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Alt 06.09.17, 14:17   #1
HCKBS
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HCKBS könnte bald berühmt werdenHCKBS könnte bald berühmt werden
Neuentwicklung der Burgpassage (Planungsphase)

Die Burgpassage wird zur "Burggasse": Das Architekturbüro Welp von Klitzing hat den Wettbewerb für das Projekt der neuen "Burggasse" in Braunschweig gewonnen. Gemeinsam mit dem Architekturbüro haben Ralf Niggemann, CEO von Development Partner, und Oberbürgermeister Ulrich Markurth heute den Siegerentwurf in einem Pressegespräch vorgestellt. Gegenstand des Siegerentwurfs ist die Planung von attraktiven Neubauten entlang einer neuen, in das bestehende Innenstadtsystem der Stadt Braunschweig integrierten Straße – der neuen ‚Burggasse‘ –, die in ihrer Dimensionierung die Körnigkeit der Altstadt Braunschweigs aufnehmen und in ihrer Nutzungsmischung aus Einzelhandelsflächen im Erd- und Obergeschoss sowie Wohnnutzungen in den oberen Geschossen die Attraktivität und die Lebendigkeit dieses Teils der Innenstadt wahrnehmbar erhöhen wird.
http://www.braunschweig.de/politik_v...ten//burggasse
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Alt 06.09.17, 14:55   #2
Braunschweiger
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Braunschweiger ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Burggasse-Betongasse

geschmackloses Trauerpiel. Man nennt es 'Altstadt' und 'Burggasse' und will 0-8-15 Betonklötze im fast Einheitsstil hinsetzen, die auch in Bonn, Nürnberg und Karlsruhe stehen könnten. Besonders die Perspektive Schuhstraße ist ein Unding.
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Alt 06.09.17, 17:03   #3
Batō
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Batō genießt höchstes AnsehenBatō genießt höchstes AnsehenBatō genießt höchstes AnsehenBatō genießt höchstes AnsehenBatō genießt höchstes AnsehenBatō genießt höchstes AnsehenBatō genießt höchstes AnsehenBatō genießt höchstes AnsehenBatō genießt höchstes AnsehenBatō genießt höchstes AnsehenBatō genießt höchstes Ansehen
Bzgl. Eingang in die neue Burggasse

Das schaut übelst eingefräst aus. Steht das Gebäude nicht unter Denkmalschutz der sowas verhindert?
__________________
Alle Bilder, soweit nichts anders angegeben, stammen von mir.

Berlin à la carte - die Projektkarte
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Alt 06.09.17, 22:24   #4
Braunschweiger
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Braunschweiger ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Scheinbar nicht. Wir gehen mit unserer Geschichte und Tradition nicht gerade bewusst um.
Ich finde, unsere Innenstadt / Altstadt sollte gerade etwas eigenen Charme besitzen. Der Hausabriss Eingang Schuhstraße ist traurig - auch die Perspektive in die neue 'Burggasse'. Unter einer Gasse versteht man auch etwas anderes.

Leider sind in dem Gebiet der Burgpassage schon einige Bausünden, die unsere Innenstadt abwerten, zb. Kattreppeln oder die Schuhstraße weiter/Ecke Neue Straße.

Leider liest es sich negativ, aber es geht nicht anders.
Um noch einen konstruktiven Vorschlag zu geben, hätte man sich besser an der Bebauung in der Straße 'Vor der Burg' orientieren sollen.
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Alt 07.09.17, 02:37   #5
GreenLion
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GreenLion hat die ersten Äste schon erklommen...
Ich bin fassungslos darüber was man in Braunschweig so alles mit denkmalgeschützten Gebäuden machen kann..
In das eine wird ein überdimensionierter Durchgang in die Originalbausubstanz durchgeschlagen (während man woanders solche modernen Verunstaltungen mit Fördergeldern zurückbaut..) und das andere Gebäude wird gleich komplett abgerissen (in einer komplett erhaltenen historischen Straßenzeile).. Da fehlen einem echt die Worte..

Die Stadt hat total versagt. Und die Denkmalschutzbehörde versagt seit Jahren in Braunschweig...


Auch die überdachte Burgpassage werde ich vermissen, sie war einzigartig in Braunschweig, hatte Charme und Flair.. Und war für mich immer einer der ersten Orte in der Innenstadt die ich aufgesucht habe besonders im Winter, mit Schutz vor Wind, Regen und Kälte...
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Alt 07.09.17, 09:50   #6
apolloss
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apolloss befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Der "Entwurf" ist meiner Meinung nach auch alles andere als gelungen. Die Bebauung mit bis zu 5 Geschossen und der dadurch sehr schmal wirkenden Gasse erdrückt mich.

Dass baulich etwas mit der bestehenden Burgpassage geschehen muss, halte ich für sinnvoll.
Auf mich wirkt der jetzige Eingang der Passage aus der Schuhstraße kommend schon immer sehr bedrückend und wenig einladend (liegt vermutlich an dem Tunnelcharakter). Hier wäre aus meiner Sicht eine "Öffnung" gut - z.B. als 2-geschosiger Eingang, gläserner Eingangsbereich, o.ä..

Zudem könnten im Innenbereich die überflüssigen Treppen verschwinden und die Erschließung der Obergeschosse allein über die "Läden" erfolgen.
Aber auch ich finde, dass zumindest die Überdachung bestehen bleiben sollte, da dies - wie bereits von GreenLion angesprochen - bei Regen und Kälte recht atraktiv ist.
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Alt 07.09.17, 10:50   #7
Braunschweiger
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Braunschweiger ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Einfach nur ein Kostenpunkt, sonst hätte man die Passage erhalten (Brandschutz und Reinigung des Glasdaches). Sie ist auch nicht zu alt und wie ihr geschrieben habt, ist sie bei Regen und Wind angenehm. Sie hat ihren Charme bis heute, keine Frage. Jetzt wird es eine kleine Straße mit hohen Gebäudefassaden, schmal, wenig Licht und wo der Wind durchzieht.

Dann wird das Gebäude Hutfiltern ausefräst und das andere Fachwerkgebäude Schuhstraße mit toller alter Bausubstanz drumherum platt gemacht. Da fragt man sich wirklich für was? Ich dachte, wir sind auf unsere wenigen alten Gebäude stolz, die den Feuersturm Okt 44. überschadet haben?
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Alt 07.09.17, 11:07   #8
Architektenkind
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Architektenkind sitzt schon auf dem ersten Ast
Na, dann bin ich mal der erste, der das einhellige Entsetzen nicht teilt. Ich finde, die geplanten Fassaden haben durchaus ihre Qualität. Sie sind abwechlungsreich, haben klar akzentuierte Erdgeschoss- bzw. Sockelzonen und sollen sämtlich eine Klinker- oder Natursteinverkleidung erhalten, nicht die heute gängige Kombination aus Styropor und Putz. (Voraussetzung für ein Gelingen ist natürlich eine wertige Umsetzung ohne Spar-Trickserein.) Und es ist ja nicht so, das massenhaft historische Bausubstanz geopfert werden soll, sondern im Wesentlichen eine 80er-Jahre-Shoppingmall, deren architektonischer Wert von Anfang an eher so mittel war (das sage ich trotz nostalgischer Gefühle: In der Plattenabteilung bei Salzmann und der Comic-Abteilung von Pfannkuch habe ich große Teile meiner Jugend verbracht ).

Auch der Stadtraum wirkt als (künftige) Gasse wesentlich weniger austauschbar denn heute als Passage, Braunschweiger. Diese Kombination aus modernen Fassaden, gründerzeitlicher Gebäudehöhe und mittelalterlichem Straßenquerschnitt findet man so häufig nicht. Dass ist sehr wohl ein bewusster Umgang mit "unserer Geschichte und Tradition", ein sehr viel bewussterer jedenfalls als der derzeitige Zuschnitt, der nun wirklich 08/15 ist. Einerseits für die historische Innenstadt zu plädieren, andererseits die überdachte, wettergeschützte und beheizte Behaglichkeit einer Mall zu verteidigen, finde ich etwas widersprüchlich.

Besonders gefällt mir der kleine Platz, der am (heute geschlossenen) Durchgang zur Kleinen Burg entstehen soll. Das ist doch mal wirklich eine Wiederbegewinnung altstädtischer Dimensionen in moderner Form. Weiterer Vorteil: Die Burgpassage wird nach Ladenschluss vorne und hinten mit Gittern verriegelt. Die Gasse dürfte rund um die Uhr offen sein und so auch Abends und Nachts eine belebte Zone bleiben. Insofern hätte man auch einen Zugewinn an öffentlichem Raum.

Zitat:
Zitat von Batō Beitrag anzeigen
Das schaut übelst eingefräst aus. Steht das Gebäude nicht unter Denkmalschutz der sowas verhindert?
Die Fräse ging schon in den 80ern durch das Gebäude, als die Burgpassage gebaut wurde; im Erdgeschoss ist der Mittelteil der Fassade schon lange weg. Jetzt soll anscheinend der 30 Jahre alte (und recht düstere) Durchgang um ein Stockwerk ergänzt werden, wodurch fünf weitere Fenster des Altbaus verschwinden würden. Finde ich schade, aber verschmerzbar.

Recht gebe ich den Kritikern allerdings, was den geplanten Abriss in der Schuhstraße betrifft. Der ist zwar aus der Logik der Gassen-Idee heraus verständlich, aber trotzdem ein Ärgernis. Ich könnte mir vorstellen, dass es hier Kritik und Proteste geben wird, und hoffe auf eine Änderung des Entwurfs.
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Alt 07.09.17, 14:05   #9
Braunschweiger
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Braunschweiger ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Beispiel Bath

Unsere beliebte Partnerstadt Bath im Südwesten Großbritanniens hat etwas ähnliches gewagt und baute den 'SouthGate shopping complex' im Herzen der Stadt. Dabei durften sich die Bürgerinnen und Bürger einbringen und es wurde behutsam darauf geachtet, die örtliche Architektur mit dem Bath Sandstein einzuhalten und die Fassaden im einheitlichen Viktorianischen Stil aufzubauen.

So sollte auch das Architekturbüro Welp von Klitzing sowie die Stadt Braunschweig neu in Gespräche gehen und die Entwürfe ändern/anpassen. Die Fassaden sollten sich den vielen Fachwerkhäusern /Gründerzeithäusern in der Umgebung anpassen - zumindest zum größeren Teil. Sonst bereuen wir es mal wieder in 30 Jahren.

Das Fachwerkhaus Schuhstraße muss erhalten bleiben.

Auch noch: Die Stadt Frankfurt baut zurzeit ein ähnliches Quartier in seine Altstadt und passt es dem Vorkriegsniveau an.
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Alt 07.09.17, 14:43   #10
Architektenkind
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Architektenkind sitzt schon auf dem ersten Ast
^ Das SouthGate-Center in Bath sieht so sehr nach authentischem Bath aus, wie das The Venetian-Resort-Hotel in Las Vegas nach authentischem Venedig aussieht. Schauderhaft, da stimmt gar nichts! Da lobe ich mir das ECE-Monstrum in Braunschweig, dort ist wenigstens die Schloss-Fassade gelungen. Und mit dem Dom-Römer-Areal in Frankfurt hat das Projekt in Braunschweig nicht das Geringste zu tun: In Frankfurt geht es um die Rekonstruktion eines zentralen Teils der alten Innenstadt, in Braunschweig soll eine moderne Bebauung eine andere moderne Bebauung ablösen - auf einem Gelände, das nie etwas anderes war als eine Hinterhoflage.

Ich finde die Planung, wie sie ist, schon in Ordnung - mit Ausnahme des Abrisses in der Schuhstraße. Sonst sind es anständige, moderne Fassaden, eine relativ kleinteilige Gliederung und ein sehr schmaler Straßenzuschnitt, der einen interessanten Raumeindruck ergeben wird. Nicht zu vergessen, sollen an beiden Gassenseiten zwei bzw. drei Stockwerke für neue Wohnungen mitten in der Innenstadt entstehen. Bisher ist dort nur Einzelhandel. Auch so etwas ist wichtig für diese Lage.

P.S. an die Moderation: Könnt Ihr für dieses Projekt einen eigenen Strang aufmachen? Das wird uns ja längerfristig beschäftigen...
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Alt 07.09.17, 16:20   #11
GreenLion
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GreenLion hat die ersten Äste schon erklommen...
Zitat:
Zitat von Architektenkind Beitrag anzeigen
Einerseits für die historische Innenstadt zu plädieren, andererseits die überdachte, wettergeschützte und beheizte Behaglichkeit einer Mall zu verteidigen, finde ich etwas widersprüchlich.
Ich sehe da den Widerspruch nicht. Das ist eine in die Innenstadt integrierte Ladenpassage, und kein Klotz, der irgendwo in die Landschaft mit Parkplätzen gesetzt wurde..
Die zudem als Verbindung zweier wichtiger Wege der Fußgängerzone dient.
Die Innenstadt Leipzigs und ihre Attraktivität zeichnen sich beispielsweise durch ihre zahlreichen Passagen aus.

Zitat:
Weiterer Vorteil: Die Burgpassage wird nach Ladenschluss vorne und hinten mit Gittern verriegelt. Die Gasse dürfte rund um die Uhr offen sein und so auch Abends und Nachts eine belebte Zone bleiben.
Die Burgpassage ist auch rund um die Uhr geöffnet..

Zitat:
Insofern hätte man auch einen Zugewinn an öffentlichem Raum.
Wir haben schon jetzt genug öffentlichen Raum alleine in der Innenstadt, den man noch attraktiver gestalten könnte..

Zitat:
Jetzt soll anscheinend der 30 Jahre alte (und recht düstere) Durchgang um ein Stockwerk ergänzt werden, wodurch fünf weitere Fenster des Altbaus verschwinden würden.
"Nur" ein weiteres Stockwerk. Bleibt ja dann nicht mehr viel vom Haus...
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Alt 07.09.17, 17:54   #12
Ted Mosby
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Ted Mosby ist ein geschätzer MenschTed Mosby ist ein geschätzer MenschTed Mosby ist ein geschätzer MenschTed Mosby ist ein geschätzer Mensch
In einer Mitteilung der Stadt hieß es bezüglich der Burgpassage noch am 15. März 2017:

„Gefordert wird ein sensibler Umgang mit dem Denkmalschutz. Insbesondere die Fassaden der denkmalgeschützten Eingangsgebäude sind im städtebaulichen Kontext von besonderer Bedeutung und entsprechend zu beachten.“ ( vgl. https://ratsinfo.braunschweig.de/bi/...OLFDNR=1005354).

Dieser Forderung kommt der jetzt ausgewählte Entwurf leider nicht nach. Darüber können auch die Euphemismen in der Präsentation („Rückbau“, „zeitgemäße Interpretation der Frontfassade“) nicht hinwegtäuschen.

Ich stimme Architektenkind zu, dass die derzeitige Planung ihre Stärken hat. Die kleinteilig gestaltete Gasse wird dem Bild der mittelalterlichen Stadt, das an dieser Stelle des Braunschweiger Zentrums durchaus als Leitbild fungieren sollte, besser gerecht als die gegenwärtige Passage. Die geplanten Fassaden erscheinen mir aber noch viel zu austauschbar und stellen eben keinen Bezug zu historischen Vorbildern her.

Es sind vor allem recht langweilige Kisten, nicht allzu große Kisten, aber eben immer noch Kisten. Nicht ein einziger Spitzgiebel, kein Satteldach, keine Gauben etc. Man kann eine mittelalterliche Gasse durchaus modern interpretieren, doch sollte die Architektur dann zumindest einige Bezüge zu traditionellen Bauformen herstellten. Ein bisschen Backstein reicht da nicht. Das, was jetzt geplant ist, ist letztendlich Dutzendware. Lediglich das Eckhaus mit spitzwinkelig gestalteten Grundriss könnte m. E. einen Wiedererkennungswert erlangen. Hier sehe ich also noch erheblichen Verbesserungsbedarf, um am Ende keine Schlosspassage 2.0 zu erhalten.

Dafür zudem so massiv in zwei der wenigen noch halbwegs gut erhaltenen historischen Straßenzeilen Braunschweigs einzugreifen, halte ich für höchst problematisch. Insbesondere der geplante Abriss des Gebäudes in der Schuhstraße ist eine Zumutung (und hat mich auch einige Minuten um Fassung ringen lassen).

Allein, und auch da schließe ich mich Architektenkind an, macht er, aus der Logik der Gassenidee heraus betrachtet, durchaus Sinn. Das dürfte Kompromisslösungen schwierig gestalten.

Mir fallen für die Schuhstraße spontan drei Optionen ein:

1. Man belässt die Eingangssituation weitgehend so, wie sie ist: als Durchgang im Erdgeschoss. Das wird den Investoren zwar nicht gefallen, doch ist die Stadt ja nun auch zunächst einmal für die Menschen da, die in ihr Leben oder sie besuchen.

2. Man erhält das Haus und vergrößert den Eingang. Das könnte nur gelingen, wenn man das Erdgeschoss erhöht. Die Traufhöhe würde dann vom westlich gelegenen Nachbargebäude abweichen. Allerdings halte ich das für problematisch, weil es die Proportionen des Baus vermutlich verhunzen würde.

3. Man öffnet den Zugang wie nun geplant, reißt das Gebäude aber nicht ab, sondern integriert es in die neue Burggasse – und zwar möglichst dicht am historischen Standort am Nordzugang.

Hinsichtlich des Bereichs Hutfiltern halte ich den derzeit geplanten Durchgang für überdimensioniert. Den Vorschlag diesen zweigeschossig zu gestalten, kann ich nachvollziehen und empfinde ihn auch nicht als unannehmbar. Ich denke aber, dass er dann schmaler gehalten werden sollte. Auch über einen torartigen Zugang mit Rundbogen könnte man m. E. nachdenken.

Ich denke noch immer, dass aus dem Projekt etwas werden kann. Sollte der Entwurf aber ohne erhebliche Verbesserungen umgesetzt werden, so wird die Stadt unterm Strich mehr verlieren als sie gewinnt.

Geändert von Ted Mosby (07.09.17 um 18:54 Uhr) Grund: Kleine Formulierungsänderungen
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Alt 07.09.17, 21:45   #13
Torwin
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Torwin befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Zitat:
Ein gemeinsames Untergeschoss verbindet die straßenbegleitenden Bebauungen, hier werden auch die erforderlichen Lager- und Nebenräume sowie die notwendigen Stellplätze platziert.
Wenn über den Geschäften in der Gasse Wohnungen entstehen sollen und die Stellplätze dazu in der Tiefgarage darunter... wie kommen die Autos dann dorhin? Die Zuwegung kann nur über die "Kleine Burg" erfolgen. Wenn sich da aber am frühen Nachmittag / Abend ein paar Duzend Autos langwollen, verliert diese Straße schnell ihren Fußgängerzonen-Charakter. Ich empfinde schon jetzt den Lieferverkehr zur Passage und die gelegentlichen Transporte zum Gericht als störend.

Hinter der Schule bekommen wir dann ein klaffendes Loch für die Tiefgarageneinfahrt, die möglichst hoch ist, um auch LKWs für die Ladengeschäfte empfangen zu können?

Ob die entstehende enge, dunkle Gasse dann eine echte 1A-Einzelhandelslage wird, müssen Experten bewerten, aber ich sehe den Vorteil gegenüber der Passage nicht.
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Alt 08.09.17, 09:15   #14
Ted Mosby
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Ted Mosby ist ein geschätzer MenschTed Mosby ist ein geschätzer MenschTed Mosby ist ein geschätzer MenschTed Mosby ist ein geschätzer Mensch
Die Reaktionen auf den Entwurf sind nicht nur hier im Forum überwiegend negativ. Auch die Meinung der Leser von News38 fällt unmissverständlich aus. Die ablehnenden Stimmen sind eindeutig in der Mehrheit. Hier geht es zum Artikel: https://www.news38.de/braunschweig/a...rnichtend.html

Auch wenn das keine repräsentativen Meinungsbilder sind: Kritik am Entwurf muss nicht ins Leere laufen. Noch ist Zeit, die Pläne zu ändern.
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Alt 08.09.17, 09:48   #15
Schmittchen
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Schmittchen genießt höchstes AnsehenSchmittchen genießt höchstes AnsehenSchmittchen genießt höchstes AnsehenSchmittchen genießt höchstes AnsehenSchmittchen genießt höchstes AnsehenSchmittchen genießt höchstes AnsehenSchmittchen genießt höchstes AnsehenSchmittchen genießt höchstes AnsehenSchmittchen genießt höchstes AnsehenSchmittchen genießt höchstes AnsehenSchmittchen genießt höchstes Ansehen
Die Pressemitteilung der Stadt, Link im Eingangsbeitrag, führt auch zu einer Präsentation des Architekturbüros Welp von Klitzing. Seite 7 des PDF enthält Grundrisse (EG in höherer Auflösung auf Seite 9). Zur Erschließung der Tiefgarage für Pkw scheint demnach ein Aufzug vorgesehen zu sein, also keine Rampe, auch wenn das nicht eindeutig ist. Das zu Beitrag #13.

Ich nehme an, der mit dem 2. Preis bedachte Entwurf von KSP Jürgen Engel ist noch nicht bekannt? Nach deren Planung soll die "Einkaufsgasse" so aussehen (Klick vergrößert):

Bild: http://www.deutsches-architektur-forum.de/pics/schmittchen/braunschweig_burgpassage_01.jpg...Bild: http://www.deutsches-architektur-forum.de/pics/schmittchen/braunschweig_burgpassage_03.jpg
Grafiken: KSP Jürgen Engel Architekten

Der erstplatzierte Wettbewerbsbeitrag dagegen dürfte ungleich mehr Potential haben, eine mittelalterliche Gasse modern zu interpretieren und Bezüge zu traditionellen Bauformen herzustellen, wie Ted Mosby in #12 fordert. In der Größe angepasste Fensteröffnungen sowie der eine oder andere Giebel, wohl ohne Weiteres zu ergänzen, dürften viel bewirken. Kleinteiligkeit, differenzierte Fassaden und unterschiedliche Höhen nach Vorschlag von Welp von Klitzing:


Grafiken: Architekturbüro Welp von Klitzing
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