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Alt 27.10.09, 16:00   #16
Nietnagel
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Nietnagel hat die ersten Äste schon erklommen...
Man sollte bei aller Kritik einige Faktoren bzw. Rahmenbedingungen berücksichtigen. Die Vergleiche mit Centro, RRZ oder Ruhrpark sind meiner Meinung nach nicht unbedingt zulässig. All dies sind Zentren der vergangenen Generation die auf der grünen Wiese weit weg von der eigentlichen Innnenstadt hochgezogen wurden. Dass dies die Kaufkraft aus der offenbar weniger attraktiven, klassischen Innenstadt zieht ist ein logischer Vorgang. Bei innerstädtischen Einkaufszentren ist dies etwas anders gelagert. Hier zu sagen das eine Verödung vorprogrammiert ist, ist schlichtweg reine Propaganda und muss immer im Einzelfall betrachtet werden.
Bestimmte Faktoren sind für den Erfolg einer Ansiedlung eines innerstädtischen EKZ entscheidend. Dies sind zum einen die Lage innerhalb der Stadt, zum anderen der abgebildete Branchenmix und weiter die Verzahnung des Centers mit seiner Außenwelt.
Die Lage des Limbecker Platzes ist als positiv anzusehen. Er befindet sich an einem ehemaligen Endpunkt des großen T´s des Essener Einzelhandels und schafft damit zunächst einmal keine neuen Wegbeziehungen. Allenfalls die Intensität wird sich ändern.
Bezüglich des Branchenmixes sehe ich aktuell ebenfalls keine Probleme. Ein großer Teil der 200 Shops sind Geschäfte oder Dienstleister, die bisher in der Innenstadt nicht vorhanden waren. Einige doppelt vertretene Labels, die sich ins Center zurückgezogen haben oder zurückziehen werden wird der übrige Teil der Innenstadt verkraften. Bei einigen Shops sehe ich dies sogar als positiv an.
Der Verzahnung mit der Umgebung sehe ich aktuell als höchst unzureichend an. Bis auf eine kleine Außengastronomie und die Sitzgelegenheiten vor dem Center deutet nichts auf eine Verzahnung hin. Hier muss man am Ball bleiben und das Centermanagement darauf festlegen weitere Öffnungen in Richtung Stadt vorzunehmen. Auch architektonisch hätte man hier bessere Vorarbeit leisten können. Die Durchlässigkeit in Richtung Collosseum und Weststadt ist leider städtebaulich ebenfalls schlecht umgesetzt worden. Für einen derartigen Baukörper an dieser Stelle, der keine "Rückseite" hat, wie beispielsweise das häßliche Karstadt-Haus mit Hinterhof und Parkhaus, finde ich die fassade eigentlich recht gelungen. Besonders in der Abenddämmerung schick anzusehen. Die Fenster der Büros usw. durch die weißes Licht durch die Außenhülle dringt, müssten jedoch noch mit einer speziellen Folie versehen werden, die Licht herein aber nicht hinaus lässt. Das Gesamtbild ist dadurch leider beeinträchtigt.
Von innen finde ich das Center sehr schön. Keine riesigen Hallen und keine riesigen Gänge sondern eine gewisse Kleinteiligkeit. Auch die Aufmachung der individuellen Nichtfilialisten passt hier sehr gut. Das gastronomische Angebot gefällt ebenfalls. Die Größe des Centers ist im Inneren nicht zu spüren. Das finde ich angenehm. Die Möglichkeit jede Etage im Kreis zu durchlaufen und die Etage an 4 Punkten wechseln zu können finde ich angenehm. Seit Eröffnung des 2. BA sind auch die Eingänge großzügiger und offener. Das was bisher noch ein Manko.

Was aktuell auffällt ist, dass jeder nach der klassischen Innenstadt schreit und von Verödung spricht, aber die Einkaufszentren trotzdem gerammelt voll sind. Meiner Meinung nach sind die althergebrachten Fußgängerzonen einfach nicht mehr attraktiv genug, um gegen ein edles Einkaufszentrum anzukommen. Daran ist nicht das Einkaufszentrum Schuld, sondern die jeweiligen Eigentümer, Planer und Makler. Gerade die Limbecker Straße ist dreckig und schäbig und das nicht erst seit Eröffnung des Limbecker Platzes. Kein Wunder, dass Filialisten das Ambiente des EKZ vorziehen. Eine Aufwertung der Immobilien auf Limbecker und Kettwiger Straße ist das Gebot der Stunde. An schmucken Häusern wie dem Baedeker-Haus, dem Ansons-Gebäude, Appelrath und Cüpper, Walbusch und Peter Hahn sieht man, dass schicker und zeitgemäßer Einzelhandel auch auf der Kettwiger locker funktioniert auch mit einem EKZ. Weiterhin sind hier neue und innovative Konzepte abseits des Einzelhandels gefragt, die einen Bummel in der Fußgängerzone attraktiv machen. Wenn der neue Limbecker Platz die Eigentümer endlich dazu bringt in ihren Bestand zu investieren, dann hat sich der Bau schon gelohnt. Das Potential für eine funktionierende Innenstadt ist auf jeden Fall mit einem einzigen EKZ noch lange nicht ausgeschöpft. Bezüglich des aufkommenden Reurbanisierungstrends kann man sogar froh sein, wenn teilweise Gebäude freigezogen werden und für andere Nutzungen oder gar einen Abriss zur Verfügung stehen. Könnte hier diesbezüglich noch weiter ausholen, aber es soll an dieser Stelle mal reichen.

Übrigens habe ich mir heute in der Mittagspause mal gegönnt nur EINE Minute an der Einfahrt zum Parkhaus des Limbecker Platzes stehen zu bleiben. Die Autos fuhren im Sekundentakt ein. Interessant waren dabei die Kennzeichen. E, MH, BO, RE, SO, K, ME, VIE, DU, OB.....
Mag es nur der erste Hype um dieses Center sein, aber offensichtlich scheint es auch Auswärtigen zu gefallen. Aus Lünen bzw. DO hab ich natürlich keinen gesehen
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Alt 27.10.09, 16:15   #17
Turmbauer
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#791

Nick, wenn’s so wäre und die Größe des Centers eine Schwäche des Standortes aufzeigt, dann muss der Standort Frankfurt/Main ja ein schwacher Einzelhandelsstandort gewesen sein, denn dort hat man in ähnlicher Größe MyZeil gebaut. Das der Einzelhandelsstandort Essen hingegen seit der Eröffnung des Centro 1995 schwächelte, ist eindeutig und an Zahlen (Mieten, Besucherfrequenz) belegbar. Die Frage ist nur, warum man 12 Jahre brauchte, um sich für so ein EKZ zu entscheiden. Nun braucht es natürlich umso länger, die eingefahrenen Wege der Kunden wieder einzufangen.

Ich glaube aber für dich mit Nick, dass Essen seine Position als Standort für den Einzelhandel wieder einnimmt, die es schon mal inne hatte. Ich denke aber, dass die Kettwiger Strasse nicht mehr diesen Status erhält, den sie einst hatte. Sie wird sich neu erfinden, aber keinen Besucherandrang wie vor 20 Jahren mehr erleben. Dafür konzentriert sich der Einzelhandel in Essen mittlerweile und im Gegensatz zu Dortmund, wo der Westenhellweg die zentrale Rolle spielt, an unterschiedlichen Stellen der City.

Essen kann nun Shoppen in Form eines EKZ in der Größe des Centers anbieten und zeitgleich zum Bummeln in eine urbane City einladen….das Wetter unabhängig. Das sollte in jedem Fall ein Vorteil gegenüber den EKZ auf der grünen Wiese sein. Das dies schon ganz gut funktioniert, zeigte ja schon die Eröffnung von BA II, mit der wieder mehr Besucher nach Essen kamen und die Zentralkennziffer ansteigen ließ.

Noch mal was zu der Größe: Es wurden 70.000qm im neuen LP geschaffen, davon ca. 40.000qm (!?) neue Fläche, rechnet man Karstadt-, KarstadtSport und Sinn/Leffers, die vorher schon an diesem Standort waren, mal raus.

Die Kettwiger, der ja derzeit die meiste Sorge gilt, ist mit dem Kaufhof, P&C und den von mir oben schon erwähnten Geschäften meiner Meinung nach gut aufgestellt. C&A hat hier eigentlich gar nicht mehr hingepasst und stellt für mich keinen großen Verlust da. Wichtig ist, was man jetzt daraus macht und wie man sich im Zuge dieser Entwicklung orientiert (Stichwort Branchenmix). Durch seinen urbanen Charakter hat dieser Teil der Innenstadt (im Dreieck Willy-Brandt-, Hirschland- und Burgplatz gelegen) auf jeden Fall das Potenzial. Hier sorgen jetzt schon Einrichtungen wie Grillo-Theater/ Heldenbar, Lichtburg, Astra-Kino, VHS, Casa und Box und die Theater Passage mit ihren schicken Geschäften für Besucherfrequenz. Hinzu kommt der Kennedyplatz mit Stratmanns Theater und den Cafés und Bars.
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Alt 27.10.09, 16:37   #18
Nick
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@Turmbauer

Erstens kann man Frankfurt mit Essen kein bisschen vergleichen. Zweitens musst du auch belegen, dass Essen irgendwann einmal der Nr.1 Einzelhandelsstandort im Pott war. Also richtig belegen, nicht nur vermuten. Drittens gibt es neben dem Westenhellweg noch weitere gute Standorte in Dortmund. So zahlt man selbst am Ostenhellweg höhere Mieten als an den 1A-Standorten in Essen. Und noch einmal zu den Zahlen: Dortmund 210 €/m², Essen unter 90 €/m². Das nennt man wohl uneinholbar. Übrigens: Beim neuen Thier-Areal entstehen 27.500 m² neue Verkaufsflächen, der Rest ist Bestand.
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Alt 27.10.09, 16:50   #19
Groop
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@Nick
Wir haben schon bemerkt, dass bei Dir in Dortmund alles wundervoll ist und in Essen nicht ;-)

Ich kann leider nicht widerlegen, dass die Mieten im Limbecker Platz unter 90 Euro je Quadratmeter liegen, da ich kein Objekt angefragt hatte. Ein befreundeter Einzelhändler hatte mir jedoch von deutlich höheren Mietepreisen erzählt. In der Limbecker Straße kostet derzeit ein 100qm-Shop etwa 120 Euro den Quadratmeter.

Zugegebenermaßen ist das Thier-Projekt von ECE in Dortmund sehr interessant und reizvoll, aber wenn ich höre, dass ein Ankermieter REWE ist, dann frage ich mich doch, ob wir uns nicht zuviel davon versprechen.

Geändert von Groop (27.10.09 um 16:58 Uhr) Grund: Einfügung Quadratmeterpreis
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Alt 27.10.09, 17:03   #20
Dietmar.du
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Zitat:
Zitat von Nietnagel Beitrag anzeigen
Was aktuell auffällt ist, dass jeder nach der klassischen Innenstadt schreit und von Verödung spricht, aber die Einkaufszentren trotzdem gerammelt voll sind. Meiner Meinung nach sind die althergebrachten Fußgängerzonen einfach nicht mehr attraktiv genug, um gegen ein edles Einkaufszentrum anzukommen...
Da muss ich zumindest für Duisburg wiedersprechen. In der Regel ist es dort auf der Königstraße, außer vielleicht bei Regen, voller als im Forum. Die Passantenfrequenz ist dort, nach Eröffnung des EKZ, inzwischen wesentlich höher als vor zwei Jahren. Dieser Trend wird sich wahrscheinlich weiter fortsetzen, zumal wenn in einem knappen Jahr mit Eröffnung der Königsgalerie, die ja am andere Ende der Fußgängerzone liegt, ein weiterer Anreiz für das Flanieren im Freien geschaffen wird.
Nach Aussage von Multi Development ist die Königsgalerie so gut wie voll vermietet, da noch einige Verhandlungen laufen, wurden noch keine Namen genannt. Die ca. 50 Läden sollen aber alle im höherpreisigen Segment liegen.
Außerdem scheint es inzwischen im Forum das Problem zu geben, dass die Verkaufsfläche zu klein ist. Viele Läden würden sich gerne vergrößern. Mal sehen, ob das in Zukunft in Essen auch zum Problem wird. Dort teilen sich immerhin 200 Shops 70.000qm währen in DU auf 57.000qm nur 80 Läden kommen.
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Alt 27.10.09, 17:40   #21
Nick
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Um mal ein bißchen Schärfe rauszubringen...

Ich gönne euch ja den Limbecker Platz. Auch ist die Freude die ihr empfindet, jetzt so kurz nach Fertigstellung, voll und ganz verständlich. Aber Attribute wie z.B. wieder die Nr.1 im Pott, einzigartig, etc. stimmen einfach nicht. Essen wird es in Zukunft sehr, sehr schwer haben, schwerer als z.B. Düsseldorf, Köln, Münster oder auch Dortmund. Tut eurem Einzelhandelsstandort was Gutes und meidet das EKZ.
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Alt 27.10.09, 18:35   #22
Aleon
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Aleon sitzt schon auf dem ersten Ast
Liebe Leute,
wollt ihr hier nicht doch mal mit dem "Schwanzvergleich" aufhören? Die Stadtoberen tuen es, ECC gibt sich mit jeweils einem EKZ in jeder Satdt alle Mühe das ganze zu befeuern, und alle Pöttler springen auf den Zug auf und schlagen sich gegenseitig die Köpfe ein. Wozu soll das denn führen? Im Mittelalter sind die Einwohner benachbarter Städte gerne mal in die andere zum plündern gegangen. Da dies nicht mehr möglich ist suchen sich die Konkurrenten jetzt andere Ventile. Hier allerdings handelt es sich doch um ein Forum für Architektur und Städtebau. Man könnte sich gegebenenfalls auch mal ohne Vergleiche über die Architektur unterhalten ohne beleidigend zu werden und den jeweiligen Standort nieder zu machen. Und wenn mal jemend Kritik abgibt, dann ist das nicht gleich persönlich gemeint.
Wie schon oft gesagt, in Essen musste etwas passieren, denn die "Shopper" oder besser "Shopperinnen" sind der Stadt weggelaufen, Nach OB und so weiter. Da musste natürlich ein Angebot her und das ist jetzt passiert.
Wie das ganze gelöst wurde wäre ein interessantes Thema. Aber doch sachlich wenn es geht.
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Alt 27.10.09, 19:39   #23
Westropolis
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Westropolis ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
@ Nick ich denke der Vergleich mit Essen hinkt sowieso, Dortmunder fahren nicht nach Essen zum Einkaufen oder nicht wirklich signifikant viele. Im Westen des Potts gibt es momentan nun einmal nur Duisburg, das Centro und Essen und die 3 Städte ringen um die Kunden aus den Städten + Mülheim + Kreis Wesel und vielleicht noch Kreis Velbert.

Richtige Konkurrenz stellt Essen doch eh nur bei den Kunden aus dem Raum Bochum für Dortmund, dafür sind die Entfernungen einfach zu groß.

Trotzdem muss ich Essen loben sie werden nicht die Probleme von Oberhausen haben und ähnlich wie Duisburg wird es zu einer starken positiven Stärkung der Innenstadt kommen. In Dortmund seh ich das Problem gar nicht groß in der Innenstadt dort sollte mehr an den Ringen getan werden, vorallem brauch Dortmund noch mehr Büroflächen, das gleiche Problem hat Duisburg momentan auch.
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Alt 28.10.09, 08:58   #24
Turmbauer
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#6

Du Nick, ich hatte mit keiner Silbe einen Vergleich mit Frankfurt gezogen. Es ging mir hier nur um die Gestaltung der Fassade der EKZ. Aber eigentlich lässt sich das auch schon wieder nicht vergleichen, da zum einen die Investitionen für MyZeil einschließlich der Hochhäuser mit ca. €800 Mio fast drei Mal so hoch waren wie am LP und der LP Schaufensterfronten an allen Seiten hat, was bei MyZeil nicht der Fall ist. Dies kann aber durchaus eine Rolle bei der Wahl der Fassadengestaltung spielen.

BTW: Stimmt, Essen kann man wirklich nicht mit Frankfurt vergleichen. Frankfurt ist Zentrum einer Region. Essen, Dortmund, Duisburg sind Teil einer Region, eines polyzentrischen Gebildes, welches kein eindeutiges Oberzentrum zulässt. Die Städte nehmen sich beispielsweise Einrichtungen und Wirtschaftskraft gegenseitig weg, während sie in einem typischen Oberzentrum wie Frankfurt gebündelt werden. Hinzu kommen noch die industrielle Vergangenheit und der lange Weg des Strukturwandels. Aber das nur mal so am Rande.

Nehme mal an, du hast Belege für deine Zahlenspiele. Ich habe jetzt leider nicht die Möglichkeiten, mir die Statistiken aus den 1980er rauszusuchen, in den Essen noch die Einkaufsstadt des Reviers war, sorry. Es ist aber allgemein bekannt, dass auf der Kettwiger zu diesem Zeitpunkt noch mit die höchsten Mieten aller deutschen Einkaufsstrassen erzielt wurden, die Nobelmeilen mal ausgenommen. Essen war zu jener Zeit für sein umfangreiches Angebot an Kaufhäusern und Spezialgeschäften bekannt und galt auf Grund dieses Umstandes neben Köln als die Einkaufsstadt Westdeutschlands. Mit den Baumärkten und EKZ auf der grünen Wiese und nicht zuletzt mit dem Kaufhaussterben endete diese Ära. Knackpunkt war das 1995 eröffnete Centro an der Stadtgrenze.

Bezüglich der Ladenmieten habe ich nicht behauptet, dass diese auf der Kettwiger Strasse in Zukunft besonders steigen werden. Wie ich ja schon erwähnte, gibt es im Gegensatz zu Dortmund mehrere zentrale Einzelhandelsstandort in der City, als da wären Kettwiger- und Limbecker Strasse, LP und Rathaus Galerie. Westen- Ostenhellweg sind für mich praktisch eine durchgängige Strasse, die restlichen Geschäftsstrassen kann man nicht vergleichen.

Übrigens müssen hohe Mieten und Besucherfrequenzen nicht zwangsläufig was über die Qualität eines Standortes aussagen. Nimmt man mal das Fallbeispiel Berlin, wo viele EKZ und Einkaufsstrassen das Stadtbild zieren. Da nimmt man sich die Kundschaft gegenseitig weg und das hat sicherlich auch Auswirkungen auf die Ladenmieten. Nicht umsonst gibt es keine Berliner Strasse, die unter den Top-Ten der am stärksten frequentierten Strassen zu finden ist. Und doch wird keiner behaupten wollen, dass Berlin kein großer und starker Einzelhandelsstandort ist. Ähnlich das Szenario im mittleren Ruhrgebiet.

Auch wenn’s hypothetisch ist: Ich mag einfach mal bezweifeln, dass der Dortmunder Einzelhandel diese positive Entwicklung genommen hätte, gäbe es auf der Stadtgrenze das Centro und das RRZ. Umgekehrt hätte es ohne besagte EKZ wohl nie einen derart bedeutenden Einbruch im Essener Einzelhandel gegeben.
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Alt 28.10.09, 09:37   #25
Nick
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@Turmbauer

Wie du schon selber sagst: Alles sehr hypothetisch und Belege präsentierst du auch nicht. Daher sollte man deine Aussagen auch nicht zu sehr auf die Goldwaage legen. Die aktuellen Zahlen sind aber nun einmal so wie sie sind und das natürlich nicht erst seit gestern oder vorgestern. Im Übrigen ist die Stärke Dortmunds der Jahre alte Masterplan Einzelhandel. Zudem: Was hat die Einkaufsstadt Dortmund, mit der Einkaufsstadt Essen am Hut? Wenig bis gar nichts. Das Einzugsgebiet Dortmunds ist das östliche Ruhrgebiet, Teile des Münsterlandes, das Sauerland, usw, ein eindeutiges Oberzentrum also. Essen hat nicht erst mit der Eröffnung des Centros Düsseldorf oder Duisburg als Konkurrenten. Soll heißen: Dortmunds Position resultiert nicht aus Essens Schwäche, sondern aus eigener Stärke, das ist . Oder glaubst du, dass wenn in Essen die Ladenmieten steigen, sie in Dortmund fallen?! Da besteht null Zusammenhang. Ich habe auch noch nie einen Dortmunder sagen gehört: Yeah, komm wir fahren heute nach Essen einkaufen. In der Regel fallen da andere Städtenamen. Zu Berlin: Die 1A-Lagen in der Hauptstadt sind mit die teuersten in ganz Deutschland. Zum Abschluss: Ich wünsche den Essenern wirklich viel Erfolg in Zukunft und hoffe, dass sich eine der Säulen des Einzelhandels im Ruhrgebiet wieder berappeln wird. Das Beispiel Gelsenkirchener Innenstadt, €-Laden nebst €-Laden + hoher Leerstand, sollte nicht Schule machen, es wäre schlecht für die gesamte Region.

Noch einmal kurz zu deiner Aussage, dass es in Essen mehrere zentrale Einzelhandelsstandort in der City gibt, in Dortmund aber nicht. Sorry, aber das ist totaler Quatsch. Neben dem Osten- und dem Westhellweg, beide sind zusammen übrigens 1,2 Kilometer lang, haben wir Teile der Kampstraße, den Alten Markt, die Brückstraße und nicht wenige Seitenstraßen mit überdurchschnittlichen Geschäften. Eine kleine Info noch: Selbst Randlagen scheinen begehrt zu sein. Beispiel: Am Wall, genauer im Grafenhof, gegenüber der Volkswohlbund-Baustelle, stand ein Ladenlokal ca. zwei Monate lang leer. Der Nachmieter ist das Einrichtungshaus Bretz. Ist jetzt nichts Weltbewegendes aber für Frauen durchaus ein Begriff.

Bei dem ganzen Dortmund/Essen-Gelaber kommen sicherlich die anderen Ruhrgebietsstädte zu kurz. Deshalb noch einmal etwas zu Duisburg. Ich war das erste Mall vor knapp zwei Jahren in der Innenstadt (Spielbank) und war wirklich positiv überrascht. Die heute bereits fertig gestellten Projekte waren damals noch u/c, deshalb kann ich nicht sagen wie der Ist-Zustand ist. Eines wurde aber deutlich: Nach den Fertigstellungen kann die Duisburger Innenstadt durchaus mit den "Großen" mithalten. Problem hier sind sicherlich die Seiten- und Hauptstraßen, nicht die Einkaufsstraßen. Kleine Anmerkung noch: Ein ehemaliger Arbeitskollege wohnt in Düsseldorf. Seine Einkäufe tätigt er aber in Duisburg. So rum kann es also auch gehen.

Geändert von Nick (28.10.09 um 10:55 Uhr) Grund: Ergänzung
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Alt 28.10.09, 15:26   #26
Nietnagel
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Nietnagel hat die ersten Äste schon erklommen...
Meine Güte diese Dortmunder Arroganz ist doch wirklich anstrengend. Dortmund hat das Glück am Randes des Ruhegebiets zu liegen und Oberzentrum für einen großflächigen suburbanen Raum zu sein über welchen die anderen Ruhrgebietszentren gar nicht verfügen. Dortmund hat daher am wenigsten mit dem Problem der Polyzentralität zu kämpfen. Dortmund musste daher auch nicht in den Wettbewerb mit dem Centro, dem Rhein-Ruhr-Zentrum, dem Limbecker Platz oder gar dem Forum Duisburg eintreten. Daher brauchte und braucht man in Dortmund auch nie besondere Gedanken um die Entwicklung des Einzelhandels in der Innenstadt machen, aufgrund der Lage läuft das Geschäft so oder so. In Essen ist die Situation nunmal eine andere. Auf diese Situation hat man meiner Meinung nach innerhalb der eingeschränkten Möglichkeiten gut reagiert. Sicherlich hätte es bessere Varianten gegeben, die städtebaulich und architektonisch sinnvoller gewesen wären, doch die jetzige Lösung ist absolut akzeptabel. Über Architektur und Städtebau in der Innenstadt braucht sich Essen von Dortmund mit der schlechten Zugänglichkeit vom Bahnhof in Richtung City sowie Gebäuden wie dem WestLB-Haus oder der Bibliothek wohl kaum belehren lassen. Aber das nur am Rande.

Wer wo zum Einkaufen hinfährt ist zum großen Teil die Frage nach dem Zusammenspiel von Entfernung und Attraktion. Den Weg nach Düsseldorf nehme ich höchstens in Kauf, um mal ab und zu am Rhein zu flanieren oder am Abend die Altstadt zu besuchen. Zum Einkaufen habe ich mich einmal in die schlecht beschilderte Stadt gequält und war eher enttäuscht vom dortigen Angebot. Auch der Weg nach Dortmund ist mir zu weit, da ich in Dortmund nichts finden kann, was es nicht auch in Essen gibt. Die Dortmunder Innenstadt gefällt mir zwar generell gut, aber das reicht für mich nicht aus, um extra nach Dortmund zu fahren. Genauso verhält es sich auch mit Duisburg. Alle Städte haben ihren eigenen Charme, aber zum größten Teil erledige ich meine Einkäufe in Essen und pendle zwischen City und Rüttenscheid. Da ich lange Zeit an der Stadtgrenze zu Mülheim gewohnt habe und das RRZ fußläufig erreichen konnte war ich auch dort oft zu Gast, aber nach einem Umzug bin ich aus Gründen der Bequemlichkeit er selten dort. Die Parkplatzfrage stellt sich für mich eher selten, da ich sämtliche Einkäufe, mit Ausnahme von Lebensmitteln, mit der Bahn erledige. So oder ähnlich wird es sicherlich auch anderen gehen. Wenn man einen längeren Weg auf sich nimmt, möchte man auch etwas geboten bekommen. Meiner Meinung nach kann der Limbecker Platz dies aktuell bieten. Die Essener Innenstadt kann es leider schon länger nicht mehr. Deswegen ist sind eine konsequente Weiterentwicklung und qualitative Verbesserung der Kettwiger und Limbecker Straße jetzt das Gebot der Stunde.

Zur Höhe der Mieten in angeblichen 1A-Lagen: Diese Zahlen sagen für mich eher wenig über die Qualität eines Einzelhandelsstandortes aus. Wie bereits gesagt gibt es für viele aus dem Dortmunder Umfeld nur die eine Möglichkeit zum "Shopping" in die Dortmunder Innenstadt zu kommen. Folglich ist eine hohe Besucherfrequenz quasi "unvermeidbar". Das treibt natürlich die Mieten nach oben. Über die Vielfalt des Angebotes oder die Qualität kann man aufgrund dieser Zahlen nur schwerlich keine Aussage treffen. Man könnte genauso auch schlußfolgern, dass hohe Mieten den oft gewünschten traditionellen Fachhandel zerstören, da sie nur noch von Filialisten zu bezahlen sind. Man kann sich diese Zahlen drehen wie man möchte.

Aber letztendlich wird Dortmund wohl doch irgendwann einmal Berlin als deutsche Bundeshauptstadt ablösen. Da geht sicherlich kein Weg dran vorbei ;-)

Meiner Meinung nach hat jede Stadt im Ruhrgebiet ihre liebenswerten Eigenheiten. Ein paar innovative und individuelle Konzepte für jede der Innenstädte wären wünschenswert. Das würde dem Image des Ruhrgebiets ganz gut tun.
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Alt 28.10.09, 15:37   #27
Turmbauer
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#13

Nick, es steht dir ja frei, die von mir gestellten Behauptungen zu überprüfen und ggf. zu widerlegen. Bis dahin solltest du mir nicht indirekt unterstellen, dass ich nur daher rede. Wohlmöglich gibt es beim Bund Deutscher Makler Zahlen aus vergangenen Zeiten, die meine Aussagen bekräftigen. Leider fehlt mir hierzu ein wenig die Zeit.

Ich habe an den von dir präsentierten Zahlen auch überhaupt nichts ausgesetzt oder? Habe hier und an anderer Stelle sogar betont, dass Dortmund die höchsten Mieten erzielt und der Hellweg die höchste Passantenfrequenz aller Ruhrstädte aufweist.

Der Vergleich Dortmund zu Essen kam deshalb auf, weil du dich bzw. Dortmund schon wieder mit diversen Zahlen selbst beweihräuchert hast. So kommt es nicht nur mir oft vor. Und hier wollte ich einfach mal relativieren. Ich habe mit keinem Wort gesagt, dass Dortmund von der Situation in Essen profitiert hat, da die beiden Städte, was den Einzelhandel angeht nicht in direkter Konkurrenz stehen. Relativieren wollte ich, in dem ich dir versucht habe darzustellen, dass es mit Sicherheit keine so positive Entwicklung für deine Stadt gegeben hätte, wenn Centro und RRZ direkt auf der Dortmunder Stadtgrenze liegen würden. Da wäre euch jedes noch so gut gemeinte Einzelhandelskonzept um die Ohren geflogen. Denn was so ein EKZ im Gegensatz zur City bietet sind Sauberkeit, Sicherheit und kostenlose Parkplätze. Und um diese These aufzustellen, brauche ich kein Prophet zu sein, da reicht purer Realismus.

Das mit den Nebenstrassen etc. hast du ebenfalls nicht richtig verstanden. Natürlich weiß ich, dass es noch andere Geschäftsstrassen in Dortmund gibt, aber stehen die in keinem Vergleich zum Hellweg. In Essen sind die von mir genannten Quartiere aber eher gleichberechtigt, weswegen die von mir gestellte Prognose, die Kettwiger wird nicht mehr die Mieten von einst erzielen, nicht aus der Luft gegriffen war. Um das noch mal deutlich zu machen: Kamp- oder Brückstrasse sind nicht vergleichbar mit der Kettwiger- und Limbecker Strasse, auch nicht mit dem LP oder der RG. Vielleicht verstehst du ja, was ich meine.

Zur Entwicklung des Einzelhandelsstandortes Essen: Man muß natürlich nun vor allem die Kettwiger Strasse im Auge behalten. Letztendlich sind aber die Eigentümer der Immobilien diejenigen, die ein Stück weit mit entscheiden, wie sich die Kettwiger in Zukunft im Wettbewerb mit dem LP und auch den anderen Standorten im Ruhrgebiet aufstellt. Günstige Mieten bedeuten die Chance, unkonventionellen und subkulturellen Einzelhandel und Gastronomie anzubieten. Mit ihrem Angebot an Cafés und kulturellen Einrichtungen stellt diese Strasse eine Besonderheit bei den rein funktionalen Einkaufsstrassen zumindest in NRW da. Dazu kommen noch Herrenausstatter wie Peter Hahn, Walbusch, Wormland, Pohland, Ansons und Geschäfshäuser wie Kaufhof und P&C oder die benachbarte Theaterpassage. Alles in allem doch nicht so schlecht, wie man es derzeit gerne sieht.
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Alt 28.10.09, 16:07   #28
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Auch wenn's ein bisschen off-topic ist: ich kann mich beömmeln ob dieses Ruhrgebiet'schen Kirchturmdenkens: Essen vs. Dortmund. Welche Stadt ist größer und bedeutender? Schade dass nicht mehr Smilies zur Verfügung stehen.

Zur Sache: der EZH-Vergleich Dortmund - Essen hinkt doch völlig wie hier bereits erwähnt. In beiden Städten gibt es dieselben Sortimente und Anbieter und das Publikum überschneidet sich auch in keinster Weise, völlig andere Einzugsgebiete. Wobei Dortmund den Vorteil seines weitläufigeren Einzugsbereichs ziemlich weit ins Westfälische hat, während Essen aufgrund seiner Insellage im Ruhrgebiet wesentlich mehr Standortkonkurrenten (BO, DU, OB, D) hat. Es geht doch darum ob ein EKZ Segen oder Fluch für eine City und die Nachbarstädte ist und deren innerstädtische Lage, ob integriert oder Randlage.

Von daher kann ich mich über die Diskussion in diesem Thread nur amüsieren. (Ich muss mal schauen ob es auch einen Köln-Düsseldorf-Haudrauf-Thread gibt. Habe ich bisher noch nicht entdeckt.)
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Alt 28.10.09, 16:27   #29
Nick
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@Turmbauer

ist, von Dir kamen diese skurrilen Aussagen wie "wieder Nummer 1 im Pott" und ähnliches. Da liest man drei, vier Male drüber hinweg aber spätestens beim fünften Mal kann man nicht anders als einige Dinge richtig stellen. Nochmals: Die Zahlen sprechen noch immer für sich und ich wünsche dem Standort Essen nur das Beste. - Ganz nebenbei mag ich Einkaufszentren absolut nicht. Ich interessiere mich lediglich für die Errichtung und die Architektur. Nach der Eröffnung der Thier-Arkaden werde ich meine Taler zu 100 Prozent woanders ausgeben. -

Zitat: Da wäre euch jedes noch so gut gemeinte Einzelhandelskonzept um die Ohren geflogen.

Genau dieses Einzelhandelskonzept ist aber doch der Grund warum kein Centro oder RRZ direkt auf der Dortmunder Stadtgrenze errichtet wurde. Es handelt sich nämlich nicht um ein "Einzelhandelskonzept Dortmund", sondern um ein "Einzelhandelskonzept östliches Ruhrgebiet".
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Alt 28.10.09, 17:47   #30
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Du meinst einen Absatz aus diesem Post, nehme ich an? Mit dieser reagierte ich auf @ollinrw, der wieder mal über den LP her viel und im gleichen Atemzug sein Duisburger Forum über den grünen Klee lobte. Auch mir wird es schon mal zu bund, sorry.

Der Grund, dass es bei euch in Dortmund kein EKZ aller CentrO gibt, ist so banal wie einfach. Es gibt keine Nachbarstädte wie Mülheim oder Oberhausen, die über ein riesiges Einkaufs- und Vergnügungszentrum versucht haben, den Strukturwandel zu bewältigen und so mal eben zur Einkaufsstadt mutierten. Das soll hier keinesfalls argwöhnisch klingen, beschreibt aber trefflich die Realität und hat angesichts geflossener Steuergelder des Landes NRW schon ein gewisses Geschmäckle, zumal ja nicht wenig Arbeitsplätze an anderen Standorten vernichten wurden. Spätestens durch das CentrO wurde der Bauwahn an EKZ ausgelöst, der die gesamte Einzelhandelslandschaft im mittleren Ruhrgebiet durcheinander gewirbelt hat. Die Reaktionen aus Duisburg und Essen sind ja bekannt.

Im Übrigen bin ich auch kein Freund von EKZ und wenn es nicht unbedingt sein muß, erledige ich meine Einkäufe in den Strassen der Stadt. Ich sehe den LP aber unter der von mir oben genannten Entwicklung als notwendig an, bin aber der Meinung, dass dieser Schritt hätte viel eher geschehen müssen.

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#16 Benevolo

Das gehört doch dazu, so lange es nicht ausufert und sachlich bleibt. Kann auch mal Spaß machen, glaubs mir.
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