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Alt 02.02.13, 02:45   #121
Ufologe
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Ufologe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Was mich hier daran stört ist, dass das hier durchaus urbane Blockrandbebauung ist, aber ein Abriss der Leipziger Strasse und der Fischerinsel nicht legalisiert werden konnte obwohl für ein vernünftiges Stadtbild unumgänglich. Nicht einmal die Königstadt darf jetzt vernünftig nachverdichtet werden von einen (für ein vernünftiges Stadtbild eigentlich unumgänglichen) Abriss der Plattenbauten mal ganz zu schweigen.
Wer hat z.B. erlaubt, dass Lidl an der Heinrich Heine-Straße gegen Planwerk Innenstadt ein Häuschen mit Parkplatz bauen darf etc.? Warum darf so massiv gegen das Planwerk verstossen werden (auch z.B. nördich der Media-Spree mit Metro, Hellwig und einen 3. Handel) aber hier soll ein durchaus akzeptables Gebäude wege dam Stadtbild weichen dürfen? Hier geht es doch nur darum, dass das Brandenburger Tor in der Nähe ist.

Geändert von Ufologe (02.02.13 um 12:17 Uhr)
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Alt 02.02.13, 08:19   #122
tel33
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tel33 hat die Renommee-Anzeige deaktiviert
Wenn man in dem Zuge auch den Rest des Ensembles abreißen und den kompletten Wilhelmplatz wieder herrichten würde, dann hätte ich sicher nichts gegen dieses Projekt. Aber einen einzelnen bereits existierenden Baukörper durch einen anderen ersetzen... wozu? Wenn man vor den Plattenbau eine zeitgemäße Fassade dranpappt, wird das Ergebnis auch nicht schlechter sein.
Ich bin ja nun wahrlich kein Verfechter des Erhalts sozialistischer Bausünden in der Innenstadt - aber ehe man hier Hand anlegt, möge man sich doch bitte erstmal ein paar dringlicheren Problemgebieten widmen. Z.B. Fischerinsel, Liebknechtstr, Breite Straße, Grunerstraße, oder die ausgedehnten Brachflächen südlich der Leipziger bis runter zum Mehringplatz.
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Geändert von tel33 (02.02.13 um 08:42 Uhr)
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Alt 03.02.13, 00:50   #123
Wunderknabe
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Wunderknabe könnte bald berühmt werdenWunderknabe könnte bald berühmt werden
Das klingt immer so leicht, die Investoren sollen sich doch bitte erstmal um dieses oder jenes Gebet kümmern. Aber ist ja nicht so dass es eine freie Auswahl an Grundstücken gibt. Wenn dieser Investor nun halt dieses Grundstück hat (oder eine Option darauf), dann lässt man das ja nicht leichtfertig gehen.

Die Platten der Wilhelmstr. finde ich nicht schlimm, aber es geht durchaus schöner und besser. Und die Ansage "entweder alles weg oder garnichts" ist auch so ein Spruch der kaum machbar ist: ich kenne mich mit den Besitzverhältnissen dort nicht aus, aber ich schätze nicht dass die ganze Straße in einer Hand ist.

Monopoly anyone?
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Alt 03.02.13, 11:56   #124
BardTK
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BardTK sitzt schon auf dem ersten Ast
Zitat:
Zitat von tel33 Beitrag anzeigen
Wenn man in dem Zuge auch den Rest des Ensembles abreißen und den kompletten Wilhelmplatz wieder herrichten würde, dann hätte ich sicher nichts gegen dieses Projekt.
Das sind immerhin sieben Blocks, die reißt man nicht einfach mal so am Stück ab. Wenn die Platten verschwinden sollten, dann sukzessive. Den Wilhelmplatz wieder herzustellen würde zudem den Abriss der Tschechischen Botschaft voraussetzen. Und da wirst du auch hierzuforum auf entschiedenen Widerspruch stoßen.
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Alt 08.02.13, 22:46   #125
Batō
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Ich schmeiß mal einen Patzschke-Entwurf für das Projekt "Wohnen in den Ministergärten" in die Runde. Realisierung/Machbarkeit ist völlig unklar.


(C) Patzschke & Partner Architekten GbR

Ggü. der jetztigen Situation eine enorme Aufwertung. Ich denke aufgrund der Lage werden wir über die Entwicklung des Grundstückes in der nächsten Zeit sicherlich noch einiges hören.
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Alt 08.02.13, 22:53   #126
buergm
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buergm hat die ersten Äste schon erklommen...
wenn ich das richtig sehe, ist das aber ein Entwurf der direkt am Holocaustdenkmal in der Cora-Berliner-Straße errichtet werden sollte. Hatte sich da nicht ein anderer Architekt durchgesetzt gehabt?
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Alt 08.02.13, 22:59   #127
Batō
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Im Grunde genommen ja (siehe erste Seite des Threads). Allerdings ist dieser Siegerentwurf schon wieder über 10 Jahre alt und es stellt sich die Frage ob der Investor an so einem alten Entwurf überhaupt noch festhalten will. Dazu ist er ja nicht verpflichtet.
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Alt 08.02.13, 23:21   #128
Chandler
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Zitat:
Zitat von Batō Beitrag anzeigen
Ggü. der jetztigen Situation eine enorme Aufwertung. Ich denke aufgrund der Lage werden wir über die Entwicklung des Grundstückes in der nächsten Zeit sicherlich noch einiges hören.
Naja. Als die "provisorische" Gastronomiezeile errichtet wurde gab es mal Diskussionen ob das zum Holocaustmahnmal passt. In den letzten sieben Jahren habe ich aber nichts mehr über die Entwicklung des Grundstückes gehört.
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Alt 09.02.13, 03:42   #129
Ben
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Wieder mal sehr schick. Bis groß vielleicht mal wieder...Aber ob Gewerbe (abgesehen von Gastro) an dieser Stelle so viel Andrang findet? Trotz Touris. Ist ja nicht grad ne Ecke zum bummeln. Und wenn da nur diese ramschigen Souvenir-Shops oder ein Lidl für die Anwohner einziehen, dann doch lieber keine/weniger Gewerbefläche.
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Alt 09.02.13, 10:25   #130
necrokatz
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necrokatz ist ein hoch geschätzer Menschnecrokatz ist ein hoch geschätzer Menschnecrokatz ist ein hoch geschätzer Menschnecrokatz ist ein hoch geschätzer Mensch
Würden denn bei dem Patzschke-Entwurf die dahinterliegenden 'Bonzenplatten' abgerissen werden? Wenn man sich das Grundstück aus der Luft ansieht, sieht man einen Abstand von etwa 30m zwischen der Cora-Berliner-Strasse und den Platten. Der Patzschke sieht in dieser Richzung aus, als ob er da hinein passen würde.
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Alt 09.02.13, 10:35   #131
ReinhardR
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ReinhardR braucht man einfachReinhardR braucht man einfachReinhardR braucht man einfachReinhardR braucht man einfachReinhardR braucht man einfachReinhardR braucht man einfach
Auf den ersten Blick dachte ich spontan an die Stalinalle-Architektur.
Aber Patzschkes Interprätation gefällt mir.

Eine Verdichtung des Raumes zum Holocaust-Denkmal hin würde mehr Urbanität bringen,
aber auch jede Menge Ärger mit den derzeitigen Mietern der Plattenbauten dahinter.
Denen wird der Blick auf den Tiergarten genommen...
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Alt 09.02.13, 11:05   #132
I_Engineer
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I_Engineer sorgt für eine nette AtmosphäreI_Engineer sorgt für eine nette AtmosphäreI_Engineer sorgt für eine nette Atmosphäre
Ich weis ja nicht, gegen wen sich dieser Patschke entwurf damals durchgesetzt hat, und wie das dann weiter ging (ausser das nichts draus wurde). Aber was wirklich beeindruckend ist: Der entwurf ist zwar 10 jahre alt, aber im gegensatz zu vielem, was sonst so vor 10 jahren in Berlins zentrum gebaut wurde, ist er immer noch ansehnlich und könnte heute so wohl unverändert gebaut werden. )Sofern bestimmte persönlichkeiten es aus ideologischen Grünen nicht verhindern......)

Andereseits sollte man sich wohl grundsätzlich mal fragen, ob man direkt am Holoaust mahnmal so tun soll, als ob hier "ganz normale Stadt" ist, oder ob hier die Bebauung nicht etwas auf das Mahnmal eingehen sollte....
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Alt 09.02.13, 11:58   #133
necrokatz
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^^ Warum sollte in der Umgebung des Holocaust-Mahnmals keine normale Stadt sein dürfen? Wenn man diese Meinung vertritt, hätte man das Mahnmal nicht mitten in der Stadt bauen dürfen und schon gar nicht zwischen Pariser und Potsdamer Platz. Außerdem, meiner Meinung nach ist die momentane Bebauung mit Fressbuden und Souvenirkram eine viel unwürdigere Umgebung für das Mahnmal als die geplanten Häuser.
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Alt 09.02.13, 12:13   #134
Batō
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Zitat:
Zitat von Knuddel Knutsch Beitrag anzeigen
Ich weis ja nicht, gegen wen sich dieser Patschke entwurf damals durchgesetzt hat, und wie das dann weiter ging (ausser das nichts draus wurde). Aber was wirklich beeindruckend ist: Der entwurf ist zwar 10 jahre alt, aber im gegensatz zu vielem, was sonst so vor 10 jahren in Berlins zentrum gebaut wurde, ist er immer noch ansehnlich und könnte heute so wohl unverändert gebaut werden. )Sofern bestimmte persönlichkeiten es aus ideologischen Grünen nicht verhindern......)
Stop. Du bringst hier gerade was durcheinander. Der Patzschke-Entwurf war damals nicht bei dem Wettbewerb am Start.
Ich würde sogar sagen, dass er recht aktuell ist.

Sieger des damaligen Wettbewerbs war Hemprich Tophof - deshalb ja mein Verweis auf Seite 1 w.o.
Auf der Hemprich Tophof Website heißt es, dass aufgrund des Eigentümerwechsels des Grundstückes eine Bebauung wieder aktuell sei. Das heißt aber nicht, dass der Investor noch an dem Siegerentwurf festhalten muss. Er könnte derweil Patzschke mit der Planung beauftragt haben. Die ist allerdings nur Spekulation.

@necrokatz
Die dahinterliegenden "Bonzenplatten" würden durch dieses Projekt nicht abgerissen werden.
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Alt 09.02.13, 12:28   #135
mescha
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mescha sorgt für eine nette Atmosphäremescha sorgt für eine nette Atmosphäremescha sorgt für eine nette Atmosphäre
Der Patzschke-Entwurf ist sehr überzeugend. Meinetwegen könnte man in diesem Stil ganze Straßenzüge bebauen. Wirkt sehr elegant und ist trotzdem relativ schlicht, unaufdringlich und nicht kitschig. Eine gewisse Einheitlichkeit in der Bebauung würde Berlin an manchen Stellen gut tun. Das ist meiner Meinung nach auch der einzige Vorteil an den Plattenbauten entlang der Wilhelmstraße, dass sie eine stilistische Einheit bilden. Auch wenn ihre Architektur natürlich minderwertig ist.
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