenSchmittchen genießt höchstes AnsehenSchmittchen genießt höchstes AnsehenSchmittchen genießt höchstes Ansehen
Ein sehr vergnüglicher Artikel zum Thema heute im FAZ-NET:

Wärmedämmung: Die Burka fürs Haus

(Inhaltsangabe gibt's ausnahmsweise nicht, die brillanten Formulierungen möchte man nicht zerhacken.)
Schmittchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.11.10, 19:22   #7
Tilou
Wichtiges Mitglied

 
Registriert seit: 28.05.2007
Ort: Köln/Bonn
Alter: 42
Beiträge: 417
Tilou sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreTilou sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreTilou sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Na ja. Gut formuliert mag der Artikel wohl sein. Es reiben sich die mit gesundem Halbwissen ausgestatteten Feuilletonisten natürlich die Hände, wenn man so schön polemisch über den Untergang von Ästhetik und Baukultur wettern kann. Da spannt man den Bogen gerne gleich noch weiter über vermeintliche Billigmaterialien, schlechtes Handwerk, miese Lobbyisten und gemeine Öko-Krieger. Wenn allerdings im Zusammenhang mit luftdichten Gebäuden den Deutschen ein pathologischer Hang zu Abschottung und Käseglockenideologie attestiert wird, wäre der Artikel wohl besser unter der Rubrik "Glosse" aufgehoben.

Als streitbarer Denkanstoß mit Augenzwinkern durchaus ok. Das Thema ist allerdings ein bisschen komplexer, als die Autoren gerne wahr haben wollen. Auch ist mir nicht ganz klar, was deren Befürchtung ist. Die eingangs beschriebene Vision von Rafael Horzon mit der weiß-verschalten Paneel-Welt? Das ist doch unsinnig. Auch dem verbohrtesten Öko-Politiker dürfte klar sein, dass man z.B. gründerzeitliche Stadtteile nicht mit simpler Außendämmung verkleistern kann. Da muss der Fokus dann auf Fenstern, Dichtigkeit und natürlich Heizung und Gebäudetechnik liegen.

Grenzfälle und negative Beispiele wird es natürlich immer geben. Derweil, was schlagen die Autoren denn als Alternative vor? Gar nichts tun? Den grauen, energiefressenden Wohnklotz aus den Sechzigern in Würde altern lassen? Bewohner hübscher Jugendstil-Villen steuerlich begünstigen, damit sie sich auch künftig die Heizung leisten können? Denn genau da liegt doch der Knackpunkt, bei den immer weiter steigenden Energiekosten. Möge man doch mehr in diese Richtung polemisieren, bevor über die "Burka fürs Haus" gezetert wird.
Tilou ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.11.10, 19:31   #8
epizentrum
DAF-Team
 
Benutzerbild von epizentrum
 
Registriert seit: 12.04.2010
Ort: Frankfurt am Main
Beiträge: 3.809
epizentrum genießt höchstes Ansehenepizentrum genießt höchstes Ansehenepizentrum genießt höchstes Ansehenepizentrum genießt höchstes Ansehenepizentrum genießt höchstes Ansehenepizentrum genießt höchstes Ansehenepizentrum genießt höchstes Ansehenepizentrum genießt höchstes Ansehenepizentrum genießt höchstes Ansehenepizentrum genießt höchstes Ansehenepizentrum genießt höchstes Ansehen
Was ich von dem Artikel mitgenommen habe, ist die Kritik an unreflektiertem Befolgen der aktuellen Passivhaus-/Dämmungs-Standards und ein Plädoyer für alternative Energiemaßnahmen, die vielleicht "nachhaltiger" sind (, die sie aber nicht benennen).

Man kann es auch so sehen: Zwei Architekten fühlen sich bevormundet und würden von den Bauherren gerne ihre schöpferische Kompetenz zurückholen. Das tun sie auf eine pointierte, polemische Weise.
epizentrum ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.11.10, 18:14   #9
Echnaton
DAF-Team
 
Benutzerbild von Echnaton
 
Registriert seit: 14.10.2005
Ort: Düssel vs. Rhein
Beiträge: 3.351
Echnaton braucht man einfachEchnaton braucht man einfachEchnaton braucht man einfachEchnaton braucht man einfachEchnaton braucht man einfachEchnaton braucht man einfach
Den Artikel sehe ich als scharfe und gelungene Satire.


Der Fairness halber sei erwähnt, dass so manches Haus nach der Dämmung deutlich besser aussieht als vorher.
Echnaton ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.11.10, 17:16   #10
kunnukun
Junior-Mitglied

 
Registriert seit: 09.10.2010
Ort: Celle
Beiträge: 65
kunnukun befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Zitat:
dass so manches Haus nach der Dämmung deutlich besser aussieht als vorher.
Ja, in einigen Fällen, zum Beispiel in diesem, jedenfalls was das Stadtschloss betrifft:
Zitat:
Rafael Horzon schlug bereits 2002 vor, ganz Berlin - inklusive Stadtschloss - hinter Paneelen verschwinden zu lassen
kunnukun ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.11.10, 01:35   #11
Abyssalon
Senior-Mitglied

 
Registriert seit: 14.08.2009
Ort: Leipzig
Beiträge: 373
Abyssalon könnte bald berühmt werdenAbyssalon könnte bald berühmt werden
Vielleicht nutzt ein findiger Tapetenmeister die Gunst der Stunde und entwickelt eine dämmende Tapete, die dann in Innenräumen verwendet werden kann. Technisch machbar wärs bestimmt.
Abyssalon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.11.10, 09:16   #12
archiT
Junior-Mitglied

 
Registriert seit: 17.11.2010
Ort: Monheim
Beiträge: 63
archiT hat die Renommee-Anzeige deaktiviert
Durch Wärmedämmung im Inneren würde das Kondenswasser die Wand beschädigen.

Zitat:
zum Beispiel in diesem, jedenfalls was das Stadtschloss betrifft
Die Andeutung der Umrisse des Stadtschlosses wäre bestimmt besser als der leere Platz ohne Aussichten auf die Finanzierung des Wiederaufbaus. Das hat jedoch mit dem Thema nichts zu tun. Sollte jemals zum Wiederaufbau kommen, wird man hoffentlich moderne Dämmung zwischen dem Mauerwerk und dem Stuckdekor der Außenfassade verbauen.
archiT ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.11.10, 11:40   #13
k-roy
Senior-Mitglied

 
Registriert seit: 22.09.2009
Ort: Hamburg
Beiträge: 330
k-roy wird schon bald berühmt werdenk-roy wird schon bald berühmt werden
Zitat:
Zitat von archiT Beitrag anzeigen
Durch Wärmedämmung im Inneren würde das Kondenswasser die Wand beschädigen.
Grundsätzlich ja, aber wenn man die Dämmstärke richtig auslegt, kann auch eine Innendämmung funktionieren.
k-roy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.11.10, 16:33   #14
Kleist
Goldenes Mitglied

 
Registriert seit: 22.09.2010
Ort: Berlin
Alter: 47
Beiträge: 1.504
Kleist hat eine wundervolle ZukunftKleist hat eine wundervolle ZukunftKleist hat eine wundervolle ZukunftKleist hat eine wundervolle ZukunftKleist hat eine wundervolle ZukunftKleist hat eine wundervolle ZukunftKleist hat eine wundervolle ZukunftKleist hat eine wundervolle ZukunftKleist hat eine wundervolle ZukunftKleist hat eine wundervolle ZukunftKleist hat eine wundervolle Zukunft
Bei Altbausanierungen

kann der Stuck abgenommen werden,anschliessend die Dämmung und zumn Schluss der Stuck wieder angebracht werden,so er beim abnehmen nicht beschädigt wurde.
Bei Fachwerkbauten wird es problematischer.Bei den Franckischen Stiftungen in Halle hat man über der Dämmung ein "Fachwerk" vorgeblendet.

Meine persönliche Meinung.Denkmalschutz geht vor Dämmung.
Die Energieeinsparungen durch Dämmung sind häufig Milchmädchenrechnungen.Denn sie berücksichtigen nicht individuelle Gewohnheiten,wie das Schlafen bei geöffeten Fenster,die Lüftung von Nasszellen usw.Und z.B.Raucher müssen häufiger lüften.
Kleist ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.11.10, 18:38   #15
harher
Wichtiges Mitglied

 
Registriert seit: 15.11.2009
Ort: Nürnberg
Alter: 58
Beiträge: 641
harher könnte bald berühmt werden
Ich finde auch, dass Denkmalschutz vor Öko gehen sollte.
Leider wird Öko-/Klima einfach oft über alle anderen Ziele gestellt. Das ist nicht angebracht. Es gibt ja nicht so viele Objekte unter Denkmalschutz. Die Dämmung solcher Gebäude macht somit in der Summe nicht viel aus. Der Verlust an Kulturgut würde wesentlich schwerer wiegen als ein wenig mehr CO2!
harher ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.



Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 22:32 Uhr.


Powered by vBulletin (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2017, Jelsoft Enterprises Ltd.
©2003-2017 Deutsches Architektur-Forum