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Alt 09.03.11, 12:32   #1
LE Mon. hist.
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Erzgebirge: Montanregion auf dem Weg zum UNESCO-Welterbe

Seit einigen Jahren trommelt der “Förderverein Montanregion Erzgebirge e.V.” dafür, dass die "Montanregion Erzgebirge" im Jahr 2014 den Titel eines "UNESCO-Welterbes" ( http://de.wikipedia.org/wiki/UNESCO-Welterbe ) erhält. Bereits 1998 erfolgte die Eintragung in die deutsche Tentativliste für den Titel ( http://www.unesco.de/tentativliste.html ; http://de.wikipedia.org/wiki/Tentativliste ). 2013 soll der Antrag an die UNESCO-Kommission eingereicht werden und dann könnte die Montanregion Erzgebirge 2014 zum UNESCO-Welterbe erklärt werden.

Ausführliche Informationen und zahlreiche Presseberichte auf der Website des Vereins: http://montanregion-erzgebirge.eu/

Der Verein ist sich sehr siegesgewiss. Der Marketingexperte Professor Wolfgang Ebert vom Consulting-Büro MSP Impuls Projekt aus Nordrhein-Westfalen sagte nach der der Präsentation einer Studie des Vereins im Juni 2010: "Das Projekt ist schlüssig und kommt auf jeden Fall, wenn es den nationalen Entscheidungsprozess übersteht."

Vor allem unter dem Eindruck der Aberkennung des Welterbetitels für die Kulturlandschaft Dresdner Elbtal wegen des als landschaftszerstörend angesehenen Baus der Waldschlößchenbrücke im Jahr 2009 ( http://de.wikipedia.org/wiki/Kulturl...resdner_Elbtal ) hielt sich die sächsische Landesregierung äußerst bedeckt zu dem Vorhaben. In der letzten Zeit machten nun auch verschiedene Bürgermeister und Landräte Dampf und forderten vom zuständigen sächsischen Innenminister Markus Ulbig: „Wir brauchen so schnell wie möglich eine positive Entscheidung über die offizielle Unterstützung dieses Projektes. Die UNESCO hat klare Vorgaben, eine lautet: das Bekenntnis des Freistaates“ ( http://www.landkreis-mittelsachsen.de/8582.htm ). Außerdem erstellte das Sächsische Oberbergamt ein Gutachten, demzufolge das Vorhaben den Bergbau und neue Gewerbegebiete im Erzgebirge nicht beeinträchtigen würde.

Heute wird an zahlreichen Stellen vermeldet, dass die Bewerbung des Erzgebirges als Unesco-Weltkulturerbe erste Unterstützung von der sächsischen Landesregierung erhielt. Ein Sprecher des Innenministeriums gab bekannt, dass das Kabinett erstmals den Stand der Vorbereitungen geprüft hat. Der Plan zum Vorgehen in der Montanregion Erzgebirge wurde von IM Ulbig begutachtet. Die Prüfung im Kabinett bedeute aber noch nicht die Zustimmung des Freistaats. „Es ist unser Interesse, dass der Antrag keine Unwägbarkeiten enthält“, sagte der Ministeriumssprecher Wend. Die Dimension des Projektes gehe weit über die Landesgrenzen hinaus. „Wenn eine Region sich für so eine Idee begeistert, halten wir das aber erstmal grundsätzlich für unterstützenswert.“ Mögliche Risiken müssten allerdings im Vorfeld ausgeräumt werden.

MDR, 09. März 2011, 10:56 Uhr
Neuer Anlauf auf Weltkulturerbe
Kabinett bekennt sich zu Welterbe-Projekt Erzgebirge

http://www.mdr.de/sachsen/chemnitz/8320558.html

In Sachsen will auch Görlitz zusammen mit Zgorzelec ins UNESCO-Welterbe: http://www.lr-online.de/regionen/wei...t13826,2513046 Hier gründete sich kürzlich eine Initiativgruppe für die Bewerbung ( http://www.goerlitzer-anzeiger.de/go...stuetzung.html ). Im Januar ging auch aus Görlitz ein entsprechendes Schreiben an IM Ulbig (http://www.radiolausitz.de/index.php?id=2139&tx_ttnews[tt_news]=417760&cHash=ba3f09708e484ade9f98c c9122b1242b ) . Allerdings ist Görlitz noch einen Schritt vor dem Erzgebirge, da es zunächst erst einmal auf die Tentativliste schaffen muss.

In einer älteren Stellungnahme der Sächsischen Staatsregierung noch unter IM Buttolo ( http://www.welterbe-dresdner-elbtal....loads/smwk.pdf ) werden noch zwei weitere Kandidaten aus Sachsen genannt: Thomaskirche und Bachstädten Leipzig, mittlerweile unter dem Titel Musikstadt Leipzig ( http://de.wikipedia.org/wiki/Unesco-..._%28Leipzig%29 ) und das Umgebindeland ( http://www.umgebindeland.de/ ). Von diesen beiden war in letzter Zeit jedoch nur sehr wenig zu hören.

In Sachsen-Anhalt gibt es zwei Projekte auf der Tentativliste, die Franckeschen Stiftungen in Halle (http://www.francke-halle.de/ ) und der "Naumburger Dom und der hochmittelalterlichen Herrschaftslandschaft an Saale und Unstrut" (http://www.welterbeansaaleundunstrut.de/ ).

In Thüringen will Erfurt bis spätestens Herbst 2012 eine Bewerbung um den Titel "UNESCO-Weltkulturerbe" bei der Kultusministerkonferenz (KMK) eingereicht haben. Zunächst muss man hier aber überhaupt erst einmal auf die Tentativliste gelangen, um dann möglicherweise um das Jahr 2017 auf der UNESCO-Liste zu stehen. Inhalt der Bewerbung sollen die einmaligen baulichen Zeugnisse der mittelalterlichen jüdischen Gemeinde Erfurts sein ( http://www.alte-synagoge.erfurt.de/ ). Hier scheinen allerdings die SCHUM-Städte Worms, Speyer und Mainz auf ihrem Primat zu beharren, die schon seit 2002 für ihre Relikte jüdischen Lebens den begehrten Titel eines Unesco-Weltkulturerbes erlangen wollen ( http://www.allgemeiner-anzeiger.de/w...urt-1725610781 ) und sich nun im Februar 2011 entschlossen haben, zu dritt die Aufnahme in die deutsche Vorschlagsliste für das Unesco-Weltkulturerbe bei der Kultusministerkonferenz zu beantragen. Worms Oberbürgermeister Michael Kissel äußerte sich daher auch sehr zurückhaltend zu den Überlegungen, den Antrag gemeinsam mit der Stadt Erfurt zu stellen. Er begrüße zwar ausdrücklich, dass die Städte mit großer aschkenasischer Vergangenheit intensiven Austausch pflegen ebenso wie die Lutherstädte, aber der Städtedreibund SchUM sei einmalig. „Das sollten wir nicht verwässern!“ (http://www.wormser-zeitung.de/region...n/10256926.htm ).

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Alt 09.03.11, 12:34   #2
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Für das UNESCO-Welterbe-Projekt „Montanregion Erzgebirge“ sollen (circa) 49 Stätten des Bergbaus im Erzgebirge miteinander verbunden werden, davon etwa 38 Objekte auf deutscher und 11 Objekte auf tschechischer Seite. Eine vorläufige Liste der Objekte und Ensembles für das angestrebte Unesco-Welterbeprojekt findet man unter http://montanregion-erzgebirge.eu/wp...turfassung.pdf

Liste der geplanten Welterbe-Objekte auf tschechischer Seite

* Landschaftsdenkmalzone Jáchymovsko (bei Jáchymov/Sankt Joachimsthal)
* Landschaftsdenkmalzone Krasliko (bei Kraslice/Graslitz)
* Landschaftsdenkmalzone Přebuzsko (bei Přebuz/Frühbuß)
* Landschaftsdenkmalzone Nejdecko (bei Nejdek/Neudek)
* Landschaftsdenkmalzone Hornoblatensko (bei Horní Blatná/Bergstadt Platten)
* Landschaftsdenkmalzone Božídarsko (bei Boží Dar/Gottesgab)
* Landschaftsdenkmalzone Ostrovsko (bei Ostrov/Schlackenwerth)
* Historisches Landschaftsschutzgebiet Krupská oblast (bei Krupka/Graupen)
* Historisches Landschaftsschutzgebiet Osecká oblast (bei Osek/Ossegg)
* Historisches Landschaftsschutzgebiet Mikulovská oblast (bei Mikulov/Niklasberg)
* Trať Moldava – Eisenbahn Moldau


Bestätigt wurden bislang lauf Presseberichten:

1.) Freiberg, Teile des Stadtkerns
2.) Schneeberg, ebs.
3.) Marienberg, ebs.
4.) Annaberg, ebs.
5.) Lengefeld, Museum Kalkwerk: http://www.kalkwerk-lengefeld.de/

Geändert von LE Mon. hist. (09.03.11 um 12:49 Uhr)
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Alt 18.03.11, 13:50   #3
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Die Freunde von der sächsischen FDP haben offenbar weiterhin keine Lust, Gutachten wie das des Oberbergamtes zu prüfen und schieben die Entscheidung über den Antrag der Montanregion Erzgebirge auf die lange Bank.

Am 9. März 2011 hatte die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag es ausdrücklich begrüßt, dass die sächsische Staatsregierung den von Innenminister Markus Ulbig vorgelegten Zeitplan für die Bewerbung der Montanregion Erzgebirge zur Aufnahme in das UNESCO-Weltkulturerbe befürwortet hat. "Das Gutachten des Oberbergamtes bestätigt offensichtlich, dass die bisherigen Bedenken von FDP und CDU unbegründet sind. Die Netzwerkstruktur des Welterbeprojektes ist bestens geeignet, wirtschaftliche Aktivitäten und regionale Entwicklung mit der fortbestehenden Kulturlandschaft zu verbinden."
http://www.gruene-fraktion-sachsen.d...-montanre.html

Einen Tag später erschien dann die PM der FDP. Tino Günther, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag, erklärte hier: "Es ist richtig und wichtig, dass die Staatsregierung gründlich und ohne Hektik alle Risiken eines eventuellen Antrages um Aufnahme der Montanregion Erzgebirge in die UNESCO-Welterbeliste untersucht.
Insbesondere die Auswirkungen auf kommende Infrastrukturprojekte, Unternehmensansiedlungen und die finanziellen Belastungen für die Kommunalhaushalte der betroffenen Kommunen müssen ohne Denkverbote und frei von jeglichem Aktionismus auf Herz und Nieren geprüft werden. Vor einer eventuellen Antragstellung muss klar sein, dass in Planung befindliche und zukünftig geplante öffentliche und private Investitionen in der Region auf keinen Fall zu einem Ausschluss aus der UNESCO-Welterbeliste führen. Einen zweiten Fall Dresden darf es unter keinen Umständen geben.
"
http://www.fdp-fraktion-sachsen.de/a...ch_pruefen.php
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Alt 07.04.11, 11:02   #4
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Anhörung im Landtag

Bei einer Anhörung zum Thema Welterbe Montanregion Erzgebirge am Montag im Landtag sprach sich der Vize-Vereins-Chef Prof. Dr. Helmuth Albrecht (Bergakademie Freiberg) dafür aus, dass die Landesregierung mit Tschechien schnell offiziell Kontakt aufnimmt. Ansonsten sei der Zeitplan in Gefahr, denn der Antrag müsse bis Juni 2012 fertig sein und bis Februar 2013 bei der UNESCO vorliegen.

Die Bedenken der Regierung, dass sich aus dem Welterbe eine Nachteile für die wirtschaftliche Entwicklung ergeben könnten, hielten die acht Experten der Anhörung für unbegründet: „Es soll nicht das Leichentuch der Denkmalpflege über die Region gebreitet werden“, so Albrecht, der Professor an der TU Bergakademie Freiberg ist. Eine Studie habe gezeigt, dass die wirtschaftliche Entwicklung nicht behindert werde. Es sollten nur 35 von 2500 Denkmalen in das Projekt einbezogen werden - also nur 0,1 Prozent der Erzgebirgsfläche.

MDR, 05. April 2011
Werben für das Welterbe Erzgebirge
http://www.mdr.de/sachsen/chemnitz/8427501.html

Chemnitzer Morgenpost, 5. April 2011
http://www.sz-online.de/Nachrichten/...icleid-2731925

DNN-Online, 04.04.2011
Erzgebirge soll Unesco-Welterbe werden: Initiatoren machen Tempo, Regierung bremst
http://www.dnn-online.de/nachrichten...n-a-23968.html


Vor Ort nehmen die Aktivitäten weiter zu. Bad Schlema will Teile des Markus-Semmler-Stollens in das Projekt "Montanregion Erzgebirge" einbringen, d.h. den historischen Verlauf samt Mundloch, den hölzernen Förderturm sowie das Huthaus des Stollens, außerdem den Floßgraben und das Naturflächendenkmal "Roter Kamm", einen geologischen Aufschluss der Oberschlemaer Granitpartie. Abgelehnt wurde dagegen vom Stadtrat die Aufnahme des Rathaus aus der frühen Wismut-Zeit.

FP, 06.04.2011
Untertage zum Welterbe-Titel
Bad Schlema will Bergbau-Stollen in Projekt "Montanregion Erzgebirge" einbringen
http://www.freiepresse.de/LOKALES/ER...kel7630858.php
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Alt 30.04.11, 12:24   #5
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Die Bergbauregion Erzgebirge ist ihrem Ziel, zum UNESCO-Welterbe zu gehören, wieder ein Stück nähergekommen. 23 Bürgermeister der Region haben auf einer Konferenz in Freiberg ein klares Votum dafür abgegeben, die Trägerschaft für das Projekt zu übernehmen. Außerdem wollen sie das Vorhaben bis zur Antragstellung im Jahr 2013 gemeinsam mit den beteiligten Landkreisen Erzgebirge und Mittelsachsen aus eigener Kraft finanzieren - dabei geht es immerhin um 1,3 Millionen Euro. März hatte die Staatsregierung eine solche Zusage zur Bedingung der Bewerbung gemacht.

Das Vorhaben rangiert derzeit auf Platz 4 der deutschen Vorschlagsliste. Im Sommer werde die Reihenfolge neu festgelegt, dabei habe die Montanregion Chancen, weiter nach vorn zu rücken, berichtete Projektkoordinator Helmuth Albrecht von der TU Bergakademie. In der Regel stimme die Welterbekommission pro Jahr einem Vorschlag zu.

FP, 29.04.2011
Erzgebirge will selbst für das Welterbe zahlen
Landkreise und Kommunen wollen Anschubfinanzierung stemmen
http://www.freiepresse.de/NACHRICHTE...kel7646708.php

FP, 28.04.2011
Kommunen sollen über Kosten für Montanregion-Bewerbung abstimmen
Das Erzgebirge ist über Jahrhunderte vom Bergbau geprägt gewesen
http://www.freiepresse.de/NACHRICHTE...kel7646055.php

MDR Sachsen, 29. April 2011, 16:33 Uhr
Gemeinsame Finanzierung
Erzgebirge kommt Welterbetitel einen Schritt näher
http://www.mdr.de/sachsen/chemnitz/8529415.html
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Alt 28.06.11, 18:26   #6
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Vertrag für die Bewerbung unterzeichnet

Am Montag haben in Marienberg die Landräte von Mittelsachsen und dem Erzgebirgskreis, Volker Uhlig und Frank Vogel (beide CDU), sowie Vertreter von zunächst 31 betroffenen Städten und Gemeinden ihre Unterschrift unter den Vertrag für die Bewerbung der „Montanregion Erzgebirge“ als Unesco-Welterbe gesetzt. Die kommunalen Vertreter hätten damit offiziell ihre Bereitschaft bekundet, die Trägerschaft für das Projekt zu übernehmen, sagte Uhlig, der zugleich Vorsitzender des Fördervereins ist. "Es soll das deutliche Signal ausgehen: Wir wollen Welterbe werden und bezahlen das selbst." Anfang 2013 soll der Antrag bei der Unesco eingereicht werden.

LVZ-Online, 27.06.2011
"Montanregion Erzgebirge" will Unesco-Welterbe werden - Vertrag unterzeichnet
http://nachrichten.lvz-online.de/nac...d-a-94771.html

Chemnitzer Morgenpost, 28. Juni 2011
Schon in drei Jahren könnte das Erzgebirge Welterbe sein
http://www.sz-online.de/Nachrichten/...icleid-2799119

BILD, 27.06.2011
Konferenz gibt Startschuss für Welterbe Erzgebirge
http://www.bild.de/regional/dresden/...3646.bild.html
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Alt 24.08.11, 10:47   #7
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Neue En twicklungen in Sachsen und Böhmen

Nach einer langen Zeit des Bremsens und Abwartens soll die sächsische Landesregierung nun das Welterbeprojekt "Montanregion Erzgebirge" unterstützen und auf
das beteiligte Nachbarland Tschechien zugehen. Zuvor hatte einer der Initiatoren der Bwerbung, Professor Helmuth Albrecht von der TU Bergakademie Freiberg, in jüngster Zeit mehrfach auf baldige Gespräche zwischen Sachsen und Tschechien gedrängt hat (u.a. http://www.bild.de/regional/dresden/...6562.bild.html ).

Vor einer Woche erklärte Innenminister Markus Ulbig (CDU) während eines Redaktionsgesprächs bei der "Freien Presse" in Chemnitz, dass Sachsen für das Weltkulturerbe-Projekt "Montanregion Erzgebirge" nun doch auf Tschechien zugehen werde, um eine gemeinsame Bewerbung um den Titel bei der Unesco in Paris zu prüfen. Kurz zuvor hatte das Innenministerium noch verlauten lassen, dass Sachsen sein Vorhaben allein vorantreiben wolle. Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hat während einer Kabinettssitzung am Dienstag vor einer Woche Ulbig nun "grünes Licht" gegeben, um auf die Regierung des Nachbarlandes zuzugehen. Nun soll Ulbig zunächst mit dem Prager Kulturministerium klären, inwieweit das Nachbarland sich mit Sachsen gemeinsam um den begehrten Titel bewerben möchte. Auch der Stand der Vorbereitung auf beiden Seiten werde erörtert. Ulbig versicherte, dass die Landesregierung dem Projekt wohlwollend gegenüberstehe. Ihn beeindrucke, sagte er, "dass große Teile des Erzgebirges das Welterbevorhaben als Identifikation und als Chance für sich verstehen". Inzwischen haben sich zwei Landkreise sowie 31 Städte und Gemeinden offiziell zu einem Antrag auf den Welterbetitel bekannt.

Gleichzeitig kündigte Ulbig ein neues Auswahlverfahren in Sachsen an, um Reibungsverluste rund um Unesco-Projekte auszuschließen. So werde künftig eine Expertenkommission über die Nominierung neuer Welterbe-Projekte entscheiden. Derzeit ist von sechs Kandidaten in Rede. Darunter sind der Steinerne Wald von Chemnitz, die Bach-Stätten von Leipzig und die Sächsisch-Böhmische Schweiz.

FP, 18.08.2011
Kehrtwende: Sachsen jetzt fürs Welterbe
Freistaat geht beim Welterbeprojekt "Montanregion Erzgebirge" auf Tschechien zu
http://www.freiepresse.de/NACHRICHTE...kel7732693.php

Hinsichtlich der Reaktionen auf den Vorstoß in Tschechien berichtet die Sächsische Zeitung gestern von einem geteilten Echo. In einer neuen Studie der staatlichen Agentur für Natur- und Landschaftsschutz werde das Bewerbungs-Potenzial der Landschaftsregion „höchstwahrscheinlich“ nicht als prioritär eingestuft, teilte ein Vertreter der Behörde am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa mit. Die Auswertung steht nach Angaben der Agentur kurz vor dem Abschluss. In der Praxis bedeute das, dass seine Mitarbeiter sich nicht weiter mit den Welterbe-Chancen der Montanregion beschäftigen würden, bestätigte Behördenvertreter Michael Hosek.

Währenddessen stößt der sächsische Vorstoß in den grenznahen Regionen Usti und Karlovy Vary durchaus auf Gegenliebe. Beide Verwaltungskreise beteiligen sich an dem EU-geförderten Projekt „Montanregion Erzgebirge“. Die Pressesprecherin der Region Usti, Magdalena Hanackova, erhofft sich von einem UNESCO-Eintrag eine Belebung des Erzgebirges als Touristenziel und einen besseren Schutz dieser einzigartigen Kulturlandschaft. Auf beiden Seiten der Grenze habe der Erzbergbau Kultur und Leben der Menschen über mehr als 800 Jahre entscheidend geprägt.

SZ, 23. August 2011
Tschechen uneins über Unesco-Status für Erzgebirge
http://www.sz-online.de/Nachrichten/...icleid-2844262
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Launiger Artikel in DIE ZEIT, 18.8.2011 Nr. 34
Weltkulturerbe "Wir sind das Erzgebirge!"
Die Region will Weltkulturerbe werden. Doch die Bewerbung scheitert schon an der tschechischen Grenze.
http://www.zeit.de/2011/34/S-Weltkulturerbe
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