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Alt 22.09.08, 17:37   #16
AndreFfm
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Hallooooooooo?

Das ist ja mal nen richtig geiles Projekt. Man könnte zwar hier und da noch paar Änderungen einbringen. . . aber im großen und ganzen ist das wohl das urbanste was es gibt. Allein die An- und Aussichten auf Frankfurt ändern sich gravierend. Da kommt ja richtig Central-Park-Feeling auf. Ich will eine Wohnung mit Blick auf den Europagarten
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Alt 22.09.08, 19:57   #17
porteño
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Geile Sache, endlich geht es im Europaviertel zur Sache...
Kann man nur hoffen, dass die Vermarktung gut läuft, weil bisher nennt ja die Pressemitteilung kein einziges Datum!

Das ist wirklich ein riesiges Projekt, wenn man sich mal die Daten aus den Infobroschüren heraussucht:

Boulevard-West:
Wohnen: 19.700 m²
Gewerbe, Gastro, Dienstlstgn.: 106.800 m²

Helenenhöfe:
Wohnen: 50.000 m²
Kita, Schule,etc.: 5.800 m²

Stadtgärten:
Wohnen: 75.500 m²
Einzelhandel, Kita (nochmal?): 1.600 m²

Boulevard-Ost:
Wohnen: 9.850 m²
Büro/Dienstlstg.: 216.650 m² (!)

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Alt 22.09.08, 20:10   #18
Fachwerkhaus
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Wer hat eigentlich die glorreiche Eingebung gehabt, dass phantasielos durcheinandergewürfelte Fenster irgendeine Form von Attraktivität und Harmonie vermitteln würden? Die europäische Archiektur hat sich 4000 Jahre lang an vorzugsweise symmetrischen Achsen orientiert, und nun soll das alles nicht mehr gelten?

Sorry, aber selbst wenn man die Fassaden mit Laaser Marmor einhüllen würde, solange niemand auf die Idee kommt das ganze harmonisch zu gliedern wird das ganze niemanden ohne ideologische Vorbelastung beeindrucken...
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Alt 22.09.08, 20:16   #19
Schmittchen
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An sich dachte ich, es wäre klar, dass im jetzigen Projektstadium die Architektur noch nicht feststeht. Noch nicht feststehen kann. Kommt gleich noch der notorische Nörgler mit anderem Spezialgebiet um in Fortsetzung seines erbitterten Kampfs die Flachdächer zu geißeln? Besonders im Zusammenhang mit dem Vorwurf der ideologischen Vorbelastung musste ich gerade sehr lachen.

Inzwischen steht bekanntlich Hochtief hinter dem hiesigen Projektentwickler, porteño, das dürfte die Sache doch deutlich vorantreiben. Mit "Boulevard-Ost" meintest du "Boulevard-Mitte"? Der Ostteil des Boulevards wird ja von Vivico entwickelt.

Den alten Strang zum Europaviertel habe ich angesichts der aktuellen Entwicklung in drei Bestandteile zerlegt:

Europaviertel: Boulevard Ost (Vivico-Projekte)

Europaviertel: Quartiere 1-3 im Westteil und
Europaviertel West (Aurelis-Projekte)

Hochhäuser sowie das Skyline Plaza erhalten/behalten eigene Threads.
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Alt 22.09.08, 20:40   #20
Fachwerkhaus
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Dass das noch nichts finales ist war mir auch klar, aber welchen Grund gibt es zu glauben, dass sich am finalen Entwurf irgendwas grundlegendes ändern wird?

Sorry dass ich mich nicht in den Reigen der Abnicker und Tollfinder einreihe, aber ich finde den ganz konkret von mir genannten Trend des pseudodekonstruktivistischen Fenster-verrückens der sich auf diesen Bildern und vielen tatsächlichen Neubauten manifestiert einfach nur lächerlich und nicht durch irgendwelche objektiv nachvollziehbaren Gründe vertretbar. Offensichtlich sieht man sich nach der Überwindung des (doch nun wirklich objektiv nachweisbaren) Naturstein-ist-böse-Dogmas nun gezwungen, auf irgendeine andere Weise den Geist der architektonischen Avantgarde zu kommunizieren, anders kann ich mir diesen Trend nicht erklären.

Und ich möchte doch sehr darum bitten, sachlich zu bleiben. Ich habe mich kritisch zu einem Aspekt der Planung geäußert, der mir negativ aufgefallen ist, nicht mehr und nicht weniger. Und ich habe auch wirklich keine Lust mehr auf die immer gleichen Diskussionen die sich aus Kritik an moderner Archiektur anscheinend zwangsläufig ergeben.
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Alt 22.09.08, 21:00   #21
porteño
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Wieso Reigen von Abnickern und Tollfinder? Über fast alle Projekte, die im DAF gepostet werden, findet eine Diskussion statt, gerade weil die Interessen und Geschmäcker der User so auseinander gehen, aber das ist doch völlig normal, warum wird in der Architektur immer gleich alles so ideologisch betrachtet, das ist echt manchmal einfach nur lächerlich.

Ich finde auch, dass die Helenenhöfe im Winter ohne Sonnenschein und grüne Bäume zum aussehen könnten (könnten!), aber das ist wahrscheinlich noch nicht der letzte Entwurf, wie Schmittchen sagt. Auch verstehe ich nicht, warum die Solitäre in den Stadtgärten so 2-Dimensional angelegt sind, gerade wenn es Solitäre sind braucht man doch nicht 2 Seiten wie Brandwände zu gestalten.
Nichtsdestotrotz ist es super, dass mitten in Frankfurt 150.000 m² Wohnraum geschaffen werden (~1000 Einfamilienhäuser!), da kann man das mit den merkwürdigen Fenstern durchaus verkraften... aber wenn sich die Gelegenheit zum Meckern bietet, muss man ja zugreifen, ne?!
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Alt 22.09.08, 21:08   #22
Schmittchen
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Zitat:
Sorry dass ich mich nicht in den Reigen der Abnicker und Tollfinder einreihe
Mir missfällt auch so manches, mehr als du wahrscheinlich glaubst. Der Punkt ist aber, dass du nicht konstruktiv diskutieren willst. Du willst hier einen großen, dampfenden Haufen hinsetzen. Immer und immer wieder, stets aus der gleichen Substanz. Und das ist dann schon alles.
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Alt 22.09.08, 21:29   #23
Fachwerkhaus
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Fachwerkhaus braucht man einfachFachwerkhaus braucht man einfachFachwerkhaus braucht man einfachFachwerkhaus braucht man einfachFachwerkhaus braucht man einfachFachwerkhaus braucht man einfach
Das mit den "Tollfindern" bezog sich ausschließlich auf die in meinen Augen bisher recht einseitig geäußerten Bewertungen des Projekts in diesem Thema sowie die tendenziell unkritische Betrachtung in Politik und Öffentlichkeit, nicht aufs ganze Forum. Ich gebe zu dass das ein bisschen zu polemisch war, wenn sich davon jemand auf den Schlips getreten fühlt bedauere ich das.

Natürlich freue ich mich, dass aus der Brache ein potenziell lebendiges Viertel mit viel Wohnraum wird - aber wenn man es sowieso baut, wieso dann nicht gleich "richtig"? Irgendwie kann ich mich nicht mit der Idee anfreunden, vor- und Nachteile gegeneinander aufwiegen zu müssen...

-------------

@Schmittchen:
Ich denke ich habe immer recht deutlich und fundiert dargelegt, was genau mich stört, und keine "das find ich alles scheiße"-Kommentare geliefert, wie Du sie mir anscheinend grade in den Mund legen willst. Meiner Meinung nach könnte man darauf sehr gut eine konstruktive Diskussion aufbauen....
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Alt 22.09.08, 22:11   #24
CYFI
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CYFI ist essentiellCYFI ist essentiellCYFI ist essentiellCYFI ist essentiellCYFI ist essentiellCYFI ist essentiellCYFI ist essentiellCYFI ist essentiellCYFI ist essentiellCYFI ist essentiell
Kaum war dieser Thread gestartet, war mein erster Gedanke... Schöne Sauerei, was wird wohl Fachwerkhaus nur dazu sagen?

Und der gewünschte sachliche Ton, setzt ja mal voraus, daß Du ihn auch beherrschst. Manchmal ist es ganz gut, sich die Wirkung seiner Formulierungen auf den Leser (der dabei auf Tonfall und Mimik seines Gegenüber verzichten muß) vorzustellen, bevor man einen Beitrag absendet. Man kann direkt "Scheiße" sagen oder es über den Satz verteilt in Adjektiven verstecken, um am Ende die gleiche Wirkung zu erreichen.

Aber du hast es ja auch inzwischen ansatzweise selbst gemerkt.



Um diesem Post dann doch einen Bezug zu dem vorgestellten Projekt zu geben, ich finde das Gesamtkonzept sehr überzeugend in Hinischt auf räumliche Aufteilung und Weitläufigkeit und Baumassenverteilung. Zur Architektur läßt sich halt in diesem Stadium natürlich noch nicht viel sagen. Es wird wahrscheinlich neueuropäischer Konsensstandard. Warum auch nicht?
(Oops, noch ein kritikloser Abnicker und Tollfinder, der der Demagogie des Modernen erlegen ist.)
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Alt 23.09.08, 02:16   #25
ec8or
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ec8or braucht man einfachec8or braucht man einfachec8or braucht man einfachec8or braucht man einfachec8or braucht man einfachec8or braucht man einfach
Naja, ich denke jetzt ist genug hin und her kritisiert worden an der ein oder anderen Art Dinge zu äußern. Sicher einiges davon zu Recht, aber es scheint ja auch eine Art von Einsicht entstanden zu sein. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht ganz warum dann nochmal Öl ins Feuer gegossen werden muss indem das Ganze nochmal ausgerollt wird.

So, zum Eigentlichen... beim Anblick der Entwürfe stehen mir schon etwas die Haare zu Berge. Sowohl die Helenen als auch die Gärten Bauten sehen gar nicht ansehnlich aus. Es wäre toll vielleicht ein paar runde (könnte gewagt aussehen) Elemente oder mehr Schrägen (nicht zwingend auf dem Dach) mit einzubauen. Über die Farbe lässt sich auch streiten. Aber gut, ich hoffe auf eine gelungene Überarbeitung. Der Baustart ist jedenfalls eine tolle Neuigkeit und ich bin sehr gespannt wie es sein wird dort mal in ein paar Jahren durch das Viertel zu laufen.
Auf viele neue Einwohner!
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Alt 23.09.08, 09:30   #26
Fizgig
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Ich freue mich auch auf die Entwicklung dieses Gebietes, zumal ich in direkter Nähe wohne und so den Baufortschritt gut mitbekommen werden. Zur Architektur sag ich nix, den die ist ja wohl (hoffentlich) nicht final). Die Kritik an diesen komischen Fensteranordungen möchte ich hier mal ausdrücklich unterstützen. Wenn ich teilweise durch die Stadt fahre und solche Neubauten sehe, frag ich mich, was das soll. Hauptsache anders oder wie? Egal, Thema für einen anderen Thread.

Der Europagarten ist ne tolle Sache, nur mag ich den Vergleich mit New Yorks Central Park nicht. Der Central Park ist um ein Vielfaches größer, ist fast doppelt so lang wie das ganze Güterplatzgelände (4.1kmx840m), mit richtigen Seen, kleinen Wäldern und eigenem Klima. Der Europagarten (ca.400mx60m) ist da nicht mehr als ein großer grüner Platz, der in jedem Fall das Viertel prägen wird, aber auch nicht annähernd ein Central Park Feeling haben wird.

Jetzt frage ich mich noch, nachdem sich ja die Stadt für den U-Bahnbau entschieden hat, werden denn wenigstens hier die entsprechenden Bahnhöfe direkt mitgebaut, solange noch oberirdisch nix fertig ist?
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Alt 23.09.08, 09:42   #27
mik
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Die gezeigte Architektur ist in ihrer Breite "hinter" der des Westhafens und ich finde auch einen Tick schlechter als in der City West.
Ich glaube auch, dass die Entwürfe schon ziemlich final sind, zumindest Heimatstil bekommen wir nicht mehr .

Richtig gefallen eigentlich nur diese "Townhouses" auf dem zweiten Stadtgärten Bild.
Was den Rest betrifft , so kann ich damit nicht wirklich viel anfangen. Zumindet vom Boulevard bin ich etwas enttäuscht. Der gezeigte Stil ist einfach zu konservativ. Es werden irgendwie Schuhkartons in Naturstein. Die frühen Aquarellskizzen sahen dan noch interessanter aus.
Sicherlich besser als nichts, aber die Hamburger Hafencity wirkte selbst auf früheren Bildern schon irgendwie kreativer und hochwertiger. Auch die bisher realisierte Stuttgart21 Bebauung ist vergleichsweise richtig cool.

Andererseits ist das ganze doch wieder ziemlich durchdacht. Die Idee Solitäre mit Südblick an den großen Park zu stellen korreliert wahrscheinlich mit den Wohnungspreisen. Dennoch wird diese Kante dadurch natürlich weniger "Urban" als bei einer geschlossenen Bebauung, aber dafür vielleicht etwas nobler.
Bevor man also das ganze in Grund und Boden tritt muss man sich irgendwie auch über die finanziellen Möglichkeiten des Quartiers klar werden. Letztendlich ist die Nachbarschaft ja wenig attraktiv.
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Alt 23.09.08, 09:52   #28
Torsten
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Außer bei den Helenenhöfen finde ich keine durcheinandergewürfelten Fenster.
Beim Boulevard Mitte im Bild auf der linken Seite wird ein gleichmäßiges Fensterraster vorgegeben und nur zufällig befindet sich in einem Viereck ein Fenster oder auch nicht. Durch das Raster erscheint es aber nicht wirr oder zufällig. Beim Hochhaus links auf dem Bild und dem angrenzenden Gebäude findet sich ebenfalls ein gitterförmiges Raster in dem die Fenster angeordnet sind. Nur daß dort zufällig verteilt die Fensterscheiben in einigen Öffnungen nach außen geschoben wurden.
Bei den Solitären und den Stadtgärten gehe ich davon aus, daß sich der vertreute Eindruck durch verschiebbare Fensterabdeckungen ergibt, was auf einen erfreulich hohen Glasanteil schließen läßt.
Bei den Helenenhöfen finde ich die verstreuten Fenster aber gar nicht weiter schlimm, da sich im Zusammenspiel mit der dunklen Ziegelfassade ein, ich nenne es mal morbider Eindruck ergibt. Hat auch etwas.
Die seitlichen, sogenannten Brandwände bei den Solitären in den Stadtgärten sehen in der Tat hässlich aus. Diese sind auch vereinzelt bei den Solitären am Deutschherrnufer zu betrachten und zeigen sich dort schon nach wenigen Jahren deutlich vom Wetter gezeichnet. Hat was von Plattenbaufassade.
Da aber diese Seitenwände die Rahmung der Frontfassade übernehmen, ergibt sich doch ein gestalterisches positives Gesamtbild. Auch dadurch gefördert, daß die Solitäre recht eng stehen und die Seitenwände sich damit optisch weitgehend gegenseitig verdecken.
Wenigstens könnte man die Erdgeschoßzonen an diesen Seiten öffnen, um den Passanten den trostlosen Eindruck in diesen von den "Brandwänden" gebildeten Gassen zu ersparen.
Allerdings ist mir gerade die fast überall vorhandene Erdgeschoßnutzung positiv aufgefallen. Hoffentlich behält man den hohen Anteil in der finalen Version bei. Solitäre mit Erdgeschoßnutzung finden sich in Frankfurt noch recht selten.

Alles in allem habe ich beim ersten Betrachten der gestern von Schmittchen eingestellten Renderings gedacht, wow, hoffentlich ändert man nun nix mehr und baut es so. Auch und gerade das Hochhaus links im Bild mit den versprengten Fensterhervorhebungen.

Um hier auch mal was kleines zu schreiben, kann man in diesem Forum eigentlich auch eine Ignore-Liste nutzen, um Schrägdach- und Fachwerkfanatiker auszublenden?
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Alt 23.09.08, 11:56   #29
vondraussen
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Ich "verstehe" es nicht, und zwar aus verschiedenen Gründen:

- ziemlich viel Bürofläche in einer Gegend, die eigentlich keine Bürogegend ist. Wird Aurelis da wirklich Mieter und Investoren finden? Eschborn liegt gerade die A5 hoch, am Flughafen werden riesige Büroimmobilien geschaffen, es gibt hohen Leerstand in Niederrad und vor allem natürlich auch im Europaviertel Ost entsteht so einiges. Ich bin da wirklich skeptisch, was die Realisierung angeht. Das könnte noch viele viele Jahre gehen, bis die Bürobaufelder voll sind. Und dies hat sicherlich einen schlechten Einfluss auf die Wohnbebauung.

- eine so riesige Strasse kapiere ich nicht an der Stelle. Ist die Idee, eine zweite Theodor-Heuss zu haben? Man sieht ja den Nachteil. Weil es zu laut werden würde, entstehen Bürobauten an ihr. Die grosse Strasse und die Bürobauten bedingen sich gegenseitig. Ich halte das für ein Risiko, denn wenn die Bürovermarktung fehlschlägt, dann kann man dort schlecht Wohnbauten hinstellen - wer möchte schon direkt an einer Strasse wie der Theodor-Heuss wohnen?

Ich finde es schade, dass man sich nicht durchringen konnte, ausschliesslich Wohnbebauung zu haben und dann eben nicht eine 4- bis 6- spurige Strasse sondern vielleicht eine einfache Forsetzung der bestehenden Nord-Süd Strassen zu legen. Man hätte auch wie im Rebstockpark Wohnbebaung schaffen können, sozusagen den Rebstockpark nach Süden erweitern. (vielleicht mit anderer Architektur). Man hätte dann auch viel dichter bauen können. Wäre da wirklich so viel weniger herausgesprungen für die Investoren? Vielleicht hätte man den Park grösser machen können und dafür Wohnhochbauten am Rand, wie am Central Park eben? Wie man doch sieht an den neuen Frankfurter Wohngebieten wie Riedberg scheint es ziemlich hohen Wohnbedarf zu geben, doch nicht so hohen Bürobedarf. Vielleicht hätte man Bürobauten im Europaviertel Ost an der grossen Allee konzentrieren sollen, und im Westen nur Wohnen.

- Was mir sehr gefällt, ist die Verbindung des Parks zum Rebstockpark. Ich denke dies ist auch wichtig, um den Rebstockpark weniger isoliert zu lassen.
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Alt 23.09.08, 12:42   #30
garcia
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garcia ist ein geschätzer Menschgarcia ist ein geschätzer Menschgarcia ist ein geschätzer Menschgarcia ist ein geschätzer Mensch
Ich möchte mich hier MagBeam anschließen:

Das Europaviertel ist ein komplett neues Stück Frankfurt. Da gibt es nichts gewachsenes und nichts worauf baulich Rücksicht zu nehmen wäre. Der Standort ist also prädestiniert für moderne Architektur. Hier sind Dächer also bspw. anders als in der Innenstadt nicht nötig.

Die Diskussion um die Frage "Centralpark ja oder nein" führt in die Irre. Es geht ja nicht um eine Kopie, sondern, wie MagBeam richtig anführt, um die Verfolgung eines guten Beispiels. Allerdings erscheinen mir die derzeitigen Architekturentwürfe, insbesondere im Wohnungsbau, noch zu provinziell. Die Häuser vertragen gut und gern noch ein paar Stockwerke mehr. Gerade um den Park würde ich auch mal das ein oder andere höhere Haus mit Blick über die Baumwipfel zulassen. Damit ließe sich die Bewohnerzahl auch noch leicht steigern.
Ich persönlich bin kein großer Freund der Klinkerfassaden in Frankfurt, da sie nicht in diese Region gehören. Lieber mehr mit Naturstein, Glas und Stahl arbeiten. Sofern das kein Einheitsbrei wird, könnte ich mir auch gut vorstellen da später mal zu wohnen.

Der Park sollte tatsächlich naturnah und mit Weiher gestaltet werden, womöglich auch mal etwas aufwendiger gestaltet. Die Stadt sollte ohnehin mal mehr ins öffentliche grün investieren, denn mit wenig Aufwand kann hier viel Eindruck erreicht werden.

Die große Straße finde ich gut, denn hier soll ja ein großstädtisches, innenstadtnahes Viertel entstehen. In den Wohnvierteln bekommt man davon dank Tunnel ja nichts mit. Allerdings hat vondraussen mit seinen Bedenken bei den Büroflächen wohl recht. Da werden wir in den nächsten Jahren nicht einen allzu großen Fortschritt sehen.
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