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Alt 09.07.14, 20:55   #16
MiaSanMia
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In Anbetracht dessen, dass die Planungen für dieses Viertel bereits seit 25 Jahren laufen, ist die konkrete Vergabe an Planungsbüros ein Meilenstein.

Im Grunde hängt sehr viel davon ab, wie es mit Stamm2 und der Flughafenanbindung weitergeht. Nur dann kann über den Tunnel zwischen Daglfing und Johanneskirchen entschieden werden und nur dann wird überhaupt einmal mit dem Bau erster Wohnungen begonnen. Eine Erschließung nur von Süden her würde nur massive Proteste nach sich ziehen.
Dass ein Großteil der Fläche der Landwirtschaft vorbehalten bleibt ist ja klar, von Hochhäusern brauchen wir erst gar nicht anfangen. Mehr als 5 Stockwerke werden leider wohl nicht drin sein.
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Alt 09.07.14, 22:12   #17
Isek
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Was bitte hat Landwirtschaft innerhalb einer europäischen Millionenmetropole mit ohnehin vergleichsweise engen Stadtgrenzen zu suchen? Dann doch bitte großzügiges öffentliches Grün. Die Feldwege bringen außer den Hundebesitzern und ein paar Joggern niemanden etwas.
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Alt 09.07.14, 22:53   #18
Jilib
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Wenn ich mir das so ansehe, werden wohl 1. noch etliche Jahre vergehen bis hier etwas passiert und 2. wird das wieder so eine halbgare Lösung weil man sich wohl wieder nicht traut etwas Bewegendes zu schaffen. Alles in Allem geht es so weiter wie die letzten Jahre auch, die Immobilienpreise werden also weiter steigen, da man noch immer nicht gewillt ist hier endlich entsprechend zu handeln.
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Alt 10.07.14, 11:00   #19
MiaSanMia
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Zitat:
Die Feldwege bringen außer den Hundebesitzern und ein paar Joggern niemanden etwas.
Womit wir bei 65 Prozent der dort wohnenden Menschen sind. Daneben spazieren bei schönem Wetter auch Eltern mit Kinderwagen, ältere Ehepaare und und und auf den Feldwegen herum. Im Vergleich zu den nahe gelegenen öffentlichen Grün natürlich deutlich weniger, aber wesentlich mehr als man vermuten möchte.

Die Frage ist ohnehin nicht, was Landwirtschaft innerhalb der Stadtgrenzen zu suchen hat, die gibt es in London oder Shanghai auch. Die Frage ist eher, wie nutzt man den verbleibenden Raum? In München heißt die Antwort zu oft, drei geschossige Quader mit großzügigem Abstandsgrün. Ich habe lieber dichte, ansprechende Quartiere und dafür zwei Felder mehr, als wenn hier jeder Quadratmeter mit langweiligen Kasernen zugepflastert wird, nur damit keine Landwirtschaft mehr bleibt.

Erwarten darf sich hier sowieso keiner was, vor etwa 2-3 Jahren gab es in der alten Wiedefabrik eine Vorstellung von Reihenhäusern, welche der Besitzer von einigen großen Feldern im Planungsgebiet, bauen würde, falls es zum Baurecht kommt. Hochhäuser, gewagte Architektur und die Lösung des Wohnraumproblems werden durch München-Ost sicher nicht gelöst.

Wie steht es eigentlich mit weiteren großen neuen Vierteln in München? Angesichts der Tatsache, dass min. 30 Jahre Planungszeit benötigt werden?
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Alt 10.07.14, 11:33   #20
Isek
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Zitat:
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Womit wir bei 65 Prozent der dort wohnenden Menschen sind. Daneben spazieren bei schönem Wetter auch Eltern mit Kinderwagen, ältere Ehepaare und und und auf den Feldwegen herum. Im Vergleich zu den nahe gelegenen öffentlichen Grün natürlich deutlich weniger, aber wesentlich mehr als man vermuten möchte.
Genau das ist eben das Problem. Vielleicht 10 % der Einwohner sind Gartenstadtmünchner mit einem hohen Anteil in den entsprechenden Entscheidungsämtern. Oder schlichtweg die Geldigen entscheiden über das Wohnpreisniveau der Gesamtstadt indem sie jede Gestaltung verhindern wollen. Diese Präsentation der Stadtplanung ist wohl an Angst vor diesen 10 % nicht zu überbieten.

Zitat:
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Die Frage ist ohnehin nicht, was Landwirtschaft innerhalb der Stadtgrenzen zu suchen hat, die gibt es in London oder Shanghai auch. Die Frage ist eher, wie nutzt man den verbleibenden Raum? In München heißt die Antwort zu oft, drei geschossige Quader mit großzügigem Abstandsgrün. Ich habe lieber dichte, ansprechende Quartiere und dafür zwei Felder mehr, als wenn hier jeder Quadratmeter mit langweiligen Kasernen zugepflastert wird, nur damit keine Landwirtschaft mehr bleibt.
Was macht München so schön? Das sind große zusammenhängende Flächen öffentlichen Grüns - Isar, Englischer Garten, Nymphenburg. Das sind weder die Felder noch die das elendige Abstandsgrün mit Mononutzung als Hundeklo.



Zitat:
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Wie steht es eigentlich mit weiteren großen neuen Vierteln in München? Angesichts der Tatsache, dass min. 30 Jahre Planungszeit benötigt werden?
München plant doch nur für 15 % Wachstum für die nächsten 30 Jahre. Danach soll ja angeblich kein Wachstum mehr eintreten. Der Tatsache, dass München bereits innerhalb von 10 Jahren um 15 % gewachsen ist, entzieht man sich aus rein politischen Gründen. Ein 1,6 Millionen München lässt sich halt den alteingesessenen Machtträgern noch einfacher verkaufen als ein 1,8 oder womöglich 2 Millionen München.
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Alt 10.07.14, 12:22   #21
Flo_K
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Leider kann man ja aber in München auch keine schönen öffentlichen Grünflächen mehr gestalten. Ein Feld ist mir immer noch lieber als eine viereckige Rasenflächen mit Bäumen in Reih und Glied.
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Alt 12.07.14, 18:00   #22
Eisber
 
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^ deren Anlage billiger war, als der vorgelagerte "Gestaltungswettbewerb mit Preisgericht", wo die Beiträge sich v.a. darin unterscheiden, welche Stadtmöbel von der Stange, aus dem Baustoffkatalog, gewählt wurden und ob kleinteiliges Pflaster oder Gehwegplatten im CAD Programm angeklickt wurden. Gartenbaukunst gibt es heutzutage nahezu nur noch museal, München hat aber mit seinem "Englischen Garten" wenigstens ein Gesamtkunstwerk in dieser Richtung vorzuweisen. In den meisten anderen Städten gibts wirklich nur Bäume mit leidlich gepflegtem Rasen dazwischen. Münchner jammern da schon noch auf hohem Niveau
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Alt 10.07.15, 09:02   #23
Isek
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Die Stadtplanung München lädt zum Bürgerworkshop ein. Dabei kann nichts Gutes zur Lösung der massiven Probleme der Wohnraumknappheit rauskommen!


Was vor allem aufstößt:

Zitat:
Die Stadt will diesen Ausbau nutzen, um die gesamte Bahnstrecke in einen Tunnel zu verfrachten, sodass die oberirdische Schneise durch den Stadtbezirk Bogenhausen verschwindet und das Gebiet im Osten besser angebunden werden kann. Der Tunnel, dessen Kosten von 500 Millionen Euro die Stadt alleine trägt, sei "die Grundvoraussetzung, dass wir überhaupt planen können", hob Merk hervor. Allerdings, das ist der Haken, gibt's den Tunnel nur, wenn der viergleisige Ausbau kommt. Und über den haben Freistaat, Bahn und Stadt bisher noch immer keine konkreten Gespräche geführt. "Problematisch" sei das, "auch wegen der Akteure", sagte die Stadtbaurätin diplomatisch.
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/...eden-1.2557020



Diese sture Haltung der Stadtplanung München ist aber auch bezeichnend und entlarvend! "Wir planen nur, wenn wir einen Tunnel an der S8 für 500.000.000 Euro bekommen!" Man könnte das auch als Erpressung bezeichnen. Als ob ein oberirdischer Schienenstrang eine unüberwindbare Barriere ist?! Derartige Stecken gibt es unzählige im ganzen Stadtgebiet. Ohnehin ist der Nahbereich an der S8 schon überwiegend besiedelt. Was soll sich da ändern? Sollen diese Siedlungen abgerissen werden und durch dichtere Bebauung ersetzt werden? Wohl kaum! Primär geht es doch um die Flächen, die im landwirtschaftlichen Raum weiter östlich der S8 liegen. Das Argument dort nicht planen zu können, weil 300 m entfernt eine S8 fährt ist absurd! Frau Dr. Merk bitte beenden sie diese politischen Grabenkämpfe und erfüllen sie ihre Berufspflicht zur Stadtplanung. Mit der durch kleinmaßstäblichen Planung folgende Wohnraumverknappung erschwert die Stadtplanung München das Leben Hunderttausender Menschen gerade im Mittelabschnitt des Lebens, der im Fokus der Familie mit Kinder steht!
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Alt 11.08.15, 09:12   #24
Schachbrett
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Fortsetzung des Austausches aus dem MR-Tunnel-Thread in der Lounge: http://www.deutsches-architektur-for...926#post489926

Das mit der Untertunnelung der S8 ist für mich nur vorgeschoben,
Denn das dichte Westend und Neuhausen konnte ja auch ohne Untertunnelung
Der Bahntrasse zum HBF entstehen.
Viele meinen es MÜSSTE etwas sein, nur weil andere es so sehen.
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Alt 11.08.15, 11:47   #25
MiaSanMia
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@Schachbrett:
Ich glaube kaum, dass man Neuhausen oder das Westend mit dem geplanten Neubauviertel vergleichen kann. Hier draußen fließt alles entweder in die Stadt oder wieder raus und das an wenigen Stellen, in den Zentrumsnahen Vierteln ist alles rundherum erschlossen. Es gibt im Planungshauptbereich genau 4 Verbindungen zwischen Ost und Westseite der S8, wovon zwei unten durch führen und die anderen beiden mit Schranken geregelt werden. Wirklich leistungsfähig ist da keine Strecke.
Es gibt zwar Überlegungen die A94 mit einer großen Straße bis hoch nach Englschalking und Johanneskirchen anzubinden, aber bei der Planungsgeschwindigkeit der Stadt dauert auch das Jahre. Und ich kann die Verantwortlichen auch verstehen, dass eben erst entschieden werden muss, was jetzt genau mit der S8 passiert. Vorgeschoben ist da nichts, erst bauen und dann für die nötige Infrastruktur zu sorgen, funktioniert nicht.
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Alt 11.08.15, 12:43   #26
Schachbrett
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MiaSanMia, so kann man das Thema Stadterweiterung halt hinauszögern
Und man hat auch Gründe die geplante Siedlungsgrösse klein zu halten,
Damit kein Aufstand entsteht.

Wie wär es, die Trasse zunächst tiefer zu legen und später zu deckeln, um
Die Kosten auf einen längeren Zeitraum zu verteilen ?

Wenn nämlich diese Infrastrukturmassnahme durchgeführt ist, gibt es Platz
Für eine Stadterweiterung mit min. 200.000 EW.

Entschuldigung vom Rubrikthema bin ich jetzt doch sehr abgewichen.

Anm.d.Mod. vorschoben!
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Alt 11.08.15, 16:25   #27
MiaSanMia
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Zitat:
Wie wär es, die Trasse zunächst tiefer zu legen und später zu deckeln, um die Kosten auf einen längeren Zeitraum zu verteilen ?
Genau das geht nicht bevor nicht entschieden wurde, ob es nun bei zwei Gleisen bleibt oder ob viergleisig ausgebaut werden soll (für eine Express-Sbahn).

Das tut aber natürlich überhaupt nichts zur Sache, den Rest kann man ja planen, da ohnehin angenommen wird, dass die S8 untertunnelt bzw. eingehaust wird. Das Gebiet kann also bis auf den letzten Grashalm geplant werden, umgesetzt wird es dann halt erst später. Erst anfangen sich an den Schreibtisch zu setzen wenn eine Entscheidung gefallen ist, ist in der Tat a Schmarrn.

Es ist ja sowieso schon mehr als ärgerlich, wenn erst jetzt nach 10 Jahren konkreten Überlegungen ein Strukturgutachten in Auftrag gegeben worden ist.

Wenn man ehrlich ist, brauchen wir hier aber auch nichts großartiges erwarten. Der Großteil wird aus Reihenhäusern und drei bis viergeschossigen Flachbauten bestehen. Dazwischen schön ausreichend Abstandsgrün und uniforme Quartiersparks, ein paar DM und REWE dazu und fertig ist ein weiteres typisch deutsches Spießerviertel.
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Alt 11.08.15, 16:57   #28
iconic
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Übrigens bringt die Stadt unter dem Titel "Neues im Nordosten" eine Art Zeitschrift für die Bürger heraus, vermutlich um diesen die eventuell bevorstehenden Entwicklungen schon jetzt möglichst schmackhaft zu machen. In der ersten Ausgabe gibt's ein Interview mit Liesl Merck und den üblichen widersprüchlichen Fragen und Statements wie "München platzt aus allen Nähten" und "direkter Bezug zur Natur". Dann werden die Ergebnisse einer ersten Bürgerbeteiligungs-Aktion mit den momentanen Bewohnern zwischen Johanneskirche, Englschalking, Daglfing, Dornach und Aschheim vorgestellt.

Außerdem gibt es hier, auch von der Stadt, nochmals eine Präsentation des Umgriffs und der weiteren Planungsschritte.
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Alle von mir geposteten Bilder sind, wenn nicht anders angegeben, von mir selbst gemacht.
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Alt 11.08.15, 18:30   #29
Endokin
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Das ist aber absurd. Da muss ich Dir recht geben. In Wien, einer viel dichteren und größeren Stadt wie M fährt die U-Bahn teils oberirdisch via Viadukt und rechts und links davon sprudelt das Leben nur so. In Berlin das gleiche. Die sind hier bei uns schon etwas realitätsfern geworden.
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Alt 11.08.15, 19:39   #30
MiaSanMia
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@Endokin: Wäre schön, wenn du immer mit angibst, worauf sich dein Post bezieht, da es häufiger anscheinend nicht der Vorherige ist. Etwas mühsam die Sucherei

Inhaltlich kann ich den Zusammenhang zu MNO nicht erkennen. Inwiefern lässt sich die Entwicklung hier mit innerstädtischen Berliner und Wiener Bezirken, in denen ein Zug auf Hochtrassen fährt, vergleichen? Die Trasse wo heute die S8 fährt, ist 1909 als Bahndamm gebaut worden, mit bis heute wenigen Unterquerungen bzw. Überquerungen. Kein Wunder, dass das ein Entwicklungshemmnis ist. Es wurde eben verpasst frühzeitig für Abhilfe zu sorgen.

Meine größte Sorge -als direkter Anwohner- ist, dass ich künftig auf banale Zweckarchitektur anstatt auf die Alpen und Felder schauen darf. Sogar ein Hochhaus wäre mir lieber oder andere mutige Gebäude, egal wie groß, Hauptsache nicht langweilig. Auf den Bürgerveranstaltungen hält sich die Begeisterung dafür aber natürlich stark in Grenzen.
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