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Umfrageergebnis anzeigen: Wie gefällt euch das Freiheits- und Einheitsdenkmal?
Gut 41 16,02%
Nicht gut 47 18,36%
Nicht gut, ich möchte das Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal zurück 110 42,97%
Könnte mich daran gewöhnen 25 9,77%
Weiß noch nicht 12 4,69%
Gut, jedoch nicht an diesem Standort 21 8,20%
Teilnehmer: 256. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen

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Alt 25.04.17, 12:58   #916
Klarenbach
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Klarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz sein
Die Behauptung, dass das Land Berlin an dem Planungsprozess für das Freiheits- und Einheitsdenkmal nicht beteiligt gewesen wäre, ist ja nun wirklich Unsinn. In den gesamten Planungsprozess war das Land eingebunden, am Wettbewerb waren zwei Sachpreisrichter des Landes beteiligt. (der damalige Kulturstaatssekretär Andre Schmitz und der Landesdenkmalpfleger Jörg Haspel)
https://www.bbr.bund.de/BBR/DE/Baupr...cationFile&v=2
Außerdem gibt es eine Baugenehmigung des Landes Berlin, die von niemanden in Zweifel gezogen wird.

Für die ständig vorgetragene Behauptung, dass das Freiheits- und Einheitsdenkmal "von einer breiten Mehrheit" abgelehnt würde, wurde bisher noch kein Beleg vorgebracht. Es gibt keine Demonstrationen gegen das Vorhaben und kein Bürgerbegehren. Eine Internet-Petition für einen Neustart des Denkmalprojektes ganz im Sinne von Odysseus hat gerade einmal 92 Unterstützer gefunden. Das ist wirklich nicht viel.
https://www.openpetition.de/petition...inheitsdenkmal

Daher sehe ich keinen Grund, dass Denkmalprojekt zu stoppen.
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Alt 25.04.17, 13:52   #917
Odysseus
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Odysseus ist essentiellOdysseus ist essentiellOdysseus ist essentiellOdysseus ist essentiellOdysseus ist essentiellOdysseus ist essentiellOdysseus ist essentiellOdysseus ist essentiell
@ Klarenbach

ich bewundere ja immer deine "spezielle" Wahrnehmenung auf die Themen.

ist, dass das Einheitsdenkmal keum bis gar keine Unterstützung aus der Bevölkerung hat. Aber das wäre doch eigentlich die zentrale Aufgabe des Denkmals, Akzeptanz, Freude und Emotionen zu entfachen.

Wenn es Emotionen entfacht, dann primär negative. Und das finde ich einfach unglaublich schade. Dabei sind Menschen ja durchaus zu begeistern. Wenn man mal an die Frauenkirche in Dresden denkt, die ja als das zentrale Denkmal für Frieden und Versöhnung steht, dann sieht man doch, dass man auch Menschen für solche Themen begeistern kann, ja dass sie sogar bereit sind dafür Geld zu geben.

Hier sind wir doch sogar einen Schritt weiter, das Geld ist ja da. Es ginge jetzt darum, ein Denkmal zu schaffen, wo man in den sozialen Medien, in der Bevölkerung spürt, dass man sich auf dieses Denkmal freut. Und davon ist leider nichts zu spüren. Und das obwohl man nun seit gefühlt 20 Jahren plant.

Ich finde einfach, dass diese großartige Revolution einfach ein Denkmal verdient, was dem Anlass einfach mehr entspricht. Und ja. Ich meine, dass man neben der Art des Denkmals auch zwingend über den Ort diskutieren müsste. All dies ist nicht geschehen. Ein Zirkel von sehr wenigen Leuten hat es zu seinem Privatprojekt gemacht, was an der breiten Masse völlig vorbei ging. Dies schließt übrigens auch die Leute im Haushaltsauschuss mit ein, die über Nacht einfach mal die Kolonnaden zum Einheitsdenkmal machen wollten.

Nein. Ich finde, es wäre an der Zeit, einen wirklich breit angelegten Prozess der Denkmalwerdung auszurufen und diese elitären Privatprojekte gerade bei diesem zentralen Projekt endlich mal zu unterlassen!
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Alt 25.04.17, 14:48   #918
jan85
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jan85 hat eine wundervolle Zukunftjan85 hat eine wundervolle Zukunftjan85 hat eine wundervolle Zukunftjan85 hat eine wundervolle Zukunftjan85 hat eine wundervolle Zukunftjan85 hat eine wundervolle Zukunftjan85 hat eine wundervolle Zukunftjan85 hat eine wundervolle Zukunftjan85 hat eine wundervolle Zukunftjan85 hat eine wundervolle Zukunftjan85 hat eine wundervolle Zukunft
Zitat:
Zitat von Pumpernickel Beitrag anzeigen
Naja, in Bayern z. B. war die Linke noch nie im Landtag und kommt bei der aktuellen Sonntagsfrage gerade einmal auf 2-3 %, je nachdem welches Umfrageinstitut. Wenn man im mit Abstand größten Bundesland der BRD keinerlei Rolle spielt, dann kann man nicht davon sprechen, dass diese Partei in der BRD "angekommen" sei.
Seit wann ist die geographische Ausdehnung der Bundesländer von Belang? Demnach wäre Brandenburg ja auch wichtiger als Hessen. Größe/ Gewichtigkeit misst sich in Demokratien eher am Bevölkerungsanteil und da läge NRW weit vor Bayern. Da die Linke jedoch auch in NRW, Baden Württemberg, Niedersachsen oder Hessen bislang keine große Rolle spielt, würde ich es eher bei Batos allgemeinerem Befund belassen: In den "alten BRD-Ländern" ist die Linke noch nicht nachhaltig angekommen.

@all: Ansonsten finde ich es in diesen Äußerung der Linken aber auch nicht sonderlich relevant, wie die Linke in anderen Bundesländern abschneidet. Es geht eher um die Interessen des Landes Berlin und ob die Linke diese über die eigenen Interessen stellt. Und da finde ich eher interessant, dass hier bisher keine Partei ernsthaft gegen die Position der Linken Stellung beziehen will (weder Opposition noch die Koalitionspartner, die ja in Sache Holm durchaus irgendwann genug hatten) UND auch aus der Bevölkerung wenig/ keinerlei Kritik gegen das Vorpreschen zu vernehmen ist. In einem der Artikel hieß es, auch in der Berliner SPD sei das Denkmal eher umstritten. Von der Gesellschaft selber kommt wie gesagt ohnehin von jeher kaum ein Signal zu dem Projekt - außer vielleicht vereinzelter Spott. Daher wagt Müller vielleicht bislang auch keine eigene Positionierung für oder gegen das Ding. Wenn selbst nach dem ganzen politischen Gezank aber kaum eine breite öffentliche Reaktion entsteht, bestätigt sich mein Eindruck, dass hier nur der Bund mit sich selbst beschäftigt ist. Das wiederum widerspricht mE dem Gedanken, dem Volk ein würdiges Denkmal zu setzen.

Grundsätzlich habe ich ja nicht mal was dagegen, dass sich der Bund in seiner eigenen Hauptstadt (für die er auch genug bezahlt) Flächen zur Repräsentation sucht. In aller Regel wird die Stadt davon nur profitieren können. Hier hingegen geht es mE jedoch wie gesagt nicht um den Staat selbst, sondern explizit um das Volk und dafür hat man mE den Kontakt zur Bevölkerung nie entschieden genug gesucht. Ähnliche Eindrücke vermittelt mE die Entwicklung der Leipziger Denkmaldebatte. Da wird nach unbefriedigenden Ergebnissen nun eingestanden, dass die Kopfgeburt gescheitert ist. Und statt weiter nur von oben über die "Revolution von unten" zu schwadronieren, wird nun ein echtes Wagnis eingegangen: Soll die Bevölkerung doch selbst diskutieren, ob und falls ja wo und was für eine Art Denkmal entstehen soll. Und wenn es zehn Jahre oder länger dauert oder im Falle Berlins das Ergebnis sogar sein könnte, dass Brandenburger Tor, Eastside Gallery und Co genug sind.
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Alt 30.04.17, 18:00   #919
Architektator
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"Mehr Respekt vor Schinkel wäre angebracht"

Die Kritik an der umstrittenen Wippe auf dem Schlossplatz nimmt kein Ende. In Briefen an die Morgenpost warnen Leser vor der drohenden Zerstörung der historischen Sichtachse Unter den Linden. Außerdem fordern sie den Wiedereinbau der wertvollen Mosaike auf dem geschützten Sockel sowie einen anderen Standort für das Freiheits- und Einheitsdenkmal.

http://www.morgenpost.de/politik/art...ngebracht.html
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Alt 30.04.17, 19:32   #920
Camondo
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Zitat:
Zitat von Architektator Beitrag anzeigen
"Mehr Respekt vor Schinkel wäre angebracht"
... wie „groß“ der Respekt vor Schinkel ist sieht man ja an dem erbarmungswürdigen Umgang mit der Friedrichswerderschen Kirche, deren Standfestigkeit ohne Wimpernzucken den sie umgebenden Bauvorhaben geopfert wurde und die sie beinahe zerstört hätten. Hier hätte man die Chance auf eine schöne Sichtachse gehabt, aber die musste ja mit unsäglich schlechter Architektur zugebaut werden nur weil der historische Stadtgrundriss einmal so war.
Im übrigen würde auch ein rekonstruiertes Natinonaldenkmal die Sicht auf Schinkels Bauakademie verstellen, was wohl keiner bezweifeln kann.
Soviel zu Respekt vor Schinkel und Sichtachsen.
__________________
„Alles Alte, soweit es Anspruch darauf hat, sollen wir lieben, aber für das Neue sollen wir recht eigentlich leben“.

Geändert von Camondo (30.04.17 um 20:00 Uhr)
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Alt 30.04.17, 21:52   #921
Pumpernickel
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Pumpernickel kann im DAF auf vieles stolz seinPumpernickel kann im DAF auf vieles stolz seinPumpernickel kann im DAF auf vieles stolz seinPumpernickel kann im DAF auf vieles stolz seinPumpernickel kann im DAF auf vieles stolz seinPumpernickel kann im DAF auf vieles stolz seinPumpernickel kann im DAF auf vieles stolz seinPumpernickel kann im DAF auf vieles stolz seinPumpernickel kann im DAF auf vieles stolz seinPumpernickel kann im DAF auf vieles stolz seinPumpernickel kann im DAF auf vieles stolz sein
Zitat:
Zitat von jan85 Beitrag anzeigen
Grundsätzlich habe ich ja nicht mal was dagegen, dass sich der Bund in seiner eigenen Hauptstadt (für die er auch genug bezahlt) Flächen zur Repräsentation sucht.
Dir ist schon klar, dass der Bund lediglich die "Dachorganisation" des Bündnis der 16 Deutschen Länder ist? Und die Einheit Deutschlands aus der Einheit dieser 16 Länder besteht? Dementsprechend ist es eigentlich der Geburtsfehler des Projekts, dass sich der Bund der Sache angenommen hat.

Zu Zeiten der Teilung gab es in ganz Westdeutschland zahlreiche Berlin-Denkmäler. Meist einfach ein Standbild des Berliner Bären, manchmal ohne weitere Erläuterungen, manchmal mit Inschriften z. B. zur Teilung oder Luftbrücke. Ein Zeichen der Solidarität und Zusammengehörigkeit.

Ein paar Beispiele, die mir geläufig sind:

https://upload.wikimedia.org/wikiped...emorial_01.jpg (München)

https://upload.wikimedia.org/wikiped...von_Norden.jpg (Düsseldorf)

http://www.schwaebische.de/cms_media...88.2_0.JPG.jpg (Lindau)

http://www.denkmal-wuppertal.de/wp-c...P1550046-1.jpg (Wuppertal)

http://gallery.infodrom.org/2007-Oldenburg/img_1742.jpg (Oldenburg)

(die Liste könnte man, mit etwas Recherche, fast endlos fortsetzen)

Das entspricht auch viel mehr dem Charakter Deutschlands als Republik eines föderalen Bundes - daher ja auch der wortwörtliche Name "Bundes-Republik", der wurde ja nicht irgendwie zufällig ausgewürfelt sondern hat eine Aussage. Wir sind kein Zentralstaat, mit einem vermeintlichen "Herzen Deutschlands" in Berlin. Daher gehört die Erinnerung an die Einheit auch föderal und in den Regionen organisiert. Dann könnte das ganze sogar mehr als "window dressing" sein, denn in den Regionen ist die Einheit ja in den Köpfen teilweise bis heute nicht angekommen.

Je länger ich mich mit dem Projekt befasse, desto mehr denke ich:
es ist eine Absurdität des Projekts, dass nur an einem Ort an die Einheit aller 16 Länder erinnert werden soll. Die Fußballmannschaft, die den WM Titel gewonnen hat, bestand ja auch nicht nur aus einer Person - das Team hat den Titel geholt, das Team wurde bejubelt. Und das Team aus 16 Ländern hat die Einheit Deutschlands vollendet, auch das war letztlich eine Mannschaftsleistung (in den Neuen Ländern und Alten Ländern gleichermaßen!), "Bundestrainer Kohl" hin oder her. Daher gehört das ganze in die Hände der Länder, alles andere kann nur in weiteren zehn vertanen Jahren münden.
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Alt 30.04.17, 22:22   #922
Saxonia
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Was will der Künstler uns damit sagen? Sollen die 16 Länder ein zentrales Denkmal auskungeln? Na viel Spaß.

Kleinere Einheitsdenkmäler gibt es schon allerorten, das ist keine Neuigkeit. Dass der Bund in Berlin ein zentrales Denkmal der Wiedervereinigung schaffen will, ist völlig legitim. Denn es geht konkret um die Rückkehr der ostdeutschen Länder in den gesamtdeutschen Bundesverband. Man hätte die Länder in der DDR auch ohne Vereinigung wiederherstellen können, das ist nicht der Punkt. Dann gäbs halt heute ein Österreich 2.0 vom Erzgebirge bis zur Ostsee.

Also das Anliegen ist völlig korrekt, Umsetzung ungenügend.
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Alt 30.04.17, 22:53   #923
Klarenbach
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Immerhin zeigt der letzte Beitrag von Architektator ganz gut, wie verzweifelt die Lage der Denkmalgegner doch ist. Da werden vier Leserbriefe zu einer machtvollen Protestbewegung umgedeutet.
Ich glaube kaum, dass sich die Bundestagsabgeordneten von solchen dürren Argumenten beeindrucken lassen werden. Und das Argument mit Schinkel ist erst recht unsinnig. Denn Schinkels Pläne sahen einen Erhalt der Bebauung an der Schlossfreiheit vor, dann hätte man überhaupt keinen Blick vom Schloss zur Bauakademie gehabt.
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Alt 03.05.17, 16:03   #924
KaBa1
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KaBa1 ist jedem bekannt und beliebtKaBa1 ist jedem bekannt und beliebtKaBa1 ist jedem bekannt und beliebtKaBa1 ist jedem bekannt und beliebtKaBa1 ist jedem bekannt und beliebtKaBa1 ist jedem bekannt und beliebtKaBa1 ist jedem bekannt und beliebt
... immerhin gehört auch der neue Berliner Kultursenator Klaus Lederer zu den Gegnern der Einheitswippe. Im Tagesspiegel verteidigt er nochmals seinen Vorschlag, die Diskussion um das Einheitsdenkmal, das er als "schlichtes Stadtmöbel" bezeichnet, ganz von vorne zu beginnen, was mit Sicherheit aber bedeuten würde, dass die Wippe "tot" ist. Weiterer Artikel hier.
__________________
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Alt 10.05.17, 01:08   #925
Klarenbach
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Michael Müller spricht Machtwort

Michael Müller hat nun gestern das von vielen erwartete Machtwort zum Freiheits- und Einheitsdenkmal gesprochen. Müller sprach sich für eine schnelle Realisierung des Entwurfes für Johannes Milla aus.
Ansonsten verlautete aus den Bundestagesfraktionen von SPD und CDU, dass das Projekt Ende Mai / Anfang Juni im Bundestag beraten werden soll.
https://chrismon.evangelisch.de/nach...inheitsdenkmal
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Alt 10.05.17, 07:53   #926
jan85
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@Klarenbach: Machtwort? Dein Ernst? Er sagt sinngemäß: "Leute, ich hätte mir selbst auch eine offenere Debatte über Ort und Gestaltung des Denkmals gewünscht. Aber nun ist es zu spät und es bringt nichts mehr/ schadet dem Anliegen eher, jetzt wieder alles in Frage zu stellen und noch einmal von vorne zu beginnen. Dass ein Denkmal zu diesem wichtigen und freudigen Thema entstehen soll, ist aber völlig richtig. Daher sollten wir es nicht mit weiteren Debatten überziehen und so weiter in seiner "Würde"/ Berechtigung beschädigen."

Das ist mehr ein rationales Dringen (Finden wir uns damit ab - es wird ja doch nicht mehr besser). Zugleich deutet er an, dass er mit dem WAS und dem WO - zumindest mit der Entscheidungsfindung hierfür - auch nicht einverstanden ist. Mit Leidenschaft spricht er lediglich vom Anlass/ Zweck des Denkmals, also dem WARUM.

Die Haltung kann ich irgendwo nachvollziehen. Aber konsequent finde ich sie nicht. Gerade wenn man den Anlass so hoch hängt (durchaus richtig), sollte man es mE entweder richtig gut machen oder lieber lassen/ ruhen lassen. Vielleicht sollte man wirklich mal eine große Umfrage in Auftrag geben:

Wie denken Sie über das geplante Freiheits- und Einheitsdenkmal (Skizze und kurze Erläuterung beifügen)?
-Ich finde ein solches Denkmal wichtig und finde den Entwurf überzeugend.
-Ich finde ein solches Denkmal wichtig aber der Entwurf sagt mir nicht zu.
- Ich finde, dass wir mit dem Brandenburger Tor bereits das bestmögliche Denkmal für diesen Anlass haben und dass es kein weiteres Denkmal braucht.
jan85 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.05.17, 09:37   #927
Konstantin
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Die Begriffe "Machtwort" und "Michel Müller" in einem Satz sind schon wirklich witzig. Müller wird das Denkmal kaum mit Berliner Landesmitteln bauen und für eine Freigabe der Bundesmittel benötigte es einen erneuten Beschluß des Bundestages. Ob der noch vor der BT-Wahl kommt?

Trotzdem glaube ich - leider - auch, dass die Obstschüssel kommen wird - mangels Alternativen und auch weil das Denkmal in Leipzig gescheitert ist. Nach diesen vielen Jahren ohne Gedenkort für die friedliche Revolution dazustehen wäre aus Sicht der Kanzlerin sicher ein Armutszeugnis.

Nach dem sozialistischen Kultursenator hat sich nun auch eine von klarenbachs Lieblingen, Gabi Dolf-Bonekämper, gegen die Wippe ausgesprochen.
__________________
Ubi bene, ibi patria. Aristophanes
(C) für Abbildungen, soweit nicht anders angegeben, bei mir
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Alt 11.05.17, 19:00   #928
Architektator
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Katrin Lompscher hat die Wahl, entweder die verhasste Wippe oder die historischen Kolonnaden. Wenn ich Bausenatorin der Linken wäre, würde ich mich für das kleinere Übel entscheiden. Das Geld für den Wiederaufbau ist da, sie braucht es nur anzunehmen.
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Alt 13.05.17, 12:15   #929
Architektator
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Sockelsanierung schreitet voran

Im Rahmen der denkmalgerechten Sanierung des historischen Sockels am Schlossplatz werden derzeit die Ufermauer, das Bodenmosaik und die Freitreppe des ehem. Nationaldenkmals instand gesetzt. Die Arbeiten werden von der Fachfirma Opus Denkmalpflege GmbH durchgeführt, die unter anderem das Sowjetische Ehrenmal Schönholzer Heide, den Martin-Gropius-Bau und das Brandenburger Tor saniert hat. Abschließend soll das zur Instandsetzung ausgebaute Bodenmosaik laut Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) wieder auf den denkmalgeschützten Sockel zurückkehren (Quelle).

Weitere Informationen: http://www.opus-denkmalpflege.de/ref...esprojekt.html
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Alt 14.05.17, 09:12   #930
Pumpernickel
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Bitte auf sinnloses Zitieren verzichten.
Danke.
Bato


Und damit hat die Eigentümerin (Land Berlin) indirekt klargestellt, dass es mit der Wippe wie geplant schon einmal nichts werden kann. Den zuletzt wurde ausdrücklich vorgesehen, die Mosaike ausgebaut zu lassen. Aber die Eigentümerin (das ist nicht der Bund, nicht der Bundestag, nicht die Bundesregierung, sondern das Land Berlin @ Klarenbach!) hat sich offensichtlich anders entschieden. Mit der erteilten Baugenehmigung hat das Land Berlin übrigens auch nicht das Eigentumsrecht am Denkmalsockel aufgegeben. Die Presse, die sich im von dir verlinkten Morgenpost-Artikel verwirrt darüber zeigt, trennt hier leider nicht zwischen der verwaltungsrechtlichen Baugenehmigung (die lediglich die hoheitliche Erlaubnis zum Bau darstellt) und dem Rechtsverhältnis zwischen Bund (Bauwerber) und Land Berlin (Eigentümerin). Das Fehlen einer Baugenehmigung steht zwar dem Vorhaben des Bundes nicht mehr im Weg, eine Baugenehmigung indiziert aber in keinerlei Hinsicht, dass das Land Berlin Eingriffe am Denkmalsockel auch zulassen muss.

Hier verhält es sich nicht anders, als wären Bund und Berlin zwei Private. Nur weil ich eine Baugenehmigung habe, auf dem Grund meines Nachbarn ein Bauwerk zu errichten, muss er mir das noch lange nicht auch erlauben. Das sieht jeder instinktiv ein - und das ist hier kein bischen anders, nur weil keine Privaten beteiligt sind, sondern Bund und Land. Hier ist zu trennen zwischen den Baubehörden des Landes Berlin und zwischen dem Land Berlin als Gebietskörperschaft mit Eigentum an der Immobilie des Denkmalsockels. Die Zustimmung der Baubehörden indiziert nicht die Zustimmung zur Nutzung der Immobilie des Denkmalsockels der Gebietskörperschaft. Dazu bedarf es separater Vereinbarungen. Ob und welche es gibt ist öffentlich bisher nicht bekannt, zumindest habe ich dazu keine Quelle gefunden. Ich lese aber aus der Reaktion des Senats, dass es solch eine Vereinbarung nicht oder nicht mehr gibt (diese könnte z. B. durch den Projektstopp im Bundestag verfallen sein). Denn:

Der Bürgermeister (SPD) mag sich nun öffentlich anders als die beiden ressortmäßig zuständigen Senatoren (LINKE) positioniert haben, der Senat habe aber solange keine offizielle Meinung zur Wippe, bis der Bund einen offiziellen Beschluss gefasst habe, was eben bis heute noch nicht geschehen ist (vorletzter Absatz). Gäbe es eine wirksame Vereinbarung zwischen Bund und Land zur Nutzung des Denkmalsockels, die dem Bund ein Nutzungsrecht einräumt, dann müsste man ja nur daraus zitieren und könnte sich umgekehrt nicht darauf zurückziehen, dass man derzeit keine offizielle "Meinung" zur Wippe habe.

Damit wird einmal mehr bestätigt, was ich schon die ganze Zeit sage. Es gibt offiziell nach wie vor kein aktives Bauprojekt "Einheitsdenkmal" in Berlin. Auch wenn Klarenbach (nun seit Monaten) wöchentlich Machtworte und Durchbrüche zu erkennen scheint.

Der Bundestag hat vor der Bundestagswahl übrigens nur noch 4 Sitzungswochen und noch ein paar "nebensächliche" Vorhaben wie über ein dutzend Änderungen im Grundgesetz sowie in zig Bundesgesetzen für die Neuordnung der Bund/Länder-Finanzen abzuarbeiten. Die Bundesregierung beschreibt das selbst als größte und komplitzierteste Reform der noch laufenden Legislaturperiode. Dabei liegt der Teufel im Detail, so ist u. a. eine Teilprivatisierung der Autobahnen (!) als Teil der Grundgesetzänderungen angedacht. Was das für Potential zu einem "Shitstorm" hat, der die Parlamentarier ganz und gar beschäftigen wird, muss ich hier niemandem erklären. Auch andere Projekte will die Groko noch vor der Wahl durch das Parlament bekommen. Und sorry Klarenbach, aber da steht die Wippe nun einmal ziemlich weit hinten an. Das wird mit der Wippe vor der Wahl nichts mehr. Und nach der Bundestagswahl werden die Karten sowieso neu gemischt.

Geändert von Pumpernickel (14.05.17 um 09:51 Uhr)
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