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Alt 12.01.10, 22:24   #31
Armani
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Armani hat die ersten Äste schon erklommen...
Ich denke, es ist nicht ohne Bedeutung, dass der Bahnhof sich relativ weit von allem was wertvoll und representativ in Düsseldorf ist, befindet. Gemeint sind z.B. Königsalle & co., Medienhafen, Altstadt etc. In einer Gegend, die fast nur von Dönnerbuden, Eroticshops, Internetcafes und billigen Bars geprägt ist, wird es schwer Investoren vom Rang zu locken. Eine Anwaltskanzelei, die sich ernst nimmt und es sich das leisten kann, würde bestimmt woanders in Düsseldorf ein Büro eröffnen.

P.S. Wenn ich ein Diktator wäre...
... dann hätte ich keine Probleme damti so einiges zwischen dem KAP und Berlineralle abzureissen ;p
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Alt 12.01.10, 22:27   #32
Medienhafen
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Warum siehst du die Bismarckstraße als verlorene Sichtachse an?

Größtes städtebauliches Problem sind der Immermannhof und die Post. Wenn man diese abreißen und die Sichtachsen wiederherstellen würde, wäre viel gewonnen.
Gut vorstellen könnte ich mir ansonsten beispielsweise zwei Hochhäuser am Eingang der Friedrich-Ebert-Straße als Tor zur Stadt.
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Alt 12.01.10, 22:31   #33
Mexdus
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@Mamamia.

"Schön wäre auch eine bessere räumliche Verbindung zur Immermannstraße, die dann vielleicht wieder ein echter Boulevard werden könnte - als fußläufige Verbindung zur City. "

Das wäre der erste Schritt um den Platz zumindest etwas, den Hauch von einem Startpunkt zu einer tollen Stadttour zu machen. Die Menschen benutzen ja meisten die U-Bahn oder Straßenbahn um "möglichst schnell weg von hier" zu kommen. Wenn man aber rechts dann eine schöne Baumallee sehen würde (Immermanstraße) dann würde man sich bestimmt denken. "Oh diese Straße sieht ja einladend aus". Auch das Postamt würde man gut abreißen können, aber ich glaube das wäre heute noch mehr als unmöglich.

@Medienhafen
Weil die Gebäude, die diese Straße einleiten am Platz viel zu klotzig sind, sodass die Straße "verschluckt" wird. Heißt, man sieht sie nicht auf den allerersten Blick.
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Alt 12.01.10, 22:37   #34
Aurel
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Aurel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
aber gilt es denn nicht in zukunft die bahnhofgegend chicker zu machen.
unterbilk und die gegend zum heutigen medienhafen war vor 20 jahre auch noch eine ranzige und nicht besonders tolle gegend die sich nun aber sehr gut gemacht hat. ich halte viel von den überlegungen die gegend vom hbf zur oststraße oder lieber zum martlin-lutter-pl zum entwicklungsgebiet zu erheben.

ps: und wenn wir schon bei unseren wunschvorstellungen sind, die durchaus auch mal niedergeschrieben werden dürden, dann würde ich am liebsten eine kleine allee vom hbf zur johanneskirche wünschen. eine solche (pracht)straße würde die gegend licherlich aufwäreten und reizen vom hbf die stadt zu fuß zu erreichen, ist jedoch politisch kaum durchsetzbar.
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Alt 12.01.10, 22:42   #35
Mexdus
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@Aurel
Diese Allee gab es mal:

(C) Stadt Düsseldorf - Stadtarchiv

Aber auch diese tolle Perspektive gibt es nicht mehr, wie mir Tamms zu verdanken haben-
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Alt 12.01.10, 22:46   #36
Aurel
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tja da müssen wir (oder zumindest ich) als nachfolgegegeneration dran um diese fehler zu beseitigen..
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Alt 12.01.10, 22:46   #37
Armani
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Armani hat die ersten Äste schon erklommen...
Eine Frage:
Entweder bin ich zu jung oder habe bis jetzt das Forum nicht aufmerksam genug gelesen, aber: was ist mit "Tamms" gemeint?
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Alt 12.01.10, 22:49   #38
Medienhafen
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Friedrich Tamms war Baudezernent in der Nachkriegszeit.
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Alt 12.01.10, 22:51   #39
Mexdus
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Friedrich Tamms, war der Planungsdezernent in Düsseldorf nach dem Krieg. Er plante Düsseldorf für die Nachkriegswelt und ließ entspechend der gesellschaftlichen Entwicklung viele Straßen und Verkehrswege errichten und verlegen. Maßgeblich war er für die Entwicklung Düsseldorfs zur Autogerechten Stadt verantwortlich. Dabei war er radikal im Umgang mit alten Bauen. Die Johanneskirche wollte er sogar wegen dem Tausendfüßler abreißen lassen. Gott sei dank haben dir Bürger hier "nein" gesagt. Unterm Strich hat er vieles geleistet auch wenn er große Opfer dafür brachte.

Beispiele für Tamms' Wirken:
-Rheinbrücken nach 1945.
-Der Tausendfüßler
-Die Berliner Allee (das wohl bekannteste Projekt von ihm.)
-Vagedesstraße (Rochuskirche)
-Verbreiterung und verlängerung der Immermansstraße bis zur Berliner Allee.
-Abbiegung der Friedrich-Ebert Straße zur Steinstraße hin.

Die meisten baulichen Veränderungen unter Tamms finden sich zwischen Karlstraße und Altstadt wieder. Dort hat die Stadt ihr Gesicht am meisten verändert.

Weitere Infos:
http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Tamms
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Alt 12.01.10, 22:57   #40
THXNRW
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THXNRW könnte bald berühmt werden
Zitat:
Zitat von Mexbuild Beitrag anzeigen
den Vehrkehr ähnlich gestalten wie auf der Postkarte auch zu sehen ist. Taxis und Atos viel näher an das Gebäude bringen um so den GANZEN Platz mal zu beleben
Ein "Leben" wie auf dem Autobahnrand oder praktisch der Tod. Ich erinnere mich an keinen Hauptbahnhof einer deutschen Großstadt, vor dem es nicht einen nur für Fußgänger reservierten Vorplatz gäbe. Man sollte eher für weniger Verkehr auf dem Weg zur Friedrich-Ebert-Straße sorgen, die man - auch durch mehr Grün - als direkten Weg zur Innenstadt aufwerten sollte.

Die Wiederherstellung einiger Sichtachsen halte ich für utopisch. Wozu diese - was gäbe es großartiges am Ende jener, der das Postgebäude weichen müsste, zu sehen? Das Hotel Asahi?

Am ehesten könnte ich mir den Abriss des verwinkelten Bürobaus zwischen der F.-E.-Straße, der Immermannstraße, der Karlstraße und dem KAP vorstellen. Dieser Abriss wurde unter anderen vor einer Dekade während einer Architekturwerkstatt angeregt. Zum Nachfolgeprojekt könnte sogar ein Miniturm um 15 Geschosse gehören, falls sich ein interessierter Investor findet.
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Alt 12.01.10, 22:57   #41
Aurel
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Aurel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
eigendlich hatte er ja einen tollen job den er zwar stark "mißbrauchte" und trotzdem das bundesverdienstkreuz bekam.
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Alt 12.01.10, 23:04   #42
Mexdus
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@THXNRW
Da hast du Recht. Also Automania will ich auch nicht dort haben. Mit Verkehr näher bringen meine ich legendlich die Busse und Taxen. Autos sollten weiterhin woanders fahren.

Bzgl. Sichachsen:

Eine Sichtachse als Kurfüstenstraße würde wie du sagst nicht viel seherliches bringen. Aber sie würden den Platz noch weniger eingeengt aussehen lassen. Weil wenn du ein Panorama von Straßen hast die du sehen kannst, fühlst du dich bestimmt freier.

Die Sichtachse zur Immermannstraße und Graf-Adolf-Straße würde erhebliche Verbesserungen bringen. Die Immermannstraße wäre der direkte weg zum Kö-Bogen und Schadowstraße und die Graf-Adolf-Straße der direkte Weg zur Königsalle.

Auch ein Hochhaus anstatt der Immermannhöfe wäre was feines.
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Alt 12.01.10, 23:18   #43
mamamia
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Zitat:
Zitat von Mexbuild Beitrag anzeigen
Auch ein Hochhaus anstatt der Immermannhöfe wäre was feines.
Besser zwei Hochhäuser, die ein Tor zur Immermannstraße bilden.

Aus der Bismarstraße eine angenehmere Laufachse zu machen dürfte, wohl sehr schwer sein; eine schöne Allee war sie übrigens nie - wie auch das Bild zeigt.

Für die Graf-Adolf-Straße könnte ein saniertes Hansahaus ein grandioser Auftakt sein, eventuell mit einem Cafe an der Ecke.

Der Individualverkehr sollte möglichst zur Ostseite des Bahnhofs verlegt werden, vorallem der gruselige Parkplatz am südlichen Platzende.

Ein offen gestalteter und aufgeräumter Platz (ohne Budenstadt) dürfte auch so manche der vor dem Kino herum lungernden Personen vertreiben. Das könnte auch die ganze Gegend verbessern helfen.
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Alt 12.01.10, 23:25   #44
Mexdus
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Mamamia trifft es auf den Punkt.

Ich glaube wenn wir diese Diskussion als PRessemitteilung rausgeben würden, wäre morgen schon der erste Artikel zum "Bahnhofsbogen" erschienen

Also alle Ansätze von den Mitgleidern treffen genau die Tatsachen, die den Platz erheblich urbaner, moderner, attraktiver, freier und jünger gestalten könnten.

Die Verlegung des Individualverkehrs zur Ost und Südseite würde was bringen, dann könnte man in der mitte des Platzes einen schönen Kreisbrunnen mit toller Abendillumination bauen und dort dann mit "gebauten" Hütten Snacks und Getränke anbieten. Vor allen den Uhrenturm könntem an richtig schon in Szene setzten. Vielleicht wäre ein Platzmuster wie beim Burgplatz eine Idee wo so Streifen vom Turm ausgehen.

Auch die Hochhäuser würden Heftig diese Gegend verändern und richtig modern aussehen lassen.
Die Häusebebauung in der "Pennergasse" (damit meine ich den Straßenteil der FE-Straße bis zur Karlstraße sollte auch neugebaut werden. Es ist grausam was sich da abends für Volk rumtreibt.

Das wäre dann Quasiein Bertha-von-Suttner Platz 2.0 mit modernern Bauten.
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Alt 12.01.10, 23:32   #45
mamamia
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Zitat:
Zitat von Aurel Beitrag anzeigen
eigendlich hatte er ja einen tollen job den er zwar stark "mißbrauchte" und trotzdem das bundesverdienstkreuz bekam.
Damals dachte man halt so, Tamms hat seiner Zeit gemäß die Stadt umgestaltet. Nach dem Krieg wollte man die alten Städte "für eine bessere Zukunft" erneuern - und das Auto war das Symbol für den Fortschritt.
Tatsächlich hat man damals fast mehr zerstört als es die Bomben im Krieg geschafft haben.

Andererseits würden wir in der Stadtstruktur der Vorkriegsstadt heute massive Probleme mit unserem Individualverkehr haben - so gesehen hat Tamms eigentlich fast allles richtig gemacht, den Rest machen wir heute.

Umbaupläne für die Infrastrukturgab es auch schon vor dem Krieg (auch schon vor der Nazizeit).

Die Immermannstraße war übrigens als Einfallstraße in die City gedacht; sie sollte unter dem Bahnhof hindurch an die Kölner Straße angebunden werden - als Link zur heutigen A46. Unter der Kreuzung Karlstraße existiert noch ein Tunnelstück.
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