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Alt 22.03.17, 10:21   #436
Konstantin
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Konstantin hat eine wundervolle ZukunftKonstantin hat eine wundervolle ZukunftKonstantin hat eine wundervolle ZukunftKonstantin hat eine wundervolle ZukunftKonstantin hat eine wundervolle ZukunftKonstantin hat eine wundervolle ZukunftKonstantin hat eine wundervolle ZukunftKonstantin hat eine wundervolle ZukunftKonstantin hat eine wundervolle ZukunftKonstantin hat eine wundervolle ZukunftKonstantin hat eine wundervolle Zukunft
Die Diskussion bewegt sich schon wieder auf der Schlagwortebene, nicht in der Realität. Die kühne These, die Nutzung sei entscheidend für den Wiederaufbau der Bauakademie ist natürlich blanker Unsinn. An Nutzungen werden ja alternativ nicht ein Flugzeughangar oder eine Stadtbibliothek diskutiert. Das Erdgeschoß ist - soviel klar - mit Läden besetzt. Alle wollen nach den Erdgeschoßdesastern der Lüscherschen Schinkelplatz-Neubauten ein lebendiges Erdgeschoß und damit wieder Leben am Platz.

Wir reden also nur über die beiden Obergeschosse. Hier soll eine öffentliche Nutzung stattfinden (breite Treppen, wie das im Schinkelentwurf war und die Schwierigkeit Aufzüge neu unterzubringen). Einerlei aber ob hier ein Architekturmuseum, ein Tagungszentrum für das Auswärtige Amt oder eine Lehr- und Forschunkseinrichtung wie eine Bauakdemie untergebracht wird: der Originalentwurf ist hierfür bestens geeignet und es sind nur die Zwischenwände flexibel zu gestalten. Das ist doch gerade der Vortel der Schinkelschen Struktur, dass hier Flexibilität bleiben kann. Die Nutzungsgeschichte der Bauakademie zeigt auch, dass das problemlos möglich ist.

Deshalb ist offen erkennbar, dass die Diskussion über den noch fehlenden Nutzer vorgeschoben ist. Klar, sollten hier die Südseeboote des Humboldtforums herein müsste umgeplant werden. Aber das steht gar nicht zur Debatte. Deshalb: bitte den Originalbau mit Läden. Die genialen, modernistischen Einfälle hätten die Architekten am Schinkelplatz und am Werderschen Markt zeigen können. Das Desaster sollte besichtigen, wer etwas "Modernes" für die Bauakademie fordert.
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Alt 22.03.17, 20:30   #437
Architektator
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Genau so ist es, lieber Konstantin.

Im Rahmen des Dialogverfahrens zur Wiedererrichtung der Bauakademie findet heute übrigens das "Ideenforum" zur Erarbeitung eines Nutzungskonzepts statt. Das Protokoll des vorangegangenen "Statusforums" mit lesenswerten Beiträgen unter anderem von Jörg Haspel (Landesdenkmalamt Berlin), Hans Kollhoff (Stiftung Internationale Bauakademie) und Wolfgang Schoele (Förderverein Schinkelsche Bauakademie) gibt es hier:

https://www.bundesstiftung-baukultur...al_klein_0.pdf
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Alt 23.03.17, 09:14   #438
Pumpernickel
 
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Vor Jahren wurde einmal mit der Idee geliebäugelt, an die Nutzungstradition enger anzuknüpfen und dort Seminarräume für die Universität der Künste einzurichten. Wie man hört gibt es dort durchaus Raumnot und im zeitgemäßen Bachelor/Master-System dominieren Seminare in kleineren Rahmen in Unterrichtsräumen, mehr als Massenvorlesungen in riesigen Hörsälen und an diesem prominenten Ort, der von diversen Architekturepochen und auch deren Brüchen geradezu umzingelt ist, kann man sich gut eine befruchtende Atmosphäre der Kreativität vorstellen. Durch die neue U-Bahnstation fast vor der Tür wäre auch eine ideale Erreichbarkeit für die Studis gegeben.

Auch der Bau selbst ist ein Lehrstück für junge Architekten, wenn er möglichst originalgetreu rekonstruiert wird. Sozusagen an der Nahtstelle zwischen handwerklichem und industriellem Bauen. Beim Innenausbau kann man sich ja so gut wie möglich zurück halten, um die Gebäudesubstanz auch im Inneren möglichst "blank" und sichtbar zu halten.

Es ist ggf. föderalistisch schwierig, wenn der Bund einer Hochschule ein Gebäude "schenkt", aber wo ein Wille, da ein Weg. Und im Erdgeschoss kann es ja trotzdem die vorgenannten Geschäfte geben, das ist schon deswegen keine schlechte Idee, weil die neuen Bewohner der neuen Wohngebäude in der Nachbarschaft ja auch eine gewisse Nahversorgung brauchen, die Mieteinnahmen daraus könnten für den dauerhaften Erhalt der Reko-Bauakademie eingesetzt werden, in einer Art Stiftungskonstruktion, wodurch die Räumlichkeiten für die Studenten zum besonders günstigen Selbstkostenpreis an die Akademie vermietet oder vielleicht sogar kostenfrei zur Verfügung gestellt werden könnten. Wäre eine runde Sache.

Aber vielleicht wird dafür hier schon wieder ein zu übermäßig komplitziertes, großes Rad gedreht, mit Findungsveranstaltungen und zig Experten geben sich zu Gehör usw., da ist solch eine IMHO naheliegende Nutzung des Baus wahrscheinlich schon wieder zu banal. Hier wird ja gerade ein immer größerer Erwartungsdruck an eine "kongeniale" und hochtrabende Nutzungskonzeption aufgebaut (nach Loriot: "Ich würde sagen: Verein zur Integration der Begriffe Karneval und Umwelt in die Frau. Das prägt sich auch ein!"). Dem Projekt tut das IMHO nicht gut.
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Alt 25.03.17, 18:15   #439
Architektator
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Architekturmuseum in rekonstruierter Bauakademie

Im Humboldtforum werden ab 2019 die Kulturen der Welt gezeigt - doch wo kann man in Berlin eigentlich Architektur im Museum erleben? SPK-Präsident Hermann Parzinger plädiert im Tagesspiegel dafür, die historische Mitte mit einem Architekturmuseum in der rekonstruierten Bauakademie zu vollenden.

http://www.tagesspiegel.de/kultur/wi.../14667944.html
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Alt 25.03.17, 19:12   #440
Konstantin
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Dass sich die TU Berlin, die HdK, die Beuth-Hochschule, die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, die Berlinische Galerie und die SPK auf eine gemeinsames Architekturmuseum einigen scheint unwahrscheinlich.

Die Konzepte für eine Bauakdemie gehen auch in eine andere Richtung: hier soll Lehre und Diskussion stattfinden und nicht der nächste Kunstkäfig. Das ist wichtig um eine Musealisierung der historischen Mitte zu vermeiden.
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Alt 25.03.17, 19:49   #441
Kieselgur
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Kieselgur ist ein LichtblickKieselgur ist ein LichtblickKieselgur ist ein LichtblickKieselgur ist ein LichtblickKieselgur ist ein LichtblickKieselgur ist ein LichtblickKieselgur ist ein Lichtblick
Die angesprochenen Institutionen würden sich schon einig werden, solange jemand anderes - also wohl der Bund - den Bau und Betrieb eines solchen Museums bezahlt.

Ich sehe aber weniger das organisatorische Problem, als eher den Platzbedarf. Möchte man wirklich ein Museum von Weltrang bauen, welches viele Besucher anzieht, dürfte es kaum reichen, wenn man neben Skizzen, Bauplänen, Architekturmodellen und persönlichen Besitztümern bekannter Architekten nur kleinere Spoilen von Bauwerken ausstellt.
Das Pergamonmuseum ist nunmal der Publikumsliebling, eben weil es große Ausstellungsstücke bietet, die mit einem Blick beeindruckend sind. Für solch große Architekturbestandteile wird in der wiederaufgebauten Schinkelakademie aber kein Platz sein, dafür ist sie zu klein.

Ob in dem Gebäude wirklich wieder ein Lehrbetrieb stattfinden sollte, bezweifel ich eher, das kann schnell schief gehen, wenn Institutionen hier zwangsangesiedelt werden. Räume für Diskussionsforen gibt's in Berlin auch jede Menge, mit dem Humboldtforum nebenan entsteht ja gerade auch solch ein Ort.

Eine museale Nutzung ist schon ok. Herr Parzinger sollte aber ein wenig tiefer stapeln.
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Alt 30.03.17, 20:30   #442
Architektator
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In der Berliner Zeitung gibt es einen lesenswerten Artikel zur Schinkelschen Bauakademie. Wie groß die Sehnsucht nach dem verlorenen Meisterwerk ist, beschrieb vor kurzem Landeskonservator Jörg Haspel anhand einer Erinnerung an sein Architekturstudium in den 1970er-Jahren. Er habe geglaubt, das Bauwerk stünde noch, so präsent sei es gewesen. In Wahrheit hatte es die DDR-Regierung 1962 abreißen lassen.

http://www.berliner-zeitung.de/berli...under-26222962
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Alt 30.04.17, 18:30   #443
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Grundstück wird an Bund übertragen

Das Grundstück der Bauakademie wird im Rahmen des neuen Hauptstadtvertrags an den Bund übertragen, meldet der rbb. Aus meiner Sicht steigt dadurch die Chance, dass die einzigartige Schinkelfassade rekonstruiert wird.

https://www.rbb-online.de/politik/be...er-areals.html
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Alt 02.05.17, 19:50   #444
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Szenarienforum Bauakademie

Morgen um 17:00 Uhr findet im rekonstruierten Kronprinzenpalais das Szenarienforum zur Wiedererrichtung der Schinkelschen Bauakademie statt. Dabei werden die erarbeiteten Nutzungsvorschläge auf ihre Machbarkeit und Akzeptanz überprüft. Ziel des Dialogverfahrens ist die Entwicklung eines Nutzungskonzepts als Grundlage für den nachfolgenden Planungswettbewerb.

https://www.bundesstiftung-baukultur...szenarienforum
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Alt 04.05.17, 21:51   #445
Whywolf_Larry
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http://www.baunetz.de/meldungen/Meld...t_5045839.html
Und herausgekommen ist ...
... gar nichts. Außer der Wahnsinns-Feststellung, dass es zwei diametrale Lager gibt. Es war so unkonkret, dass man erstmal eine nächste Findungs-Stufe geben muss ... wie auch immer die aussieht.
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Alt 05.05.17, 08:54   #446
Konstantin
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Also - mal strategisch gesagt: der Vorstoß der Modernisten, noch vor der Bundestagswahl mit einem Wettbewerb Fakten zu schaffen, ist erstmal abgewehrt. Das Grundstück wechselt den Besitzer (vom Land zum Bund) und ist damit der Planungshoheit von Regula Lüscher und Co. erstmal entzogen.

Die weiteren Diskussionsrunden werden genausowenig bringen wie solche über einen Umzug des Neptunbrunnens oder eine Wiederbebauung des Marx-Engels-Forums. Diese Themen sind in der Fachöffentlichlichkeit eben kontrovers, was ja auch nicht schlimm ist.

Nun wird die neue Bundesregierung entscheiden. Bis dahin können sich unterschiedliche Nutzergruppen in Stellung bringen. Soll es ein weiteres Kunstgefängnis werden, dass von 9-17 Uhr öffnet oder kommt mit Läden im Erdgeschoß und einem akademieähnlichen Betrieb in den beiden Obergeschossen (so viel Fläche ist das ja gar nicht) inkl. Veranstaltungssaal Leben an den Platz.
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Alt 05.05.17, 11:53   #447
Theseus532
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Theseus532 ist ein wunderbarer AnblickTheseus532 ist ein wunderbarer AnblickTheseus532 ist ein wunderbarer AnblickTheseus532 ist ein wunderbarer AnblickTheseus532 ist ein wunderbarer AnblickTheseus532 ist ein wunderbarer AnblickTheseus532 ist ein wunderbarer AnblickTheseus532 ist ein wunderbarer Anblick
So wie es aussieht, werden mindestens noch zehn Jahre vergehen bis etwas gebaut wird, da bin ich mir ziemlich sicher.
Ein typisches Berliner Projekt, an dem sich die Geister scheiden.

Die ursprüngliche Idee, bei der Eröffnung des Humboldforum fertig zu sein - was vielleicht einen gewissen Druck erzeugt hat und zumindest die Finanzierung geklärt hat - wird sich nicht verwirklichen lassen und damit ist sozusagen ein open end der Diskussionen vorprogrammiert.
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Alt 05.05.17, 18:27   #448
Whywolf_Larry
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*Und vergiss nicht die mangelndere Ausführungs-Qualität des am Ende halbmodernistischen Kompromiss-Baus, da ja irgendwie die Drei Dialogverfahren, die zwei Bürgerworksops und die Eineinhalb Wettbewerbe finanziert werden mussten.*
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Alt 06.05.17, 14:21   #449
Pumpernickel
 
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Viele Köche verderben den Brei.

Da man ja offenkundig die Grundsatzentscheidung, Geld für eine Reko zu geben, getroffen hat und nicht jedem, der "hier" schreit, eine Nutzung anbieten kann, ist a) das Äußere gesetzt und b) wird man sowieso viele Interessenten ablehnen müssen. Da gibt es keine "beste Lösung", irgend jemand wird immer unglücklich sein. Also kann man das lange Herumeiern auch gleich sparen und die Entscheidung durch die treffen, die dafür gewählt sind.

Es ist eine Groteske unserer Zeit, dass (relativ!) unwichtige Entscheidungen dann mit möglichst viel Dialog und hastenichgesehen auf- und hingezogen werden, aber die großen Entscheidungen werden mal schnell im Bundestag durchgeprescht, während das Land im Fußballfieber ist und "wegschaut" (während der WM 2006 wurde die Mehrwertsteuer erhöht, während der WM 2010 der Krankenkassenbeitrag, während der EM 2012 ein neues Meldegesetz das Kommunen erlaubte die Meldedaten der Bürger zu verkaufen, usw.). Da schert sich niemand um Mitbestimmung und Forderungen nach Mitbestimmung werden kurz abgebügelt mit "Das sieht das Grundgesetz nicht vor" oder "Wir haben eine repräsentative Demokratie".

Aber dann, wenn es mal nötig wäre, dass eine gewählte Regierung die letzte Entscheidung trifft, damit wir uns nicht in jahrelangem Hin- und Her verlieren, wo es ja doch keine Lösung geben kann mit der alle zufrieden sind, dann gibt man das an an solche zähen Verfahren ab und lässt es zerquatschen.
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Alt 06.05.17, 18:17   #450
Konstantin
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Diesem Denken liegt die deutlich vordemokratische Vorstellung zugrunde, dass sich Gesellschaften in vielen Fragen völlig einig werden könnten. Es wusste schon Aristoteles, dass die stets angeprangerte "Spaltung" eines Landes Unsinn ist - unterschiedliche Ansichten zu einem Thema sind gewünscht und Debatten förderlich. Nur muss man eben die Mechanismen nutzen auch zu einer Entscheidung zu kommen.

"Demokratie ist Debatte mit anschliessender Entscheidung", sagte schon Helmut Schmidt.
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