Nbger Zentrum: Vor dem Hauptbahnhof, Marienvorstadt

  • Für mich wirkt das alles ein wenig monoton. Nichts besonders, nichts herausragendes und wie schon gesagt wird. Es könnte durchaus die Bahnhofstraße überstrapazieren. Für einen Baubeginn gehe ich nicht davon aus, dass in der der sehr nahen Zukunft losgehen wird, evtl. aber kann man erwarten, dass das Projekt in einigen Jahren vollendet sein könnte. Wenn man dazu vergleicht wie sich der Porsche-"Tower" im Norden hinzieht, dann sieht man, dass man es in Nbg nicht gerade eilig hat bzw. die aktuellen Mieten scheinbar noch im sehr moderaten Umfeld für die Unternehmen zu liegen scheinen.

  • Der BKB ist anscheinend auch nicht so ganz angetan. Man befürchtet auch dort Monotonie in der Straße, zumal die Fassadengestaltung mit dunkelgrau gestrichenem WDVS wohl nicht die hochwertigste werden wird, und damit als erste Geschäftsadresse nicht unbedingt taugt:


    Die städtebauliche Gliederung der Baukörper auf dem extrem langgestreckten Grundstück zwischen Bahn und Straße ist durch den Bebauungsplan vorgegeben und wird durch die Gliederung der Einzelbaukörper und deren differenzierte Geschossigkeit weiter unterstützt. Angeregt wird eine
    Überprüfung, ob die derzeit vorgestellte, vor allem zur Bahn hin geringer
    ausgebildete Geschossigkeit, nicht idealerweise zur Straße hin orientiert werden sollte, um dort dem vergleichsweise engeren Straßenraum eine größere Offenheit und Vielfalt zu geben. Die vorgesehene Nutzung der Erdgeschoßzonen mit Cafes, Ausstellungsräumen und
    Ähnlichem wird begrüßt. Der Geländeanschluss zum Bahndamm mit seinem Höhensprung in den Grünfugen wirkt schematisch und sollte sorgsam detailliert werden.
    Die zitierten Referenzbilder Quelle, Milchhof - Verwaltungsgebäude und AEG lassen hohe Erwartungen an die Erscheinung der vorgelegten Projekte erwarten. Die Fassaden nehmen aber derzeit noch wenig Bezug auf die Qualität der Referenzobjekte. Die verständliche Differenzierung der Bauvolumen wird durch die undifferenziert abgewickelten Mauer - und Fensterelemente verunklärt. Die eher überinstrumentierten Rahmungen von Fenster mit Blindfeldern könnten zugunsten eines anspruchsvolleren Mauerwerks zurückgefahren werden. Auch wenn die Bebauung einen großen Maßstab aufweist, dürfte die Ausgestaltung der Fassaden insgesamt feiner profiliert und materialisiert sein, um so den zitierten Referenzbildern im Charakter näher zu kommen.


    BKB, Protokoll zur Vorlage vom 10.07.2014


    Um Wiedervorlage wird gebeten.

  • Im ehemaligen American Bavarian Hotel am Bahnhofsplatz tut sich mal was.
    Handwerker sind derzeit dabei alte Heizkörper und Sanitärinstallationen in Schuttcontainer an der Rückseite des Gebäudes zu entsorgen.


    Ob das endlich der Anfang vom Umbau ist?

  • Neubau: Hadermühle 5

    GP Wirth-Architekten haben einen mutigen Entwurf für die Neubebauung eines historischen Grundstücks an der Hadermühle 5 vorgelegt, dessen Umsetzung nun begonnen hat.
    Derzeit wird das Baufeld vorbereitet:



    Dort befand sich früher eine Mühle, die unter anderem ein Sägewerk betrieb. Hier gibt es eine historische Aufnahme davon: http://www.albert-gieseler.de/…ml/gallerydet103506.shtml


    Das Nürnberger Architektenteam hat nun mit der Neubebauung begonnen. Bemerkenswert dabei: Es gibt vor Ort eine "Visualisierung", die allerdings nur aus einem laminierten A3-Papier an den Bauzaun getackert besteht. Auf der Homepage von GP Wirth hab ich leider nichts vielsagenderes gefunden. Wäre spannend, denn die Lage ist schon etwas besonderes, und die müde Draufsicht gibt nicht wirklich viel her:



    Auf dem Papier kann man oben den angedeuteten Bach incl. Brücke erkennen, damit ist ein wenig Orientierung möglich.
    Übrigens, wer nicht weiss wo die Hadermühle liegt, man muss von der Marienstraße die Badstraße einbiegen und hinabfahren, vorbei am "Kicker"-Verlagsgebäude und an dieser Häusergruppe, die den verbliebenen Rest der früher sehr gediegenen Marienvorstadt darstellen:



    Als Autofahrer kommt man da aber eher nicht vorbei.

  • Marienzeile erneut im BKB

    Das Großprojekt der Aurelis in Nürnberg, die "Marienzeile" wurde dem baukunstbeirat erneut vorgelegt. Hierzu berichteten die Nürnberger Nachrichten am Freitag erneut. Unter anderem ging es dabei um die geplante Höhenentwicklung der gestaffelten Baukörper. Die dem BKB vorgelegten Unterlagen sind diesbezüglich sehr aufschlussreich:


    http://www.nuernberg.de/imperi…4/4_plaene_2014_09_18.pdf


    So forderte der Baukunstbeirat die höheren Gebäudeteile von der Bahnhofstraße weg Richtung Süden zu den Bahngleisen zu orientieren, um der Bahnhofstraße mehr Licht zu lassen. Der Architekt dagegen schlägt der markanten Gestaltung wegen weiterhin vor, die Höhe auf die Grundstücksecke zu setzen:



    Architekten: Jürgen Engel, BKB-Vorlage am 18.09.2014


    Forderung des BKB:



    Architekten: Jürgen Engel, BKB-Vorlage am 18.09.2014


    Desweiteren bietet die Wiedervorlage einige Details zur Fassadengestaltung. Neben einigen Farbspielerien der Fensterbänder beinhaltet die Ausarbeitung nun auch den Einsatz von Klinker im Erdgeschoss. Dies verleiht m.E. den Gebäuden erhöhte Wertigkeit:



    Architekten: Jürgen Engel, BKB-Vorlage am 18.09.2014


    In der kommenden Woche wird das Protokoll des BKB online sein mit weiteren Details zu den Überarbeitungen.
    Meine Meinung: Die Frage der Geschossigkeit ist für mich weniger von Bedeutung, da es sich bei der Bahnhofstraße um eine nahezu reine Business-Meile handelt, ohne Aufenthaltsqualitäten im Außenbereich. Daran wird die neubebauung auch nichts ändern, die von der Nutzung her nach innen orientiert ist. Die Absicht, die Materialität etwas aufzuwerten kann ich nur begrüßen.

  • Park Plaza Hotel Nürnberg

    Ob das endlich der Anfang vom Umbau ist?


    Hab es mir lange genug angesehen und bin der Meinung .. Das ist jetzt der Umbau zum Park Plaza.
    Im Hinteren Bereich wird gerade das Dach neu gemacht.. und das Hotel ist mittlerweilen komplett eingerüstet. Ein kleiner Baukran steht auch in der Straße hinter dem Hotel.

  • Weiß einer von euch was in der Landeszentralbank passiert da steht schon länger im Hof ein Kranteil und Bagger mit hammer ist zu hören

  • Ja, zunächst bekommt das ehemalige "B.A.-Hotel" ein neues Dach, anschließend denke ich wird es an den Innenausbau gehen.


    Lines: Was meinst du mit Landeszentralbank? Den Neubau gegenüber, neben dem Goya?

  • Ich hab gestern mal kurz in den LZB-Hof geschaut als grade ein Transporter rein gefahren ist. Vom Kran steht nur (noch?) der untere Teil und der hinteren zweistöckige Gebäudeteil ist eingerüstet. Mehr konnte ich nicht erkennen.

  • Park Plaza

    Auf derselben Seite der NZ wie der große Beitrag zur Hauptpost berichten die NZ in der heutigen Printausgabe über ein weiteres und bereits deutlich sichtbares Bauprojekt direkt am Bahnhofsplatz. Das alte Bavarian American Hotel, wird vom Holländischen Luxushotelbetreiber "Park Plaza" zu einem Luxushotel saniert und im innern hochwertig ausgestattet sein. Ich denke es wird daher in nichts seinem Nachbarn, dem "Grand Mèridien" nachstehen. Innen soll es 177 Zimmer, ein Fitness-Center, Konferenzräume und Bars geben.


    Das Gebäude steht komplett unter Denkmalschutz, obwohl es mindestens, wenn nicht noch deutlicher historisch belastet ist wie die Hauptpost. Als Gästehaus der NSDAP für die Reichsparteitage für regimetreue Journalisten 1936 errichtet, quartierten sich direkt nach '45 die Amerikaner dort ein und betrieben ein äußert beliebtes und irgendwann auch legendäres Tanzlokal.
    Dank Denkmalschutz wird man sicherlich Überreste dessen auch später noch nachvollziehen können.



    Heute zeigt sich das Gebäude so, das Dach ist fertig gedeckt und mit Dachfenstern perforiert, die Fassade wird sicherlich nur minimal aufgefrischt. Wie die Aufstockung (5. Obergeschoss) einmal aussieht wird man abwarten.


    Noch vor ca. 2 Jahren zeigte sich das Äußere so, robust, etwas patiniert und vernachlässigt:



    Eine heute schon nicht mehr nachvollziehbare Sichtachse von der Bahnlinie aus ist bereits durch den Hotelneubau verstellt:



    Deutlich wird aber auch, dass mit dem Instrument Denkmalschutz nachhaltige Stadtentwicklung möglich ist. Wertvolle Bausubstanz geht an diejenigen Investoren, die gewissen Selbstverpflichtungen folgen und nicht nur den schnellen einfachen Euro suchen. Man weiss was man im Ergebnis bekommt und alle sind zufrieden. Man erinnere nur an den Milchhof, dort hat entsprechend alles versagt: Stadtplanung, Denkmalschutz, Investoren und bis auf wenige Ausnahmen sind eher belanglose Klötzchen entstanden. Ein Areal, wie man es am Stadtrand einer großen Kreisstadt erwartet. Ganz schlimm: Das Autohaus. Was hätte stattdessen dort nach dem Abriss des Denkmales überregionalen Ranges immerhin alles entstehen können....

  • Kunstvilla - Villa Hopf


    Vor zwei Jahren konnte man die Villa Hopf noch als Baustelle besichtigen, und sich von einem sehr ambitionierten Nürnberger Kulturprojekt ein Bild machen.


    http://www.kunstkulturquartier.de/kunstvilla/


    Es ging darum, der frankischen Kunst einen repräsentativen Raum zu geben für wechselnde Ausstellungen. Und das ist hier m.E. auch wunderbare Weise gelungen. Der Rahmen könnte kaum schöner sein, ein ehem. Wohnhaus der erlesensten Art, behutsam und gekonnt zu einem Museum umfunktioniert. Ich habe mich in der Art und Weise der Umsetzung doch ein wenig an das Neue Museum in Berlin erinnert gefühlt, das natürlich gefühlt unendlich viel größer ist, in dem aber ebenso die spannende Aufgabe gelöst werden musste das alte, verlorene und das notwendige Neue miteinander zu verbinden. Und so ist die Nürnberger Kunstvilla auch außerhalb der Exponate ein Besuch wert, und lässt beim Architekturfan das Herz tanzen.


    Viel getan hat sich schon von Außen, es ist aufgeräumt und sortiert. Der Kran gehört übrigens zur Baustelle Hadermühle 5:



    Das Entreé, 2013 noch mit Löchern, Rissen und lose hängenden Kabeln. Jetzt fertig mit wow-Effekt:



    Der Roccoco-Stuck wurde sorgsam restauriert und konserviert:



    Besonders repräsentativ - damals wie heute - das Vestibül mit Treppenhaus, in Eiche, reichst beschnitzt und vertäfelt. Natürlich geschmackvoll mit funktionalen Leuchten und Einbauten ergänzt, die den Ausstellungsbetrieb ermöglichen:



    Ein paar Blicke in die Ausstellungsräume:



    Der Stuck konnte hier aus Kostengründen nicht in seiner ursprünglichen Farbfassung rekonstruiert werden, und ist daher nun wieder weiss gefasst. Sicherlich ebenfalls ein Zugeständnis an den Museumsbetrieb, um nicht zu sehr von den Ausstellungsstücken abzulenken:



    Alle Räume sind übrigens zur Sicherheit modernst ausgerüstet und Videoüberacht. Die Verbindungstüren zu den Ausstellungsräumen lassen gut nachempfinden, dass es einst ein hochherrschaftliches Privathaus war, in dem die Damen und Herren mit Ihrem Besuch durch die Räume mit ihren jeweiligen Funktionen liefen und ihre Dinge zu besprechen hatten. Die teils als Schiebetüren ausgeführten Raumteiler sind erhalten und restauriert, und für sich schon echte Schönheiten:



    Ebenso sind die aufwändigen Parkettböden, teils Fischgrät, teils feinstes Tafelparkett erhalten und restauriert.



    Im Obergeschoss sind die häufiger wechselnden Ausstellungen untergebracht. Über eine Türe, die das Treppenhaus hier abteilt, gelangt man in das Dachgeschoss:



    Blick auf den nicht frei begehbaren Balkon durch das Oberlicht im Treppenhaus.




    Und die Perle des Hauses, das Zwergenzimmer:



    An dieser Stelle ganz herzlichen Dank an die Leitung der Kunstvilla für die Unterstützung bei der Fotoreihe, in der natürlich nicht alles zu sehen ist. Ein Besuch in der Kunstvilla kann ich nur jedem ans Herz legen. Hier lässt es sich flanieren und genießen in einer gemütlichen Atmosphäre wie zuhause, und damit eben doch völlig anders als im Neuen Museum.

  • Schöne Pics.:)


    Hätte ich doch mal während der Rekonstruierung des Zwergenzimmers mal paar Bilder knipsen sollen... oder die Restauration der Treppe .


    Und zur Sicherheitstechnik darf ich scho mal gar nix sagen :D

  • Hadermühle 5

    GP Wirth-Architekten haben einen mutigen Entwurf für die Neubebauung eines historischen Grundstücks an der Hadermühle 5 vorgelegt, dessen Umsetzung nun begonnen hat.


    Am 10. April widmeten die NN dem Projekt einen Artikel, der m.E. auch in der Fachwelt als ambitioniert gilt. Bauherr und Eigentümer ist eine Münchner Familie, der auch das Nachbarhaus von 1880 gehört und die sich für das seit langem brach liegende Grundstück einen Neubau wünschten. Das komplizierte Grundstück direkt am Bach gelegen lässt hier allerdings keine Schubladenlösung zu, wie sie in den Schultheiss- und Bauhaus-Projekten stadtweit umgesetzt werden. Statt dessen entsteht hier etwas herausragendes:



    Entwurf: GPWirth Architekten; http://www.gpwirth-architekten.de/startseite/


    Auf das Ergebnis darf man gespannt sein, Fertigstellung ist für das Frühjahr 2016 vorgesehen.

  • Der Rohbau steht bereits:



    Scheinbar hat man bezogen auf den Architektenentwurf ein wenig abgespeckt, und die prismatischen Fassadenknicke weg gelassen zugunsten senkrechter, aber immerhin versetzt aufliegender Außenwände. Ich bin ziemlich gesapnnt auf die Fassadenoberfläche.

  • Park Plaza

    Das Park Plaza, eines der künftig ersten Adressen der Stadt, hat einen ersten Meilenstein erreicht: Das Gerüst zum Bahnhofsplatz und zur Gleissbühlstraße hin wurde abgebaut:



    man hat die Sandsteinquaderfassade gereinigt und repariert, wobei sie äußerlich ja zumindest optisch kaum beschädigt war. Das neue dacht ist längst drauf und beherbergt Wellnesszonen unter den Dachfenstern. Die Fassade wartet noch auf die neuen Fenster. Da Denkmalschutz rechne ich mit den gleichen Fenstern wie sie vorher waren, die Galgenteilung im 1. OG, darüber nur eine senkrechte Teilung. Am Haupteingang in der Hopfenstrasse, der auch architektonisch schon etwas repräsentativer ausgebildet ist, wird noch gearbeitet:


  • Endlich mal ein "anständiges" Haus in der Achse.
    Und es ist ein altes Haus!


    Schade, dass die modernen Hotels so nach Platte aussehen ...



    PS: Mich wundert eigentlich, warum das Grand-Hotel nicht diesen Teil mit dazu genommen hat.