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Alt 19.05.18, 16:22   #271
Elli Kny
Diamant-Mitglied

 
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Registriert seit: 20.09.2013
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Beiträge: 4.552
Elli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz sein
Zwinger und Gemäldegalerie

Bericht über die Baumaßnahmen in der SäZ.

- Bogengalerie L ist längst eingerüstet, die Planung aber vom Land noch nicht genehmigt - seltsam.
- Semperbau verzögert sich um weiteres halbes Jahr, es fanden sich teils keine Baufirmen (!)
- SäZ-Peter Hilbert nennt fertigen Wallpavillon den "größten des Zwingers". Naja, die Glockenspielhütte ist schonmal deutlich dicker, und größer.


Orangen-Pomeranzen sind nun wieder aufgestellt und zu bestaunen - DD-TV Filmchen.
Die Baumkrönchen müßten ja von Jahr zu Jahr etwas an Volumen zulegen.
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Alt 04.06.18, 17:41   #272
BautzenFan
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Registriert seit: 26.07.2008
Ort: Markkleeberg
Beiträge: 72
BautzenFan könnte bald berühmt werden
Vor etlicher Zeit beschäftigte uns hier die Frage über den Ausbau des NO-Flügels im Residenzschloss (EG und Keller). Öffentlich bekannt war ja eigentlich bislang nur, dass hier eine gastronomische Nutzung vorgesehen ist. Dank einer ganz aktuellen Ausschreibung des SIB kann ich nunmehr erste Informationen liefern. Der Ausschreibungstext wurde wie folgt betitelt: *Rohbau Gastronomie NO*, mit dem Leistungszeitraum: Beginn: 03.09.2018 Ende: 29.03.2019.

Angaben zum ausgeschriebenen Leistungsumfang:

Zitat:
Bei der Baumaßnahme Dresdner Schloss | Ausbau III | 3.BA - Rohbau Gastronomie handelt es sich um Bauleistungen im Erd- und Kellergeschoss im Nord-Ost-Flügel des Dresdner Schlosses sowie teilweise im angrenzenden Außenbereich.
[…]
Vorbereitende Arbeiten:
begleitend Kampfmittelsondierung im Außenbereich mit
50 m Tiefgründungen mit Mikrobohrpfählen;
60 m² Baugrubenverbau mit Trägerbohlenwand;

Erdarbeiten:
100 m³ Baugrubenaushub Außenbauwerke;

Rückbauarbeiten:
150 m³ Rückbau Ziegelmauerwerk; 100 m³ Rückbau Beton; 80m Kernbohrungen im Bestandsmauerwerk als Einzelbohrungen; diverse Schlitz, Aussparungen, Nischen;

Mauerwerksarbeiten:
100 m² Ziegelmauerwerk unterschiedlicher Stärken; 30 m² Sockelmauerwerk Gerätesockel; 75 m² Stahlbeton-Hohldielen; diverse Anpass- und Erneuerungsmaßnahmen in Kleinstflächen;

Beton- und Stahlbetonarbeiten:
3,5 m³ Fassadenunterfangung aus WU-Beton; 5,5 m³ Außenbauwerk Unterfluraufzug aus WU-Beton; 5,5 m³ Außenbauwerk Zugangstreppe aus Beton; 10,0 m³ Ortbeton Treppen- und Aufzugsbauwerke im Gebäude; 60 m³ Leichtbetonauffüllungen;

diverse Arbeiten zu Abwasseranlagen im Außenbereich im Zusammenhang mit dem Unterfluraufzug
Aus den Planunterlagen der Ausschreibung geht hervor, dass die Gasträume im NO-Flügel durch 2 Eingänge betreten werden können, ein Eingang wird eine Rampe für Rollstuhlfahrer erhalten:


Ausschnitt aus einem Foto von Knuffte

Das im obigen Bild mit einem roten Kreuz markierte Portal stellt ein Baurelikt aus der Erbauungszeit des NO-Traktes dar, die aufgehenden Wände im EG und 1. OG des NO-Flügels wurden nämlich in die Zeit um 1400 datiert (das so genannte „Alte Haus“).



Die aus den Plandarstellungen der Ausschreibung ersichtlichen Funktionsangaben der Räume habe ich mal in folgenden Grundrissausschnitt eingetragen. Zu Grunde liegt freilich eine Rissdarstellung aus der DDR-Planung, daher sind gewisse dort enthaltene Details überholt (geändert). Zum Beispiel wird der Treppenaufgang (Eingang 1) zwischen Westkanten und Südkanten der Treppe nicht eckig wie im DDR-Plan, sondern abgerundet.



Es wird also 3 Gasträume geben (hellgrün umrandet) – und die werden urig. Die Deckeneinwölbung ist noch original erhalten (heißt bei der Bombardierung nicht durchgebrochen). Der mittlere Gastraum weist zum Beispiel ein Ziegelstein-Kreuzgrat-Gewölbe auf (wie gesagt stammen die aufgehenden Wände hier aus der Zeit um 1400, die Einwölbung der Decken entstand aber später (zum größten Teil aus der Renaissance – Umbauphase des Schlosses unter Kurfürst Moritz, Mitte 16. Jhd).
Der rot eingekreiste Bereich trägt in einem Plan die Anmerkung: "Durchgang in die Ausstellung zur Schlossgeschichte".

An der Nordfassade des Schlosses wird ein Unterfluraufzug eingebaut werden. Die Lagerräume der Gaststätte befinden sich nämlich im Keller. In diesem Zusammenhang wird man den dort durch Poller geschützten Bereich auf etwa die doppelte Längserstreckung vergrößern. Der im nachstehenden Bild mit einem roten Kreuz markierte Poller muss dafür abgebaut und weiter westlich wieder eingebaut werden. In der Fluchtlinie der anderen 4 Poller werden 4 weitere Poller gesetzt:


Foto von Elli Kny

Mein Fazit im Hinblick auf die Terminangeben: Es ist wohl frühestens im Frühjahr 2020 mit der Inbetriebnahme der Gaststätte zu rechnen. Das passt aber, denn dann dürfte auch der Altan fertig sein (dann steht dort kein Gerüst mehr, was die Nutzung der Gaststätte m.E. aus Sicherheitsgründen ausschließt – man denke nur an die Rampe).

Geändert von BautzenFan (04.06.18 um 22:56 Uhr)
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