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Alt 25.06.12, 12:34   #46
hfrik
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Nun ich denke es wird Häuser und Stadtteile geben, wo Wärmedämmung in klassischer Form (Aussendämmung, WLG 031-045) nicht passt.
Da braucht es entweder Spezialanfertigungen ala Vakuumdämmung, oder es geht einfach nicht. Praktisch betrifft das dann aber um 1% der Hausoberflächen. (Selbst bei der Denkmalgeschützten Jugendtilvilla kann man die banalen Ziegel Seiten- und Rückwände dämmen, die Kellerdecke, Kellerböden und Seitenwände sowie das Dach, und bei der Lüftung mit Wärmerückgewinnung arbeiten). Für die 1% muiss man dann mit höhrern Heizkosten zugunsten des Aussehens leben - heizt man aber mit Wärmepumpe, die mit erneuerbarem Strom betrieben wird, sit das immernoch recourcenschonend und Klimaneutral.
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Alt 09.10.12, 09:12   #47
MaestroIII
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Diese Kulturbarbarei ist echt unerträglich! Ich finde ja, wer sowas verantwortet, gehört ins Gefängnis. Mag sich krass anhören, aber meiner Meinung nach, ist das mutwillige Zerstörung öffentlichen Kulturguts, nicht anderes.
Und die Fassade sah vorher noch so schön und überhaupt nicht sanierungsbedürftig aus.
Bin schon lange als Lesender hier dabei, kann an der Stelle auch mal etwas neues Posten: in der Welt werden Studien zitiert, wonach der Energieverbrauch von gedämmten Ziegelgebäuden ÜBER dem Verbrauch von ungedämmten Gebäuden liegt, da die Abgabe von Sonnenwärme auf die Mauern verhindert wird. Zu finden hier: http://www.welt.de/finanzen/immobili...e-treiben.html
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Alt 09.10.12, 11:17   #48
nothor
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^ MaestroIII

Naja, die Studie klingt wirklich etwas verwegen. Im Winter scheint die Sonne kaum, und nicht alle Wände zeigen nach Südwesten. Und ich lebe in einem ungedämmten Altbau mit Isolierglasfenstern, und kenne den Effekt der über Nacht auskühlenden Wände. So eine massive 56 Ziegelwand bekommt die Sonne auch nicht in 4 Stunden warm, das ist Unfug. Das aber eine Hauswand die Achillisverse des Gebäudes ist, ist auch Quatsch. Fenster (-bänke), Dächer, Haustüren, Lüftunggverhalten, Kellerisolierungen sind der Schlüssel.

Allerdings bin ich trotzdem ein scharfer Kritiker der Styropor-Fassadendämmung hinsichtlich Stadtbild und Denkmalpflege. Ich würde auch nicht wollen, dass mein Altbau so gedämmt wird, denn dem Altbau liegen ja ganz andere energetische Voraussetzungen zu Grunde. Für eine zuverlässig arbeitende Dämmung ist schließlich auch ein ausgeklügeltes Lüftungskonzept notwendig, sonst kommen über kurz oder lang Probleme.
Außerdem vergisst man m.E. auch, dass viele Maßnahmen, die eine im Winter warme Wohnung erzeugen, im Sommer eine unerträglich stickige und nicht kühl zu bekommende Wohnung zur Folge haben. Die fängt man dann an mit Klimageräten zu kühlen. Meine Altbauwohnung hat im Sommer durch hohe Decken und dicke Wände eine viel höhere Aufwärmzeit. Ein gedämmter Neubau, dessen Wände nachts keine Wärme nach außen abgeben, bei dem aber ständig auch Wärme im Innern entsteht (durch Bewohner, Kochen, Duschen, Fernseher, PC usw.) gibt gar keine Wärme ab und heizt sich fast bis auf die Außentemperatur auf.

Nicht zuletzt liebe ich die Fassade des Hauses, die mich begrüßt wenn ich heim komme und die meine Gäste staunen lässt.

Die Fans der Wärmedämmung sollten auch mal über den Tellerand hinaus schauen und in andere Länder blicken. Gehen unsere Nachbarn auch so gleichgültig um mit ihrem Stadtbild und dem architektonischen Vermächtnis? Existiert dort die gleiche Panik vor den kalten Tagen, die Eigentümer blind dazu treibt ihre Häuser in Watte zu packen?
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Alt 12.10.12, 01:07   #49
Johnny
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Hier der Link zu einer sehr guten Dokumentation zum Thema Dämmen im ZDF: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/haupt...%C3%A4mmfieber. Hier wird unter Anderem auf die Probleme Denkmalschutz, Algenbildung und Entsorgung sowie die Frage nach der generellen Sinnhaftigkeit eingegangen.
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Alt 17.10.12, 15:49   #50
nothor
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Wurde dieser Beitrag des Spiegels eigentlich schon gelinkt?

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...-a-847242.html

Zusammengefasst: Es wird sich dafür ausgesprochen, bei der ökologischen Bilanz eines Wohnhauses nicht nur dessen Energieverbrauch als Teilmenge der Betriebskosten zu beleuchten, sondern auch die Materialwahl und den erstellungsaufwand in die berechnung mit einzubeziehen. Und schon sind Passiv- und Ökohäuser nicht mehr so überzeugend wie bisher. Der Politisch begründete und wirtschaftlich motivierte Irrweg der massiven Gebäudedämmung wird hier schlicht aus ökologischer Sicht beleuchtet.

Die BASF hat an anderer Stelle eine Pressemitteilung veröffentlicht, die die Funktion einer Gegendarstellung erfüllen soll. Sehr schwer fällt es dem Autor dabei, die Schuld nicht komplett auf die Bewohner umzulegen, die einfach nicht richtig mit ihrer gedämmten Wohnung umzugehen wissen.

http://www.newscomm.de/pressemitteil..._schimmel.html
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Alt 01.11.12, 09:16   #51
bennero
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Geh doch einfach zu der Baubehörde, die für den Ort zuständig ist und frage! (Bauamt im Rathaus oder Landratsamt) Nur die kennen alle relevanten Punkte, die man wissen muss um die Frage seriös zu beantworten. Kosten entstehen keine dabei!
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Alt 19.11.12, 21:41   #52
nothor
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Mal wieder ein Beitrag zur Wärmedämmung durch Styropor:

http://www.ardmediathek.de/hr-fernse...entId=12488630

Ich frage mich, wann die Grünen das für sich entdecken? Wahrscheinlich erst wenn es zu spät ist und man sich selbst keine Regierungsbeteiligung ausrechnen kann.
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Alt 29.11.12, 19:30   #53
Saxonia
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Der NDR sendete am 26.11. erneut eine Dokumentation zum Thema Wärmedämmung. http://www.ndr.de/fernsehen/sendunge...d-1268621.html
Mit, wie ich finde, zum Teil erschreckenden Bildern. Der Beitrag ist in der Mediathek anzuschauen.
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Alt 29.11.12, 22:41   #54
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... und sehr zu empfehlen.

Den Redakteuren schlägt mittlerweile scharfer Wind seitens der Industrie und einiger Politiker entgegen. Es wird dazu also erstmal keine weiteren Reportagen durch sie geben.

Ich kenne aber schon Leute, die gegen die Wärmeisolierung ihrer Wohnung bei der Wohnungsbaugenossenschaft protestieren.
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Alt 05.12.12, 23:10   #55
nothor
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Auch in Hamburg hat man mit dem Problem WDVS massiv zu tun.

http://www.sueddeutsche.de/wissen/wa...sein-1.1521269

Das Schreckgespenst der Wärmedämmung hätte ein viel freundlicheres Gesicht, wenn man das WDVS nicht nutzen würde, sondern statt dessen andere Ertüchtigungsmaßnahmen nutzt.
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Alt 07.12.12, 13:16   #56
Tilou
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^ Diese momentan laufende Berichts-Kampagne gegen Wärmedämmung im Allgemeinen halte ich inzwischen für übertrieben. So erreicht man vielleicht eine höhere Aufmerksamkeit für das Thema. Aber der erweckte Eindruck, Wärmedämmung führe stets zu Schimmel/Algen/Umweltzerstörung und bedrohe unsere Denkmäler ist ja wohl stark vereinfacht und auch schlicht falsch. Es bringt doch nichts sich Fallbeispiele herauszugreifen nach dem Motto „Da gibt’s Schimmel, da gibt’s Algen und da hat ein WDVS gebrannt“. Natürlich gibt es so etwas. Aber wie wäre es denn gleichzeitig mit ein paar belegbaren Zahlen? Bei wie viel Prozent der sanierten Gebäude kommt es denn zu solchen Phänomenen? Und warum gibt es offenbar unzählige gedämmte Gebäude, bei denen derartige Probleme nicht auftreten?

Ärgerlich finde ich auch die je nach Interessenlage stark unterschiedlichen Angaben bezüglich Wirksamkeit der Außendämmung. Laut dem Süddeutsche-Artikel weist die Dena der Dämmung einen Einsparanteil von 30 bis 35 % zu. In der von Johnny (#49) verlinkten Doku „Dämmfieber“ wird dagegen erzählt, die Außenwände hätten im Durchschnitt nur einen Anteil von 14 % am Energieverlust.

Recht haben wohl beide: Die von der Dena untersuchten Referenzhäuser wurden mit Sicherheit jeweils ganzheitlich saniert, das heißt mit optimierter Heizungs- und Lüftungstechnik, gedämmten Leitungen, neuen Fenstern/Türen etc. Wenn man all diese Faktoren optimiert, erst dann kommt dem Wärmefluss über die Wand diese relativ hohe Bedeutung zu. Wohne ich dagegen in einem klapprigen Gründerzeitler mit Uraltheizung und ungedämmtem Dach, wo der Luftzug an den undichten Fenstern schon eine Kerze ausbläst, dann wird mir eine Außendämmung alleine natürlich nicht viel nützen.

Es ist daher richtig dieses Thema weiter publik zu machen. Politik und Hauseigentümer müssen dringend von der Vorstellung weg, dass möglichst dicke Außenwanddämmung das Allheilmittel ist. Das führt ja dann auch zu diesen negativen Entwicklungen in Sachen Denkmalschutz. Katastrophenjournalismus finde ich in diesem Zusammenhang allerdings nicht hilfreich.
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Alt 09.12.12, 17:35   #57
nothor
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Naja die Art der Berichterstattung ist ja auch ein Ergebnis des Umgang der Gesellschaft und der Politik mit dem Thema. Hierzulande weiss kaum jemand, dass Wärmedämmung in manchen Teilen der USA sogar verboten ist wegen der entstehenden Bauschäden. Und dass in anderen Ländern der EU WDVS auch kaum verwendet wird, weil es bessere Alternativen gibt.

Aufklärung tut hier Not, allerdings gibts die nunmal nicht objektiv und transparent, solange das für die Politik ein so einfaches Klimarettungsmittel verspricht, und die Bauwirtschaft damit viel Geld verdient. In 15 Jahren wissen wir da mehr. Nur dann ist es für das Stadtbild zu spät.

Wenn es in deiner Gründerzeitwohnung so zieht, dann sollte man nach nun 100 Jahren Nichtstun vielleicht doch mal die Fenster erneuern. Mit WVDS hat das nix zu tun.
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Alt 09.12.12, 18:54   #58
Saxonia
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Ich finde gerade bei den hemmungslosen Trickserreien der Hersteller in Sachen Brandschutztests kann man gar nicht zu eindringlich berichten. Das hat dann auch nichts mit Katastrophenjournalismus zu tun. Die derzeit noch geringe Zahl solcher verheerenden Brände lässt sich leicht aus der noch nicht so starken Verbreitung des WDV-Systems erklären. Dass sich das bei den derzeit bestehenden Planungen zur Energieeinsparungen in Zukunft ändern wird und sich solche Vorfälle in Zukunft häufen wenn keiner den Riegel vorschiebt, liegt auf der Hand.
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Alt 09.12.12, 20:56   #59
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Und wie gesagt. Bei der Atomkraft sind wir uns alle einig, da haben wir ein Sicherheits- und Entsorgungsproblem. Beim Baustoff Asbest gibt es ein anerkanntes Gesundheits- und Entsorgungsproblem. Beim WDVS sehe ich ein Sicherheits-, Gesundheits- und Entsorgungsproblem. Das WDVS spart gewiss Heizenergie, überhaupt kein Zweifel. Aber es ist ein Problemstoff, der aus Erdöl besteht und dem zahlreiche problematische Zusätze beigegeben wurde. Zusätzlich ist es Pflege- und Wartungsintensiv und darf nicht ohne Grund nicht in Baumärkten verkauft werden. Für meine Begriffe ist das Fazit deutlich: Das gehört verboten. Wir werden uns als Gesellschaft in wenigen Jahren sehr wundern was wir hier und heute damit angerichtet haben.
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Alt 11.12.12, 14:04   #60
hfrik
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Naja die Art der Berichterstattung ist ja auch ein Ergebnis des Umgang der Gesellschaft und der Politik mit dem Thema. Hierzulande weiss kaum jemand, dass Wärmedämmung in manchen Teilen der USA sogar verboten ist wegen der entstehenden Bauschäden. Und dass in anderen Ländern der EU WDVS auch kaum verwendet wird, weil es bessere Alternativen gibt.

Aufklärung tut hier Not, allerdings gibts die nunmal nicht objektiv und transparent, solange das für die Politik ein so einfaches Klimarettungsmittel verspricht, und die Bauwirtschaft damit viel Geld verdient. In 15 Jahren wissen wir da mehr. Nur dann ist es für das Stadtbild zu spät.

Wenn es in deiner Gründerzeitwohnung so zieht, dann sollte man nach nun 100 Jahren Nichtstun vielleicht doch mal die Fenster erneuern. Mit WVDS hat das nix zu tun.
Nö, aber mit einer dann vermutlich versauten Bauphysik. Neu Fenster, alte Wände, das gibt ohne Dauerlüften oder zeitgleich eingebauter lüftungsanlage (ggf. mit Wärmerückgewinnung) erst einmal ein sattes Schimmelproblem.
hfrik ist offline   Mit Zitat antworten
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