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Alt 16.07.08, 07:42   #46
Fabio
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Entschnörkelung des Grillo-Theaters

Hallo Philip,
vielen Dank für Dein Lob!
Die Entschnörkelung des Grillo-Theaters entsprach wohl dem damaligen Geschmack und Zeitgeist der 50er-Jahre. Nach den beiden verlorenen Weltkriegen wurde die wilheminische Architektur wohl als Ausdruck peinlicher Großmannssucht empfunden.
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Alt 21.07.08, 17:18   #47
Turmbauer
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Lieber @Fabio, ich sage nur genial. Da glänzen einem glatt die Augen. Die Bilder sind mal wieder sehr gut geworden.

Verfügst Du eigentlich über ein Portal, wo Du die Bilder abgespeichert hast und erlaubst Du ggf. ein Herunterladen?
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Alt 21.07.08, 22:54   #48
Fabio
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Hallo Turmbauer,
vielen Dank für Dein Lob! Du kannst die Bilder einfach mit mit der rechten Maustaste anklicken und mit "Bild speichern unter..." herunterladen.
Wirklich tolle Fotos von Essen findet man bei www.fotocommunity.de und www.flickr.com.

Zur Zeit bereite ich meinen nächsten Beitrag über den Kennedyplatz und den Salzmarkt vor.
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Alt 25.07.08, 22:11   #49
Fabio
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Luftbild vom Essener Bankenviertel aus den 1930er-Jahren


Bild: Die Entstehungsgeschichte der Grauen Architektur (PDF-Datei, Seite 11)

Der heutige Hirschlandplatz war um 1935 noch bebaut:
  • Mitte: Haus am Theaterplatz (Sparkasse, Möbelhaus Kramm) und Grillo-Theater, darüber das Deutschlandhaus.
  • Links unten: Eick-Haus mit Derendorf-Haus (Eckhaus Kettwiger Str. / Kapuzinergasse) und Steinhaus.
  • Links mittig: Lindenallee mit Commerzbank (Rheinische Bank), Hotel Kaiserhof und Deutsche Bank (Essener Credit-Anstalt).
  • Oben mittig: Villa Waldthausen, ab 1937 „Haus Heimat“. Heute befindet sich dort nur noch der Waldthausen-Park.
  • Rechts oben: Ev. Pauluskirche, nach dem Krieg wurde dort das Haus der Evangelischen Kirche errichtet (heute Kennedy-Tower).
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Alt 25.07.08, 22:40   #50
Cowboy
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Cowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes Ansehen
Hochinteressante und fundierte Dokumentationen, die Fabio uns hier regelmäßig zeigt. Eventuell bietet sich für sowas auch die Galerie an, weil dort erfahrungsgemäß mehr User zugreifen, die Essen überhaupt nicht kennen (so wie ich z.B.).

Beim Umbau des Grillo-Theaters von "Entschnörkelung" zu sprechen, ist natürlich Euphemismus pur. Derweil gab es bereits in den Zwanziger Jahren hier und da Entschnörkelungen (besser: Entstuckungen), weil die überladene wilhelminsche Ära in der Weimarer Republik ebenso schon verpönt war. Aber irgendwie legte man da noch mehr Wert auf die Ästhetik als nach dem Krieg.
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Alt 26.07.08, 00:13   #51
dj tinitus
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dj tinitus ist einfach richtig nettdj tinitus ist einfach richtig nettdj tinitus ist einfach richtig nettdj tinitus ist einfach richtig nettdj tinitus ist einfach richtig nett
ja, na gut. es flammen ja ab und an diskussionen auf, dass der wiederaufbau in essen oder im ruhrpott allgemein nicht gerade glücklich verlaufen sei. wenn man das bild von fabio betrachtet, sieht man allerdings, dass das stadtbild auch vor dem krieg nicht besonders geschlossen, stimmig oder "schön" war. vielleicht kamen daher die bestrebungen, den wiederaufbau konsequent modern zu betreiben - um wenigstens mal irgend eine linie reinzubringen. in den 60ern war essen in relation zu anderen städten vermutlich attraktiver als heute. das sich diese nachkriegsmoderne so schnell überleben würde, ahnte damals sicher keiner. sonst wäre man sicher - u. a. mit dem grillo-theater - anders verfahren.
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Alt 28.07.08, 15:13   #52
Raskas
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Der konsequent modern gehaltene Wiederaufbau im Ruhrgebiet wie auch in Essen gründete sich weniger auf eine zeitgemäße Neustrukturierung der jeweiligen Städte - damit mal irgend eine Linie reingebracht wird -, vielmehr gab es gar keine andere Möglichkeit die Funktion des Ruhrgebietes als Rückgrat der Deutschen Wirtschaft möglichst schnell und möglichst effizient wiederherzustellen. Die Rekonstruktion historischer Architektur war damals sekundär und trat in den Hintergrund wohl auch weil es dem damligen Zeitgeist nicht entsprach. Diese mit dem "Wirtschaftswunder" zusammenhängende Entwicklung hielt bis weit in die 60iger Jahre an. Die zunehmende Bevölkerung ( Essen hatte 1962 730.000 Einwohner und war fünftgrößte Stadt Deutschlands ) musste mit Wohnraum versorgt werden da die vorhandenen Kapazitäten der historischen Stadtstrukturen bei weitem nicht mehr ausreichten. Von der kleinsten Plattenbausiedlung bist zur "Neuen Stadt Wulfen" gibt unzählige Beispiele wie diese Problematik mehr oder minder gut gelöst wurde.

Das im Umgang mit historischer Architektur bis in die heutige Zeit hinein viele Fehler gemacht wurden und auch werden steht außer Frage. Allerdings wehre ich mich dagegegen die Architektur der wilhelminische Zeit als obligatorisch anzusehen und das die Ästhetik mit dem Einzug der Moderne auf der Strecke blieb. Die oftmals kontrovers geführte Diskussion welcher Stil den nun "besser" ist würde deutlich an Schärfe verlieren und an Objektivität gewinnen wenn man erkennt das die wilhelminische oder Gründerzeit-Architketur und die daran anknüpfende Moderne Vorzüge und Nachteile enthalten und das sich die Moderne nicht unabhängig der vorangegangenen Stile entwickelt hat sondern auch Grundsätze und Leitgedanken übernommen hat.

@Fabio
Auch ein Lob von meiner Seite. Wirklich wunderbar ausgearbeitete Beiträge mit vielen Informationen. Auch die Fotomontagen sind super.

-upps, zeitgleicher Post Turmbauer
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Alt 28.07.08, 15:13   #53
Turmbauer
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Die Essener Altstadt entwickelte sich Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts unterschiedlich. Während man um den Hauptbahnhof herum und bis zum Burgplatz repräsentative Gebäude errichtete (dafür alte Häuser abriss) und damit wirtschaftliche Stärke sowie ein großstädtisches Bild vermitteln wollte, verbliebt der nördliche Teil der Alstadt mit seinen charakteristischen Schiefer- Fachwerkhäusern, bzw. mischten sich zu dieser Zeit immer mehr Gründerzeithäuser darunter. Die über 90prozentige Zerstörung war gerade in diesem Bereich eklatant und man kann sich vorstellen, dass es einfacher war, die weitaus massiveren und nicht so stark zerstörten Bank- und Hotelbauten zwischen Burgplatz und Handelshof wieder aufzubauen, als die kleinen in Trümmer liegenden Fachwerk- oder Gründerzeithäusern. Man schaue sich nur mal den schönen Kopstadtplatz mit dem Colosseum an. Dort war so gut wie nichts mehr übrig.

Für so Bauten wie das Blumhaus oder das Deutschlandhaus wurden Villen abgerissen oder man hat kleinere Bauten durch größere ersetzt, so geschehen beim Abriss und Neubau der Post am HBF. Später nach dem Krieg hat man ähnliche Fehler gemacht und den Kaiserhof und das Rathaus abgerissen. Richtig ist, dass dieser Häuser schon vor dem Kriege entstuckt wurden.
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Alt 28.07.08, 16:09   #54
Turmbauer
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#55

Ich muß @Cowboy aber in gewisser Weise Recht geben lieber @Raskas. Denn schon vor dem Kriege hat man damit begonnen, Gebäude ohne Schnörkel und mit einfachen Konturen zu errichten. Die Lichtburg, das Deuschland- und Stadtsparkassenhaus sowie die neue Post sind dafür ein Indiz. Im gleichen Zuge hat man Gründerzeithäuser wie den Handelshof, Essener Hof, Kaiserhof und das alte Rathaus so zusagen begradigt. Ich meine, ähnliches wäre auch mit dem Grillo-Theater passiert.

Es geht ja hier gar nicht um den Geschmack einzelner Forenschreiber sondern um den Zeitgeist, der damals herrschte und da war, so sehe ich es, schon eine Abgrenzung von wilhelminischer Sachlichkeit zur schnörkelreichen Gründerzeit zu erkennen.

Der Wiederaufbau im Ruhrgebiet war, wie Du es schon formuliertest, ein Sache der Wirtschaftlichkeit, weniger eine des Zeitgeistes. Man war sich seiner Position als einer d e r Wirtschaftsmotoren der neugegründeten BRD bewusst und deshalb musste es möglichst schnell gehen. Arbeitsplätze in Industrie und Handel sowie Wohnraum mußte her. Man plante großzügig und übersichtlich, setzte auf breite Strassen bzw. Plätze und ähnlich große Gebäude, wie die im Bankenviertel und am Hauptbahnhof stehenden. Man baute zerstörte Häuserblöcke erst gar nicht wieder auf. Als Beispiel hierfür gelten der spätere Gildenplatz (Kennedyplatz), der Porscheplatz oder die Bernestrasse zwischen Porscheplatz und Gildehof.

Übrigens favorisierte die damalige Essener Opposition einen Wiederaufbau der Altstadt, der aber kein Gehör fand. In Düsseldorf z.B. hat man dies besser gemacht. Die Sachlichkeit findet zwischen Berliner Allee und HBF statt und die Freunde einer Altstadt kommen auch auf ihre Kosten.
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Alt 28.07.08, 18:48   #55
Raskas
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Ich widerspreche Cowboy in diesem Punkt auch nicht. Ansätze von Enstuckungen hat es in der Tat auch schon vor dem 2. Weltkrieg gegeben. Auch die Anfänge der Moderne reichen bis in die 20iger Jahre (Bauhaus, Neue Sachlichkeit) zurück. Die damit einhergehende Ablehnung gegen die als "hässlich und mit Ornamenten überladen" empfundene Architektur manifestierte sich mit der Zeit und fand ihren Höhepunkt nach dem 2. Weltkrieg.

Das es in Essen nach dem 2.Weltkrieg kaum noch zu nenneswerten Enstuckungen kam lag an der Tatsache das ein Großteil der historischen Bebauung im Krieg zerstört wurde. Der Wiederaufbau erfolgte möglichst schnell und effizient im vorherrschenden Architekturstil der Moderne -autofreundlich, strukturiert, rentabel-.

Deshalb ist das heutige Erscheinungsbild Essens sowohl ein Produkt des effektiven und wirtschaftlichen Wiederaufbauens als auch des Zeitgeistes.

Geändert von Raskas (28.07.08 um 19:42 Uhr)
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Alt 29.07.08, 16:14   #56
Fabio
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Bauten am Kennedyplatz und Salzmarkt


Grafik: Fabio

Im Zentrum der Essener Altstadt entstand nach den Kriegszerstörungen (93%) auf dem ursprünglich bebauten Gelände der spätere Kennedyplatz (GoogleMaps). Die meisten Bauten am Kennedyplatz stammen aus den 1950er-Jahren. Das Amerika-Haus Ruhr steht unter Denkmalschutz.

1949 Ladenbauten
Die Stadtverwaltung errichtete 1949 eine provisorische Ladenstraße, um Verkaufsflächen für den Einzelhandel zu schaffen.


Ladenbauten 1952
Bild: Denkmalpfad


1951-1952 Amerika-Haus Ruhr – Europahaus - Kennedyhaus (Hermann Gehring)
Neben den Ladenbauten entstand 1952 das Amerika-Haus Ruhr als Geschenk der USA (Architekt: Hermann Gehrung, Fassadenreliefs: Herbert Lungwitz). Der Innenhof des U-förmigen Gebäudes war mit einer Terrasse und einer Gartenanlage nach einem Entwurf des Essener Gartenbaudirektors Schmidt gestaltet. Das Amerika-Haus Ruhr wurde am 22.02.1952, dem Geburtstag George Washingtons, eröffnet.


Amerika-Haus Ruhr um 1952
Bild: Denkmalpfad
Geschichte
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden von den amerikanischen Militärbehörden Leihbibliotheken (U.S. Information Centers - USICs) eingerichtet, die 1947 in Amerika-Häuser (PDF Amerika-Häuser - Kerstin Fickel) umbenannt wurden. Diese Einrichtungen sollten zur Demokratisierung und politischen Bildung der deutschen Bevölkerung dienen. Das erste Amerika-Haus wurde 1946 eröffnet, Anfang der 1950er-Jahre gab es 36 Häuser in Westdeutschland. Das Amerika-Haus Ruhr blieb das einzige Gebäude dieser Art im Ruhrgebiet.
Nach Abbruch des neugotischen Zindelschen Rathauses von 1885 diente das Amerika-Haus den Spitzen von Rat und Verwaltung von 1964 bis 1979 als provisorisches „Rathäuschen“. Von 1979 bis 1988 beherbergte es die Sammlung „Haus Industrieform“, die zuvor in der Alten Synagoge zu sehen war und heute im Design Zentrum NRW auf Zollverein aufgegangen ist. Danach war das Amerika-Haus gelegentlich ein Warenlager oder ein improvisierter Verkaufsladen. 1992 entwickelten die Gebrüder Stratmann das Konzept Europahaus, bestehend aus einem gastronomischem Betrieb und einem 300–Plätze–Theater. Nach dem Umbau wurde das Gebäude 1994 als Stratmanns Theater Europahaus eröffnet. Die Umbenennung in Europahaus erfolgte, weil 1994 der EU-Gipfel in Essen stattfand. Laut Denkmalliste der Stadt Essen heißt das Gebäude heute Kennedyhaus.



Kennedyhaus (1952), im Hintergrund von links: Heroldhaus (Baujahr: 1955), Kennedy-Tower (Baujahr: 1968) und Allbauhaus (Baujahr: 1956)
Bild: Fabio 2008


Kennedyhaus (Baujahr: 1952), im Hintergrund das Allbauhaus (Baujahr: 1956)
Bild: Fabio 2008

Die Fassadenreliefs schuf Herbert Lungwitz (1913-1992), von ihm stammen auch die 1950er-Jahre-Reliefs am Grillo-Theater.


Linke Stirnseite Kennedyhaus: „Zähmung des Minotaurus“ sowie Allegorien von Schönheit und Musik (Herbert Lungwitz)
Bild: Fabio 2008


Rechte Stirnseite Kennedyhaus: Allegorie von Frieden und zwischenmenschlicher Harmonie (Herbert Lungwitz)
Bild: Fabio 2008


1953 Gildenplatz – 1964 Kennedyplatz – 1989 Neugestaltung
Die Stadtplanung sah 1953 im Wiederaufbau neue Freiflächen in der Innenstadt vor. So wurden die einstöckigen Ladenbauten abgerissen, damit als weltliches Gegenstück zum geistlichen Burgplatz (neben dem Essener Münster) der neue Gildenplatz angelegt werden konnte. Mit dem Namen Gildenplatz sollte die Tradition der Essener Bürger- und Kaufmannschaft betont werden. In Gedenken an den am 22.11.1963 ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy wurde der Gildenplatz in Kennedyplatz umbenannt.


Gildenplatz mit Rathaus um 1960
Bild: Essen zeigt sich
Das „Alte Rathaus“ (Peter Zindel) von 1885 wurde im Krieg teilweise zerstört, der Ratskeller, der Rathausturm und ein Teil der Fassade blieben zunächst erhalten. 1964 wurde das „Alte Rathaus“ für den Neubau des Kaufhauses Wertheim abgerissen.


Gildenhaus (Architekten: Wilhelm und Hans Eggeling, Baujahr: 1955)
Bild: Denkmalpfad


Kennedyplatz mit der Skulptur „Große Badende“ (1970er-Jahre)
Bild: Postkarte aus den 1970er-Jahren
Die „Große Badende“ (1914) von Georg Kolbe (1877-1947) steht heute am Waldsee im Grugapark, um sie vor Vandalismus zu schützen (GoogleMaps).


Kennedyplatz um 1980 mit Gildenhaus, Geschäftshaus „Cramer & Meermann“ und Boecker-Herrenhaus
Bild: Postkarte aus den 1980er-Jahren
Der gleiche Blickwinkel 1968 und 2008:
- Bild: Kennedyplatz 1968 (Quelle: fotocommunity)
- Bild: Kennedyplatz 2008 (Quelle: fotocommunity)


Der Kennedyplatz als Verkehrsinsel in den 1980er-Jahren
Bild: Essen gestaltet die City, Bürger-Info der Stadt Essen, 1991

1989 Neugestaltung Kennedyplatz
Der Kennedyplatz wurde 1989 neu gestaltet und durch Einbeziehen der umgrenzenden Straßen ausgeweitet. Bäume, Treppen und Sitzgelegenheiten gliedern den Platz, der nur noch an der Südseite vom Individualverkehr berührt wird.

Gestaltungskonzept: Ruhbaum, Gruppe Hardtberg, Bonn
Entwurf: 1987
Baubeginn: Januar 1989
Baufertigstellung: August 1989


Gestaltungskonzept Kennedyplatz 1987
Bild: Essen gestaltet die City, Bürger-Info der Stadt Essen, 1991


Bild: WAZ vom 27.06.1987, Modellfoto Kennedyplatz
Auf dem Modellfoto erkennt man rechts vom Amerika-Haus das Bergarbeiterdenkmal „Steile Lagerung“ von Max Kratz (1921-2000). 1987 suchte man noch nach einem Standort für die Plastik, die schließlich 1989 südlich vom Hauptbahnhof auf dem Deckel des Ruhrschnellwegtunnels vor dem ehemaligen Haus der Ruhrkohle aufgestellt wurde.


Der City-Brunnen auf dem Kennedyplatz wurde 1990 eingeweiht
Bild: WAZ vom 27.06.1987


City-Brunnen Kennedyplatz, Blick nach Süden: Blum-Haus und Heroldhaus
Bild: Fabio 2008


City-Brunnen Kennedyplatz, Blick nach Norden
Bild: Fabio 2008


Heroldhaus (Architekt: Emil Jung, Baujahr: 1954-1955)
Das Heroldhaus steht seit Jahren leer.

Bild: Fabio 2008


Allbauhaus (Architekt: Willy Maximilian Schneider, Baujahr 1954-1956)
Bild: Fabio 2008


Gildenhaus (Architekten: Wilhelm und Hans Eggeling, Baujahr: 1955) vor Beginn der Fassadenarbeiten, die Werbung ist schon entfernt
Bild: Fabio 2008


Gildenhaus während der Fassadenrenovierung
Bild: Fabio 2008


Beach-Volleyball auf dem Kennedyplatz, im Hintergrund von links: ehemaliges Boecker-Herrenhaus und ehemaliges Boecker-Damenhaus
Bild: Fabio 2008


Von links: ehemaliges Boecker-Damenhaus, Rathaus IV (Baujahr: 1979) und Geschäftshaus „Markt 1“ (1987)
Bild: Fabio 2008


Auf dem Grundstück des Geschäftshauses “Markt 1” befanden sich früher die Essener Rathäuser I - III
Bild: Fabio 2008


C&A (Baujahr: 1980)
Bild: Fabio 2008


1996 Spitzer-Spirale (Serge Spitzer, geb. 1951)


Einweihung der Spitzer-Spirale am 24.03.1996
Bild: WAZ vom 25.03.1996


Bild: WAZ vom 25.03.1996


Spitzer-Spirale und Allbauhaus
Bild: Fabio 2008


Die Spitzer-Spirale entstand aus 500 Meter langen T-Trägern, die zu einer Spirale von acht Metern Höhe und fünf Meter Breite gewalzt wurden (Gewicht: 22 Tonnen)
Bild: Fabio 2008


Blick in die Spitzer-Spirale: Essens größte Mülltonne
Bild: Fabio 2008

Der Standort der Spitzer-Spirale ist umstritten (Tonnenschwere Last), Kritiker wünschen als Standort lieber eine Freifläche (z. B: Zollverein-Park).
Bilder einer kleineren Spitzer-Spirale im Yorkshire Sculpture Park:
- Bild 1
- Bild 2
- Bild 3


2002 - Kunstobjekt auf dem Kennedyplatz im Jahr des Stadtjubiläums (1150 Jahre):
stattwald (Frank Ahlbrecht, Anne Berlit und Dorothee Bielfeld)
- Projekt: stattwald (BauKunst Essen)
- Projekt: stattwald (Bielfeld)
- Bild: stattwald – Heroldhaus (Bielfeld)
- Bild: stattwald – C&A (Bielfeld)
- Bild: stattwald - Picknick (Bielfeld)

2006 - Lichtkunst auf dem Kennedyplatz im Rahmen der Essener Lichtwochen – Partnerland Ungarn:
Leuchtwerke (Peter Kozma)
- Projekt: Leuchtwerke
- Galerie: Leuchtwerke


Stadtfestival Essen Original 2002 auf dem Kennedyplatz
Bild: EMG (ems_bro.pdf, Seite 7)


Stadtfestival Essen Original 2005 auf dem Kennedyplatz
Bild: EMG (emg_gb2005.pdf, Seite 9)


1991 Neugestaltung Salzmarkt
Der Salzmarkt diente lange als Parkplatz bevor er 1991 umgestaltet wurde. Unter den Platanen sind beschattete Biergärten entstanden.


Salzmarkt (1980er-Jahre)
Bild: Essen gestaltet die City, Bürger-Info der Stadt Essen, 1991

Gestaltungskonzept: Arbeitsgemeinschaft Dünnwald / Nierhoff, Essen
Entwurf: April 1990
Baubegin: Juli 1991
Baufertigstellung: Oktober 1991


Gestaltungskonzept Salzmarkt 1990
Bild: Essen gestaltet die City, Bürger-Info der Stadt Essen, 1991


Salzmarkt mit Biergärten
Bild: Fabio 2008


Skulptur „Ein leichtes Spiel“ von Ansgar Nierhoff (geb. 1941).
Das große dreiteilige Kunstobjekt besteht aus einer Scheibe, einer Kugel und einer Säule und wurde der Stadt von der Sparkasse Essen geschenkt.

Bild: Fabio 2008


Salzmarkt - Gedenktafel für die ausländischen Zwangsarbeiter im Zweiten Weltkrieg:
Im III. Hagen befand sich während des zweiten Weltkrieges das Arbeitsamt Essen. Über diese Behörde wurden zwischen 1939 und 1945 mehr als 70.000 ausländische Männer und Frauen, vorwiegend aus der Sowjetunion, aber auch aus Polen, Italien, Frankreich, Belgien, den Niederlanden, der Tschechoslowakei, Ungarn, Jugoslawien, Griechenland, Rumänien und anderen Staaten Europas als Arbeitskräfte an Essener Unternehmen „vermittelt“. Industrieunternehmen, Reichsbahndirektion, Stadtverwaltung, Handwerker, Landwirte und andere Arbeitgeber forderten hier die ausländischen Arbeitskräfte an, die zum größten Teil durch Wehrmacht-, SS- oder Polizeitruppen aus ihren Heimatländern zur Zwangsarbeit nach Essen verschleppt wurden. Mindestens 2554 Ausländer, unter ihnen 2130 sowjetische Männer, Frauen und Kinder, starben während der Kriegszeit in Essen an den Folgen von Unterernährung, menschenunwürdiger Behandlung und bei Bombenangriffen. Sie hatten in der Regel keinen Zutritt zu öffentlichen Schutzräumen.

[size=-2]Bild: Fabio 2008


2000-2002 HV Stadtsparkasse Umbau (HPP Hentrich, Petschnigg & Partner)
Das Dreischeibenhaus in Düsseldorf und die Arena „Auf Schalke“ sind bekannte Projekte der Architektengruppe HPP Hentrich, Petschnigg & Partner (Düsseldorf). Nach ihrem Entwurf wurde 1972-1975 die Sparkassen-Zentrale erbaut. Das gleiche Architekturbüro plante auch den Umbau des Gebäudes (PDF, Seite 13 Beaujean Fassadentechnik).


Sparkassen-Zentrale – Blick vom Parkdeck des EKZ Limbecker Platz
Bild: Fabio 2008


Sparkassen-Zentrale am III. Hagen
Bild: Fabio 2008


Mobile „Two Lines Up“ von George Rickey (1907-2002).
Bild: Fabio 2008

Das Umfeld der Sparkassen-Zentrale wurde von Helmut Fox - Büro für Freiraumplanung entworfen.


Vorplatz der Sparkassen-Zentrale am III. Hagen
Bild: Fabio 2008
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Alt 31.07.08, 14:20   #57
Turmbauer
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Danke für Deine gelungene Präsentation. Frage mich schon, was als nächstes kommt. Viehofer Platz oder vielleicht der Stadtgarten??

Sag mal, was Du sonntags unterweges? Auf einigen Bildern ist es ja fast menschenleer.

Zum Kennedyplatz: Mir ist letzten Gang über den Platz aufgefallen, dass auf der Seite von C&A andere Lampen aufgestellt worden sind. Dies bestätigt auch Deine Aufnahme. Vorher standen da die Kugelleuchten wie auf dem ganzen Platz, die ich immer ausgesprochen unattraktiv fand. Für mich sehen die neuen mit dem Hütchen schon besser aus. Leider wurden sie aber nur auf der Seite ausgetauscht und ich wüßte gerne, warum dies geschehen ist.
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Alt 12.08.08, 22:27   #58
Fabio
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Bauten am Kopstadtplatz und Flachsmarkt


Bild: Fabio

Der Kopstadtplatz (GoogleMaps) entstand 1858 u. a. auf dem Anwesen der Familie Kopstadt, die drei Essener Bürgermeister stellte:
- 1734–1750: Johann Heinrich Kopstadt
- 1763–1786: Heinrich Arnold Kopstadt
- 1821–1833: Johann Conrad Kopstadt (Quelle: Essener Bürgermeister)

Der Kopstadtplatz wurde als neue Marktstätte für den zu klein gewordenen Platz vor der Marktkirche genutzt. Später entwickelte er sich zum Kirmesplatz in der rasch wachsenden Bergbau- und Industriestadt. Nach dem Abriß des ehemaligen Hospitals Zum Heiligen Geist wurde der Platz nach 1896 erweitert. Das Unterhaltungsgewebe errichtete mit dem Colosseum 1899 ein festes Haus. Fast alle Bauten am Kopstadtplatz wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört. Nach dem Krieg hat der Kopstadtplatz durch die Verkehrsführung der Nachkriegsplanung seine Rolle als Veranstaltungsort verloren. Seine Neugestaltung 1991 konnte auch keine Wiederbelebung bewirken.


Kopstadtplatz um 1905, Blick nach Westen, in der Mitte das Kriegerdenkmal, rechts das Colosseum
Bild: Denkmalpfad


Die gleiche Aufnahme von 1905 coloriert
Bild: Postkarte


Markt auf dem Kopstadtplatz um 1929, Blick nach Westen, oben rechts das Colosseum
Bild: Die Entstehungsgeschichte der Grauen Architektur (PDF-Datei, Seite 19)



Blick Richtung Osten auf den Kopstadtplatz, Ende der 1980er-Jahre
Links oben: Carl-Overbeck-Haus, recht oben: Keramikhaus (Westmöbel), links unten: Haus am Kopstadtplatz

Bild: Essen gestaltet die City, Bürger-Info der Stadt Essen, 1991


1891 Kriegerdenkmal (Bildhauer: Ernst Seger)
Auf dem Kopstadtplatz stand früher das Kriegerdenkmal des Bildhauers Ernst Seger (1868-1939), dass Oberbürgermeister Erich Zweigert am 2. September 1891 enthüllte. 1958 wurde das Denkmal in das Eltingviertel versetzt (ehemaliges Gründerzeit-Wohnquartier für die Arbeiter der benachbarten Zeche Victoria-Mathias, erbaut ab 1880), da es aus städtebaulichen Gründen einer Straße weichen mußte. Beim Wettbewerb 1987 für die Platzneugestaltung (Umsetzung 1991) wurde es bei den Entwürfen nicht mehr berücksichtigt.
Kriegerdenkmal von 1891
Bild: Denkmalpfad

Geschichte
Das Kriegerdenkmal erinnert wie die Berliner Siegessäule auf dem Großen Stern im Tiergarten an die Deutschen Einigungskriege unter der politischen Führung des preußischen Ministerpräsidenten Otto von Bismarck, die zur Gründung des Deutschen Kaiserreichs führten. Zuvor war der Deutsche Bund ein loser Staatenbund der deutschen Länder, das gemeinsame Organ war der Bundestag, der in Frankfurt unter Führung der Präsidialmacht Österreichs tagte.
  • 1864 Deutsch-Dänischer Krieg
    Bei der Auseinandersetzung zwischen dem Deutschen Bund und Dänemark um Schleswig-Holstein spielten zum ersten Mal in der deutschen Geschichte Krupp-Geschütze eine entscheidende Rolle. Der Unternehmer Alfred Krupp hatte 1847 mit der Produktion von Geschützen aus Gussstahl begonnen, aber die preußische Artillerieprüfungskommission lehnte den Kauf trotz der Bestätigung der hervorragenden Eigenschaften gegenüber den herkömmlichen Bronzegeschützen wegen hoher Kosten und fehlendem Bedarf ab. Erst 1859 wurden nach Intervention des Prinzregenten Wilhelm I. die ersten 300 Krupp-Kanonen für die preußische Artillerie bestellt.
  • 1866 Deutscher Krieg
    Der Machtkampf um die Vormachtstellung zwischen dem protestantischen Preußen und dem katholischen Österreich im Deutschen Bund (Deutscher Dualismus) führte nach dem siegreichen Krieg gegen Dänemark zum Krieg Preußens gegen den Deutschen Bund und Österreich. In der Schlacht von Königgrätz fiel die Entscheidung zu Gunsten Preußens. Daraufhin löste sich der Deutsche Bund auf und Preußen gründete den Norddeutschen Bund. Unabhängig blieben vorerst die süddeutschen Staaten Bayern, Württemberg, Baden und Hessen.
  • 1870/71 Deutsch-Französischer Krieg
    Bismarck erreichte durch geschickte Diplomatie im Streit um die spanische Thronfolge die Isolation Frankreichs. Die Franzosen überschätzten ihre Armee und hielten sich auch ohne Verbündete zu Kriegsbeginn für überlegen. Die stählernen Krupp-Kanonen verfügten jedoch über die doppelte Reichweite gegenüber den französischen Bronzekanonen (Bilder). Nach dem siegreichen Kriegsverlauf dank der militärischen Führung durch Helmuth von Moltke ließ sich am 18. Januar 1871 der preußische König Wilhelm I. im Schloss zu Versailles zum Kaiser proklamieren, was in Frankreich als Demütigung empfunden wurde. Die süddeutschen Staaten traten dem Norddeutschen Bund bei und Bismarck erreichte die Gründung des Deutschen Kaiserreiches unter preußischer Führung. Mit französischen Reparationszahlungen wurde der 10-jährige Bau des Berliner Reichstagsgebäudes (1884-1894) finanziert.

Kriegerdenkmal von Ernst Seger
Bild: Fabio 2008


Detailaufnahme der beiden Fahnenträger
Bild: Fabio 2008

Aus der gleichen Zeit stehen in der Essener Innenstadt weitere Denkmäler:
1899 Colosseum
An der Stelle der heutigen Kopstadt-Passage eröffnete am 19. Januar 1899 das Varieté „Wolff’s Colosseum”, das mit 3000 Plätzen zu den größten und bekanntesten Revue- und Operettentheatern im Westen Deutschlands gehörte. Neben eigenen Produktionen gab es viele Reisebühnen, die zusammen ca. 400 Veranstaltungen pro Jahr aufführten.


Varieté „Wolff’s Colosseum“ um 1900
Bild: Postkarte


Kopstadtplatz mit Kriegerdenkmal und „Colosseum“ um 1900.
Die Architekten Oskar und Bruno Kunhenn entwarfen das Theater mit einer Fassade in Rokokoformen.

Bild: Postkarte


Kopstadtplatz mit Varieté „Scala“ um 1935.
In den 1930er-Jahren war die Fassade nur noch schlicht, das Theater bot 1194 Sitz- und 200 Stehplätze.

Bild: Postkarte


1912 Carl-Overbeck-Haus (Ernst Knoblauch)
Das Overbeck-Haus war vor dem Zweiten Weltkrieg eines der schönsten Essener Jugendstilhäuser. Nach dem Krieg wurde das Haus in schlichter Form wieder instand gesetzt. Seit dem Jahr 2000 ist in den Obergeschossen das Amt für Statistik, Stadtforschung und Wahlen der Stadt Essen untergebracht.
Carl-Overbeck-Haus um 1900
Bild: Postkarte


Carl-Overbeck-Haus am Kopstadtplatz
Bild: Fabio 2008


Teile alter Fassaden sind in der Kasteienstraße nördlich des Overbeck-Hauses erhalten.
Bild: Fabio 2008


1960 Haus am Kopstadtplatz (Willy Holtgreve)
An der Stelle des ehemaligen Revuetheaters Colosseum wurde 1960 das „Haus am Kopstadtplatz“ nach einem Entwurf des Düsseldorfer Architekten Willy Holtgreve errichtet. In dem Flachteil des Gebäudekomplexes befindet sich die Kopstadt-Passage, in der seit 2005 das Forum Kunst und Architektur untergebracht ist.


Haus am Kopstadtplatz von 1960
Bild: NRW-Architekturdatenbank, Uni Dortmund


Haus am Kopstadtplatz, I. Weberstraße
Bild: Fabio 2008


Kopstadt-Passage mit dem Forum Kunst und Architektur
Bild: Fabio 2008


Im Forum Kunst und Architektur ist seit dem 10.08.2008 die Ausstellung „Wunschhäuser“ zu sehen.
Bild: Fabio 2008


1991 Neugestaltung Kopstadtplatz
Gestaltungskonzept: Müller-Zantop, Essen
Entwurf: November 1987
Baubeginn: Januar 1991
Baufertigstellung: Oktober 1991


Gestaltungskonzept Kopstadtplatz 1987
Bild: Essen gestaltet die City, Bürger-Info der Stadt Essen, 1991


Kopstadtplatz, Blick nach Süden
Bild: Fabio 2008


Kopstadtplatz, Blick nach Norden, Bäume verdecken die Kopstadt-Passage
Bild: Fabio 2008


Kopstadtplatz, Blick nach Westen
Bild: Fabio 2008


um 1900 Glaspassage am Kornmarkt


„Glaspassage“ zwischen Brandstraße und Kornmarkt um 1900
Bild: Stadtbildstelle


Kornmarkt heute
Bild: Fabio 2008


1910-1912 Keramikhaus am Flachsmarkt
Das Keramikhaus wurde 1910-1912 am Flachsmarkt errichtet und erhielt seinen Namen aufgrund seiner Fassade mit Reliefs aus Delfter Keramik. Ab 1917 befand sich die Bücher- und Lesehalle der Stadtbibliothekim Keramikhaus. Bereits 1934 wurde im Rahmen der Umbauarbeiten zum "Haus der Arbeit" (Gauwirtschaftsgebäude der DAF) der Keramikschmuck größtenteils entfernt. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude schwer beschädigt. Nach dem Krieg wurde das Gebäude vom Einrichtungshaus Westmöbel bis 1993 genutzt. Bei Umbauarbeiten zum Bürohaus im Jahr 1994 wurden unter der Westmöbel-Fassade einzelne Reliefs entdeckt, so dass das Haus heute unter Denkmalschutz steht. Die erhaltenen Keramikreste zwischen dem Erdgeschoss und dem 1. Obergeschoss befinden sich heute wieder unter Putz.
Keramikhaus um 1912 bis 1934, Westfassade
Bild: Postkarte


Keramikhaus um 1912 bis 1934, Westfassade
Bild: Postkarte


Keramikhaus, links: Nordfassade, rechts: Westfassade (leider von Bäumen verdeckt)
Bild: Fabio 2008


Keramikhaus, links: Nordfassade, rechts: Westfassade
Bild: Fabio 2008

Geändert von Fabio (17.10.08 um 07:14 Uhr) Grund: 2 verlorene Bilder wiederhergestellt
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Alt 13.08.08, 21:35   #59
Fabio
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Bauten am Weberplatz


Bild: Fabio

Zusammen mit dem Bau der Kreuzeskirche entstand zwischen 1895 und 1898 der Weberplatz (GoogleMaps), benannt nach dem ehemaligen Viertel der Essener Weber, deren Textilproduktion im 17. Jahrhundert unterging.
1894-1896 Kreuzeskirche (August Orth)
Die evangelische Kreuzeskirche wurde vom Berliner Kirchenbauarchitekten August Orth (1828-1901) entworfen und 1896 von Kaiserin Auguste Viktoria (1858-1921), Gemahlin Kaiser Wilhelms II. (1859-1941), eingeweiht. Ihre Bauweise gilt als Höhepunkt des Rundbogenstils. 1968 bekam die Kreuzeskirche eine Schuke-Orgel, die mit 70 Registern bis heute die größte evangelische Orgel im Ruhrgebiet ist. Die Kreuzeskirche ist das älteste Gebäude in der nördlichen Essener Innenstadt.
Kreuzeskirche und Weberplatz in den 1930er Jahren
Bild: Denkmalpfad


Zeichnung von August Orth
Bild:www.bildindex.de


Weberplatz mit Kreuzeskirche, rechts: Essener Rathaus von 1979
Bild: Fabio 2008


Eingang der Kreuzeskirche
Bild: Fabio 2008


1910-1912 Kaiser-Wilhelm-Ledigenheim, heute „Haus der Begegnung“ (Architekt Kunhenn)
Die evangelische Kirchengemeinde und der evangelische Arbeiterverein erbauten von 1910-1912 nach Plänen des Essener Architekten Oskar Kunhenn ein Kost- und Logierhaus für junge, ledige Arbeiter. Das Gebäude erhielt anlässlich des 25-jährigen Regierungsjubiläums Wilhelms II. den Namen „Kaiser-Wilhelm-Ledigenheim“. Das Gebäude ist heute als „Haus der Begegnung“ der Sitz von Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen.
Kaiser-Wilhelm-Ledigenheim 1932
Bild: Denkmalpfad


Haus der Begegnung
Bild: Fabio 2008


1989-1990 Neugestaltung Weberplatz
Gestaltungskonzept: Kölsch & Kölsch, AAA, Essen
Entwurf: Juli 1987
Baubeginn: April 1989
Baufertigstellung: Juni 1990


Gestaltungskonzept Weberplatz 1987
Bild: Essen gestaltet die City, Bürger-Info der Stadt Essen, 1991


Weberplatz Ende der 1980er-Jahre vor der Neugestaltung
Bild: Essen gestaltet die City, Bürger-Info der Stadt Essen, 1991


Weberplatz mit dem Haus der Begegnung
Bild: Fabio 2008


Weberplatz-Brunnen
Bild: Fabio 2008


Weberplatz-Brunnen
Bild: Fabio 2008
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Alt 13.08.08, 22:09   #60
RiCoH
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Eine sehr schöne Kirche. Besonders das Bild vom Kreuzzug am Eingang ist wunderschön. Aber der Weberplatz sieht immer so verlassen aus.
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