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Alt 25.09.14, 11:50   #91
hedges
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hedges wird schon bald berühmt werdenhedges wird schon bald berühmt werden
^ vielleicht sollte man nach fast 70 Jahren der Zerstörung des Quartiers einmal auf eine Weiterentwicklung setzen, als einen Parkplatz vorzuschlagen. Auch wenn sich Investoren zur Zeit nicht gerade um Leipzigs ehemalige gute Stube reißen.

Es gibt einen städtebaulichen Masterplan, einen Investor für eine Markthalle, und es gab eine Absage an das Einheitsdenkmal durch den Protest von pseudo-Bürgerrechtlern. Außerdem haben sich Investoren für die DDR-Bauten der Grünewaldstraße gefunden und die St. Trinitatis Kirche wurde gebaut. Von daher erkenne ich keinen Grund warum die Stadt nicht investiert, und weder die Markthalle noch einen im traditionellen Raster gestalteten Platz zulässt. So mal im Zuge der Sanierung der Karl-Liebknecht-Straße auch der vordere Peterssteinweg hergerichtet wird.

Ich denke hier auf Großinvestoren ohne Platzgestaltung zu warten ist der falsche Ansatz. Genauso wie abermals einen Parkplatz einzurichten. Die Stadt lässt hier wirklich auf sich warten.
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Alt 25.09.14, 14:24   #92
lechaza
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lechaza ist einfach richtig nettlechaza ist einfach richtig nettlechaza ist einfach richtig nettlechaza ist einfach richtig nettlechaza ist einfach richtig nett
Ich finde es ehrlich gesagt nicht verkehrt dass man mit den großen Brachflächen in der Innenstadt sparsam umgeht. Wenn man sich andere Städte ansieht, die ihren Bahnhof unter die Erde legen um wieder mehr Platz zu haben. Ich hätte jedenfalls keine Eile den Platz wieder zu füllen. Klar ist der WLP in diesen Zustand ein Schandfleck, aber vielleicht hat man in Zukunft noch bessere Ideen als einen Parkplatz. Es gibt auch andere/ schönere Möglichkeiten zur Zwischennutzung. Ich glaube auch nicht dass wir in der City zu wenig Parkplätze haben.
Außerdem: Was sagt denn die FDP zum Thema Wettbewerbsverzerrung wenn auf einmal mehrere Hundert Konkurrenzparkplätze zu den Privaten entstehen? Denn auch wenn die Stadt einen privaten Betreiber finden würde, würde sie doch immer noch schön Pacht einstreichen. Ich meine das widerspricht doch grundsätzlich jeder liberaler Wirtschaftspolitik.
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Alt 25.09.14, 16:29   #93
ForzaLE
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ForzaLE sitzt schon auf dem ersten Ast
Es handelt sich aus meiner Sicht um DAS Filetstück schlechthin (quasi noch Innenstadt, Eingang zur überaus belebten und beliebten Südvorstadt) und der visionären FDP fällt nichts anderes als eine Parkplatznutzung ein? Mit so einem Interim schafft man auf Jahre erstmal wieder Tatsachen, das kann doch nicht deren Ernst sein.

Die Idee ist echt wie die FDP, richtig schön "Eighties".
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Alt 26.09.14, 18:50   #94
DAvE LE
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Zitat:
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FDP-Fraktion will Parkplatz
Und die Grünen wollen einen "Spielplatz und Grünfläche mit Aufenthaltsqualität", siehe LVZ. Weiß nicht, aber was ist mit Johannapark/Clara-Zetkin-Park und Rosental...?
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Alt 26.09.14, 21:09   #95
lechaza
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Ich weiß auch nicht. niemand hat was gegen Parks, aber das ist auch schon wieder so ein Allerweltsvorschlag. Ich verspreche mir von einer Zwischennutzung vor allem Raum für (alternative) Kultur. Streetart-Wettbewerbe an dieser Stelle sind keine schlechte Idee. Oder man bietet Zwischennutzungsverträge für Bars an, Synergieeffekte mit der KarLi inklusive. Vielleicht kann man den ein oder anderen baustellengeplagten Betreiber von der KarLi verpflichten. Währ natürlich erst was für Sommer 2015, aber die bürokratischen Mühlen...

Um welche Grundstücke gehts eigentlich genau? Der ganze Platz oder nur der Bereich wo das Einheitsdenkmal hin sollte? Ein Teil der Flächen wurde doch schon verkauft (Stichwort Markthalle).
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Geändert von lechaza (26.09.14 um 21:34 Uhr)
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Alt 26.09.14, 22:21   #96
lechaza
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Okay, wenn ich mir den Vorentwurf des Bebauungsplans von 2012 so ansehe, kann es sich eigentlich nur um die als "Fußgängerbereich" bezeichnete Fläche handeln -> also im großen und ganzen die Flächen wo das Einheitsdenkmal hin sollte (bis zum ehemaligen Bowlingtreff - westlich der zukünftigen Markthalle)

Was eine Festsetzung als "Füßgängerbereich" genau bedeutet ist mir nicht klar.
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Alt 28.09.14, 10:37   #97
LE Mon. hist.
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LE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfach
BILD meldet: Weg frei für Markthalle!

In die aktuelle Diskussion um die Zwischennutzung des Wilhelm-Leuschner-Platzes - siehe auch

L-IZ, 28.09.2014
Was wird jetzt aus dem Wilhelm-Leuschner-Platz? - Grüne schlagen Park statt Park-Platz vor
http://www.l-iz.de/Politik/Brennpunk...vor-57432.html

grätscht nun die BILD mit dieser Nachricht hinein:

BILD, 28.09.2014
Architektenwettbewerb für Bau der alten Markthalle
Nur Kaufvertrag muss noch unterschrieben werden
Weg frei für Markthalle!
http://www.bild.de/regional/leipzig/...2234.bild.html

"Rathauskennern" zufolge soll sich Baudezernentin Dorothee Dubrau der Markthalle angenommen und sie zur "Chefinsache" gemacht haben. Intern sondiere der Investor Stadtbau AG bereits, welche zehn Architekturbüros ihre Vorschläge für das Projekt einreichen dürfen. Bekanntlich soll es "keinen historisierenden, sondern einen modernen, ambitionierten Neubau" geben.

Allerdings ist der Kaufvertrag mit der Stadt über das 2,5 Millionen Euro teure Grundstück bis heute nicht unterschrieben, da Details ungeklärt waren. Die Stadtbau AG sollte die Zufahrtsstraße bezahlen und Grundstücksgrenzen waren strittig. Nun verkündet der Stadtbau-Technik-Vorstand Hannes Koefer (49): „Es gibt sehr positive Signale, dass es nun bald losgehen kann.“ Und Roland Quester, der Referent der Baubürgermeisterin bestätigt: „Die meisten Probleme sind einvernehmlich geklärt.“
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Alt 28.09.14, 16:17   #98
DAvE LE
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Zitat:
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Um welche Grundstücke gehts eigentlich genau? Der ganze Platz oder nur der Bereich wo das Einheitsdenkmal hin sollte? Ein Teil der Flächen wurde doch schon verkauft (Stichwort Markthalle).
Die Wilhelm-Leuschner-Platz ist nur die Fläche zwischen Peterssteinweg und westlich der Markthallenstraße (eckiger Platz). Vielleicht meinte die FDP das gesamte Areal mit dem Markthallenviertel und die Presse hat es nur wieder als "eins" verkauft.

Der Leuschnerplatz ist ein großes Grundstück (Flurstück 4123/1). Der "neue" Wilhelm-Leuschner-Platz soll noch das Filetgrundstück zwischen Platz und Markthallenstraße einnehmen (13 Flurstücke). Dies wäre dann der Bereich des LFED gewesen und der WLP als Name gäbe es irgendwo am Straßenrand vom Martin-Luther-Ring. Nordlich des ehemaligen Markthallenviertels, zwischen Markthallenstraße und Grünewaldstraße, gibt es den historisch-gesehenen ersten Block mit der Markthalle (Flurstück 1182a), woraus die Stadt Leipzig zwei Baublöcke mit Verlängerung der Leplaystraße zur Markthallenstraße machen will. Und der dritte Block südlich zwischen Brüderstraße und Windmühlenstraße.

Alle Grundstücke - bis auf drei - gehören der Stadt Leipzig. Nach meinen Informationen wird ein Eigentümer von zwei Gründstücken (auf dem Filetgrundstück) nicht verkaufen und stellt sich somit der Stadt in den Weg.
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Alt 16.11.14, 15:25   #99
LE Mon. hist.
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Workshop "Stadtraum Leuschnerplatz – wie bitte?"

LVZ-Online, 13.11.2014
Leuschnerplatz - Leipzigs Architekten fordern völlig neue Planung
http://www.lvz-online.de/leipzig/cit...-a-262939.html

Am Mittwoch, den 12. November, fand im Ring-Cafe ein weiterer Workshop "Stadtraum Leuschnerplatz – wie bitte?" im Rahmen der Bundestagung der Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung (SRL) statt. Er wurde in Zusammenarbeit mit dem BDA LV Sachsen, dem Bund Bildender Künstler Leipzig, der Gesellschaft für Gartenbaukunst LV Sachsen, der Vereinigung der Stadt, Regional- und Landesplaner, dem Stadtforum Leipzig und dem Verein Pro Leipzig durchgeführt. Dabei sollten Vorschläge zur Verbesserungen des Bebauungsplanentwurfs entwickelt werden.

Jens Rometsch berichtete zwei Tage später in der LVZ ausführlicher über die Ergebnisse.
U.a. kritisierten die Architekt_innen, dass das sechs Hektar große Areal nach dem Willen der Kommune nur etwa zur Hälfe wieder bebaut werden und die andere Hälfte als Veranstaltungsort freigelassen werden soll. Damit entstehe dort kein lebendiger Stadtteil. Sie forderten stattdessen ein neues Konzept, um das Quartier als lebendiges Viertel mit vielen Bewohnern zu gestalten.

Die etwa 20 Teilnehmer_innen erstellten in sechs Gruppen eigene Entwürfe zur Gestaltung der Brache. Wolf-Heiko Kuppardt vom Bund Deutscher Architekten (BDA) begründete die Kritik der Fachleute, daß 2010, als die Grundzüge für den aktuellen Bebauungsplanentwurf der Kommune festgelegt worden waren, völlig andere Voraussetzungen bestanden. Mittlerweile sei jedoch das Freiheits- und Einheitsdenkmal für diesen Standort entfallen, Leipzig gewinnt stark an Einwohner_innen und auch die Zukunft des Bowlingtreffs sei wieder offen. "Wir können nicht ein Sechstel der Innenstadt-Fläche preisgeben, nur weil 2010 andere Voraussetzungen herrschten", warnte Kuppardt.

Uwe Brösdorf (BDA) schlug vor, "die Südvorstadt [solle] bis an den Ring herangeführt werden. ... Eine Veranstaltungsfläche etwa in Größe des historischen Königsplatz-Ovals wäre wesentlich eher angemessen." Heinz-Jürgen Böhme vom Stadtforum pflichtete ihm bei: "Mit 1,5 Hektar war der Königsplatz etwa gleichgroß wie der Leipziger Markt. Ich wüsste nicht, für welche Veranstaltungen das zu klein sein sollte." Auch der Verlauf des City-Tunnels könne kein Hindernis für eine Bebauung der westlichen Platzhälfte sein.

Der Bund Deutscher Baumeister (BDB) stellte seine Vorstellungen von einem "Bürgerforum" nach Art des Berliner Sony-Centers direkt neben dem Königsplatz-Oval für Rummel und Open-air-Veranstaltungen vor. Adalbert Haberbeck: "Es hätte zwei Kerne, den Eingang zum Tunnel, gern auch eine Markthalle und eine Glashaut über alle Außenseiten."

Frank Dietze von der Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung (SRL) hieß die aktuellen Pläne, die Markthalle auf den erhalten gebliebenen Kellern wieder neu zu errichten, gut: "Alles andere wäre unwirtschaftlich, würde nur die Standmieten für die Händler verteuern." Stadtplanungsamtsleiter Jochem Lunebach räumte ein, dass ihm die künftige Markthalle bislang als zu niedrig erscheine, um als Stadtkante gegenüber einer sehr großen Platzfläche zu funktionieren. Gleichzeitig sprach sich Lunebach für das städtische Konzept eines großen Platzes aus, weil Leipzig dringend eine Entlastung für den Augustusplatz und Markt benötige. Lunebach sicherte zu, die Vorschläge der Architekten dem Stadtrat zur Kenntnis zu geben, bevor dieser - voraussichtlich im nächsten Frühjahr - über das weitere Vorgehen entscheidet.

Die LVZ fragt bei Patrik Fahrenkamp, dem Vorstand des Investors Stadtbau AG, nach dem aktuellen Stand der Planungen für die Markthalle. Diese solle die Höhe des 1943 zerbombten Vorgängers von etwa zehn Metern wieder aufnehmen, darüber erhalte sie mindestens ein weiteres Geschoss für Wohnungen, Büros oder Veranstaltungen. Details sollen in einem Architektenwettbewerb geklärt werden, der gegenwärtig vorbereitet wird.
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Alt 04.01.15, 09:14   #100
LE Mon. hist.
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LE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfach
An anderer Stelle - http://www.deutsches-architektur-for...d.php?p=459437 - habe ich bereits auf die Erarbeitung eines "Strategiekonzeptes erweiterte Innenstadt" im Rahmen eines koopstadt-Workshop vom 9. bis 10. Juli 2014 verwiesen:

Kurzbericht
https://ratsinfo.leipzig.de/bi/___tm...ipzig_2014.pdf

In allen vier Kleingruppen spielte der Wilhelm-Leuschner-Platz eine große Rolle.

Phase 2 - Ergebnisse der Arbeit in vier Kleingruppen

Kleingruppe Handel:
Wilhelm-Leuschner-Platz
- Handel nur kleinteilig entlang der Lauflagen im EG
- kritische Auseinandersetzung mit dem Markthallenstandort und der Markthalle generell
- Wissenschaft/ Institute; Büro, Verwaltung, Technisches Rathaus 2.0
- 20%iger Wohnanteil wie innerhalb des Rings

Kleingruppe Dienstleistung, Büronutzung, Hotel/ Gastronomie
- Wilhelm-Leuschner-Platz: guter Standort für wissenschaftliche Einrichtungen; Ergänzung Büro, Hotel sinnvoll. Gesamtes Konzept (Grundlage Wettbewerbsentwurf Freiheits- und Einheitsdenkmal und B-Plan-Entwurf ) sollte erneut überdacht werden.

Kleingruppe Wohnen
Der Wilhelm-Leuschner-Platz wird übereinstimmend als prädestinierter Standort für eine zentrale öffentliche Einrichtung der Bildung und Wissenschaft eingestuft.

Am Wilhelm-Leuschner-Platz als „Tor zur Karli“ wird eine Wohnnutzung in Anknüpfung an die vorhandene Wohnbebauung aus den 1950er Jahren nur im südlichen Dreieck und hier in einem Mix mit Läden für geeignet angesehen. Dabei können mit Blick auf die Nähe zum Uni-Campus sowie zu möglichen neuen Forschungsseinrichtungen auch besondere Wohnformen wie Studentenwohnen oder ein Boarding-/ Gästehaus zum Tragen kommen.

Kleingruppe Wissenschaft, Bildung, Kultur
Wilhelm-Leuschner-Platz
Stadtquartier mit Hochschuleinrichtungen, Synergieeffekte zwischen Campus am Augustusplatz, Geisteswissenschaftlichem Zentrum und HTWK und Musikhochschule im Musikviertel und Universitätsklinikum, Stadtbibliothek und Albertina, Büros und Wohnungen entwickeln. Erschließung optimal. Mensa/ Handel/ Gastro/ Dienstleistungen zur Belebung des Platzes und der angrenzenden Straßen ansiedeln. Straßen städtebaulich fassen, wissenschaftsaffine Büros denkbar. Platz darf nicht zu groß werden. Markthalle wird kritisch hinterfragt.

Seitens der Einrichtungen der Wissenschaft besteht ein großes Interesse bzw. Entwicklungsdruck, sich zeitnah in der Innenstadt anzusiedeln bzw. zu erweitern. Der Wilhelm-Leuschner-Platz bietet die große Chance, einen Osteuropa-Campus zu etablieren.

Prioritätensetzung Flächen: Priorität hat die Entwicklung des Wilhelm-Leuschner-Platzes. Der Standort ist für die Ansiedlung wissenschaftlicher Einrichtungen sehr gut geeignet, der Stadtraum zwischen City und Petersvorstadt würde davon profitieren.

Phase 3 - Zusammenführung
Alle Kleingruppen sahen im Wilhelm-Leuschner-Platz ein besonders hohes Entwicklungspotenzial, dabei waren sie sich einig, dass der Standort als Wissenschaftsstandort eine besondere Begabung aufweist. Die sich abzeichnende Nachfrage durch außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sollte als Chance begriffen und um belebende Nutzungen ergänzt werden (Wohnen in Südspitze, Cafés, Dienstleistungen).

Vorschlag für die Prioritätensetzung bei der Flächenentwicklung

loslegen
Die Prioritäten werden in erster Linie auf den Wilhelm-Leuschner-Platz gelegt
1. Schritt: Profil erstellen, dazu Bedarfe analysieren und Gespräche führen
2. Schritt: Knackpunkte und Hemmnisse klar benennen und aufbrechen
3. Schritt: Themenübergreifende Betrachtung und übergeordnete Planungen berücksichtigen
4. Schritt: jeweils zugeschnittene Konzepte/ Planungen erstellen

Konkrete Empfehlungen zum Wilhelm-Leuschner-Platz
Für die Überlegungen zum Markthallenstandort, zur Nachfrage der Wissenschaftseinrichtungen, zum Freiraumkonzept und die Ansprüche an eine
Kleinteiligkeit der Nutzungen/ Parzellierung sind nach Auffassung der Projektfamilie weitergehende Diskussionen wünschenswert
Aktive Steuerung der Projektentwicklung durch die Stadt Leipzig; denkbar wäre die Gründung einer kommunalen Vermarktungsgesellschaft
Zulassen von Zwischennutzungen (insbesondere mit Blick auf den Katholischen Kirchentag 2016)
In seinem derzeitigen Zustand schadet der Wilhelm-Leuschner-Platz dem Image der (Innen-) Stadt

Geändert von LE Mon. hist. (04.01.15 um 09:56 Uhr)
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Alt 20.01.15, 03:44   #101
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Die Stadtbau AG bekommt kalte Füße wegen dem Bau der Markthalle und wen macht die BILD-Zeitung als Schuldigen dafür aus, dass angeblch "das Projekt nun erneut zu scheitern" droht?: Den "Widerstand des „Stadtforums“, einer Gruppe einflussreicher Leipziger mit besten Kontakten in den Stadtrat." Ein weiteres Lehrstück: Wie erkläre ich dem geistig armen Leser die Welt möglichst einfach, ganz egal, ob das dann stimmt.

BILD, 20.1.2015
Zwei Entwürfe und am Ende kein Investor?
Neuer Streit um die Markthalle!
http://www.bild.de/regional/leipzig/...2116.bild.html

Offenbar gibt es aber am Donnerstag ein Treffen (BILD: "Krisengipfel") mit der Baudezernentin Dorothee Dubrau.
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Alt 20.01.15, 10:01   #102
DAvE LE
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^ Ja, wie die Bild so ist, vergisst sie wichtige Informationen. Es ist nicht nur das Stadtforum beteiligt, sondern weitere Vertreter, die sich zur Initiative "Wilhelm-Leuschner-Platz" zusammenschlossen: BDA, BDB, SRL, Pro Leipzig e.V. und BBKL. Aber da man bei der Bild nur mit Stadtforum und Pro Leipzig was anfangen kann und so faul ist zu recherchieren, was hinter den Kürzeln steht, hat man's einfach mal weggelassen.
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Alt 28.02.15, 11:31   #103
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Baupläne für Leuschnerplatz: Architekten legen Gegenentwürfe vor

Die LVZ berichtet und zeigt die Entwürfe, doch leider nur hinter der Bezahlschranke:

LVZ-Online, 27.02.2015
Baupläne für den Leuschnerplatz: Architekten legen Gegenentwürfe vor
http://www.lvz-online.de/leipzig/cit...-a-276809.html

In der März-Sitzung der Ratsversammlung sollen sich die Stadtratsfraktionen positionieren, ob sie den Bebauungsplan-Entwurf der Verwaltung mittragen oder ob sie einen neuen Anlauf bevorzugen.

Im von der Stadt präferierten (alten) Entwurf sind Gebäude nur auf der Ostseite des Leuschnerplatzes vorgesehen. Am Ring könnten ein Hochhaus (50 Meter) und Bürogebäude, z.B. für die Universität, entstehen. Einen Nachfolger der Markthalle würde zwischen der verlängerten Leplay- und Brüderstraße gebaut und in Richtung Windmühlenstraße bliebe ein Baufeld vor allem für Wohnungen. Dieser Entwurf mit dem Titel "Esplanade" geht auf ein Workshop-Verfahren mit breiter Bürgerbeteiligung im Jahr 2011 urück. Namensgebend ist die Freifläche für Veranstaltungen im Westteil des Leuschnerplatzes, auf der ursprünglich das Freiheits- und Einheitsdenkmal errichtet werden sollte. Nach dem Aus für dieses Projekt haben die Entwurfsverfasser, Prof. Petr Pelcak (Brno) und Prof. Andreas Wolf (Lipsko), diesen aktualisiert und u.a. einen kleinen Park vor der Stadtbibliothek vorgesehen.

Namhafte Architekten kritisirten die "Esplanade"-Idee von 2011 als nicht mehr zeitgemäß. Leipzig gehört heute zu den am schnellsten wachsenden Städten in Deutschland", sagt Adalbert Haberbeck vom Bund Deutscher Baumeister (BDB). "Eine Freifläche von der Größe eines Zeppelinfeldes wäre nicht nur eine Vergeudung von Bauland, sie würde auch der Entfaltung von vielfältigem städtischem Leben in dem Viertel entgegenstehen." Es würde die Chance vertan, eine urbane Verbindung zwischen Südvorstadt und City zu schaffen.

Oben im Thread wurde bereits auf das Fachkolloquium und den Workshop im vergangenen Jahr verwiesen, bei dem die wichtigsten Verbände der Leipziger Architekt_innenschaft Kritik an den Plänen der Verwaltung übten und in sechs Arbeitsgruppen eigene Entwürfe erstellten, die die Bandbreite der Möglichkeiten verdeutlichen. Die Ergebnisse wurden nun allen Stadtratsfraktionen übersandt.

Die LVZ macht einige Elemente aus, die sich durch alle Gegenentwürfe ziehen. In erster Linie soll das historische Königsplatz-Oval vor der Stadtbibliothek zurückkehren. Haberbeck: "Mit 8000 Quadratmetern wäre der Königsplatz ebenso groß wie der Leipziger Markt, für Veranstaltungen also völlig ausreichend." Ergänzend würden noch kleinere Binnenplätze vom Format des Naschmarktes oder des Nikolaikirchhofes entstehen. In allen Gegenentwürfen würde der City-Tunnel-Ausgang ins Innere eines neuen Gebäudes an dieser Stelle verlegt. Ronald Wanderer, sächsischer Landesvorsitzender im Bund Deutscher Architekten (BDA), gibt zu, dass ein Bauwerk über der Tunnel-Trasse teurer sei. "Doch warum sollte etwas, das in Berlin üblich ist, nicht auch bald in Leipzig funktionieren."

Das Rathaus habe bereits die Idee der ehrenamtlichen Initiative übernommen, die Markthalle nicht mehr als "Flachbau", sondern in der für die Innenstadt typischen Höhe zu errichten, sagt Wanderer. "Auch bat jetzt die Stadtbau AG als potenzieller Markthallen-Investor darum, ihr unsere Vorschläge zuzuschicken."
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Alt 05.03.15, 07:18   #104
DAvE LE
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... und jetzt endlich auch online mit Visualisierungen.

Ich muss ja sagen, mit der Zeit bin ich für beide Ideen ein Fan geworden. Neben den historischen Strukturen, auch für die Pläne der Stadt. So ein großer Platz hat natürlich was und viele Vorteile. Und städtebaulich sieht es auch sehr gut aus. Das Baumreihendreieck am Wilhelm-Leuschner-Platz (Peterssteinweg genannt) und die großflächigen Steine mit dem Springbrunnen (kommt ja beim Richard-Wagner-Platz sehr gut an) finde ich gelungen. Die drei Baukörper, dessen Entwürfe sicher nur Lückenfüller sind, erinnern mich an Großstadt-Architektur, wie Berlin und Düsseldorf. Im großen und ganzen ist Bild 3 im Link "auf dem ersten Blick" ein umsetzbarer Vorschlag.
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Alt 05.03.15, 07:25   #105
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^ Das ist lediglich der visualisierte Esplanade-Entwurf aus #1. Die alternativen Entwürfe der Architekten, die Schlegel von der Linkspartei in dem LVZ-Artikel kritisiert und auf die sich der Beitrag über deinem von LE Mon.hist. bezieht, sehen ganz anders aus.

PS. Die Gebäude auf den Visualisierungen sind Baumassenstudien. Eine Diskussion über die Architektur erübrigt sich deshalb.
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