Fuß-/Radlbrücke E.-Mann-Str. /P.-Loewenfeld-Str. [fertiggestellt 2020]

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    Die AZ zieht wieder ihre eigenen Schlüsse.
    Es wird von keiner Seite aus dargelegt, dass das Projekt "gestorben" sei.


    Die SZ beschreibt den Sachverhalt etwas detaillierter:
    http://www.sueddeutsche.de/mue…des-arnulfstegs-1.2958693


    Daraus geht hervor, dass die für das Projekt nötige und geplante Totalsperrung der Stammstrecke irgendwann im August einige Jahre im Voraus angemeldet werden muss. In der Tat kann es bei einem Verschieben dieses Termin also zu einer jahrelangen Verzögerung kommen. Noch ist aber nicht sicher, dass der Termin wirklich verschoben werden muss. Unwahrscheinlich klar, aber "gestorben" ist das Projekt daher noch lange nicht.


    Dass der Grund hier nun auf Seite der privaten Unternehmen liegt, macht diese Meldung noch ärgerlicher. In der SZ steht, das Baureferat wolle die schuldigen Firmen nicht benennen. Tja, hier im Thread steht eine...

  • Eyeyey, das ist ja mal richtig ärgerlich. Wenn die für dieses Jahr angesetzten und jetzt abgeblasenen Bauarbeiten bei der DB bereits vor 3-4 Jahren angemeldet werden mussten, damit die Fahrpläne rechtzeitig umgestellt werden konnten, dann bedeutet die Trennung von den Baufirmen jetzt wahrscheinlich eine Verzögerung von mehreren Jahren.

  • Wobei das mit einer 3-jährigen Vorlaufzeit zu einer Streckensperrung mehr als absurd ist. Wir können in Zunkunft in Deutschland auch gar nichts mehr bauen. Jeder macht nur noch das, was er will! Einerseits zicken so Vereine wie der MVG oder die Bahn, dann wieder die Stadtverwaltung oder die Politik. :nono:

  • Wobei das mit einer 3-jährigen Vorlaufzeit zu einer Streckensperrung mehr als absurd ist.


    Inwiefern genau absurd? Dir ist schon klar, dass mit der Liberalisierung der Netzbetreiber DB sein Netz diskriminierungsfrei allen Eisenbahnunternehmen zugänglich machen muss?! Dir ist auch klar, dass es bei den unzähligen Bautätigkeiten, die es Deutschlandweit gibt einer gewissen Koordinierung bedarf? Es ist ja nicht so, dass die nächste Sperrpause erst in drei Jahren wieder möglich ist, aber in der Tat musst Du halt schon etwas länger vorplanen, sonst bekommst Du eine Abstimmung aller Baumaßahmen ja nur schwer hin. Außerdem müssen sich ja auch die Verkehrsunternehmen darauf einstellen und beispielsweise Scheinenersatzverkehre organisieren und finanzieren.

  • Heute war auf dem Gelände für den nördlichen Brückenkopf einiges los, mehrere Autos waren dort geparkt, und ca. ein Dutzend Leute in Sicherheitswesten sind rumgelaufen ...

  • Die SZ meldet, dass das Baureferat im nächsten Schritt eine neue Ausschreibung für eine Baufirma durchführen soll - das fordert der BA Schwanthalerhöhe. Aber auch auf der anderen Seite im Arnulfpark wohnen laut Baureferat 12.000 Menschen (??), man erwartet, dass die Brücke auch wegen der Verbindung zum S-Bahnhof täglich von ca. 38.000 Fußgängern benutzt würde, wenn sie denn gebaut wäre. Gleichzeitig betont man, Donnersbergerbrücke und Hackerbrücke böten zu wenig Platz, um breitere Wege und Spuren für Radler bzw. Fußgänger anzulegen (??) Außerdem sorgt sich der BA, dass die genehmigten Fördergelder auslaufen, wenn nicht demnächst gebaut wird.


    http://www.sueddeutsche.de/mue…ehe-dranbleiben-1.2989336

  • Am kuriosesten finde ich inzwischen, dass die Streckensperrungen trotzdem stattfinden werden, obwohl gar nicht gebaut wird. Bei so einer Farce brauchen wir über den Berliner Flughafen nicht mehr spotten.... :nono:

  • So viel Aktivität wie seit der Bekanntgabe, daß das nix wird, gab's vor der Bekanntgabe auf dem Gelände nicht ...


    Auch häute wieder war der Kleinbagger (siehe Bild von iconic) im Einsatz, und mehrere PKW/Kastenwagen standen dort, und Leute in Warnwesten und mit Bauhelm liefen auch rum.

  • Am kuriosesten finde ich inzwischen, dass die Streckensperrungen trotzdem stattfinden werden, obwohl gar nicht gebaut wird. Bei so einer Farce brauchen wir über den Berliner Flughafen nicht mehr spotten.... :nono:


    Letztes Wochenende wurden aber auch Weichen am Ostbahnhof erneuert. Es war also nicht wegen des Steges alleine weniger Bahnverkehr. Und grundsätzlich möchte ich nochmal wiederholen, dass Baustellenfahrpläne sehr komplexe Gebilde sind, deren Umsetzung großen Disposition- und Organisationsaufwand bedarf. Das kann man nicht binnen weniger Tage alles umschmeißen.

  • Interessant. Halte ich aber für etwas übertrieben, wenn man die doch nicht unerheblichen Kosten mit betrachtet. Der aktuell geplante Steg ist allein schon wegen der Anbindung des S-Bhf MDo schon sinnvoll genug.


    Was mir aber bei der Planskizze auffällt sind die unendlich vergeigten Chancen, die Flächen SÜDLICH der Bahntrasse passend zu entwickeln. Allein aus der Möglichkeit hier hoch bauen zu können, ohne dass Schattenwurf beeinträchtigt ist schon ärgerlich genug. Was dann aber letztendlich an Münchner Standardhöhe mit 4-5 Obergeschoßen realisiert wurde ist skandalös!

  • Zufällig gesehen - offensichtlich waren vor zehn Jahren ("Stand 2006") einstmals zwei zusätzliche Fußgänger/Radl-Verbindungen zwischen Arnulfpark und Westend geplant:


    Richtig, darum ist ja auch eine Lücke in der Bebauung in Verlängerung der Grete-Mosheim-Str. - dort hätte der zweite Brückenkopf hingesollt. (Jetzt wird dort wohl eine Lärmschutzwand gebaut ...)