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Alt 13.12.12, 15:49   #76
hfrik
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Nun, da wird man genauer hinsehen müssen.
Ich sehe nach einem Vollbrand abgebrannte WDVS im EG. Ich sehe unversehrte WDVS an 3 Dach-Quergiebeln. Ich sehe ein auf der ganzen Breite abgefackelten Dachstuhl am Unterende, sowie oberhalb der 3 Qergiebel in der Dachkostruktion ebenfalls querlaufende Brandspuren.
Das WDVS hat da sicherlich nicht die Brandausbreitung verhindert. Aber bei der Öffnung zum Wohnzimmer, in dem es wohl gebarannt hat (Vollbrand) zweifle ich dass das Holz des Dachvorsprungs ohne WDVS heil geblieben wäre. Also müsste man dann kosequent auch hölzerne Dachkonstruktionen verbieten. Und Hölzerne Fassadenverkleidungen. Sicher, lässt man nurnoch Stufe A1 zu, kann das nicht passieren.
Nur wie ist dann die Relation von eingesetztem Geld zum Ergebnis?
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Alt 13.12.12, 16:04   #77
nothor
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Ich bin ja auch kein Brandexperte, aber mir leuchtet halt ein, dass Styropor-WDVS sicherlich genau so gut brennen wird wie Holzbalken. Wenn die Quergiebel nicht abgebrannt sind, dann hatten sie wohl keinen durchgehenden Kontakt zum Erdgeschoss und das Dach hat die von unten kommenden Flammen aufgefangen. Ich schätze dass die Brandsicherung nach unten da eben funktioniert hat. Beunruhigend finde ich in jedem Fall die horizontale Ausbreitung des Feuers, die ich als Reihenhausbesitzer so nicht erwartet hätte.
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Alt 14.12.12, 07:00   #78
hfrik
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Nun, schaut man hin gibts an der Aussenhaut keinerlei Brandabschottung, weder am hölzernen Dach noch bei der Wärmedämmung.
Da die Wand aber nur 2x 80cm oder so ist, hätte das Feuer bei einm Vollbrand und dem Hitzestau unter dem anscheinend auskragenden Vordach so oder so übergegriffen, sowohl bem WDVS als auh beim Hlz des Daches.
Bei den Qurgiebeln ist zwar Ruß,aber der Verputz intakt, sprich dort hat es einfach nicht lange genug gebrannt.
Abhilfe würde da wohl nur eine über das Dach hinausgeführte Brandwand und ein im Grenzbereich in A1 ausgeführtes WDVS bringen - was in Relation zur Schadenshäufigkeit wohl zu Aufwändig wäre.
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Alt 19.01.13, 22:34   #79
nothor
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Gerade gefunden, halte ich den Aufmacher dieses Artikels für eine schamlose Lüge:

http://www.bauen.de/ratgeber/ausbau-...eld-droht.html

Darin wird geschrieben, dass man zur Dämmung verpflichtet sei, wenn man mehr als 10 % seiner Hausfassade handwerklich bearbeitet, also repariert, streicht usw.... weiter habe ich dann gar nicht gelesen. Sowas dreistes! Jetzt macht die Dämmstoffindustrie den Leuten schon Angst vor dem Staat!
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Alt 19.01.13, 23:26   #80
Saxonia
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Streichen fällt nicht unter die Verordnung. Im Grunde ist das relativ bedeutungslos. Welche großen Umbaumaßnahmen finden an einer Fassade schon statt außer mal ein neuer Anstrich. Ich hab auch schon etliche entstuckte Häuser gesehen die neuverputzt wurden ohne mit Styropor zugeklebt zu werden.
http://ratgeber.immowelt.de/wohnen/h...erordnung.html
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Alt 20.01.13, 00:37   #81
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Der Tausch der Fenster plus Neuanstrich der Putzfassade kann dann aber auch nicht darunter fallen, denn das beobachte ich auch desöfteren.
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Alt 20.01.13, 12:56   #82
tunnelklick
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Was bei der hier geführten Diskussion leicht übersehen wird, sind die Vorschriften über Ausnahmen, Befreiung und Härtefälle. Sie sind vor allem für denkmalgeschützte Gebäude relevant, weil sie dem Gebot der Wirtschaftlichkeit Rechnung tragen.

Auf Antrag haben die zuständigen Behörden von den Anforderungen der EnEV zu befreien, "soweit die Anforderungen im Einzelfall wegen besonderer Umstände durch einen unangemessenen Aufwand oder in sonstiger Weise zu einer unbilligen Härte führen. Eine unbillige Härte liegt insbesondere vor, wenn die erforderlichen Aufwendungen innerhalb der üblichen Nutzungsdauer, bei Anforderungen an bestehende Gebäude innerhalb angemessener Frist durch die eintretenden Einsparungen nicht erwirtschaftet werden können." (§ 25 I EnEV 2009)

Das charmante an dieser Vorschrift ist, dass sie den Behörden kein Ermessen einräumt, sondern dem Antragsteller einen Rechtsanspruch auf Befreiung bei Vorliegen der Voraussetzungen. Die Voraussetzungen sind natürlich in unbestimmten Rechtsbegriffen gefasst, deren Bedeutung noch nicht allgemein beschrieben werden kann, weil es dazu praktisch keine Judikatur gibt. Was sind besondere Umstände? Unangemessener Aufwand? Unbillige Härte? Übliche Nutzungsdauer? Angemessene Frist? Die unbestimmten Rechtsbegriffe sind - anders als Ermessenentscheidung - inhaltlich in vollem Umfang gerichtlich überprüfbar.

Solche Begriffsklärungen lassen sich aber nur über zahlreiche Gerichtsentscheidungen im Laufe der Zeit herausfinden. Nur: wenn man keine Anträge stellt, wird man die Antwort nie erfahren. Also: nicht meckern, sondern Ausnahmen und befreieungen beantragen!!

Geändert von tunnelklick (20.01.13 um 13:06 Uhr) Grund: Rechtschreibung
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Alt 30.01.13, 12:04   #83
Schröder25
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Schröder25 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Hallo,

also eine Dämmung bringt sehr viele Vorteile mit sich, einerseits spart man Energiekosten weil die Wärme langsamer aus den Räumen zieht, die Schalldämmung ist besser, wenn man an der Straße oder an Gleisen wohnt, bekommt man viel weniger Lärm mit und der Wert der Wohnung steigt durch energieeffizienter Modernisierung.
Ich kann euch unter anderem die Seite http://www.massivhauskataloge24.de/b...ergiesparhaus/
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Alt 30.01.13, 16:06   #84
abrissbirne
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Am 14. Januar erschien ein Artikel im gedruckten Tagesspiegel, in dem die Autorin Heike Jahberg hinsichtlich der Anbringung eines Wärmedämmverbundsystems an der Fassade ihrer Wohnanlage Bilanz zog.
Kurz zusammengefasst:
Einen Sommer lang kein Betreten des Balkons möglich, die Fenster mit Planen verhängt.
Jährliche Heizkosten vor der energetischen Fassadensanierung: 1187 €. Im Jahr nach der Sanierung: 1068 €. Macht eine Heizkostenersparnis von 9,90 € pro Monat. Dafür wurde die Monatsmiete wegen der Sanierung um 136 € erhöht.
Rückblickend hielt sich die Begeisterung über die Maßnahme in Grenzen.
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Alt 31.01.13, 00:30   #85
tunnelklick
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^^ Es mag schon sein, dass Wärmedämmung irgendwelche Vorteile mit sich bringt, aber man muss sich doch auch fragen, ob es sich lohnt, und wenn, für wen es sich lohnt.

Nehmen wir mal folgenden Fall an:

Mehrfamilienwohnhaus, Baujahr 1954, 5 Etagen, ausgebautes DG, Dach wurde beim Ausbau zeitgemäß gedämmt. Es handelt sich um selbstgenutzte Eigentumswohnungen. Geschlossene Bauweise, also beiderseits angebaut. Die Dämmung der Vorder- und Rückfassade wird mit 40.000 € kalkuliert. Heizung wurde bereits vor 5 Jahren erneuert.

Die Heizkosten (ohne Warmwasser) betrugen zuletzt 2.752 €; davon sind rd. 700 € Nebenkosten wie Wartung, Abrechnung, Verbrauchsmessung, Kaminfeger, und rd. 2.000 € Brennstoffkosten.

Unterstellt, die Wärmedämmung würde den Energieverbrauch um 50% reduzieren, würde man also rd. 1.000 € im Jahr einsparen. Diese Ersparnis reicht aber für die Mindesttilgungsrate nicht aus. Bei einer Verzinsung von 2,9% und 1% Tilgung beträgt die monatliche Rate 130,00 €, mithin 1.560,00 €/Jahr. Die Eigentümer müssten also noch im Ergebnis 560,00 € pro Jahr mehr zahlen als ohne Wärmedämmung.
Das Darlehen hätte bei diesen Parametern eine Laufzeit von 47 Jahren. Das finde ich ein ernüchterndes Ergebnis, zumal diese Rechnung einige Unbekannte enthält. Lassen sich wirklich 50% der eingesetzten Primärenergie einsparen? Bleiben die Zinsen so niedrig? Hält die Wärmedämmung 47 Jahre?

Wären es keine selbstgenutzten ETW, sondern Mietwohnungen, und wären die gesamten 40.000 € Kosten wohnwertverbessernder Maßnahmen, könnten sie mieterhöhend umgelegt werden in Höhe von 11% der Gesamtkosten. Das entspricht 4.400 €/Jahr und rd. 733 € pro Wohnung im Jahr. Mit den Mehreinnahmen wären die 40.000 € in längstens 12 Jahren getilgt. Der Unterschied beseht darin, dass Mieter die Wärmedämmung vollständig allein bezahlen. Die Jahresmiete erhöht sich nominal um 733 € im Jahr, sie sparen rd. 166 € Heizkosten im Jahr, zahlen als per Saldo rd. 560 € mehr pro Jahr, und zwar auch dann noch, wenn der Vermieter das Darlehen längst getilgt hat.

Wäre ich Vermieter, würde ich natürlich auch dämmen, weil das ein probates Mittel zur Mieterhöhung ist, die sich auf andere Weise (Mietspiegel, Indexmiete) nicht erzielen lässt, bzw. zusätzlich noch erzielen lässt.

Geändert von tunnelklick (31.01.13 um 00:35 Uhr) Grund: Nachtrag + Rechtschreibung
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Alt 31.01.13, 07:44   #86
nothor
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Genau das ist ja der Vorwurf. Es profitieren Vermieter, clevere Handwerksfirmen, die Industrie und letztlich der Staat. Leidtragende sind die Mieter, das Stadtbild und die Umwelt. Nicht umsonst ist das WDVS in einigen Ländern verboten.
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Alt 17.02.13, 21:14   #87
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Dieser Artikel aus der Nürnberger Lokalpresse sollte nicht unerwähnt bleiben:

http://www.nordbayern.de/nuernberger...ammt-1.2038629

Er beschreibt, wie die Energetische Sanierung ein Baudenkmal ruiniert hat, welches hierdurch seinen Denkmalstatus verlor. Dass es darin um eine Schule in der seltenen und auch filigranen Formensprache der Nachkriegszeit geht, macht es umso trauriger. Es bleibt die Hoffung auf die Erkenntnis, dass Styropor die Polkappen und das Klima nicht retten kann.
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Alt 10.03.13, 23:06   #88
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Bei dem einen oder anderen kommt es langsam an. Wer seine Immobilie für die Zukunft ruinieren will, der dämmt sie. Nachzulesen: http://www.welt.de/print/die_welt/ha...Geschaeft.html
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Alt 11.03.13, 10:31   #89
hfrik
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Nun, Unsinn verkauft sich leider immer gut, sauber recherchieren macht dagegen arbeit.
Dass dichte Häuser egal ob mit Mieralwolle Zellstoff, Neopor oder Holzfaserplatte gelüftet werden muss, sollte sich mal herumsprechen - man schiebt es aber leiber aufs WDVS, das als unviersalschuldiger so schön tauglich aussieht weils aus Kunststoff ist.
Vor wenigen Jahren war noch die Mineralwolle der grosse übeltäter weil Krebsverdächtig, sind ja Fasern. Und in ein paar Jahren sinds dann viellleicht Holzfaserplatten oder Zellulose, die können ja schimmeln wenn falsch verbaut und deswegen nass.
Dass man einfach übergreifend Planan muss - auch das geänderte Aussehen der fassaden, aber auch die gesamte Bauphsik, und das Pfusch egal mit was gebaut wird immer Ärger macht, und das sparen am falschen Ende eben auch - das verkauft sich ahlt als Schlagzeile schlecht. Lieber informiert man die Leute falsch, wenns dem eigenen Geldbeutel gut tut.
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Alt 11.03.13, 10:51   #90
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Richtig, unsere Häuser müssen komplexer werden. Für jedes technische System braucht es natürlich ein Kontrollsystem, die Systeme kosten viel Geld und müssen fachgerecht gewartet werden. Jeder Wartungstechniker kommt dann im Firmenwagen angefahren, Termine werden gemacht, Teile ausgetauscht wie z.B. Filter und Motoren, und es werden Rechnungen gestellt. Und am Ende steht ein fleissig rotierender Wirtschaftskreislauf, an dem viele verdienen, und an denen die Eigentümer spätestens im Papierkrieg verzweifeln. Wir vergallopieren und da ganz schön. Vorbei die Zeit, da man ein Fenster zum Lüften öffnete, wenn die Luft schlecht war. Jetzt gibt es dazu konkrete Vorschriften, ansonsten funktioniert das ganze Konzept nicht. Wie in einer künstlichen Biosphäre.
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