Neubau DFB-Zentrale und DFB-Akademie (realisiert 2022)

  • Frisch aus der gerade beendeten Pressekonferenz im schönen Kaisersaal des Römers mit Gefahr der Wiederholung von Einzelheiten aus den Beiträgen oben.


    Die beiden Einrichtungen, die der DFB auf dem Gelände der Galopprennbahn ansiedeln wird, sind einerseits die DFB-Akademie und andererseits die Zentrale des Bundes. Präsident Niersbach nennt das Vorhaben ein "Jahrhundertprojekt". Städtische Vertreter schließen sich dieser Namensgebung aus Sicht der Stadt an. Wen wundert's...?


    Vorweg: Die Hippodrom GmbH wird das Gelände Ende 2015 verlassen bzw. den Rennbetrieb zu diesem Zeitpunkt einstellen. Spekulationen über trautes Miteinander des DFB mit den rennenden Gäulen sind damit hinfällig. Bürgermeister Cunitz nennt dies zwar einen sportlichen Verlust wegen der Galopprennbahn und erwähnt, dass die Entscheidung (gegen Hippodrom) nicht leicht gefallen sei. Gleichzeitig fügt er aber hinzu, dass es zuletzt nur sieben Rennen im Jahr gegeben hatte, Tendenz weiter fallend. Früher waren es 30. Eine Zukunft des Rennbetriebs stand ohnehin in den Sternen.


    Der DFB wird ca. 12 ha des 15 ha großen Geländes bebauuen bzw. "entwickeln" und plant für die Akademie grob mit 50 Mio. Euro Investitionskosten und für die Zentrale mit weiteren 10 Mio. Euro. Wenn ich das richtig verstanden habe, werden vier Fußballplätze gebaut, auch Einrichtungen für Beachvolleyball und für Mannschaften generell. Außerdem eine "repräsentative" Medienvertretung und Akademiebauten, also Gebäude ganz allgemein für die Lehre.


    Es gehe um Aus- und Fortbildung, Forschung und Entwicklung, Service- und Anlaufstelle, um ein richtiges Kompetenz- und leistundszentrum. Man wolle einen parkähnlichen Campus. komprimiert und konzentriert für den Spitzenbereich, die Manager etc. Das Vorbild seien Privatuniversitäten, wo man sich immer wieder über den Weg läuft. Bewusst wolle man nicht so riesig werden wie etwa das englische Fußballzentrum, das um die 140 Mio. Euro (Pfund?) gekostet habe und wohl - meine Interpreation - eine eierlegende Wollmilchsau des Fußballs für alle und niemanden sein muss. Auch werde das DFB-Zentrum "mitten in der Stadt" liegen und nicht völlig außerhalb wie beispielsweise die französische Fußballzentrale weit außerhalb von Paris.


    Details sind jetzt zu erarbeiten. Als Baubeginn peile man Anfang 2017 an, Fertigstellung Ende 2018.


    Die Stadt wird jetzt in die nächste Phase übergehen und darin den Bebauungsplan ändern, über Landschafts-/Naturschutz grübeln, einen architektonischen Landschaftsplan erstellen und sich ein Konzept für die öffentliche Nutzung überlegen. In jedem Fall soll das Areal sich der Stadt mehr öffnen als bisher. Umweltdezernentin Rosemarie Heilig betonte, dass Sport und Naturschutz kein Widerspruch sein müssen. Vorbild für die Entwicklung könnte der Hafenpark sein, der ja in kurzer Zeit "Place to be" geworden sei. Die Stadt wolle nächstes Jahr fertig sein und das Gelände Anfang 2016 an den DFB übergeben.


    Die Akademie werde keine bestehenden DFB-Stätten in anderen deutschen Städten verdrängen. Es geht, wie gesagt, in Frankfurt vor allem um Neues, Ergänzendes. Und auch andersherum: Präsident Niersbach betonte, es sei nie die Absicht, hier in Frankfurt andere Sportarten zu verdrängen. In den Gesprächen auch mit der Hippodrom hätte ein partnerschaftliches Klima geherrscht. Es hätte auch Gespräche darüber gegeben, wie der DFB der Hippodrom helfen kann. Hierzu hätte ich gerne nachgehakt, konnte aber nicht mangels Zeit.


    OB Feldmann fügte noch hinzu, er freue sich über die langfristige Bindung des DFB an die Stadt... Er werde außerdem die Beibehaltung des Golfplatzes prüfen und die Ansiedlung städtischer Einrichtungen auf dem Gelände. (Habe ich das beides richtig vernommen?) Die Stadt hatte in den letzten Monaten übrigens sage und schreibe 20 Grundstücke geprüft.


    Helmut Sandrock ist der Leiter des DFB-Projektes, das eigentlich bereits 2009 begann und sehr viel Arbeit bedeutet habe. Die meiste liegt jetzt wohl erst einmal vor ihm... Insgesamt seien 500 Personen in den Entscheidungsprozess eingebunden gewesen. Ein Konzept und ein grobes Raumprogramm habe man bereits erarbeitet.


    Ebenfalls frisch eingetroffen, der Bericht des HR zu dem Thema.



    Die Herren Niersbach und Feldmann bei der Unterzeichnung der zugehörigen Vereinbarung:



    Bild: epizentrum

  • ^ Danke für den ausführlichen Bericht, epizentrum. So nah ran bin ich nicht gekommen, aber ich habe versucht, das ca. 700 m breite Areal aus der Ferne in seiner Gesamtheit auf ein Foto zu bekommen. Für die DFB-Akademie scheint genug Platz zu sein.



    Die Rennpferd-Boxen und hinten die Commerzbank-Arena:



    Am Hotel wird wieder langsam weitergebaut:


  • Laut FR-Printausgabe von heute will sich der Rennclub nicht mit dem Aus der Galopprennbahn abfinden und pocht auf einen Vertrag bis 2024 der Hippodrom GmbH. Zwar ist der Rennclub nicht an dem Vertrag beteiligt, jedoch scheint es personelle Übereinstimmungen zwischen Rennclub und Hippodrom GmbH zugeben.



    Ich kann mir aber auch vorstellen, dass es dabei einfach darum Geht, noch ein bisschen Geld in Form von Abfindungen von der Stadt zu kassieren.



    Hier auch der Link zur Presseerklärung des Rennclubs:


    http://www.frankfurter-rennklu…nkfurter-rennklub-2010-ev

  • ^ Solche personellen Verflechtungen sind definitiv vorhanden. Nachdem der vormalige, 1936 gegründete Renn-Klub Frankfurt am Main (VR 4996) Ende 2008 einen Insolvenzantrag gestellt hat, ist wenige Tage nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens im Februar 2009 der Renn-Verein Frankfurt am Main (VR 14135 ), Schwarzwaldstraße 125, 60528 Frankfurt am Main gegründet worden, der aber nur bis 2011 arbeitete, kann sein, dass er bereits wieder aufgelöst wurde.
    Am 16.3.2011 wurde ein Frankfurter Renn-Klub 2010 (VR 14613) neu ins Vereinsregister eingetragen, das ist der, welcher die verlinkte Presseerklärung herausgegeben hat. Wenige Tage vorher, am 11.3.2010, wurde die Frankfurter Hippodrom Gesellschaft mbH, Schwarzwaldstraße 125, mit einem Stammkapital von 100 K€ neu in das Handelsregister eingetragen. Geschäftsführer ist derselbe Gestütsbesitzer Manfred Hellwig aus Bad Homburg, der auch Präsident des Frankfurter Renn-Klubs 2010 e.V. ist.


    Mit wem und worüber die Stadt jetzt Verträge geschlossen hat, ist bisher nicht öffentlich gemacht worden.

  • Den Vertrag hat die Stadt mit der Hippodrom GmbH geschlossen. Das ergibt sich (indirekt) aus der Pressemitteilung und (direkt) aus mehreren Presseartikeln in dieser Angelegenheit.


    Der Pressemitteilung zufolge verfolgt der Renn-Klub das Ziel, die DFB-Akademie auf dem Areal anzusiedeln und gleichzeitig die Galopprennbahn zu erhalten. Dieser Gedanke hat durchaus Charme, denke ich. Etwa nach dem Vorschlag von Graf zu Solms-Wildenfels, den DFB im Innenraum des Ovals anzusiedeln. Platz wäre dort mehr als genug. Verwaltungsgebäude könnte der DFB außerhalb des Geläufs errichten, Möglichkeiten gäbe es reichlich, etwa südlich der Haupttribüne und nördlich des künftigen Hotelgebäudes (die heute dort vorhandenen Stallungen könnten verlegt werden). Im Innenraum die Fußballfelder und eine oder mehrere flach gehaltene Hallen. Wird das Geländeniveau im Innenraum etwas abgesenkt, wie dies heute bei der Golfanlage bereits teilweise der Fall ist, bliebe die Sicht auf die Gegengerade der Rennbahn jedenfalls von den Tribünen erhalten. Innen- und Außenraum könnten durch Unterführungen verbunden werden, so dass sich die beiden Nutzungen nicht in die Quere kämen. Das erscheint allemal sinnvoller als den Verlust der Rennbahn plus Park auf dem vom DFB nicht benötigten Teil des Areals. Einen Park an dieser Stelle dürfte angesichts der vielen Grünflächen in diesem Teil der Stadt bisher niemand vermisst haben.

  • Ich bezweifle, dass der DFB sich auf so eine Lösung einlässt. Wenn ich mich recht entsinne, hat Oliver Bierhoff in irgendeinem Interview gesagt, man plane eine Art 'Campus' auf dem die Gebäude locker verteilt seien. Die Rennstrecke wäre da doch eher im Weg.


    Beim Betrachten des Luftbildes kam mir der laienhafte Gedanke, man könne doch die abzugebende Strecke im Süden einfach durch eine Erweiterung nach Osten bis zur Ecke Niederräder Landstraße/Kennedyallee kompensieren, aber dann hätte man wohl eher eine quadratische Laufbahn... und ich mutmaße, das geht nicht?! Ich lass mich da gerne aufklären.


    Naja, ich hoffe, der Rennclub kann irgendwo im Rhein-Main-Gebiet noch eine attraktive Fläche finden. Irgendwo weit ab der Einflugschneise bei Königsstein oder Bad Homburg oder Wiesbaden wird es hoffentlich einen Interessenten für diesen mondänen Sport geben. Vielleicht ja in Kooperation mit einem anderen Golfplatz?... Es wird sehr schwierig.


    Den Fußball wird man in Frankfurt wohl kaum aufhalten können.

  • "Rennbahn-Betreiber stellen Bedingungen" titelt die FR heute (Link). Viel Neues gibt es nicht, man bringt weiterhin die parallele Nutzung von DFB und Rennbahn ins Gespräch, außerdem geht es wohl v.a. ums Geld (Hat die Rennbahn Schulden bei der Stadt oder bekommt sie welches von selbiger?). Mir drängt sich immer mehr der Eindruck auf, dass es v.a. um letzteres geht.

  • Es gibt doch noch Hoffnung für die Rennbahn:


    Evtl wird es einen Kompromiss geben, so dass die Rennbahn nur etwas verkleinert werden muss:


    --> http://www.bild.de/regional/fr…-neben-35509908.bild.html


    Ich persönlich hoffe das es so kommen wird, denn durch die wachsenden Investitionen aus China (+ chin. Tourismus-Boom) und dem evtl bevorsteh. "Brexit"* könnte es in Zukunft grosses Interesse an Pferderennen in Frankfurt geben.


    *Londons Banken drohen mit Umzug nach Frankfurt:
    http://www.welt.de/finanzen/ge…Umzug-nach-Frankfurt.html

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  • Die Stadt will einen Parallelbetrieb von DFB-Zenrum und Galopprennbahn prüfen, sitzt aber bei negativen Ausgang der Prüfung am längeren Hebel als die Rennbahner, da sie laut Pachtvertrag im Konfliktfall berechtigt ist, die Bahn zu übernehmen.
    Die schreibt die FR in ihrer heutigen Ausgabe.

  • Rennbahnbetrieb ggf. noch bis Sommer 2015

    Wie fr-online heute berichtet, bietet die Stadt Frankfurt dem Rennbahnbetreiber Hippodrom GmbH einen Abfindungsvertrag in einstelliger Millionenhöhe an. Damit sollen geleistete Investitionen abgegolten werden. Diese sind allerdings für einen möglichen Vertragsabschluss noch nachzuweisen. Ende des Rennbahnbetriebs wäre dann der Spätsommer 2015.

  • DFB + Sport- und Freizeitpark - das ist wohl das Schicksal des Rennbahngeländes, zumindest wenn es nach der schwarz-grünen Koalition im Römer geht:


    http://www.fr-online.de/stadte…d-,26042926,27895616.html


    Dass man den DFB in der Stadt halten will und dafür die unprofitabele Rennbahn opfert ist nachvollziehbar. Daneben einen Sport- und Freizeitpark (ich vermute, das bedeutet Rasenflächen, Bolzplätze, Basketballkäfige, eine Halfpipe o.ä.?!?!) anzusiedeln ist wohl folgerichtig. Das 'Antlitz der Stadt' wird sich nach diesem Fuchteln mit dem Skalpell aber wohl nicht zum besseren wenden. Da haben die 'Traditionalisten' schon recht, die Rennbahn ist ein Kleinod.


    Da fällt mir ein, die Planung eines Sport- und Freizeitparks dürfte nicht gerade im Sinne der Bauherren des China-Luxus-Hotels sein. Wenn es eines Tages fertig werden sollte (!), wird es in der Umgebung wohl reichlich deplatziert wirken. Man stelle sich vor, ein Fußball landet mitten in der Pekingsuppe auf der Tafel chinesischer Geschäftsleute, die auf einem Balkon speisen und von unten ruft ein Halbstarker: "Eh Du, gib ma Ball her!". Ich denke, dass sie ihr Projekt verkaufen. Ich wette ja der DFB macht da das Rennen... aber die Quoten für Feenstaub und Silverstar sind auch nicht schlecht... ach, ich verfalle wieder diesem "kriminellen Milieu" wie es ein objektiver Anwohner im Rundschau-Artikel schildert. Nur gut, dass das bald vorbei ist...

  • Die in Beitrag #30 erwähnte Vereinbarung zwischen der Stadt und der Hippodrom GmbH sei nun geschlossen worden, berichtet die FR. Im Rahmen eines "Überleitungsvertrags" seien die 49 Prozent privater Anteile an die Stadt zu übertragen, die bisher 51 Prozent der Anteile halte.


    Nach Einschätzung der FR zahlt die Stadt dafür zwischen zwei und drei Millionen Euro. Dieser Beitrag soll der Höhe nach den Investitionen entsprechen, welche die Gesellschaft unter der Leitung des Bad Homburger Steuerberaters Manfred Hellwig nachweislich für die Rennbahn getätigt hat. Die Entscheidung über den Abschluss der Vereinbarung haben die Stadtverordneten nach der Sommerpause zu treffen.

  • Aus für Galopprennbahn

    Die Stadt Frankfurt hat für 2,98 Millionen Euro sämtliche Anteile der Hippodrom GmbH übernommen und ist nun die alleinige Entscheidungsberechtigte. Laut Frankfurts Sportdezernent Markus Frank ist es nicht möglich, die DFB-Akademie und die Rennbahn gleichzeitig auf dem Areal zu betreiben. "Der DFB hat absolute Priorität" zitiert die FNP den Dezernenten.


    Der DFB muss für eine Fläche von 15 Hektar plus optional fünf weitere Hektar 6,8 Milllionen Euro bezahlen (Vergabe im Erbbaurecht für 99 Jahre). Am 12.09.2014 wird der Magistrat abschließend darüber befinden.


    Bisher bezahlte der Rennbahnnutzer lediglich 36000 Euro jährliche Miete. Bis zum Jahresende 2015 darf das Areal noch als Rennbahn genutzt werden, am 01.01.2016 soll die Übergabe an den DFB erfolgen.


    Also wird es hier nur noch ca. 1,5 Jahre lang so aussehen:


    Einmal editiert, zuletzt von Beggi ()

  • Stadt noch nicht am Ziel

    Die Stadt hat alle Mietverträge der Hippodrom GmbH übernommen, darunter auch den Vertrag mit dem Golfklub. Dieser läuft bis 2024 und ist nicht so einfach kündbar wie jener mit dem Frankfurter Renn-Klub. Deshalb denkt die Stadt darüber nach, eine Entschädigung zu zahlen. Die Betreiber haben allerdings schon angekündigt, Widerstand zu leisten. Ihr Geschäft brummt und das wird den Preis mit Sicherheit in die Höhe treiben.


    Dies berichtete die FAZ in ihrer gestrigen Printausgabe.

  • Zu den bevorstehenden "wichtigen Weichenstellungen für die Ansiedlung einer Akademie des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) auf dem bisherigen Rennbahn-Areal" hat die Stadt eine =25381533"]Pressemitteilung herausgegeben. Darüber hinaus wurde Begleitmaterial zur Pressekonferenz vom vergangenen Freitag zur Verfügung gestellt. Die eigentliche Untersuchung eines Parallelbetriebs von DFB-Akademie und Rennbahn und/oder Golfplatz findet sich auf den Seiten 6 und 7. Es folgen weitere Auszüge, zunächst das betroffene Gebiet von oben:



    Strukturplan der ersten Ausbaustufe, mit (1) ist bebaubare Fläche, mit (2) Sportfreiflächen und mit (3) Wege/Plätze/Freiflächen gekennzeichnet:



    Strukturplan des Vollausbaus (Ziffern wie oben, wie auch oben abgeschnittene Beschriftung links "Öffentliche Grünfläche" und rechts "Bannwald):



    Grafiken: AS&P / Stadt Frankfurt am Main

  • Magistrat stimmt zu

    Heute hat (erwartungsgemäß) der Magistrat dem Bau des Leistungszentrums zugestimmt wie die FAZ berichtet. Dabei wurde den 99 Jahren Erbbaurecht, der Anteilübernahme der Hippodrohm GmbH sowie dem Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplans zugestimmt. Positiv denkend wird auch die Zustimmung der Stadtverordneten erwartet.

  • Mögliche neue DFB-Zentrale

    Die FR berichtet von der gestrigen Sitzung des Planungsausschusses, bei der es auch um das Leistungszentrum ging. Sollte sich der DFB entschließen, seine bisher an der Otto-Fleck-Schneise angesiedelte Zentrale auf das bisherige Rennbahngelände zu verlegen, dann würde die neue Zentrale auf der fünf Hektar großen Erweiterungsfläche zwischen der geplanten öffentlichen Grünfläche und dem Leistungszentrum gebaut. Auf den oben gezeigten Plänen ist in diesem Bereich eine bebaubare Fläche eingezeichnet. Also würde die neue Zentrale an der Schwarzwaldstraße gebaut, nördlich des Hotels, dort wo heute Stallungen sind. Ich habe dieses Baufeld mit einem Pfeil markiert, ein Teil im Norden des großen Baufelds (mit (1) gekennzeichnet) gehört auch zum möglichen zweiten Bauabschnitt:



    Grafiken: AS&P / Stadt Frankfurt am Main, Markierung: Schmittchen


    Während der Sitzung wurde auch erwähnt, dass der DFB die Tribüne entgegen der früheren Absicht nun doch nicht nutzen möchte. Damit dürfte deren Abriss besiegelt sein.

  • DFB investiert 89 Millionen Euro - Zentralverwaltung wird verlegt

    Der Deutsche Fußball-Bund gab nach einer Präsidiumssitzung heute bekannt, dass auch die Verwaltung des Sportfachverbands auf das Areal der Galopprennbahnn verlegt wird. Im Architektenwettbewerb, der Mitte Oktober 2014 beginnen soll, wird dies bereits mit zur Aufgabe gehören. Das gesamte Bauvorhaben soll den DFB 89 Millionen Euro kosten. Einzelheiten in einer Pressemitteilung:


    Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat sich einstimmig für den mit der Stadt Frankfurt am Main ausgehandelten Erbbaupachtvertrag über weite Teile des Galopprennbahn-Areals ausgesprochen. Der DFB erwirbt damit für den Bau der geplanten DFB-Akademie eine Fläche von 15 Hektar inklusive Erweiterungsoption um fünf Hektar. Der kapitalisierte Erbbauzins des Geländes beträgt 6.835.000 Euro, die Zahlung wird mit der Übergabe zum 1. Januar 2016 fällig. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 99 Jahren und tritt vorbehaltlich der Zustimmung durch die Stadtverordneten-Versammlung nach Unterzeichnung beider Parteien am 16. Oktober 2014 in Kraft.


    Darüber hinaus hat das Präsidium entschieden, dass die Zentralverwaltung des Verbandes in die künftige DFB-Akademie integriert werden soll. Ein entsprechendes Raumprogramm wurde von den Präsidiumsmitgliedern verabschiedet und bildet die Grundlage für den Architektenwettbewerb, der Mitte Oktober 2014 beginnen soll. Das gesamte Bauprojekt für die Akademie, den integrierten Verwaltungstrakt und die Errichtung eines Ausrüstungs-Depots ist inklusive einer bereits eingeplanten Reserve mit einem Investitionsvolumen in Höhe von 89 Millionen Euro veranschlagt. Die Finanzierung des Vorhabens stellt der DFB aus Eigenmitteln sicher, dazu kommen Zuschüsse der Fifa und Uefa für Infrastrukturprojekte der Nationalverbände. Für die Nachnutzung des derzeitigen Verbandssitzes in der Frankfurter Otto-Fleck-Schneise werden interne und externe Optionen geprüft.


    DFB-Präsident Wolfgang Niersbach sagt: "Der Erbbauvertrag mit der Stadt Frankfurt schafft eine solide Grundlage für das Jahrhundert-Projekt DFB-Akademie. Das größte Bauvorhaben in der Geschichte unseres Verbandes ist in erster Linie eine Investition in die Zukunft des gesamten deutschen Fußballs. Wir gehören aktuell in vielen Bereichen zur Weltspitze und die DFB-Akademie ist ein wesentlicher Entwicklungsschritt, dort auch dauerhaft zu bleiben. Die zügigen Verhandlungen mit der Stadt Frankfurt machen deutlich, dass wir für dieses ambitionierte Projekt den idealen Standort gefunden haben."


    DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock ergänzt: "Wir errichten in Frankfurt einen zentralen Ort für den deutschen Fußball, dazu gehören neben dem sportlichen und wissenschaftlichen Bereich auch die Mitarbeiter der Zentralverwaltung des DFB. Wir schaffen damit Identifikation und Synergien. Außerdem sind wir in der Otto-Fleck-Schneise räumlich und logistisch an unsere Grenzen gestoßen. Die DFB-Akademie gibt uns die Möglichkeit, alles an einem Fleck zu bündeln – diese Chance mussten wir nutzen."


    Dr. Rainer Koch, DFB-Vizepräsident Amateure: "Die Akademie wird das nationale Wissens- und Kompetenzzentrum für den gesamten deutschen Fußball, das heißt für Profis und für Amateure. Die Regional- und Landesverbände unterstützen deshalb einhellig dieses große Zukunftsprojekt, durch das weder deren wirtschaftliche Unterstützung durch den DFB noch die Nutzung der Sportschulen der Landesverbände eingeschränkt werden."


    Oliver Bierhoff, Manager der Nationalmannschaft: "Dieser Beschluss ist Richtung weisend und der DFB dokumentiert damit, dass wir auch in Zukunft größte Anstrengungen unternehmen werden, um in der Weltspitze zu bleiben und der Basis immer wieder neue Anstöße zu vermitteln. Mit der Akademie erhält der DFB in Frankfurt eine neue Heimat. Einen Treffpunkt für Trainer, Mediziner, Sportpsychologen und viele andere Spezialisten. Gemeinsam wollen wir den Fußball entwickeln, die Akademie soll eine Ideenschmiede des deutschen Fußballs sein. Wir wollen Wissen aufbereiten und zur Verfügung stellen, nicht nur für die Nationalmannschaft."


    Sportdirektor Hansi Flick: "Mit der Akademie werden wir unserem Anspruch gerecht, den besten Fußballern des Landes die besten Bedingungen zu bieten. Wir haben uns in den letzten Monaten viele ähnliche Einrichtungen angeschaut, vor allem auch im Ausland. Einige Fußball-Nationen sind uns hier im Moment einen Schritt voraus, daher war die Entscheidung für ein zentrales Leistungszentrum absolut notwendig, um konkurrenzfähig zu bleiben."


    Weitere Informationen zum "Projekt DFB-Akademie" finden sie ab sofort unter dfb.de/dfb-akademie.

  • Zweiphasiger Realisierungswettbewerb ab November

    Zügig geht es ja schon - hier sind die Einzelheiten zu dem ausgelobten Realisierungswettbewerb:


    Wettbewerbsform: Nichtoffener zweiphasiger Realisierungswettbewerb mit ca. 30 Teilnehmern und vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren
    Auslober: DFB e.V., Frankfurt/Main
    Betreuung: C4C competence for competitions achatzi dahms GbR, Berlin
    Preisrichter: Matthias Sauerbruch, Prof. Ulrike Lauber / Prof. Dörte Gattermann, N.N., N.N., N.N., N.N., Olaf Cunitz (angefragt), Peter Feldmann (angefragt), Wolfgang Niersbach, Helmut Sandrock, Oliver Bierhoff, Reinhard Grindel


    Gegenstand des Wettbewerbs ist der Entwurf eines zentralen Standortes des DFB mit einer Akademie, Sporteinrichtungen, Athletenhaus etc. Teilnahmeberechtigt sind Architekten und Landschaftsarchitekten.


    Zur Bearbeitung der Aufgabe in der Phase 2 werden anhand der in Phase 1 eingereichten Arbeiten bis zu zehn Büros ausgewählt. Der Zeitplan:


    • Ausgaben der Unterlagen: 10.11.2014
    • Schriftliche Rückfrage bis: 24.11.2014
    • Abgabe der Arbeiten 1. Phase: 19.12.2014
    • Abgabe Modell 1. Phase: 09.01.2015
    • Preisgerichtssitzung 1. Phase: 26.01.2015 09.02.2015
    • Ausgaben der Unterlagen 2. Phase: 03.02.2015
    • Teilnehmerkolloquium: 13.02.2015
    • Abgabe der Arbeiten 2. Phase: 27.03.2015
    • Abgabe Modell 2. Phase: 10.04.2015
    • Preisgerichtssitzung 2. Phase: 10.04.2015 18.05.2015
  • Abschluss Erbbauvertrag / viele Bewerber im Architekturwettbewerb

    Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Stadt Frankfurt haben den Erbbauvertrag für den Bau der neuen DFB-Akademie unterzeichnet. Dieser hat eine Laufzeit von 99 Jahren, der kapitalisierte Erbbauzins für das 15 Hektar große Areal plus die Erweiterungsoption von fünf Hektar beträgt 6.835.000 Euro. Die Zahlung des Betrags wird mit der Übergabe des Geländes an den DFB am 1. Januar 2016 fällig.


    Abgeschlossen ist inzwischen auch die Bewerbungsphase des weltweiten Architektenwettbewerbs, der neben der DFB-Akademie auch die Gestaltung der neuen DFB-Zentrale zum Inhalt hat. Insgesamt 213 Bewerbungen, darunter auch zahlreiche aus dem Ausland, sind laut einer aktuellen Meldung des DFB in den vergangenen Wochen eingegangen. Aus den Bewerbungen wurden in einem ersten Schritt 30 Büros, davon 18 aus Deutschland, für den Wettbewerb ausgewählt.


    In den kommenden Wochen entwickeln diese Architekten ihre Entwürfe für den Bau der DFB-Akademie und der DFB-Zentralverwaltung. Am 9. Februar 2015 werden die 30 Entwürfe dem Preisgericht präsentiert. Die finale Entscheidung, welcher Architekt den Auftrag erhält, fällt in einer weiteren Sitzung des Preisgerichts am 18. Mai 2015. Die Daten haben sich also verschoben, den Vorbeitrag habe ich entsprechend geändert.