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Alt 22.02.18, 11:32   #3616
Kieselgur
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Kieselgur ist ein LichtblickKieselgur ist ein LichtblickKieselgur ist ein LichtblickKieselgur ist ein LichtblickKieselgur ist ein LichtblickKieselgur ist ein Lichtblick
Na, die Frage ob statt der historischen Fassaden ein moderner Solitär kommen sollte wurde ja schon recht früh in der Diskussion zugunsten des Schlosses entschieden, meiner Meinung nach auch zurecht.

Blieb die Frage nach der Nutzung. Und da halte ich es auch für richtig die Sammlungen aus Dahlem näher in die Stadt zu holen. Und da wurde halt eine politische Entscheidung getroffen die außereuropäischen Sammlungen in die Stadtmitte zu holen um dem Neubau, nun Humboldtforum genannt, mehr internationale Bedeutung zu geben. Ob dies so gelingt wie geplant ist eine andere Sache, aber sicherlich wird das Gebäude intensiv genutzt werden, es liegt nunmal so praktisch in der Stadtmitte und hat multifunktionale großzügige Veranstaltungsräume.

Sicher hätte man für die außereuropäischen Sammlungen einen für die Sammlungen passenderen Neubau bauen können, aber der Standort Schloss stand dafür eben nie zur Debatte. Und ich glaube auch nicht, dass man die jetzige Entscheidung in 20 Jahren nochmal revidieren wird. Die Bedeutung Asiens in politischer wie wirtschaftlicher Hinsicht wird weiter zunehmen. Und auch vom Schuldkomplex des Kolonialismus kommt man auch nicht so schnell weg. Von daher halte ich es für praktisch unmöglich diese beiden Sammlungen wieder aus der Stadtmitte etwa zum Kulturforum zu "verbannen". Die Zeit der Erwerbung monumentaler Großobjekte für diese Sammlungen ist auch vorbei, ergo wird auch kein massiv gesteigerter Platzbedarf einen Neubau rechtfertigen.

Allenfalls könnte ich mir vorstellen, dass sich der Wunsch nach Wiederherstellung von Innenräumen des Schlosses irgendwann mit den ethnologischen Sammlungen ins Gehege kommen könnte, bei den Treppenhäusern wird dies aber sicher noch nicht der Fall sein. Die Baukosten müssten auch wohl jeweils vorher eingesammelt werden. Bis erste echte Innnenräume wie die Paradekammern drankämen, werden daher eher 50 Jahre vergehen, also in etwa wenn die erste Generalsanierung ansteht. Da braucht man sich aber heute sicher noch nicht den Kopf drüber zerbrechen.
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Alt 22.02.18, 13:58   #3617
Konstantin
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"Früh in der Diskussion entschieden"? Das ist doch absurd!

Es mussten zwei internationale, offene Wettbewerbe mit jeweils über 600 Arbeiten ins Land gehen um zu dieser Einsicht zu gelangen.
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Alt 21.03.18, 15:30   #3618
Camondo
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Beitrag bei SPON über die
Generalintendanz im Humboldt Forum

Die Berufung des farblosen Hartmut Dorgerloh durch die Kulturstaatsministerin Monika Grütters.


http://www.spiegel.de/kultur/gesells...a-1199162.html
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„Alles Alte, soweit es Anspruch darauf hat, sollen wir lieben, aber für das Neue sollen wir recht eigentlich leben“.
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Alt 21.03.18, 18:59   #3619
Gammelfisch
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Gammelfisch sitzt schon auf dem ersten Ast
"Es steht nicht gut ums Schloss [...]"
Der Spiegel sollte solch einen Blödsinn mal sein lassen, das kauft ihnen eh niemand mehr ab.
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Alt 21.03.18, 19:16   #3620
Architektenkind
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^ Naja, stimmiger wäre: "Alles geht so seinen Gang. Ein Typ, den Sie nicht kennen, ist jetzt Chef. Mal sehen, was er macht." Aber das taugt nicht als Grundlage für einen spannenden Artikel.
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Alt 22.03.18, 01:18   #3621
ReinhardR
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DER SPEIGEL

Nein, der Artikel ist einfach nur typisch Spiegel: grottig!
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Alt 22.03.18, 09:37   #3622
UrbanFreak
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Ich teile die Kritik am Spiegel. Ich habe früher regelmäßig den Spiegel gelesen, meine Familie ist quasi damit aufgewachsen. Aber wenn sich ein Magazin nahezu ideologisch radikalisiert, ist es Zeit andere Zeitungen zu lesen.
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Kann man neues, schönes bauen? Das ist hier die Frage.
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Alt 22.03.18, 10:32   #3623
Architektenkind
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^ Lass mich raten: Du hältst den Spiegel für ein linkes Kampfblatt?
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Alt 22.03.18, 11:28   #3624
Konstantin
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Konstantin hat eine wundervolle ZukunftKonstantin hat eine wundervolle ZukunftKonstantin hat eine wundervolle ZukunftKonstantin hat eine wundervolle ZukunftKonstantin hat eine wundervolle ZukunftKonstantin hat eine wundervolle ZukunftKonstantin hat eine wundervolle ZukunftKonstantin hat eine wundervolle ZukunftKonstantin hat eine wundervolle ZukunftKonstantin hat eine wundervolle ZukunftKonstantin hat eine wundervolle Zukunft
Die Zeiten, Architektenkind, an dem der Spiegel "links" und ein "Kampfblatt" war ("Sturmgeschütz der Demokratie" Augstein senior) sind lange vorbei.

Heute ist der Spiegel ein Wirtschaftsunternehmen wie jedes andere auch, dass zuverlässig die schmale verbliebene Leserschaft in ihrer Echokammer bedient. Das ist ja ein Grund, warum die Auflagenzahlen des gedruckten Heftes stets sinken.

Der Spiegel war immer gegen das Berliner Schloß und pflegt auch bei dieser Berufung nur die erste Assoziation Preußen = böse. Das entspricht der Ansicht der über 60 jährigen Lehrer und Hochschulangehörigen, die die Mehrheit der Leserschaft stellen, ist aber grsamtgesellschaftlich völlig irrelevant. Deshalb nutzt das Blatt natürlich jeden Anlaß, um über ein - jetzt aber wirklich unmittelbar bevorstehndes - Scheitern des Konzeptes des Humboldtforums zu berichten. Das war es ja, dass der Spiegel seit 10 Jahren prophezeit wie die Zeugen Jehovas den Untergang des Abendlandes.

Deshalb ist der Text erwartbar und für die allgemeine Debatte von null Relevanz. Im Gegenteil: dem zeitgeistigen Dorgerloh wird es recht sein, dass er von links attackiert wird - das macht die Zustimmung der konservativen Landesregierungen für seine Intendanz leichter. Was den Spiegel betrifft prophezeie ich, dass in SPON in den nächsten Wochen das gleiche Sujet mit umgekehrten Vorzeichen besprochen wird, um Klickzahlen für die Onlineausgabe zu generieren. Schliesslich ist der Spiegel zuerst ein Wirtschaftsuntenehmen, wenn auch ein wenig profitables.
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Alt 22.03.18, 12:01   #3625
Baukörper
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Baukörper braucht man einfachBaukörper braucht man einfachBaukörper braucht man einfachBaukörper braucht man einfachBaukörper braucht man einfachBaukörper braucht man einfach
@Konstantin: Also ehrlich gesagt ist deine Kurzfassung der Charakterisierung Preußens (=böse) doch nur konsequent.

Wie soll man denn sonst einen Staat, der seine große wirtschaftliche und politische Macht ab 1871 nur darauf verwendet hat aufzurüsten, andere Völker und Staaten zu unterdrücken und zu beherschen, Angriffs und Vernichtungskriege zu führen und schließlich auch noch das eigene Volk (im Nazisreich) in gut und böse unterteilt und zum Schluß schonungslos geopfert hat, bezeichnen?

Auf die heutige Zeit transferiert wäre Preußen ein führendes Mitglied der "Achse des Bösen" !!!

Ansonsten ärgere ich mich auch über solche Artikel, egal ob bei SPON, FAZ oder Zeit. Da wissen ein paar Journalisten wirklich alles, weigern sich aber, der Öffentlichkeit die großen Antworten auf die wichtigen Fragen zu geben und ergießen sich stattdessen in solchen Pamphleten
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Alt 22.03.18, 12:18   #3626
UrbanFreak
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^Das halte ich für einen irrelevanten Vergleich. Zur Zeit Preußens, gab es keinen weltweiten Liberalismus bzw. freien Handel in diesem Ausmaß. Alle Nationen waren mehr oder minder nationalistisch und imperialistisch. Dazu gab es weltweit pseudo-Wissenschaften die sogar Rassismus rechtfertigten.

Kurzum: Eine völlig andere Zeit. Wie dem auch sei: Die Architektur dieser Zeit war wunderschön (in meinen Augen). Vielleicht weil Politik immer auch etwas mit Architektur zu tun hat, aber nicht zwingend immer Architektur mit Politik.

However: Ästhetischer Anspruch ist ein Thema das in der Architektur seit dem Abgesang der Moderne wieder deutlich hervortritt. Ob man das jetzt ideologisch assoziert oder nicht.

Demzufolge freue ich mich auch über den Wiederaufbau des Stadtschlosses. Ich hätte allerdings auch nichts gegen neue Architektur die ästhetischen Normen wieder aufgeschlossen wäre, jenseits von Kästen mit Rasterfassaden.
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Alt 22.03.18, 12:19   #3627
UrbanFreak
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Zitat:
Zitat von Architektenkind Beitrag anzeigen
^ Lass mich raten: Du hältst den Spiegel für ein linkes Kampfblatt?
Ich halte den Spiegel für irrelevant und zu wertlos um darüber eine emotionale Debatte zu führen. Besonders SPON.
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Alt 22.03.18, 13:57   #3628
Tomov
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Zitat:
Zitat von UrbanFreak Beitrag anzeigen
...irrelevant....
Das mit Abstand am häufigsten genutzte Nachrichtenportal?

Geändert von Tomov (22.03.18 um 14:36 Uhr)
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Alt 22.03.18, 14:22   #3629
jan85
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@Tomov: ...ist eindeutig T-Online

Aber wir driften hier ab. Der erste Beitrag von Architektenkind fasst es mE gut zusammen. Man kennt den Mann nicht und sollte abwarten. Scheinbar macht er bisher nicht alles falsch und vielleicht wächst er mit der Aufgabe. Ansonsten wird er früher oder später ausgetauscht. Das Humboldtforum muss ja nicht auf Anhieb perfekt sein, sondern wird sich wie jedes Museum bzw jede Institution des Kultur- und Wissenschaftsbetriebes entwickeln.

Man muss es also nicht übertreiben mit der Erwartungshaltung und dem voreiligen Katzenjammer...
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Alt 22.03.18, 14:26   #3630
Odysseus
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Zitat:
Wie soll man denn sonst einen Staat, der seine große wirtschaftliche und politische Macht ab 1871 nur darauf verwendet hat aufzurüsten, andere Völker und Staaten zu unterdrücken und zu beherschen, Angriffs und Vernichtungskriege zu führen und schließlich auch noch das eigene Volk (im Nazisreich) in gut und böse unterteilt und zum Schluß schonungslos geopfert hat, bezeichnen?
Da sollte vielleicht doch nochmal jemand zur Schule gehen oder sich mal ein Geschichtsbuch schnappen. Wie einer meiner Vorredner schon ausgeführt hat, waren das damals einfach völlig andere Zeiten. Was hat Napoleon denn gemacht, was das Römische Reich, egal wo du in der Geschichte vor 45 hin schaust, alle Staaten oder Bündnisse waren auf Machterhalt und sehr oft auch auf Expansion ausgelegt. Ich verstehe einfach nicht, dass man immer versucht, gerade die deutsche Geschichte mit Maßstäben der Jetztzeit zu bewerten. Krieg war bis 1945 ein häufig bebrauchtes Mittel der Politik. Das kann man heute furchtbar finden, ist aber so. Dass das Dritte Reich diese bedenkliche Ansicht derart missbraucht hat, so dass ganze Volksgruppen dem Massenmord zum Opfer vielen, war der Schlusspunkt einer grausamen Entwicklung auf dem europäischen Kontinent, er war aber in seiner Grundlage nicht einmalig. Der technische Fortschritt gepaart mit einem möderischen Willen haben unter Betrachtung der Medien aber zu diesem katasprophalen Ereignis geführt.
Trotzdem ist die grundsätzliche Herangehensweise dabei aber doch nicht auf Deutschland beschränkt. Die Römer haben Karthago dem Erdboden gleich gemacht, Napoleon halb Europa, England und Frankreich haben ganze Kontinente besetzt und die Bevölkerung versklavt. Und auch da galt, wer nicht folgte, landete unter der Erde. Ich finde es immer etwas daneben, gerade Preußen immer die Schuld für alles und jedes zu geben. Ja, auch von Preußen gingen Kriege aus, aber es soll die Nation den ersten Stein werfen, die nichts dergleichen zu verantworten hat. Ich glaube, der Steinhaufen wird klein bleiben.
Das soll keine Schuld schmälern, die Deutschland zu verantworten hat, aber so zu tun, als wären die Deutschen und insbesondere Preußen das alleinige Unheil Europas gewesen und alle anderen Nationen unschuldige Engel, da sollte man schon mal ehrlich zu sich selber sein und etwas mehr die historischen Fakten bemühen.

Geändert von Odysseus (22.03.18 um 21:57 Uhr)
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