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Alt 07.05.10, 08:04   #1
Schmittchen
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Neues Behördenzentrum geplant

Die Stadt Frankfurt wünscht ein neues Behördenzentrum, das wurde im Forum bereits erwähnt. Die Suche nach einem Standort konkretisiert sich nun, denn nach einem Bericht in der heutigen FAZ-Printausgabe will die Stadt das Vorhaben in den nächsten Tagen ausschreiben. Dabei geht es um stolze 45.000 Quadratmeter, einen dreistelligen Millionenbetrag und Platz für rund 1.500 Mitarbeiter. Das dürfte einen eigenen Thread allemal rechtfertigen.

Vorgesehen ist eine zweistufige Ausschreibung. In der ersten Stufe werden geeignete Areale gesucht, in der zweiten dann Angebote für einen Neubau an der ausgewählten Stelle. Der Bau soll im Passivhausstandard errichtet werden. Für das Ausschreibungsverfahren und den Bau wird mit einer Dauer von mindestens drei Jahren gerechnet. Die Stadt möchte den Neubau mieten, aber auch ein Leasingmodell mit Erwerbsoption kommt in Betracht

Das Behördenzentrum soll von Stadtschulamt und Hochbauamt (Mietverträge bis 30.09.2012) sowie Umweltamt (Mietvertrag bis 31.07.2010) bezogen werden. Auslaufende Mietverträge sollen bis zur Fertigstellung noch einmal verlängert werden.

In Betracht kommen Grundstücke mit guter ÖPNV-Anbindung an den Römer. Genannt werden in dem Artikel das ehemalige Postgelände an der Hafenstrafe und das Europaviertel. Zu teuer wäre voraussichtlich das MainTor-Quartier oder das Areal des ehemaligen Polizeipräsidiums. In Frage kommen der Campus Bockenheim, das Honselldreieick oder der Danziger Platz. Die Stadt rechnet auch mit einem Angebot des Immobilienunternehmers Josef Buchmann für sein Grundstück zwischen Gerbermühl- und Seehofstraße. Das ist der aktuelle Standort von Hochbau- und Schulamt.
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Alt 07.05.10, 13:08   #2
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Kommt für die Stadt denn kein Hochhaus in Frage? Stichwort: Taunusturm? Mit stolzen 45.000 Quadratmeter könnte man sich selbstbewusst als Ankermieter präsentieren. Zum Vergleich: Der Opernturm verfügt über eine Nutzfläche von 62.500 Quadratmeter. Dies hätte einer Vorvermietungsquote von 72% entsprochen (die BGF des Taunusturms ist mir nicht bekannt). Inwiefern sich dadurch Einsparungspotentiale durch Gewerbesteuereinnahmen beim Hochhausbau gegenrechnen lassen, ist wiederum eine andere Frage. Jedenfalls wäre es der Stadt ein einfaches Unterfangen, somit den nächsten Hochhausbau ins Rollen zu bringen.
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Alt 07.05.10, 13:19   #3
epizentrum
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Project, das habe ich mich beim Lesen des Artikels auch gefragt. Ein Hochhaus dieser Größenordnung dürfte für die Stadt Frankfurt allerdings zu teuer im Unterhalt sein. Hochhäuser sind ja echte Energieverschwender - selbst wenn man sie mit hohem Aufwand in "Green Towers" umbaut.
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Alt 07.05.10, 13:23   #4
Schmittchen
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Ist das dein Ernst? Dass der Quadratmeter im Taunusturm um 35 Euro plus USt. und Nebenkosten kosten dürfte (und angesichts der Bau- und Finanzierungskosten wohl auch muss), das sollte auf der Hand liegen. Das wären jährlich 15.000 Euro pro Arbeitsplatz und bei 45.000 m² ungefähr 22,5 Millionen Euro, jeweils plus Nebenkosten. Für Behörden mit - pardon - doch eher untergeordneter Bedeutung ein bisschen viel, nicht? Die Stadt wird nur ungefähr ein Drittel des zu vermutenden Taunusturm-Quadratmeterpreises bezahlen wollen. Und das ist auch gut so.

Wahrscheinlich wird auch der Bereich Adickesallee in Betracht gezogen werden. Dort ist Platz, seit die BLE im Rahmen des Berlin/Bonn-Gesetzes nach Bonn verlegt wurde, die Oberfinanzdirektion im Main-Triangel arbeitet und Sozial- und Arbeitsgerichte an die Gutleutstraße gezogen sind. Allerdings ist die ÖPNV-Anbindung dort nicht besonders gut.
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Alt 07.05.10, 14:14   #5
Project
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Gut, nachdem die Finanzierungsfrage geklärt wäre erscheint mir die Idee freilich unzutreffend.

Letztlich war der Taunusturm auch nur ein Beispiel. Auch gäbe es die Möglichkeit einer Revitalisierung des in städtischer Hand befindlichen AfE-Turms, usw. Sollten alle Hochhaus-Optionen impraktikabel sein, kann man die Idee selbstverständlich verwerfen. Wobei der vorgesehene dreistellige Millionenbetrag für das neue Behördenzentrum ja auch nicht einfach mal unter den Tisch zu kehren ist! Aber Danke für Deine Berechnung, Schmittchen!
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Alt 07.05.10, 14:31   #6
mahlzeit
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In der Hoffnung, das jemand von der Stadt hier mitliest, werde ich ein Sahne-Grundstück aus meiner Nachbarschaft in den Ring werfen: Bitte baut das Behördenzentrum in das verwahrloste Carrée zwischen Wilhelm-Leuschner- und Gutleutstraße, das ehemalige IBM-Hochhaus lässt sich doch sicher revitalisieren, dazu ein bisschen Neubau - fertig!
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Alt 07.05.10, 14:38   #7
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Na ja, so läuft das ja nicht. Die Stadt sucht nicht aktiv, sondern schreibt aus und wartet auf eingehende Angebote. Der Eigentümer dieses Areals wird wohl kaum bei den Bietern sein. Es macht nicht gerade den Eindruck, als gäbe es irgendein Konzept oder gar eine Perspektive für eine Neunutzung. Seit rund zehn Jahren nicht (letzter Nutzer war Citicorp/Diners Club). Außerdem glaube ich nicht, dass die Stadt eine revitalisierte Immobilie nehmen würde. Passivhausstandard ließe sich nur mit hohem Aufwand erreichen, wenn überhaupt, und das ist ja offenbar mittlerweile zum Dogma geworden (auf Betreiben welches Koalitionspartners kann man sich ja denken). Der AfE-Turm wird den Weg des Technischen Rathauses gehen - bei einem Auto würde man von wirtschaftlichem Totalschaden sprechen.

Der FAZ-Artikel ist jetzt online.
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Alt 07.05.10, 18:37   #8
Xalinai
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Hmm. Wieso muss ich grade an den ehemaligen Bundesrechnungshof denken.... :-)
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Alt 08.05.10, 10:10   #9
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Ich glaube 45.000m² Neubauten in üblicher Passivhaus-Architektur (bestenfalls noch größflächig weiß verputzt) auf dem Areal der ehemaligen Altstadt wären so ziemlich der Supergau. Dann doch lieber auf dem ehemaligen Postgelände an der Hafenstrafe, auf dem Honselldreieick oder an der Adickesallee.
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Alt 22.06.10, 14:43   #10
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Die FNP beschreibt das MainTor-Areal bezüglich der Suche nach einem Standort für das geplante Behördenzentrum als "optimal", die Mietvorstellungen dürften für die Stadt jedoch zunächst einmal zu hoch sein. Derzeit zahlt die Stadt für den Bürokomplex zwischen Seehof- und Gerbermühlstraße (Sachsenhausen) je Quadratmeter EUR 20,38.

Laut FNP ist es im Römer allerdings nicht ausgeschlossen, dass der Investor (DIC) der Stadt bei einem langfristigen Mietvertrag entgegenkommt. Unter den gleichen Voraussetzungen könnte auch das geplante Hochhaus auf der Südseite des Hauptbahnhofs wieder ins Spiel kommen (Bahntower?), welches vor einigen Jahren schon einmal als Behördenstandort im Gespräch war - obgleich ein Hochhaus aufgrund der hohen Betriebskosten für die Stadt uninteressant sein dürfte. Das Stadtparlament hat mittlerweile eine Baugenehmigung an eine Nutzung durch die Deutsche Bahn gekoppelt - doch für die eigene Verwaltung scheint eine Ausnahme möglich zu sein (Quelle).

Geändert von Project (22.06.10 um 18:09 Uhr)
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Alt 22.06.10, 15:52   #11
Golden Age
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Beide Optionen sind mehr als erfreulich. Durch den Katalysator "neues Behördenzentrum" wäre eine schnelle Wiederauferstehung des Campanile-Turms durchaus denkbar. Sobald der Silberturm fertig gestellt ist und man auf den Geschmack von räumlicher Konzentrierung gekommen ist, wäre ein erneutes Interesse der Bahn sicherlich nicht auszuschliessen.

Allerdings macht das Maintor mehr Sinn aufgrund der räumlichen Nähe zum Römer. Außerdem würde es die Daseinsberechtigung des Maintor Projektes um ein weiteres steigern. Je weniger auf Spekulation vertraut wird, umso seriöser erscheinen die Baupläne.
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Alt 22.06.10, 18:01   #12
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Man sollte hier auch noch den kleinen aber bedeutenden Nebensatz mitzitieren, in dem es heißt dass ein Hochhaus aufgrund der hohen Betriebskosten nicht in Frage kommen dürfte. Das Campanile Hochhaus dürfte also nur wieder auferstehen wenn die Stadt nicht der Betreiber des Hochhauses ist sondern als Untermieter der Bahn agieren würde.
__________________
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Alt 06.11.10, 01:36   #13
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Campanile wieder im Gespräch

Die FAZ berichtet im folgenden Artikel, dass der Bau des Campanile als künftiges Behördenzentrum bei der Stadt im Gespräch sei:

http://www.faz.net/s/RubFAE83B7DDEFD...~Scontent.html

Nach 32 Bewerbungen sei der von Vivico angebotene Campanile in die engere Auswahl gekommen. Insbesondere Planungsdezernent Edwin Schwarz und anderen in der CDU-Fraktion gefällt die Idee eines Behördenturms für Hochbau-, das Schul- und das Umweltamt, mit Busbahnhof. Die Grünen zeigen sich laut FAZ skeptisch, ähnliche wie Leute aus der Immobilienbranche. Als Argument gegen den Campanile als Behördenturm werden zu hohe Bau- bzw. Mietkosten genannt, es gäbe günstigere Alternativen.


Ich persönlich würde mich freuen, wenn sich die CDU durchsetzen könnte. Dann wäre der hässliche Parkplatz weg, das Bahnhofsgebiet würde extrem aufgewertet und wir hätten ein weiteres Hochhaus in Frankfurt stehen. Würde sicher auch viele Touristen beeindrucken, wenn man bei der Einfahrt in den Hauptbahnhof links (Messeturm, T185) und rechts Hochhäuser (Maintower, Campanile) sieht.
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Alt 07.11.10, 00:38   #14
RMA
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Daneben könnte man Touristen auch beeindrucken, wenn man dem Bahnhofsvorplatz mal seinen überholt autogerechten Look nimmt und die Notdächer endlich repariert.

Mal im Ernst: Zentralisierung ist sicher eine gute Idee, aber bei den Kosten für Hochhäuser heutzutage halte ich einen Behördenturm bei der Vielzahl an Baustellen in der Stadt, die in den nächsten Jahren mit öffentlichen Geldern zu bewältigen sind, für schwer vermittelbar.

Warum hat man eigentlich nicht zum ehemaligen Bundesrechnungshof gegriffen? Das wäre doch die beste Gelegenheit seit hundert Jahren gewesen, den Römerkomplex weiter nach Westen zu erweitern... die Idee ist übrigens auch nicht neu.
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Alt 07.11.10, 13:08   #15
Aeppler
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Ich würde das alte Polizeipräsidium als Behördenzentrum bevorzugen. Obwohl ich Hochhäuser liebe, einen überdachten Busbahnhof begruesse und mich die Architektur des Campanile fasziniert, finde ich das Campanile Projekt an dieser Stelle völlig deplaziert. Hochäuser sollten m.M. nach nur noch dort gebaut werden wo sie zur Nachverdichtung der bestehenden Hochhausstandorte dienen. Sonst franst die Stadt zu sehr aus, wie bei Projekt Hochvier passiert.
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