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Alt 24.08.18, 09:22   #1
warek
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warek könnte bald berühmt werden
Neues Hochhaus in Finkenwerder

Der Projektentwickler Magna Real Estate plant an der Elbe bei Airbus ein bis zu 14-stöckiger Gebäudekomplex. Die Gesamtinvestition soll rund 100 Millionen € betragen. Aber erstmal soll das bestehende Hochhaus abgerissen werden.



https://www.abendblatt.de/hamburg/ar...kenwerder.html
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Alt 27.08.18, 06:47   #2
HelgeK
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HelgeK ist im DAF berühmtHelgeK ist im DAF berühmt
Bin einfach nur geschockt - was soll das denn?

Warum steht der Bestand nicht unter Denkmalschutz? Für mich ein Klassiker der frühen Nachkriegsmoderne (auf HH bezogen), um den es wirklich schade wäre!

Offenbar soll auch das noch aus den 30ern (?) stammende Verwaltungsgebäude direkt nebenan abgerissen werden, denn ist ist auf dem Foto im Abendblatt ebenfalls nicht mehr zu sehen.
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Alt 27.08.18, 11:26   #3
Midas
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Midas ist essentiellMidas ist essentiellMidas ist essentiellMidas ist essentiellMidas ist essentiellMidas ist essentiellMidas ist essentiellMidas ist essentiellMidas ist essentiellMidas ist essentiell
Ich koennte mich hier mit einem Abriss und Neubau durchaus anfreunden, sofern ein paar grunssaetzliche Dinge sichergestellt sind. Das aktuelle Gebauede ist von der Substanz her sehr heruntergekommen und ist nach modernen Standards kaum noch vermarktbar / vermietbar. Es ist ausserdem entstellt durch massenhafte Aufbauten von Handy-Antennen und Aehnlichem.

Ein Neubau muesste fuer meinen Geschmack allerdings durch einen klaren, nachvollziehbaren staedtebaulichen Mehrwert gerechtfertigt sein.

Das bedeutet fuer mich:

> einen Baukoerper der einen besseren oeffentlichen EG-Bereich schafft, ggf mit einem kleinen Laden/Kiosk oder sonst einer belebenden Nutzung.

> einen skulpturalen aber unaufdringlichen Baukoerper (eines der ersten Gebauede das man sieht, wenn man per Schiff nach Hamburg einlaeuft = Landmark)

> keine billigen 'martimen' Architektur-Assoziationen (Bullaugen, Segel, etc.)

> moeglichst eine (teil-) oeffentliche Nutzung der Dachterasse: Hohes touristisches Potenzial in dieser spanneneden Lage mit Blick auf Elbe, einlaufende Schiffe, Hamburger Skyline, Airbus.

> Ggf eine Fussgaengerbruecke ueber den Steendiekkanal - Langfristiger Masterplan fuer eine kohaerente Gestaltung der (dann) neuen Achse: Dampferbruecke Finkenwerder, Gorch-Fock-Park, neue Bruecke, neues Hochhaus, Rueschpark.

Geändert von Midas (27.08.18 um 12:28 Uhr)
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Alt 27.08.18, 11:57   #4
Jannada
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Jannada befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Das alte Backstein Gebäude könnte erhalten bleiben. Die Grafik visualisiert nur wie ein neues Gebäude aussehen könnte und ist noch kein Fertiger Entwurf.
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Alt 27.08.18, 12:29   #5
Schmittchen
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Letzteres ist richtig, der Entwurf von Störmer Murphy and Partners ist lediglich eine Studie. Die Architektur soll in einem internationalen Wettbewerb gefunden werden. Beginnen soll dieser noch im laufenden Jahr. Das Ergebnis könnte also ganz anders aussehen und wird es wohl auch.

Da der im (sehr knapp gehaltenen) Eröffnungsbeitrag verlinkte Zeitungsartikel auch noch hinter einer Bezahlschranke steht, hier erst einmal die Pressemitteilung der Magna Real Estate AG von vergangener Woche:
Die Magna Real Estate AG plant in direkter Wasserlage in Hamburg-Finkenwerder ein etwa 50 Meter hohes, 15-stöckiges Gebäude mit Landmark-Charakter. Die Projektentwicklung auf dem rund 7.400 m² großen Kerngebietsgrundstück im Hein-Saß-Weg 38 wird voraussichtlich eine Bruttogeschossfläche von mehr als 20.000 m² umfassen. Das Vorhaben "Finkenwerder" ist eine der zahlreichen Projektentwicklungen von Magna in der Region Hamburg und mit einem Entwicklungsvolumen (GDV) von rund 92 Mio. Euro projektiert. Insgesamt realisiert das Unternehmen derzeit Immobilienprojekte mit einem GDV von über einer Milliarde Euro.

Magna hat das Elbgrundstück, das vis-à-vis zum Schiffsanleger Teufelsbrück und dem Jenisch Park liegt, für einen zweistelligen Millionenbetrag von einem privaten Eigentümer erworben. Aktuell befindet sich auf der Fläche ein Bestandsgebäude aus den 1960er Jahren, das voraussichtlich ab dem Jahr 2020 zurückgebaut wird. Die Fertigstellung des Neubaus ist für das Jahr 2022 geplant. Derzeit prüft Magna, inwieweit hier unterschiedliche Nutzungsarten mit einem Mix aus Wohnen und Gewerbe vereinbar sind. Durch die Integration von Einzelhandelsflächen könnte auch an die Revitalisierung des Steendiek als Haupteinkaufsstraße angeknüpft und der Stadtteil weiter aufgewertet werden.

Mit dem Landmark-Tower schaffen wir nicht nur das höchste Gebäude südlich der Elbe mit einem sensationellen Ausblick auf die Stadt, die Elbphilharmonie und die Elbe, sondern erstmals auch ein repräsentatives Entrée für alle Menschen, die mit dem Schiff nach Hamburg reisen. Zugleich wird das Projekt dem aufstrebenden und zugleich idyllischen Hamburger Stadtteil eine zusätzliche Aufwertung verschaffen. Dieser besonderen Bedeutung des Bauwerks sind wir uns bewusst und haben uns deshalb dazu entschlossen, einen Architektenwettbewerb mit lokalen und überregionalen Büros zur Konkretisierung des Bauvorhabens durchzuführen“, erklärt Joachim Rieder, Geschäftsführer der Magna Projektentwicklungs GmbH.

In fußläufiger Nähe zum Fähranleger Rüschpark gelegen, vereint der Standort Naherholung und einen schnellen Transport per Fährschiff oder dem Auto in die City. Zudem ist einer der größten Arbeitgeber Hamburgs, das Airbus Werk mit mehr als 12.500 Mitarbeitern, in nur wenigen Minuten fußläufig erreichbar. "Mitunter sehen wir sowohl in den Mitarbeitern des Werkes als auch in dessen Zulieferern eine große Zielgruppe für die entstehenden Flächen", ergänzt David Liebig, Vorstand der Magna Real Estate AG. "Viele Projektentwickler haben Finkenwerder lange unterschätzt, doch erfährt die Elbinsel immer mehr Auftrieb. Mit diesem Gebäude realisieren wir nun in gefragter Lage von Hamburg ein echtes Leuchtturmprojekt."
Der als Beispiel zu verstehende Entwurf von Störmer Murphy and Partners:


Bild: Störmer Murphy and Partners

Das abzureißende Hochhaus, ein ehemaliges Verwaltungsgebäude der Deutsche Werft AG, erbaut 1958, wird sicherlich auch nicht jedem bekannt sein. Ein Foto von 2007:


Bild: GeorgHH (Public domain / freie Lizenz)
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