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Alt 05.04.12, 19:07   #1
Dexter
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Dexter braucht man einfachDexter braucht man einfachDexter braucht man einfachDexter braucht man einfachDexter braucht man einfachDexter braucht man einfach
Sammel-Thread Neu- und Umbau Schulen und Hochschulen

Die Stadt Nürnberg hat angekündigt in den nächsten Jahren signifikant hohe Summen in den Neubau von Schulen zu investieren. Vorallem die beiden Schulkomplexe in Eibach (2000 Schüler) und Langwasser (1500 Schüler) werden wegen ihres beschlossenem Abrisses und Neubaus hohe Summen verschlingen. Ein weiteres Schulzentrum für 1500 Schüler entsteht in Großreuth bei Schweinau.


Den Anfang macht wohl Langwasser:


Wie heute berichtet wird, investiert die Stadt Nürnberg 100 Millionen in den Neubau der Bertolt-Brecht-Schulzentrums in Langwasser. Das bisherige Gebäude von 1975 wird abgerissen. Die Sanierung des damals 58 Millionen DM teuren Gebäudes sei zu komplex, zu teuer, zu wenig nachhaltig. Bis 2019 solle alles fertig sein. Bis dahin wird der Altbau durch die rund 1500 Schüler weiter genutzt.

Die neue Schule entsteht am Ende der Großen Straße, direkt neben den bisherigen, recht üppig dimensionierten Sportanlagen der Schule (die BBS vermarket sich als "Eliteschule des Sports"). Bislang sollte dort ja ein Hotel gebaut werden, die Pläne sind dann wohl vom Tisch.

Wie auch schon bei der gestrigen Ankündigung bezüglich einer neuen Messehalle auf der anderen Straßenseit, heißt es, man wolle hier gute Architektur schaffen. Der Standort am Ende der Großen Straße verpflichte.

http://www.nordbayern.de/region/nuer...asse-1.1977829


Aus Sicht der Stadtentwicklung ist das Engagement der Stadt für zeitgemäße Schulhäuser sehr begrüßenswert. Bislang ist Betreuung und Bildung immer wieder eine Achillesferse im Wettbewerb mit anderen deutschen Städten.


d.
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Alt 05.04.12, 20:02   #2
Mattes
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Mattes wird schon bald berühmt werdenMattes wird schon bald berühmt werden
Wo bei es schon krass ist, dass die Lebensdauer der Brecht-Schule nur ca. 30 Jahre betrug! Bei den 100 Mio € darf hoffentlich auch mehr Langlebichkeit erhofft werden.
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Alt 05.04.12, 23:41   #3
KurushiX
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KurushiX sitzt schon auf dem ersten Ast
Hab ich was auf den Augen ? .. bin ich zu alt um zu lesen ? aber es steht im Zeitungsartikel auch so drin . 100 Millionen für EINE Schule ?!?!


gehts noch ?

Werden da goldene Türgriffe oder Platin-Armaturen in den WC's verarbeitet ?

Was hat der Business-Tower gekostet ?


Und dann noch für eine Schule im Stadtteil Langwasser .. die Schüler in diesem Teil der Stadt gehen dann auch bestimmt schonend mit dem Bau um. Also ich kann mir bildlich vorstellen wie die Wände, WC's usw nach 3 Jahren aussehen.
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Alt 06.04.12, 16:34   #4
Mafri
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Zitat:
Hab ich was auf den Augen ? .. bin ich zu alt um zu lesen ? aber es steht im Zeitungsartikel auch so drin . 100 Millionen für EINE Schule ?!?!


gehts noch ?

Werden da goldene Türgriffe oder Platin-Armaturen in den WC's verarbeitet ?

Was hat der Business-Tower gekostet ?


Und dann noch für eine Schule im Stadtteil Langwasser .. die Schüler in diesem Teil der Stadt gehen dann auch bestimmt schonend mit dem Bau um. Also ich kann mir bildlich vorstellen wie die Wände, WC's usw nach 3 Jahren aussehen.
Da ich an dieser Schule mehrere Praktika gemacht habe nur so viel: Die BBS hat einen extrem weiten Einzugsbereich, die Schüler der Leistungssportklassen kommen zum Teil aus Bamberg oder Amberg.
Es ist außerdem ein Gerücht, dass die Schüler in Langwasser oder im Stadtteil in irgendeiner Weise schlimmer seien als anderswo. Früher hatte Langwasser seinen Ruf vielleicht zu Recht, mittlerweile sind die "schlimmen Vorfälle" aber laut Polizeistatistik z.B. nächtliche Ruhestörung usw. Man sollte außerdem nicht vergessen, dass auch Langwasser älter wird - vor allem Richtung Zollhaus und Moorenbrunn leben zwischenzeitlich viele Rentner. Unmittelbar neben der Schule sind wiederum vergleichsweise bürgerliche Wohnviertel wie Langwasser P.
Die Schule die, wie bereits angerissen, auch viele Vorstädter und Kinder aus unverdächtig bürgerlichen Familien besuchen, ist nicht in erster Linie wegen der Abnutzung baufällig, sondern wegen baulicher Mängel und grundsätzlich veralteter Architektur - die "Aula" in der Mitte des Schulkomplexes ist beispielsweise ein dunkles Loch, ebenso erreichen zahlreiche andere Klassenräume kein oder zu wenig Tageslicht etc. etc.

Wenn man bedenkt, dass hier mitten in der Stadt ein neuer Komplex mit sicherlich entsprechenden Anlagen (Sporthallen! usw.) entsteht, sind 100 Millionen immer noch sehr viel. Allerdings kostet beispielsweise das gerade im Bau befindliche Gymnasium in Wendelstein, dass erstmal für 750 Schüler geplant ist, auch schon 30 Millionen und hat keine besonderen sportlichen Anlagen außer einer Halle. Die BBS hatte in den besten Tagen meines Wissens annähernd 2000 Schüler; insofern sind die 100 Millionen also viel, aber nicht illusorisch.

Geändert von Mafri (06.04.12 um 16:36 Uhr) Grund: Ergänzung
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Alt 07.04.12, 08:08   #5
harher
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harher könnte bald berühmt werden
Die Gesamtschule war - wie auch das Scharrer-Gymnasium - zur Bauzeit ein recht aufwändiger Bau, ein Vorzeigeobjekt und Liebingsspielzeug von Hermann Glaser.
Und dann hat man solch einen Schrott hingestellt?
Der nur 30 Jahre hält?

Und der Neubau?
100 Mio?
Für einen neuen Konzertsaal hat man was von 30 Mio gesagt.
Das steht doch in keinem Verhältnis und ist doch wieder mal total verrückt!

Geändert von harher (07.04.12 um 09:21 Uhr)
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Alt 07.04.12, 10:29   #6
Dexter
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Ich kenne die Schule auch sehr gut. Da es in den späten 1980ern die einzige Schule mit täglicher Ganztagsbetreuung in Nordbayern war, hab ich jeden Tag den langen Weg vom Reichelsdorfer Keller nach Langwasser Nord auf mich genommen. Und ich fand den Fahrtweg mit R6 heute (S2) und U1 immer recht spannend!

Das Gebäude der damaligen BBG (heute BBS) wirkte auf mich stets abstoßend und anziehend zu gleich. irgendwie war die Häßlichkeit des Dings auch kreativ. Traurig das es weg kommt bin ich nicht. Seiner Nutzung wird es jedenfalls nur wenig gerecht. Eine echte Fehlplanung.

Auch OB Maly hat sich sehr kritisch über die Hinterlassenschaften der Schulbauten aus den 1970ern geäussert. Aber was soll man machen, für die langfristige Entwicklung ist es der Neubau die beste Variante.

Das Gelände östliche neben der Schule (Baugebiet T) wird übrigens zeitnah für Wohnungen entwickelt. Das Grundstück des Schulgebäudes soll später ebenfalls mit Wohnhäusern bebaut werden.
Langwasser Nord steht damit kurz vor seiner abschließenden Komplettierung.

d.
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Alt 15.08.12, 20:58   #7
nothor
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Berufsschule an der Deumentenstraße Schoppershof

[Die wenigen Beiträge zur B3 in der Deumentenstraße aus dem Strang "News, Fragen und Antworten zu aktuellen Projekten" passenderweise hierher verschoben]


Update zu Beitrag Nummer 165. Der Rohbau des 4-geschossigen Schulhauses ist fertig:



Ich bin sehr gespannt auf den Ausbau und die Fassadenverkleidung in Schwarz. Das wirkt auf den Visualisierungen ja sehr hochwertig.
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Alt 13.09.12, 21:18   #8
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An der Berufsschule in der Deumentenstraße wurde begonnen, die massive Klinkerfassade aufzumauern. Darunter befindet sich nochmal ca. 12 cm Glaswolle als Wärmedämmung. Am Ende wird es sich um ein sehr hochwertig anmutendes Gebäude handeln, ich freue mich schon drauf!

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Alt 19.09.12, 00:35   #9
mkraft
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Zitat:
Zitat von nothor Beitrag anzeigen
An der Berufsschule in der Deumentenstraße wurde begonnen, die massive Klinkerfassade aufzumauern. ...
Für dieses Gebäude wurden zahlreiche wunderschöne Bäume, die vorher das Grundstück umrahmten, abgesägt. Die wurden zuerst alle nummeriert - damit man sie gut voneinander unterscheiden kann - und dann im Anschluss mehr oder minder alle abgesägt.

Dass das Gebäude schön wird wage ich zu bezweifeln. In Nürnberg gibt es meiner Ansicht nach keinen schönen oder interessanten Neubau. Die werden in Hamburg, Berlin oder München gebaut, aber sicher nicht in Nürnberg. Man begebe sich einfach den Rennweg runter und betrachte das Altenheim, dann bekommt man einen guten Eindruck darüber was hier abgeht.
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Alt 10.12.12, 22:20   #10
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In St. Leonhard auf dem ehemaligen Schlachthofgelände ist ein Vorzeigeprojekt des Schulbaus geplant. Ein "Bildungshaus" in unmittelbarer Nähe der Villa Leon soll entstehen. Die Nürnberger Nachrichten berichten hier regelmäßig darüber. Geplant ist, um Fehlplanungen zu vermeiden, die Nutzer frühzeitig einzubinden:

http://www.nordbayern.de/nuernberger...haus-1.2552228
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Alt 07.06.13, 17:00   #11
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Die Berufsschule B3 in der Deumentenstraße ist äußerlich fast fertig und schon teilweise abgerüstet. Mir gefällt sie. Passt gut in das alte Viertel mit den (noch) überwiegend gepflegten und erhaltenen Gründerzeithäusern. Ein wenig mehr Bezug zum Olof-Palme-Platz hätte nicht geschadet. Aber naja, eine vornehme Zurückhaltung der Straßenkante gegenüber und die äußerst hochwertige Fassade aus vor der Steinwoll-Dämmung vorgeblendetem 24'er Mauerwerk aus dunkelrot-violettem Klinker geben mir jetzt keinen Anlass zur Klage. Wenn das Standard wäre könnte man das Forum schließen

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Alt 07.06.13, 20:39   #12
KurushiX
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Da geb ich Dir Recht .. sieht klasse aus
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Alt 07.06.13, 22:02   #13
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Man beachte auch die 5 neu angepflanzten Bäume, die allein auf diesem Bild zu sehen sind. Dabei müsste man die Fassade nun echt nicht hinter Grün verstecken.
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Alt 07.06.13, 23:33   #14
KurushiX
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JEDER Baum im Stadtgebiet ist ein guter Baum ...
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Alt 26.06.13, 20:12   #15
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Hochschule für Musik im Sebastianspital

In der heutigen Nürnberger Nachrichten gibt es einen Artikel zur Kostenexplosion bei der Sanierung der künftigen Hochschule für Musik, die 2009 in Nürnberg neu eingerichtet worden ist. Link zum Artikel:

http://www.nordbayern.de/nuernberger...urer-1.2993583

Insgesamt eine tolle Sache: Hochschulen sind für eine Stadt eine Goldgrube. Im Studium werden die meisten Menschen geprägt durch ihren Studienort, der zu einem festen und bewussten Bestandteil der Vita der (ehem.) Studenten wird. Und Nürnbergs Musikstudenten hat es gut getroffen im Gegensatz zu den Architekturstudenten, die in einem grausamen inspirationslosen Kasten an der Dürrenhofstraße gesperrt werden. Das Sebastianspital in der Veilhofstraße 34 dagegen ist ein denkmalgeschüzter Jugendstilbau, der an eine alte Schlossanlage erinnert und ruhig gelegen überaus reizvoll am Whörder See gelegen ist. Das es sich um ein repräsentativen Bau handelt versteh sich von selbst. Schon der Eingang macht etwas her:



Blick vom Hof des Spitals, der die Größe eines ausgewachsenen Parks besitzt, auf die Musikhochschule:




Das Gebäude beinhaltet eine kleine Basilika. Es drängt sich geradezu auf als Spiel udn Übungsort, z.B. für Orgelmusik?



Im Artikel ist die Rede von einem Cafe, das im Innenhof zu errichten wäre. Mal sehen ob das noch im Budget ist. Ziel ist, die gesamte Sanierung unter 40 Millionen zu halten. Fassadenarbeiten sollten ja eigentlich nicht notwendig sein, der Gebäudekomplex sieht so aus als sei er jüngst erst komplett restauriert worden.
Der östliche Teil bleibt wohl ein Spital:




Im Süden trennt ein Plattenbau des Spitals das Gelände zum Whörder See hin ab. Das Haus steht allerdings auf der Abrissliste und wird bald verschwinden. Geplant sind hier einige Blöcke Eigentumswohnungen mit Seeblick:



Hier sind mir Details weiterer Planungen noch nicht bekannt.

_________

Nachtrag, 19.07.2013: Ein interessanter Artikel zum ehem. Sebastianspital findet sich auf der Seite der Rechenauer-Architekten. Link: http://www.rechenauer-architekten.de...bastianspital/
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