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Alt 06.04.12, 21:27   #121
Silesia
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Silesia genießt höchstes AnsehenSilesia genießt höchstes AnsehenSilesia genießt höchstes AnsehenSilesia genießt höchstes AnsehenSilesia genießt höchstes AnsehenSilesia genießt höchstes AnsehenSilesia genießt höchstes AnsehenSilesia genießt höchstes AnsehenSilesia genießt höchstes AnsehenSilesia genießt höchstes AnsehenSilesia genießt höchstes Ansehen
update 06.04.2012

Nur noch Schutt und Asche um die Hospitalkirche herum. Während S21 so im Fokus steht, und die Blockierer und Verzögerer volends einvernimmt, bleibt genug Zeit in aller Ruhe die halbe Stadt abzureissen Aber was solls, wieviel kann man auf dem Radar schon haben, bei dem Horizont...






Und hier das (künstliche) Streitobjekt. Was für ein Prachtstück...




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Alt 06.04.12, 23:56   #122
Saxonia
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Saxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz sein
Man sollte die Kirche auch noch abreissen. Das weckt nur Erwartungen die in diesem Viertel scheinbar brutalst enttäuscht werden. Immerhin scheint es dich zu beglücken.
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Alt 11.04.12, 13:48   #123
hans.maulwurf
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http://www.stuttgarter-zeitung.de/in...9e806c7ed.html

Neuigkeiten zum Thema Wengerterhaus: Unternehmer Peter Seydelmann setzt sich für das Häusle ein, will in Kontakt zum Eigentümer treten, evtl. das Haus "retten".
Auch die Stadt sucht den Kontakt zum Eigentümer.
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Alt 11.04.12, 18:39   #124
gehring
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Das Wengerterhaus ist absolut erhaltenswert. Wart ihr schon mal im Keller? Das ist was ganz Besonderes. Soll sich der Herr Kelsch was schämen!
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Alt 11.04.12, 21:46   #125
Wagahai
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Wagahai genießt höchstes AnsehenWagahai genießt höchstes AnsehenWagahai genießt höchstes AnsehenWagahai genießt höchstes AnsehenWagahai genießt höchstes AnsehenWagahai genießt höchstes AnsehenWagahai genießt höchstes AnsehenWagahai genießt höchstes AnsehenWagahai genießt höchstes AnsehenWagahai genießt höchstes AnsehenWagahai genießt höchstes Ansehen
Wenn ein Bau äußerlich offenkundig belanglos ist, wird eben plötzlich das Innere oder gar der Keller zum Weltkulturerbekandidaten erhoben. Kommt mir das irgendwie bekannt vor? Ach ja, Da Vinci. Beim Bonatzbahnhof ähnliches Schema. Hauptsache irgendwie etwas Neues verhindern.

Wenn sich tatsächlich ein schräger Vogel findet, der ein bisschen zu viel Geld übrig hat, soll er das Häuschen gerne in seinen Vorgarten stellen. Ansonsten sollte er uns mit seinem verqueren Sendungsbewusstsein bitte verschonen.
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一犬影に吠ゆれば百犬声に吠ゆ。 (Ikken kage ni hoyureba hyakken koe ni hoyu)
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Alt 12.04.12, 00:08   #126
RMA
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RMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle Zukunft
Ich frage mich, wie ein Vertreter der Administration eines Architekturforums ernsthaft so einen Ansammlung von Unsachlichkeit von sich geben kann. Aber der Reihe nach:

- Ob das Äußere belanglos ist oder nicht, spielt überhaupt keine Rolle in Bezug auf den wie auch immer gearteten (Erhaltungs-)Wert. Ein Großteil von Baden-Württemberg wäre belanglos, wenn man nach dem Äußeren geht, da gerade dort ein Großteil der vorgründerzeitlichen Altbauten verputzt und optisch zunächst einmal wenig ansprechend sind. Unsaniert wie hier erst recht.

- Nichts wird zum Weltkulturerbe erhoben. Was soll diese rhetorische Übersteigerung? Es geht um Denkmalschutz und ob das Gebäude aus dieser Sicht, also als Zeugnis für die Architektur einer bestimmten Epoche in einer bestimmten Region erhaltenswert ist. Danach sieht es für mich im Stuttgart des Jahres 2012 doch sehr aus.

- Was wird denn neues verhindert? Etwas, was Stuttgart zum Weltkulturerbe verhilft? Oder etwas, was es noch gesichtsloser macht, als es wirklich schon ist? Glaubst du, glaubt tatsächlich irgendein Mensch ernsthaft daran, dass der Abriss des Hauses diesem Viertel oder gar der Stadt irgendwie hilft?

- Und zu guter Letzt, wirklich ganz großes Kino, einen der wenigen Mäzenaten, die es in unserem Land gibt, und sich für Architektur, in welcher Form auch immer engagieren, als „schrägen Vogel“, „verquer“ und mit vermeintlichem Geltungsdrang behaftet zu beleidigen.
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Alt 12.04.12, 08:13   #127
hans.maulwurf
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ein seltsamer Geist weht durch Stuttgarts Gassen...das "A" in "DAF" steht in dieser Stadt definitv für "Abbruch" und das "F" für "Freu(n)de".

Bevor hier sofort die "S21-Verhinderer" - Keule ausgepackt und wild um sich geschlagen wird wäre doch mal folgendes interessant:
  • wie sehen die Entwürfe für den Neubau aus, der da "verhindert" werden soll
  • wie sieht das Fachwerk unter der Fassade aus
Sollte ist das Haus im sanierten Zustand in der Lage sein, bei entsprechender Gestaltung des Umfeldes für so etwas wie Aufenthaltsqualität zu sorgen? Das hätte die Ecke wirklich bitter nötig.

Die Stuttgarter werden, weil mal über eine andere Lösung als die Schaffung eines neuen Betonblocks nachgedacht wird, nicht gleich ins Mittelalter zurückversetzt, genausowenig wie Abbruch von Vorkriegssubstanz und Ersetzen durch Neubauten automatisch für Wohlstand oder gar Metropolenflair sorgt.
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Alt 12.04.12, 09:07   #128
madmind
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madmind ist jedem bekannt und beliebtmadmind ist jedem bekannt und beliebtmadmind ist jedem bekannt und beliebtmadmind ist jedem bekannt und beliebtmadmind ist jedem bekannt und beliebtmadmind ist jedem bekannt und beliebtmadmind ist jedem bekannt und beliebt
Ich finde das ganze Gezeter schon ziemlich fragwürdig bis witzig. Das vergammelt das Häuschen über Jahre und Jahrzehnte. Denkmalgeschützt ist es auch schon seit vielen Jahren nicht mehr. Grund: zu wenig historische Bausubstanz. Wirklich eingehend geprüft hat das keiner, selbst das Alter ist nicht bekannt. Dass viel Historisches noch vorhanden ist darf aber bezweifelt werden. Und in den Denkmalschutz ist der Bau damals anscheinend sowieso nur aufgrund einer reinen Sichtprüfung von Außen gekommen.

Interessiert hat der ganze Prozess und der Zustand fast keinen.

Doch jetzt, wo der Besitzer den Bau abreissen will, da springen plötzlich die Leute aus allen Ecken des Landes herbei, schreien "Nein", und kommen im besten aktionistischen Hauruckverfahren mit Ideen, Wünschen oder Forderungen.

Wie wäre es eigentlich, wenn man in Zukunft so etwas proaktiver angehen könnte, anstatt immer in der letzten Sekunde angerannt zu kommen? Denkmalschutz hin oder her, das Alter des Gebäudes hin oder her, hier haben viele großen Bockmist gebaut, aber es ist garantiert nicht der Besitzer gewesen. Und sorry, alleine schon deswegen sollte man das Gebäude (und auch das Hotel Silber) als warnendes Symbol abreissen (oder gerne auch versetzen), damit so ein Chaos in Zukunft nicht mehr passiert.

@hans.maulwurf:
Nein, das Gebäude allein kann die Aufenthaltsqualität des Viertels und der Straße nicht im Geringsten anheben. Schau dir einfach mal das Bild weiter oben an. Ich würde da radikal alles abreißen und von vorne anfangen.
Und ich würde - welch Schock - beim Neubau tatsächlich das von dir so verhasste Baumaterial Beton verwenden. Wenn ich ganz dreckig drauf wäre, dann würde ich sogar noch Glas verwenden (Fenster müssen ja sein). Beim Stahl wäre ich mir dann allerdings doch nicht so ganz sicher, weil ich befürchten müsste, dann von mit Fackeln und Mistgabeln bewaffneten Bürgern aus der Stadt gejagt zu werden. Insofern würde die Garantie nur zwei Wochen betragen, da Beton ohne ein Stahlgeflecht im Inneren nicht so stabil ist.
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Alt 12.04.12, 09:27   #129
Jurist
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Jurist sitzt schon auf dem ersten Ast
http://m.stuttgarter-zeitung.de/inha...b8bc09715.html

Also, ich verstehe die Welt nicht mehr. Im Ausgangsartikel der Stuttgarter-Zeitung ist doch alles dargestellt.

Das Gebäude ist gerade nicht vom Denkmalschutz erfasst. Die Begutachtung brachte die Erkenntnis, dass von einem Verlust von mindestens 70 Prozent der originalen Bausubstanz auszugehen ist. Das Gebäude ist mithin nicht erhaltenswert.

Die Denkmalschutzvorschriften des Staates stellen doch einen gewaltigen Eingriff in die Rechte des Eigentümers dar und können deshalb nicht nach Lust und Laune angewandt werden. Zudem ist das Denkmalschutzamt gerade nicht für die Stadbildpflege zuständig.*

Es ist insgesamt ärgerlich, dass den zuständigen Behörden immer öfter keinerlei Kompetenz zugebilligt wird und stattdessen mit laienhaften Argumenten Unvertretbares verteidigt wird!*In diesem Kontext ist es durchaus angemessen die Beteiligten als Querköpfe zu bezeichnen.

RMA ärgert sich hier über Unsachlichkeiten, bezeichnet im selben Beitrag aber alle neue Architektur als gesichtlos und ermisst die bestehende Bebauung pauschal als vorrangig erhaltenswert.*
Das ist schon unfreiwillig komisch.
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Alt 12.04.12, 10:06   #130
hans.maulwurf
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@madmind: Beton ist ein wunderbarer Baustoff. Es kommt halt darauf an was man damit macht. In Stuttgart leider i.d.R. zu wenig, und ich kann mir wirklich nicht vorstellen dass genau an dieser Stelle Sensationelles entstehen wird.
Mit Umfeld meinte ich den etwas heruntergekommenen Büro-Anbau, dem garantiert keiner nachtrauert und dem Eigentümer macht eigentlich auch keiner Vorwürfe. In sofern ist doch alle Aufregung umsonst...

Trotz allem wäre doch interessant zu wissen wie das Fachwerk drunter aussieht (bzw. ausgesehen hat) und was an dieser Stelle vorgesehen ist, bevor man gleich denn Abrissbagger herbeisehnt, oder nicht?

Das eine Metropole ein paar kleine Fachwerkshäuschen im Zentrum vertragen kann zeigt meine neue Heimat (nach über zwanzig Jahren Stuttgart von Geburt an, deshalb interessiert mich auch nach wie vor was in S passiert) Frankfurt in eindrucksvoller Weise.

Nachtrag: selbst in seiner jetzigen Form ruft das Häuschen beim zufälligen Vorbeilaufen bei meinen Gästen Überraschung hervor, und das ohne explizit daraufhin zu weisen.
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Geändert von hans.maulwurf (12.04.12 um 10:22 Uhr)
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Alt 12.04.12, 11:04   #131
RMA
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RMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle Zukunft
Zitat:
Zitat von Jurist Beitrag anzeigen
RMA ärgert sich hier über Unsachlichkeiten, bezeichnet im selben Beitrag aber alle neue Architektur als gesichtlos und ermisst die bestehende Bebauung pauschal als vorrangig erhaltenswert.*
Das ist schon unfreiwillig komisch.
Wo schreibe ich denn, dass ich „alle neue Architektur“ als gesichtslos betrachte? Es ist ja wohl mehr als eindeutig, dass es bei der genannten Abwägung einzig um den konkreten Fall geht. Unfreiwillig komisch finde ich eher, dass jemand, der sich als Jurist bezeichnet, offenbar noch nicht mal richtig lesen kann, und daraus dann Vorwürfe bastelt.

Allerdings muss ich madmind zustimmen, wieso muss es erst soweit kommen, gerade in Stuttgart, bis wieder eine breite Öffentlichkeit darauf aufmerksam wird? Primär ist daran natürlich der in der Ära Teufel wirtschaftsfreundlich ausgehöhlte Denkmalschutz an sich Schuld, der in BW mittlerweile auf das Niveau eines Kleingärtnervereins reduziert ist. Ich bin allerdings nicht der Ansicht, dass man es nun der Öffentlichkeit vorwerfen kann, diese Rolle aufgrund der politisch gewollten Schrumpfung der eigentlichen Instanz nicht übernehmen zu wollen.

Des Weiteren sollte man auch genau lesen: das Gutachten, das von einem Verlust von 70 Prozent der Substanz ausgeht (übrigens ein feines Wort, so unverbindlich), wurde vom Hausbesitzer in Auftrag gegeben. Selbst wenn man mal davon ausgeht, dass bei der Begutachtung nicht auf, vorsichtig ausgedrückt, Befindlichkeiten des Hausbesitzers eingegangen wurde, ist auch die Frage zu stellen, wie groß der finanzielle Rahmen war, der zur Verfügung gestellt wurde.

Die bis jetzt geläufigen Datierungen deuten auf ein oberflächliches Gutachten hin. Hätte man chemische Analysen, C14-Untersuchungen sowie Dendrobohrungen vorgenommen, lägen wesentlich genauere Daten vor. Somit scheint eher eine oberflächliche Begutachtung von ohnehin freiliegendem Mauerwerk und Bauteilen, seiner Technik sowie der Holzverbindungen vorgenommen worden zu sein. Mein Vorschlag zur Güte wäre daher ein zweites Gutachten von einem unabhängigen Institut.
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Geändert von RMA (12.04.12 um 16:23 Uhr)
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Alt 12.04.12, 11:45   #132
Hans Dampf
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@madmind: Wie kommst du darauf, dass in einem historischen Gebäude nicht mehr viel Historisches vorhanden ist? Oder anders gefragt, wann beginnt denn die Historie? Und super, du willst das ohnehin schon in vielen Ecken hässliche Stuttgart also noch hässlicher machen, indem du dort mal wieder einen modern-belanglosen Komplex hinstellst. Wie lange dauert es denn noch, bis die Stadt völlig verunstaltet ist?

Ich könnte mich dann mit einer Versetzung des Gebäudes zufrieden geben, wenn man sich wenigstens dazu durchringen würde, zwischen Marktplatz und Stiftskirche bedeutende historische Häuser zu rekonstruieren. Aber zu dieser großzügigen Geste zu Gunsten der Bürger dieser Stadt wird selbige wohl kaum fähig sein...

Die Unzulänglichkeiten des baden-württ. Denkmalschutzes im Hinblick auf die Stadtbildpflege wurden hier ja bereits angesprochen. Ein Fall für den Gesetzgeber. Aber der ist ja gerade mit der Renovierung seiner grässlichen braunen Hütte im Schlossgarten beschäftigt...
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Alt 12.04.12, 11:47   #133
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@RMA
Ich bitte um Verzeihung. Du hast es nicht ausdrücklich geschrieben, es entstand bei mir lediglich der Eindruck.

Du hast schon Recht, eine erneute Begutachtung könnte wohl zur Befriedung beitragen.
Aber wer kann das? Wem wird da geglaubt?

Meine zugegebenermaßen gereizte Antwort ist Ausdruck des Unverständnisses darüber, wie mit Verwaltungsakten in letzter Zeit umgegangen wird.
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Alt 12.04.12, 16:31   #134
madmind
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Zitat:
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@madmind: Wie kommst du darauf, dass in einem historischen Gebäude nicht mehr viel Historisches vorhanden ist?
Für jemand, der sich um den Bestand Stuttgarts so massig sorgen macht, liest du die Zeitungsartikel aber überraschend oberflächlich. Guckst du hier: "Dabei habe sich herausgestellt, dass 70 bis 80 Prozent der Substanz nicht mehr original seien". (Quelle). Natürlich meckert einer, dass das Gutachten nicht stimme und so weiter und so fort. Aber das Denkmalamt hat damals eben nichts mehr unternommen. Und auch darauf habe ich mich auch bezogen. Besonderes Schmankerl: Der Denkmalschutz wurde ursprünglich allein aufgrund einer Besichtigung von Außen genehmigt (= Neubau im alten Stil? Sofort Denkmalschutz!).

Zitat:
Zitat von Hans Dampf Beitrag anzeigen
Und super, du willst das ohnehin schon in vielen Ecken hässliche Stuttgart also noch hässlicher machen, indem du dort mal wieder einen modern-belanglosen Komplex hinstellst. Wie lange dauert es denn noch, bis die Stadt völlig verunstaltet ist?
Gib mir 15 Jahre. In der Zwischenzeit könntest du dann nach einer Wohnung in Dresden, Paris oder irgendeiner anderen Stadt suchen, in der die historische Bausubstanz erhalten geblieben ist. Ich würde jedenfalls garantiert nicht anfangen, Dir zuliebe irgendwelche Fachwerksimitate hinzustellen.

Zitat:
Zitat von Hans Dampf Beitrag anzeigen
Ich könnte mich dann mit einer Versetzung des Gebäudes zufrieden geben, wenn man sich wenigstens dazu durchringen würde, zwischen Marktplatz und Stiftskirche bedeutende historische Häuser zu rekonstruieren. Aber zu dieser großzügigen Geste zu Gunsten der Bürger dieser Stadt wird selbige wohl kaum fähig sein...
Sprichst du jetzt auf einmal für alle Bürger dieser Stadt? Welche historisch bedeutsamen Gebäude meinst du? Wie soll das gehen, wenn viele Flächen und Gebäude wohl nicht der Stadt gehören? Enteignung? Wer soll das bezahlen? Und wie soll das Ganze eigentlich in unseren Zeiten funktionieren, in denen auch architektonisch alles bis ins kleinste vorgeschrieben und geregelt ist?

Aber gut, diese Diskussion gehört vermutlich in den Strang Grundsatzdiskussion alt/modern.
madmind ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.04.12, 16:56   #135
Hans Dampf
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^ Keine Sorge, Oberflächlichkeit liegt bei mir nicht unbedingt vor, auch nicht beim Lesen. Wie du aus meiner kritischen Fragestellung entnehmen kannst, habe ich Probleme mit deiner fehlerhaften Subsumtion. Das Gutachten (die Frage nach dessen Richtigkeit mal außen vor gelassen) beantwortet nur die Frage der "Originalität" nicht die Frage, was ist "historisch". Und aus diesem Grunde mein berechtigter Einwand, dass diese Eigenschaft einfach vorliegt und zwar ganz unabhängig von der Denkmalwürde.

Nichts für ungut, aber wie wäre es, wenn die Modernistenschaft mal ein wenig Kompromissbereitschaft zeigen würde? Ich verurteile auch nicht jedes moderne Gebäude per se, weil es durchaus gelungene Beispiele gibt. Es gibt genug Flächen, auf denen sich die Architektenschaft ausleben kann, mit S21 kommt jetzt noch eine weitere gigantische Spielwiese hinzu. Dann sollte man doch in der Lage zu einer großzügigen Geste sein... Ich weiß, viel zu viel verlangt.

Selbstverständlich kann ich nur für mich sprechen, aber ich bin kaum allein mit dieser Meinung. Enteignen wird schwierig (wobei das bei S21 auch ein probates Mittel war), kaufen wäre die bessere Option oder sich mit den Eigentümern zusammen zu setzen und die baurechtlichen Rahmenbedingungen (Bebauungsplan) schaffen. Und sind wir ein reiches Bundesland oder sind wir keines? Vorschreiben kann man übrigens vieles in Architektenwettbewerben; auch Fachwerkfassaden.
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