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Alt 09.09.17, 21:17   #2776
ippolit
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Quartiersgaragen sind keine weiteren typischen Parkhäuser sondern ein Ersatz für Garagen, Tiefgaragen, Stellplätzen und sollten den Anwohnern und ihren Besuchern vorbehalten sein.

Dies hat mehrere Vorteile, wie die, das neue Häuser ohne Stellplätze gebaut werden können und dass eben die oberirdischen Parkplätze unnötiger werden.

Ergo für alle ein Win/Win, die nicht allen die in einer Innenstadt wohnen das Auto verbieten wollen.
Das Parkraumbewirtschaftungsnmodell hat nur dazu geführt das mittags es sich etwas entspannt hat, dass nach 18:00 Uhr jedoch nur noch mit viel Glück ein Plätzle zu ergattern ist und das gefühlt 10 mal so viele Menschen Strafzettel verteilen.
Da hat keiner einen einzigen neuen Parkplatz geschaffen, die spielen alle damit, dass man entnervt sein heiliges Blechle aufgibt.
Und die Aktion im Innenstadtring wird ähnliches erwirken... Wo sollen Anwohner parken?

Im Klartext in Stuttgart insbesondere in der Innenstadt können Anwohner schon lange nicht mehr ab einer bestimmten Zeit legal parken.

Noch klarer mit Quartiersgaragen und intelligenten Zuwegungen kann man Straßenzüge erreichen auf denen nur ganz wenige Fahrzeuge verkehren wie man im Europaviertel schon erahnen kann...
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Alt 09.09.17, 22:12   #2777
MiaSanMia
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Ja, sofern die TG für die Anwohner vorbehalten sind und keine zusätzlichen Kapazitäten schaffen bzw. vorhandene Parkhausstellplätze 1:1 ersetzen, ist dies sicher eine sinnvolle, wenn gleich kostspielige Lösung.
Soweit ich das in dieser Diskussion aber verfolge, geht es hier insbesondere auch um die angeblich sinkenden Umsätze der Geschäfte durch Wegfall von Stellplätzen. Genau dieses Argument erschließt sich mir noch nicht ganz, auch wenn Stuttgarts Läden stärker vom Umland abhängig sein mögen als in anderen deutschen Metropolen. Durch eine Verbesserung des ÖPNV bzw. den Bau von leistungsfähigen Umgehungstraßen mit ÖPNV Knotenpunkten (inkl. P&R), bedarf es wohl kaum weiterhin massenhaft Parkplätze im Zentrum eines Millionenballungsraums.
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Alt 10.09.17, 12:08   #2778
ippolit
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Die Trennschärfe ist schon lange aufgelöst, das wegfallende Parkplätze zu Umsatzeinbussen führen, stimmt imho wenn es auf das Grundgefühl der Besucher einer Stadt umschlägt. Die 200 wegfallenden müssen somit höher gewichtet werden, es sei denn man verschönt jeden wegfallenden Parkplatz zeitnah zu einer erlebbaren öffentlichen Fläche (Außenbewirtung, Aufenthaltsfläche, Blumenbeete, Bäume etc. . So wäre es sinnvoller erst mehrere Wettbewerbe für die verschiedenen Zonen auszurufen und dann peu a peu umgestalten und nicht wie beschlossen erst mal alles verbieten und dann.... kommt das Unkraut, die Wildpinkler und nicht die Wildparker.

Zu viele Menschen sind auch in etwas wie einer Dauerempörung gefangen, sie suchen nach etwas was wie S21 Stuttgarter auf die Barrikaden bringt, deshalb ist es auch nicht verwunderlich das die Initiative gegen Parken im Cityring von genau denselben angetrieben wird die in Stuttgart schon mit ihrer Kampagne gegen S21 genügend böses Blut in die Stadtgesellschaft getragen haben.

Ja, ich bin offen für intelligente Maßnahmen, die immer etwas kosten werden (Investition), die jedoch im Betrieb "volkswirtschaftlich" einen Nutzen bringen.
Dieser volkswirtschaftliche Nutzen sollte nicht nur mit Geld verbunden sein, die Zufriedenheit und Glücklichkeit der Bewohner und Besucher sind imho sogar wichtiger.

Also ohne Willen ganzheitlich zu denken wird daraus bestenfalls wieder ein Spielfeld für solche die sich von der Empörtheit der Umgebung ernähren.
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Alt 10.09.17, 15:11   #2779
Wagahai
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Wenn man nicht selbst betroffen ist, kann man natürlich ganz leicht daherreden, wie es z.B. Sapperlott wie oben auch mal gerne tut. Man darf aber auch mal die Stimmen der tatsächlich Betroffenen aufgreifen, wie in der Markthalle. Dass Fritzle und Co. sich einen Dreck um die vor allem kleinen und alt eingesessenen Händler, aber auch Senioren oder Familien mit kleinen Kindern, die auf Innenstadtparkplätze angewiesen sind, scheren, wurde in aller Deutlichkeit verstanden.

Quelle: StZ
http://www.stuttgarter-zeitung.de/in...a3a8._amp.html

MiaSanMia müsste es eigentlich besser wissen: Die neue Fußgängerzone in der Sendlinger Straße mag schön sein, ist sie auch - für die Händler, vor allem die Kleinen und Alteingesessenen war das erwartungsgemäß aber ein Desaster, und dabei ist die Straße nur auf halber Länge Richtung Marienplatz umgestaltet worden. Genau das soll sehenden Auges auch in Stuggi passieren. Und bei dieser neuen Episode der Schwabenstreich-Serie will es später dann wieder keiner gewesen sein.

Quelle: TZ
https://www.tz.de/muenchen/stadt/fus...02053.amp.html
https://www.tz.de/muenchen/stadt/alt...g-7029243.html
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Alt 10.09.17, 18:59   #2780
MiaSanMia
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Zitat:
Zitat ippolit:
So wäre es sinnvoller erst mehrere Wettbewerbe für die verschiedenen Zonen auszurufen und dann peu a peu umgestalten und nicht wie beschlossen erst mal alles verbieten und dann...
Ja, da stimme ich dir völlig zu. Im Grunde sind sich wohl alle einig, dass mehr Platz für Fußgänger nur positiv für eine Stadt zu bewerten ist. Unter den Parteien wird es im Großen und Ganzen nicht anders sein. Leider gibt es halt immer Köpfe, die nicht abwarten können, die unüberlegt und getrieben von eigenen, starren Ansichten handeln um Aufmerksamkeit zu erlangen bzw. Einfluss und Macht demonstrieren zu können. Natürlich ist es ein Schmarrn, auf einmal sämtliche Autos im Zentrum zu verbieten. Für die Fußgänger hat das nicht einmal einen Nutzen. Der Prozess muss sukzessive von statten gehen, zunächst auf Probe, dann auf Dauer. Für mich gehört dazu aber eben auch, keine weiteren großen Parkanlagen im Zentrum zu schaffen.

Zitat:
Zitat Wagahai:
für die Händler, vor allem die Kleinen und Alteingesessenen war das erwartungsgemäß aber ein Desaster, und dabei ist die Straße [Anm. Sendlingerstraße] nur auf halber Länge Richtung Marienplatz umgestaltet worden.
Das Sterben der kleinen Händler erfolgt bereits seit Jahrzehnten, sei es durch die steigenden Mieten, nicht mehr nachgefragte Produkte, den Onlinehandel oder eben auch den Wegfall von Parkplätzen vor der Ladentür. Du hast damit natürlich Recht, dass insbesondere eine Fußgängerzone die Mieten nochmal drastisch heraufsetzt. Ich persönlich finde es auch schade, dass immer mehr inhabergeführte Läden aufgeben müssen, egal wo. Allerdings muss ich zugeben, kaufe ich eben auch meistens im Internet oder bei großen Ketten ein, wo ich viele unterschiedliche Produkte nah beieinander habe. Wäre ich betroffen, würde ich vermutlich auch anders über die Umwandlung denken, aber so sehe ich wie tausenden Münchnern ein Stück Stadt zurückgegeben wurde und bis auf ein paar Händler keiner mehr zum alten Zustand zurück will - auch die Mehrheit der Geschäftsleute ist mittlerweile für die Fußgängerzone. Der Probebetrieb läuft noch bis Oktober, dann wird über den endgültigen Umbau der Straße entschieden - eher unwahrscheinlich, dass Autos wieder erlaubt werden.
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/...ueck-1.3602789
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Alt 11.09.17, 09:18   #2781
ippolit
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Zitat:
Zitat von MiaSanMia Beitrag anzeigen
Das Sterben der kleinen Händler erfolgt bereits seit Jahrzehnten, sei es durch die steigenden Mieten, nicht mehr nachgefragte Produkte, den Onlinehandel oder eben auch den Wegfall von Parkplätzen vor der Ladentür.
Kann man als Naturgesetz bezeichnen oder eben Nicht. Ich persönlich bin sicher, dass das Internet ähnlich wie bei ebay anzusehen, bald seinen Reiz verliert bzw sich auf einem Niveau einpendeln wird. Das kleine Läden eine Chance haben ist durch Fluxus und andere Interimsnutzungen zu sehen. Die Überraschung macht den Unterschied.

Was eine Fußgängerzone braucht ist Frequenz und auch die Möglichkeit anders zurück zu laufen wie man hingelaufen ist, die "Sendlinger" führt für mich ins Nirgendwo, wer will an dieses Ende laufen zum Sendlinger Torplatz oder von dort starten? Dort wäre ein shared Space imho besser gewesen.

Ein shared Place hat den Vorteil der Frequenz der Verkehrsträger, man hat nie das Gefühl alleine zu sein, so fühlen sich Fußgänger wohler. Keiner/Wenige fühlt sich wohl in dieser Häuserschlucht, alleine zu laufen, man weicht unwillkürlich an einen Rand und versucht diese "Einöde" so schnell als möglich zu überwinden, um dann wo zu landen...

So muss jeder Bereich der frei geschaufelt wird, so frequentiert werden, dass Menschen sich wohl fühlen. Das sollte nicht nur durch kleine Läden sein, das kann auch durch Verbesserung der natürlichen Laufwege, Außenbewirtung, Liegeflächen für Picknick ... geschehen.

Es muss Kick machen, traurige Fußgängerzonen mit kleiner Frequenz sind kontraproduktiv für die ganze Stadt, denn sie sind ein Symbol für Niedergang und eben nicht für einen Aufbruch, im schlimmsten Fall erinnern sich Gäste/Besucher nur daran wie trostlos/einsam das spazieren in dieser Fußgängerzone war.
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Alt 11.09.17, 13:34   #2782
MiaSanMia
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Zitate Ippolit:

Zitat:
Kann man als Naturgesetz bezeichnen oder eben Nicht.
Wenn dann, ist es Folge des Kapitalismus. Das Sterben kleiner Händler ist durch oben genannte Faktoren begründet. Sollte die Bedeutung einer dieser Faktoren, z.B. das von dir erwähnte Internet, in Zukunft abnehmen oder zumindest nicht weiter steigen, dann spricht das doch eher für eine Umgestaltung des Straßenraums, weg vom MIV, hin zur Fußgängerzone.

OT:

Zitat:
Was eine Fußgängerzone braucht ist Frequenz und auch die Möglichkeit anders zurück zu laufen wie man hingelaufen ist, die "Sendlinger" führt für mich ins Nirgendwo, wer will an dieses Ende laufen zum Sendlinger Torplatz oder von dort starten?
Die Frequenz kommt mit der Zeit wie man sieht. Die Möglichkeit anders zurückzulaufen, ist auch bei der Neuhauserstraße / Theatinerstraße für die breite Masse nicht wirklich gegeben, offensichtlich funktioniert die Fußgängerzone dennoch. Wie am Sendlingertor gibt es an beiden Enden der Straßen zudem jeweils gewaltige ÖPNV-Knotenpunkte. Ein Zurücklaufen ist also gar nicht nötig. Dein Argument würde übrigens unterstellen, die Straße wäre bereits bisher nicht von Fußgängern besucht worden, die Zahl der Autokunden ist im Verhältnis dazu tatsächlich aber mehr als marginal.
Ebenfalls wäre genau dieses Argument eine Aufforderung dazu, nicht vor dem Istzustand zu kapitulieren, sondern genau daran etwas zu ändern. So ist ein Rückbau der Sonnenstraße und Schaffung eines Fußgängerboulevards in Richtung Stachus angedacht, dein "Rückweg" wäre damit als "Rundweg" gesichert Der Plan wird derzeit aufgrund der Autofahrerlobby nicht umgesetzt.

Zitat:
Dort wäre ein shared Space imho besser gewesen.
Keiner/Wenige fühlt sich wohl in dieser Häuserschlucht, alleine zu laufen, man weicht unwillkürlich an einen Rand.
Das sollte nicht nur durch kleine Läden sein, das kann auch durch Verbesserung der natürlichen Laufwege, Außenbewirtung, Liegeflächen für Picknick ... geschehen
Ein Shared-Space wurde diskutiert, würde aber aufgrund der geringen Breite der Straße nicht allzu viel Gewinn bringen, im Gegenteil, damit wäre im Vergleich zum Vorzustand überhaupt nichts gewonnen. Dass die Leute am Anfang noch vermehrt am Rand laufen, ist auf die noch vorhandenen Bürgersteige und die Fahrbahn zurückzuführen. Je länger die Straße Fußgängerzone ist, desto mehr verteilen sich die Passanten auf die gesamte Breite.
Daher ist es ja auch, wie du schreibst, völlig richtig, nicht alles auf einmal umzuwandeln, sondern nur abschnittsweise auf mehrere Jahre verteilt und ggf. dort wo sich eine Fußgängerzone als nicht sinnvoll erwiesen hat, auch wieder zurückzuwandeln.
Dass eine einheitliche Pflasterung, Bepflanzung, Gastronomie, Sitzgelegenheiten, Beleuchtung etc. für einen angenehmen Aufenthalt nötig sind, ist selbstverständlich. Auch das kommt in der Sendlingerstraße nach Probebetrieb alles noch.
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Alt 11.09.17, 16:07   #2783
Sapperlott
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Sapperlott braucht man einfachSapperlott braucht man einfachSapperlott braucht man einfachSapperlott braucht man einfachSapperlott braucht man einfachSapperlott braucht man einfach
Zitat:
Zitat von ippolit Beitrag anzeigen
Ich persönlich bin sicher, dass das Internet ähnlich wie bei ebay anzusehen, bald seinen Reiz verliert ....

...und niemand wird jemals mehr als 640KB Arbeitsspeicher nutzen können!

Oder wie einst Siemens meinte: "Smartphones sind eine Modeerscheinung und werden bald wieder vom Markt verschwunden sein!"
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Alt 11.09.17, 20:37   #2784
luchs
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Der ADFC hat eine repräsentative Studie in Auftrag gegeben, demnach wünscht sich ein Großteil der Bevölkerung mehr Raum für Begegnungen, Rad- und Fußverkehr, 50 Prozent wollen diese Veränderung sogar zulasten des Autoverkehrs.
Demnach liegt Stuttgart mit seiner Strategie den Parkraum umzuwandeln doch voll im Trend.
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Alt 12.09.17, 07:31   #2785
Wagahai
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Und die anderen "50%" lässt man dann völlig unberücksichtigt, richtig?

Was bringen hier aber Studien oder Umfragen, die die konkreten Situationen vor Ort, hier Stuttgart, nicht berücksichtigen? Eine "Wünsch Dir was" - Umfrage aus reiner Verbrauchersicht hilft hier sicher ebenfalls nicht weiter. In Hameln gibt es ganz andere Bedürfnisse, Möglichkeiten und Zwänge als im Stuttgarter Kessel.
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Alt 12.09.17, 07:52   #2786
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IHK-Studie: Trotz der großen Zunahme von Handelsfläche in den letzten Jahren habe Stuggi in Sachen Anziehungskraft den Zahlen nach nach außen kaum gewonnen.

Eine der Begründungen und Kritik an die Stadt: Sowohl mögliche Fahrverbote als auch Verschlechterung Erreichbarkeit der Innenstädte für Kunden und Lieferanten, Einschränkungen beim Parken werden ausdrücklich genannt (S.23 am Ende).

Quelle: IHK Region Stuttgart
https://www.stuttgart.ihk24.de/blob/..._2017-data.pdf
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Alt 12.09.17, 08:02   #2787
ippolit
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Wenn dann, ist es Folge des Kapitalismus.
Da würde ich genauer sein, der Personalisierung die dúrch die Digitalisierung ermöglicht wird. Ohne diese Personalisierung wäre das Internet ein großer Datenhaufen indem man nichts finden würde. Genau diese Personalisierung ist es jedoch die Kreativität einschränkt man wird bald das Gefühl nicht mehr los werden von etwas eingefangen zu sein, man wird sich manipuliert fühlen, so wird es eine Gegenbewegung geben und... was auf Dauer zerstört sein wird, sind die Preise für vergleichbare Güter, da wird es nur möglich sein wenn Hersteller ihre Produktion diversifizieren, keine großen Margen mehr auflegen, sondern die Stuttgarter Sonderproduktion, die es eben nur im Stuttgarter Sportgeschäft gibt.

Der Straßenraum muss als Antwort darauf nicht zwangsläufig verändert werden, da sie die Zubringer sind, was verändert werden muss ist die Raumnutzung.

In Berlin direkt nach der Wende konnte man sehen wie kreative Raumnutzung zum Erfolg führt, man kann heute auch sagen dass wenn man zu lange am selben festhält der Reiz verloren geht (z.B. Tacheles).

Zur Sendlinger will ich dir als Münchener Erfolg wünschen, nur aus eigener Erfahrung läuft der gemeine Touri eher Richtung Odeonsplatz und dann wenn er denn viel zu Fuß vor hat, Richtung Münchner Freiheit, die Sendlinger wird er links liegen lassen ...

Stuttgart hat gegenüber München den unschlagbaren Vorteil der Konzentration im Kessel alles ist fußläufig erlaufbar und wenn heute etwas stört ist es die Hauptstätterstr. die Möglichkeit innerhalb des Cityrings zu parken stört einem als Fußgänger nur marginal. Als Radfahrer vielleicht nur wenn es Fußgängerzonen werden, werden sie sich noch umgucken.

Der Wegfall der Parkplätze kann auch zu dem führen, wie ich damals die ehemalige DDR kennen gelernt habe zu trostlosen Plätzen und somit Stuttgart optisch nicht wesentlich nach vorne bringen.
Einzelne Bereiche kann ich mir sehr gut vorstellen, sollten die Eigentümer der oberen Marienstrasse mal ein einlenken haben und ihre Häuser durch neue zu ersetzen bietet es sich an die komplette Marienstrasse umzubauen....

Es gibt auch die alte Regel, das man in Stuttgart eine Bar/Kneipe nur an einer verkehrsreichen Straße Erfolg hat.

Im Klartext, Stuttgart würde um den Faktor 2 attraktiver wenn denn die B14 untertunnelt würde und man z.B. vom Dorothenviertel zum Bohnenviertel flanieren kann, das kann man sofort anfangen Pläne gibt es zuhauf.

Dafür jedoch würde man etwas machen müssen und könnte sich nicht zum Moralisten gegen das Auto aufspielen.
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Alt 12.09.17, 11:31   #2788
ippolit
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Zitat von Wagahai Beitrag anzeigen
Und die anderen "50%" lässt man dann völlig unberücksichtigt, richtig?
Das wird dann wie beim Brexit man stellt eine Frage die man mit Ja oder Nein beantworten muss, nutzt die emotionale Stimmung der Zeit und entscheidet sich für das FALSCHE.
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Alt 15.09.17, 12:33   #2789
hfrik
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Da hat keiner einen einzigen neuen Parkplatz geschaffen, die spielen alle damit, dass man entnervt sein heiliges Blechle aufgibt.
Und die Aktion im Innenstadtring wird ähnliches erwirken... Wo sollen Anwohner parken?

Im Klartext in Stuttgart insbesondere in der Innenstadt können Anwohner schon lange nicht mehr ab einer bestimmten Zeit legal parken.

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Kleiner Hinweis: es ist Aufgabe des Autobesitzers, und nicht der Öffentlichkeit, Platz für das Abstellen des fahrbaren Untersatzes zu schaffen, und zwar auf privaten Flächen. Wenn also jemand um 18:00 Uhr keinen Stellplatz findet, liegt das einzig und allein daran dass derjenige es vergessen hat rechtzeitig einen Mietvertag für den benötigten Stellplatz zu unterzeichnen.
In Tokyo hat man das etwas sinnvoller geregelt, dort bekommt ein Auto erst eine Zulassung wenn der Stellplatz nachgewiesen ist. Verpflichtungen zum Stellplatzbau sind dort unbekannt, dort überlässt man das dem Markt. Hier erwarten Autofahrer vom Staat einen subventionierten kostenlosen Stellplatz.
Da sind die Maßstäbe etwas verrutscht.
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Alt 15.09.17, 12:51   #2790
hfrik
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Zitat von Regent Beitrag anzeigen
Große Marken und Ketten können schlicht und einfach mehr bezahlen als kleine, inhabergeführte Geschäfte. Zum einen liegt das natürlich an deren Marktmacht, zum anderen wird diese Marktmacht durch die Verdrängung lokaler Konkurrenz noch weiter verschärft. Du als Kunde bist dann halt am Schluss der Depp, weil Ausbeuterbetriebe wie Primark, H&M, Zara usw., dank hoher Margen, Online-Shop und auch einfach wegen ihrer gigantischen Präsenz sämtliche kleine und eher qualitativ ausgerichtete Läden überbieten können. Vielleicht lebts du aber auch einfach hinterm Mond und hast von alledem noch nichts mitbekommen.
Nein ich lebe nicht hinter dem Mond. Ich stelle nur fest dass viele da mit den Füssen und mit dem geldbeutel abstimmen - sie sind der meinungdass ihnen grosse Ketten anscheinend mehr fürs Geld bieten. Warum das auch immer im Detail der Fall ist. Die Frage, die der MArkt da anscheinend stellt slese ich als " welchen Nutzen bringen eigentlich kleine Inhabergeführte Läden"? Diese Frage müssen die Inhaber beantorten. Und Vermieter müssen, wenn bestimmte Lagen die verlangte Miete nicht (mehr) hergeben ebenfalls beantworten, wofür sie die Miete verlangen. So sind Märkte eben nun mal. Für Waren wie für immobilien.
Ich bin bezüglich der Läden recht leidenschaftslos, mir tut es nicht weh wennd er Laden in dem ich einkaufe auch woanders fast identisch noch ein paar mal existiert. Die Diskussion kleine Läden <> grosse Ketten wird schon seit Jahrzehnten diskutiert, ausser gefühlten Argumenten kam bisher kaum etwas an Nachtelien durch grosse Ketten und vortele für kleine Läden dabei herum. Manchmal muss man auch realitäten akzeptieren, die einem nicht so schmecken.
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