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Alt 23.10.13, 02:15   #76
Scritch
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Scritch sitzt schon auf dem ersten Ast
Nothor, bei vielen Projekten kritisierst Du recht erbarmunglos, wenn beispielsweise gegliederte Fenster zu einem großen Fenster kombiniert werden. Versuche doch auch einmal in deinen Rezensionen die positiven Aspekte einer Objektsanierung zu beleuchten. (Wie zB in diesem Falle die neu gegliederten Fenster und zwangsentfernte Satellitenschüsseln).

Nichtsdestotrotz wie immer: Danke für die Bilder!
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Alt 23.10.13, 10:04   #77
nothor
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Du hast ja völlig recht, die Erhaltung der Fassade im Grundsätzlichem incl. der filigranen Balkonbrüstung auf dem Erker, die geschmackvollen Fenster sowie die zumindest ansatzweise Wiederherstellung der Erdgeschosszone mit Bogenfenstern und die Entfernung der Satellitenantennen sind auf jeden Fall erfreulich. Wobei ich das Abschrauben der Antennen nicht unbedingt als Leistungsmerkmal einer Sanierung bezeichnen würde. All diese Dinge hatte ich aber schon freudig gelobt, als das Haus noch eingerüstet war!

Die Umgestaltung der Dachlandschaft finde ich durchaus kritikwürdig, was nicht heisst dass ich sie ablehne. Ich hätte sie in Details anders gestaltet. Selbst das Abbrechen der gemauerten Wand incl. Gesims finde ich nicht schlimm. Nur manchmal wünsche ich mir noch etwas mehr Gestaltungswillen und Geschmackssicherheit. Aber das ist Kritik auf hohem Niveau, die Fichtestraße 42 gehört zu den gelungensten Sanierungen 2013. Immerhin handelt es sich hier weder um ein Ensemble noch ein Einzeldenkmal. Da hätte man auch deutlich brutaler rangehen können.
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Alt 30.10.13, 20:55   #78
nothor
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Spielwarenkontor "Hermann Auge" Fichtestraße

Das Fabrikgebäude in der Fichtestraße, hier letztmalig gezeigt, zeigt sich zwischenzeitlich abgerüstet, zumindest was den Altbau anbelangt. Und der Altbau ist auch das interessante an dem Gesamtprojekt (gewesen), das aus Alt- und Neubau besteht. Der Altbau war nämlich schon weitgehend verkauft, noch bevor mit dem Neubau begonnen wurde. Altbauwohnungen gehen in Nürnberg!

Gewesen - weil man leider eine wirklich seltene Chance vertan hat. In mittlerer Lage am Rande eines beliebten Gründerzeitviertles stand hier bis vor einem halben Jahr noch ein reinrassiges Fabrikgebäude mit bis zu 3,30 hohen Decken, massiv gemauerten Geschossdecken, großen Sprossenfenstern und einer Klinkerfassade im Indutrielook. Geblieben sind davon nur die Fenster, und auch diese sieht man nur wenn man direkt davor steht. In die Straßenflucht geblickt dagegen strahlt das Gebäude nur noch Schießscharten-Rohbaucharakter aus:



Direkt davorstehend kann man noch erahnen, dass es mal etwas anderes war als ein einfaches Wohnhaus. Nun kann man auch die sicherlich sehr teuren großen Fenster sehen.




Es ist wirklich schade, dass man die Fassade des Fabrikgebäude nicht mit in die Gesamtkonzeption mit einzubeziehen verstanden hat. Stattdessen ist der Kunststoff-Einheitbrei draufgeklebt worden. Immerhin ohne die Fenster zu verkleinern.
Auf der Traufkante wurden für die Penthouses gemauerte Säulen für die Zäune erstellt: Hier hat man sich plötzlich wieder an den Charakter des Gebäudes orientiert. Im Ergebnis schmälert die ungegliederte fantasielose Fassade den Gesamteindruck erheblich, sodass die Sanierung nicht mehr so hochwertig anmutet wie man sicherlich beabsichtigt hatte. Die Regenrohre von den Loggien verstärken diesen enttäuschenden Eindruck noch.

Schade, das hätte echt viel Potenzial gehabt. In Leipzig z.B. hätte man hier mehr heraus geholt, wie hier z.B. brandaktuell zu sehen: http://www.deutsches-architektur-for...&postcount=339
In den neuen Ländern erreicht man hier ein ganz anderes Niveau. Nürnberg kann da kaum zeitgemäße Sanierungen dieser Art vorweisen.
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Alt 30.10.13, 21:17   #79
Hans Ebert
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@nothor, danke für das Update! Ich stimme Dir vollauf zu. Sehr schade, dass Bauherr und Architekt das Potential dieses Schmuckstücks nicht erkannt haben. Man sieht gar nicht mehr, dass es sich um einen Altbau handelt. Wie vermarktet man denn sowas? Als "Altneubau"?? Schade, von der hübschen Klinkerfassade ist nur ein seelenloser weißer Block übrig... Erinnert mich an diese üble Show "Endlich schön!", wo sie vom Leben gezeichnete Frauen so lange vom Schönheitschirurgen bearbeiten lassen, bis alles Inidividuelle und Reizvolle in den Gesichtern nivelliert ist.
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Erst wenn die letzte Fassade gedämmt, die letzte Villa entkernt, der letzte Garten zugebaut ist, werden die Menschen feststellen, dass Denkmalschutz doch sinnvoll ist.
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Alt 16.11.13, 18:11   #80
nothor
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Fassadenrenovierung Äußere Sulzbacher Straße

Das Eckgebäude Äußere Sulzbacher Straße / Löhnerstraße hat eine Fassadenauffrischung erhalten, nachdem in den letzten Monaten der Putz bröckelte udn abstürzte. Vorzustand: Google Streetview, allerdings nur zur Nordseite hin, was jetzt ein wenig skuril aussieht.

Der Reiz dieser Fassade ist der dezente Runderker, der nicht aus der an sonsten schlichten Putzfassade herausragt. Sicher war es dem Bauherrn damals nicht erlaubt einen Erker an dieser Stelle zu bauen, daher wählte er diese Lösung (reine Vermutung). Zur Löhnerstraße sieht man noch die Fassadenfarbe, die ich den 60'ern oder 70'ern zuschreiben würde, während man die Fassade zur Äußeren Sulzbacher Straße neu gestaltet hat. Weisse statt dunkelbraune Fensterrahmungen und eine erdfarbene Gestaltung fühen das Haus zurückhaltender in die ganze Zeile ein, die noch komplett aus Gründerzeithäusern aus dem Spätjugendstil, kurz vor dem 1. WK, besteht.




Ich habe mich über diese kleine Sache sehr gefreut, eine Verschandelung durch Armdicke Schaumstoffdämmung ist diesem Abschnitt also bislang erspart geblieben.
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Alt 18.01.14, 19:23   #81
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Fichtestraße 42

Der Vollständigkeit halber, vor allem meiner empfindlichen Kritik wegen, Scritch, erscheint die Fichtestraße noch einmal hier. Bestimmt ein letztes mal, denn mein Geschmacksempfinden entspricht anscheinend genau dem des Bauherrn, der nun die brutal großen Dachfenster - wobei es sicherlich eher Türen sind - entschärft hat und eine neue Haustür eingebaut hat.

Beides finde ich sehr geschmackvoll und rundet die gelungene Sanierung ab. Mögen sich Mitbewerber am Markt hieran orientieren.





Die Wohnungen sind übrigens wohl schon verkauft.
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Alt 19.01.14, 15:09   #82
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Spielwarenkontor "Hermann Auge" Fichtestraße

Mittlerweile ist auch der Neubau als Teil des Gesamtprojektes fast fertig gestellt. Dessen Vermarktung hat sich ja etwas hingezogen, während die Wohnungen im Altbau schneller weg waren. Vorzustand: Beitrag.
Der Bau ist exakt so geworden wie es die Visualisierungen haben erwarten lassen...





... und was soll ich sagen: Das Haus gefällt mir persönlich sogar besser als die verunstaltete Altbaufassade nebenan:



Die Fenster sitzen nicht in tiefen Höhlen und wirken dadurch größer, und die gesamte Kubatur ist etwas lebendiger als der ungegliederte weisse Styroporklotz.
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Alt 20.01.14, 00:11   #83
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Schoppershofstraße 51

Und zuguterletzt - auf dieses Wochenende bezogen - ist die Schoppershofstraße 51 endlich eingerüstet worden. Das Haus steht nun auch schon über 1 Jahr leer.



Je Etage sollen zwei Wohnungen zu einer zusammengelegt werden, das Erdgeschoss erhält zwei Kleinwohnungen. Die aufwändige und für Nürnberg aus sehr seltene Jugendstil-Stuckfassade wird wohl erhalten bleiben, die Fassade zur Seite wird gedämmt. Sehe ich etwas kritisch, da Nordwand, niemals Sonnenlicht und -wärme sehend und damit recht schnell veralgend. Naja, trotzdem wird das sicherlich ganz schön. Bin gespannt auf das Farbkonzept für die Fassade.
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Alt 26.01.14, 13:53   #84
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Adamstrasse 15

Die Adamstrasse 15, vor einem Jahr zuletzt hier erwähnt, ist nun eingerüstet und eingehüllt. Der neue Dachstuhl mit der Giebelwand steht schon. Die Sanierung wird über das ganze Jahr dauern schätze ich, und am Ende wird wohl ein Gebäude stehen, dass nichteinmal mehr dem heutigen Zustand weitgehend entspricht: Ein WDVS wird drauf gepappt und darauf ein banaler Putz mit hoffentlich nicht poppiger knallbunter Bemalung. Fenstergewände, und seien sie nur farbig abgesetzt, sind leider bei WDVS nicht üblich. Ich weiss nicht weshalb nicht, aber das outet diese Sanierungen zusätzlich schon gestalterisch als kritikwürdig.




Immerhin, die Adamstraße ist in diesem Abschnitt sehr heterogen und von diversen Baustilen geprägt.
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Alt 25.02.14, 20:48   #85
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Mathildenstrasse 22

Aktuell ist die Fassade der Mathildenstraße 22 eingerüstet. Hier scheint es Modernisierungsarbeiten an der Dachlandschaft zu geben:




Das Gebäude steht, wie sein nördlicher Nachbar Nummer 24 unter Denkmalschutz. Das lässt also eine geschmackvolle und behutsame Modernisierung erwarten. Die Nummer 22 ist ein Vertreter des typischen Nürnberg Jugendstils, in denen der Architekt einen spannenden Wechsel zwischen glatt verputzen Oberflächen und dezent gestalteten Sandsteinelementen erzeugt, wie sie sich ab 1906 zunehmend als modern durchsetzen:



Leider sind die Fenster keine Zierde für das Gebäude, im Original waren sie sicherlich etwas filigraner. Aber das ist eine Krankheit, die man in der gesamten Stadt findet. Details:




Der Architekt war Wolfgang Wiesnet, der insbesondere dem Viertel Rennweg sein Gepräge gegeben hat. Glücklicherweise sind einige seiner Entwürfe bis heute sehr gut erhalten geblieben. Heute mal ein kleine Galerie seiner Beiträge für das Viertel.

Welserstraße 41 (1905, Haus rechts), die Fenster im 1. OG sind noch original:



Nicht weit davon und deutlich später am damaligen oberen Ende der Adamstraße, heute "Am Messehaus" die Nummer 26 (rechts):



Auch die Fröbelstraße trägt deutlich seine Handschrift, die attraktivsten Gebäude dort stammen vom Zeichentisch Wiesnets. Zunächst das wunderbare Eckhaus Fröbelstraße 6 (1907)...



... und die Nummer 4 (1908)

.

In der Fichtestraße hat Wiesnet für eher kleinen Investorengeldbeutel ein schlichtes Jugendstilhaus mit geometrisch gegliederter Stuckfassade entworfen, die Nummer 50 (1908):

.

Auch in der Schoppershofstraße steuerte Wiesnet die Nummer 16 (1906) bei (Sandsteinfassade):

.

In der Ludwig-Feuerbach-Straße ist das Eckhaus Nr. 94 (1909) von Wiesnet, sicherlich in der Dachlandschaft stark überformt, und besonders auffällig: Das zur Straßenseite gerichtete Treppenhaus:

.

Und schließlich die hochwertigsten Wohnanlagen, im Ensemble Rennweg die Nummern 72 (1908), wo er das linke Sandsteinhaus beisteuerte, das hochelegant den Versatz zwischen den Nummern 70 und 74 überwindet...



....und 64 (1901), ganz rechts mit den Putten:



Quelle: Knud Willenberg, Bausteine zu einer Geschichte der Jugendstilarchitektur in Nürnberg, 1988

Sicherlich gibt es noch einige weitere seiner Gebäude in Nürnberg, die Willenberg aufgrund ihrem bis zur Unkenntlichkeit veränderten Äußeren nicht aufführt, z.B. die Bismarckstraße 8 in ebendiesem Viertel, oder die komplett verschwunden sind.

Nachtrag 26.02.2014:

Bei der Nummer Rennweg 72 habe ich mich geirrt. Es handelt sich bei der Nummer 72 nicht um den oben beschriebenen Sandsteinbau, sondern um das Eckgebäude, das teils in Putz, teils in Sandstein mit den beiden markanten Giebeln erstellt wurde:



Dieses Haus ähnelt dem eingangs behandelten Haus Mathildenstraße 22 dann wieder deutlich eher hinsichtlich Material, Farbe und Formensprache und schließt somit auch die kurze Führung "Wiesnet im Rennweg" sehr passend ab.
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Alt 06.03.14, 21:59   #86
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Adamstrasse 44

Die Arbeiten am Wohnhaus Adamstrasse 44 haben begonnen. Zustand 2012.



Bei dem Gebäude handelt es sich um ein 5-geschossiges Wohnhaus um 1907, das im Zuge der Ereignisse um die Adamstraße 42 im Laufe des Jahres 2013 als Einzeldenkmal ausgewiesen wurde. Im Innern ist das Haus noch mit Zahlreichen Details der Entstehungszeit ausgestattet, allen voran das einzigartige Treppenhaus mit schmiedeeisernem Geländer, die aufwändigen Wohnungseingangstüren mit Oberlicht, wunderbare Kassettentüren mit reich floral beschnitzten Türrahmen, Stuckhohlkehle und gemaltem Deckenspiegel. Vor außen ist das Haus nicht ganz so auffällig. Es wurde von einem Schmied in Auftrag gegeben, der seine Werkstatt im Rückgebäude einrichtete, und für das Gebäude das Treppenhausgeländer und die schmiedeeiserne Eingangstüre herstellte.



Die Werkstatt Wittkopf wurde 2013 aufgelöst, das Interieur ging an das Museum Industriekultur.
Wenn man es gut macht, und hier hat sicherlich der Denkmalschutz seine Argusaugen drauf, entstehen hier ganz phantastische Wohnungen, die problemlos ihre Liebhaber finden. Ich wünsche dem Projekt gutes Gelingen.
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Alt 03.05.14, 16:38   #87
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[GEFA Feldgasse]: Zentral - Wohnen am Tor zur Altstadt

Eines der letzten Industriehöfe in Nürnbergs Nordosten wird demnächst ebenfalls im Rahmen des Programmes "Konversion - Umnutzung von Industriebrachen in Wohnraum" umgenutzt. In der Feldgasse wurde bis vor Kurzem Schnaps und Glühwein produziert - oder wenigstens vertrieben, die Marken kennt jeder der einmal über den Christkindlesmarkt spaziert ist:



Auf das Gelände kommt man direkt wenn man von der Sulzbacher Straße aus die Krellerstraße nach Norden geht:



Das Gelände ist an der Straße eher unauffällig und erstreckt sich vor allem über den Hofbereich:


Quelle: google maps

Unter dem Projektnamen "Zentral - Wohnen am Tor zur Altstadt" hat sich Schultheiss Wohnbau das Areal gesichert und wird es zu Wohnraum umgestalten. Die Vermarktung hat zu Ostern diesen Jahres bereits begonnen. Das gesamte Projekt wird wohl laut Exposé in zwei Abschnitten erfolgen, in der Errichtung von Haus 1 und Haus 2:


Quelle: Schultheiss Wohnbau AG

Vom Vorderhaus präsentiert man selbstbewusst eine Skizze. Das Haus wird die nördliche Baukante zur Feldgasse schließen, und den heutigen Anblick (Bild oben) komplett ersetzen.


Quelle: Schultheiss Wohnbau AG

Leider wird die Visualisierung durch den Vermerk ergänzt "Darstellungsbeispiel, kann von endgültiger Bauausführung abweichen", denn mir persönlich gefällt der Entwurf eigentlich ganz gut. Doch der eigentliche Hingucker des Areals ist ein typisches 50'er-Jahre Wohnhaus, das hier mit üppigem Schmuck der Zeit versehen ist. Laut obiger Visualisierung und der Grundstücksplanung wird an das Gebäude direkt angebaut. An dessen Westwand, wo sich jetzt noch Fenster und Balkone befinden, wir die Brandwand des Neubaus direkt anschließen und die Räume dahinter verdunkeln. Wurde dafür eine Entschädigung gezahlt?



Das riesige Sgraffito zeigt wohl den gesamten Produktionsprozess von Schnaps bis hin zum Verkauf. Man beachte auch die schmuckvollen Buchstaben GEFA:





Ein kurzer Spaziergang über das Gelände zeigt, was alles verschwinden wird. Doch zunächst fällt auf, dass es sich um ein stark abschüssiges Gelände handelt. Ich weiss es nicht genau, aber hinter dem Gelände, auf dem Grundstück des heutigen Brundwick Bowling, befand sich vor dem 2. Weltkrieg ein Biergarten an der Äußeren Bayreuther Straße, hinter dem sich das Brauchereigelände und Bierkeller erstreckt haben. Vermutlich ist die heutige Geländegestalt ein Ergebnis der Umbauten nach dem 2. Weltkrieg. Denn bei der Begehung fällt auf, dass das Gelände mit bemerkenswert wenig Kubikmeter Raum bebaut ist.









Es ist wohl anzunehmen, dass die Konversion des Geländes sehr aufwändig ist und sicherlich einiges an Überraschungen auftauchen wird. Das Haus 2 (Hinterhaus) wird in einem zweiten Abschnitt realisiert.
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Alt 04.05.14, 00:38   #88
dankogreen
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GEFA

Cool sieht eigentlich ganz gut aus.
Danke für die Bilder.
Soweit ich weiß sollen die Keller die noch von der Bierbrauerei stammen, von GEFA genutzt worden sein. Wohl auch ein Grund dafür das oberirdisch nicht so viel zu sehen ist.
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Alt 04.05.14, 00:51   #89
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Ja, mich würde auch mal interessieren, wie es unten drinnen aussieht. Ich kann mir nucht vorstellen, dass davon viel übrig bleiben wird.
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Alt 04.05.14, 00:52   #90
dankogreen
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dankogreen könnte bald berühmt werden
Hier noch ein Foto dass das Gelände um 1927 zeigt. Unten die Brauerei. Bei dem Gebäude weiter oben, vor dem Schienen zu sehen sind, handelt es sich um ein Werksgebäude der Straßenbahn.

img151 von Danko.Green auf Flickr
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