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Alt 06.03.15, 12:49   #121
Persius
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Persius ist im DAF berühmtPersius ist im DAF berühmt
Auch ich kann dem "Hochhäuschen" am Nordostende der Neubebauung nicht viel abgewinnen, würde eher dafür plädieren, die Randbebauung an dieser Ecke in der üblichen (oder leicht gesteigerten) Höhe abzuschrägen, um eien Übergang zu schaffen zwischen dem zurückgesetzten Rossplatz-Riegel und der westlichen Fortsetzung. Die Planung sollte das Ziel verfolgen, eine integrierende Verbindung zwischen dem Bestand und den neuen Blocks zu schaffen.
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Alt 06.03.15, 19:37   #122
raubbau
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raubbau könnte bald berühmt werden
Zitat:
Zitat von Whywolf_Larry Beitrag anzeigen
[...]
Für nen Literaturtip währe ich sehr dankbar.
Dem komme ich gerne nach:

Tesch, Joachim (Hrsg.): Bauen in Leipzig 1945 - 1990. Leipzig, 2003
-> meines Wissens bisher die ausführlichste und kompakteste Darstellung überhaupt

Stadtgeschichtliches Museum Leipzig in Zusammenarbeit mit dem Leipziger Geschichtsverein e.V. (Hrsg.): Verwundungen - 50 Jahre nach der Zerstörung von Leipzig (Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung). Leipzig, 1993
-> hier vor allem das Kapitel "Stadtplanung und Wiederaufbau nach 1945" von Prof. Thomas Topfstedt

und dann vor allem als zeitgenössische Quelle die entsprechenden Artikel aus der "Deutschen Architketur" http://de.wikipedia.org/wiki/Archite...Zeitschrift%29
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Alt 07.03.15, 03:23   #123
Rundling
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Zitat:
Zitat von Whywolf_Larry Beitrag anzeigen
... oder benötigt spezifische Gründungsarbeiten die laut Kalkulation der Stadt 2-4Mio Euro mehr kosten.
Da alle entwürfe den schönen Dudler-Ausgang auch noch überbauen wollen, sind sie dadurch extra unwirtschaftlich.
Naja, seit wann spielt Geld bei solchen Projekten eine Rolle? Und wenn wir uns an der komischen Kirche gegenüber einen neuen Fußweg für 'ne halbe Million leisten können, dürfte es doch auch kein Problem sein, den Tunnel nochmal aufzubuddeln... :

Zitat:
Zitat von Persius Beitrag anzeigen
Ich meine die aus den 50er Jahren, von der der gerundete Baukörper am Rossmanrkt zeugt. Meines Wissens gab es damals ein Konzept, in dieser neobarocken Architektursprache den ganzen Ring neu zu bebauen. Ich nehme an, dass der Rossmarktbau nach jenem Konzept in westlicher Richtung eine Fortsetzung finden sollte, die dem Khorami-Vorschlag ähnlich war.
Also auch in den 50ern veränderten sich die Pläne und "Architektursprachen", wie man an den nachfolgenden Bauten sehen kann.

Hier ein Plan von 1952:




und Entwürfe von 1955 (leider nur in schlechter Bildqualität):



Anschluss an das Ring-Cafe-Haus auf der anderen Seite, das Hochhaus in etwa an der Stelle vom Bowling-Museum, der Flachbau dann anschließend an der Ostseite des Platzes, etwas anders als auf dem Plan von 52.


Zitat:
Zitat von Whywolf_Larry Beitrag anzeigen
Zu Hugo-Ritter gibt einiges, aber ich kenne keine Literatur welche die Nachkriegssituation beschreibt geschweige denn Dokumentiert.
Für nen Literaturtip währe ich sehr dankbar.
Hmm... also in Bezug auf Leipzig fällt mir dieses Buch ein:
Bauen für die Ewigkeit:
Monumentalarchitektur des zwanzigsten Jahrhunderts und Städtebau in Leipzig in den fünfziger Jahren
von Birk Engmann
gibts vereinzelt noch im Handel.
Es hat 2 Teile, zunächst ein Überblick über die Entwicklung der Monumentalarchitektur, insbesondere in ihrer stalinistischen Ausprägung,
dann die Entwicklung in Leipzig so etwa bis zum Beginn der industriellen Plattenbauweise. Manchmal etwas eigenwilliger Schreibstil, trotzdem fand ich's ganz gut.

und zur DDR:
Architektur und Städtebau der DDR:
Bd. 1: OSTKREUZ Personen, Pläne, Perspektiven /
Bd. 2: AUFBAU Städte, Themen, Dokumente
von Werner Durth u.a.
2 fette Bände, in denen Leipzig aber nur sehr stiefmütterlich behandelt wird, hauptsächlich Berlin, Dresden, Magdeburg usw., das dann aber sehr ausführlich und reich bebildert.
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Alt 07.03.15, 19:27   #124
Whywolf_Larry
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Whywolf_Larry braucht man einfachWhywolf_Larry braucht man einfachWhywolf_Larry braucht man einfachWhywolf_Larry braucht man einfachWhywolf_Larry braucht man einfachWhywolf_Larry braucht man einfach
Vielen Dank für die Buchtipps.

Das interessante an dem Plan von 52 ist ja das der Block ähnlich dem heutigen einen engeren eingezogenen Turm haben sollte.
Back to the Roots.
Interressant ist auch das die Fassadenentwürfe deutlich kitscher ausfallen als das Ringcafe.
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Alt 10.03.15, 01:52   #125
Rundling
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Zitat:
Zitat von Whywolf_Larry Beitrag anzeigen
Vielen Dank für die Buchtipps.

Das interessante an dem Plan von 52 ist ja das der Block ähnlich dem heutigen einen engeren eingezogenen Turm haben sollte.
Back to the Roots.
Interressant ist auch das die Fassadenentwürfe deutlich kitscher ausfallen als das Ringcafe.
Deshalb wurden sie auch flugs nochmal überarbeitet...


Entwurf von 1956 (gleicher Standort wie 55).

Hier noch eine Alternative für's Ring-Café von 53:


Abgelehnt! Bemerkenswert die Umdekorierung des Europa-Hauses.

Und auf der anderen Seite hat man sich so etwas ausgemalt:


Ostseite vom Karli-Marxi-Platzi, 1958.

Wie kommt es zu deinem Interesse für gerade diese Zeit?


Hier eine etwas andere Perspektive auf das Stadt-Modell:


Daran wurde seit dem Start dieses Themas noch'n bisschen rumgebastelt.
Leider nach wie vor ein stadtplanerisches Desaster.
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Alt 12.03.15, 18:28   #126
Whywolf_Larry
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Zitat:
Leider nach wie vor ein stadtplanerisches Desaster.
Sah ich am anfang auch so, aber inzwischen muss ich sagen das der B-Plan oder eine konfiguration dessen recht viel ausshält.

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Alt 15.04.15, 16:54   #127
lechaza
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lechaza ist einfach richtig nettlechaza ist einfach richtig nettlechaza ist einfach richtig nettlechaza ist einfach richtig nettlechaza ist einfach richtig nett
Zwischennutzung des WLP

Der Stadtrat hat sich jetzt, auf Antrag der Grünen, dazu entschieden die Flächen am WLP als variabele Veranstaltungsfläche zwischenzunutzen. Hierzu werden ab September '15 200000€ in neue Bäume, Wege, Poller und Fahrradbügel investiert. Erste Veranstaltungen währen laut LIZ dann 2016 möglich.

Artikel von Heute: http://www.l-iz.de/politik/leipzig/2...chkeiten-85309

Vielleicht führe ich das nachher noch ein bisschen mehr aus, jetzt geh ich erst mal die Sonne genießen
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Geändert von lechaza (15.04.15 um 21:43 Uhr)
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Alt 15.04.15, 18:25   #128
DAvE LE
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Wozu sollen für eine temporäre Nutzung Bäume gepflanzt werden, wenn sie später wieder gerodet werden?
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Alt 15.04.15, 21:37   #129
lechaza
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Zitat:
Zitat von DAvE LE Beitrag anzeigen
Wozu sollen für eine temporäre Nutzung Bäume gepflanzt werden, wenn sie später wieder gerodet werden?
Ist mir auch nicht 100%ig klar, jedenfalls sollen Baumpflanzungen verhindern dass "der Bereich S-Bahn-Station illegal befahren wird" Also vermutlich gehts da um eine Ecke die auf jeden Fall nicht Bebaut werden soll, zum Beispiel Ecke Markthallenstraße/Brüderstraße.....

Ja gut, abgesehen davon wird nochmal auf den abgelehnten Antrag der FDP eingegangen, die nicht verstehen kann was an ihren Vorschlag dort einen Parkplatz hinzupflastern auszusetzen sein soll
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Alt 15.04.15, 22:47   #130
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Cowboy hat eine wundervolle ZukunftCowboy hat eine wundervolle ZukunftCowboy hat eine wundervolle ZukunftCowboy hat eine wundervolle ZukunftCowboy hat eine wundervolle ZukunftCowboy hat eine wundervolle ZukunftCowboy hat eine wundervolle ZukunftCowboy hat eine wundervolle ZukunftCowboy hat eine wundervolle ZukunftCowboy hat eine wundervolle ZukunftCowboy hat eine wundervolle Zukunft
^ Wer in einer Großstadt wie Leipzig mit solchen Plakaten auf Wählerfang geht, der macht sich eben auch für einen Mega-Parkplatz am Rande der Innenstadt stark.

Wenn es nach mir ginge, würde ich den Platz in seiner Tristheit so belassen wie er ist, um eine Bebauung voranzutreiben statt Fakten für einen "Markt der Möglichkeiten" zu schaffen.
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Alt 16.04.15, 00:21   #131
Saxonia
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Ganz deiner Meinung. Wandelt man das Ding jetzt in eine halbwegs passable Grünanlage, kann man einen drauf lassen, dass später welche angerammelt kommen, um diesen "Freiraum" zu erhalten.
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Alt 16.04.15, 07:17   #132
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Zitat:
Zitat von Saxonia Beitrag anzeigen
Ganz deiner Meinung. Wandelt man das Ding jetzt in eine halbwegs passable Grünanlage, kann man einen drauf lassen, dass später welche angerammelt kommen, um diesen "Freiraum" zu erhalten.
Genau so wird es auch kommen. Ich bin zwar dafür, den Platz für verschiedene Sachen zu nutzen, bissel Wildwuchs und Sträucher roden und die sinnlose Zaunanlage beseitigen, mehr aber auch nicht. Man gewöhnt sich dann an den Zustand und die Stadt Leipzig hat sich ein Eigentor geschossen.
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Alt 16.04.15, 08:33   #133
LE Mon. hist.
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LE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfach
Ich bin anderer Meinung, da ich hoffe, dass eine Nutzung der Fläche bzw. überhaupt erst einmal ein mögliches Betreten diese wieder stärker in das öffentliche Gedächtnis der Stadt zurückholt und es dann im besten Falle auch die gesellschaftliche Debatte darüber befruchtet, was künftig mit der Fläche geschehen soll.

Ich bin deutlich für eine Bebauung, aber da die Fläche überwiegend im Besitz der Stadt ist, unter Beachtung gesamtstädtischer Ziele und nicht allein nach Wünschen und Vorstellungen bestimmter Investoren. Dies würde z.B. neben der Markthalle, die ich für durchaus sinnvoll halte, das "Stadtquartier mit Hochschuleinrichtungen" beinhalten, wie es bei dem "Strategiekonzept erweiterte Innenstadt" im Rahmen eines koopstadt-Workshop vom 9. bis 10. Juli 2014 vorgeschlagen wurde.

Zitat:
Kleingruppe Handel:
Wilhelm-Leuschner-Platz
- Handel nur kleinteilig entlang der Lauflagen im EG
- kritische Auseinandersetzung mit dem Markthallenstandort und der Markthalle generell
- Wissenschaft/ Institute; Büro, Verwaltung, Technisches Rathaus 2.0
- 20%iger Wohnanteil wie innerhalb des Rings

Kleingruppe Dienstleistung, Büronutzung, Hotel/ Gastronomie
- Wilhelm-Leuschner-Platz: guter Standort für wissenschaftliche Einrichtungen; Ergänzung Büro, Hotel sinnvoll. Gesamtes Konzept (Grundlage Wettbewerbsentwurf Freiheits- und Einheitsdenkmal und B-Plan-Entwurf ) sollte erneut überdacht werden.

Kleingruppe Wohnen
Der Wilhelm-Leuschner-Platz wird übereinstimmend als prädestinierter Standort für eine zentrale öffentliche Einrichtung der Bildung und Wissenschaft eingestuft.

Am Wilhelm-Leuschner-Platz als „Tor zur Karli“ wird eine Wohnnutzung in Anknüpfung an die vorhandene Wohnbebauung aus den 1950er Jahren nur im südlichen Dreieck und hier in einem Mix mit Läden für geeignet angesehen. Dabei können mit Blick auf die Nähe zum Uni-Campus sowie zu möglichen neuen Forschungsseinrichtungen auch besondere Wohnformen wie Studentenwohnen oder ein Boarding-/ Gästehaus zum Tragen kommen.

Kleingruppe Wissenschaft, Bildung, Kultur
Stadtquartier mit Hochschuleinrichtungen, Synergieeffekte zwischen Campus am Augustusplatz, Geisteswissenschaftlichem Zentrum und HTWK und Musikhochschule im Musikviertel und Universitätsklinikum, Stadtbibliothek und Albertina, Büros und Wohnungen entwickeln. Erschließung optimal. Mensa/ Handel/ Gastro/ Dienstleistungen zur Belebung des Platzes und der angrenzenden Straßen ansiedeln. Straßen städtebaulich fassen, wissenschaftsaffine Büros denkbar. Platz darf nicht zu groß werden. Markthalle wird kritisch hinterfragt.
http://www.deutsches-architektur-for...d.php?p=459438

Es sollen wohl bereits Gespräche mit dem derzeit noch in Paunsdorf versauerndem Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL - http://www.ifl-leipzig.de/ ) geführt werden. Das IfL ist das einzige außeruniversitäre Forschungsinstitut für Geographie in Deutschland. Derzeit hat das Institut etwa 75 Beschäftigte und einen Jahresetat von 4,3 Mio. Euro zuzüglich im Wettbewerb eingeworbener Forschungsmittel in Höhe von etwa 2,3 Mio. Euro.

Wichtig sind Wohnungen für die wachsende Stadt, am besten (deutlich) mehr als die derzeit vorgeschlagenen 20 Prozent wie innerhalb des Ringes. Ein weiteres Hotel halte ich für überflüssig. Dabei sollte, da es sich um kommunalen Besitz handelt, nicht nur Luxuswohnungen für perspektivisch 12 bis 15 Euro oder mehr Kaltmiete/m² entstehen, sondern auch ein beträchtlicher Anteil kleinerer Wohnungen für Geringverdiener_innen, zu denen Studierende oder Wissenschaftler_innen am Beginn, in der Mitte und am Ende ihrer der Laufbahn gehören können, aber auch die oft genannte Bahnfahrerin oder Krankenschwester.

Wenn die künftigen Nutzungen den meisten Leipziger_innen für sinnvoll erscheinen, wird der Widerstand gegen eine Bebauung hoffentlich kleiner. Wenn aber dort wie bisher nur über die mögliche Anordnung von Baumassen diskutiert wird und die künftige Nutzung offen bleibt oder sogar zu vermuten ist, dass Büros für irgendwen und Wohnungen im gehobenen Segment entstehen sollen, dann kann ich die Ansicht nachvollziehen oder ihr sogar zustimmen, dass dann eine Freifläche besser ist. Und wenn letzteres auch nach einer intensiven Debatte über die Bedürfnisse einer wachsenden Stadt der erklärte Wille einer Mehrheit der Stadtgesellschaft sein sollte, der sich in öffentlichen Diskussionen oder sogar in Abstimmungen artikuliert, dann ist es genau so. Und dann sollte er vor allem auf einem städtischen Grundstück auch umgesetzt werden.

Hinsichtlich der konkurrierenden Bedürfnisse Freifläche und Veranstaltungsflächen auf der einen und auf der anderes Seite Bebauung mit Wissenschaftseinrichtungen, Wohnungen und Einzelhandel und mit Hinblick auf die technischen Herausforderungen zur Überbauung des Citytunnels und seines von Max Dudler entworfenen Ausganges halte ich im Moment die von der Stadtverwaltung präferierte, aber überarbeitete und angepaßte Variante "Esplanade" von Ingo Andreas Wolf (Leipzig) und Petr Pelcák (Brno) für besser als die Widerherstellung des deutlich kleineren ehemaligen Königsplatzes, wie ihn etwa das Stadtforum vorschlägt.

Ich wäre dafür, mal jeweils z.B. zwei Wochen auf dem "Markt der Möglichkeiten" die jeweiligen Größen der Bauflächen abzustecken und in der Realität sehen, zu können wie groß oder wie klein dann ein Platz werden wird.

LVZ-Online, 15.04.2015
Endlich Klarheit für den Leuschnerplatz: Leipzig bekommt "Markt der Möglichkeiten"
http://www.lvz-online.de/leipzig/cit...-a-282989.html

Geändert von LE Mon. hist. (16.04.15 um 08:51 Uhr)
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Alt 16.04.15, 10:56   #134
Altbaufan_
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Altbaufan_ ist ein geschätzer MenschAltbaufan_ ist ein geschätzer MenschAltbaufan_ ist ein geschätzer MenschAltbaufan_ ist ein geschätzer Mensch
"Ein weiteres Hotel halte ich für überflüssig. Dabei sollte, da es sich um kommunalen Besitz handelt, nicht nur Luxuswohnungen für perspektivisch 12 bis 15 Euro oder mehr Kaltmiete/m² entstehen, sondern auch ein beträchtlicher Anteil kleinerer Wohnungen für Geringverdiener_innen, zu denen Studierende oder Wissenschaftler_innen am Beginn, in der Mitte und am Ende ihrer der Laufbahn gehören können, aber auch die oft genannte Bahnfahrerin oder Krankenschwester. "

Auch wenn ich die Idee positiv sehe, aber so lange die Stadt meint, es gäbe gesamtstädtisch genug Leerstand und zudem kaum Fördermöglichkeiten für sozialen Wohnungsbau vorhanden sind, wird weiterhin unter 7-8 Euro Kaltmiete nichts möglich sein. Das sind schlicht Fakten des Marktes (Baukosten), ohne jede Rendite für den Investor, siehe auch die genossenschaftlichen Neubauten. Und dann fallen Geringverdiener wohl auch in 4 oder 5 Jahren noch raus. Da sie keine Lobby haben, wird sich daran vorerst auch nichts ändern.

Günstiges Wohnen (für einen Besitzer zu günstig mit teils unter 3 Euro pro qm) gab es in der Windmühlenstraße (LWB), was daraus geworden ist, weiß jeder. Wen die Stadt 500m weiter dann günstige, subventionierte Wohnungen errichtet, ist das für den Steuerzahler nur schwer nachvollziehbar. Alles unter dem Aspekt: KÖNNTE, WÜRDE.
Altbaufan_ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.04.15, 11:25   #135
LE Mon. hist.
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LE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfach
Hier geht es ja nicht um heute oder morgen. Bevor dort die ersten Wohnungen beziehbar sind, werden sicherlich noch vier und fünf Jahre oder mehr vergehen. Und wenn die Mietentwicklung so weiter geht wie sie momentan anläuft, dann sind zu dem Zeitpunkt 7-8 Euro Kaltmiete und vergleichweise kleine Wohnungen sehr wahrscheinlich schon wieder günstig und stark nachgefragt, zumal für die unmittelbare Innenstadt. In dem Zeitraum wird es auch in Sachsen wieder Förderprogramme für sozialen Wohnungsbau und neue Belegungsbindungen geben, zumal auch in Dresden dafür die Stimmen lauter werden.

Die Flächen gehören der Stadt, es fallen keine Kosten für den Erwerb an. Es gibt eine kommunale Wohnungsgesellschaft, die auch nicht mit jedem Einzelprojekt Profit erwirtschaften muß. Es gibt die Möglichkeit, über Einzelhandelsmieten in den Erdgeschossen und die Büros querzufinanzieren. ... Wenn es unter den optimalen Bedingungen wie städtisches Grundeigentum, hohes gesellschaftliches Interesse an dem Projekt und angestrebte Mischnutzung und damit Möglichkeiten der Querfinanzierung nicht gelingen sollte, mittelfristig auch für untere und mittlere Einkommensgruppen neue Wohnungen zu bauen - ich rede hier nicht (nur) von Transferleistungsempfänger_innen - , dann können wir die Stadt gleich dichtmachen oder mit dem Siemens-Lufthaken versetzen und an München angliedern.

Es wird sicherlich noch mal an anderer Stelle angesprochen werden, aber da ich oben daran anknüpfe.

Durchschnitt der Kaltmieten im Bestand in der Gesamtstadt:
2013: 5,08 Euro/m² - http://www.leipzig.de/buergerservice...sh&docID=38983
2014: 5,38 Euro/m² - http://www.leipzig.de/buergerservice...sh&docID=43876
Steigerung um 6 Prozent innerhalb eines Jahres.

Durchschnittliche Angebots-Kaltmiete laut http://www.immobilienscout24.de/wohn...wohnungen.html :

Zentrum-Süd: 6,90 Euro/m², was einer Mietpreisentwicklung von +11% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Es werden derzeit 142 Mietwohnungen angeboten
Zentrum-Südost: 6,00 Euro/m², was einer Mietpreisentwicklung von +5% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Es werden derzeit 241 Mietwohnungen angeboten
Südvorstadt: 6,40 Euro/m², was einer Mietpreisentwicklung von +3% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Es werden derzeit 180 Mietwohnungen angeboten.
Zentrum: 7,20 Euro/m², was einer Mietpreisentwicklung von +5% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Es werden derzeit 61 Mietwohnungen angeboten.

In ganz Leipzig werden derzeit 5996 Mietwohnungen angeboten. Die durchschnittliche Kaltmiete beträgt 5,50 Euro/m², was einer Mietpreisentwicklung von +6% im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Geändert von LE Mon. hist. (16.04.15 um 12:09 Uhr)
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