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Alt 20.06.17, 22:46   #481
Planer
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Planer könnte bald berühmt werden
zwar schon einige Tage alt, aber trotzdem ein lesenswerter Artikel zur Architektur der 50-er Jahre in Nürnberg:

https://museenblog-nuernberg.de/2017...-1950er-jahre/
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Alt 20.06.17, 22:53   #482
nothor
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Danke! Leider beschränkt sich der Beitrag und die Auswahl der Fotos auf die anerkannten Juwelen dieser Zeit. Als wäre nichts profanes, nichts alltägliches an Architektur entstanden, die zeigenswert wäre. Dabei wäre es wirklich angebracht, den Blick für Qualitäten dieser zeit zu schärfen, denn sie sind in der ganzen Stadt verteilt und drohen sukzessive zu verschwinden: Genau das hatte 'Hans Ebert' ja mit dem Galeriestrang "Ein Herz für die Südstadt" angestoßen.
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Alt 05.07.17, 10:01   #483
nothor
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Großes Stühlerücken bei der Stadt, nachdem man mit dem neu bezogenen Objekt am Rathenauplatz die SÖR-Dienststellen zusammenziehen könnte:

http://www.nordbayern.de/region/nuer...leer-1.6322581

Was mir besonders auffällt, was bitte ist die "Deutsche Akademie für Fußball-Kultur", weshalb zahlt die Stadt die Miete dafür?
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Alt 05.07.17, 15:03   #484
DocHobbit
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DocHobbit hat die ersten Äste schon erklommen...
Die Akademie für Fußball-Kultur ist Bereich im Amt für Kultur und Freizeit der Stadt Nürnberg, bei den Gesamtkosten wird sicher auch der Kicker und easyCredit als "Gründungsmitglieder" beitragen.

Was diese genau macht kann man mehr oder weniger auf deren Website nachlesen. http://www.fussball-kultur.org
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Alt 17.07.17, 18:15   #485
Dexter
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Dexter braucht man einfachDexter braucht man einfachDexter braucht man einfachDexter braucht man einfachDexter braucht man einfachDexter braucht man einfach
Ein paar schöne Randinfos rund um Nürnbergs Entwicklung:


In einem EU-weiten Ranking zu Kultur & Kreativität in Städten landete Nürnberg in seiner Größenklasse auf Platz 4!
https://www.nuernberg.de/presse/mitt...sse_52094.html


Unterdessen nimmt der Tourismus in der Stadt weiter an Fahrt auf. In den ersten Monaten des Jahres fand eine erneute Steigerung der Übernachtungen um 6,8% zum Vorjahresvergleich statt.
http://www.nordbayern.de/region/nuer...oomt-1.6373424


Unterdessen befasst sich der Stadtrat mit dem Jahresabschluss 2016. Positiv: Während ursprünglich ein Minus von 6 Millionen EUR eingeplant war, verzeichnete die Bilanz ein Plus von 30 Millionen EUR - dank sprudelnder Steuereinnahmen.
https://www.nuernberg.de/presse/mitt...sse_52087.html


d.
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Alt 06.09.17, 19:57   #486
markus.t-nbg
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ARCHITEKTUR GEHT UNS ALLE AN

Hallo zusammen,

am 20.9 gibt es im neuen museum Nürnberg eine Architektur Veranstaltung bzgl. dem Baukunstbeirat.

Der Baukunstbeirat der Stadt Nürnberg ist ein beratendes Gremium, das über wichtige Fragen der städtebaulichen und architektonischen Gestaltung Gutachten abgibt. Eine umfassende Erfüllung von Baukultur ist die Hauptforderung des Baukunstbeirats an die Bauschaffenden. Fünf bewährte Experten der Disziplinen Architektur, Städtebau, Denkmalpflege und Freiraum aus anderen Städten Deutschlands und dem Ausland sind in Nürnberg eingesetzt, die vorgelegten Projekte interdisziplinär zu beraten und die daraus resultierenden Empfehlungen Bauherren und Architekten zur Verfügung stellen.
Im siebten Jahr dieses neuen Verfahrens ist es der Verwaltung mit Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly und den Experten des Baukunstbeirats ein Anliegen, ihre Arbeit öffentlich an verschiedenen Objekten und auf einem breit zusammengesetzten Podium zu erläutern und auf Anregungen und Fragen aus dem Publikum einzugehen.

Mehr unter:
http://www.nmn.de/de/kunstvermittlun...ns-alle-an.htm

Denke, wäre gut, wenn hier viele hingehen und den Unmut, dass mittlerweile viele Projekte nicht mehr öffentlich sind, ansprechen würden.
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Alt 19.09.17, 11:45   #487
nothor
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ARCHITEKTUR GEHT UNS ALLE AN

Die nächste Sitzung des BKB ist bereits am kommenden Donnerstag, also in 2 Tagen. Auf der Website ist noch keine Tagesordnung vorhanden, aber wie ich erfahren habe sind diesmal alle Punkte nicht öffentlich.

Jetzt kann man sich natürlich schon die Frage stellen, wozu die Diskussion am Mittwoch gut sein soll wenn man die Öffentlichkeit bewusst aus den Sachfragen heraushält bzw. sie ihr verschweigt. Wer an der Diskussion am Mittwoch teilnehmen möchte kann ja mal einen Blick in die Satzung des BKB werfen:

https://www.nuernberg.de/imperia/md/...atssatzung.pdf

Von der Regelung des § 5 Nr. 3 wird eindeutig zu viel Gebrauch gemacht. Offensichtlich genügt es wenn ein Bauherr mit wenigen Silben zum Ausdruck bringt, dass er Geheimhaltung wünscht. Hier besteht regulatorischer Verbesserungsbedarf, z.B. sollte die gewünschte 'Geheimhaltung vor der Öffentlichkeit' stichhaltig begründet werden. Da stelle ich mir schwer vor, denn zu meinem erstaunen finde ich durchaus auf den Seiten der beteiligten Architekten entsprechende Informationen und Visualisierungen.

Demgegenüber wird § 5 Nr. 6 offenbar überhaupt nicht gefolgt. Während ich mich erinnern kann dass es früher noch regelmäßig ein Echo in den Medien nach den BKB-Sitzungen gegeben hatte, herrscht nun oft Schweigen im Walde. Hier findet soweit ich weiß gar nichts statt.

Außerdem sehe ich keinen Widerspruch zwischen § 5 Nr. 3 und Nr. 6. Juristisch zu klären wäre ob sich der Geheimhaltungswunsch nach dem Wortlaut der Regelung nur auf den Ausschluss der Öffentlichkeit während der Sitzung bezieht - vergleichbar eines Gerichtsverfahren. Dort kann die Öffentlichkeit und Medien auch von der Verhandlung ausgeschlossen werden, allerdings kann hinterher über das Verhandelte berichtet werden, auch von den Beteiligten. In dieselbe Richtung geht auch § 2 Nr. 4 Satz 1 und 2:
Zitat:
Der Baukunstbeirat gibt zur Beurteilung der vorgelegten Vorhaben in Form eines schriftlichen Gutachtens eine Empfehlung ab. Dieses ist von allen Mitgliedern des Baukunstbeirates öffentlich mitzutragen und zu vertreten.
Quelle: Satzung des BKB: https://www.nuernberg.de/imperia/md/...atssatzung.pdf

Eine Einschränkung kann ich hier nicht erkennen, im Gegenteil: Die Vorschrift beschreibt die Pflicht aller BKB-Mitglieder, über die Ergebnisse öffentlich Auskunft zu geben, also grundsätzlich über alle behandelten Projekte. M.E. ist die Satzung so auszulegen, dass zwar ein Bauherr den Ausschluss der Öffentlichkeit von der Besprechung zu seinem Bauprojekt wünschen kann, nicht jedoch von der Veröffentlichung des dazu angefertigten Gutachtens. Es müssten also grundsätzlich alle Protokolle online gestellt werden, auch zu den "geheimen" Projekten.

Es gibt also grundsätzlich zwei Probleme formaler Art in der Arbeit des BKB:

1. Die verbesserungsfähige Öffentlichkeitsarbeit, die ich hier schon öfter kritisiert habe, die innerhalb der letzten 12 Monate unter dem neuen BKB-Vorsitzenden deutlich eingeschränkt wurde. Die Website bietet heutzutage bspw. keinerlei Präsentationen und Pläne mehr, die die Protokolle nachvollziehbar machen würden. Die Satzung indes schreibt aber auch nirgends vor, dass der BKB die Projekte auch vorstellen müsste, seine Aufgabe ist ausschließlich das befinden und das berichten über die Projekte. Dazu genügt das öffentlich zugängliche Protokoll.

2. Das viel schwerwiegendere Problem der Missachtung formaler Regularien. Die Geheimhaltungsregel erscheint willkürlich, widerspruchslos und nicht nachvollziehbar angewendet zu werden. Zudem wird die Geheimhaltung unzulässigerweise auch auf das Ergebnisprotokoll ausgedehnt, was ich von der Satzung nicht gedeckt sehe.
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Alt 22.09.17, 23:26   #488
nothor
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War hier jemand bei der Veranstaltung?
Ich war dort und bin mit unterschiedlichen Eindrücken heim gegangen. Was ich überaus bemerkenswert fand und mir direkt unangenehm aufgestoßen ist, war die Tatsache, dass erst Hr. Egli, BKB-Vorsitzender a.D. als dritter Redner berücksichtigte, dass Architektur auch für Bürgerinnen und Bürger interessant ist. So wie es in der Einladung stand.
Sowohl OB Maly, der ein Grußwort sprach, als auch der Baureferent Ulrich sahen die Angelegenheiten des Baukunstbeirates und des nun beginnenden Abends als eine Sache von Architekten für Architekten, und sahen im Raum offenbar nur Architekten, Ingenieure und Stadträte vor sich sitzen. Erst Egli räumte in seiner Präsentation ein, dass auch der Bürger eine Rolle spielen sollte und forderte Öffentlichkeit. Während man zunächst das Publikum mit der Vita der aktuellen BKB-Mitglieder unterhielt, zeigte dann Hr. Dengler einige Beispiele für die segensreiche Wirkung der BKB-Besprechungen, und machte Werbung für die Akzeptanz des BKB über die positive Wirkung auf die meisten Bauprojekte.

Die anschließende Podiumsdiskussion mit Stadt (Baureferent Hr. Ulrich und dem Chef des Stadtplanungsamtes Hr. Dengler), dem BKB (Prof. Will), einem Fachanwalt für Baurecht, einem Bauherren (Hr. Roßnagel: Deutscher Hof) und einem Architekten Hr. Wirth (Sebalder Kontore) gestaltete sich kurz. Hr. Roßnagel beklagte, dass die Bauvorschriften schon zu straff seien und dem Bauherren Fesseln anlegten, und es daher von gestalterischer Seite nicht auch noch strenge Anforderungen geben sollte. Hr. Wirth berichtete von der spannenden Genese der Sebalder Kontore, die ohne den Baukunstbeirat heute ganz anders aussehen oder gar nicht entstanden wären. Spannend war der Beitrag von dem Anwalt (leider habe ich den Namen vergessen), der die Rechtslage analysierte. Dabei wurde auch deutlich, dass die Stadt Nürnberg zwar keine Gestaltungssatzung habe, in der bauliche Details vorgegeben seien. Aber die in diesem Thread bereits angesprochene BKB-Satzung ist juristisch dasselbe, auch wenn sie einen anderen Wirkungsmechanismus darstellt: Sobald der Stadt Nürnberg ein Bauvorhaben vorgelegt wird, entscheidet sie ob es für das Stadtbild von Relevanz ist. Wenn dies bejaht wird, muss es einen Wettbewerb geben oder es ist dem BKB vorzulegen. Alles Weitere ist weich und dem Diskurs unter den Beteiligten überlassen. Insofern also auch Geschmackssache.

In der anschließenden Fragerunde meldete sich ein Vertreter der Stadtbildinitiative Nürnberg und fragte, weshalb sich der BKB zunehmend im geheimen treffe und die Öffentlichkeit ausgeschlossen werde. Allein in 2017 sind 6 Projekte öffentlich (zuzüglich 2 Wiedervorlagen) behandelt worden. Dem gegenüber stehen aber bereits 16 geheim besprochende Projekte! Am 21.09. sind 7 Projekte behandelt worden. Die Antwort darauf war der Hinweis, dass dies der Bauherr so wolle und das respektiert würde. Z.B. weil die Eigentumsverhältnisse noch nicht geklärt seien oder der Bauherr die Kritik des BKB fürchte und wenn dies öffentlich würde könnte sich das geschäftsschädigend auswirken.

Alles nachvollziehbar. Trotzdem mache ich mir nun so meine Sorgen um den BKB. Das Gremium wird eh schon als reletiv elitär wahrgenommen und einige schreiben ihm eine investitonshemmende Wirkung zu, da durch die Hinweise aus dem BKB Verzögerungen entstünden. Zwar stimme ich mit dem BKB auch nicht immer überein, besonders das Dogma der Bescheidenheit und Zurückhaltung wird mir etwas zu heftig eingefordert und zu oft die öde Lochfassade gefordert. Dennoch sind die meisten Kritiken angemessen, gerechtfertigt und nicht selten sogar nötig. Aber der BKB, der sich durch Satzung konstituiert, die wiederum im Stadtrat beschlossen wird, braucht meines Erachtens eine stabile und breite Zustimmung durch Rückhalt in der Bevölkerung. Hierfür ist es wichtig die Tagesordnungspunkte öffentlich zu besprechen oder wenigstens einen geeigneten Zeitpunkt zu wählen, an dem die Dinge an die Öffentlichkeit gegeben werden. Die Stadt leistet sich einen BKB und sollte seine Arbeit unbedingt durch Öffentlichkeitsarbeit unterstützen! Denn wenn erstmal die Meinung der Bevölkerung zum BKB kippt, dann ist er durch mandatierten Stadtratsbeschluss auch irgendwann weg vom Fenster.
Indem man gegenwärtig die Öffentlichkeitsarbeit kritiklos dem Wunsch der Bauherren unterordnet, überlässt man die Öffentlichkeit den Bauherren, die dann sagen können "ja, der BKB hat mein tolles Projekt so kaputt gemacht dass ich schlussendlich nicht mehr bauen konnte". Dem entgegen zu treten wäre dann sehr schwierig.
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