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Alt 28.06.12, 09:13   #16
Batō
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Die gesamtwirtschaftliche Lage Berlins ist von mehr abhängig als vom Immobilienmarkt.

Nochmal speziell zum Thema Wohnblock Wilhelmstraße. Die Berliner Zeitung berichtet, dass sich die Mieter gegen den geplanten Abriss zur Wehr setzen wollen. Ein Passus im Mietvertrag, welcher Kündigungen wegen einer anderen wirtschaftlichen Verwertung ausschließt könnte zu Verzögerungen führen. Ein Sozialplanverfahren soll Stillstand in dieser Sache vermeiden.

Artikel Berliner Zeitung
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Berlin à la carte - die Projektkarte
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Alt 28.06.12, 12:42   #17
ulgemax
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@rotesrathaus: Mitte ein sozialer Brennpunkt sondergleichen in Deutschland? Meinst du Gelsenkirchen-Mitte? Oder vielleicht den Wedding? Oder Moabit? Berlin-Mitte in seinen alten Grenzen kannst Du damit wohl kaum meinen, da gibt es nach zwanzig Jahren erfolgreicher Aufwertung allenfalls noch in den Wohnkomplexen nördlich und südlich der Karl-Marx-Allee sowie rechts und links der Heinrich-Heine-Straße Reste von Rentnern, Kleinbürgern und vielleicht auch ein paar Arbeitslosen. Sozialer Brennpunkt sieht in meinen Augen aber anders aus. Und in der U-Bahn, die durch Mitte fährt, sitzen nunmal auch Neuköllner und Weddinger (U8, U6), Lichtenberger und Hellersdorfer (U5).

@Klarenbach: Volle Zustimmung und vielen Dank für diese überfällige Abkehr von einer rein nach persönlichen Geschmacksvorlieben geführten Pro- und Contra-Abriss-Diskussion!
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Alt 28.06.12, 13:55   #18
Rotes Rathaus
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Rotes Rathaus hat eine wundervolle ZukunftRotes Rathaus hat eine wundervolle ZukunftRotes Rathaus hat eine wundervolle ZukunftRotes Rathaus hat eine wundervolle ZukunftRotes Rathaus hat eine wundervolle ZukunftRotes Rathaus hat eine wundervolle ZukunftRotes Rathaus hat eine wundervolle ZukunftRotes Rathaus hat eine wundervolle ZukunftRotes Rathaus hat eine wundervolle ZukunftRotes Rathaus hat eine wundervolle ZukunftRotes Rathaus hat eine wundervolle Zukunft
^ Ich meinte z. B. auch den südlichen Tiergarten um die Potsdamer Str. Aber auch wo Du von Resten sprichst, lebt ein großer Anteil der ca. 80 000 Einwohner von Alt-Mitte. Auch dieser Stadtteil ist kein Hort des Wohlstands, sondern sehr gemischt und im landesweiten Vergleich deutlich unter dem Durchschnitt, was die Einkommen betrifft. Du hast recht, einen sozialen Brennpunkt gibt es in Alt-Mitte nicht.

Wenn in Berlin ein paar Straße schicker werden, schreien die üblichen Verdächtigen gleich auf. Da fehlt m. E. völlig der Maßstab. Die Stadt muss sich verändern, wenn sie ihren Einwohnern mehr Chancen bieten will. Baulich heißt das, dass es Sanierungen und Abrisse geben wird. Das ist wünschenswert und normal.

Die Schonung von Quartieren aus Gründerzeit, Jugendstil und klassischer Moderne und den bevorzugten Abriss von Plattenbauten und einfachen Bauten der Nachkriegszeit halte ich keineswegs nur für eine Frage des rein persönlichen Geschmacks, sondern für einen breiten städtebaulichen und ästhetischen Konsens.
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Alle dargestellten Abbildungen - falls nicht anders angegeben - stammen von mir (© Rotes Rathaus).
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Alt 28.06.12, 14:03   #19
ARCADIEN
 
Beiträge: n/a
darf ich daran erinnern, dass es in diesem thread hier um architektur in der wilhelmstr/voßstr. geht.
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Alt 28.06.12, 19:09   #20
Kleist
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^eher um Rendite als um Architektur.

Zitat:
Zitat von ARCADIEN Beitrag anzeigen
... dass ausgerechnet an dieser stelle nahezu alles platt gemacht wurde was den krieg überlebt hatte und auch expizit die bebauung mit wohnungen entgegen der früheren administrativ geprägten strasse ist gewollt gewesen. ....

...mann kann darüber streiten welchen sinn es macht dass ausgerechnet anstelle der hitlerischen reichskanzlei wilhelm-/ecke voßstrasse sich ein kinderspielplatz befindet. wenn man ehrlich ist und sich der geschichtlichen verantwortung und herausforderung an dieser stelle stellt,
Aus Ost Sicht lag die Wilhelmstrasse am Zentrumrand und in unmittelbarer Nähe des "Antifaschistischen Schutzwall".Ich glaube kaum,dass an diesem Ort die DDR sich repräsentieren wollte.Insofern war die Wohnbebauung eine politisch gewollte Ideallösung.
Der Spielplatz ist wirklich eine vernünftige Idee,damit umging man sämtliche Kontroversen.

Nutzungskontinuität,gerade auch für ganze Strassenzüge und Viertel gibt es nicht.Das betrifft Industrie wie Repräsentationsbauten und somit auch die Wilhelmstrasse.

Ich dränge nicht auf den Erhalt der Platten als preiswertes Wohnreservoir,dennoch sollten ökonomische,vor allem steuerpolitisch nachvollziehbare Argumente dieses Abrisses vorliegen.Es kann nicht sein,dass für den Abriss intakter,vermietbarer Wohnungen Subventionen in Anspruch genommen werden.
Wie geschrieben,die Bauten sind u.U.noch nicht vollständig bezahlt und der Abriss würde aus Steuergeldern gefördert.Das finde ich sehr bedenklich.Nur wenn das Vorhaben es ohne jegliche Zuschüsse und Altschuldenerlasse über die Bühne geht,finde ich den Abriss annehmbar.
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Alt 25.09.12, 22:26   #21
_Flyn_
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_Flyn_ wird schon bald berühmt werden_Flyn_ wird schon bald berühmt werden
Zitat:
Zitat von urbanator Beitrag anzeigen
Wenn ich diese Nachricht richtig interpretiere, bekommen auch diese Gebäude bald einen gesetzlichen (!) Bestandsschutz.
Bei diesem Abendschau-Bericht gibt der Senat jedenfalls zu den Abriss baurechtlich nicht verhindern zu könnern. Für die Ecke Voßstraße/Gertrud-Kolmer-Straße (westlich) scheint nach einer Machbarkeitsstudie sogar ein 16-stöckiges HH möglich zu sein.
__________________
Alles ist möglich, Grenzen gibt es nur im Kopf
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Alt 26.09.12, 11:36   #22
Backstein135
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Beiträge: 15
Backstein135 sitzt schon auf dem ersten Ast
DDR-Luxus weicht heutigem "Luxus"

In der Nähe des Leipziger Platzes, in der Wilhelmstr. 56-59 soll der ganze Wohnblock (einer der DDR Vorzeigeplattenbauten) zugunsten eines "Luxus"-Boardinghouses abgerissen werden. Fast die Hälfte des Hauses ist schon entmietet. Brisante Geschichte wegen der restlichen Mieter aber rein ästhetisch begrüße ich das Vorgehen.

Interessant auch die Erwähnung der Machbarkeitsstudie für Block 5, Ecke Voßstraße Gertrud-Kolmar-Straße. Hier ist die Rede von einem 16-geschossigen Hochbau mit anschließender 6-geschossiger Bebauung.

Filmchen mit Visualisierung des geplanten Neubaus.
http://mediathek.rbb-online.de/rbb-f...entId=11874010

und der Berliner Kurier berichtet
http://www.berliner-kurier.de/kiez-s...,16491650.html
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Alt 26.09.12, 11:44   #23
ironson
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Beiträge: 33
ironson sinkt noch etwas mehr in der DAF Beliebtheit
ich habe das auch gesehen und finde es super! diese alten, hässlichen bauten müssen abgerissen werden und die gesamte gegend sollte , wie es in dem beitrag zu sehen ist, verschönert werden. jedoch hoffe ich, dass in den bauten nicht nur menschen wohnen können, sondern auch büros und läden bzw. restaurants und cafes entstehen-diese wilhelmstraße verdient besseres, als das was es jetzt im augenblick darstellt- trostlose gegend zu sein! auch wenn ich nicht selbst das geld habe darin zu wohnen, so kann man sich doch auch an solchen projekten erfreuen, statt immer nur zu klagen, dass doch alles luxus ist und nur von spießern bewohnt und bebaut wird! das ist außerdem mal nebenbei bemerkt ein großer unterschied zwischen schwaben und einigen berlinern: wir schaben können, auch wenn man das geld selbst nicht zu genügen dhat, uns an solchen projekten erfeuen, statt alles neue immer zu kritisieren, aus neid!!! ich hoffe, dass die neubauten schneller gebaut und umgesetzt werden, als das mit dem leipzigerplatz no 12 der fall gewesen ist!

grüßle
ironson ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.09.12, 12:26   #24
alexsb73
Mitglied

 
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alexsb73 ist im DAF berühmtalexsb73 ist im DAF berühmt
Luxus?

Also hier wird mal wieder Schwarz/Weiss Malerei vom Feinsten betrieben.

1. Die Wohnungen sind in der Tat günstiger Wohnraum
2. Die Gebäude an Sich sind allerdings in der Tat alles andere als Repräsentativ für die Stadtmitte - ich will es kurz machen, die Klötze sind einfach nur hässlich
3. Eine Aufwertung in dieser Gegend halte ich für Sinnvoll

Allerdings und hier ist nunmal ein fehlendes Stadtentwicklungskonzept die Ursache und der Hase im Pfeffer:

1. Bezahlbarer Wohnraum muss nicht zwangsweise mit hässlichen Fassaden und Gebäuden einhergehen.
2. Hier wäre auch eine Kluge Subventionspolitik gefragt, die bezahlbaren Wohnraum genauso im Auge hat, wie das Stadtbild und damit die Architektur im Einklang mit der Umgebung.
3. Logisch wäre doch eine Entwicklung bei der man tendenziell darauf abziehlt und etwas teureren "anspruchsovolleren" Wohnraum in der Stadtmitte toleriert und gleichzeitig
4. bezahlbaren Wohnraum Stadtnah fördert so das eine Ghettorisierung in dne Aussenbezirken verhindert wird.


All das lässt die Stadtentwicklung (egal welcher Partei) seit Jahren vermissen. Auch eine Integration von Bestandsbauten vor 1925 in das Stadtbild bzw. der Bestandsschutz historischer Fassaden scheint keine Priorität zu haben.

@iRonson: Bitte iRonson - Wir wissen jetzt das die Schwaben die besseren Menschen sind - in Berlin finde ich es gerade wichtig das es eine Auseinandersetzung um die Beste Lösung gibt und nicht nur alles abgenickt wird - außerdem sind wir beide nicht betroffen - da lässt sich leicht reden.
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Alt 26.09.12, 13:32   #25
Hobbyist
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Obwohl ich nicht unbedingt Freund von Plattenbauten bin (vorallem jene, die noch so aussehen wie in den 80ern), bin ich nicht 100%ig für einen Abriss besagter Bauten. Sie sind nicht hübsch, was aber eher an der Fassadengestaltung liegt.

Wenn man die Fassade umbauen würde (und nicht nur in eine andere Farbe streichen!), die Grundrisse ändert, die unteren beiden Etagen optisch und funktional zusammenfassen würde und die Fenster vergrößert/neu ordnet und die Fassade farblich etwas gediegener in Richtung weiß oder andere helle Farben streichen würde, dann wären das Bauten mit einer Menge Potential und wahrscheinlich billiger als ein Abriss.

Ich hoffe, daß man mit den Plattenbauten gleichen Typs im Block gegenüber wenigstens so verfahren würde.
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Alt 26.09.12, 14:28   #26
Gast14Jan
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Ob die Platten hässlich sind, empfindet jeder anders, ich find sie jetzt nicht so schlimm. Sicher erwartet man im Zentrum einer von Millionen Touristen gestürmten internationalen Top-Metropole wie Berlin ein anderes Straßenbild und solch schnöde Ostplatten passen da nicht rein. Da muss mehr Glanz her, was fürs Auge, mehr „Wow´s“ und „Boah´s“ und vor allem mehr KlingKlong in der Kasse der Grundstückseigentümer und Immobilienbesitzer … jaja ich weiß.

Ich will bei der ganzen Geschichte, die sich hier anbahnt, nicht HURRA schreien. In allen Medien flattert einem das Thema Wohnraumverknappung in der Innenstadt um die Ohren und da soll ohne Not ein intakter, gerade einmal 22 Jahre alter Wohnblock abgerissen und statt dessen ein Büro- und Boardinghouse (eventuell mit ein paar wenigen Eigentumswohnungen) errichtet werden, mit dem sich sicher wesentlich mehr Geld verdienen lässt, als mit der schnöden Platte. Das ist Wohnraumvernichtung und trägt dazu bei, den Wohnungsmarkt noch weiter anzuheizen.

Jaja der private Besitzer kann natürlich mit dem Grundstück und den Gebäuden machen, was er will, und irgendwelche Zusatzklauseln zu Verträgen, die dem Besitzer verbieten die Miete aus Gründen XY zu erhöhen, sind das Papier nicht wert, auf dem sie stehen, denn es gibt immer einen Weg, diese zu umgehen. Aber warum hat denn eigentlich die städtische WBM die Wohnblöcke 2004 überhaupt verkauft? Da fing es doch schon an. Die wollte doch auch nur das Potenzial der Top-Lage ausnutzen und Geld verdienen. Aus heutiger Sicht eine unverantwortliche Politik. Die Sache in der Wilhelmstraße ist nur die Folge davon. Natürlich zuckt der Senat nun mit den Schultern … er kann ja leider nichts machen. Ich finde das alles sehr ärgerlich. Ich hoffe, die Mieter kämpfen weiter und die B.Ä.R. beißt sich an ihnen die Zähne aus.

Geändert von Gast14Jan (26.09.12 um 14:45 Uhr)
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Alt 26.09.12, 14:45   #27
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Tja, da sieht man eigentlich, daß die städtische WBM nicht langfristig planen und dementsprechend handeln kann. Sonst hätte sie ja selbst betreffende Gebäude sanieren können (ein Vorschlag wie, siehe mein Beitrag 309) und sich aufgrund der Lage (Innenstadt) und der Nutzung (Wohnen, Geschäfte, Gastronomie etc.) die Kosten auf längere Sicht wieder reinbekommen und später vielleicht auch Gewinn gemacht. Sicherlich wäre das natürlich langfristiger gewesen, hätte erstmal Kosten verursacht und wohl auch Kritik bekommen, aber man hätte die Gebäude erhalten können und was draus machen können (auch wenn sich die Mieterstruktur trotzdem geändert). Chance verpasst für einen kurzfristigen Gewinn durch den Verkauf. Schade.
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Alt 26.09.12, 15:00   #28
AchillesGM
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Meiner Meinung wird es aber auch Zeit dass diese Bauten langsam aber sicher weichen, spätestens mit der Vollendung des Leipziger Platzes, wird nun eine überfällige Dynamik in die längst mehr als diskussionswürdige Immobiliensituation gebracht.
Natürlich habe ich vollkommenes Verständnis für die dort wahrscheinlich vorwiegend sozialschwachen Mieter.
Jedoch frage ich mich ob Sozialbauten dieser Qualität derart zentral angesiedelt werden müssen und ob man sich als Mieter nicht schon selbst aus der Entwicklung ringsherum einen Reim hätte machen können.
Auch ich bin kein Freund von Plattenbauten, spreche ihnen jedoch nicht völlig die Existenzgrundlage ab, aber an so einer exponierten Lage haben sie meiner Meinung nach nichts zu suchen.
Diese Wohnungen stehen nunmal auf einem sehr wertvollem Boden und ich finde jedwede Entwicklung zu einer wertigeren Bausituation für Berlin mehr als angemessen.

Diese Entwicklung könnte man als "alternativlos" betrachten.
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Alt 26.09.12, 15:25   #29
Batō
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Hauptkritikpunkt beim Thema Gentrifizierung ist ja meistens, dass sozialschwache Mieter aus dem Zentrum an Randgebiete der Stadt verdrängt werden und es so zur Ghettoisierung dieser kommt - mit der Folge, dass soziale Brennpunkte à la Banlieues in Paris entstehen die irgendwann kaum mehr kontrollierbar sind. Die Kosten die der Allgemeinheit dadurch entstehen werden dann sozialisiert, die Gewinne der Immobilienbesitzer in der City privatisiert.
Vielleicht wäre ein Mittelweg angebracht. Die "goldene" Hand des Marktes führt nicht immer zum für alle Beteiligten besten Ergebnis.

Von daher kann ich den vorigen Beiträgen größtenteils zustimmen. Es gibt sicherlich schlechtere Plattenbausiedlungen in der Stadt. Hier hat man sogar, im Gegensatz zur Leipziger Straße, Traufhöhen der Umgebung aufgenommen und sich bei der Fassadengestaltung vom monotonen Plattenstyle der Vorjahrzehnte gelöst. Fraglich ist, ob die Besitzer den Sanierungsaufwand auf sich aufnehmen wollen wenn durch Verkauf an Projektentwickler womöglich bessere Renditen zu erzielen sind.
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Alt 26.09.12, 15:35   #30
Richard Neutra
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Ich frage mich jedes Mal wenn ich in Berlin bin, wann endlich diese potthäßlichen Zentrumsplatten abgerissen werden. Jedes, wirklich jedes Gebäude wäre passender als diese Abgründe des DDR-Plattenbaukastens. Dass nun endlich Pläne auf dem Tisch liegen zumindest einem Teil dieser Dinger den Garaus zu machen ist sehr begrüßenswert. Allerdings wäre es wie schon angesprochen in der Tat am besten für die Stadt, wenn hier stattdessen nicht weitere Eigentumswohnungen für die Upperclass, sondern bezahlbare Wohnungen für die Mittelschicht entstehen würden.
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