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Alt 12.06.18, 21:09   #16
Batō
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Das Carré Reimar bekommt einen Nachbarn. An der Ecke Schillerstraße entsteht bis Anfang 2021 ein Wohngebäude mit 80 ETW. Der Projektname lautet Carte Blanche.
Die Architektur kommt vom Büro Patzschke:






(C) DAHLER & COMPANY Berlin GmbH & Co. KG | Patzschke Planungsgesellschaft mbH

Weitere Infos @ Neubaukompass.
__________________
Alle Bilder, soweit nichts anders angegeben, stammen von mir.

Berlin à la carte - die Projektkarte
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Alt 12.06.18, 21:15   #17
UrbanFreak
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UrbanFreak ist im DAF berühmtUrbanFreak ist im DAF berühmt
Wie angenehm und harmonisch für das Auge. Warum Patzschke sich nicht traut auch ein wenig Fassadenschmuck anzubringen, verstehe ich nicht. Die Zeit ist längst reif dafür.
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Kann man neues, schönes bauen? Das ist hier die Frage.
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Alt 12.06.18, 23:00   #18
Camondo
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Camondo kann im DAF auf vieles stolz seinCamondo kann im DAF auf vieles stolz seinCamondo kann im DAF auf vieles stolz seinCamondo kann im DAF auf vieles stolz seinCamondo kann im DAF auf vieles stolz seinCamondo kann im DAF auf vieles stolz seinCamondo kann im DAF auf vieles stolz seinCamondo kann im DAF auf vieles stolz seinCamondo kann im DAF auf vieles stolz seinCamondo kann im DAF auf vieles stolz seinCamondo kann im DAF auf vieles stolz sein
^ Klasse Styrobomber! Gedulde dich nur ca 30 Jahre Urban Freak. Dann muss die Styroporfassade runter weil nicht mehr tauglich als Isolation. Vielleicht ist dann die Zeit reif für schicke große überbordende geschmacklose Ornamente ;-)
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„Alles Alte, soweit es Anspruch darauf hat, sollen wir lieben, aber für das Neue sollen wir recht eigentlich leben“.
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Alt 13.06.18, 02:24   #19
Urbanist
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Urbanist ist ein LichtblickUrbanist ist ein LichtblickUrbanist ist ein LichtblickUrbanist ist ein LichtblickUrbanist ist ein LichtblickUrbanist ist ein LichtblickUrbanist ist ein Lichtblick
Ich frage mich ohnehin wie man dann mit dieser Problematik umgeht; eine ganze Bauepoche die komplett aus bautechnischen Gründen ihre Oberflächen verliert...
Vielleicht entscheidet man sich dann zu einem radikalen Redesign der Oberflächen mit Mitte des Jahrhunderts üblichen Materialien, in einer dann zeitgenössischen Optik, oder es finden sich tatsächlich Freunde des trashigen und pathetischen Nuller/Zehnerjahrestils damals gegen Ende des neoliberalen Kapitalismus, und fordern ernsthaft eine denkmalgerechte Wiederherstellung der originalen Optik im Falle einer Sanierung?
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Alt 13.06.18, 02:44   #20
Bau-Lcfr
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^ Wenn man jetzt von der in diesem Unterforum üblichen Kapitalismuskritik wegkommen könnte (die übliche Thematik ist sogar in der URL formuliert, von Politik steht da nichts) - die darüber sichtbaren Visualisierungen mit Fassadenprofilen wirken recht ordentlich. Besser als wenn es bloß Weißputz mit ein paar zufällig verteilten grauen Flecken wäre. Die Bemerkungen über "große geschmacklose Ornamente" ignorieren wir aus Höflichkeit einfach, doch etwas stört mich - sehe ich auf der ersten Visualisierung rechts EG-Loggien auf Straßenniveau? Persönlich sehe ich wenig Sinn solcher, da könnte jeder leicht rein (unabhängig von der Fassadengestaltung) - und am liebsten wäre mir eh eine andere Funktion als Wohnen im gesamten EG.

Immerhin befindet sich die Schillerstraße in der Innenstadt. Dementsprechend hätten es auch mehr Geschosse als 6+StaffelG sein können, zumindest in einem Teil des Baus - mit Übergängen zur niedrigerer Bebauung an den Nachbarn (dann gäbe es wieder mehr WEs). Ich tippe: Statt eines B-Plans wurde nach dem Sich-Einfügen-Paragraph geplant, damit die Genehmigung 5 statt 20 Jahre dauert?
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Alle Fotos von mir. Fotos der Städte Europas, London

Geändert von Bau-Lcfr (13.06.18 um 07:55 Uhr)
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Alt 13.06.18, 13:11   #21
Querbalken
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Querbalken könnte bald berühmt werden
Gelungene Großstadtreparatur, gefällt mir gut. Abfällige Kommentare wie 'Styrobomber' sind so sinnvoll wie gehässige Farbbeutel-Attacken selbsternannter Kiezhelden. Sie ändern nichts an der Tatsache, dass annähernd 100% von Neubauten mit WDVS verblendet werden und Farbbeutel an einer langfristigen Reurbanisierung der Berliner Brachenlandschaft nichts ändern werden. Und warum Ornament an sich 'geschmacklos' sein soll kann ich mir nicht erschliessen. Ich jedenfalls erfreue mich jedes mal, wenn mein Auge nicht durch Berliner Waschbeton, Rauhputz, Eternitfassade, verziert mit Regentränen und Ausblühungen anderer Hinterlassenschaften gedemütigt wird.
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Alt 13.06.18, 13:26   #22
DerBe
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DerBe kann im DAF auf vieles stolz seinDerBe kann im DAF auf vieles stolz seinDerBe kann im DAF auf vieles stolz seinDerBe kann im DAF auf vieles stolz seinDerBe kann im DAF auf vieles stolz seinDerBe kann im DAF auf vieles stolz seinDerBe kann im DAF auf vieles stolz seinDerBe kann im DAF auf vieles stolz seinDerBe kann im DAF auf vieles stolz seinDerBe kann im DAF auf vieles stolz seinDerBe kann im DAF auf vieles stolz sein
^Na dann kann man sich bestimmt bald auch an den WDVS üblichen Algen- und Pilzbefall, Dreckschlieren etc. erfreuen. Oder sind die Patschzke-Bauten dagegen immun?
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Alt 13.06.18, 13:26   #23
Architektenkind
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Architektenkind ist einfach richtig nettArchitektenkind ist einfach richtig nettArchitektenkind ist einfach richtig nettArchitektenkind ist einfach richtig nettArchitektenkind ist einfach richtig nett
Zitat:
Zitat von Querbalken Beitrag anzeigen
Abfällige Kommentare wie 'Styrobomber' sind so sinnvoll wie gehässige Farbbeutel-Attacken selbsternannter Kiezhelden.
Wer Patzschkes teuere Billigbauweise kritisiert und den Trend zur WDVS-Fassade bedauert, verhält sich wie ein Farbbeutel-Werfer. Schön, wenn man seine Feindbilder so klar hat, wa?
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Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los.
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Alt 13.06.18, 15:25   #24
Querbalken
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Querbalken könnte bald berühmt werden
Ich bin kein Freund von WDVS, aber unter dem grünen Zeitgeist werden wir uns mit dieser Krücke abfinden müssen. Und eine WDVS-Fassade mit Ornament sieht immer noch besser aus als eine ohne jedes Ornament.
Ein paar Algen lassen ein Ornament immer noch in Würde altern. Bei den glatten Fassaden siehts aber meistens sehr peinlich aus. Allerdings sind Algenbefall eher ein Ding der frühen WDVS in den 90ern, als noch weniger Fungizide in die Farben gemischt wurden. Heute hat man das besser im Griff. Ob das gut für die Umwelt ist frage ich hier nicht, mit Logik kann man den deutschen grünen Zeitgeist auch gar nicht mehr entschlüsseln.

Wie gesagt, bin kein Freund von WDVS – aber erfreue mich an Ornament und darüber darf mein streiten.
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Alt 13.06.18, 20:37   #25
UrbanFreak
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UrbanFreak ist im DAF berühmtUrbanFreak ist im DAF berühmt
Zitat:
Zitat von Camondo Beitrag anzeigen
^ Klasse Styrobomber! Gedulde dich nur ca 30 Jahre Urban Freak. Dann muss die Styroporfassade runter weil nicht mehr tauglich als Isolation. Vielleicht ist dann die Zeit reif für schicke große überbordende geschmacklose Ornamente ;-)
Ich weiß nicht was das eine mit dem anderen zu tun hat. Aber das du, werter Camondo einen - sagen wir mal - eher 70er Brutalismus Geschmack hast, ist ja mittlerweile allseits bekannt.

Gegen das Styropor kann auch ein Patzschke nichts unternehmen, da es gesetzliche Vorgaben gibt (Danke ihr lieben Grünen). Hat selbstverständlich nichts mit dem Entwurf zu tun.
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Kann man neues, schönes bauen? Das ist hier die Frage.
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Alt 13.06.18, 20:45   #26
Akustiker
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Akustiker könnte bald berühmt werdenAkustiker könnte bald berühmt werden
^Das ist aber nur die eine Seite der Medaille. Man kann auch mit hoher Wärmedämmung schön und algenfrei bauen, z.B. mit Klinkerriemchen, vorgesetzen Klinkerschalen, zweischaligen Massivfassaden etc. Ist halt teurer, WDVS ist die billligste Lösung. Insofern ist das schon eine bewußte Entscheidung gegen Ästhetik für Renditemaximierung. (Allerdings die des Bauherrn und nicht die des Architekten).

Insofern sehe ich das Problem weniger in fehlendem Gestaltungsdrang als eher in der unseligen Verwertungskette, bei der der Projektentwickler und Bauherr als erster in der Reihe versucht, seinen Gewinn zu maximieren indem er die Baukosten so gering wie möglich hält und einen hohen Wartungsaufwand und schnellen Verfall des Gebäudes sowie einen niedrigen ästhetischen Anspruch in Kauf nimmt. Behalten will er das Objekt ja ohnehin nicht, diese Kosten blühen dann später dem Käufer bzw. Nutzer. In früheren Zeiten waren die Bauherren auch die späteren Eigentümer und Nutzer, da war der Ansatz bei der Planung und Errichtung ein ganz anderer.
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Alt 13.06.18, 21:47   #27
Tomov
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Danke, damit hast Du den Sachverhalt sehr sehr gut beschrieben.

Und darüber hinaus wählt man für seine überteuerten Wohnimmobilien logischerweise diesen protzigen Stil, um die fehlende Nachhaltigkeit zu übertünchen und Käufer anzulocken, denen dieser Aspekt eh völlig schnurz ist.
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Alt 13.06.18, 22:11   #28
Architektenkind
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Zitat:
Zitat von Akustiker Beitrag anzeigen
Ist halt teurer, WDVS ist die billligste Lösung. Insofern ist das schon eine bewußte Entscheidung gegen Ästhetik für Renditemaximierung. (Allerdings die des Bauherrn und nicht die des Architekten).
Genau. Es ist schon lustig, wenn Leute wie Querbalken die ästhetischen Mängel eines solchen Entwurfs dem "grünen Zeitgeist" unterjubeln wollen. Als wäre es eine ideologische Marotte, Energie zu sparen. Tatsächlich lassen sich die erforderlichen Dämmwerte auch anders erreichen. Hier handelt es sich um Luxuswohnungen, und es wäre für den Bauherren kein Problem, statt mit Styropor und Putz mit Mineralwolle (altert besser) und Back- oder Naturstein zu arbeiten (sieht von Anfang an besser aus). Kostete aber mehr und tut nicht Not, solange man in Berlin für den letzten Schrott horrende Preise verlangen kann.

Ganz unschuldig ist aber auch der Architekt nicht: Das Büro Patzschke gibt sich wie kein anderes für Bling-Bling-Projekte in Billigausführung her (vgl. das Haus neben der Parochialkirche). Wobei, zur Ehrenrettung, dieses Projekt hier noch zu den besseren Patzschkes zählt – es lehnt sich eng an die Gründerzeitblocks an, die Proportionen hauen halbwegs hin (mit Ausnahme des notorischen, niedergedrückten 1. OG), und auf die berüchtigte falsche Kolossalordnung mit drei oder fünf statt vier oder sechs Säulen hat man diesmal verzichtet.

Da ich außerdem ein Faible für rote Klappjalousien habe, kann ich mit dem Entwurf gut leben. Für tolle Architektur halte ich ihn trotzdem nicht, und die Ausführung wird gewohnt lausig sein.
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