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Alt 12.01.17, 14:08   #91
Tomov
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^Ich meinte einfach nur die rote Steinfassade stehen lassen quasi als Hülle und direkt dahinter das neue Gebäude, das sich unten natürlich durch die Gliederung der alten Fassade dieser anpasst und nach oben weil es ja wohl höher werden soll Spielraum für eine eigene, totalverglaste Fassade oder was auch immer hat.
Leider ist der entscheidende Aspekt der des Fassadenrasters. Hier entscheidet sich, wie sich die Räume nutzen lassen. Essenziell ist hier eine Wandanschlussmöglichkeit im Fassadenraster von 1,25 m.
Wen's interessiert, der kann es hier nachlesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Flächenwirtschaftlichkeit

Dieser Kalkulation ist die Architektur unterworfen.

(Daher kommt auch die hier oft kritisierte 'Schießschartenarchitektur'. Die Bauherren lassen den Architekten leider wenig Wahl. Entweder Vollverglasung oder Schießscharte.)

Hier scheint ein wichtiger Grund jedoch auch die Tageslichtversorgungsquote pro Arbeitsplatz gewesen zu sein. Beides ist wichtig.
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Alt 12.01.17, 14:09   #92
Camondo
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^ Wie auch immer um zu verdeutlichen was ich meinte, es könnte so aussehen. eben was photogeshoppt. eine Vermählung von GKB und Westhafen Turm in FFM. :-) Nur eine Impression.



grafik . artwork by camondo
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„Alles Alte, soweit es Anspruch darauf hat, sollen wir lieben, aber für das Neue sollen wir recht eigentlich leben“.
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Alt 12.01.17, 14:18   #93
Architektur-Fan
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^ Danke für deine Mühe, Camondo. Und auch danke an Tomov für den Link zur Flächenwirtschaftlichkeit.

Ich fände eine solche Lösung gut, würde aber vermutlich auch zu einer Kostensteigerung führen. Weiß vielleicht jemand, der fachkundig ist, welche finanzielle Zusatzbelastung eine solche Umsetzung für den Investor zur Folge hätte? Anders formuliert: Könnte ein Investor es so umsetzen, ohne daß er abwinken muss, weil es zu teuer wird?

Geändert von Architektur-Fan (12.01.17 um 14:36 Uhr)
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Alt 12.01.17, 17:20   #94
Theseus532
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Ich denke diese Vermischung würde ein Kompromiss der schlechtesten Sorte sein. Aber das sieht jeder so wie er will

Ich persönlich würde den Abriss nicht bedauern, wenn etwas Ansehnliches oder Hochwertiges gebaut würde, es hat aber eher den Anschein dass einfach nur das Maximum an Fläche herausgepresst werden muss und dementsprechend wirkt der neue Entwurf auch. Es geht nur ums Geld.

Ich frage mich auch, weil es wieder angesprochen wurde, es dauere in Berlin drei Jahre um einen möglichen Bescheid über eine geänderte Bauhöhe zu bekommen und das schrecke viel Investoren ab sich darauf einzulassen.

Ist das normal, dass das solange dauert oder könnte man so etwas nicht in einem Jahr hinbekommen, ich verstehe das nicht, bin allerdings auch nicht vom Fach. Aber einerseits, wollen alle Hochhäuser, selbst die Bezirke machen sich mitunter dafür stark aber andererseits scheitert es einfach daran dass Bebauungspläne eine halbe Ewigkeit dauern, bis sie geändert werden. können.
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Alt 12.01.17, 19:07   #95
Konstantin
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Konstantin hat eine wundervolle ZukunftKonstantin hat eine wundervolle ZukunftKonstantin hat eine wundervolle ZukunftKonstantin hat eine wundervolle ZukunftKonstantin hat eine wundervolle ZukunftKonstantin hat eine wundervolle ZukunftKonstantin hat eine wundervolle ZukunftKonstantin hat eine wundervolle ZukunftKonstantin hat eine wundervolle ZukunftKonstantin hat eine wundervolle ZukunftKonstantin hat eine wundervolle Zukunft
Das ist der Zug der Zeit: der maximale Kubus wird definiert und dann ein Designer geholt, der das ganze als Architektur tarnt. Wenn an diese Stelle ein Hochhaus mit 60 Meter gebaut werden kann, warum dann nicht an jeder anderen Ecke?
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Alt 12.01.17, 20:36   #96
TowerMaranhão
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Zitat:
Zitat von Batō Beitrag anzeigen
Da kann man dann nicht einfach die Fassade stehen lassen und den hinteren Bau abreißen da die Fassadenteile nicht tragend sind. Ergo Fassade abhängen, Rohbau abreißen, Neubau errichten und die alten Fassadenteile wieder vorhängen. Da der Neubau aber eine andere Form haben wird wäre das auch nicht so ohne Weiteres möglich gewesen.
Ich lese ständig: nicht möglich, zu teuer, blablabla. Wenn das stimmte, gäbe es heute keine historischen Städte wie Paris mehr. Dort ist es doch offensichtlich möglich, bestehende Gebäude wiederzuverwenden oder umzubauen. Man akzeptiert einfach den Wert der Architektur und arrangiert sich mit den Herausforderungen. Klar, es bedeutet höhere Kosten, aber irgendwie scheint das doch zu funktionieren, jedenfalls sieht Paris immernoch aus wie Paris und es gehen nicht reihenweise Unternehmen an den Kosten zugrunde. Gibt es keine eindeutig denkmalwürdige Fassade, fällt das Stadtbild-Argument jedoch plötzlich komplett weg und der Investor darf sein Gebäude ganz und gar auf Effizienz trimmen, auf Kosten des Stadtbildes. Ich weigere mich einfach, dieser Logik zu folgen und bezweifle ihre Alternativlosigkeit. In diesem Fall handelt es sich um eine moderne Vorhangfassade und da soll es nicht möglich sein, diese relativ kostengünstig wieder vorzuhängen? Die grobe Kubatur im unteren Bereich wiederaufzunehmen, ist dem Investor auch nicht zuzumuten? Dann soll er wenigstens einen anständigen Entwurf präsentieren, bzw., wenn das Gebäude so gar nichts für ihn ist, einfach die Finger davon lassen und sich etwas anderes suchen. Sicherlich gibt es auch Interessenten, denen die Raumaufteilung zusagt.

Geändert von TowerMaranhão (12.01.17 um 20:52 Uhr)
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Alt 13.01.17, 07:44   #97
Batō
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^
Ich habe geschrieben "nicht ohne Weiteres" was nicht heißt, dass es nicht möglich ist (richtig lesen). Bei der jetztigen Planung wird halt ein vom EG bis zur Traufe einheitliches Fassadensystem mit gleichgroßen Fenstern, normiertem Befestigungssystem und Material verwendet. Das kann kostengünstig in Massenanfertigung produziert werden. Nutzt du die Fassadenteile des Vorgängers wirst du einen Teil des neuen Fassadensystems an den alten Fassadenteilen ausrichten müssen. Zudem werden die alten Fassadenteile ein abgeändertes Befestigungssystem benötigen. Wahrscheinlich werden Handwerker hier und da ein paar Anpassungsarbeiten an den Fassadenteilen machen müssen und die Anbringung wird wahrscheinlich zeitintensiver sein, der Bau später fertig, Mieter ziehen später ein, zahlen später Miete...etc.

Für den aktuellen Investor Barings war der Erhalt des Bestands aber nie eine Option. Der hat einfach ein bereits vorentwickeltes Projekt mit Baugenehmigung gekauft. Barings hat ggü. seinen Anlegern den klaren Auftrag ihr Geld gewinnbringend anzulegen und zu mehren. Architektonisch greift man dann eben auf eine einfache Lösung zurück die dennoch modern daherkommt.

@camondo
Lustige Idee mit dem Gerippten. Besonders gut gefällt mir das mit dem Aufbau aber nicht. Der jetztige Bau hat eh schon mit seinen Proportionen zu kämpfen und wirkt etwas füllig. Mit dem Aufbau werden die Dimensionen entgültig gesprengt. Würde man den Bau revitalisieren wären 1-2 Staffelgeschosses imho das Maximum der Gefühle.
Der Grüntuch-Entwurf kommt halt mehr über die Form, die Knicke im Baukörper betonen ihn zusätzlich und geben ihm mehr Kontur. Bei den Abmaßen nicht undbedingt die schlechteste Lösung auch wenn die Fassadengestaltung 0815 ist.

Zitat:
Wenn an diese Stelle ein Hochhaus mit 60 Meter gebaut werden kann, warum dann nicht an jeder anderen Ecke?
Wäre in der Tat mal interessant zu wissen was durch den alten Baunutzungsplan am Kudamm alles so möglich ist.
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Alt 13.01.17, 12:05   #98
Rainer Tee
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Zitat:
Zitat von Batō Beitrag anzeigen
^
Barings hat ggü. seinen Anlegern den klaren Auftrag ihr Geld gewinnbringend anzulegen und zu mehren. Architektonisch greift man dann eben auf eine einfache Lösung zurück...
Das ist leider bei den meisten Bauvorhaben so und sollte mal hervorgehoben werden.

Die Gestaltung des geplanten Neubaus ist für mich mehr als langweilig. Das einzige Interessante sind Spiegelungen von anderen Dingen in der monotonen Glasfassade. Ich hoffe dass nicht die ganze City West so in ein paar Jahren aussieht.

Geändert von Rainer Tee (13.01.17 um 12:22 Uhr)
Rainer Tee ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.01.17, 12:19   #99
TwistedRoad
 
Beiträge: n/a
Natürlich sind die Hauptachsen der City West auf dem Wege der gewinnmaximierten Durchschnittsstreamline Einkaufswelt wie es mittlerweile jedem deutschen Innenstadtzentrum blüht: 99% Filialisten da sich einzelne privat geführte Unternehmen die Mieten nicht leisten können, etc etc. Individualität findet sich nur in. z.B. der Mommsen , Uhland oder Fasanenstrasse...

Der Ankermieter des Zoom wird Primark ... noch Fragen???

Aber Hauptsache die Investorenwünsche werden bedient. Es geht nicht um "böse" oder "gute" Investoren sondern um das System. Aber da ja einige Sparer auch in Immobilienfonds anlegen wird ein solches Gebäude immerhin den Zusatz zur Rente einiger Anleger sichern :-)
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Alt 27.01.17, 09:07   #100
Batō
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Der Projektentwickler hat einen Onepager mit diversen Infos und neuen Visus zum Projekt online gestellt.
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Alt 16.08.17, 11:41   #101
RianMa
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Die Arbeiten an der Fassade machen deutlich, dass hier bald der Abriss beginnen wird. Soweit ich es erkennen konnte, wurde ein Großteil der vorgehängten Fassadenplatten bereits demontiert.

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Alle Fotographien sind generell durch mich aufgenommen und bei Gebrauch mit ©RianMa zu kennzeichnen. Danke.
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