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Alt 14.08.16, 21:35   #136
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fast fertig: Johannisstraße 156

Gegenüber der oben beschriebenen WBG-Baustelle ist zwischenzeitlich auch der Lückenfüller in der Johannisstraße 156 (Beitrag) zwischen "Stübinger Grabmale" und einem Wohnhaus fertig geworden, und was soll ich sagen:



Vorzustand unbebaut:



Ein ziemlich geschmackloser Flatschen Bauwerk, ohne jegliche architektonische Gestaltung. Eine zweckmäßige Aneinanderreihung von bodentiefen Fenstern und vergitterten Balkonen. Hoffentlich schaut sich das niemand ab, das ist nämlich mit das langweiligste, was ich seit Langem entdecken musste. Warum durfte hier nicht einer unserer umtriebigen Bautrräger ran?
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Alt 23.08.16, 22:40   #137
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Kleinreuther Weg 32

Die historische Bebauung auf dem wichtigen Eckgrundstück ist nun verschwunden. Nun ist der Weg frei für die Naubauten. Ich rechne stark damit, dass hier eine enorme Verdichtung stattfinden, hoch und eng gebaut werden wird. Die kleine platzartige Oase wird davon wohl eher nicht profitieren.





Als Bauträger scheint hier die mir unbekannte Firma Buchenrieder Mühlhäusser aufzutreten, soweit es kein Sub eines Investors ist. Die üblichen Verdächtigen (Bauhaus, Schultheiss, Berger) treten hier vor Ort aktuell nicht in Erscheinung. Genaue Pläne kenne ich demzufolge nicht, und die Hoffnung auf eine sich an die Ecksituation und die Enge des Bereichs anpassende Lösung stirbt zuletzt.
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Alt 28.08.16, 19:26   #138
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Schnappschussbeitrag:



Die Baustelle am Kleinreuther Weg bietet derzeit einen skurilen Anblick, den man eher über Facebook aus Fernost erwarten würde. Ein modernistischer, überdimensionierter Wohnblock rückt einer altertümlichen Bruchbude auf den Pelz. Die erdgeschossigen Wohnungen des Neubaus haben einen wunderbaren bodengleichen Ausblick auf die karge Rückwand des alten Hauses, wo früher die Mülltonnen standen und Autos geparkt waren.
Gesehen am 21.08.16
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Alt 10.09.16, 12:43   #139
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Sanierung Staatsarchiv Nürnberg



Herr Finanzminister Söder macht einmal mehr seine Geldbörse auf und lässt es ein paar Millionen nach Nürnberg regnen. Diesmal fällt das liebe Geld nicht in den Wöhrder See, sondern in die Nähe des Archivparks. Das Staatsarchiv Nürnberg, eines der ältesten Archivgebäude Bayerns soll für 48 Millionen generalsaniert und modernisiert werden.

Pressemitteilung:
http://www.bayern.de/soeder-rund-48-...nahme-erteilt/



Der Komplex ist denkmalgeschützt und wird daher in seiner äußeren Form erhalten bzw. (hoffentlich) restauriert. Der Plan ist zum Einen das Hauptgebäude instand zu setzen, das im Krieg leider etwas im Mitleidenschaft gezogen worden ist. Der Ostflügel bzw. zeigt noch heute sichtbare Spruren des zurückhaltenden Wiederaufbaus in der unmittelbaren Nachkriegszeit. Statt der beeindruckenden Segmentbogenfenster sind einfacherere eckige Fenster verbaut worden, allerdings löblicherweise mit Rahmung und Verdachung!



Im Innern sollen wohl eingezogene Betondecken aus dieser Zeit nur eingeschränkt tragfähig sein, weshalb ganze Räume nicht mehr wie gewünscht genutzt werden können. An sonsten hatte ich vor einigen Jahren mal die Gelegenheit im Rahmen eines Architekturspazierganges mit den Altstadtfreunden Nürnberg, das Innere des Archivbaus zu besichtigen. Ist es von außen schon ein tolles Gebäude, innen ist es einfach schön. Besonders bemerkenswert sind die aufwändigen Wand- und Deckengestaltungen. Ein paar Impressionen aus dem Innern, zunächst aus der Eingangshalle:







Im mit Marmor-Illusionsmalerei ausgestalteten Treppenhaus geht es weiter, die riesigen Fenster lassen viel Licht hinein und alles strahlt in warmen Farben mit Goldtönen:







Im Obergeschoss befinden sich Archiv- und Leseräume, die über einen zentral gelegenen Flur erschlossen sind.



Die Decke ist als Tonnengewölbe ausgeführt und mit Schablonenmalerei verziert:



Am Ende des Flurs eine Nische, ca. 2 x 2 Meter im Grundriss. Ich wette, dass hier dereinst ein Fahrstuhl eingebaut werden wird:



Lese- und Ausstellungssaal mit ca. 5 Meter hoher Decke:



Der Hauptbau denke ich wird ganz toll werden. Leider sind die angeblichen Mängel des Baus nicht sichtbar, er macht stattdessen einen eher guten Eindruck. Es bröckelt kein Putz, das Dach scheint dicht, alles ist vorhanden und nichts fragmentiert, zumindest wie ich es damals gesehen habe. Mir wird da immer etwas mulmig, wenn man plant Gebäude zu sanieren, die ganz gut in Schuss zu sein scheinen.

Der Archivkomplex beinhaltet auch einen Hof mit zwei weiteren Gebäuden, zum einen das ehemalige Hausmeistergebäude. Es wurde leider vor einigen Jahren durch energetische Sanierung völlig ruiniert:



Es wäre wirklich toll, wenn von den 48 Millionen etwas für dieses Haus abfiele, man die Dämmung wieder runterreisst und das Haus gescheit sanieren würde. Auf die vorhandene Substanz eine Styroporhaut draufzukleben scheint mir nicht der Weisheit letzter Schluss zu sein, und hässlich ist es zudem. Außerdem frage ich mich, ob bei dem wertvollen Archivgut auf dem Areal so eine Außendämmung im Sinne des Brandschutzes sein kann. Ich glaube irgendwie nicht, dass man hier Glasfasergewebe benutzt hat, die zwar nicht thermisch nicht brennt, dafür aber auf der Haut - das weiss jeder der mal damit gearbeitet hat. Also pfui, wieder runter damit und weg von dem Prestigeobjekt!

Weiterhin ist ein Besucherzentrum geplant, das die Gäste von der Pilotystraße kommend empfängt. An dieser Stelle steht jetzt noch eine mächtige Mauer mit alten Bäumen und eine Tordurchfahrt:



Ich hoffe mal das bleibt so stehen und das Besucherzentrum wird in einem bereits bestehenden, sehr schicken Nebengebäude untergebracht. Vermutlich ist das der Verwaltungstrakt, von dem in der PM die Rede ist.



Insgesamt finde ich das Vorhaben gut, und freue mich drauf dass da etwas passiert. Die damit verbundenen Fragezeichen aber lassen Unsicherheit zurück, denn solche Modernisierungen und -Ausbauten können einen in sich geschlossenen und durchgestalteten Komplex aus ruinieren. Ein Anfang war ja schon die verunglückte Sanierung des Hausmeisterhäuschens.

Bilderserie zur Pressemitteilung: http://www.br.de/nachrichten/mittelf...af0d868fb.html
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Alt 21.11.16, 22:06   #140
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Fassadensanierung Schweppermannstraße 68

Eine kleine Fassadenauffrischung, die ich in der Nordstadt verfolgt habe, war die Schweppermannstraße 58. Ein zurückhaltendes Mietshaus, dessen einzig erhaltenes Gestaltungsmerkmal der Eingangsbereich ist:





Ih fürchtete, dass die Sanierung dieses Detail frisst und hinterher eine sterile Styroporkiste dasteht. Aber siehe da, der Eigentümer hat sich wohl nicht verunsichern lassen von der Wärmedämmreklame und Abstand von einer Verunstaltung des Gebäudes genommen. Ein gesunder Neunanstrich sichert den erhalt des Charakters und der Eigenschaften des Gebäudes, und damit seinen Wert in der ausgezeichneten Wohnlage. Ein wohltuender Anblick nach Abbau des Gerüsts. Leider aber passen die Einscheibenfenster garnicht, sie lassen das Haus unnötig plump aussehen, zumal der Neubau rechts daneben die korrekte Fensterteilung übernommen hatte.

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Alt 18.06.17, 13:19   #141
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Neubau: Kleinreuther Weg 62



Da war ich aber baff: Das alte Häuschen an der Straßenecke Cranachstraße / Kleinreuther Weg ist nun abgeräumt. Allerdings dachte ich, naiv wie ich bin, dass hierdurch eine attraktive Freifläche entstehen könnte. Falsch gedacht: Es entsteht hier ein neues "3-Familien-Haus", die Grube ist bereits ausgehoben:



Bauherr ist hier allerdings nicht Schultheiß, welche die grausamen Wohnsilos dahinter verantworten müssen, sondern vermutlich die Erbengemeinschaft des alten Häuschens, in dem wohl zuletzt eine alte Dame wohnte. Ausführendes Architektenbüro ist Getto + Schmitt aus Nürnberg. Leider bietet die Website keine weiteren Infos zu dem Projekt. Mal sehen was die hier hochziehen, ich schätze bis zu 4-stöckig wird es werden. Wer würde denn hier schon in eine ebenerdige Wohnung ziehen wollen? Die Traufkanten der umliegenden Gebäude sind alle ca. 12 Meter hoch und bieten 4 - 5 Vollgeschosse. Ich erwarte also etwas im Erdgeschoss bunkerartiges für Hauswirtschaftsräume, Carports etc, und darüber drei Wohngeschosse.
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Alt 19.06.17, 11:49   #142
SteffenSetzer
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Zitat:
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Bauherr ist hier allerdings nicht Schultheiß, welche die grausamen Wohnsilos dahinter verantworten müssen, sondern vermutlich die Erbengemeinschaft des alten Häuschens, in dem wohl zuletzt eine alte Dame wohnte. Ausführendes Architektenbüro ist Getto + Schmitt aus Nürnberg. Leider bietet die Website keine weiteren Infos zu dem Projekt. Mal sehen was die hier hochziehen, ich schätze bis zu 4-stöckig wird es werden. Wer würde denn hier schon in eine ebenerdige Wohnung ziehen wollen? Die Traufkanten der umliegenden Gebäude sind alle ca 12 meter hoch und bieten 4 - 5 Vollgeschosse. ich erwarte also etwas im Erdgeschoss bunkerartiges für Hauswirtschaftsräume, Carports etc, und darüber drei Wohngeschosse.
Hatte mit Nachbarn von gegenüber drüber geredet. Die wussten immerhin, dass es ein dreistöckiges Haus werden soll. Eine Sauerei für die, die dahinter in die unteren Geschosse eingezogen sind, im Bewusstsein, eine Grünfläche zu bekommen, wie es auf der Bautafel damals stand.

Weiter innen, am Anfang des Kleinreuther Weges, also an dem verkehrsberuhigten Platz, wo die man kürzlich noch das kleine gelbe Bauernhaus abgerissen hat, wurde angeblich jetzt der Kran abgebaut und die Bauarbeiten eingestellt. Da besteht wohl ein Problem mit Wasserleitungen vs. Tiefgarage, das man zuvor nicht erkannt hat. Wie lange da jetzt Stillstand herrscht, weiß noch keiner.
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Alt 19.06.17, 16:31   #143
nothor
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Ah, interessante Info, daran bin ich auch vorbei gefahren, die Umstände haben sich mir aber nicht ganz erschlossen. Mir scheint das Baugeschehen hier doch arg überstürzt und unkoordiniert abzulaufen, nach dem Motto 'jeder wie er mag'. Und du hast natürlich Recht, mit den Entwicklungen an dieser Straßenkreuzung kann man nicht glücklich sein, hier entstehen ganz üble Wohnlagen. Die bereits fertigen Schultheiß-Wohnungen werden weiter abgewertet und der Wohnraum im Neubau dürfte auch ziemlich düster werden. Denn die Menschen müssen sich doch fühlen wie im Glaskasten eines Masochismuskünstlers und dürften ganztags die Rollläden unten haben. Was ist eigentlich mit Abstandsflächen zu den Nachbargebäuden usw.?

Schade, vor 4 Jahren noch war die Straße richtig wohnlich: Bäume, die kleinen Häuschen und das italienische Restaurant mit dem schönen Biergarten, jetzt aber wird es slummig.
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Alt 19.06.17, 22:15   #144
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Abriss und Neubau Kirchenweg 25

In Johannis ist unterdessen eine weitere Styroporkiste fertig geworden:



Die Figur mit dem zurückgesetzten Risaliten finde ich eigentlich gar nicht mal so ungeschickt, das durchbricht angenehm die ansonsten öde Fassade. Aber die Materialität aus weiß getünchter Styropordämmung mit den einfachen Plastikfenstern ist nicht so überzeugend und wirkt nicht hochwertig. Wenigstens das Sockelgeschoss hätte man netter machen können so wie in der Rollnerstraße 21-23. Aus brandschutzmäßigen Erwägungen würde ich sowieso fordern, die Erdgeschosszonen massiv auzuführen bzw. entsprechend zu verkleiden.

Für diesen Neubau, der eine Wohnung je Stockwerk beherbergt, wurde ein altes, zweigeschossiges Haus abgerissen. Foto von 2015:

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Alt 20.06.17, 22:13   #145
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Neubau Lobsingerstraße 5

Und ein paar Meter weiter in der Lobsingerstraße 5 ist eine Baulücke mit einer weiteren Styroporkiste geschlossen worden, direkt neben einem denkmalgeschützten Sandsteinhaus im hiesigen Nürnberger Stil:



Die weiße Sockelzone ist natürlich wieder ein grober Schnitzer, der nicht lange zufriedenstellen aussehen wird.

Bei dem Haus handelt es sich um ein Microapartmenthaus mit soweit ich mich entsinne 46 Wohneinheiten, das zunächst mit Flüchtlingen belegt wird. Langfristig ist an eine Nutzung als Studentenwohnheim gedacht.
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Alt 02.07.17, 15:36   #146
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Bielingplatz



Im Zuge der Fertigstellung der U-Bahnstation "Nordklinikum" wird auch der Bielingplatz vor dem beeindruckenden Bielingschulhaus, der heutigen Peter-Vischer-Schule umgestaltet. Ziel ist es u.a. den Charakter des Platzes vom reinen Parkplatz weg zu einer attraktiven städtischen Platzanlage zu verändern. Im Zuge dessen wurden zwar nicht alle, aber doch einige Parkplätze entfernt und der Öffentlichkeit zurück gegeben. Zugleich wurde Straßenführung durch Verengung und Kreuzungen mit Zebrastreifen beruhigt.

Eine wichtige, hier bereits erwähnte Weiterentwicklung des Platzes bildet ein hier bereits vor über einem Jahr vorgestellten und im BKB diskutiertes Projekt, durch das ein neues Eckhaus entstehen wird. Dadurch wird eine bislang unbebaute und verwilderte Fläche urban:



Die aufgestellten Bautafeln zeigen ein im Vergleich zu damals unveränderten Entwurf der Vorderseite:



Der in L-Form angelegte Komplex bildet einen Hof, in dem hoffentlich wieder hohe Bäume wachsen werden:



Interessant wird es auch an der Westseite des Platzes, direkt vor dem östlichen Aufgang von der U-Bahn-Station. Aktuell steht dort noch die Baustellenbaracke des U-Bahn-Projektes und womöglich auch des Platzumbaus, aber die wird es bald nicht mehr benötigen. Ebenfalls ist das Gelände weder begrünt noch sonst irgendwie genutzt. Es ist also damit zu rechnen, dass auch hier bald ein Neubau entstehen könnte, die Adresse und die Lage ist ja ideal:



Dabei wäre es natürlich unbedingt wünschenswert, wenn man sich an der Gestaltung des Altbaus (links im Bild) gegenüber orientiert, der aktuell gemeinsam mit dem Bielingschulhaus die Platzkante gestalterisch attraktiv beherrscht.
Es dürfte hier nicht lange dauern bis wieder Bagger und Kräne anrücken.
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Alt 03.07.17, 16:05   #147
SteffenSetzer
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Ziel ist es u.a. den Charakter des Platzes vom reinen Parkplatz weg zu einer attraktiven städtischen Platzanlage zu verändern. Im Zuge dessen wurden zwar nicht alle, aber doch einige Parkplätze entfernt und der Öffentlichkeit zurück gegeben.

Zitat auf das Wesentliche gekürzt.
Auf der Westseite des Platzes war bis hin zum "Holz"-Kindergarten immer ein weiterer Parkplatz gewesen. Auf den letzten Plänen, die ich 2015 gesehen hatte, war kein Haus vorgesehen, lediglich ein Grünstreifen entlang der Front Hallerstraße wurde versprochen, also unter Einbeziehung des einzigen Baumes. Mal abwarten, was nun tatsächlich passiert

Von Bürgerseite wurde bereits bemängelt, dass auf dem Westteil des Mittelplatzes die neu angelegte Boule-Kiesfläche völlig in der prallen Sonne liegt. Die Stadt will mit mobilen Bäumen Abhilfe schaffen. Was soll der Unsinn? Noch kann man ein paar Bäume an der Hallerstraßenseite nachpflanzen, bevor die Bagger weg sind.

Auf dem Ostteil - nahe des "Helena" - ist auch einiges Freizeitliches geplant, aber die Parkplätze sind noch sichtbar, wenn auch bereits abgetrennt.

Was mich von Anfang an geärgert hat, ist, dass man die seit 35 Jahren verkehrsberuhigte Straßenstück zwischen Platz und Schule nicht mit einbezogen hat, sondern als "Provisorium" erhält. Bedenken wegen einer Feuerwehranfahrtszone hätte man sicher lösen können.

Ging der ehemalige Kindergarten an der Ecke Heimerich-/Hallerstraße, wo jetzt der neuen Eckbau hinsoll, nicht bis an das schon immer abgeschrägte Eck heran? Der war immer relativ grün, von daher kann ich mich nicht an der verwilderte Fläche erinnern, sondern als Teil des Kindergartens.
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Alt 09.07.17, 11:45   #148
Planer
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der Bielingplatz, aber auch der Bereich Prof-Nathan-Str. und Heimerichstr, zeigen deutlich das (aktuelle) Dilemma im U-Bahnbau auf.

Um die Kosten zu drücken und den Weiterbau noch halbwegs finanziell rechtfertigen zu können, wird alles auf das absolute Minimum reduziert und runtergerechnet. Das Ergebnis sieht man dann hier oder auch im Bereich Schweppermannstr. / Kaulbachstr. / Reichstr. Alles was nicht direkt Baugrube war oder vor den Zugangsbauwerken liegt wird maximal provisorisch wiederhergestellt. Für tlw. seit Jahrzehnten geplante Straßenumbauten ist weiter kein Geld verfügbar.
Für beide og. Bereiche gibt es durchaus Planungen; siehe bspw. hier:
https://online-service2.nuernberg.de...daItemId=47265

Weil aber kein Geld (besser gesagt nicht genug eingestellt ist), wird mit weniger Geld ein Provisorium gebaut:
https://online-service2.nuernberg.de...daItemId=62471

Das Ergebnis: für gut 100 Mio. € (inkl. städtischer Eigenkosten, bspw. für das U-Bahnbauamt, die in den offiziellen Kosten nicht auftauchen!) hat man ca. 1,1 km U-Bahn und zwei Bahnhöfe gebaut. Für eine ordentliche Zuwegung und Anpassung / Aufwertung des direkten Umfeldes reicht es aber nicht, weshalb dann so halbgare Provisorien wie oben beschrieben entstehen.

Ist aber auch egal, weil die Prominenz und Politiker bei der Eröffnung sowieso nur die U-Bahnhöfe und das direkte Umfeld sehen / erleben. Dann geht es in dicken Limousinen mit verdunkelten Scheiben weiter zum nächsten Termin. Und in ein paar Jahren schaut dann alles etwas schmudelig aus...
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Alt 09.07.17, 14:38   #149
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Hm, also ich kann mich deiner Kritik nicht so ganz anschließen. Die Nürnberger U-Bahnhöfe sind nach meinem Empfinden die einzigen Projekte, bei denen es planmäßig noch soetwas wie "Kunst am Bau" gibt. So haben die Bahnhöfe, wie in der Galerie gut nachvollziehbar zu sehen, bis in den heutigen Tag einen eigenen Charakter. Man muss jetzt nicht alles hübsch finden, aber angesichts des minimalistischen Zeitgeschmacks im Neubau sind die Bahnhöfe durchaus aufwändig dekoriert. Wer mal die Vor-Ort-Bahnhöfe neuerer Zeit in anderen Städten gesehen hat, weiß wovon ich rede. Dort sieht alles so aus wie der Scharfreiterring vor dessen Renovierung.

Das was du hinsichtlich der Straßenplanung kritisierst verstehe ich nicht. Es ist doch alles neu? Oder meinst du die Einfachheit und Lieblosigkeit, mit der einfach großflächig gepflastert und asphaltiert wird? Das was Steffen Setzer da so treffend kritisiert scheint mir ein Planungsmangel zu sein, der aber nicht wirklich etwas mit dem U-Bahnbau zu tun hat, sondern eher mit der jahrzehntelangen Praxis, möglichst viel versiegelte Fläche zu schaffen. Nürnberger Plätze sind halt fast überall noch Parkplätze, und kein Platz für Mensch und Freizeit, z.B. südlicher Melanchthonplatz, Nelson-Mandela-Platz, Stresemannplatz, der grausame Friedrich-Ebert-Platz, Obstmarkt, der abschreckende Plärrer, der Platz vor der Bartholomäuskirche usw. usf. Die Verknüpfung mit dem U-Bahnbau verstehe ich nicht so recht.
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Alt 09.07.17, 23:24   #150
Planer
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Ich meine damit bpsw. so etwas:

https://www.google.de/maps/@49.46336...7i13312!8i6656
Schweppermannstraße: direkt darunter wurde die U-Bahn bergmännisch gebaut und dafür Sparten verlegt. Die Straße ist seit bald 10 Jahren so zerstückelt und jeden Winter werden die Schlaglöcher größer. Geld oder gar Planungen für eine Sanierung? Fehlanzeige

https://www.google.de/maps/@49.46276...7i13312!8i6656
dito Reichstr., nur dass die Tunnel etwas weiter im Süden verlaufen

bei google Maps sehen die Straßen allerdings viel besser aus, als sie tatsächlich sind. Vielleicht auch ein Grund, dass in Nbg. eher wenig Menschen Fahrradfahren und dafür immer mehr SUV auf den Straßen fahren.


Zur Prof.-Nathan-Str.
Hast Du die verlinkten Stadtratsvorlage gelesen? Weil bei gut 100 Mio. € Ausgaben das Budget nicht gelangt hat, wird ca. 20 Meter vom U-Bahn-Zugang entfernt mit etwas Markierung, Sperrpfosten und Heißasphalt ein Provisorium hingestückelt. Da lt-. Vorlage keine MIttel im MIP sind, bleibt das für mindestens 5 Jahre so! und das auf dem Hauptweg von der U-Bahn zum ca. 100 Meter entfernten Haupteingang des Nordklinikums.


So deutlich wird es zum Bielingplatz nicht formuliert. War / ist hier aber ähnlich (findet sich auch in Unterlagen des Ratsinformationssystems). Im Rahmen U-Bahnbau waren nur Mittel für die Wiederherstellung der aufgerissenen Parkplätze enthalten. Erst nach Anwohnerprotesten gegen einen 1:1 WIederherstellung wurden verschiedene Planungen gemacht. Ausgewählt wurde eine, die keine Mehrkosten verursacht. Deshalb diese Aufteilung des Platzes (mit dem Bouleplatz in der Sonne( und keine EInbeziehung / Umgestaltung der Flächen vor der Peter-Vischer-Schule.


zu den U-Bahnhöfen hatte ich nichts geschrieben. Hier gibt es noch einen gewissen Anspruch, aber die Stilmittel sind doch arg wenig geworden und auch hier wird lang nicht mehr so viel Geld wie früher in die Hand genommen.
- Abwärtsführende Rolltreppen? Gibt es seit 15 Jahren kaum noch
- Gestaltung? Seit ca. 20 Jahren meist Sichtbeton, der mit etwas Farbe oder Formen aufgehübscht wird. (liegt aber auch an Brandschutzvorgaben, was fairereweise gesagt werden muss).


zu Plätzen hatte ich auch nichts geschrieben. Weil Du darauf eingehst mit Deiner Aussage zu versiegelten Flächen und Planungsmängeln bzw. Parkplatzschaffung.auch hierzu ein Kommentar von mir: das sind keine Planungsmängel und es hat indirekt auch mit dem U-Bahnbau zu tun.
Es ist nämlich eine einfache Kostenfrage: kleine Grünflächen sind im Unterhalt viel viel teurer als versiegelte Flächen. Also wird alles gepflastert oder noch besser asphaltiert. Straßenhecken und kleine Rasenflächen bedeuten viel manuelle Arbeiten. Versiegeltes lässt sich mit Großgeräten leicht abkehren (was der WInd noch nicht in die wenigen Gebüsche und Hecken geweht hat...
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