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Alt 30.07.17, 23:22   #31
abekoeln
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abekoeln hat die ersten Äste schon erklommen...
@Plotzhotzen

Wobei FFM natürlich das Musterbeispiel hinsichtlich der negativen Folgen von Hochhausbaukultur in einem ehemals kleinteiligen (wenn auch zerstörten) alten Stadtkern ist - nicht architektonisch (Geschmackssache) aber was den Stadtraum angeht. Denn die Hochhäuser haben doch in FFM zu einer weitgehenden Geisterinnenstadt geführt, was der Stadt vom Ruf her zwar übertrieben aber auch nicht ganz zu unrecht bis heute zusetzt - daher baut man ja jetzt zumindest dort, wo vorher mal Kleinteiligkeit war und ebenfalls zu großmasstäblich nach dem Krieg gebaut wurde, also nach dem Abriss des Techn. Rathaus, diese Disneylandscheiße hin... ganz übel. Da bin ich ehrlich gesagt froh, dass Köln sich in der Innenstadt um die romanischen Kirchen herum und natürlich im zentralen Kernstadtbereich "Dom / Alter Markt / Heumarkt" beim Wiederaufbau massstäblich am historischen Grundriss orientiert hat - die Veedelstruktur und das Leben, Treiben und Wuseln dort funktionieren prächtig. Übrigens: Ich würde sogar tippen, dass in Köln in den innerstädtischen und daran angrenzenden Vierteln mehr Wohnhochäuser stehen als in Frankfurt, wo das ja praktisch alles tote Bürohochhäuser sind. Aber dafür will ich jetzt nicht meine Hand ins Feuer legen. ist : an dieser Stelle in Köln passen die Häuser super hin - ansonsten bin ich froh, keine von Bürotürmen verödete Pendlerinnenstadt zu bewohnen. Inosfern haben diese Hochhausbau-Begrenzungen in gewissen Teilen der Stadt (Innenstadt) schon ihre Berechtigung. Köln hat nunmal beim Wiederaufbau auf die Ikonographie der alten Woensam-Ansicht (praktische alle darauf abgebildeten Türme und Kirchen sind noch da) gesetzt, was - bei aller Zertsörung zum Trotz - tatsächlich die Bewahrung des historischen Stadtpanoramas zur Folge hat, was mM nach stark dazu geführt hat, dass sich Köln wieder so selbst versteht, wie es das tut. Und in FFM hat es ja auch lange gedauert, bis die Bevölkerung diese Skyline-Hochhaus-Innenstadt angenommen hat... und damit auch eine völlig andere Identität als die vor der Zerstörung. Die Lösung der knappen Wohnungen durch Hochhäuser darf mM nach dort, wo die gewachsene, wenn auch durch Krieg hier und da noch stark gebrochene Stadtstruktur besteht, nicht das Mittel sein - aber gerade in Köln gibt es so viele ausgefranste Ränder, die ja auch zwischen mittlerweile aneinander gewachsenen bzw. wachsende urbanen Gebieten liegen, die eine stärkere Fassung durch Hochbauten gut vertragen könnten. Aber das ist ja auch erkannt worden, wie man an dem vorliegenden Beispiel sieht.

Geändert von abekoeln (30.07.17 um 23:27 Uhr) Grund: Fehler gefunden
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