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Alt 19.06.10, 17:08   #31
epizentrum
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Haupt- und Realschule Innenstadt (Lange Straße)

In Ergänzung zu den Beiträgen #21, #11, #10 und #7 bis #3 sieht die zur Obermainanlage zeigende Rückseite des im Umbau befindlichen Teiles der Schulgebäude aktuell so aus:



Mit dem Bestandsbau rechts im Vordergrund:


Bilder: epizentrum

Am Neubau vorne zur Langen Straße hat sich optisch nichts getan; daher gibt es davon kein Update. Ich hatte gehofft, man hätte begonnen, die Fassadenelemente anzubringen. Auf die Wirkung des Natursteins bin ich gespannt, werde mich aber wohl noch gedulden müssen.
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Alt 22.06.10, 14:16   #32
Project
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Hermann-Luppe-Schule (Praunheim)

Der 2004 begonnene Neubau der Hermann-Luppe-Schule (An der Praunheimer Mühle 7) ist fertig gestellt (Bilder). Gründe für die Verzögerungen waren unter anderem ein ungeeigneter Untergrund, die chronisch knappe Kasse sowie römische Relikte. Der Neubau des Büros Voigt und Herzig Architekten kostete gut EUR 7,6 Millionen (Quelle).
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Alt 07.07.10, 12:06   #33
epizentrum
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Georg-Büchner-Schule (Pfingstbrunnenstraße 15-17)

Die Stadt hat nun (endlich) die Rohbauarbeiten für den Erweiterungsbau an der Georg-Büchner-Schule in der City-West ausgeschrieben. Die Entscheidung für den Entwurf der Berliner Architekten Bock + Sachs fiel bereits 2008, siehe Schmittchens Strangeröffnungsbeitrag #1.

Abgabefrist ist der 17.8.2010. Die Arbeiten sollen im November beginnen und Ende Mai 2011 abgeschlossen sein. Gebaut wird im Passivhausstandard.
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Alt 08.07.10, 12:43   #34
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Ziehenschule (Eschersheim)

Die Stadt investiert über 20 Millionen Euro in die Infrastruktur der Ziehenschule (Josephskirchstraße 9) nahe der Eschersheimer Landstraße. Unter anderem entsteht als erster Bauabschnitt ein neues, dreigeschossiges Nebengebäude. Die Fassaden sollen mit Kletterpflanzen "spektakulär" begrünt werden. Auch im Hinblick auf den geplanten Schulpark, in dem kleine Plätze zum Verweilen einladen sollen, sei das Haus als "Green Building" konzipiert worden. Architektonisch soll das Gebäude aus dem Park "empor" wachsen.

Derzeit wird geprüft, ob der störende Anbau, ein Provisorium aus den frühen 1970er Jahren, saniert oder abgerissen und durch einen Neubau ersetzt wird. Für diesen zweiten Bauabschnitt stellt die Stadt der Ziehenschule etwa 8,7 Millionen Euro zur Verfügung.

Der dritte Bauabschnitt betrifft ein marodes Gebäude des ehemaligen Straßenbahndepots in unmittelbarer Nachbarschaft der Ziehenschule. Dieses könnte, so die Idee der Planer, zu einem kleinen Theater umgebaut werden (Quelle).
__________________
Frankfurter Projektliste
Alle Bauprojekte in Frankfurt am Main bis einschl. 15.09.2010 (letztes Update)
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Alt 20.07.10, 10:52   #35
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Grundschule Kalbach

Die bald 100-jährige Grundschule an der Kalbacher Hauptstraße 54 (Karte, Homepage, Bewertungsseite mit zwei positiven Einträgen) wird bekanntlich gerade saniert und erweitert. Aus der Bekanntgabe einer Fassaden-Bauleistung gehen technische Details und ein Zeitplan hervor:
  • Es werden Pfosten-Riegel-Fassaden mit Öffnungsflügeln, Nachlüftungsklappen und Fensterelementen verbaut
  • Die Fassade ist insgesamt 820 qm groß
  • Als Sonnenschutz sind 770 qm "Raffstores" vorgesehen
  • Alle Fassadenelemente in Passivhaus-Bauweise mit Dreifachverglasung

Die Fassadenarbeiten sollen im Februar 2011 beginnen und im Mai 2011 abgeschlossen sein.
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Alt 01.08.10, 21:11   #36
epizentrum
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Carl-Schurz-Schule (Holbeinstraße 30)

Die Carl-Schurz-Schule, ein Gymnasium in der Holbeinstraße in Sachsenhausen, wird seit fast genau einem Jahr saniert und um einen Neubau ergänzt. Wenn ich es richtig sehe, fand das Projekt hier noch keine Erwähnung.

Die Bestandsgebäude wurden 1957 nach mehrjähriger Bauzeit fertiggestellt und stehen unter Denkmalschutz. Sie werden gesamtsaniert. Die Karte vermittelt einen guten Eindruck von der Lage und der Anordnung der Baukörper. Der Neubau entsteht in Fortsetzung des östlichen Gebäudes.

Der Denkmalschutz hat seine Berechtigung, wie ich finde. Das L-förmige Gebäude fügt sich harmonisch in die Umgebung ein, seine Proportionen und Materialien sind stimmig, die Fassade ist kleinteilig, der ganze Komplex strahlt eine schöne Ruhe und
Freundlichkeit aus. Aus der Bing-Vogelperspektive kann man leider die Fassadendetails nicht erkennen, deren Kleinteiligkeit und Leichtigkeit aber gerade einen Reiz des Gebäudes ausmachen. Meine folgenden Bilder zeigen die eingerüsteten Gebäude von Osten (Schneckenhofstraße) übers Eck nach Westen (Holbeinstraße):






Bilder: epizentrum

Im Hintergrund des letzten Bildes lugt der Neubau hervor. Das Gelände konnte ich nicht betreten. Dafür gibt es davon Renderings der verantwortlichen Architekten h4a Gessert + Randecker Freie Architekten BDA auf ihrer Webseite. Das Haupt-Rendering und der Lageplan folgt hier:




Bilder: h4a Architekten (www.h4a-architekten.de)

Einen kleinen Steckbrief zu den Architekten gibt es hier. Umfangreiche Informationen zum Projekt, ein weiteres Rendering und Bilder von der Baustelle zeigt die Schul-Website (www.carl-schurz-schule.de) auf dieser Unterseite. Hier noch das Bauschild:


Bilder: epizentrum

Von den Materialien her bildet der Neubau einen deutlichen Kontrast zu den Bestandsgebäuden. Die Architekten bleiben sich mit der Wahl farbigen Glases vor allem ihren eigenen, bisherigen Projekten treu. Allerdings greifen sie Traufhöhen, Fluchtlinien, horizontale Gliederung und auch die gewisse Leichtigkeit der Bestandsgebäude in ihrem Neubau auf und setzen den neuen Baukörper so, dass sich eine nur zur benachbarten Kirche geöffneter Campus ergibt. Der Neubau beherbergt 12 Klassenräume und die Schul-Cafeteria. Das bisher durch einen Grünstreifen halb verdeckte Souterrain-Geschoss zur Schneckenhofstraße hin ist nun außerdem geöffnet und erhält eine Terrasse, die von der Straße durch eine Treppe erreichbar ist.

Der Schulbetrieb für die ca. 1000 Schüler findet zur Zeit in einer Container-Burg am benachbarten Otto-Hahn-Platz statt. Fertigstellung sollte ursprünglich 2010 sein. Die aktuellen Ausschreibungen für die restlichen Arbeiten wie Bodenbeläge, Dämmung und Möblierung geben jedoch Februar 2011 bzw. sogar Juni 2011 (MSR-Technik) als Zieltermine an. Die Umsetzung des Projektes wurde bereits im Oktober 2008 beschlossen. Es sollte damals ca. 19 Mio. Euro kosten. Die Architekten planten bereits 2007.

Der Namensgeber der Schule, Carl Schurz, war einer der aktiven Aufständischen von 1848, kämpfte gegen die Preußen und befreite seinen Mentor aus der Gefangenschaft in Spandau. 1852 wanderte er in die USA aus. Schurz hielt sich u.a. mit Musikunterricht über Wasser. Die heutige Schule hat einen Schwerpunkt auf der musikalischen Bildung mit entsprechenden Zusatzaktivitäten wie etwa einem Schulorchester.
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Alt 01.08.10, 22:47   #37
garcia
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garcia ist ein geschätzer Menschgarcia ist ein geschätzer Menschgarcia ist ein geschätzer Menschgarcia ist ein geschätzer Mensch
Epizentrum, bist Du sicher dass Du am Tag des Shootings zur Carl-Schurz Schule nüchtern warst? Die gesamte Umgebung ist von weitgehend erhaltenem Altbaubestand geprägt (bis auf das Gebäude gegenüber). Der Bau fügt sich in Form und Materialität (billig) nicht einmal ansatzweise in die Umgebung ein. Der Denkmalschutz ist mir hier völlig unbegreiflich. Da ich lange in der Gegend gewohnt habe, weiß ich dass auch den Anliegern das Gebäude ein Dorn im Auge ist.
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Alt 01.08.10, 23:12   #38
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Indiskutabel (und unbegreiflich, wie man sowas jemals als gestaltendes Element begreifen konnte) ist meiner Meinung vor allem diese Badezimmer-Kacheloptik. Das ist im Stadtraum ungefähr so originell, wie als würde ich ein Klo als Sitzgelegenheit in mein Wohnzimmer stellen. Ansonsten ist das Gebäude eher ein typischer Vertreter seiner Zeit (sogar mit richtigem Dach!) und könnte mit einer neuen Materialität erheblich aufgewertet werden.
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Alt 01.08.10, 23:30   #39
Schmittchen
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Wenn Erhalt und Sanierung, dann mit originalen Materialien. Da muss man - zeitlich gesehen - eben auch mal durch, wenn Einzelheiten nicht dem aktuellen Mehrheitsgeschmack entsprechen. Was dabei herauskommt, wenn Fassaden dem jeweiligen Zeitgeist angepasst werden, das konnte man beispielsweise bis vor kurzem noch an der Kaiserstraße 48 bestaunen. Gut, wenn der Denkmalschutz solchen Auswüchsen rechtzeitig einen Riegel vorzuschieben vermag.

Es ließe sich übrigens trefflich darüber streiten, ob der 862. Sanitärvergleich denn nun origineller ist.
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Alt 02.08.10, 07:06   #40
Xalinai
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Xalinai ist essentiellXalinai ist essentiellXalinai ist essentiellXalinai ist essentiellXalinai ist essentiellXalinai ist essentiellXalinai ist essentiellXalinai ist essentiellXalinai ist essentiell
Das großflächige Verliesen der Außenfassaden ist nun mal ein typisches Gestaltungselement der 50er Jahre.
Neben der (selten genutzten) Möglichkeit der farbigen Gestaltung der Fassade war dabei entscheidend, die Robustheit und Widerstandsfähigkeit des Fassadenmaterials, die häufige Erneuerung und Anstriche ersparen sollte. Das ist auch ein Grund dafür, warum diese Technik bei aktuellen Wohnbauten z.B. in Shanghai oder Hongkong noch gerne verwendet wird (Allerdings in kleineren Formaten, das heißt dann, wie in der Schäfergasse "Schwimmbadoptik" statt "Sanitär").

Wenn das ganze, wie in den 50ern, ordentlich verarbeitet wurde und nicht (wie in den 70ern) durch Einlegen in die Schalung für Betonfertigteile, dann werden diese Erwartungen wie im aktuellen Beispiel sogar erfüllt - 50 Jahre, weitgehend ohne Pflege, für eine Fassade ist ein richtig guter Wert. Insofern ist der Erhalt bzw. die Wiederherstellung der Fassage in der originalen Optik auch in Anbetracht der Unterhaltskosten und nicht nur wegen des Denkmalschutzes eine sinnvolle Maßnahme.

Wenn man dann noch Material mit Nano-Beschichtng nimmt, das per Lotos-Effekt wirklich den Dreck abstößt und vielleicht auch noch Graffitti-resistent ist...
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Alt 02.08.10, 09:43   #41
epizentrum
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Ich war in der Tat nüchtern, als ich die Schule besuchte; habe gerade noch einmal das Wochenende diesbezüglich Revue passieren lassen ;-) Nach wie vor finde ich, dass dieses 50er-Gebäude eine gute Architektur hat. Es hat zur Holbeinstraße hin großflächige Fensterelemente mit, 50er-typisch, schmalen Fensterrahmen, die das Glas betonen. Diese Elemente wurden bereits alle erneuert. Auch zur Holbeinstraße hin liegt der Haupteingang mit seinem schwebendem, angeschrägten Vordach. Darüber die waffelartig gelochte Betonfassade. Der Hauptriegel zieht sich entlang der Schneckenhofstraße und wirkt trotz seiner Größe zurückhaltend und leicht. Dazu tragen die vertikale Gliederung in sechs Segmente bei und darin die Fensterrasterung, welche mit den Fliesenbändern die Horizontale betont. Auf der Ecke gibt es noch einen fensterlosen Abschnitt, den ein buntes Mosaik ziert. Naja. Am hinteren Ende springt der Riegel nach vorne zur Straße hin, damit er sich in den Blockrand der Gründerzeit-Nachbarn einfügt.

Wie gesagt, ich finde den Bau trotz seiner Größe zurückhaltend und gut gestaltet. Natürlich entstammt er einer anderen Epoche als die benachbarten Wohnhäuser, aber er nimmt von den Fluchten, seiner inneren Gliederung her definitiv Rücksicht auf diese Häuser. Das sind aber nicht alle Nachbarn. Zum Norden hin steht die Lukas-Kirche von 1913. Ihr sieht man die Jugendstil-Nachwehen noch deutlich an. Ihre Farbe: Ocker, passend zur Carl-Schurz-Schule. Gegenüber der Carl-Schurz-Schule an der Holbein-Straße: Der Otto-Hahn-Platz: Ein Park, keine Gründerzeit-Bauten.

In den 50ern, vor allem aber in den 70er- und 80er-Jahren sind wirklich enorm viele Gebäude mit rücksichtsloser, rein selbstbezogener Architektur entstanden. Wer nur einmal die benachbarte Walter-Kolb-Straße heruntergeht, weiß ein Lied davon zu singen. Auch der Bundesrechnungshof aus den 50ern ist ein Koloss, der wie ein selbstverliebter Fremdkörper alles überdeckt, was um ihn herum steht. Auf die Carl-Schurz-Schule trifft das aber definitiv nicht zu.
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Alt 04.08.10, 13:00   #42
epizentrum
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Anna-Schmidt-Schule (Gärtnerweg 29)

Und noch 'ne Schule: Die Gebäude der privaten Anna-Schmidt-Schule am Standort Westend werden modernisiert und erweitert. Auf der Satellitenversion der Karte erkennt man gut, wie dicht das Schulgrundstück bereits bebaut ist. Modernisiert und erweitert wird vor allem die Sport- bzw. Mehrzweckhalle im Westen des Campus. Der Neubau verlängert die Halle nach Süden und nach Osten in den Hof hinein. Ebenfalls erweitert werden die Nebenräume der Halle, die Mensa sowie Klassenräume am nördlichen Riegel des Ensembles zum Gärtnerweg hin. Architekt ist Klaus Heim aus Hanau, der den entsprechenden Wettbewerb gewann und aus dessen Projektseite (unter "News") die folgenden Renderings bzw. die Pläne stammen:




Bilder: Klaus Heim Architekten

Auf der Projektseite gibt es weitere Bilder, leider alle etwas klein geraten. Baubeginn war laut Heim März 2010. Die Arbeiten am Gärtnerweg begannen lt. Baustelleninformation im Juli 2010. Die Südfront schaut zur Zeit folgendermaßen aus:



Die Turnhalle ist im Hintergrund zu sehen. Von der Straße her ist sie schlecht erreichbar. 2003-2006 wurde die Schule bereits erweitert, umgebaut und saniert, auch zur Erfüllung der Brandschutzverordnung (Referenz). Das dürfte die Oberstufen- und Grundschul-Gebäude zur Fellnerstraße hin betroffen haben, auf meinem Bild die beiden weißen Gebäude im Vordergrund. Ein Blick von oben (vom 16. Juli) zeigt mehr von der aktuellen Baustelle:



Am 20. August feiert die Schule eine Art Richtfest für die im Rohbau fertiggestellte Turnhallenerweiterung (ohne Dachstuhl): Ankündigung mit dezenter Aufforderung, noch den einen oder anderen Euro zur Unterstützung der Baukosten mitzubringen.

Die Fensterrahmen der bereits sanierten Gebäude sehen etwas klobig aus, mit etwas Fantasie wie das Gesicht der Eule, das die Schule als ihr Logo verwendet:



Und hier noch das Bauschild:


Bilder: epizentrum

Für die Statik ist das Hanauer Ingenieurbüro Euler (Referenzseite) verantwortlich, für die Projektsteuerung k-pro (Nicht-Webseite) aus Hösbach.

Die Schule wurde bereits 1886 (!) als eine Art "Höhere-Töchter-Schule", also als private Mädchenschule an der Mainzer Landstraße gegründet und wuchs auch durch Krisen und Kriege nach Anfangsjahren kleineren Rahmens zu einer ausgewachsenen höheren Lehranstalt heran. Mittlerweile besuchen mehr als 1.300 Schüler das Kinderhaus, die Grundschule und das Gymnasium an den zwei Standorten Westend und Nieder-Erlenbach. Die Anna-Schmidt-Schule folgt der Montessori-Pädagogik ("Hilf mir, es selbst zu tun") und ist eine UNESCO-Projektschule (Ziel: "Global denken, lokal handeln"). Sie war beispielsweise eine Veranstalterin des Projektes "Agenda 21 NOW!" gegen die globale Erwärmung.
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Alt 08.08.10, 15:33   #43
skyliner
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Grundschule Am Landgraben in Bergen

Nachdem Project in #20 bereits berichtet hat, hier nun erste Bilder:



Die Baugrube für den Neubau:





Das alte Bestandsgebäude zur Sanierung:


Übergangsweise befindet sich für den Unterricht ein Containerdorf direkt an der vielbefahrenen
B521...

Alle Bilder von mir vom 08.08.2010 um 13:30
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Alt 21.08.10, 03:11   #44
skyliner
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Schule Am Landgraben, Bergen

AKtuelles Bild von gestern:


Bild von mir vom 20.08.2010 um 15:00 Uhr.
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Alt 23.09.10, 11:50   #45
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Schule am Landgraben, Bergen

Zu dem Schulneubau der beiden Vorgängerbeiträge habe ich im Netz noch eine kleine Visualisierung gefunden, die den Neubau von der Seite zeigt. Voilà:


Bild: Energie Planer Team, Seeheim-Jugenheim / sdks Architekten, Darmstadt

Energie Planer Team in Seeheim-Jugenheim (Website) sind für die Passivhausberatung zuständig, sdks aus Darmstadt (Website) für die Gesamtplanung. Den Schulstandort habe ich in der Projektkarte eingetragen. Die Schul-Website mit einer Projektinformation findet sich hier. Demnach würden die Arbeiten bis Herbst 2011 abgeschlossen.
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