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Alt 01.03.13, 01:29   #91
Bau-Lcfr
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Fahrverbote in NRW-Städten?

Die Rheinische Post berichtete gestern über die Probleme mit der Einhaltung der EU-Normen der Luftqualität, wobei die Behörden den Verkehr als Hauptquelle der Verschmutzung identifiziert hätten. Gefordert seien drastische Einschränkungen des Autoverkehrs bis zu den Fahrverboten in einigen Städten - genannt wurden die Rhein-Ruhr-Städte Duisburg, Düsseldorf, Mönchengladbach und Köln.
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Alt 25.04.13, 23:00   #92
Xysorphomonian
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Vorweg: Ich bin, wenn auch zeitweise Autofahrer, kein großer Freund des MIV. Und wenn man sich so den Strang durchliest, dann kann einen der Eindruck überkommen, dass diese Region unheilbar autoaffin ist.

Umso mehr haben diese Zahlen meinen Optimismus gedüngt:
Zum bin ich über den Haushalt von Strassen.NRW gestossen: Bund und Land lassen sich die nicht-kommunalen Straßen in NRW zusammen 922 Mio. Euro kosten. Insgesamt zahlt der Bund in den letzten Jahren immer mehr Geld ein, dafür das Land immer weniger. Alles in allem ist der Etat für die Fernstraßen im Vergleich zu den Vorjahren auf dem Tiefstand. 2011 floß tatsächlich noch über eine Milliarde in Autobahn & Co. Die öffentliche Hand schraubt, so scheint es, das Budget für den Asphalt sukzessive herunter. Nichts zum Jubeln, aber immerhin.

Demgegenüber steht der Bericht des VRR aus dem Jahr 2011. Auf Seite 4 sieht man die Entwicklung der Fahrgastzahlen im VRR. In den letzten 10 Jahren nahm diese Zahl um 10 % zu, in den letzten 15 sogar um mehr als 20 %.

Das Nahverkehrsnetz im VRR, wennauch himmelschreiend verbesserungswürdig, scheint gegenüber dem MIV immer attraktiver zu werden. Dazu passt eine Umfrage auf der Seite derwesten.de in Zusammenhang mit dem Bau des Bochumer Westkreuzes. Auf die Frage, wie die Betroffenen mit den Behinderungen umgingen, antworteten Stand dieses Postings 2.546 Personen. von den drei Antwortmöglichkeiten: Zähne zusammen und durch/ Ausweichroute/ Öffentlicher Nahverkehr wählten 93 % die letzte Variante. Mir ist klar, dass solche Votings mit Vorsicht zu geniessen sind und nicht repräsentativ sind. Aus verschiedenen Gründen ist das Ergebnis verfälscht, und in wieweit die Antworter einen Schnitt aller Betroffenen darstellen, ist fraglich. Aber dann wiederum sind es absolute Zahlen, die Freunde machen. 2.546 Personen x 93 % Umsteiger macht ca. 2.380 MIV-Nutzer, also ca. 2.380 Autos weniger. Und wenn nur die Hälfte davon stimmt, ist es ein Erfolg.

Bemerkenswert finde ich, sich das Voting durch die Fragestellung an Autofahrer und sogenannte "Wahlfreie" richtet, also jene, die Alternativen zu ihrem Fahrzeug haben. Wie geschildert, das Ergebis dürfte verfälscht sein. Aber es zeigt einen Trend, der eindeutiger nicht sein könnte, und der nicht allein durch verfälschende Abstimmungen zu erklären wäre. Zudem richtet sich die Frage an diejenigen, die eigentlich ihr Auto benutzen, die Antworten dürften weniger von Ideologien beeinflusst sein.

Es ist also nicht alles verloren in der Asphalt- und Blechwüste Rhein-Ruhr.
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Alt 27.04.13, 20:50   #93
Bau-Lcfr
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Fahrgastzahl-Zuwachs im Raum Düsseldorf

^ Zum Thema des Fahrgastzahl-Zuwachses passt dieser RP-Artikel vom 24.04 - demnach wuchs 2012 die Fahrgästezahl der Rheinbahn um 1,2 Mio. auf 216,9 Millionen. Der Umsatz wuchs um 10,7 Mio. EUR auf 203,5 Mio. EUR - das Defizit war mit 52,6 Mio. EUR um 6 Mio. geringer als kalkuliert. Wenn als Umsatz die Einnahmen gerechnet werden, dann bedeutet dies 79,5% Wirtschaftlichkeit - weit mehr als in manchen Diskussionen kolportierte Zahlen.

Ähnlichen Inhalt hat der Welt-Artikel vom 25.04, in dem anders als bei der RP viel über die Neueinstellungen berichtet wird. In vielen Debatten (kürzlich las ich es in der Stuttgarter DAF-Abteilung) las ich, man müsse den Autoverkehr als Arbeitsbeschaffungsmassnahme für die Autoindustrie fördern. Obwohl es nicht hilft, wenn es ernst wird - von den Bochumer Bekannten höre ich öfter, dort gäbe es seit Jahren besonders autofreundliche Verkehrsplanung, damit bloß Opel nicht verstimmt wird. Geholfen hat es ohnehin nicht - Opel geht, Arbeitsplätze bei der BoGeStra bleiben.
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Alt 11.07.13, 14:23   #94
Xysorphomonian
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Wie derwesten.de berichtet, steht heute die Zukunft der Straßen- und Stadtbahnen in Mülheim auf der Agenda des Stadtrates.

Der Kämmerer der Stadt, Uwe Bonan sagt, die Stadt (die ca. 1 Mrd. € Schulden hat) könne sich die Straßenbahn einfach nicht mehr leisten. Alternativen seien Steuererhöhungen oder/und die Schließung mehrerer kultureller Einrichtungen.

Er warnt weiterhin vor einem ideologischen Festhalten an der Schiene und verweist auf geringe Auslastungen: "Dabei muss es egal sein, ob die Kunden mit Bus oder Bahn befördert werden. Wichtig ist, dass dies pünktlich, sicher, sauber, kunden- und nachfrageorientiert sowie wirtschaftlich erfolgt". Ferner beruft er sich auf ein Gutachten der Beratergesellschaft Citivyaus 07/2011, dass Sparpotentiale von bis zu 12 Mio € pro Jahr aufzeigt.

Die umliegenden Städte reagieren geschockt.


Meinung: Es ist schon kurios. Im Ruhrgebiet wurde das Nahverkehrsnetz in den letzen Jahrzehnten regelrecht 'kaputtfinanziert'. Da wurden auf Teufel-komm-heraus U-Bahn-Tunnel unter Städte getrieben, die keine U-Bahn-Tunnel brauchten. Kurioseste Blüte in Bochum: zwischen dem Bochumer Rathaus und der nächsten Station, dem Hauptbahnhof liegen 5 (sic!) U-Bahnröhren, am Rathaus gibt es drei Stationen, eine davon oberirdisch.

Hand auf's Herz: Mülheim hätte diesen Tunnel unter der Ruhr nicht gebraucht, und kann ihn nun nicht finanzieren.
Nun will man das Kind mit dem Bade ausschütten, und gleich alle Schienen stilllegen. Das man in Essen, in Duisburg und in Oberhausen schlucken muss, ist klar, deren Straßen/-Stadtbahnen sind mit und über Mülheim vernetzt. Da macht eine klamme Kommune einen (verständlichen) Alleingang, und bricht so einen großen Baustein aus dem SPNV-Nahverkehr der Region. Etwas, dass mich wieder über die Ruhrstadt nachdenken lässt, denn dort käme der Nahverkehr eher aus einem Guss.

Weiterhin stehe ich vor diesem 'Ideologie'-Argument und dem immer wieder auftauchendem Wort 'betriebswirtschaftlich'. Die Ideologie mal aussen vorlassend: Kostendeckend wird der ÖPNV nie sein. Und das ist, verdammt nochmal, nicht seine Aufgabe. Aufgabe des ÖPNV ist es, so viele Menschen wie möglich so günstig und effizient wie möglich von A nach B zu bringen. Und 'günstig und effizient' gelingt ihm besser als dem MIV (Denn der Bau und Betrieb von Autostraßen ist für die Städte das größte Zuschussgeschäft und davon kommt kein Cent aus Tickets zurück). 'So viele Leute wie möglich' ist das Problem. Aber mit den heruntergekommenen Strecken und Bahnen in Mülheim und Duisburg tut man alles dafür, bloß keinen Bahn fahren zu lassen, der nicht muß. Um dem weiteren Vorschub zu leisten, setzt man auf das Erfolgskonzept Bus, und wirft ein bestehendes System in die Tonne.

Und aus Städten wie z.B. Lübeck (vergleichbare Größe), Bremerhaven (dito), und Kiel, die seit Jahren überlegen, wie man es bezahlen kann, eine Stadtbahn einführen, zu lernen, dass der Tag kommen wird, an dem man diese Entscheidung bereut, wäre zuviel verlangt. Diese Städte haben nämlich genau den gleichen Weg beschritten, über den Mülheim jetzt laut nachdenkt.

OK, das kam Ideologisch 'rüber. Andererseits: Betriebswirtschaftlich ist das Teeren von Straßen auch ziemlicher Unsinn. Vieleicht sollte man kaputte Straßen fortan mit einem verdichtetem Sand- udn Kiesgemisch wieder flottmachen, da liegen gigantische Einsparpotentiale, zumal die Reparatur auch noch sehr schnell und kostengünstig ist. Mal so ganz ideologiefrei.

Schade find ich persönlich auch, dass überhaupt gar keine Alternativen angedacht werden. Vielleicht könnte man zum Beispiel durch den Bau von etwas weniger als 2 Kilometer überirdischer Meterspurstrecken (von Mellinghofer Straße bis Kaiserstraße/Leinenweberstraße, ca. 1,4 km, Duisburger Straße von Schloßstraße bis Prinzess-Luise-Straßen ca 0,5 km) den Tunnel wieder schließen, denn zumindest mir fällt partout kein ernsthafter Vorteil dieses Tunnels ein.
Dies aber hätte zunächst eine größere Investition zur Folge, die die Stadt nicht stemmen kann. Zudem hätte es en Nachteil, dass die 901 in Mülheim die Ruhr nicht mehr überquren könnte, es sei denn, man ersetzt/ergänzt bis zum Hauptbahnhof die bestehenden Gleise durch Drei-schienen-gleise. Aber es lohnt, über diese und andere Alternativen mal nachzudenken.

Geändert von Xysorphomonian (11.07.13 um 14:34 Uhr) Grund: Tippfehler verbessert, Sätze ergänzt
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Alt 11.07.13, 20:08   #95
Bau-Lcfr
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^ Wärest Du nicht schneller, hätte ich den gleichen Artikel zusammengefasst. Bisher gab es Überlegungen über punktuelle Stillegungen - wie am südlichen Ende der Linie 102, wo diese kilometerweise zwischen einem Wald und üppigen Millionärsvillen fährt. Oder der südöstliche Teil der Linie 104 zum Flugplatz, den keiner bräuchte, hätte man nicht unnötigerweise am "Flughafen" ein paar Bürobauten errichtet. Solche Linien wie die U18 oder der nördliche Teil der 102 fahren mit Rekordauslastungen - Fahrgastzahlen, die in einen Bus nicht passen würden. Zwei-drei Buskilometer kosten auch nicht weniger als ein Strab-Kilometer.

In Frankreich, Spanien, Italien sind die Haushälte in viel schlimmerem Zustand als hier, trotzdem werden viele Strab-Projekte vorangetrieben. Im Ruhrgebiet scheint man gegen den Strom schwimmen zu wollen - wenn das Geld fehlt, möge man bitte den Straßenbau einschränken.
Es ist auch nicht hilfreich, wenn etwa am U18-Halt Mühlenfeld Reihenhäuser gebaut werden, obwohl man um die Halte normalerweise nachverdichtet, was den Linien Fahrgäste bringt - Reihenhäuser gibt es genug dort, wo keine Strab hinkommt. Man hätte anstelle der abgerissenen Schule ein MFH oder ein Altersheim bauen sollen.
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Alt 12.07.13, 16:43   #96
Xysorphomonian
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Mülheim hat erstmal beschlossen, das Stilllegen sein zu lassen. Stattdessen hat man die Bestellung neuer Wagen von 25 auf 15 reduziert. (Quelle: derwesten.de/mülheim, andere Zahlen: ebenfalls derwesten.de/essen ). Damit ist die Zukunft der Straßenbahn für's Erste gesichert. In Essen verweist man auch darauf, dass die Konzessionen noch ein paar Jahre laufen, und die Bedienung derselben erstritte man im Zweifel auch per Klage.

Interessant ist, das Mülheim mit dieser Idee einige wadchegerüttelt hat und das Thema 'interkommunaler ÖPNV' ein bißchen mehr in den Fokus gerückt ist. Hier ist nämlich sehr viel Nachholbedarf.

Vielleicht bringt dieser Mülheimer Vorstoß ja etwas Positives, nämlich, dass die Städte enger zusammenarbeiten, wenn es um das Thema Verkehr geht.

Aber ich bleibe dabei: Der günstigsten Weg, die WärgernU-Bahn in Mülheim wieder an die Oberfläche zu holen, und dann den Tunnel zuzumachen, brächte fast allen Vorteile. Den ÖPNV-Nutzer,n die nicht mehr in den Tunnel herunter steigen müssten, noch dazu die schönere Aussicht aus der Bahn geniessen könnten, der Stadt, die sich den teuren Betrieb und die brutal teure Wartung sparen könnte, der MVG, die mehr Kunden locken könnte, den gewerbetreibenden Anrheinern, deren Geschäfte und Schaufenster von der Bahn aus zu sehen sind. Und der Verkehr wird dadurch auch nicht mehr gestört, als er es würde, würde man auf Busse umsatteln.
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Alt 27.07.13, 16:54   #97
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1,5 Milliarden Euro für den Ausbau der BETUWE-Linie

PM: "Der Ausbau der Bahnstrecke Emmerich-Oberhausen ist beschlossene Sache. Heute unterzeichneten Bund, Land und Deutsche Bahn die Finanzierungsverträge für die sogenannte BETUWE-Linie. In den nächsten Jahren werden insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro in den dreigleisigen Ausbau der rund 73 Kilometer langen Strecke investiert. Der Bund trägt rund 746 Millionen Euro, NRW 450 Millionen Euro.
Neben dem Gleisausbau und neuen Bahnübergängen beinhaltet das Projekt auch den Ausbau des Lärmschutzes. Entlang der Strecke entstehen Schall*schutzwände auf einer Länge von rund 75 Kilometern.
Die Bahnstrecke ist Teil einer der wichtigsten Güterverkehrsachsen Europas: Sie verbindet den Ballungsraum Ruhrgebiet und den Rheintalkorridor mit den Nordseehäfen und dem Überseehafen Rotterdam.
Das Projekt BETUWE-Linie soll seit fast 20 Jahren realisiert werden."

Quelle: idr
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Alt 13.10.13, 16:42   #98
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Neubau der Lennetalbrücke

PM: "Die Autobahnbrücke der A45 bei Hagen wird in den nächsten fünf Jahren durch einen Neubau ersetzt. Dafür wird zunächst eine 1000 Meter lange neue Brücke neben dem alten Bauwerk errichtet und später an die alte Stelle quer eingeschoben. Laut dem Landesbetrieb Straßenbau NRW ist so ein Bauprojekt in dieser Größenordnung deutschlandweit einmalig.
"Die neue Lennetalbrücke ersetzt das fast 50 Jahre alte Bauwerk, das den stetig steigenden Verkehrsbelastungen nicht mehr gewachsen ist", sagte Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, beim Baustart.

Der Bund investiert rund 105 Millionen Euro in die sechsspurige Brücke."

Quelle: http://www.westfalen-heute.de/mitteilung.php?32583
Weitere Informationen: http://www.strassen.nrw.de/service/presse/meldungen/
2013/130911-05.html
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Alt 24.12.13, 20:02   #99
Bau-Lcfr
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VRR: S28-Verlängerung bis Wuppertal

Über zwei Monate meldete keiner was, so kommt dieser vor wenigen Tagen erschienene WAZ-Artikel recht - bis Dezember 2016 soll die S28-Verlängerung bis Wuppertal HBf fertig sein. Dazu soll ein eingleisiger, derzeit nur vom Güterverkehr genutzter Streckenabschnitt zweigleisig ausgebaut werden. Die Massnahme soll über 40 Mio. EUR kosten, wovon fast 34 Mio. EUR vom Land kommen sollen.

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Erst vor wenigen Tagen erlebte ich, dass im benachbarten AVV die Strecke nach Heinsberg reaktiviert wurde - die RB33 soll jetzt ab Aachen in Doppeltraktion fahren und dann nach Heinsberg/Duisburg flügeln. Als ich es erfuhr, dachte ich mit etwas Neid, neue Strecken seien wohl nur im AVV möglich (es ist mindestens die dritte in den letzten Jahren dort).
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Alt 05.03.14, 03:33   #100
Bau-Lcfr
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Rhein-Vertiefung Duisburg-Bonn

Über Wasserwege wird hier selten berichtet. Die WAZ schrieb gestern, dass der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt den Ausbau von Duisburg bis Bonn auf eine Tiefe von 2,80 Meter fordert - wie ihn der NRW-Verkehrsminister für den Bundesverkehrswegeplan 2015 vorschlug. Der Ausbau wurde von Umweltverbänden wie BUND und NaBu kritisiert, doch ähnlicher Ausbau zwischen Duisburg und Emmerich habe keine Umweltschäden verursacht.

Bisher ist die Fahrrinne oberhalb von Duisburg 2,50 Meter tief. Die Umweltschützer wollen doch nicht, dass man stattdessen lieber ein paar Autobahnen ausbaut?
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Alt 30.09.14, 13:53   #101
Bau-Lcfr
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Ruhrgebiet: Kein A52-Weiterbau?

Vielleicht wird es doch nicht so sein, dass das "Metropole-Ruhr"-Körperschaftsdingens in alter Revier-Manier voll auf Stadtautobahnen setzen würde - die WAZ berichtete gestern, dass die CDU, SPD und die Grünen sich im Regionalverband geeinigt haben, den Weiterbau der Autobahn A52 im Essener Norden nicht weiter zu verfolgen. Dass die üblichen Verdächtigen lautstark schreien, war wohl nicht anders zu erwarten. Besser hätten sie sich für eine kräftige Alternative eingesetzt - ab Essen Richtung Norden gibt es nur den RE2 und die in Essen endende RB42, das mit dem meist randvollen RE3 nach Düsseldorf via Oberhausen kombiniert. Ich kenne Länder (z.B. Niederlande, Schweiz), wo Pendler zwischen ähnlich großen Städten zwischen mehreren Schnellzügen jeweils im Halbstundentakt mit je vielen Doppelstockwaggons wählen dürfen.
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Alt 25.12.14, 02:34   #102
Bau-Lcfr
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Mülheim vs Straßenbahn

Hier erwähnte ich kürzlich die drohenden Einschnitte bei der Essener EVAG und in diesem Thread wurden u.a. unter #94 die Überlegungen zur Straßenbahn-Abschaffung in Mülheim angesprochen. Seitdem gab es noch einige Presseberichte dazu, zuletzt in der WAZ vom 22.12. Besonders die CDU-Politiker möchten es einfach sehen - 2 EUR Kosten pro Buskilometer und 7 EUR pro Strab-Kilometer. Dass eine Strab weit mehr Leute als ein Bus fasst und manche Linien (z.B. U18, 102) in der HVZ trotzdem rappelvoll sind, wird dabei völlig ignoriert. (Pikant: Meinem persönlichen Wissen nach nutzen Mitarbeiter der Mölmschen CDU-Geschäftsstelle die böhse Straßenbahn.) Die SPD fordert erst einmal belastbare Zahlen, was eingespart werden könnte und was der Umstieg kosten würde - nicht nur als Fördermittel-Rückzahlungen.

Man hätte denken können, dass die jüngeren Investitionen auf eine Entscheidung pro Straßenbahnen hindeuten - die Rolltreppen am HBf wurden ausgetauscht, die U18-Haltestelle Rhein-Ruhr-Zentrum in diesem Jahr umgebaut - genauso wie fast die Hälfte des nördlichen 102-Astes nach Oberdümpten. Dazu die 15 bestellten neuen Fahrzeuge - die dringend notwendig sind, da oft aufgrund des Fahrzeugausfalls tagelang einzelne Strab-Kurse ausfallen.

Klar, nicht jeder Teil des Netzes ist genauso wichtig - weniger vielleicht die seit 2012 ohnehin nicht mehr fahrende Strab zum "Flughafen" oder das südliche 102-Ende in Uhlenhorst, wo geräumige Residenzen der reichsten Ruhrgebiet-Bewohner nicht ganz die ÖV-Zielgruppe beherbergen. Die U18 nach Essen, 901 nach Duisburg, 112 nach Oberhausen und 102 von Broich bis Oberdümpten sind unverzichtbar - dort sind auch laut Nahverkehrsplan die höchsten Fahrgastzahlen belegt.

Etwas weiter oben wurde die Verlegung der Linien auf die Oberfläche gefordert, doch das würde ebenso Millionenkosten bedeuten. Für die Zukunft sollten der Bund und das Land den Förderschlüssel ändern - etwas weniger % für den Neubau (damit man den mit Bedacht angeht), dafür einige % der bisher nicht geförderten Strecken-Sanierungskosten. Dass die aufgrund der Bundesgesetze entstehenden Kosten wie die des behindertengerechten Haltestellen-Umbaus (etwa die Hälfte der von der EVAG in den nächsten Jahren benötigten 400 Mio. für Investitionen) der Bund auch bezahlen sollte, versteht sich von selbst.
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Alt 02.08.15, 10:29   #103
Bau-Lcfr
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Fußgängerzonen: Blick nach Brüssel

Während in den NRW-Metropolen trotz des in einigen Masterplänen vorgesehenen Rückbaus um jede Autospur endlos gestritten wird, in Brüssel wurde seit Ende Juni fast die gesamte Altstadt innerhalb des Pentagons (der früheren Wallanlagen) zur Fußgängerzone. Die offizielle Brüsseler Webseite dazu (EN) U.a. ist die wichtigste Nord-Süd-Durchfahrt jetzt eine Fußgängerstraße - eine Verbindung, die man mit der Nord-Süd-Fahrt in Köln oder der Düsseldorfer Berliner Allee vergleichen könnte. Es war schon ein seltsames (aber angenehmes) Gefühl, auf der Straße zu flanieren, die ich bisher nur mit Mühe und Eile durchqueren konnte:





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Alt 10.10.15, 23:43   #104
Betonrüttler
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Zitat:
Zitat von Bau-Lcfr Beitrag anzeigen
Die offizielle Brüsseler Webseite dazu U.a. ist die wichtigste Nord-Süd-Durchfahrt jetzt eine Fußgängerstraße - eine Verbindung, die man mit der Nord-Süd-Fahrt in Köln oder der Düsseldorfer Berliner Allee vergleichen könnte. Es war schon ein seltsames (aber angenehmes) Gefühl, auf der Straße zu flanieren, die ich bisher nur mit Mühe und Eile durchqueren konnte:
Jetzt habe ich doch einmal nachgeschaut, was uns hier alles so verkauft wird.
Diese "wichtigste Nord-Süd- Durchfahrt" in Brüssel, die jetzt auf knapp 400m eine Fußgängerzone ist, ist eine von vielen Straßen der Brüsseler Innenstadt.
Um diesen Kernbereich herum gibt es eine Autobahn, kurzum, es ist absurd zu behaupten, das dortige geschaffene Szenario könne man wiederholen durch Sperrung des Autoverkehrs auf Berliner Allee und Nord-Süd-Fahrt in Köln.
Interessant ist es auch für mich zu sehen, dass du in Brüssel flanierst, hier in Düsseldorf dich aber nur latschend fortbewegen kannst (wie so oft geschildert).

Geändert von Betonrüttler (11.10.15 um 00:07 Uhr) Grund: Ergänzung: Gangart
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Alt 11.10.15, 02:09   #105
merlinammain
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... ist eine von vielen Straßen der Brüsseler Innenstadt. ...
Ist sie mit Sicherheit nicht! Statt sowas einfach zu behaupten, solltest du die Strasse und Stadt erst mal besuchen und vielleicht auch mit dem einen oder anderen Brüsseler über deren Bedeutung für die Brüsseler reden, bevor du eine solche Aussage triffst.
Einige Male habe ich sogar von Brüsselern gehört, dass sie diese Straße als das Pendant zur Champs Elysees in Paris sehen ... was natürlich ganz schön weit hergeholt ist, aber dennoch deren Bedeutung für die Brüsseler hervorhebt.

Im Übrigen, BauLcfr, war ich vor etwa 2 Jahren und vor kurzem im Juli/August für 6 Wochen wieder in Brüssel, genauer in einem Vorort. Ich war auch ziemlich (positiv) erstaunt über die Umwandlung in eine Fussgängerzone. Und ich muss zugestehen, dass ich das damals wohl für eine Schnapsidee gehalten hätte. Aber was ich nun stattdessen feststellen konnte, ist, dass dadurch die Aufenthaltsqualität enorm gesteigert wurde und gleichzeitig die straßenverkehrliche Auswirkung für mich kaum feststellbar war (allerdings nur nach meinem subjektiven Empfinden). Nicht zuletzt deshalb wurde dieses Projekt von der Bevölkerung sehr gut angenommen und immer wenn ich dort vorbei kam, war es super belebt. An dieser Stelle deshalb wirklich Hut ab vor der Brüsseler Stadtverwaltung, dass sie diese sehr gewagte Maßnahme getätigt hat.
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Alle Bilder sind von mir, es sei denn, es ist etwas anderes angegeben.
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