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Alt 13.12.09, 13:56   #76
dj tinitus
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dj tinitus ist einfach richtig nettdj tinitus ist einfach richtig nettdj tinitus ist einfach richtig nettdj tinitus ist einfach richtig nettdj tinitus ist einfach richtig nett
@ungestalt: was soll daran gelungen sein, den turm an der niedrigsten stelle des grundstücks zu platzieren? das ist doch in sich völlig widersinnig.

zu den architekten: inzwischen ist ja nun bekannt, dass beide ursprünglich aus dem ruhrpott stammen und heute selbst der probsteigemeinde angehören. so sieht der entwurf auch aus und darum hat er wohl auch gewonnen.
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Alt 13.12.09, 14:01   #77
archLE
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archLE befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Was mir auf den modellfotos gerade aufgefallen ist. Im Hintergrund auf dem Leuschner Platz stehen drei Drahtgerippe. Soll das eine ev. Neubebauung darstellen? Bis jetzt ist man sich ja nicht einig was draus wird aus der Fläche. Aber vielleicht macht man sich jetzt nach dem Wettbewerb mal Gedanken? Finde es etwas verwirrend diese Drahtkuben, und das alte Bowlingcenter gibts auf der Modellpaltte scheinbar auch nicht mehr, was ich sehr fände, wenn das irgendwann mal abgerissen würde...
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Alt 13.12.09, 14:21   #78
garfield
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garfield befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
was die aufteilung und die städtebauliche einbindung des ersten entwurfs betrifft bin ich der gleichen meinung wie die meisten hier: durchaus gelungen!
aber mir misfällt eindeutig der retro-look der 50er...

aus meiner sicht hätte hier durchaus mehr mut zu einer lebendigeren fassade vorherrschen dürfen... natürlich verstehe ich das mittel begrenzt sind und keine konkurenz zum rathaus entstehen soll aber deswegen braucht man nicht sofort eine graue maus an diese stelle zu setzen aus lauter vorsicht ja nicht den umliegenden gebäuden die schau zu stehlen
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Alt 13.12.09, 14:41   #79
DAvE LE
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DAvE LE kann im DAF auf vieles stolz seinDAvE LE kann im DAF auf vieles stolz seinDAvE LE kann im DAF auf vieles stolz seinDAvE LE kann im DAF auf vieles stolz seinDAvE LE kann im DAF auf vieles stolz seinDAvE LE kann im DAF auf vieles stolz seinDAvE LE kann im DAF auf vieles stolz seinDAvE LE kann im DAF auf vieles stolz seinDAvE LE kann im DAF auf vieles stolz seinDAvE LE kann im DAF auf vieles stolz seinDAvE LE kann im DAF auf vieles stolz sein
@ungestalt - anhand der fotos konnte ich nicht mit sicherheit herausfinden, ob die nonnenmühlgasse eine verkehrsstraße oder eine fußgängerstraße werden soll. weiß da jemand schon genaueres? > Auf den Entwürfen ist sie kommend vom Martin-Luther-Ring als "beruhigte Straße" in Richtung Tiefgarage (sieht so aus) geplant. Der andere Teil in Richtung Peterssteinweg/Windmühlenstraße wird hoffentlich als "breite" Fußgängerzone gestaltet. Dort kann ich jedoch nichts genaueres sagen.

sie als tiefgarageneinfahrt zu mißbrauchen, halte ich für unangemessen. > Nu ja, sie exisitiert ja heute noch, nur liegt dort der Parkplatz auf der Ebene.

@archLE - Im Hintergrund auf dem Leuschner Platz stehen drei Drahtgerippe. Soll das eine ev. Neubebauung darstellen? > Diese sind identisch auch im "Planwerk 2015" der Stadt Leipzig zufinden. Eine Neubebauung ist seitens dem Stadtplanungsamt Leipzig geplant. Der 1. Baustein wird/soll die Markthalle an der Markthallenstraße werden.

das alte Bowlingcenter gibts auf der Modellpaltte scheinbar auch nicht mehr, was ich sehr fände, wenn das irgendwann mal abgerissen würde... > Joar, das steht neuerdings unter Denkmalschutz, wie mir mal zu Ohren kam. Es soll saniert werden und ein Kulturzentrum daraus entstehen. Mit der unterirdischen Bowlingbahn kann man das auch verstehen.
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Alt 13.12.09, 14:47   #80
lguenth1
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lguenth1 sorgt für eine nette Atmosphärelguenth1 sorgt für eine nette Atmosphärelguenth1 sorgt für eine nette Atmosphäre
Für mich ist es vor allem völlig unbegreiflich, daß Architekten nicht nur Entwürfe ohne Kirchturm einreichen, sondern diese auch noch auf vorderen Plätzen im Wettbewerb landen. Wie schlecht müssen dann erst die restlichen Beiträge gewesen sein? Aber auch der Siegerentwurf ist an der Aufgabe gescheitert, die über Jahrtausende entstandenen Traditionen im sakralen Bauen gleichzeitig in die Moderne zu transportieren und trotzdem neu zu interpretieren. Ein Kirchenbau muß zeitlos sein und mit seiner ganzen Erscheinung den transzendentalen Anspruch verkörpern. Stattdessen wird das Kirchenschiff vom Turm getrennt, was die schlimmsten Absonderlichkeiten der Nachkriegsarchitektur wiederholt. Der in die Breite gehende Kirchenraum mit rechtwinklig zueinander angeordneten Bänken ist ein Bruch mit allen Traditionen und wird im Gottesdienstbesucher ein Gefühl von Verlorenheit erzeugen. Traurig.

Von den bisher gezeigten Entwürfen bevorzuge ich eindeutig den ultramodernen. Wenn die vertikalen Fenster, die ich auf den Bildern zu erkennen glaube, ihre Lichtwirkung an diesem zentralen Ort entfalten könnten, würde der Bau seinen Zweck erfüllen. Wie kommt es, daß gerade einige der heftigsten Verfechter modernen Bauens bei diesem Paradebeispiel Angst vor der eigenen Courage haben? In der städtebaulichen Situation mit Trennung durch eine Hauptverkehrsachse würden sich die bestehenden Bauten mit dem Neubau nicht kannibalisieren, sondern gegenseitig bereichern.
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Alt 13.12.09, 14:58   #81
Young W.
 
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Zitat:
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die Zurückhaltung, auch gegenüber dem neuen Rathaus, was als die Dominante auch so bleiben sollte. Eine Art Zweikampf zwischen den beiden Gebäuden wäre nicht gut.
Diese Einschätzung ist ja heutzutage recht gängig. Auf diese Weise wird ein bestehendes Ensemble maximal vorsichtig ergänzt - niemals aber wird es grandioser werden. Mit einer solchen Einstellung wäre die Elbuferfront oder der Theaterplatz in Dresden unmöglich gewesen.

Der Kirchenentwurf wird dank dieser Herangehensweise immerhin nicht viel zerstören (worüber man angesichts der fehlenden Sensibilität vieler Architekten froh sein kann), verbessern wird er die Situation m.E. aber auch nicht. Die Orientierung an Kirchen der Nachkriegszeit ist eindeutig. Schade, daß man sich nicht am Neuen Rathaus orientiert hat. Aber das darf man ja nicht.
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Alt 13.12.09, 21:30   #82
Abyssalon
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Abyssalon könnte bald berühmt werdenAbyssalon könnte bald berühmt werden
Wenn so Architektur für das "dritte Jahrtausend" aussehen soll...? Ich hatte gehofft, die Anbetung des rechten Winkels hätte endlich mal ihr Ende gefunden. Einladend sieht das nicht aus.
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Alt 13.12.09, 22:35   #83
Gärtner
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Gärtner befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Ich bin extrem enttäuscht. Zurückhaltung mag ja für den ein oder anderen oberstes Ziel an diesem Platz sein, aber dieser Entwurf geht gar nicht. Er ist des Platzes gegenüber dem Rathaus überhaupt nicht würdig. Ein solche Kirche gehört da nicht hin.

Mit dem "Spacig-Modern" hätte man einen Bau geschaffen, der wie alte Kirchenbauten auch, noch Jahrhunderte später Eindruck beim Betrachter machen würde. Leipzig hätte damit absolut eine Attraktion mehr. Und er würde dem Rathaus keineswegs irgendetwas streitig machen, im Gegenteil. Durch die Aufwertung des Platzes könnte das Rathaus ebenfalls profitieren. Besonders schön ist auch die Ausrichtung der Kirche zum Wilhelm-Leuchner-Platz.
Der Sieger-Entwurf ist m.E. eine absolute Katastrophe!
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Alt 14.12.09, 01:53   #84
dj tinitus
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dj tinitus ist einfach richtig nettdj tinitus ist einfach richtig nettdj tinitus ist einfach richtig nettdj tinitus ist einfach richtig nettdj tinitus ist einfach richtig nett
tja, was will man machen?
die architekten, der baubürgermeister, der oberbürgermeister und inzwischen auch ein grossteil der gemeinde stammen ja aus der westdeutschen provinz. bei denen löst der biedere siegerentwurf wahrscheinlich heimatgefühle aus. fürs öko-gewissen gibt´s ein paar sonnenkollektoren auf´s dach, als lokalkolorit wird rochlitzer porphyr an die wände gepappt (man hat irgendwo gelesen, dass das für leipzig "typisch" sein soll) - und fertig ist das kuschelnest mit kleinem bäumchen im innenhof.
bis hierhin ist alles okay.
aber warum will man dann diesen introvertierten, fast fensterlosen bau überhaupt an diesem zentralen platz errichten, von dem man sich durch wände und mauern abschottet?

wer im siegerentwurf etwas modernes oder gar grosstädtisches zu erkennen glaubt, dem sei ein vergleich mit dieser kirche

http://www.versoehnungs-gemeinde.de/fv/foerderv.html

empfohlen. bereits 1932 im norden der stadt errichtet, strahlt sie mehr modernität, souveränität und offenheit aus, als der jetzt zu bauende betbunker für (exil-)katholiken.
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Alt 14.12.09, 06:28   #85
DAvE LE
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...und ein weiterer Artikel bescherrt die LVZ > http://www.foto-music-film.com/LVZ_1...rinitatis2.pdf

Gestern kam beim SachsenSpiegel (MDR) ein Beitrag zur neuen Trinitatiskirche. Das selbst ältere Leute auf die moderne Architektur stehen, glaube ich eigentlich nur immer zur hälfte. Abgesehen vom Kollegium, sagte eine Ältere auch, sie finde den Bau sehr schön oder gelungen. Ein junges Mädchen sagte, der Turm hätte spitzer sein können.

Die Architektur ist nicht schlecht, gefällt mir auch. Nur passt es nicht wirklich gerade für eine traditionsreiche Kirche, die im Sommer 2010 immerhin ihren 300. Geburtstag feiert (1710-2010), und an dieser Ecke. Andere Entwürfe hättens eigentlich auch nicht hinbekommen, eine klassische Kirche, wie man sie kennt, an diesem Standort oder überhaupt zu platzieren. Da ist in der Kirchen-Architektur der spac(e)ige Entwurf der Beste.

Das etwas modernes kommt, konnte man sich denken. Krier/Krohl hätte vielleicht was klassisches hervorgebracht oder ein Mix zwischen historisch (anlehnung an den vorgängerbau bis 1943) und modern. Nur wirkt der Entwurf von schulz&schulz tatsächlich wie ein Bunker, wie dj tinitus schreibt, und wird sicher als Kunstobjekt (ähnlich Bildermuseum) betrachtet.

Weiterhin bin ich für den historischen Standort zwischen West- und Rudolphstraße, auch wenn die Manet-Schule im Weg steht. Es ist nicht so, das am geplanten Standort keine Kirche stehen kann, jedoch aber nicht in dieser Art und Weise.
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Geändert von DAvE LE (14.12.09 um 09:21 Uhr) Grund: Meinung zur Kirche hinzugefügt.
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Alt 14.12.09, 09:24   #86
Valjean
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Valjean sitzt schon auf dem ersten Ast
Tja, ich bin einigermaßen niedergeschlagen beim Anblick des Siegerentwurfs. Zwar hatte ich bereits geringe Erwartungen, nachdem ich die Ankündigungen eines Kirchenbaus für das dritte Jahrtausend vernahm, aber dass so etwas uninspiriertes Rechtwinkliges an einer derart zentralen Lage in der Stadt realisiert werden soll, betrübt mich für die Stadt Leipzig.

Halte ich mir weitere, kürzlich fertig gestellte oder geplante Neubauprojekte vor Augen, z.B. die Bibliothek und den Fachbereich der Maschinen- und Energietechnik der HTWK in der Karl-Liebknechtstrasse oder in gewisser Hinsicht auch die Höfe am Brühl, so komme ich nicht umhin mit einem gerüttelt Maß an Polemik konstatieren zu müssen, dass die Kölnisierung und Ruhrpottisierung Leipzigs voranschreitet.

Offensichtlich gibt es genug Leute in der Stadt in entscheidender Position, welche großen Wert darauf legen, es den westdeutschen Großstädten gleich zu tun und deren Bausünden der 50er und 60er Jahre nachzuholen.

Abzuwarten bleibt ob sich genug (masochistisch veranlagte) Katholiken einfinden werden, um diese triste Kirche mit Leben zu erfüllen…
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Alt 14.12.09, 10:10   #87
Cowboy
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^ Natürlich werden die Katholiken in ihre auserwählte Kirche gehen...

Nachdem anhand eines gezeigten Modells (das bislang weder die künftige Farbgebung noch die endgültige Fenstergestaltung zeigt) nun genug Unmut über Exilkatholiken, westdeutsche Entscheidungsträger und die schleichende NRWisierung Leipzigs bekundet wurde, wäre es schön, wenn langsam mal wieder die Kurve gekriegt bzw. die Kirche im Dorf gelassen wird.

Der in der Tat etwas unglücklich gewählte Slogan "Bauen für das dritte Jahrtausend" konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Propsteigemeinde schon im Vorfeld einen modernen, aber sehr bescheidenen Neubau gewollt hat, der sich eher am ebenfalls nüchternen Vorgängerbau in der Emil-Fuchs-Straße ausrichtet als an der Versöhungskirche in Gohlis. Und ehrlich gesagt ist das auch eine Bescheidenheit, die ich mir bei einem Kirchenneubau im 21. Jahrhundert schon aus religiöser Sicht wünsche - besonders von einem katholischen Kirchenneubau in einer historisch überwiegend protestantisch geprägten Stadt, wo eine deutliche Mehrheit heute ohnehin konfessionslos lebt.

Übrigens steht bei mir um die Ecke eine Kirche, deren Turm an der niedrigsten Stelle des Grundstücks steht, was mir auch noch nie widersinnig vorkam.
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Alt 14.12.09, 11:30   #88
hedges
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hedges ist im DAF berühmthedges ist im DAF berühmt
Leute!

vielleicht sollten hier manche nochmal ueber ihre geistesblitze nachdenken und nochmal alles checken nachdem sie es geschrieben haben.

es geht hier nicht um diesen ausgekauten 1990'er jahre schwachsinn von Ost und West! falls sich manche nicht einkriegen, sollte die jenigen mal besser tief luft holen.
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Alt 14.12.09, 11:44   #89
Abyssalon
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Wenn bescheiden gebaut werden sollte, frage ich mich 1. warum an diesem Standort und 2. was an Platz 2 oder 3 bescheiden sei soll? Der Vergleich hinkt zwar, aber die Unikirche zeigt doch, was heute möglich ist. Und warum bedeutet bescheiden automatisch Bauklötzchenformgebung? Ich glaube nicht, dass jemand, der nicht katholisch ist, solcherlei "Bescheidenheit" von der Minderheit der Katholiken wünscht. Und gerade an diesem Standort, wo so gut wie alle Einwohner egal welcher Konfession (der Stadtstruktur seis gedankt) mehrmals in der Woche vorbeikommen, muss Architektur für alle sein. Aber so wie es aussieht entsteht ein weiteres Objekt, für das man sich als Leipziger fremdschämen muss.
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Alt 14.12.09, 12:05   #90
DaseBLN
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DaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiell
Aus rein städtebaulicher Sicht (wenn man es als reines Holzmodell betrachtet) ist der Entwurf sicherlich relativ erträglich. M.E. muss bzw. kann es allerdings nicht Sinn des Kirchenneubaus sein, auf Teufel komm raus den Blockrand zu schliessen. Gehen wir mal die Prämissen durch:

"Ein moderner Bau"

Der Kubus ist, wenn man sich mal den Kirchenbau des 20. Jahrhunderts betrachtet, eher altbacken als modern. Wenn man eine Kirche fürs 21. Jahrhundert bauen will, sollte man dies konsequent tun. Insofern hätten sowohl dieser (Hascher + Jehle) als auch dieser (Allmann Sattler Wappner) Entwurf eher diesem hehren Ziel entsprochen. Im Vorfeld wurde der jetzige Bau der Probsteigemeinde als "Schwimmhalle mit Turm" bezeichnet - wo ist jetzt abgesehen von Lage und Materialität der Fortschritt?

"Ein bescheidener Bau"

Wie bereits vor Beginn des Wettbewerbs geschrieben: wer im unmittelbaren Stadtzentrum baut, kann und darf sich nicht nur an seinen eigenen Ansprüchen und Erwartungen orientieren. Wenn bescheiden, warum nicht am Stadtrand? Es werden doch nicht umsonst für solche stadtbildprägenden Gebäude Wettbewerbe ausgeschrieben.

Was den Turm betrifft: die tiefste Stelle des Grundstücks juckt mich nicht, warum aber der Turm keine Ausrichtung zum Wilhelm-Leuschner-Platz, dem zukünftig wieder wichtigsten innenstadtnahen Platz, erfährt, will sich mir einfach nicht erschliessen. Eine Torsituation entsteht so und so nicht, entsprechend hätten beide Türme diagonal miteinander kommunizieren können.
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Fotos im DAF: Moskau

Geändert von DaseBLN (14.12.09 um 13:21 Uhr)
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