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Alt 07.07.16, 00:16   #121
Duis.burg.er
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^^

Heute haben sich die SPD und die CDU zu den möglichen Outlet-Plänen geäußert. Zunächst einmal würde seitens der Parteien eine DOC-Planung begrüßt, auch wenn betont wird, dass man dem Investor keinen Freibrief aussprechen möchte. Dennoch geht der Grundtenor in Richtung "pro Outlet-Center". In diesem Zusammenhang wird auch nicht klar auf die Frage eingegangen, ob ein Outlet-Center auf dem alten Güterbahnhofsgelände planungsrechtlich überhaupt zulässig sei. Dies müsse erst geprüfen werden. Aus Reihen der CDU heißt es sogar, dass man dem Investor eine Chance geben sollte, wenn er auf dem Gelände ein DOC entwickeln möchte. Eine klare Ablehnung klingt anders...

Unverständlich ist für mich die Anregung, die Einzelhandelsentwicklung außerhalb der Innenstadt zu fokussieren. So wird angeführt, dass zum einen der Leerstand in der Innenstadt heute schon hoch sei, und zum anderen wäre unklar, wie der Bereich Börsen-/Düsseldorfer Straße nach dem Fortzug der Stadtbibliothek und der Volksbank entwickelt werden soll.

Man gewinnt den Eindruck, dass der ehemalige Güterbahnhof mit aller Macht bebaut werden soll, egal ob ein Nutzen für die Stadt vorhanden ist oder nicht. Mein Gefühl ist, dass die Politiker vor dem Investor einknicken, weil sie im Falle einer Ablehnung der Pläne eine langfristige Brachfläche in bester Lage befürchten...

Quelle: Duisburger SPD und CDU begrüßen Outlet-Pläne am Bahnhof (Der Westen vom 6. Juli 2016)
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Alt 07.07.16, 00:41   #122
Avenger
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Lieber 10 Jahre länger Brachfläche als schei*** bauen.

Mich erinnert das frappierte an eine Scene aus den Simpsons was so in letzter Zeit beim Stadtrat so abgeht in Sachen Investoren:
Monorail! Monorail! Monorail! ...

Ich schreib morgen mal was ausführliches zu den Gerüchten. Aber prinzipiell bleibe ich dagegen.
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Alt 01.10.16, 01:04   #123
Duis.burg.er
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Pläne für Outlet-Center werden konkreter

Wie verschiedene Medien melden, werden die Pläne für ein Outlet-Center auf dem alten Güterbahnhofsgelände konkreter. Die spanische Neinver-Gruppe, die unter anderem ein Outlet in Zweibrücken betreibt, habe Interesse an dem Grundstück bekundet. Allerdings prüfe man derzeit verschiedene Standorte in Deutschland für die Ansiedlung eines Outlet-Centers.

Eine solche Entwicklung scheint auch im Interesse des Grundstückseigentümers. Eine Sprecherin erklärte, dass die Möbelhaus-Pläne nicht weiter verfolgt würden. Zum einen plane das Unternehmen von Kurt Krieger derzeit die Errichtung von drei Möbelhäusern in Düsseldorf, zum anderen würde in Meiderich bald ein Ostermann-Einrichtungshaus gebaut. Die Nutzungen des ehemaligen Bahngeländes seien jedoch eingeschränkt. Die Entwicklung von Wohnraum sei wegen des Emissionsschutzes schwer zu realisieren, für Büroflächen in der Größenordnung von 90.000 m2 habe sich zudem kein Interessent gefunden (wobei eine Vermarktung der Flächen m. W. noch gar nicht stattgefunden hat). Die Fläche sei hingegen aufgrund der guten Infrastrukturanbindung wie für ein Outlet-Center geschaffen. Es soll jedoch kein Factory Outlet Center (FOC), sondern ein Designer Outlet Center (DOC) entstehen. In den Augen der Krieger-Sprecherin hätte dies den Vorteil, dass ein hochwertiges Angebot abgedeckt würde, das es in der Duisburger City so nicht gibt. Dadurch hätte ein DOC ihrer Meinung nach auch keine negativen Auswirkungen auf die Innenstadt. Vielmehr rechne sie mit einem internationalen Shopping-Tourismus aus dem nahen und fernen Osten sowie Russland, der die Innenstadt beleben würde. Es könnten bis zu 1.000 neue Arbeitsplätze entstehen.

Quellen:
Outlet-Unternehmen hat Interesse an Duisburger Güterbahnhofsgelände (Der Westen vom 28. September 2016)
Designer Outlet für Duisburg (Immobilien Zeitung vom 29. September 2016)
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Alt 14.01.17, 23:57   #124
Duis.burg.er
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Krieger will sein Grundstück verkaufen

Die Spatzen haben es in den vergangenen Wochen bereits von den Dächern gepfiffen, nun ist es offiziell: Kurt Krieger bestätigt die Aufgabe seiner Möbelhaus-Pläne und will das Grundstück verkaufen. Mit dem Outlet-Entwickler Neinver gibt es auch einen Interessenten für das Areal. Dieser bestätigte bereits Gespräche mit Kurt Krieger und der Stadt Duisburg, die sicher allerdings noch in einem frühen Stadium befänden.

Seitens der Stadt Duisburg ist man gewillt, zügig Planungsrecht zu schaffen. Im Stadtplanungsamt wurde bereits eine Projektgruppe für die Planung eines Designer-Outlet-Centers geschaffen. Für den 1. Februar wurde zudem eine Sondersitzung des Rates einberufen, auf der ein Grundsatzbeschluss für ein Outlet-Center geschaffen werden soll. Das Ziel sei es, einen Baubeginn in zwei bis drei Jahren zu ermöglichen.

Diese Entscheidung wird insbesondere von der IHK kritisch gesehen, weil sie einen Trading-Down-Effekt in der Innenstadt befürchtet. Außerdem gab die IHK zubedenken, dass möglicherweise der Regionalverband Ruhr und die Bezirksregierung Düsseldorf ihre Zustimmung für das Projekt verweigern könnten. Sie schlägt nur vor, dass die Stadt Duisburg das Grundstück kauft. Angesichts der Haushaltslage stellt sich allerdings die Frage, wie die Stadt einen Kauf finanzieren soll?

Quellen:
Investor Krieger will „Duisburger Freiheit“ wieder verkaufen (Neue Ruhr Zeitung vom 11. Januar 2017)
IHK-Wunsch: Stadt soll Krieger-Gelände kaufen (Neue Ruhr Zeitung vom 11. Januar 2017)
Duisburg plant Park im Hafen und eine neue Brücke (Neue Ruhr Zeitung vom 12. Januar 2017)
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Alt 30.01.17, 00:16   #125
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Investor plant größtes Designer Outlet Deutschlands

Am Mittwoch findet die Sondersitzung des Stadtrates statt, bei der der Grundsatzbeschluss zum geplanten Designer Outlet Center gefasst werden soll. In der Beschlussvorlage sind erste Details zum Designer Outlet Center zu finden. Die wichtigsten Fakten zum DOC im Telegrammstil:
  • das DOC soll 140 bis 175 Läden umfassen
  • die Verkaufsfläche soll rund 30.000 Quadratmeter betragen
  • mit diesen Ausmaßen wäre es das größte Outletcenter in Deutschland
  • 3.000 Parkplätze sollen für die Besucher entstehen
  • 60 bis 70 Prozent der Verkaufsfläche sollen auf Bekleidung (inklusive Sportbekleidung) entfallen
  • 10 bis 20 Prozent sollen durch Schuhe und Lederwaren belegt werden
  • zwischen 10 und 30 Prozent variiert der Spielraum für ein zentrentypisches Sortiment
  • das städtebauliche Konzept sieht einen "Village-Stil" vor (die Ladenlokale sollen um zusammenhängende kleinere Plätze und Gassen angesiedelt werden)
Quelle: Duisburgs Design-Outlet soll das größte Deutschlands werden (Neue Ruhr Zeitung vom 24. Januar 2017)
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Alt 17.03.17, 00:28   #126
Duis.burg.er
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Quartier 1: Aurelis blickt in die nahe Zukunft

Während in rund vier Wochen der Grundstein für den Neubau des Landesumweltamtes gelegt wird, blicken die Verantwortlichen schon in die (nahe) Zukunft. Drei Baufelder sind derzeit im Quartier 1 noch verfügbar. Bei Aurelis geht man davon aus, dass diese Grundstücke relativ schnell vermarktet werden können. Derzeit werde so viel in Duisburg investiert wie schon lange nicht mehr, insbesondere das Bahnhofsumfeld zeige sich dabei sehr dynamisch. Es wird prognostiziert, dass die Entwicklung des Quartiers 1 in fünf bis sieben Jahren abgeschlossen ist.

Quelle: Im April wird der Grundstein gelegt (Rheinische Post vom 8. März 2017)
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Alt 04.09.17, 20:25   #127
Kostik
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DOC

Heute hat der Berliner Investor Kurt Krieger und der mögliche spanische Betreiber Neinver erste Planungen für Deutschlands größtes Outlet vorgestellt. Im ersten Bauabschnitt sollen 80 bis 100 Läden mit einer Verkaufsfläche von 15.000 qm entstehen. Später soll die Fläche auf ca. 30.000 qm erweitert werden.

Das Duisburger Outlet-Center soll urbane Ruhrgebiets-Industriearchitektur ausstrahlen. Die Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 100 Mio Euro. Die ersten Läden könnten Ende 2020 eröffnet werden.Der Investor spricht von ca 1500 neuen Arbeitsplätzen. Sollte das Designer Outlet Center nicht gebaut werden will man die Fläche auf jeden Fall nicht verkaufen.

Quelle: WAZ - Outlet-Investoren: Wir bringen Glanz nach Duisburg

Ein Animationsvideo des zukünftigen Outlet Centers gibt es hier: http://einstueckduisburg.de/
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Alt 04.09.17, 21:49   #128
DesignDuisburg
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^^
Ich bin immer noch hin und her gerissen wie ich abstimmen soll. gerade nach diesem Video; Besonders gut gefällt mir die Gestaltung des Outlets. Allein dieser Eingang der Elemente des Hafens wie Container oder Hafenkräne aufgreift gefällt mir sehr gut. Oder auch diese schwebende SkyLounge..

was denken denn die anderen so?
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Alt 05.09.17, 12:37   #129
Reelo
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Man muss bedenken, Krieger rechnet mit einem sehr knappen Ergebnis und dieses Filmchen richtet sich in erster Linie an die, welche sich noch unschlüssig sind wie sie abstimmen und versucht auch die Kritiker umzulenken. Es steckt Kalkül dahinter, auch wenn es ausgesprochen positiv ist, die Geschichte der Stadt mit Industrie und Hafen in die Gestaltung einfließen zu lassen, ist jedoch nicht gewährleistet, dass dies letzlich auch so geschieht, Krieger bzw. Neinver haben sich da abgesichert, dass es sich nicht um konkrete Pläne handelt.
Es spricht sicherlich vieles dafür, das Outlet im Bezug auf das, was die Menschen im Einzugsgebiet mit der Stadt assoziieren zu
gestalten, sowie dem Gedanken etwas uniques zu schaffen, eine brand, was Sinn macht, da man den Leuten keinen weiteren 0815 Tempel bieten, sondern ein Erlebnis beim Konsum verkaufen möchte, was gerade in Zeiten des Onlinehandels immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Es ist sicherlich auch positiv, dass man mit dem DOC in naher Zukunft, das riesige Areal auf einen Schlag nutzbar macht. Seitens der Stadt hat man den Masterplan nie wirklich konkret versucht umzusetzen, da man lediglich das gesamte Areal an einen Investor verkaufen wollte.
Das Investoren nicht Schlange stehen, um Kriegers Argument aufzugreifen, zeigt das nördlich gelegene Q1 von Aurelis.
Daher sollte man auch bedenken, mit Krieger und Neinver, welche das Areal vergöttern, finanzstarke Partner mit entsprechenden Willen gefunden zu haben, die sich noch nicht mal vergraulen lassen, egal wie sehr man es versucht. Selbstverständlich nicht weil sie an der Zukunft der Stadt interessiert sind, sondern an die Zukunft ihrer Bankkonten.

Damit wird vor allem eins deutlich, nämlich die Tatsache, dass das DOC aufgrund seiner Lage und des Einzugsgebietes zweifelsohne funktionieren wird und auch zweifelsohne eine Menge Menschen in die Stadt lockt, die sonst nicht gekommen wären. So ein Center hat eben überregionale Bedeutung und weist enorme touristische Anziehungskraft auf. Die Stadt läuft jedoch Gefahr, auf das Outlet-center beschränkt werden, im Gegensatz zu den auch viel kleineren Outlet-Städten hat sie jedoch noch eine Menge mehr Anziehungspunkte zu bieten (z.B. Zoo, Innenhafen, Lapano...).

Der entscheidende und bedeutenste Kritikpunkt bleibt die Anbindung an die Innenstadt, sowie die drohende Verödung dieser.
Man sollte hervorheben, dass wir mit einem zentral, unweit der Innenstadt liegendem Center noch einen Vorteil haben, dem entgegen zu wirken.
Es ist nicht mit dem damals geplanten Center in Norden zu vergleichen, sowie auch nicht mit sonstigen Centern "auf der grünen Wiese".
Es ist jedoch sehr fraglich wie man eine entsprechende Verbindung herstellen möchte, da die vorhandenen Verbindungen (Mercatorstraße westlich der A59, Wuhanstraße östlich) völlig unzureichend und unattraktiv dafür sind. Auch wenn die Investoren ein Interesse an einer guten Anbindung bekräftigt haben, ist dies aufgrund dieses ausschlaggebenden Streitpunktes und des daraus überhaupt resultierenden Bürgerentscheides, schlichtweg einen glatte Lüge, das Outlet läuft so oder so, denen ist das völlig egal sowie außerhalb ihrer Handlungsmöglichkeiten.
Denn diese öffentlichen Wegverbindungen unterliegen der Stadt und wurden quasi kürzlich erst neu angelegt. Realistisch betrachtet wird hier überhaupt nichts passieren.
Eine vernüftige Anbindung, wie auch immer, wird es nicht geben können.

Es bleibt also eine einzige Frage der Hoffnung, dass Besucher des Outlets an der Autobahn entlang in die Innenstadt gehen. Sollte dies so eintreffen, was ich pauschal nicht ausschließe, profitiert die Innenstadt natürlich. Nur wird diese große Frage erst mit bzw. nach der Eröffnung des Outlets beantwortet werden können. Und bis dahin vergehen noch mindestens 3 Jahre und der zwischenzeitliche Trading-Down ist unter Umständen dann auch nicht mehr zu stoppen, sodass die Innenstadt schon bei Eröffnung des Outlets, auswärtigen Gästen keine Attraktivität mehr bieten kann. Das wäre der worst-case dieses sozial-kapitalistischen Experiments.

Zu erwähnen sind auch noch, dass durch vermutlich längere Öffnungszeiten, sowie generelle Öffnung an Sonntagen, der Konkurrenzdruck und Schaden auf die Innenstadt nicht wegzureden ist. Die Duisburger Bevölkerung wird natürlich nach wie vor das gastronomische Angebot, die kulturellen Einrichtungen und Feste, Elektronik-, sowie Haushaltswarengeschäfte der Innenstadt besuchen. Auswärtige Besucher, die in erster Linie im Outlet shoppen wollen, kommen wegen den Bekleidungsgeschäften, die anderweitig sich wiederum nie in Duisburg angesiedelt hätten.

Das wichtige und schwierige ist, wenn es zu einer Mehrheit für das Outlet kommt, gezielt Impulse zur Stärkung und Attraktivität der Innenstadt zu setzen.
Im Gegenzug zum aufgezeigten worst-case-Szenario kann es bestenfalls auf eine Win-Win-Situation hinauslaufen. Wer nach Duisburg kommt um bei Gucci günstig einzukaufen geht auch vielleicht noch danach ins Casino, nur wird die Verödung der City nur abgewendet wenn sich auch weitere hochwertige Marken außerhalb der Outlets ansiedeln.
Dies ist wiederum jedoch nicht im Interesse der Investoren, denen ist die Verödung nicht nur egal, sondern sogar gelegen, solang das Geld im Outlet bleibt.
Wie und mit welchen Mitteln man die Stadt also attraktiv genug macht, bleibt auch eine offene Frage. Konkurrenz belebt auch das Geschäft und wenn es sich wirklich ausschließlich um Designerwaren handelt, so wird es auch weiterhin Geschäfte im mittleren Preissegment geben können.

Die oftmals vorgeschlagene Idee das Outlet in die City bzw. Altstadt zu integrieren, wäre sicher wünschenswerter aber aufgrund von Eigentumsverhältnissen und der Parkplatzsituation eine Unmöglichkeit.


Eine Lösung, welche ich für sinnvoll erachte, um die Innenstadt bestens anzubinden, um somit die Verödung auszuschließen, habe ich bereits im Ideenthread angedeutet.
Hier: http://www.deutsches-architektur-for...ad.php?t=13148
Die im Masterplan Innenstadt von Foster vorgesehene Einkaufspassage im Nordflügel des Hauptbahnhofs. Wenn der erste Bauabschnitt des Outlets das Areal um die Güterbahnhofshallen umfasst und die südliche Fläche, erschlossen, wie geplant mit eigenen Autobahnanschluss die künftigen Parkplätze, dann könnte der geplante zweite Bauabschnitt des Outlets theoretisch nördlich entlang der Bahnstrecke (momentan befindet sich dort das LANUV im Bau), direkt neben bzw. durch den Hauptbahnhof bis zum Harry-Eppstein-Platz verlaufen. Statt Solitären eine Passage, statt nur Designerware ein Mischkonzept.
Die Innenstadt wäre bestens angebunden der Hauptbahnhof ebenso, das Outlet wäre so eine wirkliche Ergänzung der Innenstadt. Bei Bedarf kann ich auch eine Skizze erstellen und hochladen.
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Alt 05.09.17, 12:38   #130
Reelo
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Man muss bedenken, Krieger rechnet mit einem sehr knappen Ergebnis und dieses Filmchen richtet sich in erster Linie an die, welche sich noch unschlüssig sind, wie sie abstimmen und versucht auch die Kritiker umzulenken. Es steckt Kalkül dahinter, auch wenn es ausgesprochen positiv ist, die Geschichte der Stadt mit Industrie und Hafen in die Gestaltung einfließen zu lassen, ist jedoch nicht gewährleistet, dass dies letzlich auch so geschieht, Krieger bzw. Neinver haben sich da abgesichert, dass es sich nicht um konkrete Pläne handelt.
Es spricht sicherlich vieles dafür, das Outlet im Bezug auf das, was die Menschen im Einzugsgebiet mit der Stadt assoziieren zu gestalten, sowie dem Gedanken etwas uniques zu schaffen, eine brand, was Sinn macht, da man den Leuten keinen weiteren 0815 Tempel bieten, sondern ein Erlebnis beim Konsum verkaufen möchte, was gerade in Zeiten des Onlinehandels immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Es ist sicherlich auch positiv, dass man mit dem DOC in naher Zukunft, das riesige Areal auf einen Schlag nutzbar macht. Seitens der Stadt hat man den Masterplan nie wirklich konkret versucht umzusetzen, da man lediglich das gesamte Areal an einen Investor verkaufen wollte.
Das Investoren nicht Schlange stehen, um Kriegers Argument aufzugreifen, zeigt das nördlich gelegene Q1 von Aurelis.
Daher sollte man auch bedenken, mit Krieger und Neinver, welche das Areal vergöttern, finanzstarke Partner mit entsprechenden Willen gefunden zu haben, die sich noch nicht mal vergraulen lassen, egal wie sehr man es versucht. Selbstverständlich nicht weil sie an der Zukunft der Stadt interessiert sind, sondern an die Zukunft ihrer Bankkonten.

Damit wird vor allem eins deutlich, nämlich die Tatsache, dass das DOC aufgrund seiner Lage und des Einzugsgebietes zweifelsohne funktionieren wird und auch zweifelsohne eine Menge Menschen in die Stadt lockt, die sonst nicht gekommen wären. So ein Center hat eben überregionale Bedeutung und weist enorme touristische Anziehungskraft auf. Die Stadt läuft jedoch Gefahr, auf das Outlet-center beschränkt werden, im Gegensatz zu den auch viel kleineren Outlet-Städten hat sie jedoch noch eine Menge mehr Anziehungspunkte zu bieten (z.B. Zoo, Innenhafen, Lapano...).

Der entscheidende und bedeutenste Kritikpunkt bleibt die Anbindung an die Innenstadt, sowie die drohende Verödung dieser.
Man sollte hervorheben, dass wir mit einem zentral, unweit der Innenstadt liegendem Center noch einen Vorteil haben, dem entgegen zu wirken.
Es ist nicht mit dem damals geplanten Center in Norden zu vergleichen, sowie auch nicht mit sonstigen Centern "auf der grünen Wiese".
Es ist jedoch sehr fraglich wie man eine entsprechende Verbindung herstellen möchte, da die vorhandenen Verbindungen (Mercatorstraße westlich der A59, Wuhanstraße östlich) völlig unzureichend und unattraktiv dafür sind. Auch wenn die Investoren ein Interesse an einer guten Anbindung bekräftigt haben, ist dies aufgrund dieses ausschlaggebenden Streitpunktes und des daraus überhaupt resultierenden Bürgerentscheides, schlichtweg einen glatte Lüge, das Outlet läuft so oder so, denen ist das völlig egal sowie außerhalb ihrer Handlungsmöglichkeiten.
Denn diese öffentlichen Wegverbindungen unterliegen der Stadt und wurden quasi kürzlich erst neu angelegt. Realistisch betrachtet wird hier überhaupt nichts passieren.
Eine vernüftige Anbindung, wie auch immer, wird es nicht geben können.

Es bleibt also eine einzige Frage der Hoffnung, dass Besucher des Outlets an der Autobahn entlang in die Innenstadt gehen. Sollte dies so eintreffen, was ich pauschal nicht ausschließe, profitiert die Innenstadt natürlich. Nur wird diese große Frage erst mit bzw. nach der Eröffnung des Outlets beantwortet werden können. Und bis dahin vergehen noch mindestens 3 Jahre und der zwischenzeitliche Trading-Down ist unter Umständen dann auch nicht mehr zu stoppen, sodass die Innenstadt schon bei Eröffnung des Outlets, auswärtigen Gästen keine Attraktivität mehr bieten kann. Das wäre der worst-case dieses sozial-kapitalistischen Experiments.

Zu erwähnen sind auch noch, dass durch vermutlich längere Öffnungszeiten, sowie generelle Öffnung an Sonntagen, der Konkurrenzdruck und Schaden auf die Innenstadt nicht wegzureden ist. Die Duisburger Bevölkerung wird natürlich nach wie vor das gastronomische Angebot, die kulturellen Einrichtungen und Feste, Elektronik-, sowie Haushaltswarengeschäfte der Innenstadt besuchen. Auswärtige Besucher, die in erster Linie im Outlet shoppen wollen, kommen wegen den Bekleidungsgeschäften, die anderweitig sich wiederum nie in Duisburg angesiedelt hätten.

Das wichtige und schwierige ist, wenn es zu einer Mehrheit für das Outlet kommt, gezielt Impulse zur Stärkung und Attraktivität der Innenstadt zu setzen.
Im Gegenzug zum aufgezeigten worst-case-Szenario kann es bestenfalls auf eine Win-Win-Situation hinauslaufen. Wer nach Duisburg kommt um bei Gucci günstig einzukaufen geht auch vielleicht noch danach ins Casino, nur wird die Verödung der City nur abgewendet wenn sich auch weitere hochwertige Marken außerhalb der Outlets ansiedeln.
Dies ist wiederum jedoch nicht im Interesse der Investoren, denen ist die Verödung nicht nur egal, sondern sogar gelegen, solang das Geld im Outlet bleibt.
Wie und mit welchen Mitteln man die Stadt also attraktiv genug macht, bleibt auch eine offene Frage. Konkurrenz belebt auch das Geschäft und wenn es sich wirklich ausschließlich um Designerwaren handelt, so wird es auch weiterhin Geschäfte im mittleren Preissegment geben können.

Die oftmals vorgeschlagene Idee das Outlet in die City bzw. Altstadt zu integrieren, wäre sicher wünschenswerter aber aufgrund von Eigentumsverhältnissen und der Parkplatzsituation eine Unmöglichkeit.


Eine Lösung, welche ich für sinnvoll erachte, um die Innenstadt bestens anzubinden, um somit die Verödung auszuschließen, habe ich bereits im Ideenthread angedeutet.
Hier: http://www.deutsches-architektur-for...ad.php?t=13148
Die im Masterplan Innenstadt von Foster vorgesehene Einkaufspassage im Nordflügel des Hauptbahnhofs. Wenn der erste Bauabschnitt des Outlets das Areal um die Güterbahnhofshallen umfasst und die südliche Fläche, erschlossen, wie geplant mit eigenen Autobahnanschluss die künftigen Parkplätze, dann könnte der geplante zweite Bauabschnitt des Outlets theoretisch nördlich entlang der Bahnstrecke (momentan befindet sich dort das LANUV im Bau), direkt neben bzw. durch den Hauptbahnhof bis zum Harry-Eppstein-Platz verlaufen. Statt Solitären eine Passage, statt nur Designerware ein Mischkonzept.
Die Innenstadt wäre bestens angebunden der Hauptbahnhof ebenso, das Outlet wäre so eine wirkliche Ergänzung der Innenstadt. Bei Bedarf kann ich auch eine Skizze erstellen und hochladen.
Reelo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.09.17, 13:07   #131
DesignDuisburg
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^^
Jaa eine Skizze wäre echt gut
Ich finde die Frage der Anbindung ist wirklich die wichtigste.
Wenn man bedenkt das man die Mercatorstraße als Verbindungsachse nehmen will, müsste man jedes gebäubde dort sanieren und von außen deutlich umgestalten, die Mietverträge mit allen Einzelhandelsbetrieben dort kündigen, da es dort nur Ramschläden gibt. Und letztendlich neue Mieter finden (Vllt schon Outlet läden als "Eingang".
Ansonsten finde ich die Idee sehr gut .
Aber deine Idee @reelo, den bahnhof mit einzubinden gefällt mir auch sehr gut ich weiß nur nicht genau welchen teil vom hbf du meinst deswegen wäre eine Skizze toll

Ich denke ich werde für das doc sprechen. wenn man sich die internetseite von dem Outlet in Zweibrücken ansieht, welches ebenfalls von neunter geführt wird, und sich die vertretenden marken anschaut, sind gerade mal 10 davon bereits in der Duisburger Innenstadt vertreten. mehr als 100 nicht. deswegen selbst wenn einige Geschäfte schließen würden, wären die außmaßen noch überschaubar.

Gucken wir trotzdem mal für die anderen gründe gegen das DOC;
Das averdunk center hat tatsächlich einen Investor gefunden, welcher das center umbauen und neue Mieter gewinnen will. dieser investiert jedoch nur, wenn das doc nicht kommt.
Genauso sieht es wahrscheinlich beim Neubau an der Düsseldorfer/ Börsenstraße aus, von dem man auch lange nichts mehr gehört hat. leider.
Auch haben es die centermanager jetzt schon schwer, neue Mieter zu finden. Wie man aus dem Citypalais hört, war es schwierig Nutzer für die letzte freie fläche (planet Hollywood) zu finden. (jetzt soll es aber mehrere Interessenten aus dem Einzelhandelsbereich geben)..

Schwierig dieses Thema
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Alt 06.09.17, 02:17   #132
Ruhri
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Zitat:
Zitat von Reelo Beitrag anzeigen
Seitens der Stadt hat man den Masterplan nie wirklich konkret versucht umzusetzen, da man lediglich das gesamte Areal an einen Investor verkaufen wollte.

Insgesamt ein sehr guter Post, aber in einem Punkt muss ich dir widersprechen. Denn das Gelände gehörte Aurelis der DB Tochter und war daher von Anfang an in 2 Teile geteilt, das Gelände wo heute B&B sowie das LANUV sind und das Geländer südlich der Koloniestraße.

Die Stadt erfuhr vom Verkauf des gesamten Geländes auch erst 2-3 Tage vorher, da kein Vorkaufsrecht bestand.
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Alt 06.09.17, 09:18   #133
Reelo
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@Ruhri:
Danke für deine Anmerkung, hatte das nicht mehr ganz auf dem Schirm, sind ja schon einige Jahre vergangen. Nichtsdestotrotz bleibt ein Gefühl, der Masterplan wurde nie weitergedacht.

@DesignDuisburg:
habe nur eine schnelle Skizze entworfen, das Gebiet umfasst das Areal zwischen dem Hauptgebäude des HBF's und der Gleisüberdachung, dort befindet sich derzeit lediglich eine Güterzugstrecke, man kann das gut von Gleis 1 des Hauptbahnhofs erkennen. Am Harry-Eppstein-Platz nördlich (U-Bahn-Zugang) befindet sich das ehemalige SoundGarden. Hoffe es ist soweit verstndlich.

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Alt 06.09.17, 10:49   #134
Avenger
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Sollte das DOC kommen (bin weiterhin dagegen), wäre das sicher eine Möglichkeit die City anzubinden. Das würde dann ein weiteres mal die Statik der gesamten Innenstadt völlig verändern. Das Averdunk wäre dann plötzlich in einer ganz attraktiven Lage. Leider wird es sehr schwer das Averdunk wettbewerbsfähig zu machen. Die Besitzerstruktur mit den Eigentumswohnungen macht, eine nötige, komplett Sanierung schwierig.
Für mich wäre der Idealfall: Man kooperiert mit dem benachbarten Hochhaus und zieht den nach hinten springenden Teil das Averdunks bis auf die Höhe des Hochhauses nach vorne. So würde das Center viel näher an die Königstraße rücken und man könnte auch, eine wichtige, offene, Transparente Eingangssituation schaffen.
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Alt 06.09.17, 13:36   #135
DesignDuisburg
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@reelo;
wirklich eine sehr gut Idee.
Aber ich denke leider werden die Investoren nur auf dem güterbahnhofsgelände bauen, da man auch in dem video keine Verbindung zum hbf sieht. zudem wird auf dem Gelände das quartier 1 ja schon gebaut..

zum averdunk; wie meinst du das den hinteren teil nach vorne verschieben?
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