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Alt 06.10.03, 20:40   #16
el mariachi
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el mariachi ist einfach richtig nettel mariachi ist einfach richtig nettel mariachi ist einfach richtig nettel mariachi ist einfach richtig nettel mariachi ist einfach richtig nett
Danke für die Aufnahme!

Was habe ich nach Buildern des Kronprinzenpalais gesucht aber nie gefunden.
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Einförmigkeit ist ein Beleg mangelnder Phantasie, der Spiessigkeit und schlimmstenfalls ein Siegel der Sklaverei.
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Alt 06.10.03, 22:21   #17
Dirk1975
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Dirk1975 könnte bald berühmt werden
Wie Stuttgart sein Gesicht verlor
Das Ergebnis des Schlossplatz-Wettbewerbs ist die Fortsetzung der Nachkriegssünden mit anderen Mitteln


Von Dankwart Guratzsch


Nun also scheint es unumkehrbar. Stuttgarts Schlossplatz wird nie wieder das, was er einmal war. Das klaffende Loch an seiner Westseite, Hinterlassenschaft einer geschichtliche und ästhetische Werte missachtenden Verkehrsplanung der fünfziger Jahre, bleibt bestehen. Das ist das Ergebnis des dreistufigen Wettbewerbs "Kleiner Schlossplatz", mit dem sich Stuttgarts Stadtverwaltung schwer getan hat und der die Jury zuletzt in eine Zerreißprobe trieb, die in schroffer Konfrontation endete: 16 Stimmen für den Sieger-Entwurf, elf dagegen.

Den Triumph davongetragen hat ein Büro aus Berlin: Hascher + Jehle Architekten und Ingenieure. Es schlägt für die Städtische Galerie einen frei stehenden Würfel mit gläserner Ummantelung vor, der wie bisher über Freitreppen vom Fußgängerstrom umspült werden soll. Oberhalb wird ein neuer "Kleiner Schlossplatz" freigehalten, den im Norden ein ebenfalls in Glas gepackter lang gestreckter Riegel flankiert. Er ist über ein modisches "Galeria"-Dach auf ganzer Länge mit der Hauptpost verbunden. Diese neue "Fürstenpassage", zu verstehen als eine Art "Schleuse" parallel zur Hauptströmung über die Freitreppen, ist mit 9820 Quadratmetern Handelsfläche der "Geldesel", sprich: die Finanzierungsgrundlage für das 100-Millionen-Projekt, das dadurch zu 50 Prozent abgedeckt ist.

Entscheidend für die Bewertung erweist sich weniger die Architektur als vielmehr der Beitrag zum Städtebau. Für Stuttgart ist der Kleine Schlossplatz, dessen Name schon allein einen Zynismus bedeutet, zu einem Trauma geworden: Pavillons aus Waschbeton türmen sich über Plattformen, monströsen Auf- und Abgängen, Brückenresten und Treppenabsätzen zu einem chaotischen Geschiebe, vor dessen Unansehnlichkeit selbst Efeu und Wilder Wein zurückzuschrecken scheinen: Alle Berankungsversuche der Nachkriegszeit sind gescheitert.

Diese städtische Abseite, für die es nur in ganz wenigen deutschen Gemeinwesen heute noch etwas Vergleichbares gibt, befindet sich nicht etwa in einem Hinterhof, sondern markiert die Westseite des von dem Architekten und Haupt der "Stuttgarter Schule" Paul Bonatz einst so genannten "edelsten Bezirkes der Stadt": des Schlossplatzes. Es ist ein Un-Ort, der das Bild der Stadt beschädigt, der den benachbarten säulengeschmückten "Königsbau" ebenso deklassiert wie sein Gegenüber, das zumindest äußerlich in alter Pracht wieder erstandene Schloss.

Vor allem aber ist durch diesen - wie es heute unumwunden heißt - "Schandfleck" die ganze Logik der Platzanlage zerrissen: Das Betonmassiv, das aussieht, als seien hier Reste früherer Gebäude zum Abtransport zusammengekehrt worden, füllt das Loch in der abschließenden Raumkante des Platzes nur mit einer Art Trümmerberg, schlecht kaschiert durch eine Freitreppe, die sich seit sechs Jahren zum Treff von Jugendlichen und von Skateboard-Fahrern entwickelt hat. Das Preisgericht erkannte darin eine schützenswerte Nutzungsform, die eine Reparatur des Platzes verbiete.

Der jetzt prämierte Entwurf ändert an der Grundstruktur des im Westen aufgerissenen Platzes folglich nur wenig. Er stellt mit dem aus der alten Fluchtlinie zurückgesetzten Galeriebau lediglich einen Fels in die Brandung. Das zeichnet ihn zwar gegenüber dem zweitplazierten Entwurf von Hanno Chef (Berlin) aus, der die Treppe noch breiter aufgerissen und die Passage zu der dahinter liegenden Stadtautobahn (einst Rote Straße, heute Theodor-Heuss-Straße) noch zugiger gestaltet hat, führt aber vom einprägsamen Bild des einstigen Schlossplatzes weg.

Doch der Gedanke der "Flutung" hatte das Preisrichter-Kollegium schon bei der ersten Stufe des Wettbewerbs im Februar derart fasziniert, dass es alle Alternativen unter den 341 eingereichten Arbeiten ausgesondert hatte. Selbst dem dritten und letzten in die Endrunde vorgestoßenen Entwurf (Johann Überlackner, Berlin), dem originellsten von allen, haftet dieser Gedanke noch an. Er schließt zwar als einziger die Raumkanten, bildet dafür aber die "Flutwelle" zwischen den parallelen Straßenzügen in der Gebäudeform ab - mit fragwürdigen Folgen für Funktionalität und Innenarchitektur.

So hat zwar der beste der drei Entwürfe gesiegt, im Hinblick auf den jahrzehntelangen "Reifungsprozess" dieser Entscheidung ist das Resultat jedoch enttäuschend. Dabei hätte die Chance bestanden, eine Planungssünde ersten Ranges wieder gutzumachen. Denn der Kleine Schlossplatz ist ja keine Hinterlassenschaft des Krieges, sondern das Ergebnis eines mutwilligen Zerstörungsaktes, gegen den Bonatz und große Teile der Stuttgarter Öffentlichkeit in den fünfziger Jahren vergeblich Sturm gelaufen waren.

An der Stelle, wo jetzt die Betonhalde starrt, stand noch zehn Jahre nach dem Krieg das Kronprinzenpalais - ein neoklassizistischer Bau von Ludwig Gaab aus dem Jahr 1850. In der Ära von Arnulf Klett, dem von der "Modernisierung" der zerbombten Stadt besessenen Oberbürgermeister, hatte die gut erhaltene Ruine des Gebäudes keine Chance. Als sie niedergelegt und durch die 5850 Quadratmeter große, 100 Millionen Mark teure Betonplatte ersetzt war, jubilierte das Stadtoberhaupt: "Ein imponierendes Ergebnis."

An der Seite Kletts waren es damals vor allem die Verkehrsplaner gewesen, die den Abbruch des Palais gefordert hatten. Es stand einer tragfähigen Nord-Süd-Verbindung im Wege. Heute sind die Autos unter der Erde. Einer Reparatur des Platzes - auch mit "moderner" Architektur - hätte somit nichts mehr im Wege gestanden. "Wenn man das Kronprinzenpalais abreißt", so hatte Bonatz 1951 gewarnt, "verliert die Westseite des Schlossplatzes die Hälfte ihres Gesichts." Sie wird es auch jetzt nicht wiederfinden.

Mit der Idee eines gläsernen Würfels gewann das Berliner Büro Hascher + Jehle den Stuttgarter Schlossplatz-Wettbewerb.

Seit Jahrzehnten müht sich Stuttgart mit der Neugestaltung des westlichen Schlossplatzes. Die Ergebnisse eines Gutachtens aus dem Jahre 1987, bei der sich der Entwurf des Architekten Cobb vom Büro Pei & Partner durchgesetzt hatte, wurden nicht realisiert. 1993 war interimsweise eine Freitreppe errichtet worden.

Das jetzt prämierte Projekt hat ein Volumen von 100 Millionen Mark, es umfasst eine Galerie von 12 000 und Handelsflächen auf 10 000 Quadratmetern. Das Büro Hascher + Jehle hat bisher unter anderem die Landesversicherungsanstalt in Schwaben, die Hauptverwaltung der Datenverarbeitungsgesellschaft in Hannover und das Klinikum Kröllwitz in Halle gebaut.

Der Kommentar des Stuttgarter Oberbürgermeisters Wolfgang Schuster zum Wettbewerb: "Die Entwürfe zeigen, wie schwierig es ist, eine qualitätvolle Lösung zu erzielen."

Quelle: Die Welt

Geändert von Dirk1975 (06.10.03 um 22:37 Uhr)
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Alt 07.10.03, 01:44   #18
Max BGF
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Max BGF hat die Renommee-Anzeige deaktiviert
Erst einmal abwarten, wie die Galerie dann fertig aussieht.

Soviel ich weiß, wird es kein typischer Büro-Glaswürfel, da der Glasbereich als Zugang dient, d.h. die Erschließung der Räume erfolgt von 'außen'. Somit erhält der Besucher schöne Perspektiven auf Schloßplatz, Neues Schloß, Altes Schloß, Königsbau, Kunstgebäude, Haus der Wirtschaft und Wittwer .

Die Abneigung gegen Glas verstehe ich insofern als es natürlich einige wenig berauschende Gebäude ebenfalls aus Glas gibt. Mir sind jedoch noch schlimmere Bauten z.B. 60er, 70er Jahre aus hauptsächlich Beton/Stein bekannt. Glas ist immerhin nicht Plastik oder Sperrholz.

Die Galerie stammt von denselben Architekten, die auch für das zukünftige Stilwerk hinter dem Königsbau verantwortlich zeichnen. Das Stilwerk verspricht meiner Meinung nach definitiv eine Bereicherung dieser zentralen Fläche zu werden.

Weiß jemand, wie teuer eine Rekonstruktion des Kronprinzpalais würde ? Ich vermute, solche historischen Bauten wären heute kaum mehr zu stemmen ! Schon Restaurationen gehen in die Aber-Millionen. Offenbar ging die Rationalisierung einzig an der Baubranche vorbei.
Wie sieht das mit dem Berliner Stadtschloß aus, gibt es Kostenschätzungen ?
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Alt 07.10.03, 14:45   #19
Kaiser
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Kaiser hat die ersten Äste schon erklommen...
@ Max BGF
die (3) barocken fassaden des stadtschlosses werden ca 80Mio € kosten (aus spenden finanziert) und das 'moderne' innere 600Mio€ (wenn ich mich recht erinnere). weitere infos auf www.berliner-schloss.de

Eine (äußerliche) Reko ist glaube ich gar nicht so teuer, es sei denn, man will die innenräume mit einbeziehen, dann wird's richtig teuer!
Ich hätte hier am Stuttgarter Schloßplatz lieber eine reko oder einen traditionellen bau gesehen, der auf dem dach (vom straßen-level aus nicht gesehen) glas hat, sodass die innenräume mit licht durchflutet werden, aber aüßerlich alles einen bezug zur umgebung hat (-> Königsbau, etc.)
Kai
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Alt 08.10.03, 01:22   #20
Puntagorda
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Puntagorda sorgt für eine nette AtmosphärePuntagorda sorgt für eine nette AtmosphärePuntagorda sorgt für eine nette Atmosphäre
@ Schinkel:

alt = provinziell: hab ich nie behauptet.
folglich habe ich auch niemanden beleidigt.

die diskussion hier befasst sich mit dem thema kleiner schlossplatz, ich weiß nicht, woraus du schließt, ich fände alles moderne/fortschrittliche gut.
ich würde alles dafür geben, damit stuttgart wieder so schön sein könnte wie vor dem krieg!

dass dir glas/stahl-bauten nicht gefallen ist reine geschmackssache. und dass man fürher auch "glaskisten" hätte bauen können ist schlicht nicht korrekt, die technischen möglichkeiten waren dazu nicht gegeben.

in dieser debatte geht es nicht um die wahl zwischen historisch und modern, sondern zwischen 70er-jahre-beton-müll und modern, und mir fällt letztere entscheidung nicht sehr schwer.

wenn du also den glaswürfel kritisieren willst, bitte sehr, das ist dein gutes recht, dazu ist dieses forum da, aber verfalle bitte nicht in dumme unterstellungen und polemik.
Puntagorda ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.03.04, 00:59   #21
Dirk1975
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Dirk1975 könnte bald berühmt werden
Kunstmuseum Stuttgart

Glückliches Stuttgart: Nun haben wir mit dir, gläserner Kubus, endlich auch Baukunst von Weltformat.
Das neue Kunstmuseum sollst du beherbergen, eine würdevolle Aufgabe, der du mit deiner glänzenden und durch Verzicht auf jeglichen ornamentalen Mief unverwechselbaren Gestalt mehr als gerecht werden wirst.
Die Stuttgarter Zeitung lobt dich schon jetzt, wo deine zu träumerischem Schwelgen verlockende Außenhaut fertiggestellt ist.
Sie hebt den spannungsvollen Gegensatz heraus, den deine Schöpfer Hascher und Jehle Architekten hergestellt haben.
In dir dürfen sich Bauten längst vergangener monarchischer Zeiten spiegeln, und du fügst dich durch gekonnten Bruch mit antiquierten Baustilen selbstbewußt in dein Umfeld ein.
Vor dir stand übrigens mal das altbackene Kronprinzenpalais an derselben Stelle, das haben weitsichtige Stadtplaner aber längst abreissen lassen, sie mußten geahnt haben, daß die Maxime architektonischer Baukunst erst mit dir zum Höhepunkt gelangen würde. Kümmere dich nicht um kleinliche Kritik, jede mittelgroße Stadt Deutschlands würde bereits ein oder zwei ähnliche gläserne Würfel besitzen, du bist der schönste von allen, ganz ehrlich.
Und du wirst bestimmt weit länger hier vom Genius der Moderne zeugen als dein Vorgängerbau, der kleine Schloßplatz, der fast so wundervoll anzusehen war wie du, aber nur fast. Man hat Waschbeton einfach nicht mehr so schick gefunden. Glas ist da bestimmt zeitloser. Es spielt auch keine Rolle, daß Stuttgart jetzt die Absicht hat, die letzten verbliebenen Bürgerhäuser an der Willy-Brandt-Straße abzureißen, obwohl so ein spleeniger Investor sie erhalten, ja sogar an einen anderen Standort versetzen wollte um dies zu sichern. Jetzt wo wir dich haben, können wir mit einem beseelten Lächeln solch ewiggestrige Sorgen fahren lassen. Der Schloßplatz, Stuttgarts Visitenkarte, wird durch dich erst vervollkommnet.
Vielleicht wird man im Vorbeigehen noch das übriggebliebene Fragment des alten Palais beachten, den Blick voller Abscheu abwenden und auf deine klare und rationale Fassade richten um dankbar zu sein, daß Stuttgart wieder einmal allen gezeigt hat wie Städtebau aussehen muß. Wir danken dieser Stadt und ihren Planern.


Dirk1975 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.03.04, 12:08   #22
Alf
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Alf ist ein geschätzer MenschAlf ist ein geschätzer MenschAlf ist ein geschätzer MenschAlf ist ein geschätzer Mensch
Wenn man jetzt auch noch Eintrittspreise machen würde, so dass die Besucher auch noch reinkommen, ohne Beträge zu hinterlegen, wo man an anderer Stelle sich schon als Investor oder Anteilseigner fühlt, dann wäre die Freude über das neue Gebäude perfekt.

Zitat:
Stuttgarter Nachrichten 06.02.2004:
Nach Informationen unserer Zeitung will Ackermann bei geschätzten 200 000 bis 300 000 Besuchern im Jahr einen regulären Eintrittspreis von fünf Euro (ermäßigt drei Euro) verlangen. Sonderausstellungen sollen acht Euro (ermäßigt vier oder fünf Euro) und eine Jahreskarte 35 Euro kosten. Damit wäre das Museum teurer als die Staatsgalerie (regulär 4,50, ermäßigt drei Euro; Sonderausstellungen sieben Euro, ermäßigt 5,50 Euro) und erheblich teurer als das Haus der Geschichte (drei Euro, ermäßigt zwei Euro).
http://www.szbz.de/dc1/html/news-sfz...06loka0008.htm


An sonsten Superaufnahme!
Alf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.03.04, 12:38   #23
sebastian c
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sebastian c ist einfach richtig nettsebastian c ist einfach richtig nettsebastian c ist einfach richtig nettsebastian c ist einfach richtig nettsebastian c ist einfach richtig nett
DAS ist die Front eines bedeutenden Kunstmuseums? Wie kann man nur...

Obwohl ich doch gerne mehr Fotos sehen würde bevor ich über das Gebäude herfalle...
sebastian c ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.03.04, 18:21   #24
Kaiser
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Kaiser hat die ersten Äste schon erklommen...
@ dirk
eine bittersüße satire, einfach klasse geschrieben!

dieser glaskasten ist wirklich das unterste, einfach nur "unwürdig" für eine bedeutende kunstsammlung.
das einzig gute daran ist, ist dass sich die teils wunderbare umgebung darin spiegeln wird...
Kaiser ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.03.04, 18:50   #25
Thomas1893
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Thomas1893 wird schon bald berühmt werdenThomas1893 wird schon bald berühmt werden
Zitat:
Zitat von Dirk1975
Es spielt auch keine Rolle, daß Stuttgart jetzt die Absicht hat, die letzten verbliebenen Bürgerhäuser an der Willy-Brandt-Straße abzureißen, obwohl so ein spleeniger Investor sie erhalten, ja sogar an einen anderen Standort versetzen wollte um dies zu sichern.
Stimmt nicht ganz. Die Stadt Stuttgart und dessen Gemeinderat wollen die Häuser behalten. Allerdings hat hierbei das Land Baden-Württemberg das Sagen und die wollen die drei schönen Häuser abreißen. Unverständlich für mich...
Thomas1893 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.03.04, 18:54   #26
el mariachi
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el mariachi ist einfach richtig nettel mariachi ist einfach richtig nettel mariachi ist einfach richtig nettel mariachi ist einfach richtig nettel mariachi ist einfach richtig nett
Handelt es sich um die Häuser gegenüber des Intercontis?
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Alt 02.05.04, 18:06   #27
derstuttgarter
 
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Das Ding kaschiert nichts. Es ist potthäßlich und steht in einer potthäßlichen Lücke die es nicht füllt. Jetzt haben wir beides: ein häßlicher Stumpf in der Lücke und eine häßliche Lücke. Und damit es nicht nur auf einer Ecke von der inzwischen anerkannten Bausünde wittwer flankiert wird, damit es sich auch in seine Umgebung einpassen kann, bekommt es auf der anderen Seite noch ein Gegenstück. Alles grau in grau, Betongrau, Glasgrau, grausig.

Beim wittwer haben sie sich dafür noch nicht geschämt:
Das Ding ist aus Beton, darumherum ein Hülle rauher Naturstein, darüber ein Stahlträgernetz, darüber glatte Glasplatten und die dann in waagrechten Streifen geätzt wie in der Psychiatrie halt üblich.
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Alt 19.05.04, 09:01   #28
derstuttgarter
 
Beiträge: n/a
Teuer, häßlich, schlecht und langweilig

So sieht das graue Elend nun aus, unpassend, häßlich, städtebaulich nur ein Hindernis und vom architektonischen Standpunkt verbreitet es tödliche Langeweile. Je früher diese Scheußlichkeit wieder abgerissen wird, desto besser für Stuttgart.
Den einzigen Pluspunkt den ich mir erhofft hatte, vom Dachcafe aus Bilder vom Schloßplatz zu machen mit dem Ding im Rücken, das funktioniert auch nicht, da sind die geätzen krummen Glasplatten im Weg. Von den waagrechten Streifen im Glas kommt auch das Moirée



Dahinter entsteht die Stilwerk-Passage.



Ansicht von der Bolzstraße, links Rückwand des Königsbaus, rechts Rückseite der Häuser an der Friedrichstraße, hinten links Galerie, hinten mitte Bürogebäude Scala. Zum Größenvergleich, das dunkle gelbe Ding in der Mitte der Baugrube ist eine normale Absetzkipper-Mulde.
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Alt 19.05.04, 09:55   #29
el mariachi
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el mariachi ist einfach richtig nettel mariachi ist einfach richtig nettel mariachi ist einfach richtig nettel mariachi ist einfach richtig nettel mariachi ist einfach richtig nett
Danke für die frischen Aufnahmen.

Ich mache mich jetzt unbeliebt, aber mir gefällt die Galerie inzwischen ganz gut. Sie nimmt auch größtenteils die Sicht auf die absoluten Bausünden LBBW und Wittwer.

Hätte man das Kronprinzenpalais rekonstruiert hätte man auch diese zwei Gebäude abreissen müssen, was unrealistisch ist.
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Alt 19.05.04, 11:15   #30
arnd
Wahrheit ist alles
 
Benutzerbild von arnd
 
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arnd ist einfach richtig nettarnd ist einfach richtig nettarnd ist einfach richtig nettarnd ist einfach richtig nettarnd ist einfach richtig nett
Dahinter entsteht die Stilwerk-Passage.



Ansicht von der Bolzstraße, links Rückwand des Königsbaus, rechts Rückseite der Häuser an der Friedrichstraße, hinten links Galerie, hinten mitte Bürogebäude Scala. Zum Größenvergleich, das dunkle gelbe Ding in der Mitte der Baugrube ist eine normale Absetzkipper-Mulde.[/QUOTE]

Wie soll eigentlich diese Passage aussehen? Schlimmer als bei der Galerie kann es ja anscheinend kaum noch kommen, ausser das Ding sieht aus wie das Technische Rathaus in ffm.
arnd ist offline   Mit Zitat antworten
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