Zurück   Deutsches Architektur-Forum > Architektur, Städtebau und Bauwesen: Regionale Themen > Süden > Nürnberg/Fürth/Erlangen

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 26.07.17, 23:07   #31
Dexter
Silbernes Mitglied

 
Benutzerbild von Dexter
 
Registriert seit: 01.10.2008
Ort: Berlin
Alter: 37
Beiträge: 742
Dexter braucht man einfachDexter braucht man einfachDexter braucht man einfachDexter braucht man einfachDexter braucht man einfachDexter braucht man einfach
Wie heute der Presse zu entnehmen ist, wird das Martin-Behaim-Gymnasium an der Ecke Hainstr. / Schultheissallee in den kommenden Jahren abgerissen und neu errichtet. Die Sanierung des inzwischen zu kleinen und in die Jahre gekommenen Baus aus den frühen 1960ern (?) würde sich nicht mehr lohnen, ein Neubau komme günstiger.


Die prominente Lage der Schule:
https://www.google.de/maps/place/Mar...951!4d11.10363


Der Artikel dazu:
http://www.nordbayern.de/region/nuer...ssen-1.6416182


Interessant:
Nach dem Abriss läuft der Schulbetrieb vorübergehend in der alten Bertolt-Brecht-Schule in Langwasser (vor deren anschließenden Abriss). Diese wird erst nach Fertigstellung des Behaim-Gymnasiums abgerissen.


d.
Dexter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.10.17, 14:38   #32
nothor
DAF-Team
 
Benutzerbild von nothor
 
Registriert seit: 28.04.2011
Ort: In der Noris
Alter: 38
Beiträge: 2.362
nothor ist essentiellnothor ist essentiellnothor ist essentiellnothor ist essentiellnothor ist essentiellnothor ist essentiellnothor ist essentiellnothor ist essentiellnothor ist essentiell
Neubau Johann-Pachelbel-Realschule in Kleinreuth



In Rekordzeit ist der Neubau einer Realschule im Nürnberger Westen fertig geworden. So ziemlich genau 5 km vor der früheren Nürnberger Stadtgrenze ist die Johann-Pachelbel-Realschule an der Rothenburger Straße fertig gestellt worden. Der Schulbetrieb wurde zum September d.J. aufgenommen. Man wird sagen, dass der rasche Bauablauf dem Konzept des "ÖPP - Öffentlich-Private-Partnerschaft" zuzuschreiben ist, indem der Bau und Betrieb der Schule einem Privatunternehmen überantwortet ist, und die öffentliche Hand die Rahmenbedingungen festlegt und sich als langfristiger Mieter bindet. Ein umstrittenes Konzept, das die Rechnungshöfe immer wieder kritisieren, da es unter dem Strich oft teurer ist als ein rein staatliches Projekt. Dicker Pluspunkt sind allerdings die kurzen Realisierungszeiten und die Termingerechtigkeit. Bei diesem Projekt erfreut mich zunächst als Architekturbegeisterter, dass der Bau tatsächlich so advangardistisch-modern realisiert wurde wie die Visualisierungen anno 2015 versprachen. Ich war dort und habe mich mal umgesehen. Der Schulkomplex wird über die Rothenburger Straße angefahren und bietet eine Reihe an Parkplätzen sowie eine enorme Anzahl an Fahrradstellplätzen:





Der Eingangsbereich ist großzügig und bildet einen geräumigen Vorhof:



Beherrschend ist das Thema Backstein, die sauber gemauerte rote Backsteinfassade mit Betonelementen geben der Einrichtung ein charakteristisches, identitätsstiftendes Gesicht. Dabei bildet die grüne Uhr einen starken Komplementärkontrast, mit dem mein Kamerasensor wohl Probleme hatte







Für die Schule wurde ein kritischer Bauplatz gewählt. Direkt an der ansteigenden stark befahrenen Rothenburger Straße und der wichtigen Güterzugstrecke gelegen musste man hier einiges an Lärmschutz investieren:



Durch die Lärmschutzwände ergeben sich aber Hofsituationen, wie sie in der Innenstadt ebenfalls anzutreffen sind. Die Bahn wird sich aber über Schullärm kaum beklagen, und man erkennt schnell dass Wohnbebauung hier ebenfalls nicht einfach gewesen wäre. Aus meiner Sicht also ein guter Standort für die Schule.





Aus meiner Sicht habe ich hier nichts zu bemängeln, der Bau wirkt wertig und hat das Potenzial eine Marke zu sein, indem sich die Schüler damit identifizieren und darin wohl fühlen. Die Wertigkeit des Neubaus möchte ich auch darin erkennen, dass es keine hässlichen Dachaufbauten gibt, die das Gestaltungskonzept konterkarieren. Oft ist die Dachlandschaft bei an sich hochwertig gestalteten Neubauten geprägt von Aufbauten wie Klima- und Lüftungsanlagen oder Aufzugsschächten, die ohne ins Gestaltungskonzept zu passen wie nachträglich ergänzt aussehen. Hier nicht, bravo!
Das einzige das ich bemängeln würde ist das im Vergleich zu den Entwürfen doch etwas zu kurz kommende Grün. Der Versiegelungsgrad ist doch ziemlich hoch!
__________________
Fotos von mir, andernfalls ist die Urheberschaft angegeben.

nothor ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.10.17, 23:07   #33
nenntmichismael
Junior-Mitglied

 
Benutzerbild von nenntmichismael
 
Registriert seit: 28.11.2016
Ort: Brüssel
Alter: 43
Beiträge: 43
nenntmichismael könnte bald berühmt werden
Sieht gut aus!

Und es freut mich, dass hier ein staatliches Bauprojekt durchaus nicht nur Wert auf Sparsamkeit, sondern auch auf architektonische Qualität gelegt hat. Das lässt, ebenso wie der Gerichts-Neubau in der Fürther Straße, auch hoffen im Hinblick auf die anstehenden Groß- und Prestigevorhaben, insb. den Konzertsaal und den Campus der geplanten Universität.
nenntmichismael ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.



Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 23:57 Uhr.


Powered by vBulletin (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2017, Jelsoft Enterprises Ltd.
©2003-2017 Deutsches Architektur-Forum