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Alt 02.12.10, 16:54   #31
Ranger
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Ranger sitzt schon auf dem ersten Ast
dann solltest du deinen freundeskreis neu sortieren, wenn dir deine rb freunde auf die nerven gehen. und wenn du noch mal kurz um die ecke denkst, dann kommst du vielleicht auch darauf, dass es nicht um die summe der investionen geht, sondern um deren ziel. anscheinend scheinst du fußball nur aus dem tv zu kennen. als selb aktiver spieler weißt du zb auch, dass der dfb-stützpunkt momentan äußerst ungünstig liegt, erst recht mit öffentlichen verkehrsmittel. denk mal bitte wirklich an die, die kein audi a6 fahren, sondern die, die noch von ihrer mama zum spiel gebracht werden müssen. deine kurzsichtigkeit und eure limitierung der betrachtung auf die 25 spieler im profi-kader .... aaah .... widert mich an. hier baut niemand eine dusch-und-sauna-trakt für 30 millionen, sondern ein trainingszentrum. und da ist es äußert hilfreich für junge fußballer, wenn ihr trainingsplatz nur wenige geh-minuten vom sport-gymnasium und der sport-mittelschule entfernt ist. es ist eine enorme belastunt für diese schüler, jeden früh bis nach abtnaundorf zu fahren. und wer jetzt behauptet "das ist das trainingsgelände von RB und nicht der sportschule", der sollte sich zu den alten leuten im altersheim setzen, die auch gerne über alles und jeden meckern. eine kooperation zwischen rb und weiterführenden ausbildungsstätten liegt ja nun mehr als auf der hand.
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Alt 02.12.10, 17:25   #32
ForzaLE
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ForzaLE sitzt schon auf dem ersten Ast
Da meine Bekannten nicht mit Bullidibumm in der "Fankurve" stehen sondern ihre Kohle sowohl aufm Platz als auch beim Konzern direkt verdienen, kann ich dir versichern, dass man bei dieser Standortfrage selbstverständlich an die armen Kinder zuerst gedacht hat... Eigentlich dürfte man sich noch nichtmal beschweren wenn man die DHfK rausschmeißt, dann müsste man direkt nur noch über die Straße laufen.

Als absoluter Fachmann weißt du natürlich auch, dass die meisten Bundesligisten über eigene Internate mit eigenem Trainingsgelände verfügen. Da das bei Red Bull Salzburg ebenfalls der Fall ist, bin ich mal gespannt inwieweit das Sportgymnasium Leipzig in diesen Planungen überhaupt eine Rolle spielt.

Ansonsten brauchst du dir keine Gedanken machen, dass ich Fussball nur aus dem TV kenne. Das ich mir diesen Vorwurf von RB Sympathisanten anhören muss, entbehrt nicht einer gewissen Komik.
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Alt 02.12.10, 17:45   #33
Ranger
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Ranger sitzt schon auf dem ersten Ast
mich würde es nicht wundern, wenn auch in phase 2 oder 3 ein internat geplant ist. spricht auch soweit nichts dagegen. zumindest fällt mir so spontan nichts ein. trotzdem kann ich aus deinem letzten beitrag nicht erkennen, wieso man jetzt nich am cottaweg bauen soll. bei le mon hist weiß ich wenigstens, dass er und seine 5 nachbarn gerne am rande einer betonierten fläche spazieren und joggen gehen, und das dann später nicht mehr gehen wird, wenn auf dieser betonfläche 5 fußballplätze sind. nur bei dir (forzaLe) weiß ich noch nicht so recht, wieso du nun eg dagegen bist. bzw mal ohne schwarz-weiß denken, zumindest kein befürworter für die standortentscheidung bist. du kennst die leute dort, dh du weißt selbst am besten, dass die jungen herren einen platz zum trainieren benötigen (da spielt die lage noch keine rolle), dann ist es klar, dass ein verein mit 15 und mehr mannschaften auch eine gewisse verwaltung braucht (auch völligst egal, wo die steht), und dass ein jugendstützpunkt erreichbar sein muss (genau DESWEGN wäre ich für den cottaweg). und ob der bauherr nun RB, LOK, fc sachsen, chemie, vfb, oder bsv schönau heißt, ist mir persönlich dabei absolut gleichgültig, solange annehmbar ist, dass ein profesionelles konzept und genügend mittel dahinter stehen. von mir aus kann auch kickers markkleeberg bis in die cl aufsteigen. oder lispia eutritzsch, eiche wachau, kulkwitz II. ^^ also kehre bitte nicht alle, die interesse an hochwertigem sport (sowohl im handball, ringen, wassersportarten, etc) in der stadt und region habn über einen kamm, und stempel sie als reine "erfolgsfans" ab. vll machst du das auch gar nicht, aber so versteh ich zumindest deinen letzten beitrag, und den davor.
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Alt 02.12.10, 18:14   #34
LEonline
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Ich bin der Meinung wir sollten Ressentiments irgendwelche Vereine betreffend, wie Cowboy schon anmerkte, in die Sportlounge verlagern. Hier in diesem fred wäre es angemessen nur das eigentliche Bauvorhaben und etwaige Auswirkungen auf die Umgebung am Cottaweg zu thematisieren.
Die Baukosten von ca. 30 Mio. sollen ja in 4 Bauabschnitten realisiert werden (so war es zumindest aus den Medien zu vernehmen). Ganz interessant ist hier mal der 1 : 1 Maßstabsvergleich mit dem Trainingsgelände des FC Bayern (7 Großfeldplätze + 2 Kleinfeldplätze) in Bezug auf den Maßstab hier vor Ort. Wenn man nun den Grundgedanken zugrunde legt, dass RB (6 Plätze) nicht wesentlich größer als der FC Bayern baut, muss man konstatieren, dass die angesprochenen Bereiche (BSV, Tennisclub, Motodrom, Nordbereich Kleinmesse) in etwa der Größe des Geländes Säbener Str. entsprechen.
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Alt 02.12.10, 18:36   #35
hedges
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hedges ist im DAF berühmthedges ist im DAF berühmt
Zitat:
Zitat von LE Mon. hist. Beitrag anzeigen
Der BSV Schönau hält meines Wissens auch überhaupt nichts von den Umsieldungsplänen (u.a. nach Connewitz). Angeblich kann sich RB nun eine Zusammenarbeit vor Ort vorstellen.

Es geht in meinen Augen aber auch weniger um den sogenannten ersten Bauabschnitt mit den Containern und die vier neuen Plätzchen, die Gegenstand des Aufstellungsbeschlusses bzw. Bebauungsplanes sind. Wenn es einen ersten Bauabschnitt gibt, gibt es mindestens noch einen zweiten, sehr wahrscheinlich noch einen dritten und möglicherweise noch einen vierten ... . Zumindest habe ich den Eindruck, sowohl Stadt als als der Brausekonzern wissen sehr genau, wie das alles in 5, 10 oder von mir aus auch 15 Jahren aussehen soll. Nur darüber wird nicht geredet, es geht ja zunächst nur um einen sowieso schon versiegelten Platz und ein Sportgelände. Und dann muss man sich ja irgendwann erweitern, weil man schon mal hier ist und Investitionen getätigt hat. Ins Elsterbecken geht nicht, also wohin dann? Kleinmesse, Auwald oder nach Westen? Da gibt es Kleingärtenanlagen, die Kaos-Villa und - wie vorteilhaft - weitere Sportplätze auf dem Charlottenhof.


Doch, ich kenne mich und ich kenne genügend Leute, die hier wohnen, die mit ihren Kindern oder mit ihren Hunden oder zu zwei den Auwald nahe ihrer Wohnung zur Erholung nutzen, früh oder abends noch mal laufen gehen, fahrradfahren usw. Danke für das Argument, genau den Eindruck habe ich nämlich auch. Im Rosental oder im Clara-Park würde man sowas nicht machen, da gehen die wichtigen Anwohner_innen im Waldstraßen- und Musikerviertel auf die Barrikaden. Aber bei den "Transferleistungsempfängern" und Künstler-Spinnerinnen in Lindenau geht es ohne Probleme.
Ich glaube die 'Schmierenkömödie' spielt gerade hier. Das verdammt verstaubte Argument vom großen übern kleinen Mann ist doch nun wirklich langweilig geworden - mindestens seit 1990. Wer mit dem Hund gehen will oder nochmal eine Runde die Beine vertritt kann das auch noch tun – selbst wenn RB Leipzig 30 Millionen verbaut hat.

Ich frage mich nur wer über den alten versiegelten Platz ohne Kleinmesse Attraktionen gerne in einer Auszeit schwelgt? Das Straßenraster wird ja so bestehen bleiben. Eventuell wird die Allee am Cottaweg mit anderen Alleen der umliegenden Straßen komplettiert. Wenn es zu einer erwartenden Erweiterung kommt, wird es meines Erachtens in Richtung Jahnallee gehen. Damit bekommt die Stadt einen ungeliebten Platz los und kann diesen tatsächlich veräußern.

Dann werden die Leipziger zwar das zweimal im Jahr entstehende Hafenviertel los aber es gibt auch den Begriff mit dem manche so ein Problem haben - 'Veränderung'. Ja LE Mon hist. - auch das passiert vor allem in einer Großstadt wie Leipzig. Aber bevor man es sich mit den Arbeitern und Bauern aus der Lindenauer Demokratischen Republik verscherzt wird RB Leipzig sicherlich wo anders seine Zelte aufschlagen. Damit man auch sicher nicht mit brennenden Fackeln und Heugabeln durch das Stadttor getrieben wird.

Wenn man mal nicht an den Investor oder Verein im Hintergrund denkt dann ist doch der Standort mehr als plausiebel und es kann eine eigentlich urbane Fläche eher aufgewertet werden. Auch ohne das Leipziger Naherholungsgebiet Auwald zu zerstören.

Geändert von hedges (03.12.10 um 11:58 Uhr)
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Alt 02.12.10, 19:10   #36
lguenth1
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lguenth1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphärelguenth1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphärelguenth1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Zitat:
Wenn es zu einer erwartenden Erweiterung kommt, wird es meines Erachtens in Richtung Jahnallee gehen. Damit bekommt die Stadt einen ungeliebten Platz los und kann diesen tatsächlich veräußern.
Genau diese Vermutungen sind der Grund, warum die Gegenstimmen so laut werden. Keiner weiß, wo genau was gebaut werden soll, wie viele Bäume abgeholzt werden, ob es dafür Ausgleichsmaßnahmen geben soll, ob Trainingsmöglichkeiten für die Sportschule bestehen, welche Kosten auf die Stadt Leipzig zukommen etc. Wenn diese Fragen zufriedenstellend beantwortet würden, hätte sicher selbst der größte Traditionalist nichts gegen eine Millioneninvestition einzuwenden. Die Planung der Teilnahme an der Champions League mag derzeit alle Kapazitäten binden, die Einbindung der Bürger in solche Großprojekte sollte aber durchaus noch machbar sein...
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Alt 02.12.10, 19:46   #37
Ranger
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Ranger sitzt schon auf dem ersten Ast
das ist jetzt wohl trend, als bürger immer laut zu schreien, seit stuttgart 21? 95% der bevölkerung hat doch selbst gar keine ahnung und meinung, und lässt sich das der lvz, bildzeitung etc nur aufdrücken, un glaub dann, es sei seine eigene meinung. da würde ich mich selbst auch nicht unbedingt ausklammern. alle haben sich lauthals über den siegerentwurf der st trinitatis kirche beschwert, und hat mal jemand was gemacht, außer schüchtern mal ein beitrag isn forum geschrieben? und weil in stuttgart auf einmal auf ein paar hundert oder wenige tausend demonstranten gehört wird, muss gleich jeder auf die barrikaden gehen?
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Alt 02.12.10, 19:47   #38
hedges
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@ luength1

Doch man weiss wo gebaut wird - http://www.deutsches-architektur-for...&postcount=220 Dadurch kann man doch abschätzen was gefällt würde - wenn überhaupt etwas gefällt wird. Ausgleichflächen halte ich bei diesem - wie schon erwähnt - eigentlich urbanen Gebiet für absolut sinnlos. Wird ein Ausgleich für die Waldflächen des Wilhelm-Leuschner-Platz geschaffen? Selbst wenn der Verein großzügig baut kann man doch kaum von Abholzung sprechen. Ein Räumlich Anbindung des Gebiets an Lindenau und das Waldstraßenviertel halte ich für eigentlich sehr sinnvoll falls es in zehn Jahren tatsächlich bis zur Jahnallee reichen sollte.

Meines Erachtens gibt es hier wirklich Unterschiede zwischen sinnvoller und gerechtfertigter Kritik seitens des Schweigens und der Kritik derer, die sich vom Kapitalismus überholt fühlen.

Ich kann mich an keine Kritik seitens der Bürger an dem geplanten Ausbau der B2 zur A720 erinnern welcher ein viel empfindlichere Ecke des Auwalds treffen würde und in einem viel extremeren Ausmaß. Ob sich das am Ende für die Stadt rechnet brauch man sicherlich nicht diskutieren - bei wirklich großem sportlichen Erfolg kann die Stadt nur gewinnen. Da sind sich glaube ich alle einig.
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Alt 02.12.10, 19:59   #39
ForzaLE
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ForzaLE sitzt schon auf dem ersten Ast
So um das mal zu versachlichen fahre ich mich auch mal wieder ein wenig runter. Da ich Fussball nunmal eben nicht nur ausm TV kenne, ist das ein hoch emotionales Thema für mich.

Ich bin gar nicht per se gegen diesen Standort auch wenn man das bei meiner Argumentation vermuten könnte. Mich stört viel mehr die schlechte Kommunikation und diese Kungelei mit der Stadt. Es vermittelt einfach den Eindruck als kommt jetzt der reiche Onkel ausm Süden, verspricht Championsleague und dadurch verbietet sich jede Kritik von vornherein. Die (Totschlags)Argumentationskette kennt man ja "nur Nazis und/oder linke Chaoten, Insolvenzen, zwanzsch Jahre keene Bundesliga (bis 1998 gabs Zweitligafussball), man soll doch froh sein, dor Vettel Basti". Aber lassen wir das...

Ich stimme da mit lguenth1 vollkommen überein. Wenn man seitens der Stadt und vom Verein einfach mal Transparenz schafft - ja zumindest Politik wird sich leider daran gewöhnen müssen - baut man wilden Spekulationen und Ablehnung vor. Was soll wann wie gebaut werden.

Auch wenn ich Tatsache keine heiße Liebe für RB aufbringen kann, kenne ich die wirtschaftlichen Rahmendaten eines Bundesligisten und den daraus resultierenden Nutzen für eine Stadt. Aus Liebe zu meiner Stadt sollen sie meinetwegen Erfolg haben aber ich verlange ein wenig mehr Demut vom "Verein" und dessen Sympathisanten!
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Alt 02.12.10, 23:04   #40
Abyssalon
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Abyssalon könnte bald berühmt werdenAbyssalon könnte bald berühmt werden
Kurz ein Wort zum L-iz-Artikel: http://www.l-iz.de/Sport/Fu%C3%9Fbal...g-Fluegel.html. Meines Wissens muss ein Bebauungsplan, bevor ihm der Stadtrat zustimmen kann, erstmal im Amtsblatt veröffentlicht werden, dann gibt es eine bestimmte Frist für Widersprüche o.ä., dann wird das geprüft und dann irgendwann kann der Stadtrat zustimmen. Wahrscheinlich findet am 15. Dezember eher die Abstimmung zum Aufstellungsbeschluss, also der Beschluss, einen Bebauungsplan aufzustellen, statt.
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Alt 05.12.10, 22:35   #41
LE Mon. hist.
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LE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfach
Bebauungsplan Nr. 384 „Westlich vom Cottaweg“

Holla die Waldfee, hier schlagen die Wellen hoch wie lange nicht mehr und irgendwie vermischen sich die verschiedensten Ebenen wie lokale Rivalitäten im Sport, Bürger_innenbeteiligung und Stuttgart 21 und anderes mehr. … . Mein Kommentar hat das Ganze auch noch weiter aufgeladen und ist zum Teil gründlich missverstanden worden. Mir sind die sportlichen Erfolge oder Misserfolge von RB, Lok, FC Sachsen, Chemie etc. eher egal und erst recht geht es mir hier nicht um "Antikapitalismus" oder eine "Kritik derer, die sich vom Kapitalismus überholt fühlen." Durchaus interessant finde ich in dieser Hinsicht die Stellungnahmen der "Ultras Red Bull" zur vorherrschenden Kritik an RB und würde sie sogar überwiegend teilen. Für mehr fehlen mir Zeit und entsprechende Statur : http://ultrasrbl.wordpress.com/

Mir geht es hier allerdings um das Bauvorhaben und darum, wie in der Stadtverwaltung und der Öffentlichkeit allgemein damit umgegangen wird. Und da gibt es meines Erachtens eine ganze Reihe von Kritikpunkten, auf die hier unter anderem von lguenth1 und ForzaLE hingewiesen wurde.

Ja, gegen den derzeitigen Standort und den bisher bekannten Umfang des Bauvorhabens von Red Bull wird es kaum Einwände geben. Ich habe zumindest keine. Wenn Red Bull den kleinen Parkplatz zunächst mit einem "Containerdorf" bebauen und die Sportplätze umgestalten will – nur zu. Wichtig ist mir lediglich, dass die öffentliche Verbindung von Lindenau aus nach Norden entlang des Cottaweges und der Wanderweg entlang der Kleinen Luppe dauerhaft erhalten bleiben. Beide Wege sind nach den bisher bekannten Plänen auch nicht gefährdet. Außerdem sollte für den SV Schönau 1893 eine akzeptable Alternative gefunden werden. Ich könnte mich also nun zurücklehnen und abwarten.

Skeptisch werde ich jedoch – und das ist derzeit tatsächlich nicht mehr als ein Gefühl – , wenn ich mir das völlig intransparente Agieren der Leipziger Stadtverwaltung ansehe. Und das habe ich mir genauer angesehen. Am letzten Mittwoch sollte auf der Sitzung des Stadtbezirksbeirates Leipzig-Altwest erstmals die bisher nur intern in der Dienstberatung des OB und den Fachausschüssen besprochene

Vorlage-Nr.: DSV/ 1034/
Bebauungsplan Nr. 384 "Westlich vom Cottaweg", Stadtbezirk Leipzig-Altwest, Ortsteil Altlindenau – Aufstellungsbeschluss
http://notes.leipzig.de/APPL/LAURA/W...4?OpenDocument

behandelt werden.

Die Anfrage der Grünen Nr. V/OB 235 vom 06.10.10 (
http://notes.leipzig.de/appl/laura/wp5/kais02.nsf/docid/56792A2805F5C8F3C12577B40048098B/$FILE/V-f-235.pdf ) war in der Ratsversammlung am 20.10.2010 nicht öffentlich beantwortet worden, sondern eine Antwort erfolgte schriftlich.

Der Punkt kam nun bei der Sitzung des Stadtbezirksbeirates Leipzig-Altwest wegen "Eilbedürftigkeit" sehr kurzfristig auf die Tagesordnung und brachte diese gehörig durcheinander. Außerdem hatten die Beiräte entgegen der sonst üblichen Praxis keine diesbezüglichen Unterlagen vorab ausgehändigt bekommen, sondern lediglich eine Tischvorlage am Tag selbst. Über den neuen Tagesordnungspunkt war zuvor in der Presse berichtet und wie üblich zu der im Allgemeinen öffentlichen Sitzung eingeladen worden. Umso überraschter waren die Beiräte, der anwesende Pressevertreter und die wenigen Gäste, darunter ich, als bereits in der Vorstellung der Tagesordnung klar gemacht wurde, dass dieser Punkt in einem nichtöffentlichen Teil der Sitzung behandelt wird. Über den Verlauf hat ja Gernot Borriss schon ausführlicher berichtet:
http://www.l-iz.de/Sport/Fu%C3%9Fbal...g-Fluegel.html

Da kommen also zwei Mitarbeiter des Stadtplanungsamtes, Herr Dr. Dietze und Jens-Uwe-Boldt, und der Bürgermeister für Umwelt, Ordnung, Sport, Heiko Rosenthal, ins Rathaus Leutzsch, um dort dann festzustellen, dass sie über das Bauvorhaben öffentlich nicht reden dürfen. O-Ton Rosenthal: "Wenn Sie eine öffentliche Sitzung wünschen, kann ich heute nichts vortragen". Nach längerer Debatte und reichlich Kritik an dem Vorgehen von einigen Beiräten werden dann Bürger_innen und Presse nach draußen komplimentiert und können sich dann eine Halbzeitlänge die Zeit vertreiben. Genau das meinte ich mit Schmierenkomödie. So blieb allerdings genügend Zeit, um sich so seine eigenen Gedanken zu machen, warum das Alles so läuft. Eine besondere Brisanz bei dem Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplanes in der vorgelegten Form kann es ja eigentlich kaum sein. Natürlich wird dann schnell orakelt und spekuliert und der eine oder andere Nebensatz von Verwaltungsmitarbeitern im noch öffentlichen Teil gab dafür auch einigen Anlass. So umfasst der Aufstellungsbeschluss das Gelände bis zur Jahnallee (insgesamt ca. 28 ha), das gar nicht Teil des Bauantrages ist (siehe die oben verlinkten Pläne). Laut Herrn Dr. Dietze (SPA) wurde das Plangebiet absichtlich größer gewählt als der offenbar bereits vorliegende Bauantrag für den ersten Bauabschnitt. Dieser umfasse nur Flächen, die bereits in der bisherigen Nutzung Sportgelände sind, und den zur Kleinmesse gehörenden Parkplatz. Der Grund dafür läge darin, auch die mit dem Bauantrag verbundenen Maßnahmen in der Umgebung in einem geordneten Verfahren diskutieren zu können, so z.B. die mögliche Errichtung eines Kreisverkehrs an der Kreuzung Jahnallee, Lützner Str. und Erich-Köhn-Str. zwischen dem Varieté-Restaurant-Revue-Theater "Am Palmengarten" und dem LVB-Gelände. Wieso aber kommt nun ein Kreisverkehr ins Spiel? Wozu wird der gebraucht? Für die paar Leute, die da auf den vier Plätzen trainieren? Wer bezahlt den? Red Bull vermutlich nicht, oder?

Das Motodrom wiederum ist nicht Teil des Aufstellungsbeschlusses. Hierzu wurde Dr. Dietze auch befragt und da wiederum meinte er, aktuell sei da nichts geplant, aber das Gelände könne "vielleicht in einem dritten Bauabschnitt" beansprucht werden. Und spätestens hier wird es für mich so richtig eigenartig. Über ein offensichtlich ziemlich wenig aufregendes Bauvorhaben wird eine Geheimhaltung ausgesprochen, wie sie nicht mal den diplomatischen Depeschen der USA zukommt . Gleichzeitig wird betont, dass immer nur über den ersten Bauabschnitt gesprochen wird. Und dann? Vielleicht bin ich blauäugig, aber ich kenne Bauplanungen eigentlich nur so, dass es ein Gesamtprojekt gibt. Dessen Ziele, Kosten und Dauer sind zumindest grob bekannt oder geschätzt. Dann wird es in einzelne Bauabschnitte geteilt, die dann nacheinander im Detail geplant und verwirklicht werden. Zuvor steht jedoch eine öffentliche Diskussion über das Gesamtvorhaben. Im Falle des Trainingszentrums von RB am Cottaweg wird offenbar anders vorgegangen, hier sprechen wir immer nur über einen ersten Bauabschnitt. Ingesamt sollen 30 Millionen Euro für das Trainingsgelände am Cottaweg verbaut werden. Wie viel kann ein Containerbau und die Herrichtung von vier Sportplätzen im ersten Bauabschnitt kosten? Was kostet ein späterer Neubau an der Stelle der Container auf dem jetzigen Parkplatz? Soll es angesichts der genannten Vorbilder für das Trainingszentrum – siehe den nächsten Beitrag – mittel- und langfristig bei vier oder sechs Trainingsplätzen bleiben? Wird sich RB nicht ausbreiten wollen und wenn ja, wohin? Warum wird nicht die über ja nun nicht völlig unwahrscheinlichen Erweiterungspläne im Zusammenhang mit den sportlichen Zielen des Vereins und die potentiell dafür zur Verfügung stehenden Flächen gesprochen? Bin ich nun lediglich paranoid und mache mir umsonst Gedanken? Oder wird da Salami-taktiert und viele Leute fallen darauf herein? Das kann ich leider nicht sagen, jedoch trägt das bisherige Vorgehen des Vereins und der Stadtverwaltung auch nicht gerade zur Beantwortung dieser Fragen bei.

Zitat:
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Nur solltest Du auch mal die Sachlage nach dem Kenntnisstand ausrichten und da ist bis dato ausschließlich von dem Gelände Cottaweg die Rede sprich eben die von mir bereits genannten Flächen. Ich finde es daher problematisch noch weitere Bereiche, die so nie kommuniziert wurden, einfach in das "Bedrohungsszenario" einfließen zu lassen. Es wird hier auch weder der Auwald noch große Teile davon einer Bebauung zugeführt sondern es werden (wenn überhaupt) nur ein paar Bäume gefällt werden, für die man an anderer Stelle sowieso wieder Ausgleichsmaßnahmen vornehmen müsste.
Diese "Bedrohungsszenarien" könnte man mit einem klaren Wort schnell ausschließen. Mir fehlt bislang aber eine klare Aussage, dass das nun beplante Gebiet auch mittel- und langfristig die Grenzen des Trainingszentrums umfaßt. Mittel- und langfristig heißt nicht der erste Bauabschnitt, der bereits im nächsten Jahr begonnen werden soll, sondern auch einen zweiten, dritten, vierten oder sogar fünften Bauabschnitt – je nach sportlichem Erfolg und damit in Verbindung stehender Finanzlage. Ganz konkret: Bleibt die öffentliche Verbindung zwischen Elster-Rückhaltebecken und Cottaweg erhalten, auch wenn RB vielleicht mal irgendwann auf eigene Kosten oder wie auch immer eine Wegverbindung (Brücke) zum Stadion auf der anderen Seite schaffen möchte? Das ist der direkte Weg vom Palmengarten in den nördlich von Lindenau liegenden Auwald und (nur) deshalb spazieren und joggen dort nicht wenige Leute entlang. Von anderen Trainingsplätzen hört man immer wieder Klagen, dass die Öffentlichkeit zunehmend ausgeschlossen wird. Dabei geht es nicht nur um die Trainingsanlagen selbst, sondern auch um öffentliche Wege in der unmittelbaren Umgebung, die auch zum Kibitzen genutzt werden können.

Ich mache mir kaum Sorgen um den Auwald. Ranger hat sicherlich recht, RB wird sich schon aus Imagegründen nicht an einer größeren Zahl von Bäumen vergreifen. Außerdem stehen da entsprechende Verordnungen und Gesetze vor. Aber bildet die Luppe die Grenze im Westen, auch wenn es RB mittel- und langfristig zu eng wird auf dem im Moment beplanten Gelände?

Momentan gibt es da, wenn ich es richtig in Erinnerung habe bzw. das Luftbild richtig interpretiere, ein großes und ein kleines Fußballfeld des BSV Schönau und mehrere Tennisplätze des Tennisclubs Grün-Weiß Leipzig e.V. In der Anlage 4 der Begründung zum Bebauungsplan Nr. 384 wird der Bestand so beschrieben: Die vorhandenen Fußballplätze des BSV Schönau 1983, bei denen es sich um 3 Großfelder/Naturrasen, 3 Kleinfelder/Naturrasen und zwei Hartplätze handelt, sind durch großzügige Rasenflächen und einen offenen Gehölzbestand umgeben. In die Sportanlage integriert ist eine kommunale Tennisanlage (5 Ascheplätze), die ebenfalls verpachtet ist. Das SPA wird das sicherlich besser wissen als ich, aber ich kucke es mir dieser Tage noch mal selbst an und lasse mich endgültig überzeugen. Das Bebauungs- und Nutzungskonzept für das geplante Trainingszentrum sieht demnach so aus: "Für den eigentlichen Trainingsbetrieb sollen wenigstens 6 Fußballfelder, von denen 3 Felder mit einer Rasenheizung versehen sind, errichtet werden. Vier Felder sind als Naturrasenflächen und 2 Felder als Kunstrasenflächen konzipiert. Ergänzt werden diese durch weitere Trainingsanlagen, wie Trainingshügel, Laufbahn und Torwarttrainingsfläche. Zwei der Fußballfelder orientieren sich in Nord-Südausrichtung nördlich angrenzend an die beabsichtigten Gebäude entlang des Cottaweges. Die übrigen Fußballplätze, die in Ost-Westrichtung orientiert sind, und andere Trainingsanlagen liegen westlich davon und grenzen an den Waldbestand an. Das südlichste der geplanten Fußballfelder soll auf seiner Südseite eine Tribüne für ca. 1000 Besucher erhalten." Hat das alles dort Platz? Neue Trainingszentren von Bundesliga-Vereinen haben sogar sieben, acht oder mehr Trainingsplätze. Kommen mittelfristig also unter Umständen noch weitere Plätze hinzu? Wenn ja, wo? Werden die Kleingärten des Bach'sche Erben e.V. an Anger- und Wasserstraße ( http://kgvbachscheerben.de/ ), das Gelände der und um die KAOS-Villa ( http://www.kaos-leipzig.de/ ) und die bereits existierenden Sportanlagen am Charlottenhof in der oder ähnlicher Form erhalten und damit der Öffentlichkeit zugänglich bleiben? Blickt man mal auf die Luftbilder ähnlicher Trainingszentren (wiederum unten) dann sehe ich da ganz ähnliche Situationen mit lauschigen Seen und repräsentativen Villen und Schlössern. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass das Begehrlichkeiten für das künftige repräsentative Trainingszentrum von RB in Leipzig weckt. Und ich weiß auch, wie gerne in vielen anderen Städten bei größeren Infrastrukturmaßnahmen, v.a. bei Umgehungsstraßen, auf die Flächen von Kleingartenvereinen zurückgegriffen wird.

"Die verkehrstechnische Erschließung des Geländes über den Cottaweg ist ungenügend. Es sind daher Varianten zu untersuchen, wie die Anbindung des Geländes über die Verlängerung der Erich-Köhn-Straße in Richtung Cottaweg sowie deren Ausbau in Richtung Jahnalle verbessert werden kann." Aussagen hinsichtlich des notwendigen Ausbaus der Erich-Köhn-Straße ließen bereits Befürchtungen aufkommen, dass das bekannte Parkplatzproblem der Red-Bull-Arena (http://www.deutsches-architektur-for...ead.php?t=9406 ) auf dieser Seite des Gewässers und damit von der A9 aus besser erreichbar gelöst werden sollte. "Für das Vorhaben sollen Flächen in Anspruch genommen werden, die bislang … zudem als Stellplätze für die Sportanlagen östlich des Elsterbeckens bauordnungsrechtlich gebunden sind." Wo soll dafür im Planungsgebiet oder an anderer Stelle ein Ausgleich geschaffen werden? Da sind natürlich alles Fragen, die nach dem Aufstellungsbeschluss im Detail zu klären sind. Die grobe Richtung, in der das gehen könnte, wird in der Begründung aber schon mal vorgegeben: "Allerdings werden
die Flächen, die künftig für sportliche Nutzungen zur Verfügung stehen sollen, unter Einbeziehung der heutigen Stellplatzflächen des Volksfestplatzes in Richtung Süden ausgedehnt. Die im südlichen Bereich gelegenen Flächen sollen weiterhin als Volksfestplatz genutzt werden können. Dazwischen sollen in Höhe der in Richtung Cottaweg verlängerten Erich-Köhn-Straße Flächen für Besucherstellplätze ausgewiesen werden. Entlang der westlichen Grenze des
Plangebietes liegen Flächen, die in den letzten Jahren bereits aufgeforstet wurden. Die zwischen Straßenbahnhof Angerbrücke und Erich-Köhn-Straße gelegenen Flächen sollen als Ersatz für die wegfallenden Stellplatzflächen genutzt werden.
" Dabei handelt es sich offensichtlich um dieses Gelände: http://maps.google.de/maps?f=q&sourc...,0.004823&z=18

Außerdem fragt man sich, im welchen Verhältnis die Kosten für den Straßenausbau zum öffentlichen Nutzen stehen. Nur für die (Nachwuchs-)Sportler_innen von RB und eventuell weiterer Vereine, die auf dem Gelände mittrainieren wollen, ist doch vermutlich kein Straßenausbau notwendig. Oder geht es (auch) um die Zuschauer_innen? Immerhin soll einer der Plätze mit einer Tribüne für etwa 1000 Zuschauer versehen werden. Wie reisen die an? Mit der Straßenbahn, dem Rad oder in etwa dem modal split entsprechend auch mit dem PKW. Wo sollen die dann parken? Im Wohngebiet oder auf den eigenen Parkplätzen? Wieviel sind da geplant und wie fährt man dahin und von dort weg? Soll der oben schon mal angesprochene in Diskussion befindliche Kreisverkehr an der Jahnallee für die Erschließung dienen?

"Im Plangebiet befindet sich die Erich-Köhn-Straße, die aufgrund ihres Ausbauzustandes aktuell nur eingeschränkt befahrbar ist. Im STEP Verkehr ist diese Straße als wichtige Hauptverkehrsstraße dargestellt." Soll das Bauvorhaben Trainingszentrum RB jetzt dazu dienen, den u.a. vom SPA seit langem forcierten, aber nicht zuletzt wegen der Finanzlage immer wieder verschobenen und dem Anschein nach nur noch aus Tradition in alle möglichen Konzepte bis hin zum SEKo fortgeschriebenen, von den allermeisten Anwohner_innen aber vehement abgelehnten Ausbau (siehe bereits im Jahr 2002: http://www.lindenauerstadtteilverein...ltlindenau.pdf ) der Anliegerstraße Erich-Köhn-Straße zu einer Hauptverkehrsstraße in Angriff zu nehmen? "Im Jahr 2003 wurde der Stadtentwicklungsplan »Verkehr und öffentlicher Raum« beschlossen, der bis 2015 einen Ausbau der Erich-Köhn-Straße auf ihrer gesamten Länge zur Hauptverkehrsstraße vorsieht. Sie soll künftig den Verkehr zwischen den beiden Bundesstraßen Jahnallee und Merseburger Straße aufnehmen und die Kreuzung Lützner / Merseburger Straße entlasten (http://www.leipzig-lexikon.de/STRASSEN/07119.htm )."

Das mag vielleicht klingen wie "der snob hat die macht un niemand hört auf uns pöbel", aber da stehen recht konkrete Erfahrungen mit ähnlichen Verkehrsplanungen in dem Gebiet dahinter. Ich möchte hier nur die an die Problematik der Zu- und Abfahrt vom geplanten SB-Warenhaus Kaufland am Lindenauer Markt erinnern (http://www.deutsches-architektur-for...ead.php?t=8921 ). Das zu Beginn des Jahres mehrfach geforderte Verkehrskonzept für genau diesen Bereich der Stadt liegt meines Wissens immer noch nicht vor.

Wenn das nun von RB und der Stadt ausdrücklich ausgeschlossen würde, könnten diesen "Bedrohungsszenarien" rasch die Grundlage entzogen werden. Aber stattdessen wird gemunkelt und es werden Stadtratsabgeordnete, Mitarbeiter_innen der Stadtverwaltung und Stadtbezirksbeiräte an ihre Schweigepflicht erinnert, weil – so Rosenthal – der Investor seine Pläne noch nicht öffentlich kommunizieren wolle und man sich dem als Verwaltung "ein Stück weit unterordnen" müsse. Solange keine Verträge mit Red Bull unterschrieben sein, will man dazu öffentlich nichts sagen. Aber was nutzt eine öffentliche Beteilung, auf die "Bürgerstadt Leipzig" sonst so stolz ist, wenn die Tinte dann trocken und alle Würfel damit gefallen sind? Christoph Jabs hat das sogar in Latein zum Ausdruck gebracht.

Und eine öffentliche Diskussion braucht Zeit, nur so können bestehenden Bedenken ausgeräumt und Akzeptanz erreicht werden. Stattdessen wird auf die Tube gedrückt, die „Eilbedürftigkeit“ ausgerufen und sollen ganz schnell die Weichen gestellt werden, obwohl noch nicht mal wirklich klar, wohin die Reise gehen soll. Bislang ist lediglich in etwa bekannt, wie der Zug aussehen und was er kosten könnte. "Da seitens des Fußballvereins eine sehr zügige Umsetzung des Vorhabens angestrebt wird – der Bauantrag für den ersten Bauabschnitt wurde bereits eingereicht – soll mit dem Aufstellungsbeschluss sehr zügig ein Planungsinstrument geschaffen werden, welches frühzeitig ein steuerndes Begleiten der beabsichtigten Entwicklung ermöglicht."

Ab wann möchte RB noch mal bauen?

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Alt 05.12.10, 22:46   #42
LE Mon. hist.
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Die Baukosten von ca. 30 Mio. sollen ja in 4 Bauabschnitten realisiert werden (so war es zumindest aus den Medien zu vernehmen). Ganz interessant ist hier mal der 1 : 1 Maßstabsvergleich mit dem Trainingsgelände des FC Bayern (7 Großfeldplätze + 2 Kleinfeldplätze) in Bezug auf den Maßstab hier vor Ort. Wenn man nun den Grundgedanken zugrunde legt, dass RB (6 Plätze) nicht wesentlich größer als der FC Bayern baut, muss man konstatieren, dass die angesprochenen Bereiche (BSV, Tennisclub, Motodrom, Nordbereich Kleinmesse) in etwa der Größe des Geländes Säbener Str. entsprechen.
Das Motodrom-Gelände ist im bisherigen Bebauungsplangebiet Nr. 384 "Westlich vom Cottaweg" allerdings gar nicht dabei. Die Rede ist von "wenigstens 6 Fußballfeldern" und weiteren Trainingsanlagen wie Trainingshügel, Laufbahn und Torwarttrainingsfläche.

Ich habe mir mal die Mühe gemacht und mir angeschaut, was andere Vereine in der Liga, in die RB noch will, in letzter Zeit gebaut haben, im Moment bauen oder für die nahe Zukunft planen und was das gekostet hat oder kosten soll. Ich habe jeweils versucht, auch hier weder die gleiche Auflösung im Luftbild auszuwählen, um den Vergleich zu ermöglichen:

RB Leipzig, geplantes Trainingszentrum am Cottaweg:
Investitionssumme etwa 30 Millionen Euro, Größe des Plangebietes einschließlich des Kleinmessegeländes ca. 28 ha
Entsprechend dem gegenwärtigen Planungsstand ist beabsichtigt
- 1 Trainingsgebäude mit Trainingsräumen, Umkleiden, Therapieräumen und Wellnessbereichen
- 1 Bürogebäude für Verwaltungs- und Geschäftsstelle
- 1 Internat sowie
- 1 Klubgebäude mit Ticketverkauf, Fanartikelverkauf und Restaurant
zu errichten.
Für den eigentlichen Trainingsbetrieb sollen wenigstens 6 Fußballfelder, von denen 3 Felder mit einer Rasenheizung versehen sind, errichtet werden. Vier Felder sind als Naturrasenflächen und 2 Felder als Kunstrasenflächen konzipiert. Ergänzt werden diese durch weitere Trainingsanlagen wie Trainingshügel, Laufbahn und Torwarttrainingsfläche. ... Das südlichste der geplanten Fußballfelder soll auf seiner Südseite eine Tribüne für ca. 1000 Besucher erhalten.

http://maps.google.de/maps?f=q&sourc...8,0.01929&z=16

FC Bayern München, Trainingszentrum an der Säbener Straße im Stadtteil Giesing
Ein ca. 200 Meter langes Hauptgebäude und insgesamt es acht Fußballplätze, auf denen auch die Amateur- und Jugendmannschaften von Bayern München trainieren.
http://www.muenchen-reisefuehrer.de/...er_Strasse.htm
http://sport.t-online.de/fc-bayern-t...15572864/index
Luftbild: http://maps.google.de/maps?q=M%C3%BC...5,0.01929&z=16

Außerdem wird auf dem Gelände der Fürst-Wrede-Kaserne ein neues Trainingszentrum für Amateure entstehen. Der Sportpark wird bis zu 70 Millionen Euro kosten. Geplant sind unter anderem sieben Fußballplätze und vier Sporthallen.
http://www.abendzeitung.de/muenchen/106221

Bayer Leverkusen, Trainingszentrum an der Westseite der BayArena
http://www.rp-online.de/bergischesla...id_881847.html
http://www.bayer04.de/B04-DEU/de/_md...l=aktuell-4284
http://maps.google.de/maps?f=q&sourc...01929&t=h&z=16

TSG 1899 Hoffenheim, neues Trainingszentrum am Schloss Agnestal in Zuzenhausen
Das barocke Schloss Agnestal wurde ab März 2008 in etwa 15 Monaten Bauzeit zum neuen Trainings- und Geschäftsstellenzentrum der TSG 1899 Hoffenheim umgebaut. Das sanierte Schloß wird für Events und Seminare genutzt. Angegliedert ist ein Neubau, der den neuen Trainingskomplex und das Jugendinternat der 1899er beherbergt. Die Kosten des Neubaus werden mit 15 Millionen Euro angegeben, die Grundfläche des neuen Zentrums mit 1960 Quadratmetern. Wiederum nach Westen an den Neubau angrenzend entstanden im ersten Bauabschnitt vier Trainingsplätze. Insgesamt ist Platz für bis zu acht Rasenplätze. Der Plan, noch einen überdachten Kunstrasenplatz anzulegen, musste aus baurechtlichen Gründen verworfen werden. Manager Jan Schindelmeiser: "Das hätte fast wie ein Flugzeughangar ausgesehen und nicht in die Landschaft gepasst." Die Gesamtkosten betragen 25 Millionen Euro. Angaben zur Gesamtgröße sind schwer zu finden, nach Pressemeldungen soll das Zentrum eine Fläche von über 7500 Quadratmetern umfassen und bei Bedarf können auch noch Teile der 16 Hektar im Hinterland genutzt werden.
http://www.bild.de/BILD/sport/fussba...ns-league.html
http://www.fr-online.de/sport/paradi...8/-/index.html
http://www.zuzenhausen.de/Sonstiges/...23-04-2008.pdf
http://www.faz.net/s/RubBC20E7BC6C20...~Scontent.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Agnestal
http://www.spox.com/de/sport/diashow...ntrum-neu.html
http://www.zuzenhausen.de/Sonstiges/...hoffenheim.htm
Kurze Diskussion im Nachbarforum: http://www.architekturforum.net/view...hp?f=40&t=2228
Das Luftbild ist schon etwas älter, daher ohne noch das Trainingszentrum mit den Spielplätzen:
http://maps.google.de/maps?f=q&sourc...01929&t=h&z=16
Interessant ist das leider sehr kleine Bild mit dem Plan des Trainingszentrums unter http://www.supporter-hoffenheim.de/4....php?cat_id=31 Es reicht im Westen bis an die beiden Teiche an der Horrenberger Straße und im Norden anscheinend bis an den Hubweg, schließt also offenbar auch Teile des im Luftbild zu sehenden Neubaugebietes Pilgerstadt mit ein.

Eintracht Frankfurt, neues Trainingszentrum im Stadtteil Riederwald
Vor wenigen Tagen hat Eintracht Frankfurt nach rund zweijähriger Bauzeit sein neues Leistungszentrum fertig gestellt. Auf dem Areal sollen zukünftig die acht Nachwuchsmannschaften des Fußball-Bundesligisten sowie zahlreiche Athleten in anderen Sportarten trainieren. Die Kosten für das Trainingsgelände belaufen sich auf 14,3 Millionen Euro. Die Stadt Frankfurt steuerte 2,2 Millionen Euro bei, das Land Hessen gab 700000 Euro.
http://www.echo-online.de/sport/fuss...rt2400,1421091
http://maps.google.de/maps?f=q&sourc...01929&t=h&z=16

Borussia Dortmund, neues Trainingsgelände in der Brackeler Straße
2005 erfolgte der erste Spatenstich für neues Trainingszentrum von Borussia Dortmund auf einer 18,3 Hektar großen Teilfläche des Flughafengeländes in Dortmund-Brackel. Bereits im Jahr darauf wurde es eröffnet. Das Gelände umfasst ein Funktionsgebäude und sieben Trainingsplätze. Auf vier Plätzen ist Rollrasen verlegt. Auf einem der Großfelder sowie den beiden Kleinfeldern wurde eine Kunstrasendecke aufgebracht. Alle Plätze sind mit Flutlicht und mit einer Bewässerungsanlage ausgestattet. Zwei Plätze verfügen darüber hinaus über eine Rasenheizung, wozu allein 78 Kilometer Heizschlangen verlegt werden mussten. Das Funktionsgebäude ist 1700 qm groß und umfasst Umkleideräume, Duschen, Kraftraum, Räume für Trainer, Physiotherapeuten und Krankengymnasten. Presseraum und Hausmeisterwohnung sollen in einem weiteren Gebäude untergebracht werden.
Im Juni 2010 begann der zweite Bauabschnitt. Bis Februar 2011 soll ein von dem Architekten Christoph Helbich von "Scheffler und Helbich" geplanter zweiter Gebäudekomplex für rund 3 Millionen Euro errichtet werden, in der dann die Bundesliga-Mannschaft ihre Heimatstätte finden wird. Geplant sind ein Wellness-Bereich, eine Spieler-Lounge, eine Arztpraxis, eine Küche, ein IT-Bereich, geräumige Umkleidekabinen und eine integrierte Sporthalle u.a.m. Zusätzlich wird ein weiterer Trainingsplatz für die BVB-Nachwuchsteams errichtet.
http://www.rp-online.de/sport/fussba...id_106340.html
http://www.die-kirsche.com/front_con...=39&idart=1617 http://www.derwesten.de/nachrichten/...15/detail.html
http://www.bvb.de/?%82%98*k%97%84%EC%5Dc%E6%8C%9C
http://www.ruhrnachrichten.de/lokale...art2576,940190
http://www.derwesten.de/staedte/dort...id3344646.html
http://www.ruhrnachrichten.de/sport/...t96344,1003562
Mehr dazu auch hier im Forum: http://www.deutsches-architektur-for...ead.php?t=7859
Google-Luftbild leider noch ohne das Trainingzentrum:
http://maps.google.de/maps?f=q&sourc...01929&t=h&z=16
Bei Bing in der Vogelschau ist da schon mehr zu sehen:
http://www.bing.com/maps/?mkt=de-de#...k0NTE2MTQyMzg=

FC St. Pauli, Trainingszentrum an der Kollaustraße in Hamburg-Niendorf
Auch der St. Pauli orientiert sich am Trainingszentrum des FC Arsenal und baut seit Mai 2010 für 3,5-Mio-Projekt sein Trainingszentrum an der Kollaustraße aus. Die Fertigstellung wird Mitte 2011 erwartet. Hier sollen neben den Bundesliga-Profis künftig auch die Jugendteams der U23, U19 und U17 trainieren. Grundlage ist ein so genannter Sportrahmenvertrag zwischen Verein und der Stadt: Pauli darf das Gelände die nächsten 25 Jahre ohne Pacht nutzen. Dazu schießt die Stadt noch 50 000 Euro für einen neuen Kunstrasenplatz zu. Auch Paulis Abteilung Fördernde Mitglieder unterstützt die erste Bauphase mit 225 000 Euro. Die bisher zweieinhalb Plätze werden zu drei Plätzen umgebaut, davon zwei mit Rasen und einer mit Kunstrasen, zusätzlich werden eine Flutlichtanlage und eine Rasenheizung gebaut. Das Klubheim wird zumindest renoviert, bei Aufstieg wohl sogar neu gebaut.
http://www.bild.de/BILD/sport/fussba...al-london.html
http://www.welt.de/die-welt/sport/ar...al-London.html
http://maps.google.de/maps?hl=de&q=h...01929&t=h&z=16

Auch der Zweitbundesligist SC Paderborn plant ein neues Trainingszentrum mit sechs Spielfeldern. Die Kosten sollen rund vier bis fünf Millionen Euro betragen.
http://www.scpaderborn07.de/66-Press...s-Zentrum.html
http://www.nw-news.de/sport/sc_pader...er_Aerger.html


Und da RB das Trainingsgelände des FC Chelsea selbst als Vorbild genannt hat (http://www.deutsches-architektur-for...890#post280890 ), kann man ja trotz der gewaltigen Unterschiede bei Finanzausstattung und Leistung einmal international schauen.

FC Barcelona
Der FC Barcelona hat im Januar 2009 offiziell sein neues Trainingszentrum, die Ciutat Esportiva Joan Gamper, eröffnet. Das für 68 Millionen Euro gebaute Trainingsareal, das rund vier Kilometer vom Stadion Nou Camp im Vorort Sant Joan Despi liegt, hat eine Größe von 136.839 Quadratmetern und beinhaltet fünf Natur- sowie vier Kunstrasenplätze.
http://www.11freunde.de/newsticker/117208
http://en.wikipedia.org/wiki/Ciutat_...va_Joan_Gamper
http://maps.google.com/maps?t=h&lci=...,0.009645&z=17

Ciudad Real Madrid
Das Trainingsgelände des spanischen Fußballvereins Real Madrid soll komplett fertig gestellt, 120 ha umfassen und damit zum größten Trainingsgelände der Welt werden. Die im September 2005 eingeweihte erste Bauphase des Geländes enthält die Trainingsstätte der ersten Mannschaft des Vereins sowie mehrere Trainings- und Wettkampfplätze für die 15 Nachwuchsmannschaften und erstreckt sich über ca. 20 ha. Neben Fußballplätzen befinden sich auf dem Gelände mehrere Bars, eine Klinik, Sporthallen und andere Trainingstätten.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ciudad_Real_Madrid
http://maps.google.com/maps?ll=40.47...al%20Madrid%29

Das Leistungszentrum des Französischen Fußballverbandes (FFF) Centre technique national Fernand-Sastre (CTNFS) in Clairefontaine
Ein Artikel von 1998:
http://www.tagesspiegel.de/zeitung/b...lls/47146.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Centre_...Fernand-Sastre
Das Gelände ist 56 Hektar groß, 6,6 Hektar davon sind Fußballplätze, und zwar sieben Naturrasen- und zwei Kunstrasenplätze.
http://maps.google.com/maps?q=48.613...01929&t=h&z=16

AC Milan, Centro Sportivo Milanello
17 Hektar umfasst das Gelände, rundherum kommen 40 Hektar hinzu, die im Besitz des Vereins sind. Es umfasst sechs Rasenplätze, einer davon aus Kunstrasen und einer mit einer Bodenheizung ausgestattet.
http://www.spox.com/de/sport/fussbal...reportage.html
http://en.wikipedia.org/wiki/Milanello
http://maps.google.com/maps?t=h&lci=...,0.009645&z=17

Entsprechende Schlüsse daraus kann nun jede_r für sich selbst ziehen. Mir ist es zu spät dafür, ich gehe schlafen. ;-)

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Alt 06.12.10, 14:12   #43
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Presseberichte

Im Forum von RB Leipzig ist man verständlicherweise ebenfalls in energischen Diskussionen, nicht immer sachlich, aber das sei großzügig verziehen

RB Leipzig sucht Trainingsgelände
http://www.rb-fans.de/forum/viewtopic.php?f=18&t=620

Interessant ist das Forum nicht zuletzt deswegen, weil Medienberichte insbesondere aus der LVZ im Volltext zitiert werden. Hier mal eine Auswahl aus der letzten Zeit:

LVZ vom 29.10.2010:
Einigung mit ansässigem BSV Schönau
http://www.rb-fans.de/forum/viewtopi...=620&start=230

LVZ vom 2.11.2010
RB-Trainingsgelände: Auge um Auge, Baum um Baum
http://www.rb-fans.de/forum/viewtopi...p=54124#p54124

LVZ vom 11.11.2010
Der Regionalligist RB Leipzig will nicht verraten, was er demnächst am Auenwald bauen wird
http://www.rb-fans.de/forum/viewtopic.php?f=20&t=1819

dradio.de vom 20.11.2010
Steuert Leipzig auf den nächsten sportpolitischen Skandal zu?
Rasenballsport Leipzig will ein Trainingsgelände bauen - in einem Naturschutzgebiet
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/1324026/

LVZ vom 1.12.2010
"Äußerst bedenklich"
Naturschutzbund lehnt Trainingszentrum am Cottaweg ab / Grüne fordern Verträglichkeitsprüfung
http://www.rb-fans.de/forum/viewtopic.php?f=20&t=2002

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Alt 08.12.10, 19:22   #44
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@LE Mon. hist.: Dein sehr interessanter Beitrag hat seinen Niederschlag in der L-IZ gefunden: Link.

Mir hatte sich beim Studium der Pläne die Frage gestellt, ob öffentliche Mittel für die dort erwähnten Aufforstungsflächen und die Stellplatzflächen der Kleinmesse geflossen sind und wenn ja in welcher Höhe. Dies ist neben der ungeklärten verkehrlichen Erschließung die kostenseitig relevante Frage für die städtische Entscheidung, steht aber einem Beschluß zur Aufstellung eines Bebauungsplanes meiner Meinung nach nicht im Wege. Bei der Verabschiedung des Planes sollten dann aber alle Fragen geklärt sein.
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Alt 08.12.10, 20:57   #45
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Die Renatierung des „Grabelands am Cottaweg“ lief, wenn ich richtig mit google umgehen kann, im Jahr 1999/2000 zumindest zum Teil über das sogenannte Ökokonto:
http://www.lter-d.ufz.de/data/WS_200...sch5996598.pdf - Folie 15
http://tubaf.qucosa.de/fileadmin/dat...ssertation.pdf

Hier noch die Präzisierung / Änderung Baubeschluss Sanierung - Volksfestplatz am Cottaweg aus dem Jahr 2006. Der Investitionsaufwand wird mit 3.180.000 Euro beziffert, wobei natürlich nicht alles Geld versenkt wäre, wenn da RB nun (in einem späteren Bauabschnitt) Gebäude und Sportplätze errichtet. Auch interessant ist dabei u.a. der Hinweis auf die "vertraglich geforderte Bereitstellung von ca. 2200 Pkw- und 200 Busstellplätzen für das Zentralstadion". Müssen die nun in der gleichen Zahl einen neuen Standort innerhalb des Planungsgebietes finden oder bleiben sie zumindest zum Teil im ersten Bauabschnitt erhalten?
http://notes.leipzig.de/appl/laura/w...-2271-text.pdf
http://notes.leipzig.de/appl/laura/w...257248002e1024
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