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Alt 02.01.18, 13:01   #1636
Bau-Lcfr
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Zitat:
Zitat von MiaSanMia Beitrag anzeigen
Die Renditen für Immobilien sind in München unter boomenden, deutschen Großstädten am niedrigsten.
Soweit ich mich erinnere, in München gilt seit längerer Zeit Pflicht zum bestimmten Anteil an Sozialwohnungen. Werden diese auch vom Staat (bzw. der Politik) bezahlt oder handelt es sich bloß um Querfinanzierung auf Kosten der anderen Wohnungen? Im zweiten Fall müsste etwas passieren, da diese Querfinanzierung de Facto eine verdeckte Steuer auf den Bau der Normalwohnungen ist. In diesem Fall kann man jedoch nicht vom Fördern des Wohnungsbaus allgemein reden - die Sozialwohnungen, die die Politiker lautstark fordern, sollten sie gefälligst auch bezahlen.
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Alt 02.01.18, 13:25   #1637
Munich_2030
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Stimme mit LugPaj und Jai-C zu 100% überein! Es ist in München alles machbar! Wie bereits erwähnt wurde, war es das doch vor mehr als 45 Jahren auch!!!

Ist der Fortschritt im Bauwesen an MUC komplett vorbeigegangen?

Außerdem ist es absolut falsch, den OB jedesmal aus der Verantwortung zu nehmen. Ein OB mit Visionen, der reißt das gesamte, lahme Baureferat, Frau Merkel, etc. mit!

Es kann doch nicht sein, daß die Bayernkaserne bereits seit 5 Jahren geplant ist und 2028!!! fertig wird? Hallo, wo leben wir denn?

Dieses Mini-Projekt würde in NYC, Dubai, etc. von der Planung bis zur Fertigstellung höchstens 1 Jahr dauern! Hier anscheinend 15 Jahre?

Leben wir in MUC auf einem anderen Planeten? Sind in diesen Städten etwa Außerirdische am Werk ?

Nein, da gehen ganz einfach Menschen mit klaren Visionen ihrer Arbeit nach!!!
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Alt 02.01.18, 14:00   #1638
Jai-C
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Zitat:
Zitat von Munich_2030 Beitrag anzeigen
Außerdem ist es absolut falsch, den OB jedesmal aus der Verantwortung zu nehmen. Ein OB mit Visionen, der reißt das gesamte, lahme Baureferat, Frau Merkel, etc. mit!
Wenn wenigstens Visionen da wären... stattdessen gibt Hr. Reiter ja nur "Denkanstöße" wie: "Also man könnte theoretisch auch mal über Nachverdichtung diskutieren". Das ist einfach viel zu wenig, von der Rolle des OB erwarte ich auch dass eine Position bezogen wird und diese dem Bürger kommuniziert wird. Die ständige Ankündigung einer Diskussion über eine noch zu findende Position ist dieses Amtes unwürdig. Für mich spricht da ein Berufspolitiker der zu lange in Verwaltungsfunktionen gearbeitet hat und sich gegenüber seinen Vorgesetzten durch Übernahme deren Meinung empfohlen hat.

Was München braucht ist ein OB, der noch nicht betriebsblind ist. Jemand der unverbraucht seine Ideen äußert und sich nicht darum kümmert wie er sein über Jahrzehnte gewachsenes Netzwerk am besten schützt. In anderen Worten: Es braucht einen Kandidaten, der nicht aus dieser verkrusteten Stadtverwaltung emporgekommen ist, sondern der sich anderweitig seine Lorbeeren verdient hat - zum Beispiel ein erfolgreicher Unternehmer.

Zitat:
Zitat von Munich_2030 Beitrag anzeigen
Es kann doch nicht sein, daß die Bayernkaserne bereits seit 5 Jahren geplant ist und 2028!!! fertig wird? Hallo, wo leben wir denn?
Richtig, das ist ein Paradebeispiel für extern zu beschaffende Ressourcen, die hier Fakten schaffen. Es kann nicht sein dass die Stadtverwaltung mit ihrer schlafmützigen Arbeitsweise ständig der Bremser ist.

Zitat:
Zitat von Bau-Lcfr Beitrag anzeigen
In diesem Fall kann man jedoch nicht vom Fördern des Wohnungsbaus allgemein reden - die Sozialwohnungen, die die Politiker lautstark fordern, sollten sie gefälligst auch bezahlen.
Von welchem Geld? Politiker haben am Ende ja nur Steuergelder zum ausgeben...
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Alt 02.01.18, 14:30   #1639
Bau-Lcfr
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^ Dennoch ist es ehrlicher (bzw. transparenter), wenn man für den Bau von X Sozialwohnungen die Etatposition Y mit YY Mio. EUR aufstellen muss - statt immer wieder diverse "Wohltaten" via verkappte Steuern finanzieren zu wollen. Ein anderes Beispiel - Sozialstrom, nach dem ein Düsseldorfer OB noch als Kandidat gefragt wurde und im Interview erwiderte, dass den dann die anderen Strombezieher bezahlen müssten (was auch zog, immerhin wurde er damals gewählt).

Bei den astronomischen Wohnungspreisen, besonders in München, wundert mich, dass so wenig öffentlich über allerlei Kostenbestandsteile geredet wird - darunter eventuelle Querfinanzierungen. Im Düsseldorfer Wohnen-Thread habe ich mal geschätzt, wieviel es kosten müsste, wenn der aus den Baukosten resultierende Mietpreis um 12 EUR/Qm kalt liegt, aber 40% per Dekret je 8 EUR/Qm oder so verteilt werden müssten - den Fehlbetrag muss man natürlich auf den Rest der Wohnungen umlegen, ein deutlich bemerkbarer Betrag von einigen EUR/Qm*Monat.
Ich googelte ein wenig - demnach soll die Stadt München 2017-2021 870 Mio. EUR für den Wohnungsbau ausgeben (wohl insgesamt, nicht jährlich?). Die Rede ist von Förderungen, für die ein Investor u.a. zu 60 Jahren günstigeren Mieten verpflichtet ist - das deckt aber bestimmt nur einen Teil des Fehlbetrags, wenn dazu per Pflichtanteil an Sozialwohnungen gezwungen wird? Wie genau der Fehlbetrag sich entwickelt und wie viel davon die Förderung deckt, wäre ich neugierig - hat jemand genaue Angaben?
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Alt 02.01.18, 14:47   #1640
MiaSanMia
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Zitat:
Zitat Munich_2030:
Ist der Fortschritt im Bauwesen an MUC komplett vorbeigegangen?
Welcher Fortschritt soll das denn seit den 70ern gewesen sein?
Mehr Gebäudetechnik führt zu höheren Baukosten und einer größeren Anzahl an potentiellen und vorhandenen Mängeln aber trägt von ein paar wenigen Ausnahmen abgesehen nicht zur Beschleunigung von Wohnbauprojekten bei. Schließlich hapert es ja nicht an den Bauzeiten selbst, sondern an den Planungs- und Genehmigungszeiten. Und genau hier kamen seit den 70ern leider auch ein Haufen neuer Vorschriften dazu. Es wäre also dringend an der Zeit, hier endlich aufzuräumen.

Zitat:
Außerdem ist es absolut falsch, den OB jedesmal aus der Verantwortung zu nehmen.
Wer nimmt denn den OB jedes mal aus der Verantwortung? Das tut er höchstens selbst - womit er sich aber sicher keinen Gefallen tut, die nächste Wahl kommt bestimmt. Trotzdem ändert das ja nichts daran, dass er damit richtig liegt, dass es genug wichtige Aufgaben auf Bundes- und Landesebene zu erledigen gäbe, die dazu beitragen könnten, endlich wieder bezahlbaren Wohnraum zu erhalten (siehe unten).

Zitat:
Dieses Mini-Projekt würde in NYC, Dubai, etc. von der Planung bis zur Fertigstellung höchstens 1 Jahr dauern
Dass es außerhalb Deutschlands bedeutend schneller geht, ist wohl offensichtlich. Nur hast du denn für NYC ein Beispiel, dass 6.000 Wohnungen innerhalb eines Jahres entworfen, geplant, gebaut und fertiggestellt werden? Das kommt mir sehr unrealistisch vor.

Zitat:
Zitat Jai-C:
Es braucht einen Kandidaten, der nicht aus dieser verkrusteten Stadtverwaltung emporgekommen ist, sondern der sich anderweitig seine Lorbeeren verdient hat - zum Beispiel ein erfolgreicher Unternehmer.
Was nutzt einem der Kandidat, wenn er nicht gewählt wird?
Ist ein Unternehmer tatsächlich die bessere Wahl für einen Posten als Oberbürgermeister einer Millionen Stadt? Oder würde gerade dann der soziale Aspekt gegenüber ökonomischen Ansichten ins Hintertreffen geraten? Ich halte es für äußerst schwierig, diese Fragen pauschal zu beantworten. Auch Menschen mit Jahrzehntelanger Politikerfahrung können noch Visionen und den entsprechenden Tatendrang besitzen. Vielleicht ein etwas unglückliches Beispiel, aber Edmund Stoiber hatte genau das mit seinem Transrapid bewiesen .

Zitat:
stattdessen gibt Hr. Reiter ja nur "Denkanstöße" wie: "Also man könnte theoretisch auch mal über Nachverdichtung diskutieren".
Ich sehe schon die Widersprüche, aber damit es korrekt bleibt: Die drei Stelzenhäuser sind immerhin auf seinen Mist gewachsen und die Zielmarke von 8.500 WE / a wurde anscheinend nun auch zum ersten Mal erreicht. Wenigstens etwas. Die Diskussionswünsche in der Politik nehmen aber im Vergleich zu konkreten Handlungen überhand, das sehe ich auch so.

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Ulrich Schäfer von der SZ fordert in seinem heutigen Artikel (Printausgabe):
Die Bundesregierung muss das Thema Wohnen zum zentralen Element ihrer Sozialpolitik machen.
Dafür sei ein Pakt zwischen Bund, Ländern und Kommunen notwendig.
Maßnahmen wären: Baukindergeld für Familien, bessere Abschreibungsbedingungen für Investoren, Erhöhen der Mittel für den sozialen Wohnungsbau, Erhöhen der Zweitwohnungssteuer, Stärken der kommunalen Wohnungsbaugesellschaften.
Letztlich komme der Immobilienmarkt nur dann wieder auf Kurs, wenn der Staat "massiv interveniert" und so bezahlbaren Wohnungsbau attraktiv macht. Da die Mietpreisbremse gescheitert ist, müssen nun andere Wege gegangen werden.

Quelle: SZ Print, 02.01.2017

Im Prinzip genau das, was hier gefordert wird.
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Alt 02.01.18, 17:48   #1641
Jai-C
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Zitat:
Zitat von Bau-Lcfr Beitrag anzeigen
Im Düsseldorfer Wohnen-Thread habe ich mal geschätzt, wieviel es kosten müsste, wenn der aus den Baukosten resultierende Mietpreis um 12 EUR/Qm kalt liegt, aber 40% per Dekret je 8 EUR/Qm oder so verteilt werden müssten - den Fehlbetrag muss man natürlich auf den Rest der Wohnungen umlegen, ein deutlich bemerkbarer Betrag von einigen EUR/Qm*Monat.
Das ist ein rein theoretisches Konstrukt. Faktisch wird das Geld nicht auf den Preis der übrigen Wohnungen umgelegt, die Stadt nimmt es aus einem Bündel von Einnahmen. Somit müssen selbst die Profiteure dieser Sozialtransfers einen (kleinen Teil) dazu beitragen.

Zitat:
Zitat von MiaSanMia Beitrag anzeigen
Was nutzt einem der Kandidat, wenn er nicht gewählt wird?
Ist ein Unternehmer tatsächlich die bessere Wahl für einen Posten als Oberbürgermeister einer Millionen Stadt? Oder würde gerade dann der soziale Aspekt gegenüber ökonomischen Ansichten ins Hintertreffen geraten? Ich halte es für äußerst schwierig, diese Fragen pauschal zu beantworten.
Natürlich ist die Politik-Vorerfahrung auch von Vorteil. Allerdings neigt gerade die Berufspolitik in Deutschland dazu, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Jemand der nicht nur diese (gerade in München) festgefahrenen Kreisen kennt, hat eben auch oft eine andere Sichtweise.
Nur weil jemand unternehmerisch denken kann muss er übrigens nicht automatisch unsozial sein. Gerade der soziale Aspekt in München geht auch teilweise in die falsche Richtung bzw. es findet keine angemessene "Abstufung nach oben" statt. Das ist für sich genommen auch wieder unsozial.
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Alt 02.01.18, 18:06   #1642
MiaSanMia
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Zitat:
Nur weil jemand unternehmerisch denken kann muss er übrigens nicht automatisch unsozial sein.
Natürlich nicht, hat auch keiner behauptet.

Wir sehen es ja gerade in Berlin, wie sehr die Politiker mit sich selbst beschäftigt sind und den Blick für die Sorgen der kleinen Bürger komplett aus den Augen verloren haben. Ebenso sehen wir es im bay. Landtag am Beispiel CSU, die seit Monaten nur noch mit Interna beschäftigt ist. Und im Rathaus gibt es ständig Blockaden zwischen CSU und SPD. Nach der nächsten Kommunalwahl erhoffe ich mir daher fast schon eine absolute Mehrheit. Egal ob CSU oder SPD. Oder wer weiß, die Grünen gewinnen derzeit ja auch immer mehr an Zulauf...
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Alt 02.01.18, 19:19   #1643
tunnelklick
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Schließlich hapert es ja nicht an den Bauzeiten selbst, sondern an den Planungs- und Genehmigungszeiten. Und genau hier kamen seit den 70ern leider auch ein Haufen neuer Vorschriften dazu. Es wäre also dringend an der Zeit, hier endlich aufzuräumen.
Wieso leider? Was würdest Du denn gern wegräumen? Barriefreiheit? Immissionsschutz? Brandschutz? Schallschutz im Hochbau? Energieeinsparung? Abstandsvorschriften? Die Erschließung? Stellplatzpflicht? Das Gebot des schonenden Umgangs mit Grund und Boden? Das recycling-Gebot im Abfallrecht? Das Nachbarrecht? Hat alles mit Baukosten zu. Es ist ganz leicht, die Gesetze zu ändern, ein Federstrich sozusagen. Das Problem scheint mir zu sein, die davor liegenden Zielkonflikte zu lösen und andere Prioritäten zu setzen. Die angeblich so hinderlichen Bauvorschriften sind nicht vom Himmel gefallen, sie sind das Ergebnis einer langen gesellschaftlichen und technischen Entwicklung, die man nicht zurückdrehen kann.
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Alt 02.01.18, 21:00   #1644
MiaSanMia
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Zitat:
Das Problem scheint mir zu sein, die davor liegenden Zielkonflikte zu lösen und andere Prioritäten zu setzen.
Das ist ja genau das Problem, die Prioritäten sind offensichtlich falsch gesetzt. Wohnraum als Grundbedürfnis sollte oberste Priorität besitzen. Das scheint aber weder auf Bundes- noch auf kommunaler Ebene wirklich angekommen zu sein.
Wie viele Auflagen, Vorschriften, Genehmigungsprozeduren, erforderliche Unterschriften kommen in den nächsten Jahrzehnten noch hinzu? Die extremen Planungszeiten sind zwar zum einen personalbedingt (Outsourcing?), zum anderen aber eben auch der deutschen Bürokratie zu verdanken. Ob das gesellschaftlich gewollt ist? Die Zielkonflikte fußen doch zu großen Teilen auf hausgemachten Problemen immer weiterer Auflagen.
Das fängt bei von der Kommune beeinflussbaren Dingen wie Stellplatzschlüssel, Abstandsflächen und Bauhöhen an und endet bei Dingen wie dem Bauleitverfahren.
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Alt 03.01.18, 00:43   #1645
Bau-Lcfr
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Zitat von Jai-C Beitrag anzeigen
... Faktisch wird das Geld nicht auf den Preis der übrigen Wohnungen umgelegt, die Stadt nimmt es aus einem Bündel von Einnahmen. ...
Eine genaue Berechnung mit Quellen wäre bestimmt hilfreich. Ohne diese kann ich nur schätzen - wenn im Jahr 8500 WE gebaut werden sollen, 40% Sozialwohnungen und die Stadt in 5 Jahren 870 Mio. EUR ausgibt, macht dies 17 Tsd. Sozialwohnungen, also 51.176 EUR pro WE. Kann man dafür auf ungefähr 1/3 (oder eher mehr) der Einnahmen 60 Jahre lang verzichten - wenn es bestimmt weit unter 1/3 der Baukosten sind?

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Zitat:
... Was würdest Du denn gern wegräumen? ... Schallschutz im Hochbau? Energieeinsparung? Abstandsvorschriften? ... Stellplatzpflicht?
Der Schallschutz wurde bereits mit den Urbanen Gebieten etwas gelockert, es ginge bestimmt etwas mehr. Dass die Energiedingsverordnung Mumpitz ist, gibt es im DAF einen umfassenden Thread. Dass die Abstandsvorschriften in Bayern gängeln und diese in anderen Ländern großzügiger sind, wurde schon mal gesagt. Die Stellplatzpflicht wurde in Düsseldorf gerade gelockert, es ist noch eine lockernde Novelle angedacht - in manchen Städten wurde jegliche Verpflichtung abgeschafft. Jemand zitiert hin und wieder Tokio, wo man zwar einen Stellplatz nachweisen muss, aber nicht beim Bau einer Wohnung - sondern beim Kauf des Autos.
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Alt 03.01.18, 15:32   #1646
tunnelklick
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Zitat von Bau-Lcfr Beitrag anzeigen
Dass die Energiedingsverordnung Mumpitz ist, gibt es im DAF einen umfassenden Thread.
Das bezieht sich auf Wärmedämmung im Bestand; hier gehts aber doch um Wohnungsneubau. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand ernsthaft hinter den heutigen Neubaustandard zurück will. Ich glaube auch nicht, dass dadurch die Wohnungspreise sinken würden, es würde sich nur der Gewinn der Bauträger vergrößern.

Zitat:
Zitat von MiaSanMia Beitrag anzeigen
Wie viele Auflagen, Vorschriften, Genehmigungsprozeduren, erforderliche Unterschriften kommen in den nächsten Jahrzehnten noch hinzu? Die extremen Planungszeiten sind zwar zum einen personalbedingt (Outsourcing?), zum anderen aber eben auch der deutschen Bürokratie zu verdanken. Ob das gesellschaftlich gewollt ist? Die Zielkonflikte fußen doch zu großen Teilen auf hausgemachten Problemen immer weiterer Auflagen.
Ich kenne jetzt die Münchener Verhältnisse nicht gut, glaube aber kaum, dass es dort schlechter läuft als etwa in Frankfurt. Das Bauordnungsrecht in Hessen und Bayern unterscheidet sich nicht wesentlich. Das ist ein rechtsförmiges Verfahren, das man einfach durchlaufen muss. Wenn natürlich die Architekten, Fachplaner und Bauherren das Baurecht nicht kennen, ist ihnen nicht zu helfen.

Das Planungsrecht hingegen ist eine politische Materie, da will jeder mitreden. Daher rühren die Zielkonflikte: den einen sind die Baukosten zu hoch, die wollen keine Tiefgaragen mehr bauen, anderen stehen zu viele Autos herum, die wollen den öffentlichen Raum attraktiver machen (Autos weg von der Straße). Die einen wollen den Primärenegiebedarf insgesamt senken, die anderen ihre Heizkosten, die Dritten wollen einfach nur schnell Kasse machen, irgendwas hinbauen, abverkaufen und weg. Andere wollen das Wahre, Schöne und Gute, die möchten nicht, dass es bei ihnen so ausschaut wie in Hongkong oder Sao Paolo - usw. usf....
Es gibt kein Richtig und kein Falsch, es gibt Interessen, gleichläufige und gegenläufige, die musst du ausgleichen - das ist Planung: 90% Kommunikation, 10% reine Bautätigkeit - sag ich mal aus meiner beschränkten Laienperspektive.
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Alt 03.01.18, 22:10   #1647
MiaSanMia
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Zitat:
Es gibt kein Richtig und kein Falsch, es gibt Interessen, gleichläufige und gegenläufige, die musst du ausgleichen - das ist Planung:
Vor dem Hintergrund der dringenden, z.T. bereits existenziellen Herausforderungen, die die Stadtverwaltung, das Land und der Bund anzugehen haben, muss die oberste Priorität das Allgemeinwohl einnehmen. Die Politik kann sich nicht immer darauf berufen, einen Kompromiss für jeden Einzelnen finden zu müssen. Am Ende gelingt dies sowie nie, letztlich geht also häufig nur wertlose Zeit verloren.
Anstatt also 90% der Arbeitszeit mit unglücklichen und erfolglosen Versuchen zu vergeuden, drei dutzend konkurrierender Interessen auszugleichen, sollte sich endlich jemand den größten Problemen, die wir heute in deutschen Metropolen haben, stellen.
Ein gutes Motto könnte da sein: Gesunden Menschenverstand einschalten und einfach mal machen! Im Grunde weiß doch jeder was zu tun wäre, nur es tut eben niemand. Aus Angst ein paar wenigen auf den Schlips zu treten. Traurig! Fehler passieren sowieso, daraus kann man lernen, aber gar nichts tun ist die schlechteste aller Möglichkeiten.
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Alt 03.01.18, 23:53   #1648
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Zitat:
Zitat von tunnelklick Beitrag anzeigen
Es gibt kein Richtig und kein Falsch, es gibt Interessen, gleichläufige und gegenläufige, die musst du ausgleichen - das ist Planung: 90% Kommunikation, 10% reine Bautätigkeit - sag ich mal aus meiner beschränkten Laienperspektive.
Was du schreibst ist doch eigentlich Common Sense - Städtebau ist kompliziert und mit vielen Widerständen verbunden. Niemand fordert hier eine rein einseitige Vorgehensweise oder gar das Unterdrücken von Interessen. Daneben lassen sich aus Bauvorschriften allein keine Konzepte für das München der Zukunft herauslesen - unsere deutschen Vorschriften ermöglichen den Städtebau in Frankfurt genau wie den in München.

Der Hauptgrund, weshalb die Bauvorschriften hier kritisch gesehen werden, ist doch weil sie dazu beitragen die (ohnehin zu knappen) Planungskapazitäten unserer Stadt zu überlasten. Dass unsere Vorschriften manchmal nicht zu Ende gedacht, widersprüchlich oder gar sinnlos sind, kommt noch dazu.

Daneben stimme ich MiaSanMia zu: es geht ums Allgemeinwohl. München hat seit vielen Jahren ein Problem mit Wohnungsknappheit. Es war schon immer schwer hier eine passende Bleibe zu finden und zu bezahlen. Die Ursache ist das zu geringe Niveau von Wohnungsneubauten. Die komplizierter werdenden Vorschriften sind ein Grund dafür. Ein anderer ist die mangelnde Kapazität der Planungsreferate und noch ein anderer ist die zu lockere Bebauung von Grundstücken. Immerhin, die beiden letztgenannten Gründe sind hausgemacht und können gelöst werden. Zum Glück hat man damit begonnen und erste Erfolge werden sichtbar - es muss aber noch viel mehr passieren.
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Alt 04.01.18, 12:42   #1649
Schachbrett
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Schachbrett könnte bald berühmt werden
Liebe Forumsmitglieder,

Gesellschaftsfrage:

Für Wohnungen, Büros, Gewerbe, Infrastruktur:
Niedrig und locker bauen bzw. Bauvorhaben einzuschränken

ist das ein Grundrecht, Gewohnheit oder Wunschdenken/ Hobby für die Bevölkerung im Großraum München?
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Alt 04.01.18, 13:27   #1650
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^ Bei Gelegenheit verlinke ich die Zusammenfassung dieser LBS-Studie über die Kriterien der Wohnungswahl - zwar für NRW, aber in Bayern kann dies nicht viel anders sein. Ob gute Einkaufsmöglichkeiten, schnelles Internet oder gute ÖV-Anbindung - am wichtigsten sind demnach Sachen, die größere Baudichte begünstigt. Ausgedehnte Freiflächen oder keine Hochhäuser im Umfeld scheinen keine Kriterien zu sein - das Nimbytum muss nicht zahlenmässig verbreitet sein, ist wohl nur lautstark. Hat der Münchner OB nicht vor ein paar Wochen auf einer Veranstaltung gesagt, dass man allerlei Wutbürgern viel zu viel Aufmerksamkeit schenken würde? (So etwas dämmert dunkel im Gedächtnis.)
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Geändert von Bau-Lcfr (04.01.18 um 13:44 Uhr)
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