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Alt 23.10.17, 12:28   #106
iconic
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Antrag der FDP-Stadtratsfraktion:
Zitat:
Antrag
Entwicklung des Münchner Nordens und der Region statt SEM in München - regionale Zusammenarbeit über die Stadtgrenze hinweg

Der Stadtrat möge beschließen:
Die angekündigte Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme (SEM) in München Nord wird nicht fortgeführt. Die Verwaltung wird beauftragt, zusammen mit den Landkreisen München und Dachau und den betroffenen Gemeinden eine gemeinsame Stadt-und Regionalentwicklung im Norden von München vorzunehmen. Ziele sind dabei,
• gemeinsam Potentiale für Wohnen und Gewerbe darzustellen,
• eine gemeinsame Verkehrsentwicklungsplanung zu erstellen,
• qualitätsvolle Grünbeziehungen zu entwickeln,
• die landwirtschaftlichen Interessen zu berücksichtigen
In einem konstruktiven Dialog mit allen beteiligten Gebietskörperschaften, den Grundstückseigentümern und der Bevölkerung insgesamt soll eine gemeinsame Kommunalgrenzen überschreitende Planung erfolgen, die Vorbildcharakter für die gesamte Region München übernehmen soll. Hierfür sollen Mittel des Freistaates eingeworben werden.

Begründung:
München und die Region haben in der letzten Jahren ein starkes Wachstum erfahren, das sich auch in den kommenden Jahren insbesondere bis 2025 rasant fortsetzen wird. Enorme Defizite im Wohnungsneubau bescheren nicht nur den zugezogenen Menschen, sondern auch der ansässigen Bevölkerung stark steigende Wohnkosten. Neben der notwendigen Innenverdichtung geht es um neue Flächen für Wohnen und Infrastruktur. Der Versuch der SEM München-Nord ist erkennbar gescheitert. Die Drohung mit Enteignung als ultima ratio hat die Atmosphäre vergiftet. Gerichtliche Auseinandersetzungen drohen jegliche Entwicklung über Jahrzehnte zu blockieren. Hinzu kommt, dass eine nur auf das Münchner Stadtgebiet beschränkte Planung zu kurz greift. Eine integrierte Entwicklungsplanung im gesamten nördlichen Raum in München und der Region ist nötig. Die LH München, der Landkreis München und der Landkreis Dachau, aber insbesondere die Gemeinden mit ihrer Planungshoheit müssen gemeinsam die Verantwortung wahrnehmen, damit die Wachstumsprobleme gelöst werden. Wohnen, Verkehr und Naherholung sind für die Bevölkerung von herausragender Bedeutung, damit die hohe Lebensqualität gewahrt bleibt.
Quelle: https://ru.muenchen.de/pdf/2017/ru-2...23.pdf#page=17
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Alt 06.01.18, 01:22   #107
iconic
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Interessante Veranstaltung:
Zitat:
08.01.2018: 19:00 Vortrag und Podiumsdiskussion “Die Zukunft des Münchner Nordens, Wohnen – Verkehr – Umwelt”

Mehrzweckhalle an der Georg-Zech-Allee 15-17 (“Faganahalle”), 80995 München

Immer mehr Münchner Bürger sehen die rasant anwachsende Bautätigkeit mit großer Sorge. Vor allem die geplanten großen Bauvorhaben Ratold-, Raheinstraße/Hochmuttingerstraße/Bergwachtstraße/Eggarten und die SEM München Nord stoßen in ihrem Umfang zunehmend auf Ablehnung. Mit fachlich kompetenten Vorträgen und einer anschließenden offenen Diskussion wollen wir Möglichkeiten und Wege aufzeigen, wie dem steigenden Zuzugsdruck begegnet werden kann.

Vorträge:
19.00 Uhr
Die Zukunft des Münchner Nordens, Einführung
Dirk Höpner, Interessengemeinschaft Fasanerie aktiv e. V.
19.20 Uhr
Lebensqualität in München, Mehr Bevölkerungsdichte, weniger Grün – womit wir in Zukunft rechnen müssen
Christian Hierneis, Vorsitzender des Bund Naturschutz, Kreisgruppe München
19.40 Uhr
München entlasten, Alternativen und Lösungsvorschläge, um dem Zuzugsdruck zu begegnen
Dr. Detlev Sträter, 1. Vorsitzender Programmausschuss Münchner Forum

Podiumsdiskussion:
Podium: Christian Hierneis (Bund Naturschutz), Heide Rieke, Stadträtin (SPD), Dr. Detlev Sträter (Münchner Forum), Mechtilde Wittmann, MdL (CSU)
Vor allem aber sollen Sie als Bürger dieser Stadt zu Wort kommen
Die Moderation übernimmt Peter Kveton vom Bayerischen Rundfunk
Quelle: https://www.christian-hierneis.de/wp...3/02/Flyer.pdf

Beitrag dazu in der SZ von letzter Woche: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/...cker-1.3808745
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Alt 09.01.18, 10:58   #108
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Hier von mir kurz ein Feedback zu der Veranstaltung gestern Abend:

- Es war gut besucht, man könnte sagen, die Halle war überfüllt (vielleicht stellt Isek hier noch ein paar Fotos rein)

- In den Vorträgen wurde erstaunlich wenig auf die konkrete Situation im Norden der Stadt eingegangen – vielmehr wurde versucht, bei den Bürgern eine grundsätzliche Angst vor Veränderungen zu wecken

- Dabei ging es um die Bereiche Umweltschutz – Münchens Mangel an Grünflächen, die zu hohe CO2-Belastung in der Stadt, Bio-Landwirtschaft mit heimischen Produkten, die direkt auf dem Stadtgebiet angepflanzt werden sollen und die zu hohe Bodenversiegelung. Ein zweiter zentraler Punkt war das Thema Bevölkerungsdichte, das insgesamt zu einem Sinken der Lebensqualität führe (überfüllte Supermärkte, zu wenig Schulen, mangelnde Verkehrskonzepte). Zusätzlich ging es darum, dass in Bayern, aber auch in Deutschland und letztlich in ganz Europa eine falsche Strukturpolitik gemacht würde und deshalb statt in ländliche strukturschwache Regionen zu investieren, bereits stark bevölkerten Regionen wie München ständig weiteres Wachstum aufgebürdet würde. Die Schlussfolgerungen waren dann oft recht unwirklich, so wurde mehrmals die Gleichung in den Raum gestellt, mehr Wohnungsbau führe zu höheren Wohnungspreisen, und es sei Aufgabe der Stadt und des Freistaats, die Anzahl der Arbeitsplätze zu begrenzen. Insgesamt wurde aber auch die Forderung nach einer ganzheitlichen Strategie für die Entwicklung der Metropolregion formuliert.

- Bei den Bürger-Statements machten dann auch die Schreckgespenster der Zwangsenteignungen und Vertreibung die Runde, auch Schlagworte aus der Politik wie „Obergrenze“ und „Ende des Wachstums“ wurden gebraucht

- Als einzige Vertreterin der Stadt war die Stadträtin Heide Rieke natürlich in einer sehr unbequemen Lage, aber sie bemühte sich redlich, den Bürgern die Entwicklungen ihres Stadtteils als Chance zu verkaufen (sie wurde aber vielfach ausgepfiffen). Konkret erläuterte sie, dass es sich bei der SEM lediglich um den Beginn einer Untersuchung der betreffenden Gebiete handele und dieser Prozess noch keineswegs mit einem Ergebnis abgeschlossen sei. In der CSU-Landtagsabgeordneten Mechtilde Wittmann hatte sie dabei nur bedingt eine Unterstützerin, da diese die Bürger in ihren Forderungen nach einer Begrenzung des Zuzugs und des Wachstums teilweise bestärkte. Allerdings wies sie gleichzeitig auf die hohen Investitionen in den sozialen Wohnungsbau hin und verteidigte Gewerbeansiedlungen bzw. wies sie auf die Bedeutung der Gewerbesteuereinnahmen hin.

- Fazit: ein interessanter Eindruck von der Stimmung vor Ort. Für die Stadtverwaltung wird das noch ein hartes Stück Arbeit, hier Entwicklungen voranzubringen und dabei die Bevölkerung ins Boot zu holen – auch der BA scheint nicht wirklich eine Unterstützung zu sein. Dadurch, dass bei der Veranstaltung weitgehend am eigentlichen Thema – den konkreten Entwicklungsmöglichkeiten des Münchner Nordens – vorbeigeredet wurde, wird die Aufgabe nicht gerade einfacher.
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Alt 09.01.18, 19:19   #109
Isek
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meine Aufnahme vom 08.01.2018
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Alt 09.01.18, 19:38   #110
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Munich_2030 ist einfach richtig nettMunich_2030 ist einfach richtig nettMunich_2030 ist einfach richtig nettMunich_2030 ist einfach richtig nettMunich_2030 ist einfach richtig nett
Ah, war Ü60 Party in der Halle
Ja, da darf es natürlich keinen Fortschritt mehr geben..." 's muß ois so blaibn wias is"
Prosit!
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Alt 09.01.18, 23:41   #111
NANI90
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Stimmt auch nicht ganz. Waren genügend junge Menschen da. Viele wollen ja das sich was ändert. Es soll halt alles fair ablaufen. Nicht einfach hinter den Rücken der Besitzer und Bürger ne SEM machen wolln und dann noch von Enteignung sprechen, da sie das durch das Gesetz ja nutzen dürften, auch wenn Sie es nicht machen würden. Ist doch klar, dass man da der Bevölkerung die Angst schürt.
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Alt 09.01.18, 23:57   #112
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Hier eine recht gute Zusammenfassung des Abends in der SZ: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/...rung-1.3818281
....und beim BR: https://www.br.de/nachrichten/oberba...bauen-102.html

Edit: Interessant, dass Frau Wittmann am Ende der Veranstaltung offenbar (lt. SZ) den Bürgern versprochen hat, dass die CSU-Fraktion im Stadtrat nun gegen die SEM stimmen wird!
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Alt 10.01.18, 09:34   #113
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Iarn75 könnte bald berühmt werden
Zitat:
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Stimmt auch nicht ganz. Waren genügend junge Menschen da. Viele wollen ja das sich was ändert. Es soll halt alles fair ablaufen. Nicht einfach hinter den Rücken der Besitzer und Bürger ne SEM machen wolln und dann noch von Enteignung sprechen, da sie das durch das Gesetz ja nutzen dürften, auch wenn Sie es nicht machen würden. Ist doch klar, dass man da der Bevölkerung die Angst schürt.
Die ganzen jungen Grunstückserben, die Panik haben, ihr Land nicht mehr parzellenweiae für 1000€ den Quadratmeter verkaufen können. Ich habe mal 25 Jahren in Daglfing gewohnt, ist zwar andere SEM aber ich kenne die Gegner Klientel recht gut. Die selben Familien die früher getrickst haben was geht, um Ackerland zu Bauland zu machen, vergießen nun Krokodilstränen wegen der SEM.
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Alt 10.01.18, 09:43   #114
Iarn75
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Zitat:
Zitat von iconic Beitrag anzeigen
Edit: Interessant, dass Frau Wittmann am Ende der Veranstaltung offenbar (lt. SZ) den Bürgern versprochen hat, dass die CSU-Fraktion im Stadtrat nun gegen die SEM stimmen wird!
Wobei sich das nur darauf bezieht sollte es in diesem Jahr zu einer Abstimmung kommen. Also Zeitspiel.
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Alt 10.01.18, 12:57   #115
MiaSanMia
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OT:

Zitat:
Die ganzen jungen Grunstückserben, die Panik haben, ihr Land nicht mehr parzellenweiae für 1000€ den Quadratmeter verkaufen können.
Wo soll sich denn dieses Land befinden, das heute 1.000 Euro / qm wert ist? Fast jedes für die SEM MNO infrage kommende Grundstück, ist heute noch als Ackerland ausgewiesen. Und nur für dieses sind Preise für mindestens 10 Euro / qm angesetzt. Flächen, die bereits heute Bauland darstellen, können von den Eigentümern selbstverständlich selbst bebaut werden.
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Alt 10.01.18, 13:09   #116
Iarn75
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Im Umfeld des Dorfkerns Daglfing wurden in der Vergangenheit durchaus ein paar Flurstücke umgewandelt und dann für einige hundert Euro pro qm verkauft. Legt man die Bauland Inflation zu Grunde, halte ich es nicht für unrealistisch, dass da jemand auf einen Verkaufspreis in ebendiesrn Größenordnungen träumt.

Da ist natürlich eine SEM Gift für solche Phantasien.
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Alt 10.01.18, 18:33   #117
NANI90
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Ich würde solche Dinge nicht behaupten. Ich kann hier nur über meine Familie sprechen und für uns wären diese 10€ pro qm der Ruin unsere Firma. Da wir für unsere Felder/Firma schon vor mehreren Jahren mehr als 10€ pro qm gezahlt haben finde ich es doch sehr frech nun nur noch 10€ zu bekommen. In der ganzen Stadt wachsen die Preise aber ich sollte wegen Versäumnissen der Stadt nun dafür haften und weniger Geld bekommen als wir gezahlt haben. Da möchte ich euch mal sehen wer das Gut findet. Dann hast du anscheind Iarn75 nicht verstanden was die SEM macht. Genau dies das eine SEM zu einer Enteignung führen kann wenn man nicht verkaufen will da man weniger bekommt als man gezahlt hat. Genau so kann es sein das um dein Grundstück herum geplant wird und du dich dann an Straßen beteiligen musst die an deinem Grundstück entlang verlaufen. Alleine diese Kosten wären emens und könnte dich somit auch zu einem Verkauf drängen. Da man sich nicht solche immensen Kosten leisten könnte.
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Alt 10.01.18, 19:53   #118
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@Nani90:

Was genau habe ich denn nicht verstanden? Meine Aussage war lediglich, dass im Gebiet der SEM MNO heute fast ausschließlich Ackerland vorhanden ist und damit eben keine 1.000 Euro / qm wert ist.
Iarn-75 erwähnte Spekulationsträume mancher Leute, die durch die SEM natürlich schnell ausgeträumt wären.
Von der SEM MNO bin ich übrigens selbst betroffen, über die Konsequenzen weiß ich also Bescheid. Was es heißt, sich an öffentlichen Straßenbaukosten zu beteiligen, ist mir auch nicht fremd. Leider .

Zitat:
da man weniger bekommt als man gezahlt hat.
Ich poste hier einmal einen Auszug aus den FAQ der Stadt München, denn bisher ist nicht einmal bei der SEM MNO näheres über die tatsächlichen Vertragsbedingungen bekannt, mit der SEM Nord dürfte es dann also erst einige Jahrzehnte später losgehen.

Zitat:
8. Welche Funktion hat der „entwicklungsunbeeinflusste“ Wert?

Sobald auf dem Immobilienmarkt bekannt wird, dass ein Grundstück in Zukunft möglicherweise erstmals oder intensiver als bisher baulich genutzt werden könnte (zum Beispiel durch eine erwartete Ausweisung als Bauland durch die Stadt), erhöht sich in der Regel der Verkehrswert (umgangssprachlich auch „"Marktwert“" genannt). Es reicht oft auch schon, dass eine mögliche Entwicklung öffentlich diskutiert wird.
Eine wesentliche Erhöhung des Verkehrswertes kann zum Beispiel schon darauf beruhen, dass der Stadtrat die Einleitung vorbereitender Untersuchungen für einen bestimmten Bereich beschließt. Je wahrscheinlicher mit fortschreitender Konkretisierung der städtischen Planungsabsichten eine Baulandausweisung wird, desto stärker ist in der Regel die Wertentwicklung berührt. Mit den betroffenen Grundstücken könnte spekuliert werden.
Vor diesem Hintergrund hat es der Gesetzgeber für gerecht gehalten, für städtebauliche Entwicklungsmaßnahmen festzulegen: Die verantwortliche Gemeinde soll, sofern eine Entwicklung über städtebauliche Verträge nicht möglich ist und daher eine Entwicklung förmlich beschlossen wird, die benötigten Grundstücke (Frage 14) zum entwicklungsunbeeinflussten Wert (sogenannter Anfangswert) erwerben, um sie in der Endphase der Entwicklungsmaßnahme zum dann marktüblichen Baulandpreis (auch „Endwert“ genannt) wieder zu veräußern. Nach Abzug der ursächlichen Infrastrukturkosten verbleibende Gewinne sind an die früheren Grundeigentümerinnen und -eigentümer auszuschütten.
Der Anfangswert ist eine wichtige Größe zur Bestimmung der Bodenwertsteigerung, aus der die ursächlichen Lasten finanziert werden müssen.

9. Wie hoch ist der entwicklungsunbeeinflusste Wert meines Grundstücks?

„Die Stadt hat aufgrund der Größe des Gebiets die entwicklungsunbeeinflussten Anfangswerte bisher noch nicht ermittelt.
Für Sie wichtig zu wissen ist, dass der bereits unabhängig von der geplanten Entwicklung bestehende Verkehrswert Ihres Grundstücks in die Ermittlung des Anfangswerts selbstverständlich einfließt. Einen Wertverlust aufgrund des Einleitungsbeschlusses oder der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme müssen Sie daher nicht befürchten.
https://www.muenchen.de/rathaus/Stad...ten/FAQ.html#m
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Alt 10.01.18, 20:44   #119
NANI90
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War nicht böse gemeint ;-) wir hoffen nur sehr das wir unseren Beruf weiterführen können und das wir eben nicht mit 10€/qm abgespeist werden. Denn ich kenne viele Bekannte denen im SEM Gebiet nur 14€/qm angeboten wurden. Die aber vor 10 Jahren schon Äcker für 30€/qm gekauft haben. Ich verstehe schon das die SEM eine Spekulation eindemmen will. Es sollte trotzdem nicht eine SEM hinter den Rücken der Bevölkerung ausgetragen werden. Dies hat uns erschüttert, so eine Meldung aus der Zeitung zu erfahren. Das hätte man viel professioneller machen können. Nochmal, es geht hier nicht darum reich zu werden. Viele möchten ihren Beruf nicht verlieren an dem viel hängt. Was soll beispielsweise mit den ganzen Landwirten/Gärtner passieren wenn es keine Ackerflächen mehr gibt und diese nicht zu ersetzen sind. Als Außenstehender ist dies immer leicht zu beurteilen, doch als Betroffener bringt dir dieses Thema oft schlaflose Nächte. Da dir die Politik/Stadt keine klare Stellung zu diesem Thema bietet.
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Alt 10.01.18, 22:44   #120
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Kurze OT Zwischenfrage: wie wird denn das bei Infrastrukturprojekten gemacht, wenn z. B. eine Bahnstrecke gebaut wird oder eine Autobahn - was erhalten da die zumeist Landwirte für die benötigten Grundstücke und werden sie auch "zwangsenteignet"?

Und nochmal zur SEM, ist es nicht auch denkbar, dass die Stadt mit den einzelnen Eigentümern verhandelt und am Ende mehr bezahlt als das, was sie gerade erst dafür investiert haben? Also, dass sie zumindest kein Geld verlieren?

SZ-Kommentar über die Veranstaltung am Montagabend, in dem mal wieder Kronawitters "Dampfkessel-Theorie" hervorgeholt wird. Der Kommentator fordert einen "Gesamtplan", der eine Lösung vorstellt, wie großflächig Wohnungen entstehen können, ohne dass die Lebensqualität für die Bürger immer weiter sinkt: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/...ssel-1.3818297
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