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Alt 25.01.10, 22:18   #1
Phantasiestadt
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Leipzig: Rund um den Lindenauer Markt

Beitrag und Reaktionen aus dem Bauerbe-Strang (#1320) hierher verschoben. DaseBLN

Heißt das, der Bau des Kauflandes am Lindenauer Markt is jetzt
durch?? Dann bleiben nur die Fassaden der Häuser 2 und 4 stehen,
oder? Bin ja mal gespannt, ob das dem Platz gut tut oder nicht.
Eine Aufwertung wäre schön, aber es ist halt doch wieder ein
stino-Einkaufscenter

Geändert von DaseBLN (26.01.10 um 00:51 Uhr)
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Alt 25.01.10, 23:35   #2
LE Mon. hist.
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Ich hatte es an anderer Stelle schon mal beschrieben, der Bau des Kauflandes wird in den nächsten Wochen beginnen. Die Nr. 2 ist bereits leer, der China-Imbiss in der Nummer 4 zieht dieser Tage in die Kuhturmstraße. Dann beginnt der Abriss, wobei laut Planung die Fassaden tatsächlich stehen bleiben sollen. Ich bin ja mal gespannt, ob das dann beim Bau nicht ganz zufällig ein Baggerfahrer doch nicht wußte oder der dann ganz aus Versehen die Schaufel so anditschte, dass dann Gefahr im Verzug ist. ... Alles schon oft genug erlebt.

Für die Fronten zur Kuhturm- und zu beiden Henricistraßen hat das Kaufland an der Georg-Schumann-Straße die Latte schon tief gelegt, doch ich bin recht zuversichtlich, dass das Kaufland am Lindenauer Markt auch diesen Limbo noch hinbekommt.
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Alt 26.01.10, 00:16   #3
dj tinitus
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dj tinitus ist einfach richtig nettdj tinitus ist einfach richtig nettdj tinitus ist einfach richtig nettdj tinitus ist einfach richtig nettdj tinitus ist einfach richtig nett
(mal davon abgesehen, dass diese beiträge vielleicht besser in den einkaufszentren-strang verschoben werden sollten: )

ich halte die kritik an kaufland für völlig überzogen und nicht ganz von dieser welt.
jeder kennt doch die ausgangslage bei den beiden projekten: vom verfall gezeichnete rattennester, für die sich jahr(zehnt)elang niemand interessierte. und jeder kennt die üblichen lidl/norma/aldi-baracken. dagegen sind die kaufland-projekte geradezu lichtblicke.
in der georg-schumann-strasse wurden die traufhöhen der umliegenden häuser aufgegriffen, die fassaden verklinkert und seltsamerweise wurde das pförtnerhäuschen der vormaligen brauerei wiedererrichtet. am lindenauer markt werden sogar die fassaden in den neubau integriert.

wer noch mehr fordert, wird höchstens noch mehr standardisierte discounter-container auf brachen neben verfallenen ruinen bekommen. das wird ja nun erst recht niemand wollen.
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Alt 26.01.10, 01:04   #4
DaseBLN
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DaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiell
@ dj tinitus: m.E. geht es da ja weniger um Kaufland vs. Discounter, sondern darum, ob diese großflächige Nutzung als durch einen Anbieter an diesen Stellen vonnöten ist. Man muss zugeben, dass sich Kaufland meist einzupassen versucht, nur gibt es eben stets eine Rückseite mit technischen Anlagen und Lieferzufahrt, die dann negativ ins umliegende Viertel ausstrahlt. Am Täubchenweg mag das (trotz der erheblichen Bausubstanzverluste) noch gehen, in Gohlis wird das keinen guten Einfluss auf das umliegende großteils sanierte Viertel haben. Am Lindenauer Markt sind die Dinge sicherlich anders gelagert, zum Einen kann er als C-Zentrum damit ernsthaft an Attraktivität gewinnen, zum Anderen werden zumindest die Fassaden zum Markt hin ja erhalten. Dies allerdings zu einem hohen Preis, die Henricistraße wird als Zufahrtsstraße keineswegs attraktiver und lebenswerter werden (oder wird die Kuhturmstraße genutzt? Nichts genaues weiß man nicht) und von einem Rattennest kann man wohl auch kaum sprechen - sowohl Eckgebäude als auch Gartenhaus waren teilsaniert und bewohnt, die Nummer 4 zumindest in gutem Zustand. Sorgen macht mir auch, dass bisher keine aussagekräftigen finalen Visualisierungen veröffentlicht wurden. Weis & Volkmann hatten ja den Wettbewerb 2005 gewonnen, mal sehen, ob das noch aktuell ist:


Quelle: Weis & Volkmann
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Alle Bilder, soweit nicht anders angegeben, von mir.

Fotos im DAF: Moskau

Geändert von DaseBLN (26.01.10 um 01:30 Uhr)
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Alt 26.01.10, 03:12   #5
dj tinitus
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dj tinitus ist einfach richtig nettdj tinitus ist einfach richtig nettdj tinitus ist einfach richtig nettdj tinitus ist einfach richtig nettdj tinitus ist einfach richtig nett
genau diese frage, ob grossflächige nutzung durch einen anbieter "vonnöten" ist, halte ich für weltfremd.
selbstverständlich ist es nicht nötig, noch mehr verkaufsflächen, wohnungen, büros, praxen usw. zu errichten. statistisch gibt es von allem schon genug. auch eine markthalle am leuschnerplatz ist aus dieser sicht nicht nötig. es ging ja bisher auch ohne.
doch wenn private investoren mit ihrem geld dieses oder jenes errichten wollen - auf welcher grundlage sollte man es ihnen verweigern? und wozu?

sicher sind supermarkt-rückseiten keine architektonischen kleinode. aber das waren die rückseiten der bestandsbauten doch auch nicht. wenn man mehr menschen in solche viertel wie rund um den lindenauer markt ziehen will, dann scheint hierfür das kaufland-projekt geeigneter, als ein leerstehendes haus mit einem imbiss darin, an dem nicht nur die zeit nagt.
es ist doch wohl aussagekräftig, dass die örtliche interessengemeinschaft seit jahren auf die realisierung dieses projektes hofft. aus dem architekturwettbewerb ist eine tragfähige lösung hervorgegangen. meine erfahrung: wenn das ding erst mal steht, wird sich niemand nach den brachen und leeren häusern zurück sehnen.

da es kein besseres konzept (nicht eine bessere "vision") für diese grundstücke gibt, kann man eigentlich heilfroh sein, wenn es trotz der besagten überkapazitäten verwirklicht wird.
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Alt 26.01.10, 06:25   #6
hedges
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die beste loesung waere natuerlich ein blockrandbebauung mir anschließender traufhoehe. im EG die einkaufsflaechen und in den OG´s eine mischnutzung aus buero´s und wohnungen. ich wuerde sogar behaupten dass dieses sogar vermietet wuerde.
man sollte muss beachten dass, wie DaseBLN, der lindenauer markt ein zentrum des ganzen viertels ist. die anwohner muessen nach dem neubau eben nicht an den stadtrand fahren sondern koennen sogar laufen. wenn der bau kommt kann das eine sehr positive auswirkung auf den lindenauer markt haben. es kann zu weiteren vermietungen fuehren da der platz mehr frequentiert wird. auch wird die ansiedlung (hoffentlich) eine wirkung gegen einen discounter erzielen - diese sind enorm schaedlich - es gibt ja kaum etwas schlimmeres!

@ dj tinitus bzgl. markthalle - es sollte wohl eher heißen dass es seit der zerstoerung gerade so ohne ging. die planung der markthalle ist ein beweiß dass sich das kaufverhalten aendert und wieder mehr auf regionale produkte zureuck gegriffen wird. es ist eine entwicklung die Lidl, ALDI, & CO endlich den wind aus den segeln nimmt und den regionalen bauern den ruecken staerkt. ausserdem ist auch tun wir der umwelt was zu gute da tomaten nicht mehr aus argentinien und orangen nicht mehr aus kalifornien kommen.
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Alt 26.01.10, 08:14   #7
DAvE LE
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Ein KONSUM Supermarkt an dieser Stelle wäre auch nicht schlecht gewesen und darüber evtl. Arzt- und Büroräume, ähnlich KONSUM Schleußig.
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Alt 26.01.10, 10:15   #8
LE Mon. hist.
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Zitat:
Zitat von DaseBLN Beitrag anzeigen
Dies allerdings zu einem hohen Preis, die Henricistraße wird als Zufahrtsstraße keineswegs attraktiver und lebenswerter werden (oder wird die Kuhturmstraße genutzt? Nichts genaues weiß man nicht)
Die Zufahrt soll über die Zschochersche Straße und Kuhturmstraße erfolgen, wie es schon in den älteren Plänen, die hier auch schon mal verlinkt worden sind, vorgesehen ist:
http://www.deutsches-architektur-for...?t=7195&page=6

Das halte ich aber für Wunschträume, denn zumindest die Leute, die vom Stadtzentrum über die Jahnallee und Zeppelinbrücke einfallen, werden sich den Schlenker sparen und über die verkehrsberuhigte und gerade eben auf beiden Seiten weitgehend fertiggestellte Verlängerung der Jahnalle / Haltestelle Angerbrücke einfallen. Der Rest gurkt irgendwie über den Markt oder über die Henricistraße oder Angerstraße.

Es wird Kaufland mit Sicherheit nicht das Genick brechen und auch nicht der Normalfall sein, aber ich ziehe weg, sobald die Bauarbeiten beginnen, weil ich keine Lust habe, künftig jeden Morgen vom Lieferverkehr geweckt zu werden. Die Frage wurde meines Wissens überhaupt noch nicht gelöst, aber die Waren fallen ja auch bei Kaufland nicht einfach so vom Himmel.
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Alt 26.01.10, 13:59   #9
dj tinitus
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@hedges:
die erfahrungen mit den markthallen in dresden und chemnitz sehen allerdings leider anders aus.
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Alt 26.01.10, 14:34   #10
Lipsius
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Um sich mal einer differenzierten Beurteilung des Sachverhaltes anzunähern muss man die komplexe Gemengelage berücksichtigen. Die Interessengemeinschaft der Ladeninhaber wünscht sich angeblich wirklich das Quartierszentrum. Es gibt zwar ein gutes Dutzend Geschäfte im Sektor Lebensmittel, diese haben aber zusammen gerade einmal 15% der Gesamtverkaufsfläche und ein entsprechend beschränktes Sortiment. Folge daraus ist, dass der übliches Wochenendeinkauf des Lindenauers nicht am L. Markt sondern in Einkaufszentren oder Discoutern in mehr oder minder großer Entfernung getätigt wird. Die Ladeninhaber erwarten von der Magnetwirkung zu profitieren, dabei durch festgesetzte Sortimentsgrenzen nicht unter allzu großen Konkurrenzdurck zu geraten. Im Gegensatz zu Netto, Lidl und Co bietet Kaufland meines Erachtens schon ein breites Angebot, gute Qualität und ein angenehmes Einkaufen. Insofern ist die Zielstellung schon nachvollziehbar. Was die Anwohner sagen, weiß ich nicht, immerhin hat sich LE mon. hist. klar geäußert.
Problematisch ist die Dimension, wie auch beim Kaufland in Gohlis und in der Dresdner Straße. Ein Hauptreibungspunkt ist die Anfahrbarkeit mit eigener (Hoch)garage im Obergeschoss (faktisch auf dem Dach, da diese Ebene nicht überdacht, sondern nur seitlich verblendet wird). Die Verkehrströme in die engen, noch dörflich geprägten Straßen von Altlindenau zu lenken, ist natürlich kontraproduktiv, da hat LE mon. hist. schon Recht. Ich habe übrigens gehört, dass beim Kaufland in Reudnitz die Anlieferung regelmäßig um 4:00 Uhr stattfand und eine Einigung mit den erbosten Anwohnern auf dem Rechtsweg ausgefochten wurde. Für die unmittelbar betroffenen Straßenabschnitte bedeutet das eine erhebliche Wohnwertminderung, da sollte man sich denke ich keinen Illusionen hingeben.
Der zweite Schwachpunkt der Planung ist die völlig maßstabslose stadträumliche Einbindung bzw. Nichteinbindung: der gesamte Block wird überbaut (mit Außnahme von zwei Altbauten an der Nordostecke, die den Anlieferbereich direkt über den Hof gestellt bekommen!), außerdem ist der Komplex de facto eingeschossig mit Parkflächen auf dem Dach, so zumindest die hier weiter vorn verlinkte Planung von 2005. Von einem höheren Standpunkt aus, z.B. vom Haus gegenüber, kann man dann direkt auf die geparkten Autos runtergucken. Der Baukörper, der den Markt links der zu entkernenden denkmalgeschützten Altbauten begrenzt, macht, wie man an der Abbildung oben sieht, keinen Hehl aus seiner Bestimmung. Schließlich ist der Abbruch oder Teilabbruch von vier Baudenkmälern in ansonsten weitgehend konsolidiertem Umfeld (ich beziehe mich auf die Bebauung des Lindenauer Marktes) für mich grundsätzlich indiskutabel. Seht euch mal auf der Visualisierung von Volkmann/Weis an, wie "sensibel" der Eingangbereich in das Gebäude mit den blauen Klinkern reingehackt wird.
Besagtes Dokument stellt auch klar, dass für die Komplettversiegelung und die Beseitigung von als wertvoll angesehenen Gehölzgruppen im Blockinnenbereich keine direkten Ausgleichmaßnahmen vorgenommen werden können, es ist schlicht kein Platz. Der Plan sieht immerhin die Begrünung eines Teils der Fassade (mindestens 77 Meter) mit Efeu, wildem Wein, Clemathis usw. vor.
Wie auch immer, hier wird ein baulicher Fremdkörper entstehen, der die Körnung, die Traufhöhe und die Fassadenrhythmik völlig konterkariert, an einem in Leipzig so einmaligen Platz (gründerzeitich überformter alter Dorfanger). Ich finde, da stellt sich schon die Frage, ob man einem privatem Investor, sobald er mit den Scheinen wedelt, grundsätzlich grünes Licht geben muss. Anerkennend muss man natürlich einräumen, dass einiges seitens der Stadt versucht wurde, um die Einschränkungen erträglich zu machen. Ich finde aber nicht genug. Mir ist zum Beispiel unverständlich, warum der Baukörper zum Markt hin nicht als normaler Geschossbau mit vier Etagen konzipiert wurde, die dann die Verwaltungs- und Technikräume des Zentrums hätten aufnehmen können, der Eingang ins Zentrum wäre dort repräsentativ einzufügen gewesen. Die Altbauten inklusive eines ausreichenden Hofbereiches zur Belichtung der Rückseite hätten als Wohnhäuser erhalten werden müssen. Die Autos gehören unter die Erde. Ganz zufriedenstellend ist der Platzbedarf eines Einkaufszentrums vom Schlage Kaufland in der Erdgeschossebene aber auf dem Block schlicht nicht unterzubringen. So, das war wieder viel "hätte-sollte-wäre", aber Kritik am unflexiblen Vorgehen in historischer Kulisse, wo - wie so oft in Leipzig - passend gemacht wird, was nicht passt, sollte erlaubt sein. Grundsätzlich hat Dave schon Recht, ein Konsum in der Größenordnung wie der in der Jahnallee oder maximal wie in der Könneritzstraße hätte sicherlich auch die Sortimentslücken geschlossen und die ganzen negativen Folgeeffekte vermeiden können.
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Alt 26.01.10, 19:27   #11
hedges
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@ Lipsius

das parkhaus in dem OG finde ich auch nicht gut. das wollte man auch schon bei dem neubau am connewitzer kreuz etablieren - da muss man kritik ueben.

bei den anderen punkten stimme ich nicht ueberall zu. der lindenauer markt hat weder eine einheitliche fassadengestaltung noch eine geschlossene traufhoehe. somit kann ich die kritik an dem baukoerper generell nicht teilen. auch denke ich dass ein konsum in der groessenordnung wie in der jahnallee oder koenneritzstraße keine zentrale wirkung erzielt, und das ist ja der kerngedanke des projekts. ein mittleres zentrum wiederherstellen wie es mal war und wie es in den großen staedten ja noch ist - hamburg, berlin, london, paris, etc. etc.... koenneritzstraße und jahnallee sind das ja garnicht. ausserdem wird der markt damit auch anderes kleingewerbe anziehen da dieser mehr frequentiert wird.

anderer punkt ist das argument des anlieferverkehrs. also hier solltet "ihr" schon mal entscheiden. soll es nun wieder eine mischnutzung in den alten gruendezeit vierteln geben oder nicht. da ist nunmal was los und es kann auch laut werden - es ist ja ne mischnutzung. sollten wir wieder die gruene wiese vorziehen? oder alles was laut ist an den stadtrand verlegen? dann haben wir was wir im A-forum meistens ablehnen - eine getrennte nutzung der stadt die mit infrastruktur erschlossen werden muss. die viertel, die leipzig zum gleuck noch vorweisen kann, sind nicht nur mit sanierten fassaden schoen sondern geben eine einmalige synergie aud wohnen, leben, einkaufen, arbeiten. man kann nicht von wiederbelebung traeumen und dann alles laute ausklammern.


@ dj tinitus

die markthalle in chemnitz kenne ich nicht. aber bei der dresdner muss ich zugeben dass es "nicht wirklich das gelbe vom ei ist". ohne jeglichen politischen hintergrund! aber chinesiche und arabische fast food laeden, kick der textildiscont, ein paar blumenlaeden und eine konsumfiliale machen das nun wirklich nicht zu einer markthalle. ich kenne supermaerkte die eher eine eindruck einer markthalle vermitteln als diese. fuer mich ist das konzept in dresden wirklich schlecht gelungen. soweit ich weiß soll in leipzig der wochenmarkt integriert werden. zudem alles vom obst/gemuese, fleisch und fisch angeboten werden - es soll eindeutig eine markthalle werden. na hoffen wir es.
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Alt 27.01.10, 01:20   #12
dj tinitus
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@hedges: die chemnitzer markthalle hat inzwischen wieder dicht gemacht.

@le mon. hist. & lipsius:

selbstverständlich ist dieses projekt nicht perfekt. aber

man kann doch nicht gegen perforierung sein - und gegen wiederverdichtung ebenso.
man kann doch nicht eine wohnwertminderung prophezeien - und gleichzeitig den erhalt der wohnungen in den eckgebäuden fordern.
man kann doch nicht verkehrslärm beklagen - und die leute zum einkaufen weiterhin auf kilometerlange anfahrtswege schicken wollen.
das passt doch nicht zusammen.

im übrigen halte ich es für gewagt, die bebauung der lindenauer marktes als konsolidiert zu betrachten, wenn der grösste teil des projektes auf brachflächen entstehen soll. und das paradebeispiel für einen gründerzeitlich überformten dorfanger ist meines erachtens in der gohliser menckestrasse zu finden.
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Alt 27.01.10, 09:01   #13
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Bitte genau lesen, wir sind natürlich absolut für Verdichtung, ein etwas kleinerer Einkaufsmarkt vom Zuschnitt eines Konsums zum Beispiel hätte diese Aufgabe auch und besser erfüllt. Bei Nachverdichtungen sollte der begrünte Innenbereich des Blocks natürlich nach Möglichkeit nicht versiegelt werden. Die Wohnwertminderung ist genau Folge der Baumaßnahme. Die Gohliser Menckestrasse hat nicht den Charakter eines Marktes.
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Alt 27.01.10, 13:48   #14
DaseBLN
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@ dj: ich finde, du legst hier zu sehr eine Entweder-Oder-Denke an, die ich hier keineswegs als gesetzt ansehe. Das Gebiet ist langsam aber sicher dabei, sich zu konsolidieren, wir haben es hier auch keineswegs mit baldigst zusammenfallenden Häusern zu tun, ergo besteht da kein akuter Handlungsbedarf. Das Zentrenkonzept und die Kaufland-Planungen stammen aus den 90ern, als einem um die Zukunft des Lindenauer Marktes wirklich noch Angst und Bange werden konnte. Hier hätte man durchaus einen Schnitt machen und eine Neuplanung in kleinerem Maßstab anstreben können. Nichts anderes wollte Lipsius sagen, falls ich das richtig verstanden habe. Der kleinere Maßstab hätte dann durchaus ja auch in der Form Supermarkt + Discounter, wie man das desöfteren sieht, umgesetzt werden können. Aber gut, die Messe ist gelesen. Schade trotzdem, dass man die Verzögerungen nicht für Anpassungen am Konzept genutzt hat.

Was mich ein wenig wundert: wenn der Markt nur zweietagig ist und die Fassade der beiden Altbauten erhalten werden soll, was kommt dann dort rein? Büros, Praxen, oder doch wieder Wohnungen?
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Alt 27.01.10, 13:52   #15
dj tinitus
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zum charakter eines marktes passt ein einkaufszentrum allerdings nun mal vorzüglich.
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