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Alt 06.08.17, 21:57   #151
Altbaufan_
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Mag sein, dickes aber:
Dort sind sie bereits seit längerem aussortiert und bieten nur eine Reserve, die bis 2020 genutzt werden soll, bevor neue Bahnen kommen, die u.a. sogar über WLAN, Steckdosen, Klimaanlage usw. verfügen sollen, also den Komfort eines Zuges haben. WIe sinnvoll Steckdosen sind, sei dahingestellt, aber es zeigt, welche Ansprüche dort und hier herrschen ... wo uns immer wieder erzählt wird, dieses und jenes gehe nicht und woanders wird es einfach gemacht und trotzdem sind die Preise günstiger (!). Auch Erfurt führt WLAN in Bahnen ein. Finde ich sinnlos, da heute fast jeder über Flatrates verfügt und sich selten >30 min in einer Bahn aufhält, aber man versucht für gestiegene Preise den Komfort zu erhöhen.
Dresden hat weiter diverse Kundengarantien, wo man in Leipzig gebetsmühlenartig auf Beschwerden und Kritik "das tut uns Leid" oder "dafür möchten wir uns entschuldigen" als Antwort bekommt und das war's i.d.R.

Desweiteren werden neue Straßenbahnstrecken und Querverbindungen bereits gebaut oder sind in konkreter Planung. Bei uns ist von alledem nix zu sehen, lediglich in Mockau wird ein Stück umverlegt (keine Neubaustrecke oder Querverbindung) und zum Herzzentrum könnte vielleicht ab 2045 (Achtung Ironie) mal ne Bahn fahren.
Auch neue S-Bahn-Strecken sind in Planung.

LG
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Alt 06.08.17, 22:47   #152
LE Mon. hist.
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Verbesserungen werden wir Bürger_innen nur durch entsprechenden politischen Druck auf allen Ebenen erreichen: Bund, Land und Kommune. Eine gute Gelegenheit zumindest für die beiden letztgenannten Ebenen bietet die anstehende öffentliche Diskussion und Verabschiedung des Nahverkehrsplanes:
http://www.leipzig.de/umwelt-und-ver...rsonenverkehr/
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Alt 07.08.17, 05:50   #153
LE Mon. hist.
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Zitat:
Zitat von LE Mon. hist. Beitrag anzeigen
Tag24, 16.4.
FEIERN STILLGELEGTE BAHNSTRECKEN IHR COMEBACK?
https://www.tag24.de/nachrichten/bad...lgelegt-237432
Bilanz seit April 2017:

LVZ, 23. Juli 2017
Zugverkehr
Halbzeitbilanz in Bad Düben: 5000 Leute sind schon Heide-Bahn gefahren
http://www.lvz.de/Region/Eilenburg/H...-Bahn-gefahren

- Heidebahn pendelt seit 14. April und noch bis 31. Oktober jedes Wochenende zwischen Lutherstadt Wittenberg und Eilenburg.
- Kosten: maximal 10,80 Euro
- Fahrtdauer: rund anderthalb Stunden
- Michael Jungfer, Vorsitzender des Fördervereins Berlin-Anhaltinische Eisenbahn, zieht eine positive Bilanz der Zugeinsätze durch die Dübener Heide „Unser erklärtes Ziel war die Strecke nicht sterben zu lassen. Nach längerem Stillstand und mit Unterstützung der Aufgabeträger Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt (NASA) und Zweckverband Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) konnten wir die Strecke zwischen Wittenberg über Bad Düben bis Eilenburg im April wieder aufnehmen. Am Wochenende und an den Feiertagen verkehren die Triebwagen bis zu vier Mal in jede Richtung“, so Jungfer.

- In den ca. 3 Monaten haben etwa 5000 Fahrgäste den Zug genutzt
- Sprunghafter Anstieg vor allem an Feiertagen wie Pfingsten oder zum Lutherfest in Wittenberg
- Auch an den normalen Wochenenden wird Zug stärker genutzt.
- Jungfer: „Der Fahrplan ist so gestaltet, dass Leerfahrten vermieden werden. Überall hat man dann Anschluss. Sei es in Wittenberg in Richtung Berlin oder in Eilenburg nach Leipzig.“

- Nach einer Auswertung der Fahrgastzahlen am Ende des Jahres wird entschieden, wie es mit der Verbindung weitergeht. „Es ist alles möglich. Von erneute Stilllegung bis zur Fortführung oder gar Erweiterung von Zügen. Wir haben von den Mitfahrern eine durchweg positive Bilanz. Viele wollen mal wieder Zug fahren und das mit einem Ausflug in die Region verbinden“, erzählte Jungfer.

- Haltepunkte sind in Sachsen die ehemaligen Bahnhöfe Bad Düben und Laußig sowie Eilenburg-Ost und Eilenburg, wo S-Bahn-Anschluss nach Leipzig besteht. In Sachsen-Anhalt sind es unter anderem Bad Schmiedeberg und Söllichau.

- Damit Bad Düben auch wieder in der Woche ans Bahnnetz kommt, seien täglich mindestens 1000 Fahrgäste notwendig seien. Expert_innen gegen jedoch von maximal 600 derzeit aus.
- Für Jungfer sei es auch eine Frage des politischen Willens: „Allerdings muss auch eine Finanzierung dahinter stehen. Sonst macht das keinen Sinn.“
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Alt 23.08.17, 16:44   #154
LE Mon. hist.
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Fachkonzept Nachhaltige Mobilität im INSEK Leipzig 2030

Ein Bestandteil des heute veröffentlichten Entwurfes des INSEK Leipzig 2030 (http://www.leipzig.de/stadtentwicklungskonzept) ist das
Fachkonzept Nachhaltige Mobilität, das 20 Seiten und 2 Karten umfasst (131/232 bis 154/232).
http://www.leipzig.de/fileadmin/medi...ittsthemen.pdf

Auf der ersten Karte ist eine Maßnahmenübersicht verschiedener Verkehrsträger (aus bestehenden Planungen/Programmen) verzeichnet. Neue Ideen, was in den nächsten 13 Jahren bis 2030 geschehen soll und muss, gibt es keine.

Eingetragen sind unter anderem

ÖPNV

Ausbau Straßenbahn
im Bau befindliche Maßnahmen
Im Bau/kurzfristig geplant

Trassenfreihaltung
Straßenbahn
S-Bahn

Untersuchungsstrecke
Neubau Stadtbahn/Straßenbahn
Umstellung auf Bus

Nach einem ersten Überfliegen würde ich sagen: Zukunftsweisend oder gar ambitioniert sieht anders aus. Aber das betrifft auch viele andere Fachkonzepte, die eher danach klingen: "Was wir schon immer so richtig gut gemacht haben und deshalb so weiter machen."
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Alt 23.08.17, 21:49   #155
Altbaufan_
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Ich kann mich nur anschließen. Ich bin regelrecht entsetzt von der Karte zum Verkehr, insb. ÖPNV/TRAM. Die Karte wirkt wie übernommen aus einem alten Konzept und hier und da etwas angepasst. Viele Trassenfreihaltungen oder Ausbauvorhaben der TRAM sind seit 15 Jahren in Plänen vorhanden. Bestes Beispiel, weil ich dort jahrelang langfahren musste:
Ausbau Georg-Schumann-Str. zwischen Kreuzung Chausseehaus und Lützowstraße. 2011 wurde dort not-ausgebessert, da der Dezember 2010 mit seinen Schneemassen und dem anschließenden Winter mit viel frieren-tauen-frieren zu Schäden führte. Der grundhafte Ausbau (ähnlich Karli, Lützowstr. etc.) sollte im Abschnitt incl. Straßen + Fußwege bereits um 2011/2012 erfolgen. Durch die Notreparatur und ein paar Eimer Farbe für Radwege hat man das Vorhaben erstmal verschoben. Ich glaube 2016 hieß es dann, dass die Umsetzung frühestens ab 2020 (!) möglich ist, da das Geld fehlt. Eine Verzögerung von 10 Jahren ist schon ne Hausnummer und mir in kaum einer anderen Stadt bekannt. Verschiebungen wg. Geldmangel sind deutschlandweit an der Tagesordnung, aber meist schafft man es dann zeitnah in nachfolgenden Jahren.

TRAM-NEUBAUSTRECKEN:
Es ist erschreckend, dass hier weiterhin nur Trassenfreihaltungen drin sind, die bereits 2003 im Konzept standen. Einsehbar, dass ich mir diese Aussage nicht ausdenke hier (pdf)

Seitdem sind fast 15 Jahre vergangen, umgesetzt wurde trotz seitdem vorhandenem Wachstum der Stadt kein einziges konkretes entlastendes Bauvorhaben für die Tram... keins!
Man schaue da nur nach Magdeburg, Berlin, Dresden, Bielefeld, Mannheim. Vom europäischen Ausland fange ich gar nicht erst an, wo einige Städte eine Straßenbahn gar komplett neu bauen oder reaktivieren (z.B. Frankreich, Lund/Schweden).
Mit diesem ÖPNV-Plan bis 2030 fragt man sich, ob hier nur eine Zahl gedreht wurde und aus 2003 2030 gemacht wird? Nirgends etwas konkretes, nur Trassenfreihaltungen, mit Ausnahme des Herzzentrums (hier wartet man auch seit Jahren auf Vorankommen) und Mockau (hier wird nur eine vorhandene Strecke verlegt, obwohl das dann besser erschlossene Neubaugebiet dort seit >30 Jahren existiert). Die Reaktivierung nach Liebertwolkwitz ist auch schon lange als Option vorhanden und meiner Meinung nach nicht von hoher Priorität, da die Masse des Fahrgastaufkommens in den innenstadtnahen Stadtteilen und angrenzenden Gebieten entsteht.

Neu sind im Plan wohl nur:

- Neubau/Reaktivierung Anger-Crottendorf
- Neubau Thekla/Mockau >>> Heiterblick, wohl in erster Linie um besser vom Betriebshof ein- und ausrücken sowie Ersatzfahrzeuge schneller in den Norden schicken zu können.
Alle anderen Vorhaben existieren bereits seit 15 Jahren als Option.
>Straßenbahnhöfe:
Durch die Schließung diverser Straßenbahnhöfe ist es bereits jetzt spürbar, dass bei Ausfall (Defekt) oder Störung die Bereitstellung von Bahnen länger dauert, insbesondere seit Schließung der "Wittenberger Straße", wo vor allem die Linien 9, 10, 11, 12 und 16 ruckzuck ersetzt werden konnten, aber auch alles, was über den Hbf. fährt. Mittlerweile müssen die Bahnen ab Angerbrücke geordert werden. Heiterblick + Dölitz sind noch viel weiter entfernt, insbesondere im Gebiet "Nord" fehlt mE ein Straßenbahnhof.

Selbst eine Reaktivierung von Querverbindungen wie z.B. Richard-Lehmann-Str. (von der HTWK > MDR > Kreuzung Zwickauer Str. > Naunhofer Str.) oder Hermann-Liebmann-Str. > Wurzener Str. zur Schaffung neuer Linien oder Entlastungsstrecken kann ich auf den ersten Blick nicht erkennen.

Bsp.: Das Gymnasium "Telemannstraße" mit künftig >1000 Schülern soll nur durch die Linie 89 erschlossen werden, indem sie morgens und nachmittags zeitweise verdichtet wird. Wer diesen Bus nutzt weiß, wie eng es auf der Strecke der 89 im Musikviertel tlw. zugeht und dass eine Reaktivierung der Strecke (Tram) Bundesverwaltungsgericht > Floßplatz > SüVo zumindest geprüft werden könnte. Das Goethe-Gymnasium in Schönefeld benötigt sicher irgendwann auch einen verstärkten Schülerverkehr auf der Linie 1, der normale 10min Takt kann bei Vollauslastung des Hauses nicht mehrere 100 Schüler aufnehmen, die alle zeitgleich ankommen.
Man kann nur hoffen, dass im Nahverkehrsplan, der eigentlich schon längst beschlossen sein sollte, wenigstens konkretere Aussagen zur Schaffung neuer Linien oder Querverbindungen auf vorhandenen Strecken stehen. Mit dem jetzigen Netz wird die LVB bei Wachstum auf 720.000 Einwohner definitiv keinen Blumentopf gewinnen, da gerade im Innenstadtbereich keine Kapazitäten mehr frei sind, um noch mehr Linien entlang zu schicken, wie die LVB tlw. selbst zugibt. Die Bahnen stauen sich gerade in den Hochzeiten im Bereich Hbf. schon heute, so dass man über alternative Linienführungen dringend nachdenken sollte, damit der Innenstadtring entlastet wird und mehr Fahrgäste dort nicht umsteigen müssen. Denn selbst wenn es neue Querverbindungen geben würde, steigt die Auslastung im Innenstadtbereich, da die Fahrgastzahlen durch Zuzug so oder so weiterhin steigen, stadtweit!
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Alt 23.08.17, 22:55   #156
Altbaufan_
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Gerade einmal 3,5 Wochen sind seit der letzten Preiserhöhung vergangen, da kündigt der MDV schon die nächste Preiserhöhung indirekt, aber deutlich, an. Wird ja im ÖPNV allgemein Preisanpassung genannt, da Erhöhung so böse klingt.
http://www.lvz.de/Mitteldeutschland/...weiter-steigen

Wo soll das noch hinführen?
Das Ziel der LVB, Fokus25, also 25% Anteil am Verkehr, wird somit ad absurdum geführt, da das Gesamtpaket sich nicht verbessert. Nur neue Bahnen reichen da nicht aus, engere Takte, Ausbau in den Abend- und Nachtstunden, durchschaubares einfaches (!) Tarifsystem, aber vor allem erträgliche Preise bringen mehr Kunden. Man schaue da nur nach Wien (Jahreskarte 365 Euro, 1 Euro pro Tag!), Paris, Tallinn, Malmö, Kopenhagen etc.
Ok, zu viele neue Kunden kann die LVB nicht mal mit der neuen XL abfedern, von daher darf es ruhig weiterhin langsam steigen .

Angeblich sind die Kommunen nicht bereit, auch nur eine der 6 Vorzugsvarianten zu finanzieren. Aber die Fahrgäste immer weiter zu Kasse bitten geht. Seltsame Logik.
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Alt 24.08.17, 09:02   #157
C. S.
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C. S. könnte bald berühmt werden
@ Altbaufan

du hast es treffend in der Plananalyse beschrieben: Da ist nichts neues drin. Neu ist der seit 2 Jahren im Gespräch befindliche S-Bf. GVZ Radefeld (als Option) und Marienbrunn (seit 20 Jahren Option). Liebertwolkwitz hat von allen Streckenoptionen die schlechteste Kosten-Nutzen-Bilanz, weil die NKU streng genommen als Nutzen nur die netto-Verbesserung misst. Da die Busse der Linie 75 dort recht passabel ausgelastet sind, dürfte sich der tatsächliche Anstieg in Grenzen halten und die hohen Baukosten killen das. Boshafterweise müsste der Busverkehr absolut grottig sein, dann "rechnet" es sich.

Ohne die Abschnitte detailliert nochmals aufzuzählen: Entweder hat man 20 Jahre lang in der schrumpfenden Stadt einen völlig überbordenden Plan gehabt oder jetzt mit exorbitantem Wachstum einen Schrumpfungs-Stillstands-Plan. Für beide Szenarien kann er nicht zutreffend sein!

oder andersherum: Oft genug wurde von euch hier penibel in Zahlen aufgelistet, wieviele Wohnungen nötig sind, um halbwegs das Wachstum abzufedern, ohne in 100jahre zurückliegende Überbelegungen (= Untervermietung von Zimmern) Zeiten zu fallen. Wir kamen auf ca. 4.000 bis 6.000 jedes Jahr, OHNE den Überhang aus den letzten drei Jahren, in denen viel viel viel zu wenig gebaut wurde. Dennoch entspricht der Bedarf der kommenden 15 Jahre rein an Wohnungen dem von 400 Hochhäusern. Ob man hoch oder breit oder tief baut - ich vermisse sowohl im Gesamtplan als auch im ÖPNV-Erreichbarkeits-Plan, WO diese Bauaufgaben erfüllt werden sollen.

An der Bewertung ändert auch die komplette Aufarbeitung nichts - dieses Thema kassiert keine Note 3 mehr!
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Alt 24.08.17, 09:10   #158
C. S.
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C. S. könnte bald berühmt werden
Preiserhöhungsankündigung.

Ich bin froh darüber, dass keiner der 6 Vorschläge kommt. Alle hätten massiv Kollateralschäden verursacht.

Die Ergebnisse aus der Diskussion im Frühjahr, alle Hinweise und andere Alternativen wurden jedoch ebenso totgeschwiegen. Das ist schlecht!

Dennoch verstehe ich die Mitteilung 350 Tage im Voraus als Wahlkampfhilfe, denn das Thema bietet sich an, dass eine Partei mit Umsicht das aufgreift und als Retter für sich ausnutzen kann. Auch wenn es Bundestagswaglen sind, 99% der Bürger bekommen das ohnehin nicht auseinander gedröselt.

Falls das auch nicht zutrifft, kann es ein Wiederanstoßen der Debatte bedeuten, was nur dadurch, dass alles andere totgeschwiegen wird, nicht wirklich überzeugend wirkt.

Letztlich bleibt neben mehr Geld auch die drängende Aufgabe, IM BESTAND sich besser zu organisieren, um mehr Mitfahrer zu gewinnen. Da ist noch irre viel Luft!
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Alt 25.08.17, 11:05   #159
LE Mon. hist.
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Aus dem bereits an anderer Stelle (http://www.deutsches-architektur-for...d.php?p=576328) angesprochene Aktionsplan der Initiative „Mobilität Leipzig 700plus“, einem Zusammenschluss der IHK zu Leipzig, der Handwerkskammer zu Leipzig, der Ingenieurkammer Sachsen sowie Gemeinsam für Leipzig e. V. und dem Unternehmerverband Sachsen e. V.:

Zitat:
II. Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)
Leistungsfähigkeit des ÖPNV erhöhen!
Ausbau des S-Bahn-Netzes in Ost-West-Richtung durch einen zweiten City-Tunnel!
Ausrichtung des ÖPNV-Netzes an einem Ring- und Tangentenkonzept!
Attraktive ÖPNV-Anbindung (S-Bahn) an arbeitsplatzintensive Standorte (Nordraum) und touristische/Freizeitdestinationen (z.B. Leipziger Neuseenland)!
https://www.leipzig.ihk.de/fileadmin...t-700-plus.pdf
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Alt 25.08.17, 11:51   #160
C. S.
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auch hier sind es unausgegorene Platitüden:

Ost-West-Tunnel --> gänzlich frei vom Wie oder Wieso ist das ein Thema, welches realistisch gesehen frühestens in 10 bis 20 Jahren eine gewisse Planungsreife erlangt. Zur Lösung aktueller Probleme, ganz im Duktus des Kapitels "Straßenverkehr" des Aktionspapiers, ist das nicht geeignet.

Ring- und Tangentenkonzept --> Was gibt es sonst noch? Vertikal? Im Ernst: Aktuell ist der ÖPNV genau in diesen beiden Richtungen strukturiert. Das ist nur eine Floskel mit Null Inhalt.

Attraktive Anbindung (=S-Bahn) zu Arbeitsplätzen und Freizeitzentren --> einziges Novum im Gegensatz zu heute. Der S Bf. Radefeld ist immerhin seit 2 Jahren eine Option (mal sehen für wieviel Jahrzehnte noch) und im Süden führt schlichtweg kein Gleis an die Freizeitzentren heran. Das wurde von der gleichen Gruppe auch nicht gefördert, als andere Initiativen um die Schienenanbindung rangen. Die Planungsgruppen Neuseenland sehen im S Gaschwitz den idealen Erschließungsbahnhof, weil dieser genau mittig zwischen vier Seen liegt. Wie von dortaus die Mami nebst zwei Kindern und diversen Strandspielzeugen im Hochsommer zum Strand gelangen (2 bis 5km Weg), bleibt immerwährendes Geheimnis. Nein, für das Aktionspapier ist die Zusammenfassung: "Resultat: Einwohner, Pendler, Touristen nutzen stärker den ÖPNV" Blasphemie angesichts der Qualität der Vorschläge und erst recht angesichts der Inhalte zu anderen Verkehrsträgern, die in direkter Konkurrenz zum ÖPNV stehen.

Ab in den Papierkorb damit
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Alt 26.08.17, 11:29   #161
LE Mon. hist.
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LE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfach
Hier ähnlich wie beim MIV der Vergleich mit dem Stadtentwicklungsplan Verkehr und öffentlicher Raum, Fortschreibung 2013, und die Frage, ob sich in den letzten vier Jahren irgendwas deutlich verändert hat oder hinzugekommen ist. Die Prämissen, unter denen beide Konzepte entstanden, sind ja doch recht unterschiedlich:

Seite 15: Bevölkerungsprognose bis 2025

Zitat:
Die Bevölkerungsvorausschätzung 2013 des Amtes für Statistik und Wahlen geht von einer Zunahme der Bevölkerung von 2012 bis 2025 um 56.000 auf 584.900 Einwohner in der Hauptvariante aus (562.800 Ew. in der unteren, 609.800 Ew. in der oberen Variante). Für die Planungen der Stadt und somit auch für den vorliegenden Stadtentwicklungsplan wird die Hauptvariante zugrunde gelegt.
http://www.leipzig.de/fileadmin/medi...EP_Verkehr.pdf


Geändert von LE Mon. hist. (26.08.17 um 11:46 Uhr)
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Alt 24.10.17, 05:14   #162
LE Mon. hist.
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Die BILD-Zeitung hat Einblick in die vom VTA im Rahmen der „Mobilitätsstrategie 2030“ erstellten Mobilitätsszenarien erhalten und stellt sie wie immer sachlich, nüchtern und neutral ihren offenbar überwiegenden autofahrenden Leser_innen vor:

OB JUNG HAT VERKEHRS-SZENARIEN DURCHGERECHNET
Wie fährt Leipzig in Zukunft?
http://www.bild.de/regional/leipzig/...4834.bild.html

Kurz und allgemein zur „Mobilitätsstrategie 2030“ und zum Nahverkehrsplan:
https://ratsinfo.leipzig.de/bi/vo020...OLFDNR=1007541
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Alt 24.10.17, 08:29   #163
hedges
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hedges ist im DAF berühmthedges ist im DAF berühmt
^ ja, die 'Bild' hat die braunen Töne des Dresdner Neumarkt für sich entdeckt - neurotischer Konservatismus. Schon das Bild zeigt, dass z.B. der Augustusplatz für den Autoverkehr komplett gesperrt sein sollte.
hedges ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.10.17, 18:40   #164
C. S.
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C. S. könnte bald berühmt werden
hier ist die Unterlage:

https://www.leipzig.de/news/news/mob...er-lebenswert/

und hier sind die Anlagen dazu (am Fuße der Seite)
https://ratsinfo.leipzig.de/bi/vo020...OLFDNR=1006083
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Alt 25.10.17, 09:13   #165
PhilippLE
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PhilippLE sitzt schon auf dem ersten Ast
Letztlich hängen alle kostenintensiveren Szenarien wohl von massiven Zuschüssen von außen ab. In einem Interview meinte der OB letztens dann auch ziemlich unverblümt, dass die Stadt selbst vorerst aus finanziellen Gründen mehr auf Fahrradverkehr setzt und sich keinen größeren Ausbau des ÖPNV leisten kann.

Was mir nicht ganz einleuchtet, sind die Prognosen für die Entwicklung des Modal Split. Vier Szenarien geben ja eine Senkung des MIV-Anteils von 40 auf 35 bzw. 30 Prozent vor. Das ist ein frommer Wunsch, aber ob er dann wirklich so erreicht wird? Interessant daran ist auch eine soziale Komponente. Zur Reduzierung des MIV-Anteils soll u.a. die Verknappung von Stellplätzen im öffentl. Straßenraum und ein intensiviertes Parkraummanagement (mehr kostenpflichtige Stellplätze) beitragen (Anlage 1, S. 23). Das trifft zwar schön die Menschen in den MFH ohne eigenen Stellplatz. Der Häuslebauer mit dicker Doppelgarage lacht darüber, fährt wie gehabt mit dem SUV Kreise um den Innenstadtring und stört sich auch nicht an ein paar Euro Parkgebühren.
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