Breslauer Platz

  • Breslauer Platz

    Interessante Frage in diesem Zusammenhang wäre: Was wird aus dem alten Gelände/jetzigen Standortes des Musical Domes?


    (Der Bau einer ansehnlichen Oper ist ja vom Tisch gefegt worden)


    Die Stadt Köln wird sich vermutlich vehement dafür einsetzen dort Busparkplätze etc zu etablieren - und das langfristig. Bloss keine urbanisierung - *kreisch* etc...

  • Hier stand vor einiger Zeit in der Zeitung zu lesen, dass als Grobplanung ein fünftes, repräsentatives Gebäude am Standort des Musical-Dome geplant ist, das mit dem AXA-Bau vor St. Kunibert das Rhein-Triadem einrahmt. In das neue Gebäude konnte möglicherweise auch ein neuer Musical-Dome integriert werden. Das temporäre "Zelt" wird in jedem Falle verschwinden. Ob der Busbahnhof an seinem jetzigen Ort bleibt, etc., ist noch nicht öffentlich - zumindest mir nicht - bekannt.

  • Man sollte sich dort einmal um einen echten Platz mit Aufenthaltsqualität bemühen, der dem Viertel ein Gesicht sowie Luft zu atmen gibt. Leider neigt man in Köln dazu, jeden qm zuzustellen ohne den öffentlichen Raum im Blick zu behalten - wohl auch um nicht auf den Erlös für die Grundstücke zu verzichten. Viele für sich gute Bauten entfalten kaum Wirkung, weil ihr Anblick von anderen Gebäuden verbaut ist. Das gilt sogar für den Dom, der eine ganz andere Ausstrahlung hätte, würden großzügige Alleen auf ihn zuführen.

  • Also Luft zum Atmen gibt es dort genug, finde ich. Das Viertel liegt ja schließlich direkt am Rhein. Der Dom selbst steht auch relativ frei mit großen Platzflächen (Roncalliplatz, Domplatte, Bahnhofsvorplatz, Heinrich-Böll-Platz...) drumherum. Klar, ein paar schöne Alleen ständen der Kölner Innenstadt nicht schlecht. (Da gab es im 19. Jahrhundert übrigens Überlegungen zu. Die Komödienstraße sollte mal so verlegt werden, daß sie direkt auf den Dom zuführt.) Der Breslauer Platz aber ist eine viel zu große Freifläche. Da würde eine Bebauung einiges verbessern.

  • Viel Raum hat der Dom nicht: Die Philharmonie, dieses Römisch-Germanische (oder?) Museum und der Bahnhof rücken ihm schon sehr auf die Pelle. Die Häuserfront mit dem Domhotel ist eigentlich zu weit vorne... etc...die Freitreppen haben sich aber gelohnt.


    Konkret: Dieser Musical Dome ist in meinen Augen zu groß für seinen Standort und was immer dort hin kommt, sollte dezenter sein und einen öffentlichen Raum lassen - vlt auch in Form einer Passage oder eines Innenhofs.

  • Ein gotischer Dom als Kuriosum in einer historistisch anmutenden Alleen- und Parklandschaft? Lieber nicht, schon im 19. Jahrhundert haben Säkularisation und Durchbrüche den Dom seiner Fassung beraubt, im 20. wurde dieses Werk dann zur Vollendung gebracht. Es gibt wirklich keinen Bedarf, da weiterzumachen. Die Arbeit ist erledigt.

  • Da hier jetzt ein eigenes Thema entstanden ist...


    Ich finde, dass Köln ein neues Konzept hinsichtlich eines Musical Theaters braucht. Hier meine Anregungen:


    Der beste Standort wäre m. E. Deutz/westliches Barmer Viertel oder vielleicht das Deutzer Rheinufer, südlich der Deutzer Brücke (Festplatz).


    Das neue Gebäude sollte multifunktional sein, also nicht nur als reines Musical Theater nutzbar, um den Betrieb und insbes. die Auslastung zu verbessern. Hier könnten auch Kongresse, Konzerte und sonstige größere Veranstaltungen stattfinden (Zuschauerkapazität von ca. 3.500), als Ergänzung der Messe.


    Freilich sollte ein Eyecatcher entstehen.


    Am jetztigen Standort sollte durch eine Häuserzeile ein Abschluss zwischen Rhein und Breslauer Platz gefunden werden. Der Breslauer Platz sollte durch eine entsprechende Gestaltung dann endlich "Platzqualität" bekommen. Hierfür müssten jedoch ergänzend die Eigner der nordlich angrenzenden Bürobauten animiert werden, ihre Fassaden zu modernisieren.


    Das "Kommerz-Hotel" sollte auf jeden Fall verschwinden!

  • Zu #5:


    Da haben wir vielleicht unterschiedliche Ansichten, wie ein Gebäude wie der Dom besser zur Geltung kommt. Ich denke, daß eine weitere Freistellung der Wirkung eher abträglich ist, weil dann einfach kein Maßstabsvergleich mehr vorhanden ist. Über das Römisch-Germanische Museum in dieser Form und Lage könnte man allerdings einmal reden...


    Bei der Standortfrage stimme ich allerdings zu. Ich denke der MusicalDome sollte ein Gebäude mit großer städtebaulicher Präsenz sein. Da wäre der Ort völlig verkehrt, weil dieser (neben Dom und Bahnhof) nicht noch ein so großes Gebäude gebrauchen kann. Eine ruhige Bebauung mit einem ordentlich gefassten Platz wäre hier richtig. Der MusicalDome könnte einen anderen Standort viel besser aufwerten und müsste nicht mit (mindestens) zwei ehrwürdigen Großbauten konkurrieren. Das Barmer Viertel als Standort wäre ok, aber noch viel besser fände ich ja eine Lage direkt am Rhein, wie z.B. die Deutzer Werft. Dort käme ein solches Gebäude optimal zur Geltung. Eine Aufwertung hat die Umgebung dort auch nötig und verdient.

  • Der Ratsauschschuss für Stadtgestaltung hat in seiner gestrigen Sitzung Grundsatzentscheidungen für die künftige Gestaltung des Breslauer Platzes getroffen.


    So soll ein neuer Busbahnhof entstehen, das Kommerzhotel soll bestehen bleiben und in eine 6-stöckige "Gebäudelandschaft eingefügt" werden. Das Musicaltheater soll nach Deutz auf das Gelände des ehem. Barmer Viertels umziehen (bzw. dort gebaut werden). Vom Busbahnhof aus soll eine Rampe für Fußgänger und Radfahrer auf die Hohenzollernbrücke führen.


    http://www.ksta.de/html/artikel/1179501396451.shtml
    http://www.rundschau-online.de…tikel/1179501467858.shtml


    Lt. KStA haben sich CDU, SPD und Grüne für die Planungen ausgesprochen, lt. Kölner Rundschau waren CDU und FDP gegen die Pläne.


    Im Kommentar der Rundschau


    http://www.rundschau-online.de…tikel/1179501467874.shtml


    wünscht man sich etwas mehr Mut und Visionen für das Areal.

  • Plan B find Ich gut! ;)


    Aber im Ernst, ohne Mitarbeit des Besitzers kann man das schöne Kommerz Hotel kaum beseitigen...vielleicht wirds ja wenigstens komplett zugebaut und der sichtbare Teil renoviert, 6-geschossige Einrahmung klingt ja schonmal vielversprechend :D

  • Jedesmal wenn ich in Köln am HBf auf meinen Zug warte fällt mir dieses schmucke Gebäude auf, wofür das unter Plan B zu sehende ansprechende Flugobjekt doch eigentlich viel zu schade ist.
    Kann man den U-Bahn-bauleuten nicht nen Kasten Bier hinstellen, mit der Bitte etwas ungünstig unterm Kommerz-hotel zu graben. Gab da doch schonmal so´n Fall in Köln;)

  • nee, das wird doch dann besimmt wieder aufgerichtet.


    Also die neuen Pläne klingen nach totalem Murks. Damit kann man den Platz wohl abschreiben

  • Abwarten Leute!
    Das ganze ist immerhin eine Verkehrsdrehscheibe und kein Platz der zum Verweilen einladen soll. Das ist doch das selbe mit diesen Autobahnparkplätzen. Dort macht man eine kurze Pause, aber keiner würde sagen: "lasst mal an Herne Ost ein Picknick schmeissen". Wie gesagt: gewollt ist eine ansprechende und übersichtliche Verkehrsdrehscheibe und kein weiteres Highlight (in Domnähe wäre das eh Schwachsinn).
    Aber tatsächlich ist der Abriss dieses hässlichen Kastens (Kommerz Hotel) mehr als wünschenswert. Eine Bebauung mit 6 Geschossen zum Rhein hin (anstelle des Musical Doms) gefällt mir persönlich sehr gut. (Off-Topic: Der Musical Dom würde sich am Deutzer Hafen gut machen ;) )


    Ausserdem haben wir die Pläne zum Breslauer Platz noch gar nicht gesehen. Vielleicht ist das alles halb so schlimm und wir machen hier einen riesigen Wirbel um nichts. Am Breslauer Platz ist eh die Bebauung das schlimmste. Bei der Platzgestaltung lässt sich nicht mehr viel falsch machen.

  • Das Kommerz-Hotel wird übrigens von der Firma Günnewig aus Düsseldorf betrieben.


    Wer nun denkt, dass die Düsseldorfer für Köln ein besonders hässliches Hotel gebaut haben muss bedenken, dass der Bau aus dem Jahre 1980 stammt und der Zeitgeschmack wohl so war, wie er war. Das Haus wurde im Jahre 2004 innen renoviert.


    Seit 1980 wurde in die Außengestaltung offensichtlich nicht viel investiert. Das Haus reiht sich leider ein in die schäbige Umgebung des Busterminals. Die verwinkelten Durchgänge scheinen dem einen oder anderen Nachtschwärmer gelegentlich als Urinal zu dienen. Die Aufenthaltsqualität um das Hotel ist entsprechend. Ich käme nicht im Entferntesten auf die Idee, dort zu logieren. Ein wirklicher Schandfleck - peinlich für Köln!

  • Die Aktuelle der WDR-Lokalzeit berichtet, dass die Betreiber des Musical-Domes (der eine Betriebserlaub bis 2009 hat) bereit sind, für einen Neubau (mit Architektenwettbewerb) am gleichen Ort 25.000.000 € zu investieren.
    Die Betreiber des blauen Zeltbaus betonen weiterhin, an einem anderen Standort (z.B. Deutz, Barmer Viertel) diese Investition definitiv nicht tätigen zu wollen.


    Bin ja mal gespannt, was daraus wird.