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Alt 24.03.11, 23:10   #16
micro
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Vielen Dank für die wirklich tollen, umfassenden Eindrücke!

Die (paar) nach dem Ende des Sozialismus neu gebauten Metrostationen sind zum Glück ebenfalls von herausragender Qualität, in SSC gab es auch schon Fotos davon.
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Alt 25.03.11, 03:06   #17
Wahnfried
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Wahnfried ist ein LichtblickWahnfried ist ein LichtblickWahnfried ist ein LichtblickWahnfried ist ein LichtblickWahnfried ist ein LichtblickWahnfried ist ein Lichtblick
Sehr schoener Thread. Moskau ist eine sehr interessante Stadt. Ich war August 2005 mal fuer ein paar Tage dort und kann mich noch gut an das sehr schoene Wetter erinnern.
Klar an manchen Ecken wirkt Moskau etwas trist. Architektonisch gibt es jedoch etliche Schmuckstuecke und man betreibt keine falsche Bescheidenheit, auch und gerade bei Neubauten.
Was mir ebenfalls positiv in Erinnerung geblieben ist, sind die Massen an huebschen Frauen ueberall und das ist ganz klar ein Pluspunkt fuer Moskau.
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Alt 25.03.11, 08:30   #18
Regent
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Regent hat eine wundervolle ZukunftRegent hat eine wundervolle ZukunftRegent hat eine wundervolle ZukunftRegent hat eine wundervolle ZukunftRegent hat eine wundervolle ZukunftRegent hat eine wundervolle ZukunftRegent hat eine wundervolle ZukunftRegent hat eine wundervolle ZukunftRegent hat eine wundervolle ZukunftRegent hat eine wundervolle ZukunftRegent hat eine wundervolle Zukunft
Zitat:
Zitat von merlinammain Beitrag anzeigen
Gibt es in Moskau keine Sprayer?

Kurze Recherche ergab: Ja, es gibt Sprayer

http://streetfiles.org/photos/city:524901
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Alt 28.03.11, 17:55   #19
Dexter
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Dexter ist einfach richtig nettDexter ist einfach richtig nettDexter ist einfach richtig nettDexter ist einfach richtig nettDexter ist einfach richtig nett
Erst einmal tausend Tag DaseBLN für die tollen Bilder.

Ich hab 2008/09 ein Jahr in Moskau verbracht und fühl mich der Stadt trotz der schwierigen Lebensbedingungen vor Ort - unter denen ich auch so manches mal gelitten hab - irgendwie verpflichtet.

Zur Metro:

Die Moskauer Metro funktioniert wie ein Uhrwerk und ist sicherlich einzigartig. Meiner Meinung nach ist sie das Beste was 70 Jahre Sozialismus hinterlassen haben und wahrscheinlich im ganzen die beeindruckendste Attraktion Moskaus. Im Gegensatz zu der wirklich wuchernden Stadtenwicklung an der Oberfläche ist hier ein für Megastädte vorbildliches Metronetz entstanden, das nahezu mühelos 9 Millionen Menschen am Tag befördert (ich weiß, es wird dann schon eng aber es läuft rund). New Yorks ungleich größeres Subway-Netz kollabiert hingegen schon unter den 4 Millionen Nutzern täglich, alleine schon durch unzureichend konzipierte Übergange/Ausgänge/Verzweigungen u.a.
Moskaus Metro mag insofern technisch etwas hausbacken sein, aber plannerisch ist sie ein Meisterwerk an dem professionell weitergebaut wird.

Besonders freut es mich auch, das auf die Rekonstruktion der alten Bahnhöfe seit Jahren viel Geld, Zeit und Detailverliebtheit aufgewendet wird.
Hier zum Beispiel die Renovierung der Eingangshalle des Bahnhofs Oktjabrskaja:
http://old.mosmetro.ru/pages/page_1....6&id_text=1614

Sehr lohnend um diesbezüglich auf dem laufenden zu bleiben:
http://metroblog.ru/cat/1/

Übrigens wird nicht nur im Zentrum schick gebaut:
Dieser link zeigt ein Paar Bilder der neuen Station "Volokolamskaja" am nordwestlichen Ende der ausgebauten dunkelbaluen Linie (3).
Ein absolutes Prachtstück:
http://metroblog.ru/post/2725/

hier noch ein Paar der neusten Stationen auf Wikipedia:

Volokolamskaja:



Mitino:


Slawijanski Bulvar:


Strogino:


Dostojewskaja:




Trubnaja:


Zwetnoj Bulvar:



Alle Bilder Quelle Wikipedia, gemeinfrei


Zum wirklich vorbildlichen Ausbau in den nächsten Jahren:
http://metroblog.ru/post/3589/

P.S. DaseBLN: Sei vorsichtig mit Fotos in der Metro, die Damen der Metro sind nicht zimperlich mit Leuten die hier gegen das Gesetz verstoßen. Bilder machen ist nicht gestattet!


D.
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Alt 28.03.11, 18:17   #20
DaseBLN
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DaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiell
^ Danke für die Ergänzungen. Die neuen Stationen knüpfen auf moderne Weise vom qualitativen Faktor definitiv noch einmal an alte Zeiten an, während in den 80ern und 90ern eher nüchtern gebaut wurde. Am besten gefallen wir eigentlich Dostojewskaja und Slawijanski Bulwar, Bilder dazu wie gesagt bei Gelegenheit mal.

Zum Thema Fotografieren in der Metro: zumindest was Kleinbildkameras betrifft, hat dir da jemand einen Bären aufgebunden. Wollten die Geld von dir? Was Spiegelreflexkameras betrifft, gilt wie für so ziemlich jedes in Russland geltende Verbot, dass man sich eben nicht erwischen lassen (= zu lange irgendwo rumstehen) darf

Es gab bis 2008 ein Verbot in St. Petersburg, da wurde allerdings, man höre und staune, erfolgreich von einem Fotografen beklagt. Seitdem jucken kleine Kameras dort auch niemanden mehr.
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Fotos im DAF: Moskau (Neue Bilder)
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Alt 28.03.11, 18:45   #21
Beschty
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Beschty ist ein LichtblickBeschty ist ein LichtblickBeschty ist ein LichtblickBeschty ist ein LichtblickBeschty ist ein LichtblickBeschty ist ein LichtblickBeschty ist ein Lichtblick
wow wirken die neuen Stationen steril, da kann bestimmt ein paar geile fashion shootings machen!

Dase: Ich warte schon sehnsüchtig auf weitere Bild, aber eines vorweg, bevor ich es wieder vergesse: Kann man wie in den ganzen neu-russischen Fantasy- und SciFi-Romanen von Lukianenko & Co beschrieben, einfach ein privat Auto am Straßenrand anhalten und als Privattaxi nutzen?
__________________
Bilder o. Quelle ©Beschty
@DAF Berlin Běijīng Tiānjīn Shànghǎi HongKong Guǎngzhōu Paris London Gardasee MUC
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Alt 28.03.11, 19:06   #22
Dexter
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Dexter ist einfach richtig nettDexter ist einfach richtig nettDexter ist einfach richtig nettDexter ist einfach richtig nettDexter ist einfach richtig nett
Auch wenn die Ausstattungen der Stationen nach Chruschtschows Donnerwetter gegen die vermeintich selbsherrlichen Architekten erst mal nicht mehr so üppig waren, gab es ab den späten 60ern immer wieder sehr anspruchsvolle Bahnhöfe. Wenn man dann noch die immensen kosten und den zügigen Bau berücksichtigt, ist die Metro in Moskau wahrscheinlich wirklich eines der aufwendigsten Bauwerke des 20ten Jahrhunderts.

Hier zum Beispiel die Station "Marxistskaja" von 1979:


oder hier die Station "Puschkinskaja" von 1975:


Die Station "Mendelejewskaja" von 1988:


Die Staion "Tulskaja" von 1983:


Die Station "Sukarewskaja" von 1972:


Bilder alle gemeinfrei bei wikipedia.


Ich stimme aber zu, es gab auch so einiges an schlichteren Bahnhöfen aus dieser Zeit, aber die kontiniuierliche Qualität innerhalb der Architektur ist trotzdem beachtlich.

P.S. DaseBLN, nein, sie wollten kein Geld, abr die Damen haben mit ihren Trillerpfeiffen erst mal ordentlich Lärm gemacht und siend mit hinterher. In der Praxis wird bezüglich der Kameragrößen vielleicht nicht so genau unterschieden. Es war natürlich eine unangenehme situation..

D
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Alt 28.03.11, 19:06   #23
DaseBLN
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Nun zeig' doch nicht schon gleich alle schönen Stationen Das stimmt, im Zentrum wurde immer Aufwand betrieben. Die Station Nagatinskaya von 1983 ist ein gutes Beispiel für eine einfache Metrostation, wie es sie bereits seit den 60ern, natürlich außerhalb des Stadtzentrum, gab. Selbst bei ähnlichem Typus ist aber jede Station zumindest mit unterschiedlichen Materialien versehen. Sieht natürlich trotzdem schick aus, aber eben nicht so toll wie im repräsentativen Zentrum.

Wer sich für das Thema interessiert, kann sich auch hier noch ein paar Bilder mit Stationsdetails anschauen.

@ Beschty: Ja. Super System! Sobald du den Arm raus hältst, halten mehrere Fahrzeuge am Straßenrand. Allerdings musst du dafür Russisch können und den Preis wissen, der wiederum nach Tageszeit und Angebot variiert. Im Zentrum bezahle ich normalerweise nie mehr als 100 Rubel (2,50 €), wenn es kalt ist und schnell gehen muss, auch mal 150-200 Hat mir einmal auch den Flug gerettet, als die Metro nicht kam und ich gefahr lief, meinen Aeroexpress-Flughafenzug zu verpassen. Die Metrotreppe wieder hochgerannt und das allererste Auto, dass morgens kurz vor 6 am Puschkinplatz vorbeifuhr, hielt doch tatsächlich an Allerdings hat das System ohne Taxameter auch seine Nachteile: morgens ist es von einem der Moskauer Bahnhöfe aus beinahe unmöglich, einen halbwegs vernünftigen Preis zu kriegen ("Unser Bahnhofstarif ist 1000 Rubel"). Und die Taxifahrer machen ihrem Ruf als Gierhälse auch gern alle Ehre, da sie in Notsituationen (Moskauer Eisregen-Flughafen-Chaos, Bombenanschlag Domodedowo) gern eiskalt ausnutzen. Die Leute haben dann teilweise 500+ € (!) bezahlt, um in die Stadt zu kommen.
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Fotos im DAF: Moskau (Neue Bilder)

Geändert von DaseBLN (28.03.11 um 19:26 Uhr)
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Alt 03.03.13, 19:15   #24
DaseBLN
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Zuviel gereist, zuviele Bilder gemacht, da dauert es dann schon gern mal eine Weile, bis man zum Sortieren und Bearbeiten kommt. Weiter gehen soll es zunächst mit den Moskauer Bahnhöfen. Ähnlich wie Paris oder London verfügt Moskau noch über eine stattliche Anzahl größerer Endbahnhöfe, die sich rund ums Zentrum, meist entlang der Ringmetrolinie, verteilen. Zur Erbauungszeit handelte es sich dabei stets um Grundstücke knapp außerhalb der Stadtgrenze, ähnlich wie in anderen europäischen Städten. Eine gute, wenn auch metroseitig etwas veraltete Karte zur Lokalisierung der Stationen findet sich hier, wer kyrillischer Buchstaben mächtig ist, ist aber auch mit der Yandex-Karte gut bedient. Los geht es am bereits auf Seite 1 gezeigten Belorusskij Voksal, dann geht es im Uhrzeigersinn herum bis zum Kiewskij Voksal.

Weißrussischer Bahnhof / Belorusski Voksal

Der weißrussische Bahnhof liegt im Norden der Stadt am Übergang der Twerskajastraße in den Leningrader Prospekt. Der Bahnhof besteht aus einigen Durchgangsgleisen unter dem internen Namen Moskau Smolenskaja sowie dem Kopfbahnhof, der im Laufe der Geschichte Smolensker Bahnhof, Brester Bahnhof, Alexanderbahnhof (nach einem Bahnhofsteil spezielle für die Zarenfamilie) sowie Baltisch-Weißrussischer Bahnhof und seit 1936 als Weißrussischer Bahnhof bekannt ist. Das Bahnhofsgebäude wurde 1907-1912 im russisch-klassizistischen Stil errichtet. Den Bahnhofsvorplatz krönte ursprünglich ein Triumphbogen, der sich heute an anderer Stelle in Moskau befindet. Seit den 90ern war unter dem Vorplatz ein großes Einkaufszentrum samt Parkhaus geplant, die Pläne haben sich zwar zwischenzeitlich zerschlagen, allerdings ist ein Großteil des Vorplatzes entsprechend seit 15 Jahren eine chaotische Mischung aus Provisorium und Baustelle. Die Stadtreinigungsaktion des neuen Bürgermeisters samt Entfernung zahlreicher halblegaler Kioske und Verkaufsbuden hat hier aber schon eine teilweise optische Verbesserung geschaffen.

Den meisten ausländischen Besuchern dürfte der Bahnhof als Ausgangspunkt der Aeroexpress-Züge zum Flughafen Scheremetjewo bekannt sein, allerdings enden hier beispielsweise auch die Paris-Berlin-Moskau-Züge oder der neue Luxuszug nach Nizza.

Der Bahnhof vom Vorplatz ausgesehen, Mitte Rechts der Eingang zur Metrostation der Samoskworezkaja-Linie:


Schwenk nach links über den chaotischen Vorplatz mit weiteren Bahnhofsteilen, die Bögen rechts vom Laternenmast gehören zum Eingangsgebäude zur Metrostation der Ringlinie - leider schwer fotografoerbar, ähnliche Vestibülgebäude gibt es jedoch auch für andere Stationen der Ringlinie:


Ein etwas aktuelleres nächtliches Bild mit etwas aufgeräumterem Vorplatz, der jedoch weiterhin völlig ungestaltet ist:


Dieses Bild war jahrelang nicht möglich:


Der offizielle Haupteingang führt zum Kassensaal für die Vorortzüge und zur Kamera Chranenja (als zur Gepäckaufbewahrung):


Seit den letzten Terroranschlägen kommt man an Moskauer Bahnhöfen nicht mehr überall hinein und heraus, daher hier rechts der Hauptausgang, geradeaus geht es zu den Kassen für Langstreckenzüge:


Der Querbahnsteig mit wartenden Reisenden:


Es gibt keine Bahnhofshalle, aber alte Gleisüberdachungen mit gußeisernen Säulen. Links der Zug nach Kaliningrad, rechts der nach Vilnius:


Blick in Richtung Durchgangsgleise im Hintergrund, dort wartet bereits der rote Aeroexpress auf die nächsten Fahrgäste:


Die Durchgangsgleise des Bahnhofs mit einem angrenzenden Prachtgebäude, das den Auftakt zum Leningrader Prospekt bildet:


Die Durchgangsgleise während des 2010er Smogs:


Abschiedsblick auf Moskau aus dem Aeroexpress:


Früher stand auf dem Vorplatz der Triumphbogen:


Gegenüber des Bahnhofs, aus der östlichen Seite des Platzes, wurde ein ganz gelungenes Neubauensemble geschaffen:


Dorthin kommt man durch eine Unterführung, die ich bereits auf der ersten Seite gezeigt hatte:


Vergleichsbild ~ 1950:


Die früher dort vorhandenen zahlreichen Verkaufsstände wurden 2011 im Rahmen der erwähnten Säuberungsaktion entfernt:




Auf dem Vorplatz des Neubauensebles hat man eine recht urbane Atmosphäre geschaffen:




Einmal die Passage entlang und Blick zurück zur kleinen Kirche:


Hier gibt es einen weiteren Zugang zur Metrostation der Ringlinie, die im Jahre 1952 eröffnet wurde und zu einer der am stärksten frequentierten Stationen der Moskauer Metro gehört. Im Gewölbe der Bahnsteighalle befinden sich zwölf Mosaike mit traditionellen Motiven aus dem Leben der Weißrussen:


links sichtbar der Übergang zur Station der (grünen) Samoskworezkaja-Linie...


...die 1938 eröffnet wurde und ebenfalls mit weißrussischen Motiven ausgestattet ist. Die Pfeiler sind mit rosafarbenem Marmor aus Birobidschan im Fernen Osten Russlands verkleidet:


Sawjolowoer Bahnhof / Sawjolowski Voksal

Als einziger dieser Runde ist der Sawjolowoer Bahnhof kein richtiger Fernbahnhof mehr, seitdem kurz nach der Jahrtausendwende die Züge nach Rybinsk, Uglitsch und St. Petersburg (Nebenstrecke) verlegt wurden. Außerdem liegt der Bahnhof nicht an der Ringlinie der Metro. Das Empfangsgebäude wurde 1897-1902 zunächst einstöckig gebaut und erstaunlicherweise erst in den 1980er Jahren in klassischem Stil auf 2 Stockwerke erweitert. Ähnlich wie der Weißrussische Bahnhof ist der Sawjolower Bahnhof ein Kopfbahnhof mit einigen vorbeiführenden Durchgangsgleisen, die u.A. vom Aeroexpress passiert werden. Der Bahnhof ist als Endstation diverser Vorortzüge allerdings insbesondere als Umstieg zur Metro stark frequentiert.



Der Haupteingang - die Innengestaltung ist großen Marmorflächen recht dunkel, aber gediegen. Leider habe ich aufgrund des zahlreichen Sicherheitspersonals und des dunklen Erscheinungsbilds kein brauchbares Bild vom Inneren:


Blick von der Gleisseite mit dem üblichen großen Moskau-Schriftzug:


Rigaer Bahnhof / Rischski Voksal

Wie der Name schon sagt, wurde der Bahnhof als Endpunkt der Eisenbahnlinie aus Riga erbaut. Das 1897-1901 erbaute Gebäude wird heute nur noch wenig genutzt, es gibt gerade noch 3 Fernzugpaare, 2 davon in die namensgebende Stadt. Die Vorortzüge benutzen die Elektritschka-Stationen Rschewskaja und Rischskaja, die vom Bahnhof aber durch den Prospekt Mira getrennt sind:


Blick zur Kreuzung des Prospekt Mira mit dem Dritten Ring:


Blick vom Verkehrsinsel-Park:


Zoom zum Haupteingang:


Wartesaal mit Fernseher:


Der Zug nach Riga steht bereit:


Genau wie der Sawjolower Bahnhof liegt der Rigaer Bahnhof nicht an der Ringlinie der Metro, hat die Station Rischskaja an der (orangen) Kaluschsko-Rischskaja-Linie, die mit bunten lettischen Keramikplatten ausgestattet, aber insgesamt doch eher schmucklos ist. Bei der Explosion einer Bombe am 31.8. 2004 wurden hier 10 Menschen getötet und 50 teilweise schwer verletzt. Hinten das Vestibülgebäude der Station mit Wir-erobern-den-Weltraum-mit-unserem-Sputnik-Statue aus den 50ern:


Weiter geht es dann mit dem Platz der drei Bahnhöfe, an dem sich mit dem Leningrader, dem Kasaner und dem Jaroslawler Bahnhof die architektonisch interessantesten Gebäude befinden.
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Geändert von DaseBLN (04.03.13 um 12:06 Uhr)
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Alt 04.03.13, 15:45   #25
DaseBLN
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DaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiell
Fährt man vom Rigaer Bahnhof entlang des dritten Rings in Richtung Osten, kommt man nach wenigen hundert Metern auf die 1975 erbaute und 1038 Meter lange "Rigaer Überführung", die die bereits erwähnten Vorortbahngleise der Stationen Rschewskaja und Rischskaja sowie die Fernbahngleise des Leningrader und Jaroslawler Bahnhofs und die Verbindungsbahn zum Kursker Bahnhof überspannt. Im Hintergrund zu sehen von links das Hilton Hotel Leningrad von 1953, das Hochhaus der Gesundheitsabteilung(!) der Russischen Eisenbahnen von 2003, das Hochhaus zum roten Tor / Krasnje Worota, 1953 sowie das Sakharov Business Plaza, fertiggestellt 2008:



Komsomolskaja ploschtschad / Komsomolskaja-Platz aka. Platz der drei Bahnhöfe
Im Distrikt Krasnoselskaja befindet sich der Komsomolskaja-Platz, um den sich der Leningrader, der Jaroslawler sowie der Kasaner Bahnhof gruppieren. Eigentlich gibt es noch eine vierte Station, den Vorotbahn-Haltepunkt Kalantschowskaja an der Verbindungsbahn zum Kursker Bahnhof. Von Links nach Rechts der Leningrader Bahnhof, das Vestibülgebäude der Metro sowie der Jaroslawler Bahnhof:


Vor dem Vestibülgebäude der Metro stehend und auf den Platz blickend sieht man links der Kasaner Bahnhof, mittig das Hochhaus Krasnje Worota, rechts das Hotel Leningrad:


Definitiv einer meiner Lieblingsorte in Moskau, immer Gewusel und immer Ankommende und Abreisende Fahrgäste aus sämtlichen Teilen Russlands den Asiatischen der Ex-Sowjetunion:


Das 136 Meter hohe Hotel Leningradskaja wird nach einer aufwändigen Renovierung von der Hilton-Gruppe betrieben:


Das 1984 fertiggestellte brutalistische Kaufhaus Moskowski befindet sich auf der südöstlichen Seite des Platzes:




Auftakt zur Krasnoprudnaja Ulitsa am Ostende des Platzes mit einem weiteren Hochhaus der Russischen Eisenbahnen, diesmal das Datenverarbeitungszentrum von 1980:


Ein Bahnhofscafé gibt es auch



Leningrader Bahnhof / Leningradski Woksal

Der Leningrader Bahnhof wurde von 1844-1851 nach einem Entwurf von Konstantin Thon, der Anleihen der italienischen Renaissance aufweist, errichtet und 1855 nach Zar Nikolaus I Nikolaibahnhof genannt. Das Gebäude ist heute das älteste erhaltene Bahnhofsgebäude Moskaus. Zeitgleich entstand in St. Petersburg mit dem Moskauer Bahnhof ein ebenfalls von Thon entworfenes sehr ähnliches Gebäude. Im Laufe der Zeit wechselte der Bahnhof seinen Namen zunächst in Oktoberbahnhof, später in Leningrader Bahnhof und wurde verschiedentlich erweitert, fertigt aber weiterhin hauptsächlich Züge nach St. Petersburg, in den Nordwesten Russlands, aber auch nach Helsinki ab:


Nachts:


Dieser Wartesaal entstand in den 1970er Jahren aus der alten Bahnsteighalle, Lenin hält die Stellung:


Deckendetail:


Hier fährt unter Anderem der Sapsan, ein Velaro-Hochgeschwindigkeitszug der RZD nach St. Petersburg:


Erweiterungsbau:


Jaroslawler Bahnhof / Jaroslawski Woksal

Das ursprüngliche klassizistische Gebäude von 1862 wurde von 1902-1904 durch ein charakteristisches Gebäude in einer von nordussischen Motiven beinflussten Jugenstilvariante nach einem Entwurf von Fjodor Schechtel ersetzt. Ähnlich wie beim Leningrader Bahnhof gab es in der Folge massive Kapazitätserweiterungen, die sich aber auf An- und Umbauten hinter dem Bahnhofsgebäude beschränkten. Heute ist der Jaroslawler Bahnhof der am stärksten genutzte in Moskau, u.A. deswegen weil seit der vollständigen Fertigstellung der Transsibirischen Eisenbahn fast alle derartigen Züge diesen Bahnhof benutzen. Von hier kann man also regelmäßig Wladiwostok, Peking oder Pjöngjang erreichen:


Der Haupteingang von Innen:


Die schwarzen Granitsäulen trugen bis 1966 eines der Bahnsteigdächer:


Der Flügel links gehört noch zum klassizistischen Ursprungsbau, daneben der moderne rückwärtige Teil - erstaunlicherweise sind zwar die Vorortbahngleise überdacht, die der Fernbahn jedoch nicht:


Das obligatorische Moskau-Schild auf dem Dach des modernen Erweiterungsbaus:


Rückseite des Empfangsgebäudes, im Hintergrund das Zentrale Kulturhaus der Eisenbahner aus den 20er Jahren:


Ankunft aus Peking nach 6 Tagen Fahrt:


Natürlich mit entsprechend gestalteten Wagen. An diesem Zug hängt ein- bis zweimal im Monat ein Kurswagen nach Pjöngjang:


Kasaner Bahnhof / Kasanski Woksal

Der wohl prächtigste der drei Bahnhöfe ist der Kasaner Bahnhof. Das heutige Gebäude ersetzte wie beim Jaroslawler Bahnhof einen klassizistischen Vorgängerbau. Der Wettbewerb wurde noch zu zaristischen Zeiten durch Alexei Schtschussew gewonnen, die Bauarbeiten begannen dann im Jahr 1913, aus der geplanten Fertigstellung 1916 wurde jedoch aufgrund des 1. Weltkriegs, der Oktoberrevolution und des darauf folgenden Brügerkriegs nichts. Die halbwegs vollständige Fertigstellung erfolgte erst 1940, 1990 erhielten die Bahnsteige eine neue Überdachung und erst 1997 wurden zwei Erweiterungsgebäude errichtet, die bereits im Ursprungsentwurf vorgesehen waren. Das Gebäude ist im neorussischen Stil gehalten, der sich an Motiven altrussischer Architektur orientiert, wie sie beispielsweise in den Städten des Goldenen Ringes zu finden ist, der Hauptturm orientiert sich am Sujumbike-Turm in Kasan. Ursprünglich war der Kasaner Bahnhof der wichtigste Bahnhof für Sibirienverbindungen, diese gibt es zwar weiterhin, allerdings liegt der Fokus eher auf Verbindungen in den europäischen Teil Russlands östlich von Moskau sowie auf Verbindungen in Richtung Kasachstan, Usbekistan Kirgisistan usw.



Diese Uhr ist eine Replika aus den 1970er Jahren - das Original von 1923 wurde 1941 bei deutschen Luftangriffen auf Moskau zerstört:


Nachtblick:


Ein Wartesaal:


Der Innenraum mit dem Dach von 1990:


Bahnsteig vor sommerlicher Zugabfahrt:


Wieder raus - die Westseite mit Verbindungsbahn zum Kursker Bahnhof:


Die Westfassade:


Die Nordwestecke:



Metro Komsomolskaja

Zu guter Letzt gibt es hier noch zwei Metrostationen, von denen eine ob ihrer Pracht oft als die schönste der Moskauer Metro bezeichnet wird.

Das Vestibülgebäude der Metro, aus Kapazitätsgründen heute nur noch Ausgang:


Zuerst geht es in die ältere Station Komsomolskaja auf der Sokolnitscheskaja-Linie, die am 15. Mai 1935 mit dem ersten Streckenabschnitt der Moskauer Metro eröffnet wurde und nur 8 Meter tief liegt:


Ungewöhnlich sind die beiden Galerien über den Gleisen:


Arbeitermosaik in Richtung Ausgang:


Die 37 Meter tiefe Station der Ringlinie:





Und der unvermeidliche Lenin:
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Fotos im DAF: Moskau (Neue Bilder)

Geändert von DaseBLN (06.03.13 um 22:35 Uhr)
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Alt 04.03.13, 18:59   #26
Johnny
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Toll, danke! Als ich die Elektrolok vor dem Zug nach China sah, hab ich mal bei Wikipedia nachgeschaut: Die Transsibirische Eisenbahn scheint ja komplett elektrifiziert zu sein. Krass. Allerdings sehen die Züge auch teilweise schon wirklich alt aus (vlt älter als sie sind). Vlt haben die Russen ja Interesse an unseren alten InterCity-Wagen (die bald ausgemustert werden)?

Die Moskauer U-Bahn ist faszinierend. Wenn die DDR beim Bau der U5 in Berlin noch mehr Geld gehabt hätte, hätten wir da jetzt vlt auch eine stilistische Anlehnung an Moskau.
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Alt 04.03.13, 21:32   #27
DaseBLN
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Zumindest eine Berliner Station erinnert doch recht stark an die Moskauer Metro: der U-Bahnhof Heidelberger Platz, der ulkigerweise bereits knapp 40 Jahre vor den prächtigen Ringbahnstationen der Moskauer Metro entstand.

Was die Qualität der Züge betrifft: völlig neugebaute Waggons sind zwar noch relativ selten und werden hauptsächlich auf Prestigezügen eingesetzt, die auf den Bildern gezeigten relativ bunten Firmenni-Reisezugwagen, die übrigens größtenteils aus DDR-Produktion stammen, sind aber meistens bereits umgebaut und auf recht hohem Standard. Aufgrund des größeren Lichtraumprofils in der ehemaligen Sowjetunion sind die Wagen auch etwas breiter und bieten damit mehr Platz.
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Fotos im DAF: Moskau (Neue Bilder)
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Alt 04.03.13, 23:59   #28
Johnny
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#Heidelbrger Platz: Das hab ich auch schon oft gedacht. Vielleicht war das ja der Prototyp für Moskau
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Alt 06.03.13, 08:50   #29
Bingen
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Tolle Bilder - Danke

Moskau bietet echt tolle Architektur
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Alt 06.03.13, 10:27   #30
Ben
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Ich finde ja den Jaroslawler besondes geil! Von den Proportionen vielleicht nicht ganz ausgereift, aber... Erinnert bisl an die Kongresshalle am Leiziger Zoo. Die U-Bahnhöfe sind teilweise schon sehr kitschig und voller Pathos, vor allem die letzten Bilder. Das ist schon eher grotesk auf eine disneyländische Weise, als schön. Trotzdem sehr geil .
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