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Alt 23.09.08, 13:11   #31
Wahnfried
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Wahnfried ist ein LichtblickWahnfried ist ein LichtblickWahnfried ist ein LichtblickWahnfried ist ein LichtblickWahnfried ist ein LichtblickWahnfried ist ein LichtblickWahnfried ist ein Lichtblick
Ich finde die Idee Europaviertel sehr gut, auch die moderne Bebauung stört mich hier nicht, obwohl ich Gründerzeit- und Jugendstilarchitektur schöner finde. Hauptsache ist das Ensemble ist in sich stimmig.
Besser wäre es wenn man am Ostende des Viertel Büro- oder Wohnhochhäuser hätte welche sich an die Hochhausbebauung an der Messe anlehnt und dann Richtung Westen hin Wohnhäuser, ruhig auch bis zu 8 - 10 Stockwerke hoch. Was ich noch nicht ganz verstehe ist der Park. Es ist zwar schön den Park zu haben, aber wieso mitten auf dem Boulevard mit Untertunnelung. Gibt es dafür einen baulichen Grund, oder wollte man nur etwas ausgefallenes?
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Alt 23.09.08, 13:13   #32
mik
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mik ist ein Lichtblickmik ist ein Lichtblickmik ist ein Lichtblickmik ist ein Lichtblickmik ist ein Lichtblickmik ist ein Lichtblickmik ist ein Lichtblick
Ich sehe nicht wirklich Ähnlichkeit zum Central-Park. Das ganze ist eher ein kleiner Stadtteilpark. Eher wie der Bornheimer Hang. Das macht die Sache zwar nicht schlecht, aber es ist auch nicht so, dass es ein zentraler Stadtpark in mitten einer vor Leben brodelnden, hochverdichteten Gegend ohne Grünflächen wäre. Da hat das innerstädtische Mainufer, trotz anderer Lage und Form viel, viel mehr Ähnlichkeit.

Was die eher geringe Stockwerkszahl betrifft: Zustimmung an meine Vorredner. Aber das liegt eben wirklich an der "Randlage". Da fehlt dem Investor einfach der Mut zum großen Sprung. Dennoch, wie ich bereits angedeutet habe: Achtet mal städtebaulich auf den Mix aus Solitären, Geschosswohnungsbau, Townhousetypen... Vom hohen Büroanteil mal abgesehen müsste die Kalkulation ziemlich katastrophensicher sein und ein wirklich nettes Gebiet entstehen lassen.

Mich stören am Boulevard übrigens nicht die Steinfassade in Bezug auf ihr Material, sondern eher, dass die Häuser doch recht simpel geformt sind. Ich brauch bei einer Neuentwicklung aber auch keine kindischen Schrägdachattrappen. Ein paar Staffelgeschosse, ein Flugdach, mal eine markante, sichtbare Dachterrasse... Das wäre schon was. Und vor allem Loggien und Balkone, Auskragungen und Rücksprünge an der Straße!
Wenn das noch kommt, dann bin ich happy. Bisher erinnert es einfach zu sehr an das nördlichste Bahnhofsviertel.
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Alt 23.09.08, 13:32   #33
Schmittchen
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Natürlich gibt es für die Untertunnelung einen baulichen Grund: Das im obersten Segment platzierte Wohnquartier "In den Stadtgärten" soll von den Belastungen der Straße freigehalten werden. Und an einen Park grenzen. Für die anderen Quartiere muss die Abschirmung durch einen gewerblichen genutzten Riegel genügen (was im Ergebnis vermutlich auch okay ist). Als Nebeneffekt ergibt sich eine Grünverbindung zwischen Gallus und Rebstockpark. Dort gibt es dann auch den gewünschten, gar nicht mal kleinen Weiher. Der Europagarten dürfte für ausgedehntere Wasserflächen zu klein sein, der Auto- und U-Bahn-Tunnel darunter ohnehin dagegen sprechen. Den gefühlten Central Park sehe ich weiterhin am ehesten in Taunus- und Gallusanlage, also in dem Teil des Anlagenrings zwischen Main (Nizza) und Alter Oper.

Der Büroanteil scheint mir auch sehr hoch. Zumal die an der Emser Brücke vorgesehenen Hochhäuser sowie der eine Standort westlich der Bahnzentrale in diesen vier Teilprojekten noch nicht einmal enthalten sind. In #2 habe ich noch einen Link zum gesamten Rahmenplan eingefügt, dort sind alle Hochhausstandorte aufgeführt.

Hinsichtlich der Geschosszahl wird man wohl einerseits auf Verträglichkeit mit dem nördlich anschließenden Kuhwald geachtet haben. Andererseits denke ich, dass eine gewisse Zielgruppe unter den potentiellen Eigentumswohnungskäufern von zu vielen Geschossen eher abgeschreckt würde. Und wahrscheinlich ist das genau die Zielgruppe, die man für die Häuser gewinnen möchte.
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Alt 23.09.08, 13:57   #34
Rohne
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Dann geb ich auch mal meinen Senf dazu:
Also den Boulevard an sich seh ich im Gegensatz zu vondraussen eher positiv. Wir sind nunmal in einer Großstadt und da können (zT sogar müssen) die Straßen an gewissen Stellen eben etwas größer sein, und dieser Ort ist eigentlich schon prädestiniert für so einen Boulevard. Dass es zu einer zweiten Theodor-Heuss-Allee wird (die ich persönlich übrigens als Stadteinfahrt richtig cool finde) wage ich zu bezweifeln, da die Raumaufteilung für Fahrzeuge, Fußgänger und Grün ja völlig anders ist.
Was die Architektur betrifft hoff ich mal dass die gezeigten Entwürfe tatsächlich noch nicht mehr als Ideen sind. Von daher werd ich mich noch nicht tiefergehend darüber auslassen. Nur so viel als dass ich versetzte Fenster für pubertär halte, diese Art Townhouses auf dem zweiten Bild der Stadtgärten aber durchaus gelungen finde und zumindest die Fassaden der Gebäude auf der rechten Seite der Boulevard-Bilder noch ganz ansprechend finde. Der Rest reißt mich aber nicht unbedingt vom Hocker, und die Helenenhöfe sind ja wohl nicht mehr als ein schlechter Witz.
Da das Thema Dächer ja schon angesprochen wurde: ja, Flachdach-Würfel sehen überall suboptimal aus, wenn schon dann sollten sie auch extensiv bis an die Grenzen der Statik begrünt werden. Manche User hier tun zwar gerne so als wäre ich ein Schrägdachfanatiker, aber das ist erstens völliger Unsinn und wird mich zweitens gewiss nicht davon abhalten meine Meinung zu artikulieren und die sieht nämlich so aus: Das Europaviertel liegt zwar nicht in einer Gegend wo ich jetzt für schiefergedeckte Sattel- oder Mansarddächer plädieren würde (würde man aber doch darauf zurückgreifen hätte ich aber wohl auch nichts dagegen), aber das ist noch lange kein Grund dann keinerlei Dachgestaltung - sei es durch Staffelgeschosse, Dachgärten, gerne auch Schrägen (da Frankfurt idealerweise mit schwarzer Eindeckung), oder was auch immer (mik hat da ja auch paar Beispiele genannt) - mehr vorzunehmen. Es gibt einfach nix schlimmeres als Gebäudegruppen mit einer planstadtmäßigen uniformen grauen Fläche oberhalb der Traufe, bzw aus Fußgängerperspektive eine uniforme glatte Kante.
Aber wie gesagt, zur Architektur lässt sich wohl vorerst (hoffentlich) noch nicht allzuviel sagen.

Das größte Manko seh ich sowieso bei der Verteilung der Baukörper. An der Europaallee und am Park zwar durchaus gelungen und dementsprechend auch ein sehr urbaner Eindruck (wenngleich ich auch der Meinung bin dass an manchen Orten ein paar Geschosse zusätzlich sicher nicht schlecht wären), aber im rückwärtigen Bereich der Stadtgärten und Helenenhöfen dann doch ziemlich grausam mit jede Menge halböffentlichen Räumen von denen niemand was hat, weil weder richtig öffentlich aber privat eben auch nicht nutzbar. Eines der größten Mankos der Stadtplanung der 50er hat man hier wiederholt. Entweder Blockrand mit privaten Innenhöfen oder gleich richtige Solitäre aber dieses (wenn auch teilweise etwas abgewandelt) Revival der Zeilenbauten geht ja mal gar nicht.
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Alt 24.09.08, 22:17   #35
ponzi
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Wirklich toll, dass es jetzt auch im Europaviertel West vorangeht.

Die Visualisierungen dürften übrigens tatsächlich kaum engültige Architektur zeigen, schon deshalb da ja Aurelius noch nichtmal selbst eigentlicher Bauherr der zu entwickelnden Projekte sein wird. Insofern dürfte es sich ledigich um beispielhafte Studien handeln.

Was den Anteil an Büroflächen angeht, so dürfte die Vermarktung tatsächlich nicht so leicht fallen, insbesondere wenn man bedenkt, was allein auf dem innenstadtnäheren Vivico-Areal entstehen könnte. Es ist aber aus meiner Sicht unbedingt notwendig, dass das Gebiet ungefähr gleichmäßig entwickelt wird, denn auch die Attraktivität der Wohngebiete würde aus meiner Sicht bedeutend geschmälert, wenn in der Nachbarschaft in einem längeren Zeitraum große Brachflächen liegen würden. Insofern hoffe ich, dass sich auch die Büroflächen vermarkten lassen. Um eine Bürobebauung weiter Flächen am Boulevard wird man aber jedenfalls kaum herumkommen, da sich auch Wohnungen an einer solchen Ausfallstrasse zumindest als Eigentumswohnungen zur Eigennutzung nicht so leicht vermarkten lassen dürften, mal sehen, ob da im Bezug auf das entsprechende Projekt auf dem Vivico-Areal gelingt.
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Alt 15.12.08, 12:00   #36
Fizgig
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Neue Wohnblöcke werden vermarktet

Beim Sonntagsspaziergang ist mir an der Idsteinerstraße ein Pavillion aufgefallen, direkt hinter der Bahn, wo die ein neuer Bauabschnitt im Europaviertel vermarktet wird. Es ist das Baufeld in der Verlängerung von Schwalbacherstraße, direkt gegenüber von dem existenten Spielplatz.

Es werden im ersten Bauabschnitt 5 Stadtvillen unterschiedlicher Größe hochgezogen, wenn ich das richtig sehe, zumeist als Eigentumswohnungen. Die Architektur ist eher durchschnittlich, die Lage nicht so schlecht, da dort, wo jetzt der Spielplatz ist, der erste kleine Park entsteht, der eine Verbindung zum Europagarten herstellen wird.

Baubeginn soll im März sein.
Pläne, Querschnitte und Bilder zu finden hier:
http://www.gwh-am-europagarten.de/
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Alt 16.12.08, 09:16   #37
Schmittchen
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Wettbewerb Europagarten entschieden / Baubeginn Sommer 2009

Nach einer Pressemeldung der aurelis Real Estate stehen die Preisträger des Realisierungswettbewerbs zur Freiraumplanung im Europagarten fest: Einstimmig vergab die Jury den ersten Platz an das Büro Relais Landschaftsarchitekten, Berlin. Platz 2 errang Levin Monsigny GmbH. Platz 3 wurde zweimal vergeben an Kuhn Truninger GmbH, Zürich, und Westpol Landschaftsarchitekten GmbH, Basel.

Durch den Siegerentwurf, so die Bewertung der Jury "entsteht […] ein Freiraum, der den unterschiedlichen Nutzungsansprüchen der Quartiersbewohner entgegenkommt. […] Im Einzelnen ergeben sich Aufenthaltsräume von hoher Qualität und Anmutung, am Ende ein Garten mit städtischem Charakter." Positiv bewertet die Jury die großzügige Promenade durch den Park, die geprägt ist "von heckengeschützten Sitzbereichen, der baumüberstandenen Promenadenfläche und der Kante zur großen Wiese – ein klassisches, bewährtes Motiv der Gartenkunst." Im westlichen Teil des Parks ist ein Areal mit Wasserbecken und Pflanzungen geplant. Mehrere heckengesäumte Spielbereiche laden Kinder ein, sich dort auszutoben.

Mit dem Europagarten realisiert die Immobiliengesellschaft aurelis Real Estate GmbH & Co. KG schon ab Sommer 2009 schrittweise das grüne Kernstück des neuen Frankfurter Stadtquartiers Europaviertel West. Parallel dazu vermarktet aurelis die Flächen zur Bebauung. Der Europagarten verläuft über rund sechs Hektar. Weitere ca. drei Hektar kommen als Grünverbindung zwischen dem benachbarten Stadtteil Gallus und dem Rebstockpark jenseits der Straße Am Römerhof hinzu.

Die Ergebnisse des Wettbewerbs werden in der Zeit vom 16.12. bis 23.12.2008 im Foyer des Gallus-Theaters, Kleyerstraße 15, öffentlich ausgestellt. Öffnungszeiten sind jeweils 11-18 Uhr, am Donnerstag, 18.12.2008, nur von 10-13 Uhr. Am Mittwoch, 17.12.2008, findet ab 17 Uhr eine öffentliche Führung mit Erläuterung der Wettbewerbsergebnisse statt.

Visualisierungen gibt es auch:




Text und Bilder: aurelis Real Estate
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Alt 16.12.08, 23:20   #38
Knotsch
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Knotsch könnte bald berühmt werden
... danke. Heisst das jetzt, dass der Park angelegt wird, und der Tunnel anschliessend drunter durch gebuddlet wird? Das wäre ja mal wieder ein richtiger Schildbürgerstreich.

Oder wird jetzt beides zusammen angegangen?
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Alt 17.12.08, 20:06   #39
Torben
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Torben ist essentiellTorben ist essentiellTorben ist essentiellTorben ist essentiellTorben ist essentiellTorben ist essentiellTorben ist essentiellTorben ist essentiellTorben ist essentiell
Es soll zunächst eine nördliche und südliche Promenade angelegt werden. Sie besteht aus breiten Wegen und drei Baumreihen und bildet grob etwas nach außen versetzt eine Fortführung der Gehwege der Europaallee. In der Mitte die Fläche ist größtenteils Wiese. Diese Fläche wird zunächst provisorisch angelegt. Das ganze soll wie im Pressetext erwähnt 2009 angegangen werden und könnte 2010 bereits nutzbar sein. Der Straßentunnel wird auf alle Fälle kommen und dies wohl in offener Bauweise nicht sehr tief unter dem Park. Den Zeichnungen nach zu urteilen liegt die zukünftige Straßenoberfläche ca. 2-3 unter der derzeitigen Geländeoberfläche, welche aber noch erhöht wird. Insgesamt steigt der Park von Norden und Süden leicht zur Mittellinie über dem Tunnel hin an.

Nach dem Bau des Tunnels sollen am westlichen Ende der Grünfläche zwischen den beiden Promenaden auf etwa quadratischer Fläche verschiedene kleine Wasserflächen entstehen unterbrochen durch abgegrenzte bepflanzte Teile dazwischen (was man auf dem Rendering sieht). Das ganze soll etwas ablenken von der Tunneleinfahrt im Osten, die sonst im Park dominieren würde. Aus dem Entwurf des 2. Platzes kam die Idee um die Tunneleinfahrt herum eine etwas erhöhte Terrasse anzulegen, um die Straße abzuschirmen. Dort würde sich ein Cafebetrieb anbieten mit Blick auf den Park auf der einen Seite sowie auf die Europaallee und die Skyline auf der anderen Seite. Die Grünfläche in der Mitte wird eine wellige Form erhalten. Die Wellen verlaufen 90 Grad gedreht zu der zentralen Erhöhung über dem Tunnel, also von Nord nach Süd. Die Wegebeziehungen quer über die Grünfläche sind auf die zwei wichtigsten Hauptachsen minimiert und orientieren sich an der Wellenform.

Was mit dem U-Bahn-Tunnel ist, das kam leider nicht so wirklich raus. Es besteht in der Politik immer noch keine hundertprozentige Einigkeit darüber, ob die U-Bahn überhaupt kommt. Wenn sie kommt, dann wird das durch die ganzen Verfahren im Vorlauf so spät passieren, dass man sie wohl bergmännisch baut.

Geändert von Torben (17.12.08 um 22:01 Uhr) Grund: Rechtschreibung
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Alt 18.12.08, 08:08   #40
Fizgig
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Der U-Bahn Tunnel war zumindest in den Querschnitten der Parkpläne enthalten und lag unterhalb des Strassentunnels. Zu hoffen bleibt, das dieser direkt mit dem Straßentunnel angelegt wird.
Die verschiedenen Entwürfe für den Park sind sehr interessant. Das herausragende an dem Siegerentwurf ist wirklich die Parkallee, die an der nördlichen Seite des Parks entlangläuft und sehr breit ist, Baumgesäumt mit vielen Bänken. Die Rasenfläche ist wie oben schon gesagt wellenartig.
Das an der Ostseite ein Cafe entstehen soll, ist mir neu, bisher kannte ich nur das an der Westseite.
In den Plänen ist auch noch ein Fussgängerbrücke über die aktuelle Messezufahrt enthalten, so dass ein Fussweg vom Gallus durch die Parks über Europagarten in den Rebstockpark entsteht. Sieht vielversprechend aus.
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Alt 30.12.08, 14:09   #41
Schmittchen
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Ergänzend zu Fizgigs Beitrag oben in #23 Fotos vom vergangenen Sonntag. Das in dem bunten Verkaufscontainer ausgestellte Modell:



Nicht gerade das, was ich ich als mitreißende Architektur bezeichnen würde.



Abgesehen von Straßenbau und Vorbereitung des Baugeländes ist noch nichts passiert. Sehr viel Platz:


Bilder: Schmittchen
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Alt 30.12.08, 17:19   #42
mysterio
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mysterio ist im DAF berühmtmysterio ist im DAF berühmt
Die Modellfotos oben zeigen sehr genau, dass sich meine (und nicht nur meine) Befürchtungen hinsichtlich der Optik bewahrheiten dürften. Die durchaus gelungenen Wolkenkratzer - Entwürfe im/am Europaviertel können kein ganzes Viertel "retten". Zumindest der westliche Teil des Europaviertels dürfte - soviel voreiliger Pessimismus sei erlaubt - wie "Rebstockpark" aussehen...Plattenbauromantik.
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Alt 30.12.08, 18:04   #43
mik
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mik ist ein Lichtblickmik ist ein Lichtblickmik ist ein Lichtblickmik ist ein Lichtblickmik ist ein Lichtblickmik ist ein Lichtblickmik ist ein Lichtblick
Das ist doch keine Plattenbauromantik. Plattenbaugebiete sind offen und luftig gestaltet. Die Dichte wird durch die Geschosszahl erreicht, die Wirtschaftlichkeit wird letzten Endes aber hinter die ideologische Komponente zurückgestellt.

Was wir hier bekommen ist Wirtschaftlichkeit pur. Dichte soll als "urban" verkauft werden, jedoch ist aber die komplette Konzeption, vom Außenraum bis zur Orientierung der Balkone alles andere als städtisch. Man sieht wie sich alles nach dem Klischeebild deutscher Privatsphärevorstellungen orientiert. Eine Art gestapeltes Reihenhaus, eben nur aus Kostengründen mehrstöckig. Das städtische Leben will man zwar vor der Tür haben, aber bitte neben an. Besonders krass vor allem die Detailgenauigkeit der Hecke im Modell. Das sagt schon so ziemlich alles.

Das traurige an der Sache ist, dass die zukünftigen Bewohner es aber eben so wollen. Die Menschen wollen am liebsten im Reihenhaus wohnen, Stadtleben aber in Fußreichweite haben und da sie es sich auch leisten können müssen, wird eben der Geschosswohnungsbau als Kompromiss akzeptiert.
Genauso wie bei Fertighäusern in der Vorstadt kann man hier weder dem Projektentwickler noch dem Architekten direkt Schuld geben, denn die angestrebten Ziele (Wirtschaftlichkeit - und die ist letztlich vom Kundenwunsch abhängig) werden mit dieser Architektur bestens erreicht.

Aber trotzdem, es geht auch schlimmer. Meine Kritik mag sich vernichtend anhören, aber sie ist eben ein allgemeines Eingeständnis an die gesellschaftliche Realität. Dieses Projekt ist nicht gut, aber auch keine Katastrophe. Zumindest nicht im Bundesdurchschnitt. Außerdem gibt es trotz der Spararchitektur etwas Variation, die Proportionen sind stimmig und die Gebäude anständig gegliedert.
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Alt 30.12.08, 21:03   #44
Immobilienmogul
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Immobilienmogul braucht man einfachImmobilienmogul braucht man einfachImmobilienmogul braucht man einfachImmobilienmogul braucht man einfachImmobilienmogul braucht man einfachImmobilienmogul braucht man einfach
und bitte noch etwas zur Ehrenrettung des Investors (GWH/ Helaba) und der ersten freiwilligen Bewohner, die hier kaufen sollen und trotz allem Immobilienmarketing-Gedingse: Das Projekt wird letztlich im Gallus stehen und sich nur ins "Europaviertel" orientieren.

Da muß man Selbstzahler erst mal hinkriegen! Dafür find ich die Architektur ruhig und gelungen. Ist doch nicht jeden Tag eine IBA mit fettem Budget!
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Alt 14.01.09, 11:50   #45
FrankfurterBub
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Zum GWH-Projekt (Westparc)

Anscheinend hat man das Projekt aufgrund der Finanzkrise vorerst zurückgestellt bzw. wird nicht in einem Zug das ganze Projekt realisieren - schade aber hoffentlich kein Impuls an andere Investoren...
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