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Alt 07.01.11, 16:20   #91
LE Mon. hist.
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Einige der unter anderem hier im Forum gestellten Fragen wurden beantwortet, doch konnte ich mir leider nicht alles gleich merken.

Dauer des Erbpachtvertrages: 50 Jahre angepeilt
Höhe des Erbpachtzinses: ca. 30.000 Euro im Jahr

Die Planungskosten von ca. 120.000 Euro sollen hälftig geteilt werden. Hieß es nicht zuvor, für die Stadt würden gar keine Kosten entstehen?

Eine Anbindung des Trainingszentrums über die Erich-Köhn-Str. und damit verbunden ein Ausbau dieser sei nicht vorgesehen. Auf dem Plan wird stattdessen auf zwei bestehende Zufahrten vom Cottaweg aus hingewiesen, die unmittelbar an den geplanten Parkflächen liegen.

Der SV Schönau 1893 tritt nur Teile seiner Flächen an RB ab und bleibt (vorerst?) auf dem nördlichen Gelände.

Alles weitere sicherlich in den nächsten Tagen in den Medienberichten und Äußerungen der Umweltverbände:

LVZ-Online, 07.01.2011, 15:15 Uhr
RB Leipzig startet am Cottaweg das Unternehmen Fußball-Bundesliga
http://nachrichten.lvz-online.de/nac...a-a-68461.html

OP online
RB Leipzig baut 30-Millionen-Trainingszentrum
http://www.op-online.de/sport/fussba...m-1072821.html
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Alt 07.01.11, 16:55   #92
LE Mon. hist.
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Dave hat aus der PM der Stadt unter http://www.leipzig.de/de/buerger/new...eg-19244.shtml auch den letzten Abschnitt gekürzt, der meines Erachtens aber wichtige Informationen enthält:

Zitat:
Ausgleichsmaßnahmen für die Umwelt

Ab der Zugehörigkeit zur 2. Bundesliga ist im Rahmen des DFL-Lizenzierungsverfahrens die Existenz eines eigenen Nachwuchsleistungszentrums mit mindestens acht Nachwuchsleistungsmannschaften nachzuweisen. Vor diesem Hintergrund wurde das Trainingszentrum in seiner Größe und den infrastrukturellen Anforderungen vollumfänglich angemessen geplant. Das Vorhaben entspricht den umweltrechtlichen Gesetzmäßigkeiten. So wurden unter anderem umfangreiche Ausgleichsmaßnahmen beschlossen: Teilflächen der Gemarkung Lindenau mit einer Größe von rund 0,3 Hektar werden durch Ersatzaufforstungen in einer Größenordnung von 0,8 Hektar ausgeglichen.
Dass es mittel- und langfristig bei den acht Plätzen bleiben wird glaube ich denen noch nicht. Für die 2. BL muss es mindestens acht Nachwuchsleistungsmannschaften geben, die aber auf nur 3 Plätzen trainieren sollen. Gudel verwies darauf, dass anderswo jede Mannschaft 2 Plätze (Training und Spiel) hätte, sie das aber nicht für notwendig halten. Aber 1/3 Platz erscheint mir dann doch etwas wenig.

3000 m² Wald und Grünfläche werden umgehauen, dafür soll es auf 8000 m² Ausgleichsmaßnahmen möglichst im Auwald und am besten noch in Lindenau geben. Konkrete Flächen wurden nicht genannt, auf die Frage nach dem Motodrom antwortete Rosenthal, dass dies Sportfläche sei und auch bleiben wird.

Ich schlage vor, wenn möglich die Flächen nördlich der LVB zwischen Luppe und Cottaweg anzukaufen oder eventuelle bestehende Verträge aufzulösen und die Ausgleichsmaßnahmen in unmittelbarer Nähe anzulegen. Momentan gibt es dort ein paar Garagen und einen Schrottplatz von "Projectdanzim".
http://maps.google.de/maps?f=q&sourc...04823&t=h&z=18

Vielleicht ließe sich auch ein anderer Standort für die ehemals städtischen Betriebe Baureparaturen Leipzig-West GmbH (http://www.brw-leipzig.de/ ) und DPS Denkmalpflege, Putz & Stuck GmbH ( http://www.dps-leipzig.de/ ) finden und diese Fläche unmittelbar westlich der Luppe mit einbeziehen.
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Alt 07.01.11, 17:48   #93
LE Mon. hist.
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Ich denke schon, dass auch sowas hier mit reingehört. Für RB wird mächtig Dampf und natürlich auch einiges Geld locker gemacht. Zur gleichen Zeit sieht es so aus, als würde Leipzig die Eigenmittel für die EFRE-Förderung 2011 von zunächst geplanten 758.646,52 Euro auf 0 Euro zurückfahren. Für den Leipziger Westen hieße das konkret, dass alle Projekte, die über EFRE finanziert werden sollten, in dieser Form nicht durchgeführt werden können:

Siehe hierzu http://www.deutsches-architektur-for...827#post283827 und http://qm.leipzigerwesten.de/index.p...&id=2&auto=575.

Dies bedeutet dann wohl auch, dass der seit vielen Jahren geplante Grünverbund zum Auwald in der Verlängerung der Roßmarktstraße und unmittelbar nördlich der LVB-Wendeschleife bis zur verlängerten Erich-Köhn-Str. nicht oder zumindest nicht 2011/12 kommt. Zum Projekt kurz unter http://www.leipziger-westen.de/uploa...mt_Klein_1.pdf Folie 40 bzw. http://www.leipziger-westen.de/uploa...d_Auenwald.pdf , außerdem http://www.deutsches-architektur-for...408#post246408 .

Die Kosten wurden auf Kosten 150.000 € geschätzt, der Eigenanteil der Stadt Leipzig hätte 25 % und damit 37.500 € betragen. Das ist natürlich viel zu viel.

60.000 Euro Planungsleistungen für RB sind dagegen angemessen.
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Alt 07.01.11, 17:58   #94
lguenth1
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Sehe ich das richtig, daß nicht nur Planungskosten übernommen werden, sondern auch kein finanzieller Ausgleich für die gerade erst von der Stadt auf der überplanten Fläche investierten 1.247.000 Euro erfolgt? Da bin ich mal gespannt, ob das in Leipzig jemand als ebenso skandalös empfindet wie ich. Nach meinem laienhaften Verständnis der Doppik müßte die Summe dann zudem im nächsten Haushalt komplett abgeschrieben werden. Und bevor jemand mit den von OB Jung genannten 2.000 Arbeitsplätzen eines Zweitligisten kommt, sollte er diese Zahlen von Jubelperser Jung mal kritisch hinterfragen...
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Alt 07.01.11, 18:05   #95
LE Mon. hist.
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Lieber lguenth1, ich nehme an, dass siehst Du ganz richtig. Leider wurde auf der PK zwar nach dem 120. Geburtstag von Dietrich Mateschitz gefragt, aber nicht nach den läppischen 1,2 Millionen für die künftigen Parkflächen von RB.
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Alt 08.01.11, 19:12   #96
LE Mon. hist.
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Bewegte Bilder:

MDR, 08. Januar 2011, 14:17 Uhr]
RB Leipzig baut großes Trainingszentrum
http://www.mdr.de/sachsen/8080141.html

Freitag, 7. Januar 2011 17:31
Pläne für das RB-Trainingszentrum vorgestellt
http://leipzig-seiten.de/index.php?o...zig&Itemid=274

*********************************** ********************

LIZ, Gernot Borriss, 08.01.2011
RB-Trainingszentrum: Rathaus schwärmt vom unglaublichen Geschenk eines RB-Märchens
http://www.l-iz.de/Politik/Leipzig/2...-Maerchen.html

LVZ-Online, 07.01.2011, 20:00 Uhr
Lindenauer Stadtrat: Umweltproblem am RB-Gelände bleibt – Pläne auch Chance
http://nachrichten.lvz-online.de/lei...e-a-68585.html

SPD-Stadtrat Christian Schulze sieht weiterhin das Hauptproblem in der Verträglichkeit des Sportgeländes mit dem angrenzenden Auwald. „Wir haben an der Stelle ein Nadelöhr von Nord nach Süd." Der Forst zeige am Cottaweg eine seiner dünnsten Stellen in der Stadt. Da sei die Angst nicht unbegründet, dass die Natur Schaden nimmt. Vor allem Lärm und Licht von den Fußballplätzen, könnte etwa brütenden Vögeln zu schaffen machen.

Schulze war über die hohe Geschwindigkeit überrascht, die nun auch den Stadtrat erreicht. „Ich bin etwas irritiert, dass wir über RB schon auf einer Sondersitzung am 9. Februar abstimmen“, sagte er. Es dürfe doch jetzt nichts über den Leisten gebrochen werden.

Er sei außerdem froh über die Verkehrsplanung und das sich die - auf den wenigen veröffentlichten Plänen beruhenden - Befürchtungen, dass alte Pläne, die Erich-Köhn-Straße bis zur Jahnallee zu verlängern, nicht bewahrheiten würden. Diesen Plänen hat Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) am Freitag eine Absage erteilt. Einen Durchstich brauche auch keiner, meint Schulze. Schließlich sei im Zuge der Olympiaplanung die Straße Am Sportforum und die Hans-Driesch-Straße als westliches Einfallstor für Leipzig ausgebaut worden.

Laut Schulze sind die nun wegfallenden Parkplätze am Kleinmessegelände eine Gelegenheit, ein unansehnliches Areal an anderer Stelle zu verschönern. Er schlägt vor: „Direkt hinter dem LVB-Gelände könnten neue Stellplätze für die Schausteller entstehen“ - offenbar das gleiche Gebiet mit dem Schrottplatz und den Garagen, bei dem ich mir noch eher eine Renaturierung wünschen würde.

Und auch Schulze bringt noch einmal den seit langem geplanten Fuß-und Radweg direkt über das Kleinmessegelände bis zum Cottaweg - z.B. in der Verlängerung der Roßmarktstraße - ins Gespräch, der nun im Zusammenhang mit dem RB-Projekt entstehen könnte.
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Alt 08.01.11, 20:38   #97
Artec
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Artec ist einfach richtig nettArtec ist einfach richtig nettArtec ist einfach richtig nettArtec ist einfach richtig nettArtec ist einfach richtig nett
Zitat:
SPD-Stadtrat Christian Schulze sieht weiterhin das Hauptproblem in der Verträglichkeit des Sportgeländes mit dem angrenzenden Auwald. „Wir haben an der Stelle ein Nadelöhr von Nord nach Süd." Der Forst zeige am Cottaweg eine seiner dünnsten Stellen in der Stadt. Da sei die Angst nicht unbegründet, dass die Natur Schaden nimmt. Vor allem Lärm und Licht von den Fußballplätzen, könnte etwa brütenden Vögeln zu schaffen machen.
Er spricht von einem Nadelöhr. Soll das die Luppe sein? Oder meint er echt die 20m "Wald" an der Elster? Ich versteh die Aufregung an dieser Stelle überhaupt nicht.



Quelle: Bing Maps Microsoft


Wie man sehen kann zerschneidet den Auwald mehr oder weniger braches Land. Das ist in meine Augen kein zusammenhängender Wald

Darüber hinaus:

Brütende Vögel sollen von Lärm und Licht gestört werden?

Bei uns brüten Vögel in der Autobahnbrücke und außerdem suchen sich Vögel jedes Jahr neue Brutplätze nach eigener Wahl aus. Bei der Größe des ruhigen Auwaldes dürfte das auch in Zukunft kein Problem sein.
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Alt 08.01.11, 21:10   #98
DaseBLN
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@ lguenth1 / LE Mon. hist.: Der Vergleich der fehlenden Eigenmittel mit den hier vorgelegten Planungsleistungen hat doch in etwas das Niveau der Schwerter zu Pflugsch..., aehh, KiTas-statt-Citytunnel-Argumentation, die sonst bevorzugt im LVZ-Kommentarbereich stattfindet. Die Planungsleistungen selber ziehen nun einmal eine Investition nach sich, die sich auf ein Vielfaches belaeuft. Was die Parkplaetze betrifft, waere eine entsprechende Nachfrage waehrend der Pressekonferenz wohl hilfreich gewesen, solange hier keine entsprechenden Informationen vorliegen, sollte man sich allerdings spekulativ zurueckhalten, sofern hier nicht mal wieder eine grundsaetzliche RB-Antihaltung zu Grunde liegt...
__________________
Alle Bilder, soweit nicht anders angegeben, von mir.

Fotos im DAF: Moskau (Neue Bilder)
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Alt 09.01.11, 11:03   #99
Ranger
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Ranger sitzt schon auf dem ersten Ast
alleine die einnahmen durch erbpacht spielen nach 2 jahren die anlaufenden planungskosten wieder ein ^^ fällt das argument wohl flach. und was lärm und licht angeht, wurde hier auch schon 1000 mal zu stellung genommen. seit wievielen jahren existiert das motodrom? die fahren wohl alle mit elektro-bikes? hätt ich mir mal öfters anschauen müssen, bestimmt interessant. und die kleinmesse im frühjahr (zur optimalen brutzeit) findet zum glück bei kerzenschein statt. da blinkt nichts bunt und feuerwerk gibts sowieso schon mal gar nicht. ^^ wäre schön, wenn es mal etwas sachlicher bleiben könnte.
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Alt 09.01.11, 12:55   #100
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Als Nachtrag zu dem Vergleich mit anderen neuen Trainingszentren in Deutschland und ganz Europa ( http://www.deutsches-architektur-for...759#post281759 ) noch der mit dem neuen Trainingszentrum von Red Bull Salzburg in der Guritzerstraße, 5020 Salzburg-Taxham, gegenüber der Red Bull-Arena:

http://maps.google.de/maps?f=q&sourc...near=&t=h&z=17

http://www.bulls-club.de/herzlich-wi...-im-jahr-2010/
* Zwei Naturrasenplätze (einer davon ist beheizbar)
* Ein beheizbarer Kunstrasenplatz
* Ein Torwarttrainingsplatz
* Ein Ballspielkäfig mit einer Streetsoccerbande
* Eine Multifunktionsfläche (Fußballtennis, Kopfballpendel)
* Eine Finnenlaufbahn von 700 m
* Eine Flutlicht- und Bewässerungsanlage

Bilder:
http://redbulls.com/soccer/salzburg/...nfahrtplan.pdf

Neues Trainingsgelände - Red Bull Salzburg
http://www.youtube.com/watch?v=BeoQetWMw-E

Salzburg hautnah: sportnet.at in Taxham
http://www.sportnet.at/de/fotostory/...axham?offset=3
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Alt 09.01.11, 14:42   #101
LE Mon. hist.
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Noch viel interessanter finde ich allerdings die Vorgänge auf dem Gelände der ehemaligen Trabrennbahn in Salzburg-Liefering. Hier wird seit letztem Jahr eigentlich eine neue Red-Bull-Fußballakademie gebaut. Wenn ich alles richtig verstanden habe, ist der Fortgang des Projektes wie folgt:

Die Planungen wurden im Sommer 2008 vorgestellt. Planungs- und Baurechtsstadtrat Johann Padutsch (Bürgerliste - die GRÜNEN in der Stadt) hatte die Pläne zunächst unterstützt, änderte aber im Mai/Juni 2008 seine Meinung. Als Grund gab er an, dass sich Red Bull-Chef Mateschitz den Vorgaben der Stadt verweigere, etwa einem städtebaulichen Wettbewerb, einer transparenten Planung und einer Einbeziehung der Öffentlichkeit. "Aus meiner Sicht gibt es keine Unterstützung mehr für dieses Projekt, weil sich Red Bull einfach den Grundsätzen von einer Planungskultur in der Stadt Salzburg und auch den Demokratie-politischen Grundsätzen, die man auch beim Bauen und Planen anlegen muss, völlig entzieht. Und es wird von mir auch bis auf weiteres keine positive Haltung, Zustimmung oder sonst etwas dazu geben", sagt Padutsch.

Der Standard, 12. Mai 2008, 18:01
Salzburg: Red-Bull will in Schutzgebiet Fußballakademie bauen
http://derstandard.at/3314036

salzburg.ORF.at, 15.05.2008
"ZITZERLWEISE EINREICHUNG". Padutsch kritisiert Planung von Red Bull
http://salzburg.orf.at/stories/278069/

salzburg.ORF.at, 17.05.2008
Fußball-Akademie sorgt weiter für Debatten
http://oesterreich.orf.at/salzburg/stories/278459/

salzburg.ORF.at, 17.07.2008
Politisches Tauziehen um Fußball-Akademie
http://oesterreich.orf.at/salzburg/stories/293421/

Außerdem gab es heftige Kritik wegen der Verkehrserschließung sowie von Bürgerinitiativen zum Grünlandschutz, da Red Bull die Akademie auf dem Gelände der ehemaligen Trabrennbahn in Liefering mitten in einem Landschaftsschutzgebiet plant. Zudem hatte sich Red Bull lange geweigert, die Pläne für die acht Fußballfelder, den Y-förmigen massiven Baukörper für 150 Internatsschüler und die bis zu 170 Meter lange, überdachte Mehrzweckhalle für Fußball und Eishockey dem Salzburger Gestaltungsbeirat vorzulegen.

salzburg.ORF.at, 19.07.2008
Widerstand gegen Fußballakademie nimmt zu
http://oesterreich.orf.at/salzburg/stories/294019/

Der Standard, 05. August 2008
"Lex Red Bull": Erste Lücke im Salzburger Grünlandschutz
Für eine Fußballakademie im Schutzgebiet geplante soll die Salzburger Grünlanddeklaration gelockert werden - Ermöglichen soll dies eine eigens konstruierte "Lex Red Bull"
http://derstandard.at/1216918611624

salzburg.ORF.at, 16.09.2008
Red Bull präsentiert Pläne für Akademie
http://oesterreich.orf.at/salzburg/stories/307861/

Im September 2009 herrschte dann erst einmal Funkstille. Die Architekten von Red Bull blieben den Sitzungen des Gestaltungsbeirates der Stadt fern und gaben auch keinen Antrag für die finale Genehmigung ab. Dem Vernehmen nach hatte der Konzern das Projekt erstmal sogar zurückgestellt. Gleichzeitig wurden Gerüchte vernommen, dass Firmenboss Dietrich Mateschitz eine Verlegung der Akademie nach Leipzig plane, da das Projekt vom Gestaltungsbeirat systematisch kritisiert und teils auch verzögert werde. In dem Zusammenhang erhöhte sich der politische Druck: „So geht man nicht mit Wirtschaftsbetrieben um. Damit gefährden wir Arbeitsplätze.“

oe24.at, 30. September 2009 09:56
Umzug nach Leipzig? Red-Bull-Akademie vor dem Aus
http://www.oe24.at/oesterreich/chron...dem-Aus/645916

Im Januar 2010 hatten sich Planungs- und Baurechtsstadtrat Johann Padutsch und Red Bull nach längeren Diskussionen auf neue Pläne geeignet. Strittig war vor allem die Lage der künftigen Hallen: „Sie wurden im aktuellen Plan stärker nach Osten geschoben. Das bringt landschaftsgestalterische Vorteile, aber auch Vorteile in der inneren Abwicklung für Red Bull.“ Weil durch diese Variante aber rund 4000 qm Wald gerodet werden müssen, bietet Red Bull 15.000 Quadratmeter neuen Wald am Grundstück als Ausgleich an. Weil die Fußballakademie überdies „im öffentlichen Interesse“ ist, scheint eine Rodungsbewilligung durch die Forstbehörde sehr wahrscheinlich.

Salzburger Nachrichten, 28. Jänner 2010
Red Bull Akademie auf Schiene
http://www.salzburg.com/online/salzb...=&text=&mode=&

Salzburg 24, 28. Jänner 2010 16:33
Red Bull- Fußballakademie: Stadt und Konzern über Lage einig
http://www.salzburg24.at/news/tp:sal...00128-04331568

Neben den Querelen um die genaue Lage von Fußball- und Eishockey-Hallen und den damit notwendigen Flächenumwidmungen, Umweltschutzauflagen etc. gab es einen Streit über eine Zuschauertribüne. Red Bull will die Tribüne an einem der Fußballplätze errichten, obwohl das Trainingsgelände in Salzburg-Liefering nicht für Veranstaltungen vorgesehen sei. "Es ist ja am Anfang gesagt worden, wir brauchen dort nicht wahnsinnig viel für den Verkehr machen, weil es keine Veranstaltungen geben wird", sagte Padutsch. "Jetzt gibt es eine Tribüne. Ob das dann verkehrlich ein Problem bringt, mag man sehen, wie man will. Es ist eher ärgerlich, weil das am Anfang kein Thema war. Ich vermute, dass Red Bull das damit begründet, dass man für Nachwuchsarbeit auch so etwas wie eine Zuschauertribüne braucht, wenn einmal die Eltern der dort trainierenden Kinder sich einmal ein Spiel, ein Training oder sonst etwas anschauen wollen." Bis sämtliche Verfahren abgeschlossen seien, werde voraussichtlich noch ein Jahr vergehen, schätzen die Fachleute im Magistrat Anfang Januar 2010. Frühester Baubeginn wäre dann 2011 gewesen.

salzburg.ORF.at, 20.01.2010
Red-Bull-Fußballakademie weiter verzögert
http://oesterreich.orf.at/salzburg/stories/417321/

Im April 2010 rangen vier Teams aus Architekten, Landschaftsplanern und Vertretern von Red Bull immer noch darum, das Projekt Nachwuchsakademie genehmigungsfähig zu gestalten. Währenddesssen hatte der Bau dafür schon längst begonnen: Die Sanitär- und Umkleidegebäude für den Spielbetrieb waren schon gebaut, die drei Spielflächen wurden planiert. „Es handelt sich um die vorgezogene Errichtung jener Teile, die aufgrund der derzeitigen Widmung als Sportfläche möglich sind“, erläutert Stadtrat Johann Padutsch. Die Spielflächen samt den dazugehörenden untergeordneten Bauten – wie eben die Sanitär- und Umkleidekabinen – dürfen bei bestehender Widmung errichtet werden.

Stadtblatt Salzburg, 14.04.2010
Red Bull baut schon einmal
http://regionaut.meinbezirk.at/salzb...al-d29793.html

Im Mai 2010 wurde dann im Salzburger Gestaltungsbeirat beschlossen, dass auch die umstrittene Tribüne für die Red-Bull-Fußballakademie mit 400 Sitzplätzen gebaut werden darf. Stadtrat Johann Padutsch war darüber zwar nicht sehr erfreut, meinte aber: "Wenn es bei der Dimension bleibt, kann man davon ausgehen, dass es verkraftbar ist. Mehr darf es aber kaum mehr werden. Es soll kein Veranstaltungszentrum werden und das kann man am ehesten über das Veranstaltungsrecht sicherstellen. Aber im Grunde muss man sich darauf verlassen, dass sie halten, was sie sagen. Im Nachhinein könnte man das nicht mehr verhindern.“ Auch Red Bull solle sich an Regeln halten. Vor dem Bau der Akademie müssen noch mehrere Behördenverfahren abgewickelt werden. Ein Baubeginn sei voraussichtlich erst im kommenden Jahr zu erwarten.

salzburg.ORF.at, 06.05.2010
Tribüne bei Fußballakademie nun doch erlaubt
http://oesterreich.orf.at/salzburg/stories/440978/

Im Sommer 2010 waren drei neue Fußballplätze bereits fertig, zehn Flutlichmasten warteten auf das Einschalten. Alles war laut Auskunft der Stadt ordnungsgemäß bewilligt worden. Keine Bewilligung gab es jedoch für die Container-Kassen und für die Tribüne mit 200 Plätzen, die aber schon mal standen.

Johann Padutsch betonte, die Tribüne sei ein Schwarzbau und dürfe nicht benutzt werden. Red Bull hatte gegenüber der Stadt Salzburg lange Zeit behauptet, auf dem Gelände fänden keine Meisterschaftsspiele statt. Dann entdeckte Padutsch zufällig am 9. Juli auf der Website von Red Bull, dass Ende Juli 2010 der Liga-Spielbetrieb in Liefering starten solle. Zu dem Zeitpunkt lag der Antrag auf veranstaltungsbehördliche Bewilligung zwar schon zwei Tage im Amt vor, "allerdings völlig unvollständig und was die Unterlagen betrifft auch nicht genehmigungsfähig." Am 21. Juli habe dann Red Bull einen ganz Bewilligungsantrag gestellt, ergänzt der Stadtrat: "Zuerst hat's geheißen ohne Tribüne - da stand dann drinnen 'mit Tribüne', die am 23. Juli aufgestellt wird, was natürlich nicht möglich ist, weil ich für die Tribüne eine Baubewilligung brauche." Die Veranstaltungsbehörde müsse dann überprüfen, "ob die auch sicher genug ist, um Zuschauer draufzulassen. Red Bull braucht für eine Tribüne eine Bewilligung und jeder andere braucht diese Bewilligung auch. Deshalb verstehe ich nicht, warum man diesen Weg gegangen ist, einfach vollendete Tatsachen zu schaffen." Planungs- und Baurechtsstadtrat erstattete Strafanzeige gegen Red Bull, als er die Tribüne sah. In einer Verhandlung hat die Baubehörde dann an Ort und Stelle geprüft, ob das Samstag-Spiel nicht ausnahmsweise doch genehmigt werden kann. "Die können wir für dieses eines Spiel erteilen - allerdings nur ohne Benutzung der Tribüne, die einfach überprüft werden muss", sagt Padutsch, "Das ist alleine schon eine Verpflichtung gegenüber den künftigen Zuschauern. Alles andere muss nachgereicht werden werden. Es muss um Baubewilligung angesucht werden, es muss um naturschutzbehördliche Bewilligung angesucht werden." ORF Salzburg hatte bei RB drei mal angefragt, ob man auf diese Bedingungen eingehen könne. Drei mal hieß es lediglich: kein Kommentar. Auskunftsfreudiger war allerdings Padutsch: Red Bull nehme es mit den Genehmigungsverfahren auch in anderen Fällen nicht so genau. "Das war nicht das erste Mal. Wir haben ähnliche Dinge ja auch in Taxham (beim Trainingszentrum - Anm.) erlebt. Wir dürfen das in der Form schlicht und einfach nicht zur Kenntnis nehmen, weil wir nach rechtsstaatlichen Prinzipien alle gleich behandeln müssen."

salzburg.ORF.at, 28.07.2010
Streit um Red-Bull-Schwarzbau
http://salzburg.orf.at/stories/459099/

Anfang Oktober 2010 schloss dann allerdings der amtliche Naturschutz beim Land Salzburg den Bau der geplanten Red Bull-Fußballakademie aus. In einer Vorbegutachtung haben die Natur- und die Umweltschutzabteilungen massive Bedenken geäußert. Hinsichtlich dem Bau von Eishockeyhalle, Fußballhalle, Akademiegebäude heißt in der Stellungnahme des Landes eindeutig: "Dezidiert ausgeschlossen werden Hallen, Hochbauten, Tribünen et cetera. Eine Umwidmung steht im klaren Widerspruch zum Landschaftsschutzgebiet." Das gesamte Projekt sei rechtlich nicht bewilligungsfähig und deshalb grundsätzlich abzulehnen. Zum Standpunkt von Red Bull, wonach die Bauten ohne Beeinträchtigung des Landschaftsbildes umgesetzt werden könnten, heißt es: "Das sind unbelegte und beschönigende Darstellungen, die nicht einmal ansatzweise aufzeigen, wie das funktionieren soll." Die Schlussfolgerung des Landes lautete: Selbst wenn die Stadt an einer Bauland-Sonderwidmung für Red Bull festhält, eine naturschutzrechtliche Genehmigung der geplanten Anlage ist von vornherein so gut wie ausgeschlossen.

Die Stadt Salzburg zeigt sich überrascht und will das Behörden-Verfahren trotzdem fortsetzen. Johann Padutsch war empört: "Jetzt zu sagen, das sei nach dem Naturschutzrecht nicht bewilligungsfähig, das schlägt wirklich dem Fass den Boden aus. In sämtlichen Vorkontakten mit dem Land war nie in Frage gestellt, dass das grundsätzlich bewilligungsfähig ist. … Bisher kam immer der Druck: Macht´s, macht´s, macht´s. Und jetzt wird genau das Gegenteil gesagt. Bei der Diskussion um die Sport-Nachwuchsakademie ging´s nie um die Fußballfelder, sondern es ging immer um die Hallen und um die Hochbauten. Zum jetzigen Zeitpunkt das alles abzublasen, würde ich für relativ fatal halten."

Eigentlich sei das Projekt bereits auf Schiene, eigentlich spielen die Red-Bull-Juniors bereits auf der Anlage in Liefering, eigentlich sei die Fußball-Akademie von der Stadt komplett abgesegnet worden. Padutsch will nun das Flächenwidmungs-Verfahren wie geplant fortsetzen und appelliert an das Land, seine Haltung zu überdenken. Noch sei eine Verhandlungslösung möglich, hofft der Stadtrat. Doch die Aufsichtsbehörde des Landes musste die Entscheidungen der Stadt bestätigen und insbesondere den Flächenwidmungsplan genehmigen. Ohne diesen Flächenwidmungsplan sind die geplanten Großbauten nicht möglich.

Die Landeregierung wendet sich nun gegen die eigenen weisungsfreien Beamten beim Amt der Landesregierung. Ihre Gegnerschaft ändere nichts an der positiven Haltung der Landesregierung selbst, betont Naturschutz- Landesrat Sepp Eisl (ÖVP) und verweist auf das naturschutzrechtliche Verfahren. Nach Walter Blachfellner (SPÖ) sei die negative Stellungnahme der Beamten des Landes noch nicht das Ende für die Red-Bull Fußball-Akademie und eine Sonderwidmung für Red Bull noch immer möglich.

salzburg.ORF.at, 06.10.2010
Land schließt Red Bull-Akademie de facto aus
http://oesterreich.orf.at/salzburg/stories/474390/

salzburg.ORF.at, 06.10.2010
Red Bull-Akademie: Regierung für Bau
http://salzburg.orf.at/stories/474210/

90 Minuten.at, 06. Oktober 2010 um 07:50 Uhr
Red-Bull-Fußballakademie von Land Salzburg abgeschossen
http://90minuten.at/index.php/90minu...g-abgeschossen

Ich versuche mal noch herauszubekommen, wie da der aktuelle Stand ist und warum und wann RB Leipzig nun auf die Stadt Leipzig zugekommen ist und was das wiederum für die Fußballakademie in Salzburg-Liefering heißt.

Irgendwie habe ich aber jetzt schon ein Déjà-vu und fürchte, das Déjà-vu wird noch schlimmer.

PS: Sollte man auch schon mal ein Maßband besorgen ;-):

Bürgerliste, 23.08.2010
llegale Rodungen in Lieferinger Au
http://www.buergerliste.at/de/presse/detail.asp?id=1441

Kronenzeitung, 24.08.2010, 09:01
Für Fussballakademie. Wirbel um Rodung in Liefering - Kritik von der Bürgerliste
http://www.krone.at/Salzburg/Wirbel_...e-Story-216825

PPS: So richtig fündig bin ich bislang nicht geworden. Das jüngste nach meiner Suche ist ein Eintrag im Amtsblatt der Stadt Salzburg vom 15. Dezember 2010

Magistrat Salzburg
Zahl: 05/03/56932/2007/142

Betrifft: Änderung des Flächenwidmungsplans der Landeshauptstadt Salzburg (Flächenwidmungsplan 1997 - FWP 1997) einschließlich der Neuaufstellung des Bebauungsplanes der Grundstufe „Salzachsee 15/G1“ im Bereich der ehemaligen Trabrennbahn in Liefering II („Sportnachwuchsakademie – Red Bull“); Kundmachung zur allgemeinen Einsicht
http://www.stadt-salzburg.at/pdf/amtsblatt_24_2010.pdf

Hier im Luftbild noch die alte Trabrennbahn:
http://maps.google.de/maps?f=q&sourc...3,0.01929&z=16
http://www.openstreetmap.org/?lat=47...om=16&layers=M

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Alt 09.01.11, 15:35   #102
LE Mon. hist.
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Auf der RB-Website gibt es nun eine Zusammenfassung der Pressekonferenz zum künftigen RB-Trainingszentrum unter http://www.rb-fans.de/nlz2.php und interessante Audiokommentare von OB Burkhard Jung, Dietmar Beiersdorfer und Dr. Dieter Gudel:
http://www.redbullaudioplayer.com/pl...b27ad14ff1883d

Gudel rechnet an einem durchschnittlichen Trainingstag mit 150 bis 300 Besuchern, die "einfach zum Kucken vorbeikommen möchten". Das Internat wird zwischen 20 und 30 "Top-Elite-Nachwuchsspieler" aufnehmen. Die vier Spielplätze sollen noch in diesem Frühjahr angelegt werden, damit zu Beginn der neuen Spielzeit, die ab 1.7. bis 1.8. in etwa beginnen wird, schon unter den neuen Trainingsbedingungen trainiert werden kann.
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Alt 09.01.11, 16:46   #103
hedges
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hedges ist im DAF berühmthedges ist im DAF berühmt
@ LE Mon. hist.

Wieder einmal ein sehr ausführliche und umfangreiche Beiträge von deiner Seite.

Trotzdem muss ich fragen was die Umstände in Salzburg mit denen in Leipzig zu tun haben. Wo bitte liegt der Vergleich zwischen Bauvorhaben in Salzburg wo 4000qm Waldfläche abgeholzt werden sollten und dem Bauvorhaben in Leipzig bei dem jetzt schon Ausgleich Flächen bestimmt wurden?

Auch ist die Bemerkung des Lärms durch das Trainingszentrum, der Effekt der Beleuchtung auf dort lebende Tiere der Flutlichtanlagen sowie der jetzt entstehende Riss des Auwalds an dieser so schmalen Stelle abermals wirklich absolut lächerlich. Sie unterstreicht wieder einmal politische Affiliation und persönliche Einstellung zum Projekt und dem Auftraggeber. Vielleicht sollte man hier mal die Kurve kriegen und wieder zum eigentlichen Thema Zurückommen sowie auch mal die Argumente für den dichten Forst, in dem sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen mal überdenken.

Ich bin auch gerne bereit an einer persönlichen Führung im Auenwald teilzunehmen. Gerne würde ich die Argumentation für die Wildnis eingeklemmt in zwei Hauptachsen des Autoverkehrs zwischen westlicher Stadt und der Innenstadt verstehen - weil ich es wirklich nicht nachvollziehen kann! LE Mon. his.?


@ lguenth1

Die geringe zeitliche Spanne zwischen der Versieglung der unerträglichen Situation des Kleinmessegeländes und dem neuen Bauvorhaben ist schade aber sowas passiert eben. Die Stadt hatte sich damals zu Recht sehr schwer getan die 1,2 Mio. Euro locker zu machen - nun ging der Investorenfindung sehr schnell.

Auch hat user Dase absolut recht. Wie kann man einen Anteil der Stadt am Bauprojekt als Argument ausbauen? Wenn man von 3. Welt Ländern, die eine geringe Wirtschaftsleistung und sehr minimale Steuereinnahmen haben um selber zu investieren absieht, dann ist es normal dass die Kommune, das Land, der Bund oder die EU Investitionen von privater Seite mit öffentlichen Investitionen anlocken.

Ich kann mich nicht erinnern dass DHL die Start-und Landebahnen am Flughafen selber zahlte. Auch nicht dass BMW und Zulieferer die Erschließung des Industriepark Nord geplant haben. Weder hat Porsche die Güterbahnlinien zu den Häfen in Bremerhaven und Hamburg selber angelegt noch haben alle Mittelstands betriebe die Infrastruktur der Stadt selber beglichen. Auch habe ich weder meine Schule noch meine Uni selbst errichtet.

Was oder warum sollte das bei RB Leipzig das anders sein lguenth1? Noch schlimmer wird das Argument wenn man bedenkt dass anscheinend von der Linken Seite aufgerollt, es eher aus der konservativen und wirtschaftsliberalen Ecke der 1980'er Jahrte kommt. In dem der Staat Strukturinvestitionen, bei den durch finanziell verguenstigte Unternehmen der Privatwirtschaft, ueberlaesst.

Alles in allem, kriegen beide user, nicht die Kurve zwischen guten Punkten und politischem selbst Interesse. Was bei mir den Ansatz bildet wieder zum eigenltichen Projekt zu finden ohne dass man hier von teilweise sehr stark Meinungsorientierten Artikeln in den posting erschlagen wird.

Geändert von hedges (09.01.11 um 17:24 Uhr)
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Alt 09.01.11, 17:08   #104
LE Mon. hist.
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Zukunft des BSV Schönau 1983 e.V.

Hier noch ein Video aus dem LVZ-Video Center:
http://www.lvz-online.de/video/?bcpi...d=741282712001

Andreas Kluge, Vorstand des BSV Schönau 1983 e.V., geht noch davon geht, dass sein Verein nur einen Teil der Fläche an RB abtritt, aber "weiter definitiv auf dieser Sportanlage als Sportverein existieren und auch hier [...] Fußballsport ausüben können“ wird. Nach meiner Interpretation bedeutet die abschließende Bemerkung von Beiersdorf mittelfristig etwas anderes: "Wir werden natürlich versuchen, an anderer Stelle den BSV Schönau zu unterstützen."

RB würde mit einer Ausdehnung bis an den Weg vom Cottaweg zur Friesenstraße südlich des Motodroms Platz für mindestens zwei weitere Spielflächen gewinnen. Und wenn man weiter westlich in den Wald geht, der allerdings hier älter, höher, dichter und durch das LSG „Leipziger Auwald“ zumindest theoretisch besser geschützt ist als die südlich liegenden Aufforstungsflächen, auch noch eine oder gar zwei mehr. Schon im Aufstellungsbeschluss ist von „wenigstens 6 Fußballfeldern“ die Rede. Dr. Dietze (SPA) hat von selbst einen eventuellen dritten Bauabschnitt im Gelände des Motodroms ins Gespräch gebracht.




Freie Assoziationen auf Grundlage der in der PK veröffentlichten Pläne durch LE Mon. hist.

Wir könnten ja schon mal potentielle neue Flächen für den BSV Schönau suchen, vor allem auf der namengebenden Gemarkung: http://maps.google.de/maps?f=q&sourc...38581&t=h&z=15 Zwar sieht der Masterplan für den Lindenauer Hafen offenbar keine Sportflächen vor ( http://www.saaleelster.de/images/hafenlpz01.jpg ), aber da ist ja noch nicht aller Tage Abend. Und auch sonst dürfte sich doch ein Plätzchen finden lassen.
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Alt 09.01.11, 17:45   #105
lguenth1
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lguenth1 sorgt für eine nette Atmosphärelguenth1 sorgt für eine nette Atmosphärelguenth1 sorgt für eine nette Atmosphäre
Ein paar Fußballplätze bereiten mir bestimmt keine schlaflosen Nächte, dadurch wird kein Regionalligaspiel ein anderes Endergebnis haben. Auch sind wesentliche Kritikpunkte mit der Pressekonferenz hinfällig. Die Pläne sind endlich öffentlich bekannt, warum auch immer man damit so lange gewartet hat. Darauf könnte man sich später berufen, falls doch noch weitere Bauten geplant sind. Für die wegfallenden Waldflächen gibt es Ausgleichsmaßnahmen, größere Ausbauten der Infrastruktur sind momentan nicht geplant. Selbst die 60.000 Euro Planungsbeteiligung der Stadt sind noch vertretbar. Eine gerade getätigte Investition der Stadt muß dafür weichen, weil zum damaligen Zeitpunkt die jetzige Situation nicht absehbar war. Alles kein Problem.

Womit ich als Demokrat aber sehr wohl ein Problem habe, ist Unehrlichkeit von Volksvertretern. Denn Leipzig beteiligt sich durch den Verzicht auf die Parkflächen in siebenstelliger Höhe an einer privaten Investition, ohne auch nur ein Wort darüber zu verlieren. An einer Investition, die nicht annähernd mit den von Dir genannten Beispielen vergleichbar ist, weil sie für den Investor absolut alternativlos ist. RB ist durch die DFB-Vorgaben zu einem Nachwuchsleistungszentrum gezwungen, und RB ist zwangsläufig dazu gezwungen, dieses in Leipzig oder zumindest der näheren Umgebung zu errichten. Das Training von Leipziger Mannschaften kann nun mal nicht in Vietnam oder Torgelow stattfinden, womit alle Arbeitsplatzargumente hinfällig sind. Ein Verlagern des Vereinssitzes in eine andere Stadt ist auszuschließen, weil man es sich weder mit der Stadt noch ihren Einwohnern, den potentiellen Kunden, verscherzen kann. Zudem sollte man mir dann mal aufschlüsseln, welche kommunalen Steuern ein Fußballverein eigentlich zahlt.

ist, daß ich in diesem Fall erwarte, daß die Stadt sich klipp und klar dazu äußert, wenn sie die investierten Mittel zugunsten eines darauf nicht angewiesenen Konzerns abschreibt. Dann können Bürger, Stadträte und Aufsichtsbehörden darüber entscheiden, ob sie das für richtig halten oder nicht, und alle Diskussionen sind beendet. Ein Verschweigen unter der Hoffnung, daß es niemand mitbekommt, ist aber inakzeptabel. So sieht es für mich aus. Und soviel Spekulation nehme ich mir heraus...
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