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Alt 27.10.16, 09:21   #136
nothor
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Zitat:
Zitat von SteffenSetzer Beitrag anzeigen
Gibt es dazu etwaige Pläne oder ist das Wunschdenken?
Natürlich ist das nur Wunschdenken, ich weiß von keinerlei Plänen zu Veränderungen an dieser Stelle. Aber ich weiß zumindest, dass der Bau die ganze Gegend runterzieht - gemeinsam mit dem ungepflegten Erscheinungsbild des Obstmarktes. Wenn man schon eines von beidem Anpackte würde sich hier eine deutliche Aufwertung ergeben.

Hinsichtlich des Bankgebäudes: Angesichts der aktuellen Situation der Banken glaube ich nur dann dass hier etwas passiert, wenn die Hypo-Vereinsbank die Liegenschaft aufgeben sollte, weil man sich mehr aufs Onlinegeschäft konzentriert.
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Alt 27.10.16, 13:28   #137
Dexter
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Zur Commerzbank am Obstmarkt:


Das Gebäude wurde durch die Alpha Gruppe (Die Firma des Immobilien-Lokalmatadors Gerd Schmezler) vor einigen Jahrne erworben und ist noch ein paar weitere Jahre vermietet.


Viel spricht dafür das hier eines Tages abgerissen wird - sofern die Baulinien zugunsten der Gebäudefläche und zu ungunsten der Straße dort verändert werden. Historisch gab es hier ledigleich eine kleine Gasse, erst beim Wiederaufbau erfolgte die Umsetzung des heutigen Straßenverlaufs zugunsten einer Magistrale zur Lorenzkirche. Da dort heute eine Fußgängerzone mit überbreiter Passagenöffnung zu U-Bahn ist, ist auch die Straße an der Commerzbank verzichtbar.
Eine Bebauung hier wäre also echte Stadtreparatur. Noch dazu wird das Gebäude selbst auch nicht jünger und ob Banken dank dem Branchenwandel bald noch derart große Flächen benötigen sei dahingestellt...


d.
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Alt 27.10.16, 21:50   #138
nothor
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Bankgebäude am Obstmarkt

Dem schließe ich mich an. Heute steht man ja eher fassungslos vor dem Bau und fragt sich, ob es tatsächlich nach dem Mittelalter eine Periode gegeben hat, in dem es eine Mehrheit gab die sich so die Gestaltung eines zentralen Ortes in Nürnbergs Altstadt vorgestellt hat:



Die Aufnahme würde bestens zu einem Platz in einer Trabantenstadt passen.

Aus städtebaulicher Sicht wäre es erfreulicher gewesen, die Commerzbank wäre am Kornmarkt geblieben und hatte dieses Haus aufgelassen zugunsten eines neuen Projektes.
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Alt 28.10.16, 22:59   #139
SteffenSetzer
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Zitat:
Zitat von nothor Beitrag anzeigen
Aus städtebaulicher Sicht wäre es erfreulicher gewesen, die Commerzbank wäre am Kornmarkt geblieben und hatte dieses Haus aufgelassen zugunsten eines neuen Projektes.
Genau - und daher auch meine obige Nachfrage, denn ich hatte vor einiger Zeit genau so einen Plan mal läuten gehört, im Zusammenhang mit dem neuen ominösen Edeka (als Ersatz für den nun fehlenden Supermarkt am Hauptmarkt), der an dieser Stelle geplant war - aber nun ist es eben anders herum gekommen, wobei ich auch deiner Meinung bin, dass am Kornmarkt alles viel eher so bleiben hätte können.

Die ganze Situation nördlich des Heilig-Geist-Spitals ist unbefriedigend, der Hans Sachs heult wohl jeden Tag vom Denkmal herunter, wenn er die durch Tiefgaragen (analog wie bei der Insel Schütt) nötigen Pflanzenkrater betrachtet. Das ist so 80er und sieht aus wie der Ortskern eines deutschen Kleinstadt. Man sollte Tiefgaragen nicht unter Plätzen bauen, wenn diese dadurch so eine eingeschränkte Nutzungsspannweite haben.

Obendrein ist unbefriedigend, dass man einst die für einige Jahre vorhandene Sperre an der Heubrücke aufgehoben hat. Es ist immer verdächtig, wenn man nur eine Kette oder einen Pflanzkübel aufstellt, das kann man fein wieder wegräumen, wenn der Autoverkehrwind sich dreht. Die Tiefgarage kann ohnehin von beiden Seiten (Obstmarkt und Heubrücke) angefahren werden. Würde man auf die Durchfahrtstraße entlang des Spitals verzichten, wären noch mehr Möglichkeiten für die Gestaltung um die Commerzbank möglich.

Würde auch der Obstmarkt mal endlich angepackt, dann könnte man die Commerzbank so mit Bäumen umgeben, dass man sie kaum mehr sieht ;-)
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Alt 10.11.16, 20:26   #140
nothor
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Lückenschluss Johannesgasse 10-12

Bereits im Februar des Jahres lag dem Baukunstbeirat ein Entwurf für einen Neubau in der Johannesgasse, mitten in der Altstadt, vor.
Informationen: https://www.nuernberg.de/internet/re...016_02_25.html

Der Bauherr, eine Baugenossenschaft aus Bamberg, beabsichtigt die Errichtung eines Boardinghouse, in dem möblierte Wohnungen für kürzere Mietdauer angeboten werden. Das beinhaltet auch hotelähnliche leistungen und 12 Stellplätze. Soweit ausgebucht bedeutet das eine deutlich höhere Nutzungsdichte als beispielsweise ein Mehrfamilienwohnhaus, gut für diese Altstadtlage. Die Gestaltung des Neubaus präsentiert sich zurückhaltend, den direkten Nachbarn angepasst.





Sogar das Satteldach der Nachbarn wird in dem Entwurf aufgenommen:



Der Lückenschluss an dieser Stelle ist m.E. längst überfällig. Das es mittlerweile über 70 Jahre nach dem Ende des 2. WK noch immer Baulücken in der Altstadt gibt ist schon schwer nachzuvollziehen. Die Johannesgasse ist eine versteckt gelegene kurze Straße mit Hotels und Lokalen in teilweise historisch wertvollen und gepflegten Häusern.



Diese Ecke nahe Hauptbahnhof ist recht dicht belegt durch kleinere, familäre Hotels, wie dem "Hotel Blaue Traube":



Insofern passt die geplante Nutzung perfekt dorthin. Der Baukunstbeirat hatte allerdings Kritik am vorgelegten Entwurf, insbesondere was die Nutzung des Hofes als Parkplatz anbelangt, oder die Fassadengestaltung, die als unausgewogen kritisiert wird. Es wurde um Wiedervorlage gebeten. Zwischenzeitlich konnte ich jedoch nicht feststellen, dass das Bauvorhaben erneut dem BKB vorgelegen hatte, obwohl einige Sitzungen verstrichen und das Jahr fast vergangen ist. Auch vor Ort hat sich bis vor Kurzem noch nichts getan. Ich hoffe aber, dass es bald mal in die Realisierung geht. Mehr Bilder von der kleinen, versteckten Straße gibt es hier:
http://dernuernberger.blogspot.de/20...nnesgasse.html
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Alt 21.11.16, 21:00   #141
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Lückenschluss Weißgerbergasse

Zitat:
Zitat von Dexter Beitrag anzeigen
Fortschritt Neubau in der Weißgerbergasse (zuletzt in Beitrag 108):


Erstaunlich, dass sich an dieser Stelle erst 70 Jahre lang nichts tut und dann recht zügig ein passabler Lückenschluss erfolgt. Jetzt sieht man auch gut, dass die Kritik am Projekt eingearbeitet worden ist: Das Erdgeschoss zeigt keine Spur mehr einer Garageneinfahrt.



Wie es aussieht, gibt es stattdessen Wohnungen, denn die Befensterung entspricht den oberen Etagen. Gewünscht hätte ich mir hier größere Schaufenster und Platz für Galierien oder ein Café. Ob das Erdgeschoss hier als Wohnraum funktioniert - wo sich touristen und Stadtführungen durchschieben und am Wochenende das Partyvolk abhängt - mal sehen. Vielleicht irre ich mich aber auch, und es sieht nur aus wie Wohnungen. Da hier bekanntlich die Details entscheidend sein werden (Fassadenoberfläche, Fensterrahmen, Jalousien, Eichenholztüre) kann das Endergebnis aber noch überraschen.
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Alt 01.12.16, 10:08   #142
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3. Bauabschnitt Sanierung Künstlerhaus (Ex-Komm)

Nach langen Jahren beginnen im Sommer 2018 endlich die Bauarbeiten am 3. (und damit letzten) Bauabschnitt des Künstlerhauses am Königstorgraben:

https://www.nuernberg.de/internet/pr/


Die Stadt investiert damit erneut in ein sehr bürgernahes, das heißt in ein von ansässigen Initiativen geprägtes Kulturprojekt. Nach "auf AEG" und dem "Z-Bau" ein weiterer Impuls für Nürnbergs lokale Kulturindustrie...


d.
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Alt 01.12.16, 22:17   #143
nothor
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3. Bauabschnitt Sanierung Künstlerhaus (Ex-Komm)

^
Danke! Die Beschreibung auf der PM der Stadt Nürnberg ist schon sehr aussagekräftig. Die Mittelbayrische bietet ein ausführlicherem Bericht mit Fotos und Visualisierungen: http://www.mittelbayerische.de/regio...rt1459912.html

Auf nordbayern.de Fotos mit Tageslicht: http://www.nordbayern.de/kultur/umba...haus-1.5657130


Ansichtskarte aus Privatsammlung

Zunächst sichtbarste Erneuerung ist die Neugestaltung des Eingangsbereichs. Die zugemauerten Bögen werden wieder geöffnet, die Säulen mit den Kapitellen sichtbar und dadurch ein Portikus geschaffen, der die provinzielle Eingangssituation deutlich großzügiger werden lässt:


Visualisierung: Architekt Florian Nagler, München

Dadurch wird ein logischer Übergang in das großräumige Treppenhaus geschaffen, das ich mir heute angesehen habe. Das eindrucksvolle Treppenhaus verdeutlicht, dass das Gebäude auf lebendigen Publikumsverkehr ausgerichtet war. Dies hat aber durch die unterschiedlichen und gleichzeitigen Nutzungen mit den jeweiligen Interessen auch zum aktuellen Sanierungsdruck geführt:





Die Hellhörigkeit im in diesem Altbau von 1910 verhindert, dass das Gebäude sein gesamtes Veranstaltungspotenzial voll ausschöpfen kann, da sich schallstarke Veranstaltungen gegenseitig stören. Wenn im Festsaal Konzerte laufen, dann man auch gut durch das Treppenhaus und die Flure zuhören:





Am Seitentrakt zum Innenhof ist ein weiteres Treppenhaus - Gottseidank, denn nur so ist eine Veranstaltungsnutzung überhaupt möglich (Stichwort zweiter Fluchtweg):



Der Hof dürfte bekannt sein, in den Sommermonaten liegt hier einer der beliebtesten Innenstadtbiergärten direkt hinter der Königstormauer und dem rechts aufragenden phantastischen Baumeisterhaus der Stadt Nürnberg von 1615, entworfen von Jacob Wolf dem Älteren, dem Architekten des echten Pellerhauses:





Die Sanierung sieht an dieser Stelle einen angeblich im besten Falle unsichtbaren Anbau vor. An dieser denkmalpflegerisch allerhöchstsensiblen Stelle ist ein Neu-Anbau allerdings hoch problematisch:


Visualisierung: Architekt Florian Nagler, München

Der mit dem Umbau beauftragte Architekt Florian Nagler ist in Nürnberg bereits an der Marthakirche zugange. Dort allerdings ist die Sanierung nach dem Brand keineswegs unsichtbar, sondern wird stattdessen deutlich sichtbar sein. Hier jedoch verspricht der Architekt allerdings eine Sanierung, die vom Eingriff in den Gebäudecharakter her möglichst unsichtbar bleiben soll. Wie dieser Anbau unsichtbar bleiben soll ist nur zu erahnen, denn die Visualisierung bleibt da nur schematisch. Offenbar wird der bestehende "Anbau" abgerissen und mit Verwendung der alten Elemente neu aufgebaut, sodass die Befensterung bestehen bleibt und sich der Raumeindruck nur wenig ändert - denke ich zumindest. Man erkennt aber dass er höher wird und das Walmdach fehlt. Wir können gespannt sein.
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Alt 05.12.16, 12:00   #144
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Zu Beitrag 127, Königstraße 70


nothor warf die Frage auf was sich hier am Gebäude derzeit tut.
Auf der Homepage der Architekten "Hübsch Ramsauer Harlé " fndet man die Antwort. Das Gebäude wird umfangreich denkmalgerecht saniert!


Alle Details dazu hier (oben rechts auf das "i" für info klicken)
https://hrh-architekten.de/projekte/koenigstrasse-70/


Schwerpunkt derzeit ist die Wiederherstellung von Fensterlaibungen und -Bögen im Erdgeschoss und die Wiederanbringung von Gesimsen und Mauerwerksbrüstungen an der Fassade.


d.
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Alt 14.01.17, 13:02   #145
nenntmichismael
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Hans-Sachs-Platz

Die Meldung auf nordbayern.de ist schon ein paar Tage alt, aber interessant ist sie trotzdem noch:

Im Zuge der Renovierung der Gebäude des Evangelischen Siedlungswerks am Hans-Sachs-Platz soll der gesamte Platz aufgehübscht werden. Beides wäre aus meiner Sicht absolut zu begrüßen. So wie er derzeit aussieht, könnte er auch Schnell-Weg-Platz heißen. Dem ESW-Geschäftsführer sind u.a. die Pflanzenkübel ein Dorn im Auge. Auch ich werde nie verstehen, weshalb man in Nürnberg solche Gestaltungselemente überhaupt jemals eingeführt hat, die schon immer mickrig und einengend aussahen - und es auch immer tun werden. Ungute Vorahnungen habe ich nur angesichts des Stichworts "energetische Modernisierung", das lässt weitere Dämmfassaden befürchten. Ansonsten hätte der Platz trotz 3/4 Randbebauung mit nichtssagender Nachkriegsarchitektur Potential. Immerhin wird eine Seite vom Heilig-Geist-Spital eingenommen.

Für die künftige Platzgestaltung äußere ich hier jetzt mal ganz dreist meine Wünsche: Das Kopfsteinpflaster bleibt, die Pflanzentrichter werden aber herausgerissen und an ihre Positionen rücken 1:1 freundliche Laubbäume und ergänzen die bereits stehenden Bäume (die bei der Neugestaltung bitteschön nicht angetastet werden). Diese bilden ein Karree entlang der Platzseiten, welches nur ggf. an der Seite des Heilig-Geist-Spitals offen bleiben und so den Blick auf die gotische Fassade freilassen kann. Unter den Bäumen, die den Blick auf die Commerzbank abmildern, kann ein verbreiterter Grün- oder Blumensteifen angelegt werden.

Naja, soweit meine kleine Wochenendphantasie.

Hier der entsprechende Artikel:
http://www.nordbayern.de/region/nuer...rden-1.5736870
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Alt 14.01.17, 23:00   #146
nothor
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Hans-Sachs-Platz

Macht nichts, denn das ganze Projekt ist 'schon ein paar Tage alt', der Baukunstbeirat hatte zumindest den Teil der avisierten Gebäudesanierung und -aufstockung bereits im Mai 2016 besprochen:

https://www.nuernberg.de/internet/re...016_05_12.html

Seither wird wohl geplant und justiert, interveniert und verhandelt. Vergangenen Herbst habe ich dann auch Fotos vom Gebäude gemacht, als die Aufbauten für das Altstadtfest im Gange waren:





Am Gebäude ist eine Aufstockung geplant, da die aktuell vorhandenen zwei Obergeschosse mit steilem Satteldach etwas unternutzt anmuten, wenn man bedenkt um welche Lage es hier geht. Die Neubauten westlich des Hauptmarktes rund um den Augustinerhof werden ja mit bis zu vier Vollgeschossen plus teils mehreren nutzbaren Dachgeschossen realisiert! Die Planungen allerdings stießen nicht auf allzuviel Begeisterung (siehe Link):


Visualisierung: ESW, Vorlage BKB 12.05.2016


Visualisierung: ESW, Vorlage BKB 12.05.2016


Visualisierung: ESW, Vorlage BKB 12.05.2016

Offensichtlich hat man versucht, den Bestand optisch soweit wie möglich unangetast zu lassen, in dem einfach eine zusätzliche Etage zwischen Traufe und 2. OG geschoben wird. Das neue dritte Obergeschoss allerdings finde ich in allen vorgeschlagenen Varianten misslungen. Zwar finde ich die Aufstockung absolut gerechtfertigt und nachvollziehbar, aber das zusätzliche Geschoss entwickelt den Gebäudehabitus nicht adäquat weiter. Mir ist es viel zu auffällig und wirkt dadurch schwer. Es verschiebt die Fassadenwirkung deutlich in die Horizontale, obwohl mindestens die Nordfassade eine Unterteilung durch die Treppenhausrisalite besitzt. Die gehen dann verloren.
Die Südseite zum Hans-Sachs-Platz finde ich nicht ganz so schlimm, da die Balkone die gesamte Fassade perforisieren. Aber da wünschte ich mir doch ein einheitliches Bild. Das beste für den Platzrahmen wäre aber wenn auf diesem Grundstück eine höhere Kleinteiligkeit erreicht würde, indem zwei verschiedene Gebäude angedeutet würden, z.B. indem sich die Balkongestaltung deutlich voneinander unterscheiden würde.
Die Bedneken hisnichtlich der angekündigten energetischen Sanierung teile ich auch. Dabei verändert sich die empfindliche Wirkung der Lochfassade, das in Nürnberg unbestrittene Gestaltungsprinzip überhaupt, meistens deutlich und das oft negativ. Hoffentlich überlebt aber wenigstens die Bauplastik an der Hausecke:



Hinsichtlich der Platzgestaltung habe ich aber eher wenige Wünsche. Ins Erdgeschoss soll ein Pizzarestaurant einziehen und mit einem Außenbereich den Platz zusätzlich beleben. Diese eigenartigen Pflanzkübelkonstruktionen sind mir aber noch nicht so negativ aufgefallen.

Spannend wird es hier aber dann wenn mal das alte Bankgebäude angegangen wird. Ich denke nicht dass das noch lange hier bleibt. Das Banken mittlerweile keine Top-Innenstadtlagen merh belegen wollen/müssen, haben die Teambank (Beuthener Straße) und die VR-Bank (Milchhof) ja bereits gezeigt.
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nothor ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.01.17, 11:04   #147
nenntmichismael
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nenntmichismael könnte bald berühmt werden
Vielen Dank für die interessanten Infos!

Ja, dass der "Bunker low" von der Commerzbank bald verschwindet, hoffe ich ebenfalls. Was mich bei vielen Bauten in der sogenannten "Altstadt" aus den 1950er bis 1980er Jahren stört, verdeutlicht dieser Commerzbank-Bau geradezu exemplarisch: Die mittelalterlichen und die gründerzeitlichen Bauten waren, vereinfacht gesagt, schmal und hoch (oder zumindest, etwa durch die Dachform, hochstrebend). Viele Nachkriegsbauten sind breit und flach. Besonders "akzentuiert" wird das noch dadurch, dass Flachdächer aufgesetzt und kleine viereckige Guckloch-Fenster eingebaut wurden.

Eine Aufstockung der ESW-Bauten sähe ich von daher sehr positiv. Schön wäre noch eine Fassadenverkleidung mit Naturstein, aber das wagt man ja schon gar nicht mehr zu hoffen.

Was die Pflanzenkübel betrifft: Es sind nicht so sehr diese Trichter, die mir als Gestaltungselement missfallen. Es ist der Umstand, dass die Stadt Nürnberg gar keinen Sensus und keinen Ehrgeiz entwickelt, Plätze und größere Straßen durch Baumreihen lebendiger und freundlicher zu gestalten (implizit auch die eine oder andere dahinter stehende Bausünde zu bemänteln). Der visuelle Eindruck eines Platzes oder einer Straße wird ja nicht - wie man im Rathaus offenbar glaubt - von der "Möbilerung" mit Bepflasterung, Laternen, Bänken, Kübeln oder Brunnen bestimmt, sondern zuallervorderst von den umstehenden Gebäuden. Oder eben vom Blick auf gebäudehohe Bäume.

P.S. Was mir an den Visualisierungen mal wieder auffällt: Da laufen lauter chice und vor allem jugendliche Menschen frisch und lässig an dem insgesamt doch eher drögen Gebäude vorbei. Eine viel realistischere Voraus-Simulation der realen Gegebenheiten wären z.B. dickbäuchige Anzugträger und gebückte Omis. Soviel als abschließendes Wort zum Sonntag.
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Alt 15.01.17, 12:05   #148
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Der visuelle Eindruck eines Platzes oder einer Straße wird ja nicht - wie man im Rathaus offenbar glaubt - von der "Möbilerung" mit Bepflasterung, Laternen, Bänken, Kübeln oder Brunnen bestimmt, sondern zuallervorderst von den umstehenden Gebäuden.
Ja, das Gefühl habe ich auch. So lief ja auch der Wettbewerb um die Neugestaltung des Hauptmarktes ab. Wenn aber die einzigen Variablen, die man antasten darf, das Pflaster, die Laternen und Müllkübel sind, dann sollte man den Hauptmarkt lieber nicht antasten. Für den Hans-Sachs-Platz sehe ich das ähnlich, da sind m.E. die Gebäude und die Tiefgarageneinfahrt das Problem.
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Alt 16.01.17, 18:40   #149
unland
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Mir ist zu Ohren gekommen, dass die Commerzbank ihre Filiale an der Lorenzkirche aufgibt zu Gunsten dieser Filiale am Obstmarkt. Das deutet eher nicht darauf hin, dass sich an dieser Stelle bald baulich etwas tun würde...
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Alt 18.01.17, 20:49   #150
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Danke für die Info, klingt auch plausibel. Die im denkmalgeschützten und exponiert gelegenen Gebäude recht kleine Liegenschaft lässt sich wohl kaum flexibel nutzen. Da hätte ich mich auch für das Bankgebäude am Hans-Sachs-Platz entschieden.
Ich betrachte das dann aber auch nur als aufgeschoben, irgendwann geschieht dort bestimmt etwas.
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