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Alt 15.07.12, 13:50   #16
pagmamahal
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Vielen Dank, für Deine stets interessanten Beiträge!

Vor einigen Jahren fragte ich bereits einmal bei einer Besichtigung des Rathaussaales, ob es angedacht ist, die ursprüngliche Bemalung wieder herzustellen. Die momentane Situation ist wirklich alles andere als lobenswert. Daß Nürnberg, dann auf Tourismusseiten diesen, durch die Wucht der simplen Holzkassetten erschlagenden Raum, als Sehenswürdigkeit ausweist, zeigt mal wieder von der geringen Wertschätzung des kulturellen Erbes in Nürnberg. Als unsere Väter/Mütter und Großväter/Großmütter für einen Wiederaufbau entschieden haben, war eine möglichst gute Wiederherstellung der Altstadt angedacht. Heutzutage, in einer Zeit, in der man sicherlich genügend Geld hätte, derartige Projekte in die Hand zu nehmen, kommen von der Seite der Stadt leider kaum Bestrebungen die Situation in der Altstadt zu verbessern. Zum Glück gibt es die Altstadtfreunde, ohne die, die Nürnberger Altstadt so gesichtslos und austauschbar wie viele andere Zentren der deutschen Großstädte wäre.

Daß die Altstadtfreunde, trotz ihres Großprojektes Pellerhof noch so viele andere Projekte stemmen können, zeugt von wahrer Größe. Ich freue mich jetzt schon auf die Fertigstellung der Renovierung des Barockjuwels in der Adlerstraße. Natürlich werden dann die wunderbaren Räume des Hauses nicht mehr zu besichtigen sein, aber durch deine Dokumentation haben wir ein gutes Bild, wie schön viele Altbauten doch von innen sind. Auch wenn das Gebäude vielleicht nicht modernen Standards entspricht, ich, und ich denke auch viele meiner jungen Freunde, würden sofort in so ein charaktervolles einziehen.

Ich freue mich jetzt schon auf die weiteren Bilder! So weit ich weiß, ging es ja auch in den Kriegsstulpen der Adlerstr. 36. Eine Rettung dieses Gebäudes ist zu erhoffen, ebenso wie ein ehrwürdiger Wiederaufbau. Damit könnte Nürnberg einen seiner großen Defizite, nämlich der kaum stattgefundene Wiederaufbau von Bürgerhäusern, etwas entgegenwirken.
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Alt 15.07.12, 19:32   #17
nothor
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Danke, Nürnberg braucht das denke ich. Im Netz gibts da zu wenig.

Bei dem Rathhaussaal würde ich mal behaupten sind wir uns alle einig. Und du hast völlig recht, die gewaltige Holztonnendecke macht eigentlich nur dann Sinn, wenn man die Reko weiter voran bringt. Denn jetzt wirkt sie irgendwie fehlplaziert. Und ich finde auch, dass jetzt die Zeit ist die großen Projekte in Angriff zu nehmen und das weiter zu machen, was nach dem Krieg in den 60'ern eingestellt wurde: Der Wiederaufbau der Altstadt. Mit den Altstadtfreunden hat man ja immerhin einen bedeutenden Verein mit den nötigen Kontakten und Kompetenzen. Leider leiden sie an einer gewissen Überalterung. Ich bin mir aber sicher dass auch die jüngeren das alte Nürnberg durchaus zu schätzen wissen. Ich glaube man unterschätzt dabei die Jugend. Wenn junge Menschen ihren Freunden von Außerhalb ihre Heimat Nürnberg zeigen wollen, was zeigt man da? Das was die Stadt einzigartig macht, und da kann man noch viel wieder herrichten. Aber genug dazu.

Die Tour stand ja unter dem Zeichen barock und startete in der Adlerstraße. Gezeigt wurden auch zwei Beispiele, die jeder kennt, aber über die sicher nicht jeder richtig informiert ist:




Diese beiden Gebäude haben den Krieg sehr gut überstanden und wurden auch schnell wieder hergerichtet. In äußerlich exzellentem Zustand existieren sie allerdings nur noch als Fassaden. Denn die Notwendigkeiten der Nachkriegszeit in der Altstadt erforderten den umbau ganzer Komplexe, Nürnberg brauchte ein großes zentrales Kaufhaus, und auch eine Bank wollte auf seinem Gelände ein großzügeres Quartier beziehen. Glücklicherweise verdonnerten die Stadtväter beide Bauherren dazu, die Fassaden zu erhalten und wieder aufzubauen, sodass diese beiden Hüllen heute noch stehen. Dahinter sind auf der Kaufhausseite (osten) ein Parkhaus, und auf der Bankseite Büros und die Tiefgaragenzufahrten. Die Adlerstraße an sich ist ja eine einzige Zuliefererstraße.

Gegenüber steht dieser stehengebliebene Jugenstilgeschäftsbau, der gewissermaßen ein Dokuemnt dafür ist, wie schon vor dem 2. Weltkrieg die kleinteilige, mittelalterliche Bebauung beseitigt und durch zeitgenössische und wertige Architektur ersetzt worden ist. Man gebe diesem Bau jedoch würdige Fenster anstatt dieser Einscheibenlochfenster.



Einige Meter weiter dieser, der ebenfalls den Krieg gut überstanden hat:



Gegenüber steht ein gutes Beispiel von Wiederaufbauleistungen der unmittelbaren Nachkriegszeit, zu denen die Altstadtfreunde anlässlich des Rundganges Aufsteller mit historischen "Vorher-Aufnahmen" zeigen konnten. Dem Bau sieht man seine barocke Herkunft erst auf dem zweiten Blick an. Die aufwändigen, mehrfach profilierten und hochformatigen Fensterlaibungen sind kein Stilkind der Nachkriegsjahre.



Das Haus hat im Krieg schon einiges abgekriegt, wurde aber im großen und ganzen wieder aufgebaut. Lediglich das Dach ist vereinfacht. Das linke Chörlein ist eine exakte Nachbildung des Rechten, da das Linke leider vollkommen verloren ging. Insgesamt eine gute Wiederaufbauleistung.



Die Chörlein selbst sind eine Spezialität der Altstadtfreunde. Wer aufmerksam durch die Altstadt wandert stellt schließlich schnell fest, dass sie sich auch an jüngeren Gebäuden befinden. Um den Charakter der Altstadt als Gesamtensemblezu erhalten, sind im laufe der Zeit viele gerettete, rechtzeitig abmontierte oder auch einfach kopierte Chörlein an anderen Gebäuden angebracht worden. Die Chörlein sind als nicht immer ein Beweis dafür, dass man es mit einem echten historischen Haus zu tun hat.
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Alt 15.07.12, 19:51   #18
nothor
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Adlerstraße 36

Aber nun zu dem was du angesprochen hast: Die Adlerstraße 36. Zustand vor dem 2. WK.:



Der Ist-Zustand. Das Chörlein ist verschwunden, aber sicher rekonstruierbar. Das Fenster ganz links ist zugemauert:




Dieses Gebäude gilt als Top-Wiederaufbaukandidat. Äußerlich ist nur noch ein Stumpf vorhanden, aber der scheint ja in guter Verfassung zu sein. Die Grundstücksgrenzen sind noch vorhanden und auch sonst scheint ja alles möglich. Unser Guide gab allerdings als Info zu bedenken, dass die Altstadtfreunde sich dieses Gebäudes nicht annehmen, da sie derzeit schon zu viele Projekte stemmten (insbesondere der Pellerhof), und dieses hier ihre Möglichkeiten sprengen würde. Das Gebäude befindet sich in einer sehr schlechten Verfassung. Standen nach dem Krieg noch 2 Obergeschosse, musste das oberste wegen statischen Problemen abgetragen werden und das Notdach wurde tiefer gesetzt. Der Besitzer hat es schon einmal abreissen lassen wollen. Dann jedoch nicht vollzogen und den Abrissgenehmigungszeitraum verstreichen lassen. Anschließend griff der Denkmalschutz zu, nun steht das Haus unter Denkmalschutz da und wechselndes Gewerbe bezieht im Erdgeschoss Quartier, während die historischen Teile immer weiter verfallen. Wir konnten rein, ein paar Bilder sind mir gelungen:

Zunächst die Treppe in das 1. OG mit Kreuzrippengewölbe. Links sieht man die Fenster mit Blick in ein einstmals wunderschönen Innenhof, der heute vom Notdach mit überspannt wird und diesen düsteren Charakter hervorruft. Licht fällt da keines mehr hinein.



Im 1. OG. war ein Fenster zum "Innenhof" offen, durch das man die gegenüberliegende Wand und das seitliche Treppenhausfenster sehen könnte:



An der gegenüberliegenden Wand lässt sich noch eine Malerei erkennen. Ich vermute, dass das Notdach den Innenhof deswegen mit überspannt, damit die Malerei vor Wind und Wetter geschützt ist:




Eigentlich lässt sich sonst für den Laien nicht viel sehen und eine Betsandsaufnahme der Schäden sowie der noch vorhandenen historischen Elemente ist schwierig. Würde man sich entschließen es zu sanieren und zu rekonstruieren könnte es sein, dass man viele (vielleicht auch positive) Überraschungen findet. Tatsache ist, es findet sich niemand der das nötige Kleingeld hat. So ist zu erwarten dass das Haus irgendwann baufällig wird und abgerissen werden muss. Wenn also jemand jemanden kennt, der ein paar Millionen übrig hat und sich ein kulturelles Denkmal setzen will.....

Das war's erstmal zur Adlerstraße. Als eine der verkehrsreichsten Straßen der Altstadt und ihrer Funktion als Lieferweg für die Geschäfte der Kaiser- udn Königstraße ist die Lage als Wohngebiet sicherlich nicht ideal. Wollte man also Adlerstraße 36 retten und rekonstruieren, müsste sich schon im Vorfeld jemand finden der dort Quartier beziehen will.

__________________ Ergänzung:
In den Nürnberger Nachrichten ist heute ein Online-Artikel zum Thema erschienen: Link.
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Alt 16.07.12, 17:59   #19
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Im Grunde ist die Stadt beim Thema Denkmalschutz und Wiederaufbau ziemlich schwach auf der Brust. OK, man hat die Stadtmauer so einigermaßen wieder hergerichtet. Dann gibt es noch das Rathaus und so einige historische städtische Gebäude. Aber besonders hervorgetan hat man sich eigentlich nicht. Während z.B. Augsburg den Goldenen Saal geschafft hat, ist man in Nürnberg auf halbem Weg stehen geblieben. Beim Pellerhof wurde ja die Stadt durch den verdienstvollen Einsatz von Harald Pollmann regelrecht überrumpelt. Ansonsten wäre an der Stelle gar nichts passiert. Wenn man sich mal vor Augen hält, dass z.B. die Stadt Kronach die recht große Festung Rosenberg an der Backe hat ...
Fazit: in anderen Städten ist man da einfach aktiver und auch flexibler. Offenbar hat Nürnberg bei den Ausgaben schon seltsame Prioritäten - ein großer Teil wird mit Konsumleistungen versenkt. So was bringt aber die Stadt und seine Infrastruktur nicht voran!

Geändert von harher (17.07.12 um 11:37 Uhr)
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Alt 16.07.12, 19:55   #20
nothor
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Wenn man sich die Vorgänge in der Stadt ansieht bekommt man tatsächlich den Eindruck, stimmt. Die Wiederherstellungsprojekte der Stadt liegen derzeit bei nahezu 0. Man hat wohl anscheinend genug mit Instandhaltung zu tun, und die Altstadtmauer ist ja immernoch nicht ganz fertig, an der Burg werden derzeit Millionen verbaut für die Jugendherberge. Allerdings fehlt es in der Altstadt an einem Programm, das private Investitionen fördert und durch städtisch Programme unterstützt. Wenn man schon kein Geld zuschießt könnte man ja eine Art Steuerersparnis oder gar ein 10-jährigen Grundsteuererlass o.ä. bewirken, wenn jemand bereit ist Maßnahmen in Angriff zu nehmen, die als Rekonstruktionen gewertet werden können. Bei Autos kann man ja von öffentlicher Hand auch Steuerersparnisse bei Neukauf als Investitionsanreiz anbieten, grundsätzlich geht sowas also. Man will ja schließlich keine Altstadt voller Millionäre in Glaskästen (die da sowieso nicht wohnen wollen) Aber die Altstadt soll trotzdem dicht bewohnt bleiben. Und Mittelalterlich soll sie ja auch bleiben. Da MUSS die Stadt ein Programm auflegen.

Ich war im Mai in Wien. Bis in die 1850'er Jahre waren sich die Städte Wien und Nürnberg wohl recht ähnlich, allerdings hat Wien anschließend als Hauptstadt eines Kaiserreichs einen anderen Weg eingeschlagen. Die Altstadtmauer wurde komplett geschliffen und in der Innenstadt wurde nahezu alles Mittelalterliche komplett beseitigt. Das hat mich damals am meisten beeindruckt, aber auch verwirrt, denn eigentlich ist da kaum etwas älter gewesen als vielleicht 200 Jahre. Überall überbordener, aber auch hervorragend gepflegter Historismus. In einer Ausprägung, wie man sie auch aus Prag, Budapest und aus Berlin oder München kennt. Also so ganz einzigartig ist Wien nicht, es sticht nur heute durch die echt hervorragende Erhaltung und fast lückenloser Geschlossenheit besonders hervor.

In Nürnberg hatte man sich entschieden, die Altstadtmauer grundsätzlich zu erhalten. Und auch in der Altstadt blieb die Kleinteiligkeit und die sehr alte Substanz grundsätzlich erhalten. Und so entstand Nürnbergs Bedeutung des Schatzkästleins. Doch dann kam der Cut: 1945. Die Wiener bauten sorgfältig wieder auf. Und Nürnberg kam der Bagger und es wurde rigoros "Moderne" gebaut. Die politischen Hintergründe kann man sich bestimmt leicht herleiten, dazu führe ich hier mal nichts aus. Immerhin hat man dort, wo das wegplanieren zu barbarisch gewesen wäre, einzelne Gebäude wieder originalgetreu rekonstruiert. Das heutige Nürnberg zeigt sich sehr inhomogen und seine Altstädtischen Sehenswürdigkeiten passen auf zwei Postkarten. Eine Ensemblewirkung stellt sich nicht ein.
Der Besuch in Wien hat mir gezeigt, was Nürnberg eigentlich besonderes hat. Obwohl die einzelnen Bauwerke über die Stadt verstreut stehen ist es doch aber trotzdem wichtig, dort wo es geht, wieder aufzubauen. Denn ein anderes Image als das der mittelalterlichen, historischen Altstadt kann man der Innenstadt doch beim besten Willen nicht geben. Demzufolge muss man doch jedes Stück Mittelalter hegen und pflegen. Oder jene dazu ermutigen, die es anpacken wollen. Nürnberg verliert bei der Entwicklung des Stadtbildes immer mehr den Anschluss an vergleichbare europäische Städte. Ständig werden Chancen vertan.
Und unter dieser Sichtweise ist die Adlerstraße 36 ein echtes Drama. Die Stadt wirkt hier völlig hilflos. Nur ein Wunder kann hier helfen.
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Alt 16.07.12, 21:25   #21
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Zitat:
Zitat von nothor Beitrag anzeigen
Denn ein anderes Image als das der mittelalterlichen, historischen Altstadt kann man der Innenstadt doch beim besten Willen nicht geben.
Eine gewagte These für ein Architektur-Forum!
In Nürnberg tun die Architekten mit ihren Bauherren genau alles, damit die Altstadt nicht altbacken sondern (wie auch immer) modern wirkt.
Diese Diskussion wird sein Jahren sehr ideologisch geführt.

Der frühe Wiederaufbau war übrigens der gelungenste, und es gibt noch ein paar Ecken mit Ensemblewirkung, in denen man das Alt-Nürnberg erahnen kann.

Übrigens zahlt Stadt Nürnberg nicht die Sanierung der Jugenherberge auf der Burg, da dies vom Träger übernommen wird.
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Alt 16.07.12, 23:32   #22
pagmamahal
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Ich persönlich finde den Kommentar nicht gewagt sondern schon fast normal. Die moderne Architektur gerät immer mehr in Kritik. Die einzigen die ihre Standard-Glaskästen und Betonklötze verteidigen sind die Architekten selbst. Wohl aus dem Grund, daß sie unfähig sind etwas besseres zu bauen.

Zum Glück gibt es aber auch in Nürnberg mal Lichtblicke moderner Architektur, wie z.B. geplante Projekte an der Messe. Das Problem dabei ist allerdings, daß derartig interessante Projekte meistens doch nicht ausgeführt werden. Die Stadtregierung Nürnbergs findet ja alles moderne besser fürs Image, egal wie qualitativ. Hauptsache billig!

Die Ansicht, daß Nürnbergs Altstadt ihre mittelalterliche Grundzüge mit der zum Teil immer noch vorhanden Kleinteiligkeit beibehalten solle, ist wohl unumstritten. Leider macht die Stadt wie bekannt wenig hierfür. Klar ist auf jeden Fall, daß der ältere Bereich Westsebald mehr Leben und Begeisterung anzieht als die zur Wohneinöde verkommene Ostsebalder Altstadt. Den Grund muß man wohl kaum erwähnen. Ein Umdenken in der Stadtpolitik sollte jedoch mal stattfinden!
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Alt 17.07.12, 10:27   #23
nothor
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Es ist ja nicht so, dass es in der Altstadt gar keine innovativen Vorhaben gibt. Der ganze Nordosten ist ja ein Laboratorium dafür. Die Sebalder Höfe zum Beispiel, aber besodners herausragend finde ich die Sebald Kontore. Ich finde der Bau outet sich eindeutig als Neubau mit ambitionierter Zielsetzung. Die Nürnberger Tradition findet sich in
  • der Wahl des Fassadenmaterials (roter Sandstein)
  • der quadratischen Einzelfenster (anstatt horizontaler Fensterreihen)
  • des steilen Daches (anstatt des gesichtslosen, ja guilliotinierten flachen Daches)
wieder. Die modernen Elemente fügen sich ein und geben dem Baukörper den modernen Charakter:
  • große, sprossen- und rahmenlose spiegelnde Fenster
  • keinerlei Gesimse und Vorsprünge, nichtmal eine sichtbare Dachrinne
  • das gleiche Fassadenmaterial vom Fußweg bis zum Dachfirst.
Ehrlich gesagt, wenn nicht eine Reko, dann ist mir diese Ausdrucksform für die Altstadt die liebste. Ich hoffe das Gebäude bleibt auch so sauber wie auf den folgenden Visualisierungen und bekommt nicht irgendwann an den Wandflächen hässliche Verfärbungen und Nasen, die durch runterlaufenden Regen entstehen.

Aktuelle Visialisierungen:



Quelle: GPWirthArchitekten, Website http://www.gpwirth-architekten.de/re...ebald-kontore/ Stand 17.07.2012

Ich denke diese Möglichkeiten hat die Altstadt zur Wahrung und Pflege, aber auch der Weiterentwicklung der eigenen Identität. Die Stadtbibliothek ist für mich da eher ein Negativbeispiel. Noch schlimmer die Sünden der 70'er - 90'er (Postgebäude, diverse Parkhäuser...) Wer war nicht schonmal in einer Stadt, die einen kern namens "Altstadt" hatte, wo die Altstadt jedoch nur noch auf Fotos existierte und man ganz und gar nicht altstädtischen Strukturen umgeben ist. Berlin leidet daran. Auch Dresden hat da große Defizite. In Magdeburg ist gar nichts mehr da. Nürnberg hat da noch sehr viel, es bedarf halt nur des Bewusstseins hierfür. Um so argwöhnischer werden ja die Pläne für das Augustinerhofgelände beäugt.
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Alt 17.07.12, 11:28   #24
Dexter
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Entrüstet ist nun das ehemalige "Rosenthal-Haus" in der Köngstraße. Mir gefällts! Das formschöne Gebäude wurde äußerlich relativ behutsam aus den 60/70ern in dieses Jahrtausend transformiert.
Außerdem bildet es eine gute Brücke zwischen dem kontroversen Kino aus den 2000ern (ganz rechts im Bild angeschnitten) und dem historistischen Bankgebäude (links).



D.
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Alt 17.07.12, 11:46   #25
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Um nochmal den Faden von Nothor bez. Altstadt und Stadtmauer aufzugreifen. Dass eine früher sehr bedeutende Stadt heute noch eine solch mächtige Stadtmauer hat, ist doch wirklich eine Besonderheit. Meist wurden die Mauern geschliffen und man hat dort Ringstraßen angelegt. Es gibt keine bzw. nur noch kleine Reste von Stadtmauern in: Wien, Köln, Frankfurt, Würzburg, Regensburg, Augsburg, München, Prag, Hamburg ...
Die Stadtmauer in Nürnberg bewirkt ja auch eine Abgrenzung der Altstadt. Auch wenn durch den Krieg viel verloren gegangen ist, viele Ecken der Altstadt haben doch noch mittelalterlichen Charakter, wie man ihn in Großstädten kaum sonst findet.
Warum Nürnberg dieses Alleinstellungsmerkmal nicht besser nutzt, verstehe ich nicht. Warum hat man denn z.B. nicht mal ernsthaft versucht, auf die UNESCO-Liste zu kommen?

Noch ein anderer Aspekt nebenbei aus eigener Erfahrung: Von finanzieller Unterstützung für denkmalgeschützte Häuser ist nicht viel zu spüren. Von wegen Grundsteuerbefreiung. Die Wirklichkeit sieht da ganz anders aus. Da wird z.B. bei Altstadtstraßen das in die Jahre gekommene Kopfsteinpflaster saniert (wobei man über die Notwendigkeit der geplanten Baumaßnahmen sehr streiten kann), also eigentlich eine Reparatur, keine echte Verbesserung. Und was geschieht - die Stadt legt die Kosten weitgehend auf die Anlieger um.
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Alt 17.07.12, 13:16   #26
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Exakt. In Wien z.B. kann man nicht erkennen ob man sich in der Altstadt oder in einer der Vorstädte aufhält, weil beides maßgeblich vom Historismus der 1850'er bis 1920'er geprägt ist. Und Nürnberg hat mit der aufwändig instand gesetzten Altstadtmauer im Gegensatz dazu ein umfriedetes Altstadtgebiet ausgwiesen und verfestigt. Egal von wo man kommt, man merkt immer sehr deutlich, dass man die Altstadt betritt. Deshalb sollten innerhalb der Altstadt auch besondere Bedingungen für die Gestaltung öffentlichen Raumes gelten.

Was mich dabei auch umtreibt ist das Wissen, dass zwar die Stadt sich mit der Altstadt und den herausragenden Einzeldenkmalen brüstet, aber dabei zu leicht aus dem Auge verliert dass die umgebende Bebauung den dazu nötigen Rahmen schaffen muss. Wer kennt die Kirchen in Manhatten? Wie grotesk wirken diese denn eingerahmt von den Glaspalästen der Neuzeit? Der Kontrast ist reizvoll, weil er grotesk ist. Der Großteil der Altstadt ist in privatem Besitz, bewohnt oder anderweitig privat bewirtschaftet. Und wenn die Stadt und damit die Gemeinschaft von der Ausstrahlung der Altstadt profitiert, finde ich auch dass diejenigen welche das Privileg aber auch die Verantwortung haben dort Immobilien bewirtschaften zu müssen, geholfen wird damit alle etwas davon haben.

Danke Dexter für das Fotos aus der Königstraße. Ich finde es auch okay. Meine erste Reaktion war die Ablehnung der roten, horitzontalen Fensterachsen gegenüber. Horizontale Achsen mag ich überhaupt nicht. Ich finde soetwas ja 1960-jahre-pfui. Die Tatsache, das komplett auf Putz und Sichtbeton verzichtet wurde und das Haus auch an sonsten hochwertig rüberkommt lindert das aber. Hat noch jemand ein Vorher-Foto? Ich glaube wirklich umgestaltet wurde das Haus ja nicht.
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Alt 17.07.12, 15:21   #27
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Hintere Ledergasse 43

Um den Samstäglichen Spaziergang auch hier abzuschließen kommt nun der kurze Beitrag zum aktuellen Projekt der Altstadtfreunde "Hintere Ledergasse 43". Google maps Link.

Das Projekt wurde bereits 2003 hier im Forum vorgestellt: Link, aber seit dem ruht der See.

Das Haus stammt in seinen Grundstrukturen aus dem 17. Jahrhundert, während seine Geschichte noch weiter zurück reicht. In einem großen Stadtbrand ging der ursprüngliche Bau verloren und wurde ab 1697 wieder neu aufgebaut. Damals gab es nur das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss als massiv ausgemauerte Fassadenteile, die oberen Stockwerke waren in Fachwerksmanier offen gebaut. Dort waren Lager- und Trockenräume für gegerbtes Leder, das lange auslüften musste. Daher hat man die oberen Stockwerke offen gebaut. Die Altstadtfreunde haben das zeichnerisch mit einem Aufsteller visualisiert:



Im späteren 19. Jhrd wurden die oberen Stockwerke in einfacher Form massiv gemauert um Wohnraum darin zu schaffen. Der Unterschied der Substanz des 17 Jhrd's und des 19. Jhrd's lässt sich an den Fensterlaibungen erkennen, die im 1. OG barock mehrfach profiliert sind.



Die Altstadtfreunde haben dieses Haus vor etwa 10 Jahren gekauft, als es noch bewohnt war. Untersuchungen haben gezeigt dass es massiv baufällig und einsturzgefährdet ist, und schnell geräumt werden musste. Seither steht es leer.


Sicherungsmaßnahmen im Innern erhalten es aufrecht, um es sorgfältig zu entkernen und alle tragenden Teile zu stabilisieren. Im Erdgeschoss befindet sich auf etwa dem ersten Drittel der Gebäudelänge, dort, wo man eine tragende Innenwand vermuten würde, eine massive Sandsteinsäule, die einen gewaltigen Holzbalken trägt. Im folgenden Bild ist der alte Holzbalken als weiss gestrichenes Gesims sichtbar, links sind die gegenwärtigen Sicherungsbalken zu sehen:



Die Geschichte des Hauses zeigt auch dass es unregelmäßig wieder aufgebaut wurde. Der damalige barocke Hausherr hatte wohl keine Mittel für einen zügigen und massiven Wiederaufbau nach dem Brand, daher hat er ersteinmal die östliche Seite des Hauses wieder errichtet, wobei der Balken und die Säule wohl ausreichend stark waren. Erst später kam die Last der übrigen Gebäudestruktur hinzu.

Heute stehen die Altstadtfreunde als Eigentümer und rekonstruktionsfreudige Bauherren vor der Qual der Wahl: Soll das Gebäude in seiner jetzigen Form erhalten bleiben, so wie der linke Nachbar, oder soll es in den Ursprungszustand eines "Ledererhauses" zurück versetzt werden mit den damals offenen 2. und 3. Obergeschossen, und damit als Beispiel eines solchen Gebäudetyus wieder auferstehen? Fördermittel für die Sanierung gibt es wohl nur dann, wenn der Zustand 19. Jhrd. (Ist-Zustand) gesichert wird. Eine Reko würde wohl nicht unterstützt werden, so unser Guide.
Es wurde auch zu bedenken gegeben, dass die Altstadtfreunde als Eigentümer an einer anschließenden Vermarktung interessiert sind, d.h. den entstehenden Wohnraum anschließend vermieten wollen. Vor diesem Hintergrund wird auch überlegt, wie man das mit der Reko vereinbaren kann, da ja letztlich eine echte Fensterfront verloren geht. Laubengänge und Studentenzimmer wären denkbar....
In jedem Falle ist die Rekonstruktion des Hauses eine kostentechnische Mammutaufgabe, und wird auf längere Zeit viele Ressourcen des Vereins binden, insbesondere da noch andere Projekte laufen und es eine Warte-/Wunschliste für die mittelfristige Zukunft gibt. Daher ist auch die Hoffnung für die Adlerstraße 36 eher gering.

An dieser Stelle auch noch einmal einen herzlichen Dank an die Altstadtfreunde Nürnberg für diese sehr interessanten (und kostenlose) Stadtführung.
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nothor ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.07.12, 10:14   #28
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Ich finde der Bau outet sich eindeutig als Neubau mit ambitionierter Zielsetzung. Die Nürnberger Tradition findet sich in
  • der Wahl des Fassadenmaterials (roter Sandstein)
  • der quadratischen Einzelfenster (anstatt horizontaler Fensterreihen)
  • des steilen Daches (anstatt des gesichtslosen, ja guilliotinierten flachen Daches)
wieder. Die modernen Elemente fügen sich ein und geben dem Baukörper den modernen Charakter:
  • große, sprossen- und rahmenlose spiegelnde Fenster
  • keinerlei Gesimse und Vorsprünge, nichtmal eine sichtbare Dachrinne
  • das gleiche Fassadenmaterial vom Fußweg bis zum Dachfirst.
Da muß ich leider massiv wiedersprechen. Der gezeigte Bau nimmt als Nürnberger Tradition lediglich die Farbe des roten Sandsteins auf. Riesige ungeteilte Fenster zeigen keinerlei Bezug zu Nürnberg. (Es gibt übrigens auch durchaus überzeugende historische horizontale Fensterbänder wie am Dürer-Haus). Von einem Dach kann mann bei dem Kristall auch nicht sprechen, da sich ein Dach in Form, Farbe und Materialität immer von der Fassade abhebt. Der vom Entwerfer beschwörte Vergleich mit einem "Kristall" steht auch im Wiederspruch zu der Ausbildung eines Steildaches.

Außerdem wird auch die Maßstäblichkeit des Städtebaus gesprengt. Der Nürnberger Wiederauf zeigt sich gerade dadurch aus, dass Parzellengrößen und damit die Proportion der alten Fassaden ungefähr übernommen wurden. Ich sehe das Gebäude deshalb genau in der Tradition der "Bausünden" der 60er und 70er Jahre . Zu dieser Zeit entstand auch diese "Kristall" Idee. Beispiele so einer Fassade findet man gegenüber dem Kaufhof am Aufseßplatz (Straßenbahnhaltestelle) oder neben der Erlangener Straße:

https://maps.google.de/maps?q=n%C3%B...=12,33.75,,0,4

Wie bei dem gezeigten Beispiel zu sehen ist, ist die Idee weder neu (sprich modern) noch ist die Umsetzung sonderlich einfallsreich.
Typisch CAD: Kopiere Fenster X sieben mal nach rechts und 3 mal nach oben, und fertig ist der Entwurf.
Die Fassade ist genau wie der fertiggestellte "Altbau" des Luitpoldhauses sprichwörtlich "reizlos",
und man hast sich überschnell "satt" gesehen. Mann könnte gar von "ästhetischer Schonkost" sprechen.

Beide Gebäude stehen für die konsequente visuelle Verarmung, die sich derzeit im Stadtbild breit macht.
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Alt 23.07.12, 00:35   #29
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Es gibt ja einen Vorschlag der Altstadtfreunde zur "Differenzierten Gestaltungssatzung für die Altstadt", die die Altstadt in 3 Bereichsqualitäten gliedert, für die unterschiedlich strenge Normenvorgaben für Bauprojekte zu machen wären. Der Plan ist u.a. in den Altstadtberichten Nr. 36/2011 auf Seite 23 abgebildet. Die Sebalder Kontore fallen da in den mittleren Bereich (Zone B: abgeschwächte Regeln im größtenteils zerstörten und wiederaufgebauten Bereichen). Da passen die Kontore wirklich gut hinein. Sie sind ja völlig von Nachkriegsbegäuden umgeben. Man kann auch auf der Visualisierung gut erkennen, wie die gestalterischen Vorgaben der Umgebung zitiert werden, denn die Dachkante und auch die Einscheibenfenster sind keine Erfindung dieses Neubaus.


Unter Zuhilfenahme der Visualisierung von: GPWirthArchitekten, Website http://www.sebaldkontore.de/ Stand 17.07.2012 (Quelle)

Die Nachkriegsbauten, die zugegebener Maßen mit geringerem Anspruch gestaltet sind als anderswo in der Altstadt werden immerhin so bald nicht verschwinden oder verbessert werden. Außerdem wird reihauf reihab danach gerufen, in der Altstadt doch bitteschön endlich modern bis futoristisch bauen zu dürfen. Diesbezüglich passen die Kontore für ein Gebäude Baujahr 2012 gut dort hin.

Den Einwand in Bezug auf die Parzellierung finde ich nachvollziehbar. Aber ich finde dieses Haus keineswegs zu groß. Denn im Grunde genommen steht die Stadt in Bezug auf das Altstadtmanagement zwischen den Stühlen. Einerseits möchte man das altstädtische bewahren, andererseits soll die Altstadt ja auch nicht veröden. D.h. es ist wichtig die Grundstücke dort ansprechend zu bebauen, aber auch Gewerbetreibenden und Bauherren vernünftige Bedingungen zu bieten, zu denen sie bereit sind zu investieren. Die Ankündigung dass der Edeka am Hauptmarkt wohl bald schließen wird weil er zu klein ist und daher nicht mehr in das geschäftsprofil des Konzerns passt, verdeutlicht dies ja. Je kleiner die Grundstücke sind, desto weniger Geld wird in die Hand genommen und desto unwahrscheinlicher wird eine gefällige Umsetzung. Zumindest mag die Stadt so denken. Dass ein privater "Häuslebauer" sich ein 200 qm Grundstück an der Äußeren laufer Gasse kauft um dort ein Altstadtverträgliches, kleinteiliges Wohnhaus zu bauen, halte ich für illusorisch. Klar, eien historisierende Fassade, oder gar eine Reko von was-auch-immer dort stand, wäre schöner. Aber es hätte auch weitaus schlimmer kommen können.

Ein Gegenbeispiel dazu ist die Irrerstraße aus dem Beitrag No 1 dieses Fadens. Die Adresse liegt im Gestaltungsplan in Zone A, mit strengsten Anforderungen an die äußere Gestaltung. Es gibt hierzu eine historische Zeichnung, die das Haus in barocker Erscheinung zeigt:


Quelle: Michalak immobilien, Stand 22.07.2012, Link: http://www.michalak-immobilien.de/3_...strasse_13.pdf

Aus gleicher Quelle stammt eine Planzeichnung aus heutiger Zeit, die nicht näher auf die äußere Gestaltung eingeht. Grundsätzlich ist hier etwas mehr Mühe als dargestellt zu wünschen. Ich hoffe das ist nur eine schnell-schnell hingerenderte CAD-Zeichnung, und keine echte Architektenvorlage. Es fehlen sämtliche zierenden Elemente, alles, was das Haus als Altstadthaus ausweist:


Quelle: Michalak immobilien, Stand 22.07.2012, Link: http://www.michalak-immobilien.de/3_...strasse_13.pdf

Also unabhängig davon ob es nun eine Sanierung oder ein Neubau ist, ich kann die Differenzierung schon nachvollziehen. Die Altstadt wird so wie sie war nie wieder kommen. Dann ist mir ein interessanter und funktionierender Neubau ja lieber als ein schrecklich sanierter und verstümmelter Altbau, der zudem ggf. auch unter Leerstand leidet. Naja wünschen wir dem Kontor Glück. Die beste Lage ist ja (noch) nicht.
__________________
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nothor ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.07.12, 17:08   #30
harher
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harher könnte bald berühmt werden
Ist ja interessant, dass die historische Zeichnung eine Sandsteinfassade zeigt. Nun, und wohl auch geplant ist ja die Fassade verputzt.
Wenn tatsächlich noch eine Sandsteinmauer vorhanden sein sollte, sollte diese schon freigelegt werden.


Übrigens, das Gebäude der Berufsgenossenschaft am Weinmarkt das zur Zeit mal wieder umgebaut wird, passt ja auch nicht so recht in die Umgebung.
harher ist offline   Mit Zitat antworten
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