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Alt 09.09.06, 18:03   #1
Dvorak
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Abriss der alten Bücherei und Neubau

http://www.newsclick.de/index.jsp/me.../artid/5856684
Hoffentlich bleibt wenigstens der kleine Platz an der Gördelinger straße erhalten.
Fotos mache ich hoffentlich nächste Woche, damit sich jeder ein Bild von dem Gebäude und dem Platz machen kann.
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Alt 16.09.06, 08:46   #2
ibuinn
 
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Das ist eine gute Nachricht, finde ich. Der Bereich ist mir viel zu offen und zu grün, auch wenn er zu dem bisherigen Gebäude gepasst hat. Bitte eine schließende Bebauung zur Langen Straße hin. Und am besten auf dem Gelände gegenüber bei St. Petri gleich mit. Bin allerdings skeptisch, ob es architektonisch etwas Ansehnliches, oder gar Besonderes, bringen wird...
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Alt 16.09.06, 14:40   #3
Tarsis
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Na da wäre ich auch sehr dafür ! Der Anjbau der Öffentlichen Bibliothek gehört da auch weg und eine anschließende, die Straße flankierende Bebauung da hin ! Sowohl was die Straße "Hintern Brüdern" angeht als auch die Lange Straße.

Ebenso der weitere Verlauf Richtung Petrikirche und die vorgelagerte Grünfläche eingeschlossen. der ehemals dicht bebaute Stadtraum sollte wieder so gestaltet werden wie er sich einst darstellte.

Der Durchbruch zur Langen Straße wird jedoch bleiben müssen.

Nebenbei bemerkt gab es einen ähnlichen Weg wie den jetzigen Durchbruch zur Langen Straße - ich habe nur nie bidliche Darstellungen finden können. Auf dem Gelände wo heute der Anbau der Bibliothek steht befand sich früher die Stiftsgasse. .. vielleicht eine Möglichkeite eine Art PAssage einzurichten, um diesen Durchgang wieder erlebbar zu machen . . ?
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Alt 17.09.06, 08:50   #4
Dvorak
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Also eine Bebauung, die der langen Starsse folgt, und sie so besser einfasst würde ich auch begrüßen, aber im Falle der Stasse hintern Brüdern kann ich mir auch Möglichkeiten vorstellen, wie man den kleinen Platz erhalten kann. Der ist bei allem Schlechten, was man über die Bücherei sagen kann doch sehr schön, oder könnte schön sein, wenn die Stadt die Stadt mehr pflegen würde, und weniger Kosten durch Stadtputztage einsparen würde. Außerdem müsste man sonst einen neuen Ort für die Skulptur suchen. Dieser müsste dem alten in seinen Gestaltungsprinzipien dann auch sehr ähneln, da Platz und Plastik sehr gut aufeinander abgestimmt sind, und sich gegenseitig ergänzen.
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Alt 21.09.06, 22:38   #5
Dvorak
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Das ist also meine erste Idee.
Zuerst was zum Bauplatz:
Es handelt sich um die Gebäude rechts in der Zeichnung. Er liegt in der Braunschweiger Altstadt zwischen Lange Strasse, hintern Brüdern und in Sichtachse der Celler Strasse. Das Gelände wird heute von der öffentlichen Bibliothek belegt, deren denkmalgeschützer Teil in den 20ern errichtet wurde. Mach starker Kriegszerstörung wurde auf freiem Gelände in den 60ern ein Anbau errichtet,und mit einer kleinen Parkanlage mit Rabatten und einer Plastik geschmückt. DerBauplatz ist der m.E. nach zur Zeit interessanteste in BS. Verschiedene Sichtachsen, der kleine Park, denkmalschutz und die sensible Umgebung muss beachtet werden.

Die "Ziele" die man erreichen sollte:
-Da die Petrikirche (links im Bild) zusammen mit dem Bauplatz in der Flucht der Celler Strasse ligen, die eine der haupteinfallstrassen nach BS darstellt, kann man ein Stadttor schaffen.
-Die Petrikirche soll in ihrer Wirkung als "Leitfeuer" nicht beeinträchtigt, sondern gestärkt werden.
-Der Park soll erhalten werden.
-Die Bebauung soll sich in den altstädtischen Raum einfügen.

Mein Entwurf:
Im rnteren rechten Viertel bleibt der älteste Teil sowie das gelunge Eingangsgebäude der Bücherei erhalten. Links daneben kommt ein dem Strassenverlauf folgender Flachbau hin. Im Zentrum des Areals bleibt die Plastik bestehen, und die Parkgestaltung wird nach den ersten Plänen wieder neu gestaltet. Der Park ist extrem heruntergekommen, und folgt nicht ansatzweise den Plänen der 60er. An der Flucht des Flachbaus und des Gartens orientiert sich auch die Basis des Gebäudes links oben. Darauf kommt ein höherer Aufsatz, dessen Kante richtung Celler Strasse zeigt, und dessen Dach so geneigt ist, dass es auf die Spitze von St. Petri zeigt. Im Bereich der Langen Strasse wird es von Kolonaden getragen. Die westliche Begrenzung ergibt sich aus der Sichtachse zwischen der Plastik und dem Südturm der St. Andreaskirche. Den rechts oben liegenden Bereich nimmt ein weiteres Gebäude ein, dessen Dach sich ebenfalls nach St. Petri orientiert.

Warum ich mir das so ausgedacht habe:
Von der Celler Strasse kommend sieht man den St. Petri-Turm, der etwas rechts der Sichtachse steht. Die Strasse macht aber einen Knick nach links. Um dem Betrachter zu vermitteln, dass es nach links geht, nutzen die Gebäude den Turm, um den Blick auch nach links zu lenken. Gleichzeitig werten die Neubauten die Kirche aber nicht ab, sondern geben dem Turm eine zusätzliche Aufgabe-das Binden des ersten Blickes für die Sichtabfolge-und stärken ihn in seiner dominanten Wirkung. Der Turm wirk nicht mehr so verloren, und man hat ein optisches Stadttor.
Das Gebäude oben links (von nun an A) Ragt in den Strassenraum hinen, da es ohne dieses zu tun dem Strassenraum nicht die nötige Fassung geben würde. Die Kolonaden hat, damit es höher wirkt. Wir sind hier mit Höhe ja nicht sehr verwöhnt.
Besonders die Fassung der Langen Strasse ist wichtig, da dieses hohe Gebäude mit der "Rotunde" des Cinemaxx gegenüber den optischen Auftakt zu einem Boulevard geben kann, dessen Ende das Mittelrisalti des innen gotischen, aussen klassizistischen Neustadtrathhauses ist/wird/sein könnte.
Die Sichtachse der Plastik zum Turm von St. Andreas (also nach rechts oben) ist wichtig, um den Komplex auch über die Nachbarschaft hinaus in den städtischen Raum einzufügen.
Das zweite Gebäude (B) fügt sich bedingungslos in den Raum ein. Es hat die stärkste Mittlerrolle, da es zwischen A und den Gebäuden weiter östlich kommuniziert. Auch verbindet es den Flachbau (D) mit dem Altbau (C). Angefangen bei D und im Uhrzeigersinn bis zum St.Petri-Turm erhöhen sich die Gebäude immer weiter, um eine eigene Rhytmik zu entwickeln, und St. Petri auch von dem Park aus gesehen zu stärken.
Daraus ergibt sich, das C kleiner ist als B. Das wars eigentlich auch schon.
D ist ein Flachbau, um die Sicht auf St. Petri von osten her nicht zu versperren, und um den Park nicht zu verschatten.

Genauere Gedanken zu Fassade, oder den ganzen Details hab ich mir noch gar nicht gemacht. Es ist nur eine Skizze, und bedarf noch ausgiebigen Schliffes. Damit meine ich EURE Meinung und Kritik. Bitte subjektiv, emotional, und ehrlich!

Das Gebäude auf der linken Seite, das sich um die Kirche herumschlängelt soll den freien Platz geschickt füllen. Es ist flach, um den Blick nicht zu versperren, und orientiert sich im Grundriss an der Historie des Platzes. Der nördliche Teil wird mit dem südlichen durch die Brücke verbunden die den östlichen Abschluss bildet. Die Lage des Südteils soll St. Petri möglichst interessant schneiden, der Nordteil soll die Lange Strasse fassen, die man dort geschickt zu einem schönen historischen großen Platz umbauen könnte. Die BRücke könnte auch geschwungen verlaufen, und so weit in den Strassenraum hineinragen. Das würde diesen linken Neubau mit den rechten Neubauten gut verknüpfen, und mit A ein harmonisches Ambiente als Abschluss der Gördelinger Strasse (von süden) schaffen.

Ich bitte um rege Beteiligung an der Zunkunf dieser Stadt. Was auch immer an dieser Staelle gabut wir, es entscheidet maßgeblich an der Zukunft dieser Stadt.
Ein gelungenes Gebäude schafft eine Torsituation in die Stadt, und den Boulevard, orientiert sich an der historie und schafft eine lebenswerte Stadt. Ein nicht gelungenes....
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Alt 21.09.06, 23:53   #6
ibuinn
 
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gelöscht.

Geändert von ibuinn (22.09.06 um 19:33 Uhr)
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Alt 22.09.06, 11:59   #7
ibuinn
 
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nochmal Moin,

ein paar erste Gedanken zu Deinen Überlegungen.

1. Die eigentliche Torsituation waren doch die Petritore, welche heute durch die Brücke der Celler Straße druchbrochen wird. Durch die Maßnahmen vor ein zwei Jahren sollte diesem Bereich (durch Baumpflanzungen und die Betonung der Okerbrücke) eine neue Torsituation gegeben werden. Daher habe ich Bedenken, ob es sinnvoll ist, eine zweite Torbildung an dieser Stelle vornehmen zu wollen.

2. Hat Tarsis davon gesprochen, dass es in diesem Bereich kleine Durchbrüche gegeben hat. z.B. die Stiftsgasse. Ich fände es interessant, einen alten Vorkriegsplan zunächst mit einem aktuellen zu überblenden und sich daran zu orientieren. Ist das möglich? Wo kann ich soetwas herbekommen?

3. Im Gegensatz zu der südlichen Randschließung von Dir Dvorak, würde ich überlegen, wie man die beiden Plätze vor St. Ulrici-Brüdern mit dem "Plastik-Platz" verinden kann. Gedanklich spiele ich da mit den Beispiel am Dom und Platz der Deutschen Einheit, wo die Pflasterung an die STraße heran geführt wird... könnte mir vorstellen, dass dies eine interessante Verknüpfung ergeben könnte. Die Wiederherrstellung des Platzes mit der Plastik finde ich auch gut und erhaltenswert.

4. Mit dem Wort Flachbauten stehe ich leicht auf dem Kriegsfuss... entlang der Celler Straße sollten sie schon hoch sein; der Höhe der Nebenbebauung von Mediamarkt und Co also folgen, um den breiten Straßenraum der Langen Straße zu fassen. Ich nehme auch an, dass ein Investor dies auch m.E. tun wird, da es die beste Lage und Sicht aufweist gegenüber des Cinemaxx. Ich vermute mal, das gerade die Ecke zu Görderlinger einen Eyecatcher bekommen wird, u.U. sogar bekommen sollte.

5. Obwohl der Bereich vor St. Petri nicht zum Verkaufsbebiet zählt (ist doch so, oder Tarsis? ) bin ich eher gegen flache Vorbauten und meine, dass auch hier die Lange Straße mit ähnlich hohen Gebäuden wie Mediamarkt, Cinamaxx, der Nachkriegsriegel gegenüber an der Radeklintkreuzung geschlossenw werden sollte. Hier aber in Anlehnung an alte Zeiten kleinteilig, bzw. parzelliert. Da um die Kirche herum und zum Bäckerklint hin kleinteilig, wenn auch nicht schön, gebaut ist, und so die Möglichkeit bestünde, die "Enge" um die Kirche wieder herzustellen und einen eigenen Kirchhof (siehe Magniviertel) zu entwickeln... hier nicht zu vergessen die Druchbrüche zur Langen Straße wie früher zum Radeklint...

6. Für die Leitfunktion dürfte doch der Kirchturm genügen. Es muss doch nciht die ganze Kirche sein, oder? Der Kirchbereich sollte eigenständig bleiben und von der Langen Straße rigoros getrennt werden.

7. Was mir gefällt sind die Sichtachsen auf die Plastik in Deinem Entwurf Dvorak. Wäre das u.U. mit den Gassen zu verbinden?

8. wollen wir nicht gleich weitermachen und überlegen, wie man den Radeklint insgesamt wieder attraktiver hinbekommen könnte?
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Alt 22.09.06, 12:47   #8
Tarsis
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Also die Torsituation an der Celler Strasse sollte die einzige SItuation bleiben ! Es gibt ein interessantes städtebauliches Gutachten von Prof. Ackers bezüglich diverser Stadräume, welches im Rahmen der ECE-Planungen erstellt wurde. Dort äußert er sich auch sehr interessant zu der Situation an der Celler Strasse und teilweise zum Radeklint. Diese Gutachten können unter folgendem Link runtergeladen und gelesen werden : ( kann ich nur empfehlen ! )

http://www.braunschweig.de/stadtplan...e/integra.html

Ich schließe mich ibuinn an, wenn er sagt, dass entlang der Langen Straße Flachbauten nichts zu suchen haben - auch wenn die Petrikirche dadurch als Sichtachse in ihrer Wirkung geschmälert würde. Der Vorkriegscharakter der Langen Straße ist verloren und in keinster Weise mehr ablesbar - hat im Gegenteil doch erhebliche Qualitäten udn auch Potential in ihrer jetzigen Gestaltung. Dies sollte auch so bleiben und konsequent fortgeführt werden.

Daher eine rel. hohe Bebauung orientiert an Cinemaxx, Media-Markt und Co an der Langen Straße. Rückwärtig zu Hintern Brüdern, Gördelinger Str. und AN der Petrikirche sollte jedoch aufgrund der mehr oder minder erhaltenen Straßenstruktur an die Kleinteilige Bebauung der Vorkriegszeit angeknüpft werden. Hierzu gehört auch die güne Fläche an der Petrikirche. Diese ist - so weit ich weiss - ebenfalls in Besitz der Stadt.

Inwieweit man die Stiftsgasse auf dem Gebiet des Glasbaus der Öffentlichen Bibliothek in Neubauplanungen wieder mit einbeziehen kann ist fraglich - wünschenswert wäre es allemal ! Gutes Beispiel : Wiederaufbau des Innenstadtareals Fischmarkt / Holzmarkt in Halberstadt wo ein Teil der alten Straßenverläufe wiederbelebt wurde - die Gasse Krebsschere aber als Passage unter diesem Namen in einen größeren Neubau integriert wurde.

Der Durchbruch zur Langen Strasse sollte dennoch erhalten bleiben . . jedoch in seiner Dimensionierung reduziert und nicht so "kurvig" überdimensioniert gestaltet werden.

In meinen Augen bietet das gesamte Areal doch erheblichesb städtebauliches Potential - wie auch Dvorak in seiner Baumassenstudue überzeugend darlegt.

Vielleicht kann man dort ja ähnlich wie mit dem Projekt Wohnen am Burgmühlengraben etwas Ähnliches initiieren . ?
Tarsis ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.09.06, 19:50   #9
ibuinn
 
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Bei dem schönen Wetter musste ich einfach raus und fotografieren üben ...

1. Stadtplan zur Orientierung


2. Hier der Verlauf der Langen Straße einmal nach Osten hin zum Neustadtrathaus und nach Westen zum Radeklint mit dem Knick im Verlauf und der Blick von der Torsituation Wallanlagen über den Radeklint mit Sicht auf St. Petri


3. mit dem letzten Bild beginnend nähert man sich immer weiter dem besagten Bibliotheksbau bzw. Gelände. Sehr zugewachsen. Das letzte in der Betrachtungsfolge (sorry, aber irgendwas hat mit der Uploadreihenfolge nicht hingehauen) zeigt die Plastik auf seinem verwohnten Platz

Geändert von ibuinn (23.09.06 um 01:24 Uhr)
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Alt 22.09.06, 19:52   #10
ibuinn
 
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4. Der Platz und die Bibliothek von der Straße Hintern Brüdern aus.


5. Einmal der Blick rüber zu St. Petri und nach hinten auf St. Ulrici-Brüdern


6. und nu nördliche Seite von Hintern Brüdern ein Blick entlang des Kolonadenganges vom Mediamarktkomplex Richtung Meinhardshof


... links rum am Meinhardshof der nächste Kolonadengang


... uns wieder links rum zurück zum besagten Gebiet der Blick auf die gegenüberliegende Bebauung und durch den Kolonadengang an der langen Straße; heraus getreten und somit der Blick auf die Rückseite des Bibliotheksgebäudes und den flachen Anbau (welches steht nun unter Denkmalschutz?)


7. Der Blick zurück auf Mediamarkt, woran sich irgendwie eine neue Bebauung anschließen müsste, könnte, sollte. Und gegenüber Cinemaxx


8. Und dieses Gebäude ist eines der ersten am neuen Radeklint gewesen. Für einen Nachkriegsbau ist es beinahe zu einem Herzstück für mich avanciert.

Geändert von ibuinn (23.09.06 um 01:12 Uhr)
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Alt 23.09.06, 01:17   #11
ibuinn
 
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@ Tarsis

Das Gutachten habe ich! Finde es sehr lesenswert. Ich stimme Dir auch zu, dass die Lange Straße in ihrem jetzigen Zustand durchaus ihre Vorteile und auszubauende Potentiale hat. Stimme weiterhin zu, dass die Weite der Einfahrt und der weitere gekurvte und aufgeweitete Verlauf der Gördelinger Straße zurück genommen werden sollte.
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Alt 23.09.06, 11:53   #12
Dvorak
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1.Mit Bedenklich kann ich gar nichts anfangen. Was? Warum? Ich habe aus allen Perspektiven Zeichnungen gemacht und kann nichts derartiges entdecken. Viel eher finde ich, dass die Gebäude mit dem Petri-T das Tor gut ergänzen. Ein Tor wirkt doch "interessanter", wenn man etwas dahinter sehen kann. Das Pflanzen von 4 Baumreihen, und vielleicht das wiederaufbauen der Torhäuser ist richtig. Mir reicht das aber nicht. Wie gesagt: Ich habe das gezeichnet, um mir das besser vorstellen zu können, und komme zu einem anderen Schluss als du.
Sankt Petri leitet den Betrachter und seinen Blick. Ich stelle fest, dass dies förderlich auf die Torsituation wirkt. Wenn der Turm in dieser Wirkung unterstützt wird, dann ist dass m.E. auch positiv.
Wenn du sagst, dass due etwas "bedenklich" findest, überleg dir die Alternative. Was macht ein Flachbau an der Stelle, ober ein in seiner Form zu dominates Gebäude?
Ohne echte Begründung von "bedenklich" zu sprechen ist nicht fair.

2.Eine synoptische Karte, die die Situtionen von Heute und die Vorkriegssituation gleichzeitig darstellt, kriegst du bei der Stadt. Etwa 15Euro glaube ich. Euch über Braunschweig.de zu erhalten. Solltest du dir so eine Karte kaufen, dann frag doch bitte, ob man einen Teil zum Zwecke dieser Disskussion ins Netz stellen darf.
Der rundliche, älteste Teil der Bücherei orientiert sich an dem Eingang der Stiftsgasse ain die Strasse hintern Brüdern. Von dort aus ging sie direkt nach Norden. Die Strasse war nicht sehr alt, um 1900 würde ich schätzen, und wurde mit dem Bau der Bücherei schon recht früh zur Sackgasse. Ich habe ein Foto, auf dem man die Gasse vor dem Bau der Bücherei erkennen kann. Allerdings aus der Luft.
Ich finde auch, dass die "nord-süd-Passage" der historischen Stiftsgasse rechnung trägt. Ich habe auch einen Entwurf, der der Stiftsgasse ganz folgt. Ich finde die verwinkelte jetzige Version aber schöner, weil "altstädtischer" als die gerade Achse.

3.Wie? Warum?
-Der Flachbau (2-3 Stockwerke) steht dort aus verschiedenen Gründen. Die Sichtachse von der Brüdernkirche läuft darüber hinweg (in etwa). Er soll also die Petrikirche "in Szene setzen". Den freien Blick auf die Kirche stelle ich mir nicht so schön vor, und sehr "historisch" wäre er auch nicht.
-Die Gestaltung des Platzes, auf dem die Rabatten mit den weißen Blöcken dargestellt sind zielt darauf ab, den kleinen Platz von den umgebenden Strassen abzuschließen. Ihn also zu öffnen, wie man es schon einmal zum Leidwesen des Parkes gemacht hat, hielte ich für stark negativ.
-Warum soll ein Gebäude verschwinden, damit das Gehwegspflaster bis an die Strasse reicht?
-Dieses Gebäude steht auch dort, weil es von dir Ibuinn, und dir Tarsis direkt, oder indirekt gewünscht wurde. Wenn du den Bereich als zu grün erachtest, dann verstehe ich nicht, warum du den Strassenraum stärker begrünen willst. Zumindest habe ich deinen Verbindungsvorschlag so verstanden.
-Um die Plastik in ihrer Ruhigen Wirkung zu unterstützen stelle ich mir eine Art gelben Parkschotter vor. Der wirkt ruhig, wie die Plastik, und betont deren "Erdverbundenheit". Außerdem fahren die Leute dann nicht so gerne mit Fahrrädern oder Sakteboard da durch, was mich, und die Plastik schon ziemlich stören würde. Den Schotter müsste man von dem "normalen" Gehweg also trenen.
- Du sagts, du kannst dir eine Verbindung der Plätze vorstellen. Was stellst du dir denn vor? Eine Sichtachse; eine "Gesamtplatzsituation;...
Vielleicht auch ein Bauliche trennung des "doppel-Platzes" zu den umgebenden und einfallenden Strassen hin? Tu dir keinen Zwang an, nimm dir meinen Plan, irgend ein Programm, und schmier rein was du willst. Es reicht5 auch, einfach einzutragen wo du dir z.B. eine Bauliche Trennung wünscht. Es muss ja nichts fertiges sein, dass habe ich ja auch nicht, aber ich möchte gerne verstehen, wie du dir dass vorstellst, damit wir darüber disskutieren können, um zu einem besseren Ergebniss zu kommen.

4.Klingt ja fast wie mein Plan. Die rechten Bauten A und B sollen zwischen de Media-Markt-Bau und dem Turm vermitteln, also deren Höhe "folgen". Auch sollen sie einen Eyecatcher darstellen.
Das Wort Flachbau mag ich auch nicht, und ich habe mir schon gedacht, dass jemand darauf eingehen wird. Ich versuche, alle Gebäude auf die Umgebung abzustimmen. Ein Gebäude von der Höhe des Cinemaxx z.B. würde der dahinter liegenden Kirche nicht gerecht werden. Mit Flachbau meine ich auch nicht einen flachst-bau, sondern wollte damit eher darauf hinweisen, dass dieses Gebäude niedriger sein sollte, als die in der langen Strasse. Da muss man einfach gucken, wie hoch es sein muss, um optimale Wirkung zu erzielen.
Stell dir einfach mal ein Gebäude der Gattung Media-Markt vor der Kirche vor, dann kannst du sicher nachvolziehen, warum ich von flach rede. Ich habe auch schon einen sehr konkreten Plan für das Gebäude, will aber erst einmal sehen, in wie fern sich alle an einer kreativen ungezwungenen Runde beteiligen.

5.Das Gebäude geht auf die alte situation ein. Nordlich der Kirche gab es einen Platz. Den gibt es auch in dem Entwurf. Auf der östlichen seite führte ein Weg nach süden zur Strasse. Den gibt es ja auch. Im Westen tangiertze noch ein Weg die Kirche und den Platz in nord-süd-Richtung. Sieht man hier nicht, aber auch der ist fest eingaplant.
Dass der flache Bau dem gegenüberliegenden Hochhaus keinen Gegenpol bietet stimmt. Dass ist mir auch aufgefallen, und hat mir zwar nicht den Schlaf geraubt, mich aber durchaus zu dem einen oder anderen Gedanken angeregt. Den Gegenpol sehe ich in dem Kirchturm. Ein neues Gebäude, dass dem Nachkriegsbau Paroli bietet, würde die Kirche nicht in das richtige Licht setzen, und müsste sehr dominant sein. Das hätte dann wohl eher negative Auswirkungen auf das Stadttor Celler Strasse.
Außerdem kann der "Flachbau" bei guter Gestaltung genauso trennend wirken wie ein hohes Gebäude, aber ohne dessen negative Folgen.

6.Stimmt. Ich würde es äußerst begrüßen, wenn man aus der Langen Strasse ab dem Cinemaxx und den Neuen Bauten einen zweiten absolut "modernen" Boulevard bauen würde. Über die beiden "eyecatcher" am Eingang zur Starsse sind wir uns (alle denke ich) einig. Wenn man den Packhof umbaut, und ihr wisst welche Art Umbau ich meine , kann mandas Neustadtrathaus geschickt als Ende in Szene setzen. Dann könnte man auch den Meinhardshof wieder enger machen, und zur alten Waage hin nach dem historischen Vorbild ein Gebäude errichten, dass den neuen Boulevard, und den alten Markt "besser" trennen würde. Das ist für mich ein weiterer Grund, warum ich vor der Kirche kein hohes Haus will. Die Lange Strasse, mit den hohen "modernen" Häusern soll wirklich einen klaren Eingang am Cinemaxx haben. Dort soll er sich in einen neuen Platz "ergießen".
Ich habe auch schon eine Menge Gedanken, wie man den Platz gestalten kann-der Mühlengraben z.B. kann sich da als interessant erweisen-bin aber noch nicht wirklich ganz fertig.

7.Ja. Habe ich glaube ich auch schon beantwortet.

8.Ja. Dein Vorschlag, also darfst du anfangen.



Was dich angeht Tarsis, habe ich auf das meiste wohl schon oben geantwort, erspare uns also mich auch noch zu wiederholen.

Was Ackers sagt, finde ich auch interessant, aber vier Baumreihen, und vielleicht zwei Torhäuser können doch nicht das "Städtebauliche Leitbid" für den Bereich, wie du sagtst des Tores, und des Radeklintes.
Die S-Bahn, die einmal richtung Kanzlerfeld führen soll sollte um das Tor herum, durch die Strasse neues Petritor führen. Gleiches Gilt für Busse. Dann könnte man die Haltestellen wieder zurückbauen, und den Eingang Celler Strasse auch baulich einengen.

Zu den Flachbauten, und dem Gestaltungspotenzial, als auch meine Vorstellungen vom Abrufen des Größten Potenzieals der Langen Strasse habe ich ja schon dargelegt.
Stiftsgasse kann ich auch abhaken.

Den Durchbruch würde auch ich verengen wollen. Allerdings ist das ja nicht so einfach. Die östliche Innenstadttrasse der S-Bahn soll dort entlang laufen. Sie ist geplant, eigentlich beschlossen, und wird von allen Experten als als absolut erfordrlich, also genauer genommen als die wichtiste neue Strecke in BS eingestuft. Die strasse Hintern Brüdern, soll im Bereich der alten Bücherei, laut Verkehrs Entwicklungs Plan der Stadt in beiden Richtungen befahrbar sein, um zu einer Verkehrsreduzierung aufgrund des Karstadt-Parkhauses zu führen.
Im Bereich des Durchbruches stelle ich mir -wie erwähnt- die Brücke rund, also weit in den Strassenraum hineinragend vor. Die S-Bahn hätte platz, Die Brücke nimmt den Fußgängern ihren Platz nicht weg, und es gäbe einen starken Bezug zu den refhten Bauten, was den Strassenraum auch optisch einengt.



Ich hoffe, ich habe jetzt auf alles logisch geantwortet, und würde mich freuen, wenn auch ein weing mehr konkretes kommen würde.
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Alt 25.09.06, 15:03   #13
ibuinn
 
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@ Dvorak

nicht, dass Du das Gefühl bekommst, hier schliefen die Dinge alsgleich wieder ein. Ich bin nur am Lesen und Grübeln und "Entwerfen".

Ich melde mich wieder...
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Alt 26.09.06, 10:34   #14
Dvorak
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Ich habe noch mal ein wenig in den ackerschen Studien geblättert, weil ich eigentlich nachschauen wollte, ob die Adresse seines Büros noch immer in der Nordstrasse ist, und hab mir mehr zufällig nochdurchgelesen, was er ziemlich am Ende in der Agenda über das Areal schreibt.
Die Petrikirche soll stärker integriert werden, und die Ecke zur Gördelinger Strasse betont werden. Wenn man das ganze Gebiet aufwerten will, dann sollte man sich auch noch die Hinweise zur Sporthalle an der Beckenwerkerstrasse durchlesen.
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Alt 26.09.06, 11:39   #15
ibuinn
 
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Habe nun versucht, meine Gedanken in eine Zeichnung zu "kritzeln". Darin habe ich auch Dvoraks Skizzen einbezogen, bin aber in einzelnen Punkten abgewichen, bzw. stelle das ganze natürlich zur weiteren Diskussion.



Bildquelle ist http://stadtplan.braunschweig.de/sta...ion=newsession. Falls das so nicht in Orndung geht, bitte bescheid geben, dann muss ich es halt wieder wegnehmen.

Die Grundidee für den Bereich Radeklint ist, den Durchbruch der Celler Straße zurück zunehmen, und so die alte Stadteinfahrt wieder herzustellen. Mein Gedanke war dazu, die alten Straßen in einen Kreisverkehr umzubauen.
Ich weiß, dass ist sicher zunächst spinnernd, aber ich bin von dem Gedanken ganz angetan. Zurücknehmen kann man ja immer noch.

Legende:
A - auf dem Gebiet des jetzigen Durchbruchs können neue Gebäude entstehen (rot), welche sowohl von der einen als auch der anderen Seite Blickpunkte bei der Zufahrt auf den Kreisverkehr setzen. Das östliche davon kann als Gegenpol zum Neustadtrathaus fungieren, sozusagen als Startpunkt eines Innenstadt"boulvards". Das Ende eines solchen wäre für mich allerdings der Hagenmarkt. Das Neustadtrathaus diente dann als Zwischenpol (-lenker)

Interessant finde ich, dass bei der Südumfahrt durch das alte Petritor sich eine direkte Sichtbeziehung zu St. Petri (wieder) ergeben würde.

B - Am liebsten die bestehende Bebauung beiseite nehmen... aber nun... die Petrikirche wird mit Hilfe der an den alten Durchbruch zum Radeklint erinnerndem Fußgänger passage an die Lange Straße angeschlossen, bleibt aber als Baukörper ansonsten durch eine Randbebauung, eher höher statt flach, eigenständig.

a - eine Neubebauung wäre an der Langenstraße hoch mit Eckbetonung, nach süden hin, in Beziehung zum Platz -d- aber abgestaffelt oder so, so dass eine offenere Sichtbeziehung bleibt.

Den Kirchplatz wird steinern gestaltet, evtl. mit einem Torgang zur Ecke Gördelinger hin.

C - um das Gebiet, um das es hier im Genaueren geht. Der Platz -d- wird wie von Dvorak beschrieben, (wieder) hergestellt. Die Passagen habe ich mit Blickachsen übernommen. Die Baukörper -c- schließen sich bei mir nur enger und massiver, also für mich nicht so, wie Dvorak es beschreibt, um den Platz herum. Zur langen Straße hin massiv in Anlehnung an die anderen Bauten an dieser Straße. Die Passagen könnten offen sein, und somit die Baumasse in einzelne Gebäude teilen. Oder aber als Glaspassagen als Teil eines großen Gebäudes gebaut werden... ??? In Anlehnung an das zu erhaltenen Gebäude könnte ich mir durchaus Backsteinvarianten vorstellen, die durch großzügige Glaseinbauten aufgelockert werden...???

b - das denkmalgeschützte Bibliotheksbebäude. Richtig?

das obere C (well..) - Die Turnhalle sollte weg, glaube, das auch das in der Agenda von Ackes erwähnt wird. Somit würde ein neues Baugebiet für kleinparzellige Bebauung frei. Handel und Wohnmischnutzung wie im Riegel zur Langen Straße hin. Um in diese tote Ecke Leben hinein zu bekommen, wird der Parkplatz (gelb) zu einem Vorplatz oder so... vielleicht auch als Spielplatz ausgewiesen. Es gab doch früher dort in der Nähe auch einen Platz zwischen den alten Straßenverläufen.

e - der neue Radeklint-PLATZ. Im Grunde kann man sich das so denken wie den Bohlweg und die Georg-Eckert-Kreuzung heute. Den Platz lasse ich weit in die Langestraße einfallen, damit die Fußgängerpassagen einfließen können und so Fußgängern die Sichtbeziehungen (die rosa Linien) erfahrbar werden können.
Der blaube Strich soll den Mühlengraben darstellen, den man evtl. dann offenlegen könnte. Da ließe sich zusammen mit dem Neubau doch sicher ganz attraktive Gestaltungen verwirklichen...???

So... das war's.
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